Teilen auf Facebook   Link verschicken   Drucken
 

Pfarrgemeinde "St. Martin" Miltach

Pfarrkirche Miltach Innen

Augustin Sperl (Pfarrer, BGR)

Kirchgasse 1
93468 Miltach

Telefon (09944) 30 66 40 Pfarrbüro
Telefax (09944) 30 45 12 Pfarrbüro

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.pfarrei-miltach.de

Wir über uns

Ein herzliches „Grüß Gott“!

Im Folgenden möchten wir - das Pastoralteam der Pfarrgemeinde Miltach - vorzustellen:

 

Pfarrer BGR Augustin Sperl

Sperl

Augustin Sperl, 1953 in Schmalzgrub, Gemeinde Unterhausbach, im damaligen Landkreis Eggenfelden geboren, ist Pfarrer von Blaibach und seit der Zusammenlegung zu einer Seelsorgeeinheit 2001 auch Pfarradministrator von Miltach. Am 23. Juni 1979 wurde Pfarrer Sperl durch Bischof Rudolf Graber im Hohen Dom zu Regensburg zum Priester geweiht. Seine Kaplansjahre verbrachte er in der Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt in Deggendorf (von 1979 -1981) und in Furth im Wald (1981-1984). 1984 ernannte ihn Bischof Manfred Müller zum Pfarrer von Blaibach. Von 1996 bis Januar 2016 war Pfarrer Sperl auch Dekan des Dekanats Kötzting.
 

Zu erreichen:
Katholisches Pfarramt „St. Elisabeth“
Benefiziatengasse 9
93476 Blaibach


Tel. (0 99 41) 83 25
Fax (0 99 41) 90 50 62

 

 

Gemeindereferent Franz Strigl

Strigl

Franz Strigl wurde 1959 in Straubing geboren und erlebte seine Kindheit auf dem elterlichen Hof in Rimbach bei Dingolfing. Bei den Maristen-Schulbrüdern in Cham machte er 1977 bis 1979 die Berufsausbildung zum Bürokaufmann und betreute im Studienheim St. Josef auch die Kinder des Internates. Nach seinem Studium Religionspädagogik – Kirchliche Bildungsarbeit an der Uni Eichstätt war er von 1987 bis 2003 Gemeindereferent in Amberg, Pfarrei St. Konrad. Seit September 2003 arbeitet er nun in der Seelsorgeeinheit Miltach-Blaibach mit. Er unterstützt Pfarrer Sperl in der seelsorgerischen Arbeit in den beiden Pfarrgemeinden und gibt Religionsunterricht an der Grundschule Miltach.
 
Zu erreichen:
Katholisches Pfarramt „St. Martin“
Kirchgasse 1
93468 Miltach


Tel. (0 99 44) 30 49 988
Fax (0 99 44) 30 45 12

 

 

Pfarrsekretärin Brigitte Kerscher

Brigitte Kerscher ist seit Juli 2012 als Pfarrsekretärin in unserem Pfarrbüro anzutreffen. Zu den üblichen Öffnungszeiten steht sie den Besuchern des Pfarramtes zur Annahme von Messstipendien und dergleichen sehr gerne zur Verfügung.


Zu erreichen:
Katholisches Pfarramt „St. Martin“
Kirchgasse 1
93468 Miltach


Tel. (0 99 44) 30 66 40
Fax (0 99 44) 30 45 12

 

 

Mesnerfamilie Elisabeth und Günther Röhrl

Die Mesnerfamilie Röhrl ist für die Betreuung der Pfarrkirche, sowie das Auf- und Zusperren zuständig. Außerdem liegen die Vorbereitungen der Gottesdienste und der kirchlichen Feste im Jahreskreis hier in guten Händen.

 

Zu erreichen:
Elisabeth und Günther Röhrl
Höhenrieder Straße 4
93468 Miltach


Tel. (0 99 44) 415


Aktuelle Meldungen

Martiniritt 2020 - Pfarrpatrozinium mit Festgottesdienst gefeiert

(14.11.2020)

Heiliger Martin ist ein Vorbild

Die Miltacher feierten das Patronatsfest in kleinem Rahmen.

 

Vieles kann derzeit bei Festlichkeiten wegen der Pandemie nicht so wie früher durchgeführt werden, auch das am Samstag gefeierte Patronatsfest der Miltacher war ebenso wie der Martiniritt (wir berichteten) den Corona-Zwängen unterworfen. Und trotzdem gelang es den Verantwortlichen, den Festtag zum Kirchenpatronat ins rechte Licht zu rücken.

 

In Konzelebration mit Dekan und Stadtpfarrer Herbert Mader, Pfarrvikar Tang und Diakon Martin Peintinger feierte Pfarrer Augustin Sperl den Festgottesdienst zum Pfarrpatrozinium, zugleich auch als Jahrtagsgottesdienst für die Martinireiter. Das Platzangebot war eingeschränkt, weshalb noch ein Vorabendgottesdienst zu diesem Tag angeboten wurde.

 

Dem hl. Martin begegnet man in der Pfarrkirche Miltach einige Male in verschiedenen Darstellungen, besonders beeindruckt das große Bild im Hochaltar, das die Mantelteilung darstellt oder die liebenswerte kleine Figurengruppe in Nähe des Volksaltars. Mit gelb-weißem Blumenschmuck, Bändern und Kerzenlicht sowie den sieben Vereinsfahnen und der Martiniritt-Standarte beim Seitenaltar bot die St. Martinskirche ein festliches Ambiente. Nach dem Lied „Ein Haus voll Glorie schauet...“ begrüßte Pfarrer Sperl unter den Kirchenbesuchern die Martinireiter, den Bürgermeister Johann Aumeier sowie die Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte.

 

Um Beistand gebeten

„2019 konnten wir das Jubiläum 300 Jahre Martiniritt feiern in Anwesenheit von Bischof Rudolf Voderholzer – heuer ist alles anders, der Ritt hat bereits stattgefunden, um das Gelöbnis zu erneuern, der heutige Festgottesdienst unterliegt wie der Ritt ebenfalls den Pandemie-Einschränkungen“, so Pfarrer Sperl. Des Geistlichen Gruß galt den Mitzelebranten, er gratulierte auch Priester Tang, der am Freitag sein zehntes Priesterjubliläum begehen konnte. „Heute ehren wir unseren Pfarrpatron, den hl. Martin, und bitten ihn um seinen Beistand in der schwierigen Corona-Zeit“.

 

Die Worte der Lesung und die Fürbitten sprach Claudia Pinzinger, Alois Pielmeier wirkte als Kantor mit und Diakon Peintinger verkündete das Evangelium mit Jesu Aussage in der Bergpredigt: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.

 

Martiniritt 2020 Miltach 1    Martiniritt 2020 Miltach 2

 

Dekan Herbert Mader war erstmals Prediger beim Miltacher Pfarrpatrozinium. Er nahm auf die Bergpredigt Bezug und meinte: „Wenn du betest und Almosen gibst, posaune es nicht vor dir herum vor anderen glänzen zu können. Jesus lehrt uns, den Weg des Verborgenen zu gehen. Vieles kann heute nach außen nicht stattfinden, es wird alles auf das Wesentliche gemindert.“

 

Manches habe anscheinend seinen Glanz verloren in diesem Jahr, in dem nur das Gelöbnis erneuert worden ist. „So wird in diesem Jahr in die Öffentlichkeit gerückt, was sonst oft verborgen ist und oft nicht wahrgenommen wird. Wirksam waren das Gebet beim Zug zur Mariahilf-Kapelle, der Segen mit der Monstranz und der mit dem Martinsreliquienkreuz. Es muss einen Grund geben in der Geschichte dieses Ortes, warum diese Kirche dem hl. Martin geweiht wurde; dies, wie so vieles, liegt im Verborgenen“.

 

Der Prediger sah hierin die Demonstration der Lebensdaten des hl. Martin, diese sollen bekanntgemacht werden. Der hl. Martin wollte demütig bleiben und wurde doch zu einem beliebten Heiligen.

 

„Was du im Verborgenen tust, das wird Gott dir anrechnen; dieses verborgene Tun lebte der hl. Martin, es war damals kein Reporter dabei, als er seinen Mantel teilte und dies am nächsten Tag in der Zeitung stand. Er suchte in seinem Leben Christus einen Platz zu geben, zog sich in die Einsamkeit zurück, lebte Jahre in der Gemeinschaft und Freundschaft mit Jesus Christus. Wegen dem, was er im Verborgenen tat, wollten sie ihn zum Bischof von Tours machen. Er jedoch versteckte sich im Gänsestall.“

 

Gott habe sein verborgenes Tun gesehen, Martin war Vorbild. „Was macht Gott in diesem Martin mit mir selber, wenn wir alljährlich kommen, den Gedenktag zu feiern? Er will, dass auch wir den Weg der Innerlichkeit gehen und uns fragen: Was tat er mir? Du wirst spüren, dass Not und Hilfe im Verborgenen bleiben.“

 

Der Prediger schloss mit den Worten: „Sieh den Bettler neben dir und den hl. Martin in dir! Es gibt die Armen heute, die unter der Pandemie leiden und oft nicht den Mut aufbringen zu bitten. Das verborgene Tun, das gute Tun, wie Martin, das können wir vollbringen, vielleicht sind wir heute sensibler für Gottes Wort: Was du einem meiner Geringsten getan hast, das hast du mir getan.“

 

Die Lieder des Gottesdienstes waren meist aus der Haydn-Messe. Zum Schluss sangen alle das Martinslied, begleitet von Christian Hartl an der Orgel. Pfarrer Augustin Sperl meinte, der Ritt habe im Kleinen bereits stattgefunden, der verstorbenen Martinireiter gedenken wir heute. Martinireiter Michael Iglhaut erinnerte an sie, „die dem Brauch, der Tradition und dem Glauben verbunden waren, liebe Martinireiter ruhet in Frieden“, damit legte der Sprecher ein Gesteck am Gedenkbrett der Martinireiter nieder.

 

Sperl segnete dieses. „Gott möge aller verstorbenen Mitglieder der Martinireiter gedenken. Sie ritten viele Jahre und auch Jahrzehnte bei der Prozession mit. Wir empfehlen sie deinen Händen, vergilt ihre Fürsorge, nimm sie auf in die Gemeinschaft bei dir.“

 

Bürgermeister dankt allen

Bürgermeister Johann Aumeier sprach im Namen der Gemeinde Miltach allen, die zu diesem Festgottesdienst beigetragen haben, seinen herzlichen Dank aus, besonders auch den Klerikern. Die Auswirkungen durch Corona betreffen so vieles, beispielsweise den Beruf und auch das Gesellschaftsleben, das Gefühl der Nächstenliebe. „Wir feiern das Patroziniumsfest nur in der Kirche und können leider nicht zum gesellschaftlichen ‚Kirta‘ in der Mehrzweckhalle zusammenkommen wie in den Vorjahren.“

 

Aumeier dankte Pfarrer Augustin Sperl, der sich bei den Planungen für die geänderten Abläufe mit einbrachte, sowie den Martinireitern, die heute stellvertretend dabei waren, der Mesnerfamilie Röhrl sowie der Familie Peintinger, Kapellensiedlung, den Vereinen des Ortes und den Feuerwehren. „Herzlichen Dank für das Miteinander“. Nach dem gesungenen Tedeum erteilte der Priester den Segen.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Predigt von Dekan Herbert Mader zum Pfarrpatrozinium]

Foto zur Meldung: Martiniritt 2020 - Pfarrpatrozinium mit Festgottesdienst gefeiert
Foto: Martiniritt Miltach 2020

Martiniritt 2020 - Am Martinstag weil Corona keine andere Möglichkeit gab

(12.11.2020)

Miltacher Martiniritt 2020 im Zeichen von Corona

Das Gelöbnis wurde trotz Pandemie erfüllt

Zum Namenstag des Pfarrpatrons Martiniritt in kleinster Form

 

Sehr vielen ist der übliche Ablauf des Miltacher Martiniritts gut bekannt. Aber heuer war es schon befremdlich, als dieser, zu einem nicht öffentlich bekannt gegebenen Zeitpunkt, in anderer Form erfolgte, nicht im gewohnten festlichen Rahmen mit mehreren Klerikern, stattlicher Pferdeanzahl, ohne Blasmusik und Vereinsabordnungen sowie Zuschauermassen. Nichts von all dem – und das ist  dem Coronavirus zuzuschreiben. Trotzdem konnte das Gelöbnis des Martiniritts auch heuer erfüllt werden, das Pfarrer Augustin Sperl in Absprache mit dem Martiniritt-Komitee ermöglichte.

 

Für den gestrigen Mittwoch, dem 11. November, war der Martiniritt in kleiner Beteiligung organisiert worden. Vor dem Kirchenportal warteten Franz Martin als bewährter Kreuzträger seit 1981 und Walter Graßl mit der Martinsstandarte zu Pferd auf Pfarrer Augustin Sperl, der mit dem  Allerheiligsten die St. Martinskirche verließ. Die zwei Reiter führten die Prozession an, gefolgt vom Geistlichen, dem Kirchenpfleger Christian Röhrl  und  Bürgermeister Hans Aumeier. „Zu Ehren des hl. Martin begehen wir unseren Ritt in dieser Form“, so Pfarrer Sperl. Unter Gebeten und Litaneien bewegte sich die kleine Gruppe zur Mariahilf-Kapelle, deren Geläut das Geschehen begleitete. Für die Sicherheit auf der stark befahrenen Staatsstraße sorgten Feuerwehrkameraden, die den Verkehr, total oder einseitig regulierten.

 

Martiniritt 2020 Miltach 1    Martiniritt 2020 Miltach 2

 

Bei der Mariahif-Kapelle war ein kleiner Tisch für das Allerheiligste vorbereitet. Der Geistliche las das Evangelium nach Johannes, es folgten eine Litanei und Fürbitten, darunter die vertrauensvolle: „Wir legen unsere Zukunft ganz in deine Hände, o Gott“. Danach segnete der Priester die Anwesenden mit der Monstranz. Die beiden Pferde, die aus dem Stall Martin stammen, trugen weißen Kopfschmuck und wurden von Michael Iglhaut betreut. Es hatte gutes Wetter, der Himmel war in grau gehüllt. Auch auf dem Rückweg zur Kirche wurde gebetet.

 

 

Auf dem Vorplatz der Kirche bat der Geistliche den hl. Martin um den Schutz der Pferde vor Krankheit und Gefahr sowie schädliche Einflüsse, damit sie eine Freude für den Menschen sind, „uns aber führe zum Ziel des Lebens“. Dabei segnete er die beiden Pferde mit  dem Martins-Reliquienkreuz. Zum Schluss sagte Pfarrer Sperl ein Vergelt‘s Gott allen Beteiligten. „Corona hat uns im Griff, daher die kleine Prozession. Dank gebühre auch der Mesnerfamilie. Nach dem Te Deum sprach Bürgermeister Johann Aumeier dem Seelsorger seinen Dank für die Durchführung aus; „es war unter den Pandemie-Umständen eine würdige Veranstaltung. Auch die Feuerwehr hatte eine verantwortungsvolle Aufgabe mit der Verkehrsregelung. Es war wegen der Umleitung durch Miltach ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Der Gemeindechef dankte auch den beiden Reitern für ihren Traditionssinn. Pünktlich um 15 Uhr verkündete das Festgeläut der Kirchenglocken das Ende des Martiniritts.

 

Text: Monika und Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Erwin Vogl und Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martiniritt 2020 - Am Martinstag weil Corona keine andere Möglichkeit gab
Foto: Martiniritt Miltach 2020

Taufsakrament für zwei junge Erdenbürger gespendet

(10.11.2020)

Sebastian Holzapfel und Julia Blommer in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

 

Am späten Sonntag Vormittag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kind durch das feierliche Taufsakrament in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete Sebastian Josef Holzapfel, Sohn von Markus und Stephanie Holzapfel (geb. Seiderer), wohnhaft in der Herrnbrunnstraße und von Julia Blommer, Tochter von Johann Blommer und Martina Gemencka (geb. Kapuckinska), Auwiesenweg, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Sebastian Holzapfel, Christine Eckl aus Hetzelsdorf und bei Julia Blommer, André Blommer aus Nittenau.

 

Durch das Taufsakrament wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte recht herzlich. Der Priester bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft erkennen, dass sie sie auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche. Die Symbole der Tauffeier wie die Heiligen Öle, das Taufwasser und das weiße Taufkleid aber auch die Taufkerze wurden von Pfarrer Augustin Sperl näher erläutert. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“.

 

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den beiden Paten das Taufversprechen ab und taufte den Sebastian Holzapfel und Julia Blommer in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an beide Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden Täufbewerber schließlich mit geweihtem Wasser (Wasser aus dem Jordan) ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt. Musikalisch begleitet wurde die Taufzeremonie von Christian Hartl an der Orgel.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Taufsakrament für zwei junge Erdenbürger gespendet
Foto: Taufe Holzapfel u. Blommer Miltach

Allerheiligen - Friedhofgang und Gräbersegnung unter Corona

(02.11.2020)

Von Allerheiligen und dem Gedenken an die Verstorbenen

Allerheiligen, ein Tag der Freude und des Gedenkens – Abschied und Wandlung – Gräberbesuch und Segnung

 

Während der Vormittag des Allerheiligenfestes noch an die vielen Menschen erinnert, die durch ihr außerordentliches, christliches Wirken ein Vorbild für alle Christen waren und davon Zeugnis gaben, galt das Gedenken der Gläubigen am Nachmittag dieses Feiertages, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, ihren verstorbenen Angehörigen, Verwandten und Freunden, die liebe Wegbegleiter waren.

 

Allerheiligen Miltach 2020 2   

„Viele Menschen ängstigt der Gedanke an den Tod, gerade im Monat November, der dem Gedenken der Toten und Gefallenen gewidmet ist. In Allerheiligen sieht die Kirche jedoch ein Fest gegen die Angst und den Tod. Wir Christen feiern die Gemeinschaft der Vollendeten; das Fest sagt uns, das Leben mündet ein in Gottes Liebe zu uns Menschen.“, so Pfarrer BGR Augustin Sperl beim Pfarrgottesdienst am Vormittag.

 

Ein Allerheiligen, so wie es alle kennen, war allerdings in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich. Die Verantwortlichen in der Pfarrgemeinde hatten, in Abstimmung mit der Gemeinde und den übergeordneten Stellen, am Sonntag Nachmittag zu zwei Andachten auf dem örtlichen Friedhof eingeladen.

 

Dadurch teilte sich die übliche Zahl der Gläubigen auf. Unangenehmes und kühles Wetter mit Nieselregen begleitete die Besuche an den Gräbern. Die coronabedingten Vorgaben wurden von allen aber recht gut eingehalten.

 

Gemeindereferent Franz Strigl gestaltete die beiden Gebetseinheiten, zusammen mit Christian Röhrl. Vor dem Leichenhaus sprachen beide die Gebete zum Gedenken an die Verstorbenen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Sehr würdevoll spielte eine Bläsergruppe um Josef Pielmeier passende Choräle. Abschließend besprengten die Gläubigen die Gräber mit Weihwasser und der liturgische Dienst spendete mit dem Weihrauch den entsprechenden Segen. Tags darauf, am Allerseelentag, schritten Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl dann durch die Gräberreihen und erteilten den Einzelsegen mit Weihwasser und Weihrauch für die Grabstellen.

 

Allerheiligen Miltach 2020 1

 

Bei den Gottesdiensten an Allerheiligen und an Allerseelen galt das Gedenken besonders auch denen, die seit Allerheiligen 2019 verstorben sind. Für sie wurde eine Kerze vor dem Altar in der Pfarrkirche angezündet. Es sind dies Klara Kern (80 Jahre), Edmund Zankl (80 Jahre), Hans Peter Seidl (69 Jahre), Dr. Helmut Weck (73 Jahre), Berta Breu (85 Jahre), Waltraud Fleischmann (76 Jahre), Emma Hofmann (82 Jahre), Elisabeth Pongratz (84 Jahre), Franziska Vogl (75 Jahre), Reinhold Tax (71Jahre), Albert Heigl (90 Jahre), Bertilla Bergbauer (91 Jahre), Dietmar Tanterl (63 Jahre) und Matthäus Achatz (81 Jahre).

