Martinireiter gedenken ihrer Verstorbenen

Martinireiter feierten Jahrtagsgottesdienst

Gedenken galt den verstorbenen Reitern – Ausklang mit Frühschoppen

 

Die Feier des Kirchenpatronats mit anschließendem Martiniritt und eucharistischer Prozession findet heuer am Samstag, 14. November, statt. Da es den  Miltacher Martinireitern am Festtag nicht möglich ist,  den Patroziniumsgottesdienst zu besuchen, fanden sie sich am Sonntag zum Pfarrgottesdienst, der zugleich ihre Jahrtagsmesse war, zur Mitfeier ein. Dazu trugen sie ausnahmslos ihre traditionelle  Reitertracht. Walter Graßl führte die wertvolle Standarte mit.

 

Etwa 15 Männer in Reitertracht nahmen ihre  Plätze in den vorderen seitlichen Bänken ein. Das beim Volksaltar aufgestellte Gedenkbrett der Martinireiter und der mit gelbweißen Papierröserl  geschmückte Wacholderstrauß waren äußeres Zeichen des Jahrtagsgottesdienstes. Zu Beginn entbot Dekan Augustin Sperl seinen besonderen Gruß den Martinireitern, „die heute in besonderer Weise den verstorbenen ehemaligen Martinireitern gedenken.“ Der Geistliche sprach zum Sonntag der Weltmission als Beispielland Tansania an, „gemeinsam mit der christlichen Weltkirche wollen wir Gott danken für den Glauben“. In der Predigt nahm Pfarrer Sperl auf das Evangelium Bezug, in dem ein blinder Mensch sehen möchte und um den sich Jesus erbarmt. Heute ist es die Not der Flüchtlinge, die ein Leben in Sicherheit suchen, als Beispiel nannte er eine betroffene Familie aus Syrien. Bei den Fürbitten, vorgetragen von Alois Pielmeier, galt auch eine den verstorbenen Martinireitern.  

 

Als Sprecher der Miltacher Martinireiter legte Franz Martin bei dem aufgestellten Gedenkbrett für die verstorbenen Reiterfreunde in Dankbarkeit für die Fortsetzung des Brauchtums, aber auch im Schmerz über ihr Ableben einen Waldstrauß nieder. „Wer im Gedächtnis der Menschen ist, ist nicht tot, er ist nur fern“, so Franz Martin und versprach für die Martinireiter die Fortführung der Tradition. Er dankte  dem Zelebranten für die Gestaltung der Messfeier. Pfarrer Augustin Sperl segnete das in die Kirche gebrachte Gedenkbrett und bat Gott, allen verstorbenen Martinireiter zu gedenken, die zur Ehre Gottes und des hl. Martin bei der eucharistischen Prozession viele Jahre  und Jahrzehnte mitritten. „Wir empfehlen sie in Gottes Hände. Vergilt ihre Liebe und Fürsorge, die sie uns in ihrem Leben geschenkt haben. Nimm  sie auf in deine heilige Gemeinschaft, uns aber stärke im Glauben an die Auferstehung“, so Pfarrer Sperl. Mit den Gebeten der Gläubigen endete das Gedenken. Nach dem Segen endete der Gottesdienst und die Martinireiter versammelten sich in geselliger Runde im Gasthof Hofmann zum Frühschoppen.

 

Text u. Bild: Monika u. Erwin Vogl, Miltach

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Veröffentlichung

Di, 27. Oktober 2015

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