Jahrtag der Martinireiter in unserer Pfarrgemeinde

Die toten Martinireiter sind nicht vergessen

Pfarrvikar Matthias Tang segnete das Gedenkbrett – Reiter in Tracht

 

Die Jahrtagsmesse der Martinireiter galt der Erinnerung an die verstorbenen Freunde und Kameraden sowie der Würdigung des Ritts als regionales Kulturerbe. Die Feier des Kirchenpatrons und des Martinirittes findet heuer am 8. November statt. Da die Miltacher Martinireiter den Patroziniumsgottesdienst  verständlicher Weise nicht besuchen können, fanden sie sich am Samstag zum Vorabendgottesdienst ein, der zugleich ihre Jahrtagsmesse ist. Dazu waren die Teilnehmer in ihrer traditionellen Reitertracht gekleidet, die wertvolle Standarte führte Walter Graßl mit.

 

Die etwa 15 Reiter nahmen gemeinsam in den vorderen seitlichen Bänken ihre Plätze ein. Das  beim Volksaltar aufgestellte Gedenkbrett und der mit gelb-weißen Papierröserl geschmückte Wacholderstrauch, der herkömmliche Schmuck beim Umritt, wiesen die Kirchenbesucher auf den besonderen Anlass hin und waren das weitere äußere Zeichen des Jahrtagsgottesdienstes, den Pfarrvikar Matthias Tang zelebrierte. Der Geistliche meinte eingangs, „mit Gebet und Gesang ehren wir Gott. Wir dürfen auch unsere Bitten vor ihm tragen.“

 

Als Sprecher der Reitervereinigung sagte am Schluss der Eucharistiefeier Bernhard Holzfurtner: „Wir sind heute zusammengekommen, um der verstorbenen Martinireiter zu gedenken. Wir tun dies in tiefer Verbundenheit einer langen Tradition. Seit Generationen reiten wir im Zeichen des heiligen Martins, als Boten der Nächstenliebe und der Gemeinschaft. Unsere verstorbenen Kameraden waren Teil dieser Gemeinschaft. Sie haben seinen Geist mitgetragen und wir wollen dies fortführen.“ Ein am Totenbrett abgelegtes Tannengebinde sah Holzfurtner als ein Zeichen des Dankes, der Treue und der bleibenden Erinnerung an die verstorbenen Martinireiter. 

 

Der Pfarrvikar bat Gott, allen verstorbenen Martinireiter zu gedenken, die zur Ehre Gottes und des heiligen Martin bei der eucharistischen Prozession viele Jahre und Jahrzehnte mitritten. „Wir empfehlen sie in deine Hände, denn du bist der Herr über Lebende und Tote. Vergelte ihre Liebe und Fürsorge und das Gute, das sie in ihrem Leben geschenkt haben. Nimm sie auf in deine heilige Gemeinschaft und lass sie teilhaben, uns lass so leben, dass wir die ewigen Güter nicht verlieren“.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

 

 

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Veröffentlichung

Di, 21. Oktober 2025

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