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Allerheiligen - Friedhofgang und Gräbersegnung unter Corona
Foto: Allerheiligen Miltach 2020

Ehejubiläum des Jahres 2020 feierlich begangen

(19.10.2020)

 „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“

Gottesdienst mit Jubelpaaren, die heuer 25, 40, 45, 50, 55 und sogar 60 Jahre verheiratet sind

 

Es waren am vergangenen Sonntag 12 Jubelpaare, die der Einladung der Pfarrgemeinde Miltach gefolgt sind und sich am Ehejubiläum in der Pfarrkirche beteiligten. Weil die Feier im 1. Halbjahr wegen Corona abgesagt werden musste, hatte man nun für den vergangenen Sonntag eingeladen. Es ist in der Regentalgemeinde schon eine gute Tradition, dass sich die Jubelpaare zu einem gemeinsamen Gottesdienst treffen. Es war ein recht kühler Oktobersonntag als festliches Geläute die Gläubigen zur Pfarrkirche rief. Jedoch stellte sich recht schnell eine festliche Stimmung ein, als die Jubelpaare sich in den vordersten Bankreihen einfanden. Immer darauf bedacht, ausreichend Abstand wegen der Corona Vorschriften einzuhalten. Sie dankten Gott für die zurückliegenden gemeinsamen Jahre und Jahrzehnte und erneuerten das Eheversprechen, das sie sich einst am Traualtar gaben. Auf Grund der Gesundheitsvorgaben haben die Verantwortlichen in der Pfarrgemeinde auf den üblichen Sektempfang und auf die schmackhaften Häppchen leider verzichten müssen.

 

Ehejubiläum Miltach 2020 1    Ehejubiläum Miltach 2020 2
     
Ehejubiläum Miltach 2020 3   Ehejubiläum Miltach 2020 4

 

Mit Liedern aus dem Gotteslob umrahmten alle Gläubigen die Eucharistiefeier für Ehejubilare, die auf 25, 40, 45, 50, 55 und sogar 60 gemeinsame Ehejahre zurückschauen können. Christian Hartl an der Kirchenorgel begleitete die Feier musikalisch. Einen herzlichen Gruß entbot Pfarrer BGR Augustin Sperl den 12 Jubelpaaren, die der Einladung nachgekommen waren. „Heute sind Sie hier, um Danke zu sagen für die vielen, gemeinsamen Jahre, die Sie in Freude, aber sicher auch mit manchem Kummer und manchen Sorgen verbringen durften“. Pfarrer Augustin Sperl meinte aber auch: „Sie feiern ein Ehejubiläum, um den liebenden von heute zu sagen: Es ist möglich, es gelingt auch heute, viele lange Jahre miteinander zu leben in Gesundheit und Krankheit.“

 

Die Predigt leitete Diakon Martin Peintinger ein, mit den Worten: „Ehejubiläen feiern zu dürfen, gerade wenn die Jubelzahl schon mehrere Jahrzehnte umfasst, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. So soll dies heute in erster Linie ein Tag der Dankbarkeit sein. Dankbar dem Herrgott gegenüber, dass man diese vielen Jahre gemeinsam erleben durfte. Genauso dankbar aber auch dem Ehepartner gegenüber, dass dieser den anderen all die Jahre durch‘s Leben getragen  - und sicherlich auch ein wenig ertragen hat.“ Mit Bedacht auf die vielen gemeinsamen Ehejahre der Jubelpaare meinte der Diakon: „Oft fragt man sich, wo denn die Zeit geblieben ist. Vieles hat man in all den Jahren erlebt. Viele schöne Momente erfahren, wie z.B. die Geburt der Kinder oder vielleicht auch schon der Enkel. Doch sicherlich wird auch Leid, Schmerz und Not so manches Mal in Ihrem Haus zu Gast gewesen sein. So mache Ehe hat gewiss auch ihre Prüfung hinter sich. Doch Sie haben bisher durchgehalten und das verdient heute in erster Linie Anerkennung und Respekt.“

 

Selbst als Familienvater und Ehemann meinte Diakon Martin Peintinger: „Als Ehepaare dürfen wir nie aufhören an diesem Gebilde weiterzubauen, und vielleicht ähnlich wie beim Wohnhaus, auch hin und wieder eine Renovierung vornehmen. Werden Sie nicht müde, sich um Ihren Partner zu bemühen. Lassen Sie es nicht zu, dass Ihr Leben nur noch Alltag kennt. Planen Sie, auch wenn Sie schon älter sind, an einer gemeinsamen Zukunft und lernen Sie wieder zu träumen, kleine gemeinsame Ziele zu verfolgen, dem Partner mit einer Kleinigkeit eine Freude zu  bereiten und vor allen Dingen immer wieder auch über die Fehler des Anderen großherzig hinwegzusehen. Hören Sie niemals auf mit Optimismus durchs Leben zu gehen. Auch dann nicht, wenn die Alltagssorgen überhandnehmen oder gar wenn Krankheiten  in Ihr Leben hereinbrechen.    Ehejubiläum Miltach 2020 6

Werden Sie nicht müde an das Gute zu glauben, dann wird Ihre Ehe auch weiterhin gut funktionieren, da bin ich mir sicher. Und was ganz wichtig ist vergessen Sie den Herrgott nicht. Bei Ihrer Trauung war er der dritte im Bunde und ist es bis heute geblieben. Es ist der Gott der Liebe, der Sie einst im heiligen Ehesakrament verbunden hat. Und es ist der Gott der Treue, der Ihnen damals versprochen hat: „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

 

Danach reichten sich die Jubelpaare die Hände und erneuerten vor der versammelten Kirchengemeinde ihr Eheversprechen, dankten Gott für die gemeinsamen Jahre und baten um den Segen für die Zukunft. Die Fürbitten las die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Claudia Pinzinger. Auch sie gratulierte den Jubelpaaren am Ende der Messfeier recht herzlich und bat alle Paare um Verständnis, weil man den üblichen Empfang im Pfarrheim leider absagen musste. Zum Schluss des Gottesdienstes nach dem feierlichen Te deum gratulierten Pfarrer BGR Augustin Sperl, zusammen mit Diakon Martin Peintinger und Bürgermeister Johann Aumeier jedem Jubelpaar und überreichten eine weiße Rose und eine Ehekerze, zur Erinnerung an diesen Tag. Pfarrer Sperl dankte auch der Mesnerin Elisabeth Röhrl für das Herrichten der Pfarrkirche. Nach der Messfeier folgte schließlich noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto auf den Stufen vor der Pfarrkirche.

 

Ehejubiläum Miltach 2020 5

 

Weiter unten ist die Predigt von Diakon Martin Peintinger zu finden.

 

25 Jahre Erika und Josef Hofmann
40 Jahre Maria und Bernhard Heinrich
45 Jahre

Anneliese und Manfred Kollmer

Elisabeth und Günther Röhrl

50 Jahre

Marianne und Günther Maurer

Hannelore und Max Haberl

Marianne und Günther Zollner

55 Jahre

Cäcilia und Siegried Rinkl

Maria und Alfred Bauer

Renate und Dieter Beier

60 Jahre

Thekla und Johann Lex

Hildegard und Georg Holzapfel

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Predigt von Diakon Martin Peintinger zum Ehejubiläum]

Foto zur Meldung: Ehejubiläum des Jahres 2020 feierlich begangen
Foto: Ehejubiläum Miltach 2020

Firmsakrament von Weihbischof Pappenberger gespendet

(18.10.2020)

„Ich bin auf eurem Lebensweg immer für euch da“

Weihbischof Reinhard Pappenberger spendet die Firmung in Miltach und Blaibach

 

Eigentlich wäre die Firmung in Miltach und Blaibach schon im Mai vorgesehen gewesen, doch wiederum machte Corona auch hier alle früheren Planungen hinfällig. Jetzt im Oktober konnte ein passender Termin mit dem Ordinariat in Regensburg gefunden werden. "Ich bin auf eurem Lebensweg immer für euch da" überschrieb bei der Firmung in „St. Martin“, Miltach und in „St. Elisabeth“, Blaibach am Samstagvormittag Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg seine Gedanken an die Firmlinge. Corona bedingt konnten die Firmungsgottesdienste nicht zusammen gefeiert werden, so dass die Heiligen Messen in beiden Pfarrkirchen separat zelebriert wurden. Zusammen mit BGR Pfarrer Augustin Sperl und Pfarrvikar Matthias Tang, zog der Firmspender in die zwei Gotteshäuser ein, um den 27 Firmlingen aus der Pfarrei „St. Martin“, Miltach und den 21 Firmlingen aus „St. Elisabeth“, Blaibach das dritte kirchliche Sakrament nach Taufe und Beichte zu spenden.

 

Am Anfang der Messfeier konnte Pfarrer Sperl den Gast aus Regensburg recht herzlich begrüßen. Drei der Firmkinder stimmten in den Kyrie-Rufen die Gläubigen auf den folgenden Wortgottesdienstteil ein. In seiner Ansprache verdeutlichte der Firmspender den tiefen Sinn der Firmung.

 

„Ich bin auf eurem Lebensweg immer für euch da“

Das Sakrament der Stärkung, wie die Firmung auch genannt wird, lässt keinen Menschen unverändert, stellte Weihbischof Pappenberger zweifelsfrei fest. Denn dieses „Ja Gottes“ im Rücken festige das Verhältnis zu ihm noch mehr und tiefer. Die Unterstützung im Glauben geben immer wieder die Heiligen, vor allem aber auch die Schutzpatrone der beiden Pfarrkirchen „St. Martin“ in Miltach und „St. Elisabeth“ in Blaibach. „Als tiefgläubige und barmherzige Menschen sind die beiden Heiligen ein gutes Vorbild, was es heißt ein Christ zu sein. Auffallend bei beiden Heiligen (und für Firmungen besonders passend) ist, dass es sich beim entscheidenden Moment in deren Leben, um junge Leute gehandelt hat.“ so der Geistliche. Beide Heiligen haben in ihrem Leben gegenüber ihren Mitmenschen barmherzig gehandelt und waren starke Glaubenszeugen, die in ihrem Dienst wieder andere Christen auf deren Glaubensweg halfen und unterstützten.

 

Firmung Miltach 2020 1    „Wo wird Christus am Ende unseres Lebens das Maßband ansetzen?“ fragte der Weihbischof. „Es wird einen bestimmten Punkt in unserem Leben geben, wo Christus das Maßband anlegen wird, es wird unser Herz sein. Christus wird immer messen, wie stark es war. Ob es ein mitfühlendes, ein aufmerksames und ein barmherziges Organ ist. Und wenn der Heilige Geist vor allem in den Menschen etwas bewirken will, dann will er ihnen ein lebendiges Herz geben.“ 

 

Der Weihbischof erneuerte anschließend mit den Firmlingen das Taufversprechen durch das laut und deutliche „Ja, ich glaube“. Die Firmlinge in Miltach und Blaibach traten dann mit ihren Paten vor den Geistlichen, der im Auftrag des Diözesanbischof Rudolf Voderholzer die Firmung erteilte. Mit dem Spruch „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ und der Salbung mit Heiligem Chrisam wurde allen einzeln das Firmsakrament gespendet. Alles geschah unter Einhaltung des Corona Bestimmungen. So war es auch bei beiden Messfeiern nur möglich, dass lediglich die Firmlinge zusammen mit ihren Paten und den Eltern in den Kirchen anwesend waren.

 

Die Firmlinge trugen im weiteren Verlauf der Gottesdienstfeier die Fürbitten vor und beteten das Dankgebet. Musikalisch gestaltet wurden die zwei Eucharistiefeier von Christian Hartl in Miltach und Thomas Raab in Blaibach an der jeweiligen Kirchenorgel.

 

Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Pfarrer Augustin Sperl allen Helfern, die den langen Weg der Vorbereitung mit den Firmlingen gegangen sind und allen, die zum Gelingen des Firmungsgottesdienstes beigetragen haben. Sein besonderer Dank galt dabei Gemeindereferent Franz Strigl für ihre Vorbereitungen und allen fleißigen Händen, die zur Vorbereitung der Eucharistiefeier und zur Gestaltung der beiden schön geschmückten Pfarrkirchen beigetragen haben. In Miltach hatte Mesnerin Elisabeth Röhrl schöne rot weiße Blumenarrangements vor dem Altar platziert.    Firmung Miltach 2020 2
In Miltach haben die Firmung empfangen:

Maximilian Bauer, Max Beier, Johanna Block, Quirin Block, Sofia Bücherl, Vanessa Ettl, Luis Früchtl, Raphael Früchtl, Lukas Heigl, Simon Holzapfel, Stefanie Kern, Hannah Kolmer, Sebastian Kollmer, Alina Kuhnt, Annalena Loos, Luis Meindl, Julian Mühlbauer, Alexander Nothaft, Jasmin Ociepka, Sophia Rackl, Fabienne Ruhland, Stefanie Schmidbauer, Lena Strasser, Aaron Venus, Nadine Vogl, Maya Wischmann, Lukas Wollner.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Firmsakrament von Weihbischof Pappenberger gespendet
Foto: Firmung Miltach 2020

Martiniritt in diesem Jahr ganz anders

(12.10.2020)

Das Patroziniumsfest 2020 in Miltach findet mit Einschränkungen statt.

 

Die Covid-19-Pandemie verändert vieles. Dies trifft auch für das diesjährige Patroziniumsfest mit Martiniritt am 14. November 2020 zu. Was in dieser Hinsicht alles zu beachten ist, hat das zuständige Martiniritt-Komitee am Freitag festgelegt.

 

Nach Rückfrage beim Gesundheitsamt kann der traditionelle Ritt in der herkömmlichen Form nicht stattfinden, so die Aussage von Bürgermeister Johann Aumeier. Wie Pfarrer Augustin Sperl berichtete, stehen in der Kirche höchstens 100 Plätze zur Verfügung, wobei knapp die Hälfte bereits für Vereine und das liturgische Personal reserviert ist.

 

Der Festverlauf am 14. November sieht konkret so aus: Um 8.15 Uhr ziehen die örtlichen Vereine mit einer Fahnenabordnung in die Pfarrkirche ein. Der Festgottesdienst beginnt wie üblich um 8.30 Uhr. Als Zelebranten wirken heuer mit: Dekan Herbert Mader aus Bad Kötzting, Pfarrer Augustin Sperl und Pfarrvikar Mattias Tang. In der Kirche stehen höchstens 100 Plätze zur Verfügung. 54 davon sind festgelegte Sitzplätze.

 

Fest eingeplant sind zwölf Plätze für vier Vereine mit je drei Mitgliedern (inklusive Fahnenträger), zehn Plätze für das liturgische Personal, zehn Plätze für die Martinireiter in Reitertracht, zehn Plätze für die Musikkapelle in der Apsis. Demnach stehen für die weiteren Gottesdienstbesucher noch zirka 45 Plätze zur Verfügung.

 

Falls die Kontakt-Einschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie beim Kirchenpatrozinium ausgeweitet würden, werde von der Pfarrei an diesem Tag ein weiterer Gottesdienst am Nachmittag gefeiert werden. Der Martiniritt wird auf das Jahr 2021 verlegt und findet am Samstag, 13. November statt. Ein gesonderter Jahrtagsgottesdienst der Reiter entfällt in diesem Jahr. Anwesend waren bei dem Vorbereitungsgespräch Pfarrer Augustin Sperl, Bürgermeister Johann Aumeier, Vertreter der Feuerwehr, des Trachtenvereins, Martinireiter und Bauhofleiter. In seinem Rückblick auf das Jubiläum „300 Jahre Martiniritt“ im Vorjahr beschreibt Pfarrer Sperl dieses als festlich und „bis auf das Wetter gelungen“. Durch den Besuch von Bischof Voderholzer wurde der Tag zu einem herausragenden Ereignis.

 

In diesem Jahr müsse wegen der Covid-19-Pandemie alles unter geänderten Vorzeichen erfolgen. Pfarrer Sperl zitierte in diesem Zusammenhang den Diözesanbischof, der dafür plädiert, dass nichts ausfalle oder verschoben werde, es finde nur in geänderter Form statt.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martiniritt in diesem Jahr ganz anders
Foto: Martiniritt Miltach 2019

Taufe von zwei jungen Erdenbürgern in unserer Pfarrgemeinde

(05.10.2020)

Lukas Tracz und Isabel Sophie Stocker in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

Am vergangenen Sonntag Vormittag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kinder durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrvikar Matthias Tang spendete dem kleinen Lukas Tracz, Sohn von Adam und Silvia Tracz (geb. Zankl), wohnhaft in Tiefental und von Isabel Sophie Stocker, Tochter von Alexander Stocker und Marion Weininger, wohnhaft in der Höhenrieder Straße, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Lukas Tracz, Manuela Zankl und bei Sophia Stocker, Daniela und Christian Stocker beide aus Chamerau.

Durch die Taufe wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrvikar Tang begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Geistliche bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der großen Gemeinschaft der Glaubenden erkennen, dass sie sich auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen lassen in die Gemeinschaft der Kirche. Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger.

Der Priester segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den drei Paten das Taufversprechen ab und taufte die beiden Kinder in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündeten die Väter die Taufkerzen und reichten sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an die zwei Täuflinge  weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte schließlich die Taufe erfolgen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Täuflinge dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt. Die Tauffeier wurde durch Christian Hartl an der Kirchenorgel musikalisch begleitet.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Foto: Martin Krieger, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe von zwei jungen Erdenbürgern in unserer Pfarrgemeinde
Foto: Taufe Stocker Tracz Miltach 2020

Feierliche Installation von Pfarrer Sperl in der Pfarrkirche in Harrling

(28.09.2020)

Pfarrer Augustin Sperl feierlich installiert

Geistliche, sowie Vertreter der kirchlichen Gremien der Partnerpfarreien und Vereinsabordnungen erwiesen Seelsorger die Ehre

 

Petrus meinte es gut mit den Organisatoren. So konnte am vergangenen Sonntag Nachmittag in  feierlicher Weise die Amtseinführung von Pfarrer BGR Augustin Sperl als Pfarrer für Blaibach – Harrling/Zandt/Altrandsberg und Miltach, in der mit herrlichen Blumenarrangements in Weiß-Gelb geschmückten Bartholomäuskirche in Harrling, gefeiert werden. Vom Pfarrheim aus zogen die Ministranten, Priester, sowie die kirchlichen und weltlichen Vertreter der drei Gemeinden zur Pfarrkirche. Die Bürgermeister Hans Laumer (Zandt), Johann Aumeier (Miltach) und Wolfgang Eckl (Blaibach) folgten dem Kirchenzug.

