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- 16.08.2026 Kräuterbuschen am Fest Maria Himmelfahrt gesegnet
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Feier - 50 Jahre Pfarrkirche Miltach
50 Jahre Pfarrkirche St. Martin –
ein Fest des Glaubens und der Gemeinschaft
Mit einem feierlichen Festgottesdienst und einem anschließenden Pfarrfest hat die Pfarrei St. Martin das 50-jährige Jubiläum der Erweiterung und Weihe ihrer Pfarrkirche gefeiert. Viele Gläubige, Ehrengäste, Vertreter der politischen Gemeinde, der örtlichen Vereine und Verbände sowie Fahnenabordnungen waren der Einladung gefolgt. So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Rückblick auf fünf Jahrzehnte, sondern vor allem zu einem Fest der ganzen Pfarrgemeinde.
Eine besondere Freude war es für die Miltacher, mit Dekan Jürgen Josef Eckl einen gebürtigen Miltacher als Hauptzelebranten begrüßen zu dürfen. Gemeinsam mit Pater Joseph Santhappan MSFS, Pfarrvikar Matthias Tang und Monsignore Augustin Sperl, der viele Jahre als Seelsorger in Miltach gewirkt hatte, feierte er den Festgottesdienst. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Christian Hartl an der Orgel und der Blaskapelle Weißblau Königstreue.
Für Dekan Eckl war die Rückkehr nach Miltach auch persönlich etwas Besonderes. Hier wurde er getauft, empfing die Erstkommunion und war Ministrant. Vor 15 Jahren, im Jahr 2011, konnte er in seiner Heimatpfarrei seine Primiz feiern. Entsprechend groß war die Freude in Miltach über seine Zusage zum Kirchenjubiläum. Auch in seiner Predigt erinnerte Eckl an seine persönliche Verbundenheit mit dem Ort und stellte fest, dass es unzähligen Miltachern ähnlich gehe: Viele wichtige Stationen ihres Lebens seien mit dieser Kirche verbunden.
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Ein Gotteshaus voller Erinnerungen
In seiner Festpredigt blickte Dekan Eckl auf die vergangenen fünf Jahrzehnte zurück. Die Pfarrkirche sei in dieser Zeit geistlicher Mittelpunkt des Ortes und zugleich dessen weithin sichtbares Wahrzeichen gewesen. Wenn die Steine reden könnten, hätten sie viel zu erzählen: von Menschen, die hier in der Stille gebetet, Rat und Hilfe gesucht und Abschied von Angehörigen genommen hätten, ebenso wie von all jenen, die durch ihren Dienst die Kirche mit Leben erfüllten. Eckl erinnerte dabei an Mesner, Organisten, Chorsänger, Kantoren, Ministranten, Kirchenpfleger und die verschiedenen Miltacher Seelsorger.
Die Geschichte lasse sich auch am Kirchengebäude selbst ablesen. Beim Umbau vor 50 Jahren wurde die alte Kirche nicht einfach abgerissen. Der gotische Chor und der mächtige romanische Turm blieben erhalten, während das marode und zu klein gewordene Kirchenschiff einem Neubau wich. So verbinde das Gotteshaus bis heute Altes mit Neuem. Für Eckl ist dies zugleich ein Bild für die Kirche insgesamt: Sie lebe aus Tradition und Überlieferung, müsse sich aber immer wieder erneuern, um ihren Auftrag in der jeweiligen Gegenwart erfüllen zu können.
Besonders erinnerte der Festprediger an die Generation, die vor einem halben Jahrhundert die Erweiterung der Pfarrkirche verwirklicht hatte. Eltern und Großeltern der heutigen Generation hätten viel Zeit und Arbeitskraft, Geld und persönlichen Einsatz eingebracht. Sie hätten ihren Kindern und Enkeln einen Ort hinterlassen wollen, an dem der Glaube erfahrbar werde, Sorgen abgelegt werden könnten und Hoffnung ihren Platz habe.
„Gott hat unter euch sein Zelt aufgeschlagen“
Einen besonderen Gedanken entwickelte der Festprediger anhand der Architektur der Miltacher Pfarrkirche. Das charakteristische Dach des von Karl Habermann entworfenen Kirchenraums erinnert von außen wie von innen an ein großes Zelt, das sich über die versammelte Gemeinde spannt. Eckl schlug dabei die Brücke zum biblischen Offenbarungszelt. Das Zelt sei einerseits ein Zeichen für das Unterwegssein des Volkes Gottes, andererseits aber auch für die Gegenwart Gottes mitten unter den Menschen. „Gott ist hier gegenwärtig; er hat unter euch sein Zelt aufgeschlagen“, fasste er diesen Gedanken zusammen.
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„Baue meine Kirche wieder auf“
Mit dem heiligen Franz von Assisi und dem Auftrag Christi „Stelle meine Kirche wieder her“ führte Eckl seine Gedanken weiter. Franziskus habe zunächst ganz konkret begonnen, die verfallene Kirche San Damiano wiederaufzubauen. Erst später habe sich gezeigt, dass es um weit mehr ging als um ein Gebäude: um die Kirche aus „lebendigen Steinen“, um die Gemeinschaft der Menschen.
