3. Triduumsgottesdienst zum Jubeljahr 2016

"Wir sollen eine Kirche sein, die sich von Gott leiten und begleiten lässt."

Weihbischof Dr. Josef Graf feiert mit der Pfarrgemeinde Miltach den 3. Triduumsgottesdienst - Martinssänger gestalten musikalisch

 

Nachdem Anfang Juni zu Beginn des Triduums Generalvikar Michael Fuchs aus Regensburg, Anfang Juli dann Kaplan Jürgen Josef Eckl zu Gast war, fand an diesem Sonntag der dritte Gottesdienst zur Vorbereitung auf das Jubiläum im September statt. Für die Verantwortlichen in der örtlichen Kirchengemeinde von Miltach ist es eine Selbstverständlichkeit, für die bevorstehenden Feierlichkeiten einen besonderen und festlichen Rahmen zu organisieren. In Vorbereitung auf diesen speziellen Tag, haben sich die Gremien der Pfarrgemeinde, also die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat darauf verständigt, in einem Vorbereitungstriduum, bestehend aus drei Gottesdiensten, jeweils am ersten Sonntag der Sommermonate, sich auf dieses Jubiläum einzustimmen. So nahm man auch den Anlass des 1700-jährigen Geburtstages des Heiligen Martin und das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit zum Anlass, in der Regentalgemeinde feierliche Gottesdienste zu organisieren.

 

Am vergangenen Sonntag fand nun der dritte Gottesdienst in der örtlichen Pfarrkirche statt. Eingeladen hatte man dazu Weibischof Dr. Josef Graft aus Regensburg. Der Würdenträger aus der Domstadt war erst vor gut sieben Wochen in der Regentalgemeinde und hatte dabei 58 jungen Christen das Sakrament der Firmung gespendet. Mit einer großen Zahl von Ministranten zog der Gastprediger und Hauptzelebrant, gemeinsam mit Pfarrer BGR Augustin Sperl und dem indischen Geistlichen Dr. Rockose Kolenchery in die geschmückte Pfarrkirche ein. Zahlreiche Gläubige und einige Firmlinge dieses Jahres aus beiden Gemeinden Miltach und Blaibach, waren gekommen. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes hieß Pfarrer Sperl den Gast recht herzlich willkommen. Er bat ihn, zusammen mit der Gemeinde, diesen dritten festlichen Gottesdienst im Jubiläumsjahr zu feiern. Weihbischof Graf bedankte sich bei seinem Mitbruder und der Pfarrgemeinde für die Einladung. Er freute sich sehr, eingeladen worden zu sein, um zusammen mit vielen Gläubigen aus Miltach und Blaibach diese Eucharistiefeier begehen zu können. Gleichzeitig war es wieder der übliche Monatsgottesdienst für den Frauenbund Miltach. Die folgenden Lesungen vom Sonntag wurden von Claudia Pinzinger und Lucia Heigl vorgetragen. Das Volk und der Chor „Die Martinssänger“ unter der Leitung von Walter Stöger, sowie den Solisten Uli Stöger und Lukas Kallup, begleitet von den Bläsern unter der Leitung von Josef Pielmeier, stimmten die lateinische Messe an. Der festliche Gesang wurde außerdem von Christian Hartl an der Orgel musikalisch unterstützt.

 

In seiner Predigt ging Weihbischof Dr. Josef Graf zunächst auf die Kirchenerweiterung nähe ein. Er bezeichnete die gute Verbindung zwischen Alt und Neu beim jetzigen Kirchenbau als überaus gelungen. Dass in diese Feierlichkeiten auch der Pfarrpatron, der Heilige Martin mit einbezogen ist, bezeichnete der Bischof als gute Verbindung, feiert doch die Kirche in diesem Jahr dessen 1.700 Geburtstag. „Das Wort Kirche bezieht sich aber nicht nur alleine auf den aus Stein gefassten Bau. Kirche ist auch das betende Gottesvolk, das Kirche ist und Kirche sein kann, aus lebendigen Menschen.“ Viele fragen sich heute, wozu ist die Kirche eigentlich noch da? Viele denken auch, Kirche hat in der heutigen, modernen Gesellschaft nichts mehr zu sagen. „Wozu ist die Kirche da?“ so fragte der hohe Würdenträger aus Regensburg. Seine Antwort ist jedoch die, dass Kirche einen Glauben vorleben muss, der in der Liebe wirksam wird. Das Feststehen zu Gott und seinem Wort. „Gott steht zu uns, und wir sollen zu ihm stehen. Wir sollen eine Kirche sein, die sich von Gott leiten und begleiten lässt.“ so der Geistliche.