 

Durch einen Spalier der Bartholomä-Kids, die Pfarrer Sperl jeweils eine gelbe Rose überreichten, und Vertretern der örtlichen Vereine, führe der Weg zum südlichen Kirchenportal. Die örtliche Pfarrgemeinderatssprecherin Ingrid Raab und Kirchenpflegerin Josefine Laumer hießen alle Anwesenden zur Installation vor der Kirchentür willkommen. Es folgte der Tür-Ritus: Pfarrer Sperl bekam symbolisch einen großen Schlüssel überreicht und verband damit den Wunsch, die Herzen der Pfarrangehörigen damit zu öffnen. Bad Kötztings Dekan und Stadtpfarrer Herbert Mader oblag die Installation. Er segnete Pfarrer Sperl, der am Anfang der Messfeier auf den Stufen vor dem Volksaltar kniete und überreichte ihm das Evangelienbuch. „Aller guten Dinge sind Drei.“ Zu den bereits seit vielen Jahren durch Pfarrer Sperl betreuten Pfarrgemeinden Blaibach und Miltach, gesellet sich nun die Pfarrgemeinde Harrling/Zandt/Altrandsberg meinte der Prediger. Mader appellierte an alle: „Kirche miteinander zu gestaltet, nicht immer nur die Satzungen und Vorschriften hoch zu halten, sondern auf das Wort und die Botschaft Jesu zu hören.“ Der Dienst soll dem Priester Freude bereiten und dabei soll ihm der Zuspruch von Seiten der Gläubigen nicht fehlen. Einträchtig und einmütig soll die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Pfarrgemeinderatsgremien und in den fünf Kirchenstiftungen sein. „Nehmt euch alle gleich geliebt und angenommen wahr. Jeder schätze dabei aber auch die andere Pfarrgemeinde höher ein, als die eigene. Jeder achte auf das Wohl der anderen und freue sich an jedem anderen Teil der großen Pfarreiengemeinschaft. „So kann Pfarrgemeinde im Kleinen wachsen.“

 

Installation Harrling 2020 2    Installation Harrling 2020 1
     
Installation Harrling 2020 3   Installation Harrling 2020 4

 

Nach der Predigt führte Dekan Mader, Pfarrer Sperl zum Priestersitz, zum Abo sowie zum Altar und übergab ihm die Aufgaben der Seelsorge und der Verkündigung der frohen Botschaft. Die Sprecher der Pfarrgemeinderäte, sowie die Kirchenpfleger wechselten sich beim Vortragen der Lesungen und der Fürbitten ab. Sie versprachen dem Priester ihr Hilfe und ihre Unterstützung in den Belangen der drei Pfarrgemeinden.  

 

Priester aus den Nachbarpfarreien und dem Dekanat Kötzting erwiesen Pfarrer Augustin Sperl bei der Amtseinführung die Ehre: Pfarrvikar Matthias Tang aus der eigenen Pfarreiengemeinschaft; Pfarrer Josef Pöschl, Eschlkam; Pfarrer Josef Drexler und Diakon Andreas Dieterle, Prackenbach/Moosbach; und Gemeindereferent Franz Strigl.

 

Installation Harrling 2020 5    Installation Harrling 2020 6
     
Installation Harrling 2020 7   Installation Harrling 2020 8

 

Ein herrlicher Klangkörper war die Orgelmusik von Josef Meindl und Dominik Heigl, und der Gesang, sowie die Musikalische Begleitung durch begabte Sänger und Musikanten. Darüber hinaus Sebastian Peintinger mit der Trompete. Nach dem Segen stimmten alle in das Lied „Großer Gott wir loben dich“ ein. Am Ende des Hl. Messe bedankte sich der neue Seelsorger von Harrling, Augustin Sperl, bei allen Anwesenden, die zum Gelingen beigetragen haben. „Eigentlich sollte ich ob der großen Ehrerbietungen beschämt sein, doch das alles ist nicht mit meiner Person verbunden. Ich sehe es als eine Ehrerbietung Jesu Christi an.“ Dabei zitierte er die Worte von Bischof Augustinus: „Für euch bin ich Priester, mit euch bin ich ein Glaubender.“

 

Im und am Pfarrheim „Maximilian-Kolbe“ gab es für die Gäste Getränke und eine kleine Brotzeit. Pfarrer Augustin Sperl ging dabei durch die Reihen, und er bedankte sich herzlich „für alle Zeichen des Willkommenseins“ und die Geldspenden, welche für das Brunnenprojekt von Pfarrvikar Matthias Tang verwendet werden.

 

(Filmquelle: YouTube Seite der Pfarrei Harrling/Zandt/Altrandsberg)

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Feierliche Installation von Pfarrer Sperl in der Pfarrkirche in Harrling
Foto: Installation Harrling 2020

Erntedank mit den Kommunionkindern gefeiert - Viele Erntegaben lagen vor dem Altar

(27.09.2020)

Die Erde ist voll von deinen Geschöpfen

Erntedankfest bei einem Familiengottesdienst mit den Kommunionkindern feierlich begangen

Viele Gläubige und deren Kinder, sowie die Kommunionkinder die Ende Juli ihre Hl. Kommunion feiern durften, hatten sich am Samstag Abend in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach versammelt. Mit ganz viel Liebe zum Detail wurde von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von weiteren fleißigen Helfern, aus zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, sowie mit vielerlei Früchten aus Feld und Garten, auch in diesem Jahr wieder ein beeindruckender und sehr ansehnlicher Erntedankaltar in der Kirche errichtet. Gelb strahlende Sonnenblumen und grüne Blätter verschönerten das Arrangement zudem.

 

Erntedank Miltach 2020 1    Erntedank Miltach 2020 2
     
Erntedank Miltach 2020 3   Erntedank Miltach 2020 4

 

„Erntedank, erinnert uns an Gott, den Schöpfer, dem wir alles verdanken. Auch wir Menschen haben nicht uns selbst ins Leben gesetzt, sind auch nicht von der Erde geboren. Jesus hat immer wieder von der Vielfalt und Schönheit der Schöpfung Gottes gesprochen. Er hat auch unmissverständlich gesagt, dass die Menschen - selbst wenn sie vieles können und zustande bringen - Geschöpfe sind und nicht der Schöpfer.“ so Pfarrer BGR Augustin Sperl in seiner Begrüßung. Um dem Herrgott dafür Dank zu sagen, wurde am Samstag der Familiengottesdienst zur Feier des Erntedankfestes in festlicher Weise begangen. In seinen einführenden Worten zur Messfeier bedankte sich Pfarrer Augustin Sperl, dass die vor dem Altar aufgestellten Erntegaben in hervorragender Weise die große Vielfalt Gottes guter Schöpfung so herrlich verdeutlichten. In schöner Art versinnbildlichen diese Gegenstände zudem die ertragreiche Ernte des vergangenen Sommers. Jetzt, Ende September, heißt es dafür trotzdem danke zu sagen für einen reichlich gedeckten Tisch.

 

Erntedank Miltach 2020 5    Erntedank Miltach 2020 6
     
Erntedank Miltach 2020 7   Erntedank Miltach 2020 8

 

Die Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern hatten sich in gebührendem Abstand auf Grund der Corona-Bestimmungen um den Altar versammelt. Anstelle der Lesung verdeutlichten sie die Psalmverse des Psalm 104. Dieser erzählt von der Freude an der Schöpfung und am Leben. Dabei wird Gott gedankt für alles, was er schenkt. In der Predigtmeditation gingen Gemeindereferent Franz Strigl und die Lektoren auf den Psalm 104 erneut ein und verdeutlichten dessen Inhalt noch mehr mit Symbolen. Die Fürbitten wurden danach von den Erstkommunikanten in toller Form vorgetragen. Danach erbat Pfarrer Augustin Sperl in der Gabenbereitung den Segen über die vielen Gaben vor dem Altar und über alle Ernteerträge, welche die Gläubigen zum Gottesdienst mitgebracht hatten und besprengte diese mit geweihtem Wasser. „Guter Gott, viele Gaben der Erde, die Früchte, die wir geerntet haben, und manche Dinge aus unserem Leben liegen hier vor Deinem Altar. Sie sind Zeichen unseres Dankes für Deine große Liebe. In den Zeichen von Brot und Wein kommt Jesus zu uns. Mit ihm feiern wir das Mahl der Liebe. Das ist dein schönstes Geschenk, guter Vater. Dafür danken wir dir heute und immer durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.“ Musikalisch begleitet wurde die Messfeier von Christian Hartl an der Kirchenorgel. Die Kinder versammelten sich zum Vater Unser um den Altar und empfingen dort auch die Hl. Kommunion. Am Ende der Messfeier segnete Pfarrer Sperl dann noch die Andachtsgegenstände, die Bibeln und die Ikonen, welche die Kinder zur feierlichen Kommunion im Juli und von Seiten der Pfarrgemeinde geschenkt bekommen hatten. Noch bis zum Dienstag kann der wunderschöne Erntealtar, mit seinen vielfältigen Gaben, in der Pfarrkirche von Miltach bewundert werden.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Erntedank mit den Kommunionkindern gefeiert - Viele Erntegaben lagen vor dem Altar
Foto: Erntedank Miltach 2020

Diakon Martin Peintinger in der Pfarrei begrüßt

(13.09.2020)

Martin Peintinger jetzt auch Diakon für Miltach und Blaibach

Begrüßung in den beiden Kirchengemeinden Miltach und Blaibach

 

Die Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Miltach, zusammen mit den Pfarrgemeinden Harrling – Zandt – Altrandsberg ist nun schon zwei Wochen alt. Seitdem dem 1. September wechseln sich die beiden Geistlichen, Pfarrer BGR Augustin Sperl und Pfarrvikar Matthias Tang, in den fünf Kirchen, bei der Feier der Hl. Eucharistie, ab. Neben den beiden Priestern ergänzen Gemeindereferent Franz Strigl und Diakon Martin Peintinger das Seelsorgeteam.

 

Am Sonntag beim Pfarrgottesdienst konnten die Gläubigen in Miltach und Blaibach zusammen mit Priester und Diakon das Messopfer feiern. Für Diakon Martin Peintinger war es vor allem in Miltach nicht die erste Messfeier, an der er seinen Dienst verrichtete, aber jetzt seit Anfang September ist er neben seinen bisherigen Pfarrgemeinden Harrling – Zandt – Altrandsberg, jetzt auch für Miltach und Blaibach als Diakon zugeteilt.

 

Welche Aufgabe kommt einem Diakon zu? Er spenden das Taufsakrament, er predigt und assistiert in der Eucharistiefeier, er unterstützt oder leitet auch Trauungen und Beerdigungen. Jeder Diakon sucht sich - seinen eigenen Fähigkeiten entsprechend - einen besonderen Schwerpunkt, wo er Menschen am Rande der Gesellschaft, Kranken oder Benachteiligten besonders nahe sein kann. Der Begriff „Diakon“ entstammt dem Griechischen und meint ursprünglich den Diener, dem in der frühen Kirche besondere Dienste an Benachteiligten übertragen wurde.

 

In einem Gespräch vergangene Woche verdeutlicht Martin Peintinger seinen Werdegang zum Amt des Diakons. Geweiht wurde er am 04. November 2006 im Hohen Dom zu Regensburg zum ständigen Diakon mit Zivilberuf. Aufgewachsen in einem christlich geprägten Elternhaus in Altrandsberg, fühlte er sich sein ganzes Leben lang in der Kirche beheimatet. Nach seiner Erstkommunion wurde er Ministrant, später Lektor und Mitglied im Pfarrgemeinderat. „Früh spürte ich in mir den Ruf Jesu in seine Nachfolge. Lange war mir nicht klar, wohin mein Weg mich führen sollte. Erst als ich mich mehr mit dem Diakonat befasste, wurde mir klar, dass dies mein Weg sein konnte.“ Viel Unterstützung erfuhr er während dieser Zeit von seiner Ehefrau Antonia, die ihm immer wieder Mut machte, wenn es schwierig wurde, Familie, Beruf und Fernstudium auf die Reihe zu bringen. „Es war ein großer Freudentag, als mir der damalige Bischof Gerhard Ludwig Müller im Hohen Dom zu Regensburg die Hände auflegte und mich zum Diakon weihte.“ so Martin Peintinger. „Es macht mir große Freude, Kindern das Sakrament der Taufe zu spenden und dabei die Eltern ein Stück weit zu begleiten. Auch liegen mir vor allem die Senioren sehr am Herzen und ich fühle mich im Seniorenheim in Zandt sehr wohl. Gerne versuche ich den Menschen das Wort Gottes in der Predigt zu erschließen.“ Überhaupt möchte er sich darum bemühen, so gut es eben gelingt, für jeden zu jeder Zeit da zu sein, was natürlich auch bedingt durch seinen Beruf (Schreinerei- und Bestattungswesen) gerade in schweren Situationen oft von ihm gefordert wird. Über die Arbeit im neuen, großen Pfarrverband sagt er: „Ich freue mich, neue Menschen kennen zu lernen und es würde mich freuen, wenn die Gläubigen den Kontakt zu mir suchen. Unsere neue Pfarreiengemeinschaft sehe ich als große Chance, da wir durch Pfarrer Augustin Sperl einen sehr erfahrenen Priester und mit Pfarrvikar Matthias Tang, Gemeindereferent Franz Strigl, sowie vielen fleißigen ehrenamtlichen Mitarbeitern versuchen können, „das Schiff dass sich Gemeinde nennt“, gut durch die Wogen der Zeit zu bewegen.

 

In Miltach richtete Kirchenpfleger Christian Röhrl am Ende der Messfeier ein paar Worte an Diakon Martin Peintinger. Er begrüßte ihn im Namen des Pfarrgemeinderates, der Kirchenverwaltung und aller Gläubigen recht herzlich. „Wir freuen uns auf eine segensreiche und fruchtbare Zusammenarbeit, zum Wohl der Gläubigen in unserer Pfarrei. Wir freuen uns aber auch auf viele gemeinsame, kirchliche Feiern und wünschen dir auf deinem weiteren Wirkungsweg, in unseren Regentalgemeinden, viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen.“ Beim folgenden Gottesdienst in der Pfarrkirche in Blaibach wurde der Diakon dann genau so herzlich empfangen. Bei beiden Gottesdiensten hatte Martin Peintinger in der Predigt den Gläubigen das Evangelium des Sonntages ausgelegt und seine Gedanken dazu näher gebracht.

 

Als Anhang finden sie weiter unten die Predigt von Diakon Martin Peintinger zum 24. Sonntag im Jahreskreis.

 

Begrüßung Peintinger Blaibach

 

Text u. Bild Miltach: Christian Röhrl, Miltach

Bild Blaibach: Albert Seiderer, Blaibach

[Predigt von Diakon Martin Peintinger zum 24. Sonntag im Jahreskreis (A)]

Foto zur Meldung: Diakon Martin Peintinger in der Pfarrei begrüßt
Foto: Begrüßung Martin Peintinger in Miltach

Zwei Kinder durch die Taufe in die Pfarrgemeinde aufgenommen

(08.09.2020)

Paulina Bergbauer und Valentin Hamsa in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

 

Am Sonntag Vormittag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kinder durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Diakon Martin Peintinger spendete der kleinen Paulina Bergbauer, Tochter von Johannes und Stefanie Bergbauer (geb. Welter), wohnhaft in der Herrnbrunnstraße und von Valentin Florian Hamsa, Sohn von Markus Zollner und Monika Hamsa, Ringstraße, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Paulina Bergbauer, Franziska Sixt (geb. Welter) und bei Valentin Hamsa, Eva-Maria Zollner.

 

Durch die Taufe wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Diakon Peintinger begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Diakon bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft erkennen, dass sie sie auf ihrem Lebensweg immer wieder durch die Höhen und Tiefen des Lebens begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche. Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger. „Das wichtigste im Leben ist, du sollst Gott und deinen Mitmenschen lieben. Gott nicht zu vergessen, denn Taufe heißt auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ so der Diakon. „Macht aus euren Kindern brauchbare Menschen, die mit beiden Beine im Leben stehen, das Herz am rechten Fleck haben und die Gott loben und seine Liebe weitertragen zu den Mitmenschen.“

 

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den beiden Paten das Taufversprechen ab und taufte Paulina Bergbauer und Valentin Hamsa in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündeten beide Väter die Taufkerzen und reichten sie an den Diakon weiter, der das Licht wiederum symbolisch an die Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden Täuflinge schließlich mit geweihtem Wasser ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Kinder dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Zwei Kinder durch die Taufe in die Pfarrgemeinde aufgenommen
Foto: Taufe Hamsa Bergbauer

Pfarrvikar Matthias Tang feiert erste Hl. Messe in unserer Pfarrei

(03.09.2020)

Pfarrvikar Matthias Tang feiert seine erste Hl. Messe in Miltach

Bereits am vergangenen Sonntag, wenige Tage vor der Errichtung der großen Pfarreiengemeinschaft zum 01. September, konnte der neue Pfarrvikar Matthias Tang seine erste Heilige Messe in Miltach feiern. Am Ende der Eucharistiefeier war es die Sprecherin des örtlichen Pfarrgemeinderates, Claudia Pinzinger, die den jungen Geistlichen in der Regentalgemeinde recht herzlich begrüßte.

Anfang September werden offiziell die Pfarreien Blaibach - Miltach und Harrling-Zandt-Altrandsberg zu einer großen Pfarreiengemeinschaft zusammengelegt. Dies bedeutet seit bekannt werden der Zusammenlegung, dass im Vorfeld viele Gespräche geführt werden mussten. Es mussten Pläne erarbeitet werden, das in allen Pfarrgemeinden am Wochenende ein Gottesdienst abgehalten werden kann. Aber auch Taufen, Kommunionen, Firmungen, Beerdigungen ect. mussten besprochen werden. Nicht zu vergessen, die Genehmigung für Sie, Pfarrvikar Matthias Tang, musste eingeholt werden.

Bwgrüßung Tang Miltach 2    Bwgrüßung Tang Miltach

 

„Die neue große Pfarreiengemeinschaft bedeutet für alle eine große Umstellung.“ so Pinzinger. Allerdings dürfte es für Pfarrer Matthias Tang die größte Umstellung bedeuten.  Denn er konnte sich zwar bei seinen Urlaubsvertretungen schon ein bisschen hier umsehen. Jetzt ist es allerdings keine Vertretung mehr, jetzt heißt es, eine ganze Weile hier zu bleiben und zu Leben. Eine neue Wirkungsstätte bedeutet auch Eingewöhnungszeit. Da kommt zur normalen Seelsorgearbeit, ein Umzug, ein neues Umfeld, viele Menschen, die es heißt kennenzulernen und dann kommt noch der gewöhnungsbedürftige bayerische Dialekt hinzu. Pfarrer Matthias Tang wird zusammen mit Pfarrer BGR Augustin Sperl die Eucharistiefeiern in den fünf Kirchen in regelmäßigem Wechsel zelebrieren. Beide werden sich dazu an allen Pfarrorten in die Gottesdienstfeiern einbringen.

Claudia Pinzinger wünschte, zusammen mit Kirchenpfleger Christian Röhrl dem neuen Pfarrvikar, dass er sich schnell einlebt, Anschluss findet und Ihm das Vertrauen der Gläubigen entgegengebracht wird. Aber auch, dass er sich in der Pfarreiengemeinschaft Blaibach, Harrling-Zandt-Altrandsberg und Miltach wohl fühlt. „Gottes Segen auf all Ihren Wegen.“

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto zur Meldung: Pfarrvikar Matthias Tang feiert erste Hl. Messe in unserer Pfarrei
Foto: Begrüßung Matthias Tang Miltach

Pater Rockose berichtet aus Indien von seiner Arbeit

(28.08.2020)

Pater Rockose berichtet von seiner Arbeit aus Indien

Die bisherige Urlaubsvertretung des indischen Geistlichen fällt Corona zum Opfer

 

Eigentlich hätte Prof. Dr. Pater Rockose Kolenchery dieses Jahr ein kleines Jubiläum feiern können. Es wäre seine 10. Urlaubsvertretung für Pfarrer BGR Augustin Sperl in der Pfarreiengemeinschaft Blaibach/Miltach gewesen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde jedoch leider nichts daraus. Pater Rockose bedauert es sehr, daß heuer die Urlaubsvertretung nicht annehmen kann. In Briefen schreibt er: „Ich vermisse die freundlichen Menschen im Bayerischen Wald, die gute Luft, das angenehme Klima und die gute bayerische Küche.“

 

Es war 2011, das Jahr der Primiz von Pfarrer Jürgen Josef Eckl in Miltach, als Pater Rockose zum ersten Mal die Urlaubsvertretung übernahm. Damals allerdings nur für 2 Wochen, denn auch der Neupriester vertrat Pfarrer Sperl für 2 Wochen. Trotz der anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten fühlte sich der Geistliche gleich sehr wohl in den beiden Regentalgemeinden. Die Menschen traten dem immer freundlichen Geistlichen sehr wohlwollend gegenüber, nahmen ihn auf und er freute sich über die Einladungen zu Geburtstagen, zum Essen und zu Gesprächen, es entstanden gute Freundschaften. Zur damaligen Zeit wurde Pater Rockose von seinem Orden als Provincial Delegate in die Mission nach Ranchi in Nordindien geschickt. Der Pater weiß, daß man in Indien nur mit Bildung der Armutsspirale entkommen kann und so setzte er sich dort tatkräftig für den Neubau einer Schule ein. Bereits zu dieser Zeit haben Gläubige aus Blaibach und Miltach Patenschaften für Schulkinder aus armen Familien übernommen, die mittlerweilen zum Teil schon abgeschlossen sind. Es wurden auch Nähmaschinen gekauft und Nähkurse für junge Frauen organisiert, damit die Frauen in Heimarbeit Kleidung nähen können und somit ihren Beitrag leisten, damit die Ernährung der Familie gesichert ist. Zwischenzeitlich sind viele Frauen erfahrene Näherinnen geworden und können ihre Talente an andere Frauen weitergeben, so daß sich die Nähkurse selber organisieren.