Diese Botschaft sei gerade in einer Zeit wichtig, in der vieles in der Kirche im Umbruch sei. Vor 50 Jahren hätten die Menschen in Miltach angepackt und mit Steinen und Holz gebaut. Heute sei die gegenwärtige Generation an der Reihe. Es gehe darum, Kirche so zu leben, dass auch kommende Generationen in dieser Gemeinschaft erfahren könnten, dass Christus unter den Menschen gegenwärtig sei.
St. Martin ist ein Stück Heimat
Bürgermeister Mario Höcherl sprach seine Glückwünsche von Seiten der Gemeinde Miltach aus. Es hob das gute Miteinander heraus und bezeichnete die Pfarrkirche als Mitte und Zentrum der Regentalgemeinde. Danach wandte sich Kirchenpfleger Christian Röhrl – auch im Namen der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates – an die Festgemeinde. Er erinnerte daran, dass ein 50-jähriges Jubiläum ein guter Anlass sei, innezuhalten und dankbar auf die Menschen zurückzublicken, die mit Mut, Tatkraft und Gottvertrauen das große Vorhaben des Kirchenbaus verwirklicht hatten. Sie hätten nicht nur für ihre eigene Zeit gebaut, sondern für ihre Kinder und Enkel und damit auch für die heutigen Generationen.
In den vergangenen 50 Jahren habe der Kirchenbau unzählige Menschen durch ihr Leben begleitet. Hier seien Kinder getauft worden, hätten Erstkommunion und Firmung gefeiert, Paare einander das Ja-Wort gegeben und Familien die großen kirchlichen Feste begangen. Ebenso sei die Kirche ein Ort des Abschieds und der Trauer gewesen. Wenn die Kirche erzählen könnte, so der Gedanke Röhrls, könnte sie von unzähligen Miltacher Lebensgeschichten berichten. Deshalb sei sie weit mehr als ein Gebäude: Die Pfarrkirche sei ein Stück Heimat und ein Stück Miltach.
Einen persönlichen Dank richtete er an Hauptzelebrant Dekan Jürgen Josef Eckl. Dass ein gebürtiger Miltacher, der vor 15 Jahren in St. Martin seine Primiz gefeiert hatte, nun den Jubiläumsgottesdienst als Hauptzelebrant mit seiner Heimatpfarrei feierte, sei eine besondere Freude gewesen.
Blick auf die kommenden Jahrzehnte
Röhrl richtete den Blick zugleich nach vorne. Die Aufgabe der heutigen Generation bestehe darin, das übernommene Erbe weiterzutragen und dafür zu sorgen, dass die Kirche auch künftig mit Leben erfüllt werde.
Dass die Verantwortung für das Gotteshaus auch ganz praktische Aufgaben mit sich bringt, machte der Kirchenpfleger ebenfalls deutlich. In den kommenden Wochen wird die Elektrik der Pfarrkirche umfassend erneuert. Während der Arbeiten könne es zeitweise zu Beeinträchtigungen im Kirchenbetrieb kommen. Die Pfarrei bittet hierfür bereits jetzt um Verständnis. Die Maßnahme sei zugleich eine wichtige Investition in die Zukunft, damit auch in den kommenden Jahrzehnten ein sicherer und verlässlicher Ort für Gottesdienst und Gemeinschaft bleibe.
Pater Joseph dankt den vielen Mitwirkenden
Die Dankesworte an die Mitwirkenden sprach Pater Joseph Santhappan MSFS. Er würdigte die vielen Menschen, die mit ihrem Einsatz zur Vorbereitung und zum Gelingen des Kirchenjubiläums und des Festgottesdienstes beigetragen hatten. Sein Dank galt den Verantwortlichen und Helfern, die organisiert, vorbereitet, geschmückt und die zahlreichen Aufgaben im Hintergrund übernommen hatten. Ebenso wurden die liturgischen und musikalischen Dienste sowie die Vereine und Fahnenabordnungen in den Dank einbezogen. Gerade das Zusammenwirken vieler Hände habe es ermöglicht, das 50-jährige Jubiläum in einem würdigen und festlichen Rahmen zu begehen. Ein besonderer Dank ging an die Frauen, welche den wunderschönen Blumenteppich geschaffen hatten.
Mit den Dankesworten verband sich schließlich die Einladung, nach dem Gottesdienst noch zusammenzubleiben und das Jubiläum beim Pfarrfest gemeinsam weiterzufeiern.
Pfarrfest als gelebte Gemeinschaft
Nach dem kirchlichen Teil verlagerte sich das Geschehen zum Pfarrfest. Beim gemeinsamen Essen und in geselliger Runde bot sich reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen auszutauschen und Begegnungen zu pflegen. Das Pfarrfest bildete deshalb einen passenden zweiten Teil des Jubiläumstages. Neben dem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahrzehnte entstanden zugleich neue gemeinsame Erinnerungen.
Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach
Fotoserien
50 Jahre Pfarrkirche Miltach (MI, 30. September 2026)
In diesem Fotoalbum haben wir die Bilder von der Feier zum 50jährigen Bestehen der Pfarrkirche zusammengefasst.
Urheberrecht:






































































































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