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Jahrtag der Martinireiter in unserer Pfarrgemeinde
Verstorbene Martinireiter bleiben unvergessen
Jahrtagsgottesdienst in der Miltacher Pfarrkirche –Totengedenken im Zeichen von Glaube, Kameradschaft und gelebter Tradition
Die Erinnerung an verstorbene Kameraden wachzuhalten und zugleich die Verbundenheit mit dem christlichen Brauchtum zum Ausdruck zu bringen, stand im Mittelpunkt des Jahrtagsgottesdienstes der Miltacher Martinireiter. In der Pfarrkirche gedachten die Reiter jener Männer, die über viele Jahre hinweg den traditionellen Martiniritt mitgetragen und das Allerheiligste bei der eucharistischen Prozession begleitet hatten.
Die Feier des Kirchenpatronats mit anschließendem Martiniritt und eucharistischer Prozession findet heuer am Samstag, 14. November, statt. Da es den Martinireitern am Festtag nicht möglich ist, gemeinsam am Patroziniumsgottesdienst teilzunehmen, versammelten sie sich bereits am Samstagnachmittag zu ihrem traditionellen Jahrtagsgottesdienst. In ihrer festlichen Reitertracht zogen sie in die Pfarrkirche ein. Walter Graßl führte die schmucke Standarte mit. Das in der Nähe des Volksaltares aufgestellte Gedenkbrett sowie ein mit gelb-weißen Papierröschen geschmückter Wacholderstrauß verliehen der kirchlichen Feier einen würdigen Rahmen.
Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrvikar Matthias Tang die Martinireiter und würdigte ihre Verbundenheit mit dem kirchlichen Leben und dem überlieferten Brauchtum. Eine besondere Fürbitte galt den verstorbenen Mitgliedern, die sich über viele Jahre hinweg mit Freude, Stolz und persönlichem Einsatz für den Erhalt des Martinirittes engagiert hatten.
Erinnerung als Zeichen der Dankbarkeit
Im Anschluss an den Gottesdienst leitete Franz Martin als Sprecher der Miltacher Martinireiter die feierliche Totenehrung ein. Er dankte Pfarrvikar Matthias Tang für die Gestaltung der kirchlichen Feier sowie der Familie Röhrl für die Aufstellung des Gedenkbrettes.
„Dass Menschen uns verlassen, kann man nicht verhindern, aber man kann verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten“, betonte der Sprecher. Mit diesen Worten brachte er zum Ausdruck, welchen Stellenwert das Gedenken an die verstorbenen Kameraden innerhalb der Reitergemeinschaft einnimmt. Sie hätten den Martiniritt nicht nur als festlichen Brauch verstanden, sondern seien stets zur Ehre des Kreuzes und des heiligen Martins geritten.
Im Mittelpunkt des Totengedenkens standen Dankbarkeit und die Erinnerung an jene Männer, die der Gemeinschaft über viele Jahre verbunden waren. Ihre Liebe zur Heimat, ihre Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Treue zum christlichen Glauben hätten wesentlich dazu beigetragen, dass der Martiniritt als wertvolles Stück christlicher Heimatgeschichte bis heute lebendig geblieben sei.
In einem einfühlsamen Gedenkgebet wurden die Verstorbenen der Barmherzigkeit Gottes anvertraut. Der heilige Martin, der durch das Teilen seines Mantels mit einem Bedürftigen zum Sinnbild christlicher Nächstenliebe geworden ist, wurde dabei als Schutzpatron und Fürsprecher angerufen. Zugleich erinnerte das Gebet die Lebenden daran, das Vermächtnis ihrer verstorbenen Kameraden weiterzutragen: die Gemeinschaft zu pflegen, füreinander einzustehen und das christliche Brauchtum an die kommenden Generationen weiterzugeben.
Mit der Bitte, Gott möge den Verstorbenen ihre Treue, ihre guten Taten und ihren Einsatz für die Gemeinschaft vergelten und ihnen die ewige Heimat schenken, erhielt das Gedenken einen besonders besinnlichen Charakter.
Als sichtbares Zeichen des Dankes und der bleibenden Erinnerung wurde am Gedenkbrett ein Gebinde niedergelegt. Mit Gebeten für die verstorbenen Reiter und der Segnung des Gedenkbrettes fand die kirchliche Totenehrung ihren feierlichen Höhepunkt. Den bewegenden Abschluss bildete das traditionelle Lied vom „Guten Kameraden“.
Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach
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