 

Seit 2015 ist das Einsatzgebiet des Paters jetzt Südindien, in Trivandrum im Bundesstaat Kerala, seiner Heimat, und er lehrt dort im Priesterseminar „Carmel Hill Philosophy College“ das Fach Philosophie. Sein Unterricht ist bei den Seminaristen sehr beliebt. Außerdem hilft Pater Rockose bei vielen humanitären Projekten dort selber aktiv mit, die Not bei den armen Menschen zu lindern.

 

„Vergelt`s Gott“

Mit Hilfe der Spendengelder konnte Pater Rockose schon vielen Menschen helfen, worüber er sehr dankbar ist und was ihn mit großer Freude erfüllt. Speziell mit den Spenden von der Urlaubsvertretung im vergangenen Jahr 2019 kann 37 Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden und viele Jugendliche können einen Beruf erlernen. Auch zwei Priesterseminaristen werden bei ihrem Studium finanziell unterstützt. Einer Familie, die beim Hochwasser 2018 infolge eines Erdrutsches ihr Hab und Gut verloren hatte, wurde geholfen ein neues Haus zu bauen, eine weitere Familie bekam finanzielle Unterstützung. Auch kranken Menschen wurde geholfen, damit sie sich medizinisch versorgen lassen konnten. Wie der Pater weiter schreibt, sagt er nochmals ein herzliches „Vergelt´s Gott“ und er schließt alle Spender in seine Gebete mit ein. Er betet um Gesundheit und um den Segen Gottes für die hilfsbereiten Menschen.

 

Positive Gedanken in der Corona – Krise
Pater Rockose Kolenchery    Auch über Corona hat sich der Pater viele Gedanken gemacht und sich darüber gut informiert. Er weiß, daß durch positive Gedanken und eine positive Lebenseinstellung Glückshormone im Körper ausgeschüttet werden, die eine stärkere Immunabwehr bewirken können. Und darum geht es bei Covid-19, es greift Menschen an, deren Immunsystem geschwächt ist.

 

Der Pater gibt deshalb den Rat, alles in Ruhe und Gelassenheit anzugehen. Ruhe und überlegtes Handeln können uns in diesen unruhigen Zeiten helfen, Schwierigkeiten zu meistern und zu einem widerstandsfähigerem „Selbst“ zu finden. Ruhe, kein Stress, Harmonie, Zeit für Erholung, tun auch der Seele gut. Ein Tag draußen an der frischen Luft inmitten von blühenden Blumen und singenden Vögeln ist großartig! Versuchen, die Lautstärke der Gedanken im Kopf zu reduzieren und die verschiedenen Düfte und Geräusche um sich herum wahrzunehmen, um seine innere Stimme zu hören. „Wollen wir wieder dankbar sein für die Liebe Gottes, die Natur, wichtige und unwichtige Dinge des Lebens, für unser Zuhause, die Gesundheit, Familie und Freunde und diese Dankbarkeit immer im Herzen bewahren. Durch die Isolation haben wir gelernt, zufrieden zu sein mit dem was wir sind und haben, man braucht nicht so viel zum Leben. Nicht zu vergessen die Solidarität, der Zusammenhalt, die Nachbarschaftshilfe und das Mitgefühl gegenüber unseren Mitmenschen, die in dieser Zeit entstanden sind. Sehen wir die Krise als Chance an, uns selber besser kennenzulernen.“ so Peter Rockose in seinem Schreiben.

 

Weiter meint er: „Die Pandemie hat aber auch eine Epidemie der Angst ausgelöst. Wichtig ist jedoch, daß wir die Hoffnung nicht verlieren, positiv denken und gesund bleiben. Bei Jesaja 41,10 finden wir in der Bibel „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Pater Rockose berichtet, dass er in der Corona-Zeit oft Gottesdienste mit nur 2-3 Personen gefeiert habe, anstatt wie in Indien sonst üblich mit 500-700 Gläubigen. Diese Gottesdienste mit stillem Gebet und Meditationen hätten ihn jedoch tief berührt. Er zieht aus der Corona-Krise die Lehre, daß es in der Religion wichtig ist, eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben und sich Zeit für diese Beziehung zu Gott zu nehmen und so zur Erkenntnis zu gelangen, was wirklich wichtig und wertvoll ist im Leben ist. Bereits Seneca sagte „Gott, gib mir die Gelassenheit, die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, das zu ändern, was ich kann, und die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.“

 

Covid-19 in Indien
Die Corona-Pandemie beherrscht dieses große Land mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern. Für die eh schon arme Bevölkerung ist die Not unbeschreiblich groß. Es fehlt an allem - Nahrungsmittel, Gesichtsmasken und medizinische Versorgung. Die Tagelöhner können kein Geld mehr verdienen, um ihre Familien ernähren zu können, denn sie bekommen nun keine Arbeit mehr bei den Familien der Mittelklasse. Sie befinden sich jedoch trotzdem auf den Straßen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln, verbreiten das Virus und tragen es in ihre Familien.    Kolenchery Haus

„Es ist ein Teufelskreis!“ so Pater Rockose Kolenchery. Die Zahlen vom 25.08.2020 sprechen für sich: über 3 100 000 Infizierte, 57 542 Tote, 67 000 Neuinfizierte pro Tag.

 

Situation in Kerala

In Kerala, wo der Pater lebt, waren es am 25. August 59 504 Infizierte und 235 Tote, wieder genesen sind 38 883 Personen. Auch im Karmelitenkloster des Paters sind 5 Mitbrüder infiziert und befinden sich in Quarantäne, bzw. im Krankenhaus. Die Patres beten, daß sich die Situation bald wieder bessert. Sie beten für die Menschen, die die Armen und Kranken unterstützen, daß sie gesund und von Covid-19 verschont bleiben. Anfang August kam es in Karipur in Kerala zu einem Flugzeugabsturz mit 123 Schwerverletzten und 18 Toten, darunter auch die beiden Piloten. Das Flugzeug war von Dubai nach Karipur unterwegs und in der Nähe vom Flughafen abgestürzt. Ebenso wurde Kerala vor Kurzem wieder von einem großen Erdrutsch heimgesucht, es kamen 63 Menschen ums Leben. In Pettimudi in der Nähe von Munnar, ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen, kam es infolge vieler und ausgiebiger Regenfälle zu diesem Erdrutsch, bei dem viele Teeplantagen weggerissen wurden, die auch eine Einnahmequelle für viele Tagelöhner gewesen waren. Die Bevölkerung ist verzweifelt und fragt sich, warum gerade ihre Region immer wieder von Natur- und anderen Katastrophen heimgesucht wird.

 

Pater Rockose möchte sich auf diesem Weg nochmals bei allen Spendern bedanken, die bisher dazu beigetragen haben, die Not in seiner Heimat zu lindern und die Lebensbedingungen dort zu verbessern.  Er betet für sie alle um Gesundheit und Gottes Segen. Und er hofft, im nächsten Jahr wieder in die Pfarreiengemeinschaft Blaibach/Miltach kommen zu können. Sein besonderer Dank gilt Pfarrer Augustin Sperl, auch für die gute Gastfreundschaft in all den Jahren während der Urlaubsvertretung, den Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäten der Pfarreiengemeinschaft sowie dem Frauenbund und den Seniorengruppen beider Pfarreien. Für die Zusammenlegung der Pfarreiengemeinschaft mit den Pfarrgemeinden Altrandsberg, Harrling und Zandt wünscht der Pater alles Gute und Gottes Segen.

 

Wer die Arbeit des Paters weiterhin unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende auf das Konto des Vereins „Freundeskreis Charity“ gerne tun.

 

Freundeskreis Charity

Raiffeisenbank Straubing

IBAN: DE 5974 260 11 0000 190 20 40

BIC:   GENODEF 1SR2

 

Text u. Bild: Pater Rockose Kolenchery, Trivandrum

Foto zur Meldung: Pater Rockose berichtet aus Indien von seiner Arbeit
Foto: Pater Rockose in großer Gemeinschaft

Der "Große Frauentag" wurde in unserer Pfarrgemeinde gefeiert

(15.08.2020)

Herrlich duftende Büschl aus Kräutern und Blumen gebunden

Vom Frauenbund Miltach gefertigt – Erlös ist für die Mission bestimmt

 

Aus zahlreichen, unterschiedlichen Kräutern und  Blumen, wie etwa Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und verschiedenen Getreidesorten, die am Freitag gesammelt oder von Gläubigen gespendet wurden und einen angenehmen Duft verströmten, banden Frauenbundmitglieder viele Kräuterbüschl für den „Großen Frauentag“. In bereitgestellten Körben standen die Gebinde bei der Messfeier zum Fest „Mariä Himmelfahrt“ für die Segnung und den Verkauf bereit, wobei der Frauenbund den Erlös an die Mission spendet.

 

Maria Himmelfahrt Miltach 2020 1    Maria Himmelfahrt Miltach 2020 2

 

„Im kirchlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt drückt sich die Zuversicht des Menschen nach einem sorgen- und angstfreien Leben aus. Wir glauben daran, dass Maria als erste mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ist. Die Mutter Gottes ist für uns Christen ein Zeichen der Hoffnung und ist die Quelle des Trostes und so hoffen wir, dass auch wir am Ende unserer Tage von Christus in den Himmel aufgenommen werden“, verdeutlichte Pfarrer BGR Augustin Sperl seine Gedanken zum kirchlichen Festtag. Die Eucharistiefeier war entsprechend des kirchlichen Festtages mit Lobliedern zu Ehre Marias geprägt. Der Geistliche segnete am Ende der Messfeier die Kräuterbüschl und Blumengebinde am Altar und bei der Muttergottesfigur und schritt durch die Pfarrkirche, um auch die mitgebrachten Kräutergebinde der Kirchenbesucher zu segnen.

 

Maria Himmelfahrt Miltach 2020 3    Maria Himmelfahrt Miltach 2020 4
     
Maria Himmelfahrt Miltach 2020 5   Maria Himmelfahrt Miltach 2020 6

 

Wie in den Jahren zuvor kommt der Erlös auch in diesem Jahr wieder einer gemeinnützigen Organisation, für die Arbeit in der Mission, zugute.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Der "Große Frauentag" wurde in unserer Pfarrgemeinde gefeiert
Foto: Maria Himmelfahrt Miltach 2020

Kommunionfeier nach einer langen Zeit des Wartens

(27.07.2020)

 

„Brot-Zeit – Jesus Christus das Brot des Lebens“ – Hl. Kommunion in Miltach

 

In der Pfarrei Miltach begingen 15 Kinder mit einem festlichen Gottesdienst ihre Heilige Kommunion

 

Über zwei Monate später, als ursprünglich geplant, haben am vergangenen Sonntag 15 Kinder aus der Pfarrgemeinde Miltach den Tag ihrer Kommunion feiern können. Bedingt durch die Corona Pandemie war der Termin im Mai leider nicht möglich und so mussten die jungen Christen mit ihren Familien hoffen, möglichst bald diesen schönen Tag gemeinsam feiern zu können. Wenngleich es nicht die übliche, große Feier im Kreis der Familien werden konnte, vor allem was den festlichen Gottesdienst anbelangt, so haben die Familien in Absprache mit den Verantwortlichen aus der Pfarrei eine passende Lösung gefunden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur im engsten Kreis ihrer Familien fand am Sonntag der feierliche Gottesdienst jetzt endlich statt. Man hatte alles drangesetzt, die Vorgaben zum Schutz gegen die Ausbreitung des Virus, einzuhalten. Die diesjährige Kommunionfeier hatte außerdem so seine Besonderheit. Waren unter den Kindern doch zwei Zwillingspaare und sogar ein Drillingspaar mit dabei. Eine Fügung, die es ganz gewiss so bald nicht mehr geben wird.

 

Kommunion Miltach 2020 1    Kommunion Miltach 2020 2
     
Kommunion Miltach 2020 3   Kommunion Miltach 2020 3

 

Der letzte Sonntag, der Tag des Herrn, war für die Pfarrgemeinde Miltach ein freudiger Tag und gerade für 15 junge Christen ein ganz besonderer und wichtiger Schritt in ihrem noch jungen Leben. 13 Mädchen und zwei Buben durften zusammen mit ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern den Tag ihrer feierlichen Kommunion begehen. Gemeinsam mit Pfarrer BGR Augustin Sperl versammelten sich die Kinder in ihren weißen Einheitsgewändern vor der Pfarrkirche und zogen unter Glockengeläut in das, von Mesnerin Elisabeth Röhrl und den Eltern, festlich geschmückte Gotteshaus ein. Der Geistliche zelebrierte in feierlicher Weise den Festgottesdienst, der unter dem Motto „Brotzeit – Jesus Christus das Brot des Lebens“ stand. Mit rhythmischen Liedern von Kathrin Göllner aus Blaibach am Keyboard wurde die Messfeier festlich umrahmt.

 

Kommunion Miltach 2020 13    Nach zahlreichen Wochen der Vorbereitung in Gottesdiensten (unterbrochen durch die Pandemie) oder dem schulischen oder außerschulischen Religionsunterricht, zusammen mit den Tischmüttern, war es für die Kinder der 3. Klasse diesen Sonntag soweit, an den Tisch des Herrn treten zu können und die heilige Kommunion empfangen zu dürfen. Bereits in den Wochen zuvor hatten die 15 Kinder diesem Tag sehnsüchtig entgegengefiebert, einem ganz besonderen, im Leben eines jeden jungen Christen. Maria Schreiner, Sabine Weiß, Carmen Heer, Regina Früchtl und Birgit Kolmer hatten sich als Tischmütter sehr umfassend, zusammen mit den Buben und Mädchen, soweit es möglich war, getroffen.

 

Nachdem der Geistliche die Kommunionkerzen gesegnet hatte und diese entzündet wurden, begrüßten die Kommunionkinder alle Gläubigen mit einem herzlichen Willkommensgruß. „Jesus ist unser Gast, und zugleich auch der Gastgeber, der sich ganz für uns aufgeopfert hat.“ so der Geistliche in seiner Einführung. In seiner Ansprache ging Pfarrer Sperl dann ebenfalls auf das Motto dieses Tages ein. In einer kurzen Erzählung ging er auf den Dialog eines Zweiflers mit seinem Bischof ein. Sowie man durch eine Brotzeit Kraft schöpfen kann, um weiterzugehen, so schenkt auch Jesus in der Kommunion Kraft und Mut für das Leben. Bei der Kommunion wird den Gläubigen der Leib Christi in die Hand gelegt. „Gott gibt sich ganz in unsere Hände“, so der Geistliche. Jesus sagt aber auch: „Ich kenne die meinen und die meinen kennen mich, niemand kann sie meiner Hand entreißen und sie folgen mir.“, so der Geistliche weiter. Mit diesen Worten Jesu ermutigte er die Kinder auf Jesus zu hören, ihm zu folgen und auch weiter das Brot des Lebens zu empfangen. Ein Tag wie dieser Sonntag verlangt danach über den Wert der Eucharistie nachzudenken. „Vielleicht ahnen wir, dass Gott größer ist, als unser Verstand  begreift. Den das Weltall nicht fassen kann, er schenkt sich euch heute. Wachst hinein in dieses Geheimnis, empfangt Gott mit euren Händen und mit dem Herzen.“ so der Priester.

 

Kommunion Miltach 2020 6    Kommunion Miltach 2020 5
     
Kommunion Miltach 2020 7   Kommunion Miltach 2020 8
     
Kommunion Miltach 2020 9   Kommunion Miltach 2020 11

 

Nach den Fürbitten, die von den Kommunionkindern vorgetragen wurden, sowie nach der Gabenbereitung, kam für die 15 Erstkommunikanten der ganz besondere Augenblick, als sie den Leib des Herren unter den beiden Gestalten von Brot und Wein empfangen durften. Ganz nahe um den Altar standen die Kinder beim Vater unser und dem würdigen Empfang der Kommunion. Am Ende der Messfeier bedankte sich Pfarrer Augustin Sperl bei den Kommunionkindern, bei Gemeindereferent Franz Strigl und den Tischmüttern für die Mithilfe bei der Vorbereitung dieses Tages, sowie bei den kirchlichen Mitarbeitern für das Reinigen und Schmücken der Pfarrkirche, der musikalischen Begleitung für die schöne Gestaltung der Messe, sowie den Familienangehörigen für die würdige Mitfeier. Die feierliche Kommunion empfangen durften: Julian Heer, Julian Loos, Susanne Lendl, Selina Haberl, Leni Wischmann, Leni Renz, Pia Früchtl, Helena Kolmer, Sofia, Laura und Julia Weiß, Lilly und Pauline Hartl, sowie Emma und Paula Schreiner.

 

Kommunion Miltach 2020 12    Kommunion Miltach 2020 13
     
Kommunion Miltach 2020 14   Kommunion Miltach 2020 15

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kommunionfeier nach einer langen Zeit des Wartens
Foto: Kommunion Miltach 2020

Leo Hornauer durch die Taufe in die Kirche aufgenommen

(21.07.2020)

Leo Hornauer in die Miltacher Glaubensgemeinschaft aufgenommen

Am vergangenen Sonntag stand am späten Vormittag seit längerer Zeit wieder ein freudiges Ereignis in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach an. Ein Kind wurde, wegen der Corona Krise nach längerer Unterbrechung, durch die feierliche Taufe in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete dem kleinen Leo Hornauer, Sohn von Daniel Stöhr und Beate Hornauer, wohnhaft am Anger das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm Adelheid Glonner aus Blaibach.

 

Durch die feierliche Taufe wurde der kleine Erdenbürger in die große Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte zu Beginn Täufling, Eltern, Verwandte und Freunde. Der Geistliche bat die Eltern und die Patin, dass sie dem Kind immer wieder helfen und zur Seite stehen, es zu Gottes Gemeinschaft hinführen und damit ihm helfen, seinen Platz in der Gemeinschaft der Gläubigen zu finden. „In jedem Kind schaut uns Gott an, ist er uns nahe.“ Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ verdeutlichte Pfarrer Augustin Sperl. Die Symbole der Tauffeier, das Taufwasser, der Chrisam, das weiße Taufkleid und die Taufkerze wurden durch den Priester näher beschrieben.