 

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Wozu ist die Kirche da?

Sie ist nicht wie ein Warteraum, in dem man sich ausruhen kann und auf das Kommende warten soll. Nein, das entscheidende ist ein lebendiger Glaube an Gott, den Vater. „Leben wir ein Sinn- und Gotterfülltes Leben! Sicher, Phasen der Erholung und des Ausspannens soll es schon geben, aber wir leben auf den wiederkommenden Christus hin. Es ist immer wichtig, dass wir Christus nicht aus dem Blick verlieren. Dazu wurde auch die Kirche von Miltach gebaut. Einen Raum des rechten miteinander und der rechten zusammen seins.“ Und weiter formulierte Weihbischof Josef Graf seine Wünsche an die Gläubigen von Miltach. „Wenn wir hier nun gemeinsam die heilige Eucharistie feiern, dann wird diese Hingabe wieder gegenwärtig in den Zeichen von Brot und Wein. Dazu ist auch die Kirche von Miltach da, dass hier immer wieder die Begegnung mit dem Herrn gefeiert wird.“

 

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Bei den Fürbitten und der anschließenden Eucharistiefeier dankten die Priester und die anwesenden Gläubigen unter anderem auch für den Bau der hiesigen Pfarrkirche. Die zahlreichen Ministranten bildeten dafür einen recht würdevollen Rahmen. Während der Wandlung versammelten sie sich mit brennenden Leuchten in ihren Händen um den Volksaltar. Mit dem „Großer Gott wir loben dich“ und einem Marienlied schloss die Eucharistiefeier ab. Am Ende des Gottesdienstes war es für Pfarrer BGR Augustin Sperl, Wolfgang Sterr vom Pfarrgemeinderat und für Kirchenpfleger Christian Röhrl eine Selbstverständlichkeit, sich bei Weihbischof Graf für seine würdige und überaus ansprechende Predigt und seinen Besuch in der Regentalgemeinde recht herzlich zu bedanken. Sie überreichten ihm eine im Schloss Miltach getöpferte Schale, eine Kerze, die aus Anlass des Jubiläumsjahres, das Abbild der Miltacher Pfarrkirche trägt und einen guten Tropfen hochprozentiges, den „Miltacher Schlossgeist“. Der Kirchenpfleger Christian Röhrl dankte allen, die sich in den Vorbereitungen zu diesem Festtag eingebracht haben, aber auch in den letzten 40 Jahren mit ihren Bemühungen zu einer lebendigen Kirchengemeinde beigetragen haben. Dabei zitierte er den Satz, den Weihbischof Karl Flügel bei der Weihe der Kirche vor genau 40 Jahren aussprach. Dieser wünschte dem Ort ein lebendiges Zentrum mit der neuen Kirche. „Dann ist diese Kirche aus Stein nicht nur toter Stein, sondern Mitte und Zeugnis einer Kirche aus lebendigen Herzen echter Christen.“ Bischof Graf wünschte der Regentalgemeinde auch weiterhin viel Zusammenhalt und die Freude einer gut gelebten christlichen Glaubensgemeinschaft. Nach dem Auszug des liturgischen Dienstes, stellten sich die Priester dann noch gemeinsam mit den Ministranten auf den Stufen zur Kirche zu einem Gruppenfoto auf. Danach trafen sich die Mitglieder der beiden Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte, sowie die Bürgermeister Johann Aumeier (Miltach) und Wolfgang Eckl (Blaibach) zum gemeinsamen Mittagessen im Pfarrheim „St. Martin“.

 

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Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Fotoserien

3. Triduumsgottesdienst zum Jubeljahr 2016 (SO, 07. August 2016)

Am Sonntag, 07. August 2016 fand der 3. Truduumsgottesdienst zum Jubeljahr 2016 statt.

Hauptzelebrant war Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg.

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Veröffentlichung

So, 07. August 2016

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