Weihnachten 2012

„Gott heilt die Nacht“

Die Weihnachtsfesttage wurden in Miltach von zahlreichen Gläubigen gefeiert

Kinder und Bläser gestalten feierliche Gottesdienste in der Regentalgemeinde

 

Besonders viele Gläubige aus der Pfarrgemeinde Miltach und viele Festgäste die an den Feiertagen ihre Verwandten und Bekannten in der Heimat besuchten, haben an den vergangenen Weihnachtstagen die liturgischen Feierlichkeiten und die Gottesdienste in der Pfarrkirche in Miltach besucht und mitgefeiert.

Mit ganz viel Geschick und sehr viel Liebe zum Detail wurde das Gotteshaus vor den Weihnachtsfesttagen von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von Marianne Maurer und Ingeborg Wagner wieder besonders prächtig geschmückt. Ein stattlicher Weihnachtsbaum (traditionell auch in diesem Jahr wieder gestiftet von Familie Dieter Beier) fand im Presbyterium vor dem Hochaltar wieder seinen ganz besonderen Ehrenplatz. Viel funkelndes Kerzenlicht und die liebenswerten Spansterne, die der ehemalige Miltacher Lehrer Alfons Feldmeier (+) vor ein paar Jahren für die Pfarrkirche St. Martin gebastelt und gespendet hatte, kamen so wieder ganz hervorragend zur Geltung. Die prächtig geschmückte Tanne und das Tannengrün an den Apostelleuchtern erfüllte das Gotteshaus mit seinem festlichen Glanz und trug so zur rechten weihnachtlichen Gesinnung der vielen Gläubigen bei. Die stattliche Weihnachtskrippe (links im Kirchenraum), bei der ebenfalls zwei liebenswerte Christbäumchen erstrahlten, sowie das viele Tannengrün an den Apostelleuchtern und den drei Altären, tauchten den Kirchenraum in ein festliches, weihnachtliches Gewand.

Am späteren Nachmittag des Heiligen Abend fanden viele erwachsene Gläubige, zusammen mit ihren Kindern, den Weg in das Gotteshaus. Die vielen Sitzplätze und die zusätzlich aufgestellten Stühle reichten bei der Kinderchristmette um 15.30 Uhr bei weitem nicht aus, um die Zahl der Gläubigen zu fassen, die den traditionell am besten besuchten Gottesdienst des ganzen Kirchenjahres mitfeiern wollten. Im abgedunkelten Kirchenraum verfolgten die Gläubigen den Einzug des Priesters, zusammen mit den Ministranten und den Kindern für das Krippenspiel. „Macht hoch die Tür“, dieses adventliche Lied führe wie alle Jahre hin zum eigentlichen Grund dieser heiligen Nacht, der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem. Nach der Lesung, vorgetragen von Birgit Holzapfel, zog das Krippenspiel die Kinder und die Erwachsenen in seinen besonderen Bann. Die Kinder spielten in anschaulicher Form die Herbergssuche und die Geburt Jesu Christi nach. Alois Pielmeier und Michaela Prechtl hatten in den Wochen zuvor, mit viel Liebe zum Detail, gemeinsam mit den jungen Buben und Mädchen die Texte einstudiert. An der Orgel begleitete Christian Hartl das Weihnachtsspiel. Die Mühen hatten sich gelohnt. Gespannt und mit hell glänzenden Augen verfolgten die vielen Kinder die Texte der Krippenspieler. Mit dem Weihnachtsevangelium schließlich mündete das Spiel ein, in den Besuch der Engel bei den Hirten, die sogleich aufstanden und zum Stall in Bethlehem eilten, um dort Maria, Josef und das Kind in der Krippe zu finden. Im weiteren Verlauf der Mette trugen die Kinder ihre Fürbitten vor das Christuskind, ehe in der darauf folgenden Eucharistiefeier das Weihnachtsgeheimnis gefeiert wurde. Festliches Glockengeläut rief in der Heiligen Nacht die Gläubigen aus den beiden Pfarrgemeinden Blaibach und Miltach zur gemeinsamen Feier der Christmette. Um 22 Uhr versammelten sich wiederum viele Gläubige, um den Heiligen Abend mit einem gemeinsamen Gottesdienstbesuch zu krönen. Alois Pielmeier trug zu Beginn der festlichen Feier das gesungene Weihnachtsexultet vor. Wohlriechender Weihrauchduft der aus dem Heiligen Land stammte und den die Pilgergruppe dieses Jahr von dort mitbrachte, erfüllte den Kirchenraum. Robert Vogl an der Orgel und Josef Pielmeier sen., sowie Mathias Achatz als Trompeter gestalteten den Gottesdienst in ganz besonders festlicher Weise. Dekan Augustin Sperl betonte in seiner Weihnachtspredigt, dass durch die Geburt Jesu das Licht Gottes in die Welt gekommen ist und die Dunkelheit des Lebens überwunden hat. Das festliche „Stille Nacht“-Lied, in der nur noch von Kerzenschein und dem Licht der Christbäume erfüllten Kirche, rührte die Herzen der anwesenden Gläubigen an. Bei feierlichem Glockengeläut marschierten die Besucher wieder zurück in ihre Wohnungen, um dort den Heiligen Abend ausklingen zu lassen.

Zum Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Gläubigen erneut in der Miltacher Pfarrkirche. Dekan Sperl zelebrierte die weihnachtliche Messfeier. In seiner Festansprache verdeutlichte der Geistliche, dass Weihnachten ein Fest des Staunens und der Freude ist. „Es lohnt sich über die Worte Nacht und Licht nachzudenken. Wenn wir uns heute in der Nacht zum Gottesdienst treffen, dann hat das zutiefst mit dem tieferen Sinn von Weihnachten zu tun. Am dunkelsten Punkt des Jahres wachen wir in der Nacht, gehen wir in die Dunkelheit hinein, um dem göttlichen Licht zu begegnen. Gerade in diese Nacht hinein wird das Licht geboren. Das Weihnachtsfest sagt uns wieder die Wahrheit: Christus ist das wahre Licht. Seine Liebe heilt die Wunden der Welt. Sein Leben ist unsere Zukunft. Gehen  wir zum Kind in der Krippe – legen wir unsere Sehnsucht hinein. Gottes Liebe wird uns daraus anschauen und verändern.“ so der Priester. Diese festliche Eucharistiefeier fand ihren krönenden Abschluss mit dem Lied: „Nun freut euch ihr Christen“ welches die Gottesdienstbesucher anstimmten.

Am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag gaben die Gläubigen großzügig ihr Opfer für die Spendenaktion „Adveniat“, welche die Gelder nach Lateinamerika weiterreicht. Die jungen Christen gaben ihre Opferkästchen für die armen Kinder dieser Welt. Die Messfeier am 2. Weihnachtsfeiertag wurde durch die Martinssänger unter der Leitung von Walter Stöger musikalisch mitgestaltet. Viele Ministranten hatten außerdem dazu beigetragen, die Feiern in einem besonders festlichen Rahmen mit Fackeln und Weihrauch zu gestalten und dabei die Gottesdienstbesucher in deren Gebet zu bestärken.

 

Text und Bild: Christian Röhrl, Miltach

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Veröffentlichung

Mi, 26. Dezember 2012

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