 

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf den kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und der Patin das Taufversprechen ab und taufte den kleinen Leo in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete der Vater des Täuflings die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kind weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte der Neugeborene schließlich mit geweihtem Wasser seine Taufe empfangen. Die kirchliche Feierstunde wurde instrumental von Christian Hartl an der Kirchenorgel begleitet.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Leo Hornauer durch die Taufe in die Kirche aufgenommen
Foto: Taufe Leo Hornauer Miltach

Fußwallfahrt zum Lamberg war nicht in der üblichen Form möglich

(19.07.2020)

Um den Margaretentag ging es wieder auf den Lamberg

Gläubige aus der Regentalgemeinde pilgern seit über 210 Jahren auf den Lamberg – Corona macht eine offizielle Prozession nicht möglich

 

In diesem Jahr war auch die Fußprozession auf den Lamberg, zu der sich die Pfarrgemeinde Miltach in einem Gelöbnis verpflichtet fühlt, von den Corona Schutzmaßnahmen betroffen. Die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde haben von einer Fußwallfahrt in der üblichen Form Abstand genommen. Einige Gläubige aus der Regentalgemeinde haben jedoch trotzdem, auf eine Initiative, den Weg hinauf auf den Lamberg auf sich genommen. Außerdem wurde der Wallfahrtstag wegen einer Hochzeit auf den Vorabend des sonst üblichen Samstag Vormittag verlegt. Den Gottesdienst in der Bergkirche begleitete Christian Hartl an der dortigen Orgel. Nach einer Brotzeit ging es für die wenigen Fußpilger über Waldwege und Asphaltstraßen in den abendlichen Stunden wieder zurück zum Heimatort.

 

Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 1    Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 2
     
Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 3   Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 4

 

Schon seit dem Jahr 1805 pilgern die Miltacher Pfarrangehörigen mit ihren Sorgen und Nöten immer um den 20. Juli, dem Gedenktag der Hl. Margareta, zum Lamberg. Wie es zu diesem Gelöbnis kam, beweisen sehr alte Einträge in der Pfarrchronik. So herrschte in den Jahren 1770 bis 1772 in den Gemeinden im Regental nach recht schlimmen Hagelunwettern eine schwere Hungersnot. Da Miltach bis zur Gründung einer eigenen Expositur eine Filiale der Pfarrei Chamerau war, schloss man sich 1805 dem von der Nachbargemeinde gegebenen Versprechen an, alljährlich betend auf den Lamberg zu ziehen und dort einen Gottesdienst zu feiern. Um einer größeren Zahl von Pfarrangehörigen die Teilnahme zu ermöglichen, wurde der Gelöbnisgang um das Jahr 1975 immer auf einen Samstag nahe dem 20. Juli verlegt. Vor fünf Jahren erfuhr die Wallfahrt außerdem eine ganzbesondere Wertschätzung, da Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg sich den Wallfahrern ab Staning anschloss, mit ihnen auf den Wallfahrtsberg pilgerte und dort einen feierlichen Pontifikalgottesdienst zelebrierte.

 

„Es ist ein tiefes Glaubenszeugnis, wenn in der heutigen Zeit die Pfarrangehörigen ein Versprechen erfüllen, dass ihre Ahnen vor mehr als 210 Jahren abgaben“, sagte Gemeindereferent Franz Strigl zur Eröffnung des Gottesdienstes in der Kirche auf dem 600 Meter hohen Lamberg. Bis vor etwa vier Jahrzehnten war der Margaretentag für die Miltacher Pilger der eigentliche Gelöbnistag. Die Eucharistiefeier am Freitag Abend zelebrierte Pater Benjamin aus dem Franziskaner Kloster in Neukirchen b. Hl. Blut. Die Gebete waren geprägt von den Bitten um eine gute Ernte und um den Schutz der Wälder- und Fluren. Bei Litaneien, um den Erhält der Schöpfung und um eine reiche Ernte, baten die Gläubigen um den Schutz und die Fürsprache der Hl. Margarete. Zum Abschluss der Messfeier spendete der Pater den „Segen für alles Wachsen und Werden auf den Feldern und im Garten“. Kirchenpfleger Christian Röhrl dankte bei dieser Gelegenheit den Patres aus Neukirchen, dass sie in den vergangenen sechs Wochen die Eucharistiefeiern in der Pfarrgemeine Miltach zelebriert hatten. Außerdem dankte er allen, die zur Vorbereitung und zur Gestaltung der Wallfahrt auf den Lamberg wieder beigetragen hatten. Das neben der Kirche stehende Gasthaus lud die Pilger nach der Eucharistiefeier ein, sich mit Getränken und einer schmackhaften Brotzeit zu stärkten.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto zur Meldung: Fußwallfahrt zum Lamberg war nicht in der üblichen Form möglich
Foto: Wallfahrt Lamberg Miltach 2020

Fronleichnam trotz Einschränkungen festlich begangen

(12.06.2020)

Ein Fronleichnamsfest unter ganz besonderem Vorzeichen

Prozession war in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich – Gläubige beteiligen sich an der Feier in der Pfarrkirche

In diesem Jahr, am eigentlichen Festtag Fronleichnam, konnte die Pfarrei Miltach den „Prangertag“ feiern. Wenngleich die ganze Feier unter besonderen Vorkehrungen wegen der Corona Pandemie zu begehen war, haben es sich die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde und auch einige Gläubige nicht nehmen lassen, diesen schönen und eigentlich recht farbenprächtigen Festtag, zur Verehrung der Heiligen Eucharistie, zu feiern.

In der, von der Mesnerfamilie Röhrl, mit vielen Blumen aus dem Garten geschmückten Pfarrkirche versammelten sich die Gläubigen, um einen festlichen Gottesdienst gemeinsam zu zelebrieren. Die weißgelben Kirchenfahnen vor und in der Pfarrkirche kündeten vom großen Festtag. „Dieser Tag hat seine Wurzeln im Geschehen des Gründonnerstages. Jesus feiert mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. An diesem Festtag soll die gesamte Größe und Feierlichkeit dieses Geheimnisses betont und sichtbar werden.“ so Pater Placyd Kón aus Neukirchen b. Hl. Blut, der stellvertretend für BGR Pfarrer Augustin Sperl die Messfeier zelebrierte.  „In der Fronleichnamsprozession setzen wir Christen normalerweise ein tiefes Zeichen unseres Glaubens. Die Verehrung der Eucharistie ist eine Sehnsucht, die für jeden aufrichtigen Christen ein tiefes Bedürfnis sein soll.“ Der Geistliche appellierte: „Das Fest regt uns jedes Jahr von Neuem an, den Frieden Gottes zu zeigen. Er will uns zum Segen und zum Frieden werden.“

Fronleichnam Miltach 2020 3    Fronleichnam Miltach 2020 4
     
Fronleichnam Miltach 2020 5   Fronleichnam Miltach 2020 6
 
Ursprung des Festes

Fronleichnam, das Fest des heiligen Leibes und Blutes Christi, ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. 1264 erklärte Papst Urban VI. Fronleichnam zum Fest der Gesamtkirche. Zum ersten Mal wurde Fronleichnam 1246 im Bistum Lüttich gefeiert. Die Anregung zu diesem Fest geht auf eine Vision der Heiligen Juliana von Lüttich zurück. In der Vision 1209 habe sie einen Mond mit einem dunklen Fleck gesehen. Die Nonne deutete dieses Bild so, dass der Mond das Kirchenjahr symbolisiere und der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes zur Feier des Altarsakraments anzeige.

Die Bittrufe vor der Lesung und die Fürbitten dieses Tages waren geprägt vom Lobpreis des Altarsakramentes. Gemeindereferent Franz Strigl hatte die Texte vortrefflich zusammengestellt. Alois Pielmeier als Kantor und Christian Hartl an der Kirchenorgel begleiteten die Gesänge der Anwesenden. Zur besonderen Verbundenheit mit der Kirche und der langen Tradition der Fronleichnamsprozessionen, waren einige der Ortsvereine mit ihrer Vereinsfahne und einem Vereinsmitglied zur gottesdienstlichen Feier gekommen. Am Ende der Messe wurde am Volksaltar das Allerheiligste durch den Pater ausgesetzt. Mit Gesängen (passend zum Festtag) und den Fürbittrufen, stand die Verehrung der Hostie in Brotgestalt im Mittelpunkt. Am Ende der Feier folgte der Segen, zunächst für die Gläubigen in der Pfarrkirche. Anschließend begab sich Pater Placyd Kón, zusammen mit den beiden Ministranten und den Vereinsfahnen, vor die Pfarrkirche um den Segen mit der prächtigen Monstranz über die Regentalgemeinde und seine Bewohner, in alle vier Himmelsrichtungen zu spenden.

Fronleichnam Miltach 2020 1    Fronleichnam Miltach 2020 2

 

Wenngleich es nicht die eigentliche, festliche und farbenprächtige Art war, das Fronleichnamsfest in der Regentalgemeinde zu feiern, so war man doch bemüht, so gut wie möglich diesem schönen Feiertag den passenden Rahmen zu geben.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Fronleichnam trotz Einschränkungen festlich begangen
Foto: Fronleichnam Miltach 2020

Bittwoche in den Anliegen der Gläubigen gefeiert

(24.05.2020)

Beim Schaueramt um den Segen für die Fluren und um gedeihliches Wetter gebetet

 

Am vergangenen Freitag fand der Bittgottesdienst (das traditionelle Schaueramt) in der Pfarrkirche von Miltach statt. Normalerweise verbunden mit einer Flurprozession, bei der die Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern zusammen mit ihren Eltern, sowie weitere Gläubige, dabei sind. Nicht aber in diesem Jahr. Es blieb bei einem feierlichen Bittgottesdienst. Im Verlauf der Messfeier und bei den Fürbitten beteten die Gläubigen um gedeihliches Wetter, den Erhalt der Natur und um die Gesundheit der Menschen. Gerade in der heutigen Zeit eine gute Möglichkeit um auch für ein Ende der Corona Pandemie zu beten. Nach der Eucharistiefeier setze Pfarrer BGR Augustin Sperl das Allerheiligste zum Gebet am Volksaltar aus. Nach der Litanei begab es sich dann zum Kircheneingang, um dort den Ort, die Felder und Fluren, sowie die Menschen zu segnen.

 

Bittwoche Miltach 2020 1    Bittwoche Miltach 2020 2
     
Bittwoche Miltach 2020 3   Bittwoche Miltach 2020 4

 

Waren diese Bitttage früher besonders für die vielen Landwirte wichtige Gebetstage, um eine gute Ernte und einen reichen Ertrag bei den Feldfrüchten zu beten, so besuchen diese heute nicht mehr so stark diese Messfeiern, sondern eher die vielen Gläubigen kommen mit ihren ganz unterschiedlichen Anliegen und Bitten vor den Altar. Bereits am Dienstag Abend war die erste Bittmesse vorausgegangen, diese fand heuer bei der Kapelle in Eismannsberg statt, weil auch die übliche Bittprozession nicht stattfinden konnte. Unter freiem Himmel wurde dort für den Erhalt von Gottes guter Schöpfung gebetet.

 

Zu einem späteren Zeitpunkt haben Pfarrer Augustin Sperl und Gemeindereferent Franz Strigl verschiedene Plätze unserer Pfarrgemeinde aufgesucht und den Segen üder die Felder und Fluren gespendet.

 

Bittwoche Miltach 2020 5

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Bittwoche in den Anliegen der Gläubigen gefeiert
Foto: Bittwoche Miltach 2020

Senioren verehren im Monat Mai die Mutter Gottes

(21.05.2020)

Senioren ehren die Mutter Gottes in einer Maiandacht
Zehn Sterne für Maria

Die Senioren im Seniorenheim Grassl haben sich in diesen Tagen zu einer gemeinsamen Marienfeier, im Speisesaal ihres Hauses eingefunden. Zusammen mit ihrem Pflegepersonal und der Betreuung durch Andreas Neumeier gestalteten sie eine Maiandacht. Zur Vorbereitung hatten sie ein Bodenbild gelegt, was die Sterne verdeutlichen soll. Außerdem hat jeder für sich ein eigenes Namensschild angefertigt und wunderbar geschmückt. Gemeindereferent Franz Strigl stand vor dem Gebäude und hat über Lautsprecher die Feierstunde zur Mutter Gottes geleitet. „Im sogenannten Wonnemonat Mai, wenn alles blüht und grünt, denken wir in besonderer Weise an Maria, die Mutter Jesu. Schon im Mittelalter wurde Maria liebevoll "Rose ohne Dornen" und "Schönste aller Blüten" genannt. Diese Namen beschreiben Maria als eine Frau, deren Leben aufgeblüht ist in der Liebe Gottes.“ So Franz Strigl in seiner Begrüßung. Viele Blüten hatten die Senioren zuvor rund um die Statue der Mutter Gottes gestreut.

„Wenn es am Himmel keine Wolken gibt, kann man nachts viele kleine Sterne entdecken. Sterne zeigen, dass mit Jesus ein Stück vom Himmel auf die Erde gekommen ist. Maria war auch wie ein großer Stern, der Licht, Leben und Wärme in unsere Welt gebracht hat. Sie wollen wir heute ehren und preisen.“ Nach diesen Worten des Gemeindereferenten legten die Heimbewohner die Sterne und ihre eigenen Namensschilder zu Füßen der Mutter Gottes-Figur ab. Sie beteten die Litanei zur Mutter vom guten Rat und den Angelus. Mit dem Segensgebet schlossen die anwesenden Gläubigen alle Mitbewohner und die eigenen Familien in das Gebet mit ein. Das Lied „Segne du Maria“ beendete schließlich die Feierstunde.

Text und Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Senioren verehren im Monat Mai die Mutter Gottes
Foto: Senioren verenren die Mutter Gottes Miltach

Maiandachten prägen das Kirchleben in dieser Zeit

(18.05.2020)

Die Maiandacht beim Jägerkreuz, auch heuer das Zeugnis zu Ehren der Mutter Gottes
Gläubige fanden wieder den Weg zum Gedenkkreuz über dem Regental

 

Der Maiandacht Termin schlecht hin, den sich so mancher Miltacher nicht entgehen lässt. Auch wenn die Corona Pandemie das Land einschränkt, so war es doch möglich diese besondere Marienfeier durchzuführen.

Ein würdiges Zeugnis tiefer Marienverehrung sind die vielen Maiandachten, welche Land auf Land ab den Wonnemonat Mai und das Dorfleben in vielen Gemeinden prägen. Überall werden sie an Wegkreuzen, in Kapellen und an Gedenkplätzen abgehalten und zeugen von der tiefen Marienverehrung und der Frömmigkeit zu Ehren der Gottesmutter Maria. Auch bei einer Maiandacht, die am vergangenen Sonntag Abend am Miltacher Hausberg, dem Jägerkreuz stattfand, haben an die 48 Gläubige aus der Pfarrgemeinde und den umliegenden Orten, ein solches Zeichen der Marienverehrung abgelegt. Bereits viele Jahrzehnte gehört diese Feier in freier Natur zum festen Bestandteil des Kirchenjahres.

Maiandacht Jägerkreuz 2020 1Weitblick vom Jägerkreuz 2020

  

Seniorenmaiandacht Miltach 2020Seniorenmaiandacht Miltach

 

Bei schönem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, war es für die Verantwortlichen eine Freude, dass der Sonntag zu einem so schönen Tag wurde und die Andacht abhalten werden konnte. Die herrliche und klare Fernsicht war die Belohnung für den Aufstieg. Die Erwachsenen und Kinder hatten den rund 40minütigen Fußmarsch zum Gebetsplatz auf sich genommen, um bei der gemeinsamen Feierstunde den Lob Mariens in Gebeten und Liedern anzustimmen. Mit ausreichend Abstand zu seinem Nebenan und mit Mund- und Nasenschutz ausgestattet, konnte Gemeindereferent Franz Strigl die Gläubigen begrüßen. In wunderschönem, sattem Grün schimmerte das Regental, sowie der Ort Miltach den Betrachtern entgegen. Die Maifeier wurde mit besinnlichen Texten zur Gottesmutter Maria und zur Schöpfung Gottes von Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl gestaltet. Das Leben Mariens und ihre Verehrung in Form der vielen Blumen und Blüten waren der Grundtenor dieser würdigen Andacht. Die bekannten Marienlieder, welche gemeinsam angestimmt wurden, und die Melodien vom Tonband gereichten zum Lob und Preis Mariens.

Der interessante und weite Rund-um-Blick über den Ort im Regental und die Höhenzüge darüber, bis nach Rattenberg und Harrling, schenkte den Anwesenden einige Minuten der Ruhe und Besinnung. Vor 49 Jahren, 1971, wurde das Kreuz durch eifrige Jäger und unter der Mithilfe einiger weiterer Männer aus der Gemeinde Miltach, um den Himmelfahrtstag an diesem Platz, auf dem Grund der Familie Karl (Plarnhof), aufgestellt. Aus diesem Anlass heraus durfte auch während der Andacht ein Totengedenken, in Erinnerung an die verstorbenen Jagdpfleger, nicht fehlen.

 

Maiandacht Widderberg 2020

Maiandacht beim Widderberg in Oberndorf

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl und Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Maiandachten prägen das Kirchleben in dieser Zeit
Foto: Maiandacht Jägerkreuz 2020

Florianitag trotz Corona-Pandemie mit Segnung der Einsatzfahrzeuge verbunden

(05.05.2020)

Feuerwehren ehren trotz Corona den Heiligen Florian

Zwei Gemeindefeuerwehren begingen zum 25. mal in besonderer Weise den Gedenktag des Schutzpatrons

 

Als überall bekannter Schutzpatron der Feuerwehren und der Personen im Rettungseinsatz genießt der Heilige Florian in den Kreisen von Feuerwehr und Rettungsdienstwesen einen ganz besonderen Stellenwert. Und dass der Heilige seit vielen Jahren auch in der Regentalgemeinde Miltach eine besondere Verehrung erfährt, hat sich wiederum in der Feier des „Florianitages“ gezeigt. Trotz der Corona-Pandemie und dem Verbot von öffentlichen Gottesdiensten wurde an den Schutzpatron bei den Eucharistiefeiern an Wochenende gedacht. Am vergangenen Sonntag Vormittag wurden die Einsatzfahrzeuge der beiden Feuerwehren Miltach und Oberndorf dann auch noch gesegnet. Bereits zum 25. Mal wurde dieser Gedenktag in der Regentalgemeinde gefeiert. Hätte man dieses Jubiläum dorch gerne im üblichen Rahmen gefeiert, was jedoch leider in diesem Jahr nicht möglich war.

 

Am Wochenende wurde bei den Gottesdiensten in den Fürbitten um den Schutz und die Hilfe, für die im Einsatz befindlichen Menschen, gebetet. Eine lange Tradition ist es, dass an diesem Tag auch wieder eine neue Florianikerze gestiftet wurde. Diesem Wunsch wurde auch in diesem Jahr nachgegangen und so hatte Dieter Beier wieder eine schön verzierte Kerze an die Miltacher Pfarrkirche übergeben. Diese Kerze wurde am Anfang des Sonntagsgottesdienstes schließlich durch Pfarrer BGR Augustin Sperl gesegnet und danach entzündet.

 

Florianitag Miltach 2020    Florianitag Miltach 2020

 

Nach dem Gottesdienst traf man sich dann auf dem Parkplatz vor der Pfarrkirche, um die Einsatzfahrzeuge, die technischen Gerätschaften und damit stellvertretend auch ihre Mannschaften der Feuerwehren zu segnen. Nach einem Dankgebet und den Fürbitten spendete Pfarrer Sperl den kirchlichen Segen mit geweihtem Wasser und Weihrauch. In seinen kurzen Dankesworten drückte der 1. Kommandant und Vorsitzende Johannes Bergbauer seine Freude darüber aus, dass man trotz der Beschränkungen den Segen über die Einsatzfahrzeuge und die Mitglieder der Feuerwehren gespendet bekommen hatte und so die jahrelange Tradition des Florianitages aufrecht gehalten werden konnte. Er hob auch das harmonische Miteinander von Feuerwehr und Kirche heraus. Durch die gegenseitige Unterstützung und das Gebet konnte in den vergangenen Jahren segensreiche Arbeit, zum Wohle der ganzen Pfarrgemeinde, geleistet werden.

 

   

 

Text u. Bilder/Video: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Florianitag trotz Corona-Pandemie mit Segnung der Einsatzfahrzeuge verbunden
Foto: Florianitag Miltach 2020

Schutzmaßnahmen bei öffentlichen Gottesdiensten in unserer Pfarrgemeinde

(03.05.2020)

Pfarrgemeinden haben sich auf Gottesdienste während Corona vorbereitet

Ab sofort sind wieder öffentliche Messen möglich – Nicht mehr als 50 Gläubige und ausreichend Schutzmaßnahmen

 

Es sind über sechs Wochen vergangen, in denen wegen der derzeitigen Corona Pandemie in den beiden Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach auf die liebgewonnenen Gottesdienste, mit der ganzen Pfarrgemeinde, verzichtet werden musste. Nur im ganz kleinen Kreis war es möglich, die Eucharistie zu feiern. Von Seiten der Kirchengemeinden war man jedoch immer bemüht, alle Gläubigen in die Gottesdienstfeiern in Gedanken und im Gebet mit ein zu beziehen. Auch die Kartage und das Osterfest waren nicht so, wie man es bisher immer gewohnt war. Schmerzlich musste auf lieb gewordene Traditionen und Feierlichkeiten verzichtet werden.

 

Ab sofort wird von Seiten der Bayerischen Staatsregierung und des Ordinariates in Regensburg wieder gestattet, in angemessenem Rahmen die Gottesdienste und andere Feiern in den beiden Pfarrkirchen und im Freien zu begehen. Dabei müssen jedoch gewisse sicherheitsrelevante Vorkehrungen, zum Schutz der Gesundheit aller, eingehalten werden. Unter Beachtung der Diözesanen Anweisungen für die Liturgie ab dem 4. Mai, zur Einhaltung der staatlichen Infektionsvorschriften, ist folgendes zu beachten:

 

Corona Schutz Miltach Teil 1

Bildquellen: unbekannt

  

Corona Schutz Miltach Teil 2

 

 

In Miltach und Blaibach konnten 50 Plätze in der Kirche ausgewiesen werden, welche von den Gläubigen eingenommen werden dürfen. Es muss stets gewährleistet werden, dass zwischen den Personen 2 Meter Abstand besteht. Familien (im gemeinsamen Haushalt) dürfen beisammensitzen. Die möglichen Plätze (und auch Stühle) sind farbig markiert bzw. frei zugänglich. Dazwischen bleiben immer ein bis zwei Kirchenbänke frei. Maiandachten und andere Feiern sind auch wieder möglich, es gelten jedoch in den Kapellen dieselben Bestimmungen. 2 Meter Abstand und es dürfen sich maximal 50 Personen im Freien versammeln. Hier gilt ein Mindestabstand von 1,5 Meter. Die Gottesdienstbesucher werden dringend gebeten, den erforderlichen Abstand einzuhalten. Für jede Kirche gilt eine Zugangsbeschränkung, die den nötigen Abstand zwischen den Teilnehmenden garantiert. Dazu wurde durch Pfarrer BGR Augustin Sperl eine maximale Anzahl von Gläubigen und liturgischen Dienern festgelegt, die geeignet ist, die Infektionsschutzregeln, vor allem die Abstandsregel nach allen Seiten, einhalten zu können. Da eine Beschränkung unerlässlich ist, kann das aber auch bedeuten, dass wenn am kommenden Wochenende je mehr als 50 Gottesdienstbesucher zu den Sonntagsgottesdiensten kommen, es später ein Kartensystem geben wird. Dies sieht vor, dass verschiedenfarbige Teilnahmekarten ausgegeben werden, die während der Woche in den Kirchen aufliegen und von dort abgeholt werden können. Diese berechtigen dann zum Zutritt für den jeweiligen Gottesdienst. Sollte die Zahl von 50 Gläubigen erreicht werden, ist nicht auszuschließen, dass ein Zutritt in die Kirche dann nicht mehr möglich ist. Für Gläubige, die auf persönliche Weise nicht an der Sonntagsmesse teilnehmen können, sondern sich über Medien oder durch persönliches Gebet mit der Sonntagsmesse verbinden wollen, gilt die Sonntagspflicht damit weiterhin als erfüllt.

 

Während der Messfeier haben Gläubige ab 6 Jahren eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Diese eigene Schutzbedeckung ist selbst von zuhause aus mitzubringen. Alleine dem liturgischen Dienst, der Textbeiträge und die Predigt verkündet, ist es gestattet, diesen Schutz abzunehmen. Schon beim Betreten der Pfarrkirche sind an einer Desinfektionsstation die Hände zu desinfizieren. Die Kirchentüren bleiben zu Beginn und zum Ende des Gottesdienstes offen fixiert, sodass diese nicht berührt werden müssen. Aus gesundheitlichen Gründen wurden die vorhandenen Gebetbücher aus den Kirchenbänken entfernen. Das eigene Gebetbuch ist von zuhause aus mitzubringen. Von Seiten des Liturgischen Dienstes und des Sakristei-Dienstes werden alle Schutzvorkehrungen für den Gesundheitsschutz eingehalten. Das regelmäßige Händewaschen ist dabei eine unverzichtbare Maßnahme. Die Hostien bleiben während der Messfeier im abgedeckten Kelch. Bei der Kommunionausteilung treten die Gläubigen in ausreichendem Abstand und Bankweise an die Markierung im Mittelgang der Pfarrkirche heran. Der Priester wird die Hostie (ohne die üblichen Worte), unter Einhaltung des erforderlichen Abstandes, in die ausgestreckte Hand legen. Das Segenszeichen für Gläubige, die nicht die Kommunion empfangen (z.B. für Kinder), wird ohne Berührung mit Abstand als Handsegen gegeben. Am Ende der Messfeier sollen die Gläubigen in ausreichendem Abstand die Pfarrkirche wieder verlassen. Also die Bankreihen von hinten her, der Reihe nach, zu verlassen. Die Pfarrgemeinde ist vom Gesetzgeber angehalten, entsprechende Personen (Ordner / Helfer) einzuteilen. Diese werden bei Fragen gerne unterstützen.

 

Alle diese Informationen sind im neuen Pfarrbrief, der in beiden Pfarrkirchen aufliegt oder im Internet zum Download bereitsteht, ausführlich beschrieben. Auf andere sakramentale Handlungen (Taufe, Hochzeit, Beerdigung, Krankensalbung und Krankenkommunion) wurde im aktuellen Pfarrbrief auch genau eingegangen. Bei Fragen stehen das Pfarrbüro in Miltach und Blaibach während den üblichen Öffnungszeiten per Telefon oder Mail gerne zur Verfügung.

 

Corona Schutz Miltach    Corona Schutz Miltach

 

Für die größeren Feiern, die bereits geplant waren oder noch bevor stehen wurde ebenfalls schon folgendes festgelegt. Erstkommunion und Erstbeichte finden zu einem späteren Zeitpunkt statt, auf alle Fälle nicht vor dem 31. August. Die im Amtsblatt Nr. 10 vom 12. Dezember 2019 bekanntgegebenen Firmungen für das Jahr 2020 werden ausgesetzt. Alles Weitere wird im Rahmen der Planung der Firmtermine für das Jahr 2021 geregelt. Das heißt, dass die Firmung in Miltach und Blaibach erst 2021 stattfinden wird. Das Fronleichnamsfest wird unter Einhaltung der Vorgaben in Blaibach am Donnerstag, 11. Juni und in Miltach am Sonntag, 14. Juni mit einer feierlichen Eucharistiefeier begangen, an deren Ende das Allerheiligste auf dem Altar zu einer gemeinsamen Anbetung ausgesetzt wird. Nach dem Segen der Gläubigen in der Kirche wird der Priester während des gesungenen TeDeum alleine mit dem Allerheiligsten vor den Eingang der Kirche ziehen und den Ort dort in alle vier Himmelsrichtungen mit dem Allerheiligsten segnen. Eine Prozession wird es nicht geben. Bittgänge/Flurumgänge werden in ähnlicher Form begangen: Die Messe wird in diesem Anliegen gefeiert, am Ende wird der Priester mit der Monstranz mit dem Allerheiligsten den Ort und die Fluren segnen. Es ist auch eine Messfeier im Freien (wie oben geregelt: max. 50 Personen, 1,5 m Abstand) möglich. Andere Prozessionen und gemeinschaftliche Wallfahrten können derzeit nicht stattfinden. Die Verantwortlichen bitten alle Gläubigen die Aushänge Mittels Plakaten in den beiden Pfarrkirchen zu beachten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach mit Auszügen aus der Bestimmung

[Corona Vorkehrungen Pfarrei Miltach]

Foto zur Meldung: Schutzmaßnahmen bei öffentlichen Gottesdiensten in unserer Pfarrgemeinde
Foto: Corona Schutz Pfarrei Miltach

Die Kar- und Ostertage standen ganz im Zeichen der Corona Krise

(14.04.2020)

"Die Auferstehung Jesu ist die Quelle christlicher Hoffnung und Zuversicht"

Die Tage Gründonnerstag und Karfreitag, sowie die Osterfesttage wurden in Miltach und Blaibach unter Ausschluss der Gläubigen gefeiert – Ein Fest das in die Geschichte eingehen wird

 

Dieses Osterfest und die vorangegangenen Kartage werden in die Geschichte eingehen und vielen Gläubigen lange in Erinnerung bleiben. Unter der Corona Viruspandemie war es nicht möglich, sich in großer Zahl in den beiden Pfarrkirchen in Miltach und Blaibach zu versammeln. Dabei an das Leiden und Sterben Jesu zu erinnern und im Gebet und dann am Ostermorgen, in die Freunde der Auferstehung Christi, gemeinsam in das Osterlob einzustimmen. Diese österlichen Festtage (Gründonnerstag, Karfreitag und das Osterfest) bilden üblicherweise den Höhenpunkt des Kirchenjahres für alle Katholiken und sind die wichtigsten Feiertage das ganze Kirchenjahr hindurch, jedoch nicht in diesem Jahr. Nur im ganz kleinen Rahmen, ohne die jungen und erwachsenen Gläubigen wurden die gottesdienstlichen Feiern in den beiden Regentalgemeinden zelebriert.

 

Die Kartage
Am Gründonnerstag hatte sich eine ganz kleine Gruppe im Pfarrheim in Blaibach eingefunden, um die Feier des Gedächtnisses an das letzte Abendmahl, in einer sehr würdevollen Eucharistiefeier, zu begehen. Pfarrer BGR Augustin Sperl war es ein besonderes Anliegen, auch in dieser Situation an das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, vor mehr als 2000 Jahren, zu erinnern. In den verbindenden Texten und in der Predigt ging der Geistliche auf den tiefen Sinn dieser Messfeier, den Ereignissen um Jesu Leiden am Ölberg und der Spendung der Kommunion ein. In Gedanken war man natürlich auch mit den 26 Kommunionkindern aus den beiden Pfarrgemeinden verbunden, die sich eigentlich auf ihre „Stillen Kommunion“ an diesem Abend gefreut hätten, was nun jedoch nicht möglich war.    Ostern 2020 Miltach 11

Sie hätten dann erstmals an den Tisch des Herrn treten und die Eucharistie, unter den Gestalten von Brot und Wein, empfangen dürfen. Nach der Feier des Messopfers wurde das Allerheiligste vom Priester in einer Monstranz ausgesetzt und zur kurzen Anbetung den Gläubigen gezeigt. Die sogenannten „Ölbergwache“, an der sich jeweils die kirchlichen Vereinigungen des Katholischen Frauenbundes und der Marianischen Männerkongregation beteiligen, musste in diesem Jahr gänzlich abgesagt werden.

 

Am Karfreitagvormittag waren die Gläubigen zum Kreuzweg – Gebet aufgerufen. Über die Internetseiten der beiden Pfarrgemeinden gestalteten Franz Strigl und Christian Röhrl eine Gebetsbetrachtung in Videoform. Viele Gläubige nutzten diese Gelegenheit, um zuhause in der Familie die Bilder zu betrachten und das Gebet zu pflegen. Da die Kirche an diesem Tag keine Eucharistiefeier kennt, fand am Nachmittag um 15 Uhr, zur Todesstunde Jesu, in der Pfarrkirche in Miltach die Karfreitagsliturgie statt. In wiederum ganz kleinem Rahmen leitete Pfarrer Augustin Sperl diese Gedenkfeier, in der an den Kreuzestod Christi erinnert wurde. Die verbindenden Texte las Gemeindereferent Franz Strigl. Zunächst wurden die anwesenden und die über Livestream verbundenen Gläubigen durch das Vortragen der Lesung und der Passionsgeschichte aus dem Johannes-Evangelium auf die Ereignisse dieses Karfreitages eingestimmt.

 

Ostern 2020 Miltach 1    Ostern 2020 Miltach 2

 

Die folgenden großen Fürbitten bilden einen wichtigen Bestandteil dieser Feierstunde. Aus gegebenem Anlass hatte die Kirche in diesem Jahr eine außergewöhnliche Fürbitte zum Schutz vor der Virusausbreitung eingefügt. Nach der Enthüllung des Vortragekreuzes durch den Geistlichen und dessen Verehrung, schlossen sich die wenigen anwesenden Gläubigen an. Nach der Kommunionfeier fand die liturgische Stunde ihren Abschluss mit der Grablegung und der Aussetzung des Allerheiligsten über dem Heiligen Grab. Aus Rücksicht auf genügend Abstand zwischen den Betenden hatte man sich in Miltach heuer dazu entschlossen, das Heilige Grab nicht in der benachbarten Seelkapelle, sondern in der Pfarrkirche aufzubauen. Dort hatte die Mesnerfamilie Röhrl mit zahlreichen weißen Hortensien und einem gelb/weißen Blumenarrangement, im Schein zahlreicher Kerzen, einen herrlichen Rahmen erstellt, um betend oder meditierend einige Zeit dort zu verbringen. Was von den Gläubigen auch sehr gut angenommen wurde. Die Feiern an den beiden Kartagen wurden von Annemarie Koppitz, Simon Meier und Ludwig Baumgartner als Kantoren gesanglich begleitet.

 

Osterfest

Am Karsamstag Abend um 20.30 Uhr, als es schon dunkel wurde, erneut gerufen durch die Karfreitagsratschen, versammelte sich ein ganz kleiner Kern von Gläubigen aus den beiden Kirchengemeinden im Dunkel des Miltacher Gotteshauses, um die Osternachtfeier zu begehen und der Auferstehung Jesu zu gedenken. Vor dem Volksaltar segnete Pfarrer BGR Augustin Sperl die beiden neuen Osterkerzen für Miltach und Blaibach. In einer schlichten Zeremonie entzündete er die wiederum von Hand wunderschön verzierten Kerzen. Von den beiden Kerzen aus wurden dann auch die vielen Kerzen an den Altären angezündet und tauchten so den Kirchenraum in ein gelblich schimmerndes Licht. Von der Mesnerfamilie Röhrl und der Mithilfe von Gemeindereferent Franz Strigl wurde die Kirche wieder wunderbar geschmückt. Nach dem festlichen Exsultet, dem großen Osterlob, trugen die Lektoren in verschiedenen Lesungen aus dem Alten Testament, die überaus wechselvolle Geschichte des katholischen Kirche und des Israelitischen Volkes vor, ehe beim Gloria in das freudige Osterlob eingestimmt wurde und  dann auch wieder alle Glocken vom Kirchturm erklangen, welche seit dem Gründonnerstag verstummt waren. Ludwig Baumgartner und Simon Meier sangen als Kantoren die Psalmen jeweils vor den Lesungen. In seiner Osterpredigt verdeutlichte Pfarrer Augustin Sperl die Ostertage und die Auferstehung Jesu als den eigentlichen Mittelpunkt des Glaubens. Dabei war auch die aktuelle Corona Ausbreitung und das dadurch sehr eingeschränkte Glaubensleben ein Thema. „Wir feiern Ostern und eine Pandemie unvorstellbaren Ausmaßes bringt unser aller Leben, ja die ganze Weltwirtschaft  vollkommen durcheinander. Und davon ist auch die Kirche in ihren Grundvollzügen betroffen. Gottesdienste ohne Gemeinde,  Sakramenten-Spendung nur im Notfall. Die Kirche unterwirft sich den staatlichen Vorgaben und sperrt zu.  Sie ist im Gegensatz zu Supermärkten, wo sich nach wie vor viele Menschen begegnen, nicht systemrelevant. Trotzdem gilt es die Gesundheit von Menschen zu schützen; ein Akt der Nächstenliebe.

 

Ostern 2020 Miltach 6    Ostern 2020 Miltach 3
     
Ostern 2020 Miltach 4   Ostern 2020 Miltach 5

 

Und wie wird es weiter gehen fragt sich Pfarrer Sperl: „Ich möchte Kardinal Schönborn aus Wien zitieren der in einem Interview am 5. April sagte <>

 

Auch heute wirkt Jesus trotz Corona in unser Leben

Der Arzt Julian Urban (38 Jahre alt) aus der Lombardei in der Stadt Bergamo, einem Gebiet in Norditalien, das besonders viele Kranke und Tote zu beklagen hat, legte in diesem Tagen ein bewegendes Zeugnis ab. Dieser berichtete: <

 

Gestern starb der 75jährige Priester, der trotz seines Zustandes es geschafft hat, uns einen Frieden zu geben, den wir nicht mehr zu finden hofften. Ich bin glücklich, durch diesen Priester und seinen Glauben, zu Gott zurückgefunden zu haben, während ich vom Leiden und Tod meiner Mitmenschen umgeben bin.>>

 

„Womit hat  dieser Priester beeindruckt?“ fragte Pfarrer Sperl. „Er hat die Haltung von Ostern gelebt. Papst Franziskus sagte, Ostern ist nicht nur ein Fest, sondern Ostern ist eine Haltung.“ Das Leben geht über diese sichtbare Welt hinaus. „Wir haben Hoffnung auf das Ewige, durch alle Sterblichkeit hindurch. Die Auferstehung Jesu ist die Quelle christlicher Hoffnung und Zuversicht. Österliche Haltung ist die unerschütterliche Hoffnung, dass der barmherzige Gott seine Geschöpfe auch im Tod trägt und lebendige Zukunft schenkt.“

 

Bei der folgenden Tauferneuerung segnete der Geistliche das Osterwasser. Der Priester sprengte das geweihte Wasser dann im leeren Kirchenraum aus. Am Ende der festlich gestalteten Eucharistiefeier segnete der Priester die Speisen von Brot, Eiern, Salz, Fleisch und den Wein. Den ganzen Tag über hatten die Gläubigen ihre Körbchen zur Pfarrkirche gebracht, gut verpackt, um sie bei der Osternacht segnen zu lassen. Tags darauf war es dann möglich, im Kreis der Familien die gesegneten Speisen zu verzehren. Die Gläubigen nahmen auch das Osterlicht mit nach Hause, in dessen Schein sie in ihrer häuslichen Tischgemeinschaft Ostermahl hielten. Außerdem wurden kleine Weihwasserfläschchen mit Osterwasser abgefüllt und standen gratis zum Mitnehmen in beiden Pfarrgemeinden bereit.

 

Ostern 2020 Miltach 7    Ostern 2020 Miltach 8
     
Ostern 2020 Miltach 9   Ostern 2020 Miltach 10

 

Zu den weiteren Ostergottesdiensten am Sonntagvormittag und am Ostermontagvormittag feierte man die Heilige Messe im Pfarrheim in Blaibach. Auch die dort abgelegten Osterspeisen wurden von Pfarrer Sperl gesegnet. Damit es vielen Gläubigen möglich war, trotz der Einschränkungen an den Gottesdiensten in der eigenen Pfarrgemeinde teil zu nehmen, wurden die liturgischen Feiern durch Kirchenpfleger Christian Röhrl gefilmt und per Livestream im Internet übertragen. In Summe wurden die Filme an diesem Osterwochenende (von Palmsonntag bis Ostermontag) über 1.400mal aufgerufen. Ein freudiger Beweis dafür, dass die Pfarrangehörigen so die Verbindung zur Messfeier in der eigenen Kirchengemeinde aufrechterhalten konnten. Der Dank von Pfarrer Sperl richtete sich an alle Engagierten, die sich trotz der Virusgefahren, zu den Diensten als Mesner, Lektor, Kantor oder Organist in die Pflicht haben nehmen lassen und an den Messfeiern, stellvertretend für die Gläubigen aus den beiden Pfarreien, aktiv teilgenommen haben.

 

Ostern 2020 Miltach 12    Ostern 2020 Miltach 14

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Osterpredigt von Pfarrer Sperl]

[Videoaufzeichnungen der Gottesdienste]

Foto zur Meldung: Die Kar- und Ostertage standen ganz im Zeichen der Corona Krise
Foto: Ostern 2020 Miltach

Kar- und Osterfesttage müssen getrennt in der Kirche und Zuhause gefeiert werden

(08.04.2020)

Die kommenden Osterfesttage werden nicht so sein, wie wir sie alle kennen

 

 

Die Kartage und die Osterfesttage werden auch in der Pfarrgemeinde Miltach nicht so sein, wie es in den vergangenen Jahren fester Brauch war. Die Corona Pandemie zwingt alle, auch die Kirche, zu außergewöhnlichen Einschränkungen und das Umsetzen bestimmter Maßnahmen.

 

Die Gläubigen sind aufgerufen, diese besonderen Tage vom heutigen Gründonnerstag bis zum Ostermontag bei sich zuhause in angemessener Weise zu begehen. Die Verantwortlichen in der Miltacher Pfarrgemeinde haben jedoch dafür gesorgt, dass es trotzdem möglich ist, in erlaubtem Rahmen diese kommenden Tage mitzufeiern.

 

Abendmahlsfeier ohne die Kommunionkinder

Am heutigen Gründonnerstag ist am Nachmittag von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr nochmal eine Beichtgelegenheit bei Pfarrer BGR Augustin Sperl. Nicht im Beichtstuhl jedoch in der Ministrantensakristei, wo ausreichend Abstand gewährleistet ist. Am Abend um 19 Uhr ist die Feier zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, ohne das mit dabei sein der Öffentlichkeit, im Pfarrheim in Blaibach. Leider ist es nicht möglich, dass die 15 Kommunionkinder aus der Pfarrgemeinde Miltach ihre stille Kommunion empfangen können. Ab dem Gloria dieser Messfeier bis zur Osternachtfeier werden auch die Glocken verstummen und nur noch das Ratschen vor der Pfarrkirche wird zum Gebet erinnern. Die darauffolgende Ölbergandacht, vor dem ausgesetzten Allerheiligen, welche immer vom Frauenbund und von der Marianischen Männerkongregation gestaltet wurden, muss in diesem Jahr leider entfallen. Die Gläubigen sind privat bei sich zuhause aufgerufen, die Gebete zur Angst Jesu im Garten Getsemani zu beten. Hilfreiche Texte dafür liegen in der Pfarrkirche auf, können der Pfarreihomepage entnommen werden oder sind im Gotteslob unter der Nummer 938 zu finden.

 

Ostern Miltach 2019    Ostern Miltach 2019

 

Am Karfreitag sind die großen und kleinen Gläubigen aufgerufen am Vormittag, zusammen in der Hausgemeinschaft, den Kreuzweg zu beten, um dabei an die Leidensweg Jesu vom Palast des Pilatus bis zum Hügel Golgota zu gedenken. Ohne das Mitwirken der Öffentlichkeit findet dann auch am Nachmittag um 15 Uhr in der Miltacher Pfarrkirche die Karfreitagsliturgie statt. In deren Verlauf die Passion vorgetragen wird und die großen Fürbitten gesprochen werden. Das Besondere in diesem Jahr: es wurden zwei weitere Fürbitten zur Corona Viruspandemie hinzugefügt. Danach folgen die Kreuzverehrung und die Kommunionfeier. Die Grablegung schließt die Feier ab. Ab ca. 16.30 Uhr haben die Gläubigen die Gelegenheit im persönlichen Gebet die Pfarrkirche zu besuchen und vor dem Heiligen Grab bis 20 Uhr zu beten. Das Grab wird jedoch in diesem Jahr aus Platzgründen nicht in der Seelenkapelle aufgebaut, sondern vor dem Volksaltar in der Pfarrkirche. So haben alle die Möglichkeit, unter Wahrung des persönlichen Abstandes untereinander, in stille und im persönlichen Gebet eine Zeit dort zu verweilen. Das Allerheiligste befindet sich an seinem angestammten Platz im Tabernakel. Die Mitglieder des Frauenbundes und auch der Männerkongregation sind zum Gebet am Heiligen Grab aufgerufen.

 

Auch am Karsamstag besteht die Möglichkeit ab 9 Uhr das Heilige Grab zu besuchen. Um 20.30 Uhr beginnt schließlich in Miltach die Osternachtfeier (ohne die Öffentlichkeit). Bei dieser Feier werden die beiden Osterkerzen für die Kirchen in Miltach und in Blaibach gesegnet. Nach dem Exsultet und den Fürbitten mündet die Feier ein in das festliche Gloria, bei dem die Kirchenglocken wieder zu hören sein werden. Anschließend erfolgt die Ansprache von Pfarrer Sperl und danach die Segnung des Osterwassers. Am Ende der Feier werden dann noch die Speisen gesegnet. Damit die Gläubigen auch zuhause das Osterfest in rechter Gesinnung begehen können, wird das Osterwasser in kleine Fläschchen abgefüllt und kann am Ostersonntag, zusammen mit dem Osterlicht von der Osterkerze, in der Nähe des Opferlichtständers in der Pfarrkirche abgeholt werden. Sowohl in der Osternachtfeier als auch am Ostersonntag erfolgt die traditionelle Speisensegnung. Dazu besteht die Möglichkeit diese Körbchen im Laufe des Samstages in der Pfarrkirche, die bis um 18 Uhr geöffnet sein wird, abzustellen. Zu beachten ist allerdings, dass die Speisen nur sicher abgedeckt (am Besten in Folie verpackt und den Hygienevorschriften entsprechend) dort bereitgestellt werden dürfen. Am Ostersonntag ab 8 Uhr können die Körbchen dann wieder abgeholt werden. Die Gottesdienste am Ostersonntag und auch am Ostermontag finden im Pfarrheim in Blaibach unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Gläubigen werden dringend gebeten die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Auf Initiative der deutschen Bischofskonferenz und auf Wunsch der Diözesanleitung wird es am Ostersonntag um 12 Uhr ein festliches Mittagsläuten geben, zum einen über die Freude des Osterfestes zum anderen aber auch um Schutz und Hilfe des Auferstandenen Christus in dieser besonderen Zeit der Einschränkungen und der Virus Pandemie.

 

Ostern Miltach 2019    Ostern Miltach 2019

 

Gottesdienste im Internet

Über die Homepage der Pfarrgemeinde (www.pfarrei-miltach.de) wird es möglich sein. Die Gottesdienste mitzuverfolgen. Es wird der Versuch gestartet, in einem Livestream den Gläubigen die möglich zu schenken, direkt heute Abend am Gründonnerstagsgottesdienst ab 19 Uhr in Blaibach und an der Karfreitagsliturgie am morgigen Karfreitag ab 15 Uhr in Miltach dabei zu sein. Auch die Osternachtfeier am Abend des Karsamstages ab 20.30 Uhr in Miltach und der Festgottesdienst am Ostersonntag ab 9 Uhr im Pfarrheim in Blaibach werden live gesendet. Sollte die Übertragung nicht möglich sein oder abbrechen, werden die Feierlichkeiten im Anschluss an die Feier auf der Homepage abrufbar sein. Außerdem bestehen weitere Möglichkeiten, die Gottesdienste aus dem Dom in Regensburg oder aus Rom mitzuverfolgen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kar- und Osterfesttage müssen getrennt in der Kirche und Zuhause gefeiert werden
Foto: Heiliges Grab Miltach 2019

Palmsonntag 2020 leider ohne Gläubige festlich gefeiert

(05.04.2020)

Mit dem Palmsonntag hat die Karwoche in Miltach und Blaibach begonnen

 

In diesem Jahr ist alles ganz anders. Es scheint schon sehr seltsam an, wenn die kirchlichen Feiern ganz ohne das mit Dabeisein der Gläubigen passieren. Die derzeitige Virus-Pandemie lässt es einfach nicht zu, den Palmsonntag in der gewohnten, feierlichen Art, mit Palmsegung, Palmprozession zur Pfarrkirche und dem anschließenden Familiengottesdienst zu feiern. Wegen dem Versammlungsverbot wurde die festliche Feier trotzdem in der Miltacher Pfarrkirche mit einem Gottesdienst begangen. Am Samstag Nachmittag versammelte sich dazu ein ganz kleiner Kreis im Gotteshaus.

 

Nach den Worten von Pfarrer BGR Augustin Sperl waren die zurückliegenden fünf Wochen religiös von Umkehr und Buße geprägt. Aber auch von der Angst und dem Kummer um die Ausbreitung der Virusinfektion. „Mit dem Palmsonntag treten wir ein in die Heilige Woche. Es wird in diesem Jahr nicht so sein, wie wir es all die Jahre gewohnt waren. Die bevorstehenden Tage führen uns jedoch immer wieder neun hin zum letzten Abendmahl, zur Kreuzigung und dann zur Auferstehung Jesu Christi“. Wir werden in den kommenden Tagen Schritt für Schritt mit hinein genommen in dieses österliche Geheimnis. Mit dem freudigen Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem am Palmsonntag, dem Abendmahlssaal und der Angst im Garten Getsemani am Gründonnerstag. Dann der Verurteilung Jesu und seiner Kreuzigung am Karfreitag und zur Grabestrauer am Karsamstag. Und schließlich feiert die Kirche die siegreiche Auferstehung Jesu, welche in die Osterfreude am kommenden Ostersonntag mündet. Wenngleich nicht in großer Gemeinschaft, aber trotzdem über die Medien verbunden im Gebet. Eine schöne Besonderheit waren an diesem Wochenende die von den Erwachsenen und Kindern tags zuvor zur Pfarrkirche gebrachten Palmburschen. Alle verziert mit bunten Bändern und Schleifen. In der Kirche abgelegt konnten die grünen Buschen ihren Segen zum Palmsonntag erhalten. Nach der Überlieferung sind dies Zeichen des Friedens, des Lobes und der Hoffnung, so der Geistliche. Nach den Lobliedern passend zum Festtag segnete Pfarrer BGR Augustin Sperl die Palmbuschen. Im anschließenden Matthäus Evangelium wurde vom festlichen Einzug Jesu in Jerusalem berichtet.

 

Palmsonntag Miltach 2020 1    Palmsonntag Miltach 2020 2

 

Auf dem folgenden Prozessionsweg durch den Kirchenraum trug Gemeindereferent Franz Strigl das mit Palmbuschen geschmückte, jedoch bereits verhüllte Kreuz, voran. Stellvertretend für alle Gläubigen folgten Pfarrer Sperl und Lektor Gottfried Heigl. Begleitet wurde die Feierstunde durch Christian Hartl an der Orgel. Nach der Lesung wurde die Passionsgeschichte aus dem Matthäus Evangelium vorgetragen. Sie erzählte vom Leidensweg Jesu, beginnend mit dem Einzug in Jerusalem bis hin zur Kreuzigung auf Golgota. Die dann folgenden Fürbitten waren geprägt vom Bitten um Kraft und Schutz vor der Virus Pandemie und vom Gebet für die Verstorbenen. Immer in Gedanken eingebunden waren die Kommunionkinder dieses Jahres aus beiden Pfarrgemeinden. Das Kommunionbild der Kinder aus Miltach stand dazu vor dem Volksaltar. Leider ist es in diesem Jahr nicht möglich, dass die 26 Kinder aus Miltach und Blaibach am Gründonnerstag ihre stille Kommunion empfangen können. Jedoch im Gebet und in der Zuversicht, später dann einen festlichen Tag feiern zu können, werden sie mit ihren Kommuniondarstellungen mitten im Geschehen des Gründonnerstages dabei sein.

 

Palmsonntag 2020 3    Palmsonntag 2020 4

 

Weil es den Gläubigen nicht möglich war, an der Messfeier zum Palmsonntag teil zu nehmen hatten die Verantwortlichen sich darum bemüht, den Gottesdienst aufzuzeichnen. So war es möglich, später über das Internet trotzdem an der Palmsonntagsfeier in der Pfarrkirche teil zu nehmen. Die Palmzweige in Blaibach wurden am Sonntag Vormittag beim Gottesdienst im Pfarrheim von Pfarrer Sperl gesegnet.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach sowie Alexander Ziereis, Blaibach

[Video zur Gottesdienstfeier am Palmsonntag]

Foto zur Meldung: Palmsonntag 2020 leider ohne Gläubige festlich gefeiert
Foto: Palmsonntag Miltach 2020

Neuer Pfarrvikar für die kommende große Pfarreiengemeinschaft ab 01. September

(26.03.2020)

Matthias Tang wird neuer Pfarrvikar in der großen Pfarreiengemeinschaft

Für die Gläubigen in Harrling / Zandt / Altrandsberg ist er kein unbekannter

 

Neben den vielen negativen Nachrichten, welche in der letzten Zeit durch das Corona Virus bekannt gegeben werden mussten, gibt es jetzt eine gute Nachricht zu verkünden. Wie in diesen Tagen das Bischöfliche Ordinariat in Regensburg informiert hat, tritt Matthias Sonbomah Tang ab 01. September seinen Dienst in der neuen Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Harrling/Zandt – Miltach an. Den Gläubigen in den Pfarreien Harrling, Zandt und Altrandsberg ist der Priester bereits von einigen Urlaubsvertretungen sehr bekannt. Aus diesem Grund freuen sich die Verantwortlichen umso mehr, dass er jetzt die Stelle als Pfarrvikar erhalten hat.

 

Vor 2 Jahren wurde zusammen mit dem Geistlichen das Projekt „Brunnen für Ghana“ ins Leben gerufen. Mittlerweile sind hier schon viele Spenden eingegangen, sodass vor kurzem 9.000 € an Pfarrer Matthias überwiesen werden konnten. Er wird damit in seinem Heimatdorf ein modernes, solarbetriebenes Brunnenprojekt verwirklichen. Spenden sind auch weiterhin jederzeit willkommen.

 

Matthias Tang  wurde am 14. Mai 1980 in Ghana geboren. 1987 begann er seine Schulausbildung in the St. Peter’s Roman Catholic School in Tuna. Nach dem Abschluss der dortigen Schule besuchte er zuerst das Knabenseminar St. Charles in Tamale, dann das Priesterseminar St. Victor’s . Sein Berufungsjahr absolvierte er am St. Micheal Propaedeutic Seminary in Kaleo, in Ghana. Nach drei Jahren Philosophiestudium im St. Augustine Millennium Major Seminary in Tamale (2000-2003) wechselte er für ein Jahr ans St. Victor’s Major Seminary (2004) und bekam dann die Möglichkeit, sein Studium in Innsbruck weiterzuführen. Einen Deutschkurs machte er an der Universität Innsbruck (2004 -2005). Dort erwarb er im November 2009 den Magister der Theologie. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Ghana machte er sein Pastoraljahr in St. Anthony of Padua Pfarrei, Bamboi.  Die Weihe zum Diakon war am  30. März 2010. Die Priesterweihe folgte schließlich am 13. November 2010. Sein erster Dienst als Priester führte ihn als Domkaplan in die St. Anne’s Dompfarrei, Damongo. Nach der Bischofsweihe von Rev. Peter Peter Paul Angkyier, dem zweiten Bischof der Diözese Damongo, wurde er dessen Bischofssekretär (2011- 2013). Im Oktober 2013 wurde er zum Kaplan der St. Peter Canisius Pfarrei in Busunu bestellt und war gleichzeitig auch Diözesankoordinator für Bibelpastoral, Berufungspastoral und Jugendkaplan für der Diözese. Zusätzlich war er dort für zwei Schulen zuständig.  Zu seinen Ämtern kam 2016 das des Direktors für Ehe und Familienleben sowie auf nationaler Ebene des Direktionssekretärs der National Catholic Vocations Association of Ghana (Büro für Katholische Berufungspastoral). Seit November 2017, ist er wieder zurück in Innsbruck zum Doktoratsstudium in Katechetik / Religionspädagogik / Religionsdidaktik. Zudem wird er nun ab 01. September als Pfarrvikar der Pfarreiengemeinschaft BlaibachHarrling/Zandt und Miltach eingesetzt. Pfarrer Matthias wird in der Seelsorge die Feier von Gottesdiensten mitübernehmen, sie Sakramente spenden und für die Gläubigen als Ansprechpartner in den seelsorgerischen Belangen da sein. Gemeinsam mit Pfarrer BGR Augustin Sperl wechselt er sich in allen Pfarrkirchen der großen Pfarreiengemeinschaft beim Zelebrieren der Hl. Messe ab.

 

(Text und Bild: Pfarreien Miltach / Blaibach, Harrling / Zandt)

Foto zur Meldung: Neuer Pfarrvikar für die kommende große Pfarreiengemeinschaft ab 01. September
Foto: Pfarrvikar Matthias Tang

Vorstellung der Kommunionkinder war im Gottesdienst nicht möglich

(24.03.2020)

15 Kinder gehen in diesem Jahr in Miltach zum ersten Mal an den Tisch des Herrn

Beim Gottesdienst zum 5. Fastensonntag wären sie den Gläubigen vorgestellt worden – Zwei Zwillingspaare und ein Drillingspaar sind Teil der Kommunionkindergruppe

 

Leider war es in diesem Jahr nicht möglich, beim Gottesdienst am vergangenen Sonntag die Kommunionkinder den versammelten Gläubigen vorzustellen. Wegen der Corona Virus-Pandemie war es nicht gestattet, die Eucharistiefeier öffentlich zu zelebrieren. Bleibt nur zu hoffen, dass am  Sonntag den 17. Mai die jungen Christen in der Pfarrgemeinde Miltach ihre feierliche Kommunion begehen können. Dieser Tag soll für die 15 jungen Christen, aber auch für deren Familien und Verwandte, sowie für die gesamte Pfarreiengemeinschaft ein ganz besonderer und schöner Festtag werden.

 

Schon heute steht fest, dass es den 13 Mädchen und zwei Buben nicht möglich sein wird, Mitten in der Karwoche am Gründonnerstag, zum ersten Mal bei der stillen Kommunion die Heilige Eucharistie empfangen zu dürfen. „Es gibt keinen besseren Tag, als eben am Gründonnerstag, an dem Tag, an dem die Eucharistie von Jesus Christus eingesetzt wurde, zum ersten Mal an den Tisch des Herrn zu treten.“, so beschreibt es BGR Pfarrer Augustin Sperl gerne. Doch wird es in diesem Jahr anders sein. Voraussichtlich wird es eine Eucharistiefeier geben, an der nur ein ganz kleiner Kreis teilnehmen darf. Heuer ist es zudem eine ganz besondere und außergewöhnliche Gruppe von Kindern. Befinden sich doch in der Schar zwei Zwillingsschwestern und zudem noch Drillinge, die zum ersten Mal am Tisch des Herrn Platz nehmen dürfen.

 

Kommunionkinder 2020 Miltach 2

 

Und genau dieses Thema „Eingeladen am Tisch des Herrn“ spiegelt sich in der wunderschönen Tafel wider, welche die Kinder zur Vorbereitung, zusammen mit ihren Tischmüttern, im außerschulischen Kommunionunterricht, erstellt haben. Genau in diesen Treffen, die seit Januar zumeist an den Samstag stattfanden, haben sich die jungen Christen auch mit anderen Themen beschäftigt. Es wurden die Sakramente gelernt, denn die Gemeinschaft der Christen vertiefet durch die Taufe, durch die Beichte und durch die Kommunion die Gemeinschaft zu Jesus. Auch die Symbole der Christen wie etwa PAX, Engel, Herz, Kirche, Fisch und Kreuz wurden besprochen und finden sich auf den selbstgebastelten Osterkerzen der Kinder wieder. Der selbst geknüpfte Rosenkranz und sein Gebet standen genauso im Mittelpunkt, wie das gemeinschaftliche Lesen von Bibelgeschichten.

 

Wenn es noch möglich sein wird, dann wollen die Kinder beim Brotbacken noch mithelfen. Bleibt also nur noch die Hoffnung, dass die Kommunion heuer ein echtes Fest wird, nachdem die Virus-Zeit überstanden ist und die Gemeinde wieder zusammen in der Kirche feiern kann. Allein das wäre schon ein echter Grund zur Freude. Maria Schreiner, Sabine Weiß, Carmen Heer, Regina Früchtl und Birgit Kolmer hatten sich als Tischmütter sehr umfassend, zusammen mit den Buben und Mädchen, im örtlichen Pfarrheim getroffen. Die feierliche Erstkommunion Mitte Mai erstmals empfangen wollen in diesem Jahr: Julian Heer, Julian Loos, Susanne Lendl, Selina Haberl, Leni Wischmann, Leni Renz, Pia Früchtl, Helena Kolmer, Sofia, Laura und Julia Weiß, Lilly und Pauline Hartl, sowie Emma und Paula Schreiner. Bleibt nur zu hoffen, dass der Termin der Kommunionfeier möglich sein wird. Dies wird sich jedoch erst in absehbarer Zeit dann zeigen.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Maria Schreiner, Miltach

Foto zur Meldung: Vorstellung der Kommunionkinder war im Gottesdienst nicht möglich
Foto: Kommunionkinder 2020 Miltach

Die große Pfarreiengemeinschaft kommt zum 01. September

(01.03.2020)

Die große Pfarreiengemeinschaft wird zum 1. September Realität

Blaibach – Harrling / Zandt und Miltach werden dann von Pfarrer BGR Augustin Sperl geleitet

 

Was sich schon seit einigen Wochen abgezeichnet hat und bekannt ist, wurde nun am vergangenen Wochenende offiziell bestätigt. Bei allen Gottesdiensten in den drei Pfarrgemeinden Miltach, Blaibach und Harrling/Zandt wurden die Gläubigen darüber informiert, dass ab dem 01. September die große Pfarreiengemeinschaft umgesetzt wird.

 

Von Seiten des Bistums ist in der vergangenen Woche das dafür notwendige Schreiben in den betroffenen Pfarrgemeinden eigetroffen. In diesem schreibt die Diözesanleitung, dass Pfarrer Pater John Nirappel zum 01. September in den wohlverdienten Ruhestand treten und zu diesem Zeitpunkt von seinem Dienst als Pfarradministrator für Harrling-Zandt entpflichtet wird. Damit ist die Seelsorge für die betroffene Pfarrei (mit der Filiale in Altrandsberg) neu zu regeln. Wie mit BGR Pfarrer Augustin Sperl im Vorfeld bereits besprochen, wird dann auf Beschluss der Ordinariatskonferenz, die von der pastoralen Planung vorgesehene und im Dekanat Kötzting angenommene Pfarreiengemeinschaft Blaibach ­ Harrling/Zandt - Miltach gebildet und ihm als zuständigen Priester übertragen. Sitz des Pfarrers wird Blaibach sein.

 

Das Ordinariat weist jedoch mit Rücksicht auf das Alter und die Gesundheit von Pfarrer Augustin Sperl und zur Unterstützung in der dann größer werdenden Pfarreiengemeinschaft zusätzlich einen weiteren Priester aus der Weltkirche als Pfarrvikar zu. Ein Pfarrvikar ist wie ein Kaplan mit der Seelsorge betreut und unterstützt den Priester bei den Sakramenten und der Eucharistiefeier. Außerdem werden die Anweisungen für den bisherigen pastoralen Mitarbeiter von Blaibach-Miltach, Gemeindereferent Franz Strigl und den bisherigen ständigen Diakon mit Zivilberuf von Harrling-Zandt, Diakon Martin Peintinger, auf die gesamte Pfarreiengemeinschaft ausgeweitet.

 

Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen schreibt im Brief weiter: „Sicher wird durch die Zusammenführung der drei Pfarreien einiges an Umstellung und Veränderung auf den zuständigen Priester und die drei Pfarreien zukommen. Wir bitten deshalb die Gläubigen und pfarrlichen Gremien in den betroffenen Pfarreien schon heute um Flexibilität, Rücksicht und Entgegenkommen bei den Fragen, die in diesem Zusammenhang zu klären und neu zu regeln sind, damit die Last der Zusammenführung und der Neuorganisation der Gottesdienste und der Seelsorge nicht allein auf dem zuständigen Pfarrer liegt.“

 

Damit wird im September das umgesetzt, was die pastorale Planung schon seit vielen Jahren vorsieht. Drei Pfarrgemeinden und damit fünf Kirchenstiftungen, die von einem Priester geleitet werden. Neben den fünf Kirchen und weiteren Kapellen, sowie vier Pfarrheimen, wird es neben den pastoralen Mitarbeitern auch für die hier wirkenden ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Gremien von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung zu Neuausrichtungen in der Seelsorge kommen.

 

Nachdem Pfarrer Augustin Sperl den Brief der Diözesanführung vorgetragen hatte, bat er alle Gläubigen darum, sich konstruktiv und mit gegenseitigem Verständnis und auf Augenhöhe an die neue, größer werdende Aufgabe heranzuwagen. Er bat aber auch darum, im Gebet um eine gute und segensreiche Fortführung der Seelsorge in den drei Bayerwaldpfarreien zu bitten.

 

Wenn dann Anfang September die Zusammenführung der drei Pfarrgemeinden abgeschlossen sein wird, werden 5.320 Katholiken von Pfarrer Augustin Sperl, Gemeindereferent Franz Strigl, Diakon Martin Peintinger und einem Pfarrvikar betreut. Wer das Amt des Pfarrvikars bekleidet, wird in den nächsten Wochen durch das Bistum Regensburg noch bekannt gegeben. Das Pfarrgebiet erstreckt sich dann von Harras im Osten angefangen rund 16 Kilometer bis hinüber nach Birnbrunn und Dietersdorf im Westen. Die Pfarrkirchen „St. Elisabeth“ in Blaibach, „St. Martin“ in Miltach, „St. Bartholomäus“ in Harrling und „Maria Himmelfahrt“ in Zandt, sowie die Filialkirche „St. Michael“ in Altrandsberg werden für die Gläubigen jedoch auch weiterhin wichtige Ziele ihres Glaubenslebens und ihrer christlichen Überzeugung bleiben.

 

In den kommenden Wochen werden sich die Vertreter der drei Pfarrgemeinderäte und der fünf Kirchenstiftungen, zusammen mit den pastoralen Mitarbeitern treffen, um für die zukünftige erfolgreiche Fortführung der Seelsorge an den jeweiligen Orten die Weichen zu stellen. Dabei wird das gemeinsame Zusammenwirken genau so zu beleuchten sein, wie die zukünftige Ausrichtung der Gottesdienstzeiten an Sonn- und Werktagen. Pater John Nirappel wird zudem in den nächsten Monaten zusammen mit BGR Pfarrer Augustin Sperl die Übergabe der Amtsgeschäfte vorbereiten.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach u. Pfarrei Miltach

Foto zur Meldung: Die große Pfarreiengemeinschaft kommt zum 01. September
Foto: BGR Pfarrer Augustin Sperl

Fastenzeit 2020 mit dem Aschermittwoch gestartet

(27.02.2020)

Aschermittwoch in unserer Pfarrgemeinde gefeiert

 

„Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei.“ so beginnt ein altes Faschingslied. Mit diesen Einstellung eröffnete Pfarrer BGR Augustin Sperl am Aschermittwoch den Gottesdienst um 18 Uhr. „Doch für uns Katholiken beginnt an diesem ersten Tag der Fastenzeit etwas ganz Neues, das einmündet, in das Osterereignis.“ Seit alters her ist dieser Tag ein großer Fast- und Abstinenztag und der Beginn der 40 tägigen Fastenzeit. Zur Messfeier konnte der Priester neben vielen Gläubigen auch Kommunion- und Firmkinder aus Miltach und Blaibach begrüßen. Nach dem Evangelium segnete Pfarrer Sperl die Asche, die aus den Palmzweigen des vergangenen Jahres gewonnen wurde. Anschließend kamen die Gläubigen einzeln zum Altar um das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet zu bekommen.

 

Aschermittwoch Miltach 2020 1    Aschermittwoch Miltach 2020 2

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Fastenzeit 2020 mit dem Aschermittwoch gestartet
Foto: Aschermittwoch Miltach 2020

"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" - fröhlicher Gottesdienst zum Faschingssonntag

(24.02.2020)

Beim Gottesdienst am Faschingssonntag darf es auch in der Kirche mal bunt zugehen

Die Kommunionkinder gestalteten den Familiengottesdienst mit – viele Kinder kamen maskiert zur Kirche

 

 

Am vergangenen Sonntag erlebten die Gläubigen im Rahmen des Familiengottesdienstes in Miltach einen besonders außergewöhnlichen Gottesdienstablauf. Der Altarraum war mit Luftschlangen und mit bunten Luftballons dekoriert worden. Die Ministranten haben es sich an diesem Sonntag mal erlaubt, in allen Farben der Liturgie, in grünen, roten, violetten und schwarzen Ministrantengewändern ihren Dienst am Altar zu verrichten. Viele Kinder waren außerdem der Einladung gefolgt und sind geschminkt, sowie in tollen Masken und Kostümen, zusammen mit ihren Eltern, zur Kirche gekommen. „Die Freude steht im Mittelpunkt der Botschaft Jesu. Seine „Gute Nachricht“ von der Liebe Gottes will die Menschen froh und glücklich machen. Gott hat uns in Jesus angesteckt mit seiner Freude. Dieses Geschenk feiern wir im Fasching und in diesem Gottesdienst.“ so begrüßte Pfarrer BGR Augustin Sperl die Christen Groß und Klein. „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“, das war das Motto an diesem Sonntagmorgen. „In diesen Tagen des Faschings müssen die Sorgen zurücktreten. Frohsinn und Ausgelassenheit, Freude und Sorglosigkeit beherrschen diese Zeit bis zum Faschingsdienstag.“ so der Priester. Die Messfeier wurde von den Martini-Rhythmix musikalisch mitgestaltet.

 

Faschingsgottesdienst Miltach 2020 1    Faschingsgottesdienst Miltach 2020 2
     
Faschingsgottesdienst Miltach 2020 3   Faschingsgottesdienst Miltach 2020 4

 

Nach dem Evangelium waren es die Kommunionkinder. Auf Bänken nahmen die jungen Gläubigen vor dem Volksaltar ihre Plätze ein. Bei einem Erzählspiel ging es um den Heiligen Johannes Bosco. Dieser nahm sich verwahrlosten Straßenkindern an. Gemeindereferent Franz Strigl erzählte von dem Heiligen: „In einer Geschichte wird über Bosco erzählt, dass er einem Kind begegnet ist, das eigentlich gar nichts konnte. Damals war es nicht selbstverständlich, dass Kinder in die Schule gingen. Doch Don Bosco sah in jedem Menschen das Gute und dass jeder etwas kann. So fragte er dieses Kind: Kannst du pfeifen? Natürlich konnte es pfeifen. Wir können uns sicherlich vorstellen, wie dieses Kind sich gefreut hatte, dass es eben doch etwas kann.“ Genau diese Talente stellten dann auch einige Kinder im Gottesdienst vor, das eine schlug ein Rad, ein anderes vollzog einen formvollendeten Spagat. Die Kinder spielten Querflöte und Klavier und sprangen im Mittelgang der Kirche mit Seilen. Der Leitspruch, den Don Bosco hatte, passt genau zu dieser Geschichte und zu den Talenten der Kinder im Familiengottesdienst: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“ Pfarrer Augustin Sperl dankte zum Ende des Gottesdienstes den Kindern, die auch den Bußakt und die Fürbitten vorgetragen hatten.

 

Faschingsgottesdienst Miltach 2020 5    Faschingsgottesdienst Miltach 2020 6
     
Faschingsgottesdienst Miltach 2020 8   Faschingsgottesdienst Miltach 2020 7
     
Faschingsgottesdienst Miltach 2020 9   Faschingsgottesdienst Miltach 2020 10

 

Nach der sonntäglichen Messfeier waren es dann die Ministranten die an die Kirchenbesucher frisch gebackene Faschingskrapfen verkauften, um damit ihre Ministrantenkasse aufzubessern. Im nu waren die köstlichen Backwaren vergriffen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" - fröhlicher Gottesdienst zum Faschingssonntag
Foto: Faschingsgottesdienst Miltach 2020

Gute Laune war Trumpf beim Seniorenfasching 2020

(13.02.2020)

Es war wieder ein sehr humorvoller Nachmittag

Pfarrgemeinderat unterhielt und bewirtete die Senioren

 

Recht lustige Wortbeiträge und eine schöne, gesellige Unterhaltung an den Tischen waren am Sonntag Garant für einen kurzweiligen Nachmittag, zu dem sich die Senioren der Pfarrgemeinde Miltach im Pfarrheim einfanden. Die Bewirtung der Gäste übernahmen Mitglieder des Pfarrgemeinderates, die sich dem Anlass entsprechend sogar faschingsmäßig verkleidet hatten.

 

Als Sprecherin des Pfarrgemeinderates freute sich Claudia Pinzinger über die etwa 30 Gäste, die in das dekorierte Pfarrheim kamen. Namentlich begrüßte sie dabei Martin Vogl, besser bekannt als „Scheidt“, der spontan seine Zusage gab, die Veranstaltung musikalisch zu gestalten. In der Folge waren es dann auch überwiegend altbekannte Melodien, die die heitere Stimmung hoben. Außerdem waren Pfarrer BGR Augustin Sperl, 1. Bürgermeister Johann Aumeier sowie der 3. Bürgermeister und zugleich Seniorenbeauftragter, Günter Schmauder gekommen.

 

Seniorenfasching Miltach 2020 1    Seniorenfasching Miltach 2020 2

 

Den humorvollen Teil leiteten Franz Strigl und Martin Krieger mit einem Finanzamt Sketch ein. Leckere Kuchen und Torten wurden an diesem Nachmittag den Senioren und Gästen kredenzt. Als Stargäste des Nachmittages konnten dann die Wolfgang Fiereck mit der Resi, sowie Didi Hallervorden und Helga Feddersen im Pfarrheim in Miltach begrüßt werden. Mit Partyliedern und bekannten Klängen begeisterten Claudia Pinzinger und Claudia Bauer das Publikum. In einem weiteren Sketch „ohne Worte“, wurde von den Akteuren aus dem Pfarrgemeinderat gezeigt, wie es im Kino vor und während der Filmvorführung in der ersten Reihe zugehen kann. Mit großem Gelächter und Beifall wurden die Akteure anschließend belohnt. PGR-Sprecherin Claudia Pinzinger und Gemeindereferent Franz Strigl waren es auch, die als Ansager des Nachmittages durch das Programm führten und selbst mit gelungenen Witzen die Senioren zum Lachen brachten. Außerdem nutzten die anwesenden Besucher gerne die Zeit zum regen Gespräch an den Tischen.

 

Seniorenfasching Miltach 2020 3    Seniorenfasching Miltach 2020 4
     
Seniorenfasching Miltach 2020  5   Seniorenfasching Miltach 2020 6

 

Für die aufmerksame und zuvorkommende Bewirtung mit Kaffee, Kleingebäck und Torten, sowie einer späteren Brotzeit sorgten wieder die Mitglieder des Pfarrgemeinderates in vortrefflicher Art und Weise. Pinzinger versäumte es zum Ende nicht, allen zu danken, die an der Organisation und der Ausrichtung dieser Veranstaltung mitwirkten.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Claudia Pinzinger und Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Gute Laune war Trumpf beim Seniorenfasching 2020
Foto: Seniorenfasching Miltach 2020

Lichtmess zum Ende des Weihnachtsfestkreises festlich gefeiert

(02.02.2020)

Lichtmessfeier und Blasiussegen in der Pfarrei Miltach

Ewige Anbetung ist in der Regentalgemeinde eine lange Tradition

Exakt 40 Tage nach dem feierlichen Weihnachtsfest wird Anfang Februar auch in der Pfarrkirche „St. Martin“ von Miltach Lichtmess, das Fest „Darstellung des Herrn“, als Abschluss der weihnachtlichen Festkreises, gefeiert.

 

Das mosaische Gesetz schrieb vor, ein neugeborenes Kind innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. So folgten der Tradition nach auch die Eltern Jesu dieser alten Vorschrift. Jenes biblische Ereignis wurde zu einem christlichen Festanlass. Bereits ab 14 Uhr fand am Samstag in der Pfarrgemeinde die seit langer Zeit übliche ewige Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten statt. Zum festlichen Gottesdienst am späten Nachmittag versammelten sich viele Gläubigen zur Eucharistiefeier in der Miltacher Pfarrkirche.

 

Lichtmess Miltach 2020 1    Lichtmess Miltach 2020 2
     
Lichtmess Miltach 2020 3   Lichtmess Miltach 2020 4

 

Zu Beginn konnte Pfarrer BGR Augustin Sperl die Kommunion- und Firmkinder dieses Jahres begrüßen. Danach erfolgte die Kerzensegnung welche die Gläubigen mitgebracht hatten und die in den nächsten Wochen in der Kirche verwendet werden. Anschließend verteilten die Ministranten das Kerzenlicht an die Kinder und der Geistliche zog mit den Ministranten und den Kindern in einer Lichterprozession durch die abgedunkelte Kirche. Auch der Kerzenschein von den Christbäumen war noch einmal festlich zu sehen, da sie an diesem Tag zum letzten Mal leuchteten und damit das Ende des Weihnachtsfestkreises symbolisierten. Gottfried Heigl verlas an die Gläubigen die Lesung aus dem Buch Maleachi. Zu den späteren Fürbitten brachten sich die Erstkommunikanten in den Wortgottesdienstteil mit ein.

 

Ebenfalls an diesem Tag wird des Heiligen Blasius gedacht, ein Heiliger, der im Gedächtnis der Katholiken untrennbar mit dem „Halssegen“ verbunden ist. Blasius war Bischof in seiner Heimatstadt Sebaste in Armenien zur Zeit Kaisers Licinius. Bei einer Christenverfolgung soll er um 316 als Glaubensmärtyrer gestorben sein. Ab dem 14. Jahrhundert rechnete man den Heiligen den vierzehn Nothelfern (Vierzehnheilige) zu und wandte sich an ihn bei Halsleiden und Gefahr durch wilde Tiere und Sturm.

 

So wurde auch in Gedenken an diesen Heiligen nach der Messe der Blasiussegen erteilt. Mit zwei gesegneten und überkreuzten Kerzen welche mit roten Schleifen (als Erinnerung an den Märtyrertod des Hl. Blasius) versehen waren, die Pfarrer Augustin Sperl vor das Gesicht und den Hals der zu Segnenden hielt, sprach er: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen.“ Der Empfänger dieses Segens soll so in der Heilszusage Gottes und in seine Fürsorglichkeit heil erfahren.

 

Lichtmess Miltach 2020 5    Lichtmess Miltach 2020 6

 

Zeitgleich zur Messfeier trafen sich im Pfarrheim wieder die Kindergartenkinder und die Kinder der 1. und 2. Klasse. Sie bereiteten sich auch auf das Fest „Lichtmess“ vor. Zum „Vater unser“ kamen sie dann wieder in die Pfarrkirche um schließlich am Ende der Messfeier einen schönen Lichtertanz vor dem Altar zu zeigen. Diesen hatten sie zusammen mit ihren Eltern zuvor im Pfarrheim eingeübt. Am Sonntag beim Pfarrgottesdienst wurde dann nochmal an die Gläubigen der Blasiussegen gespendet.

 

Weitere Bilder vom Gottesdienst zu Lichtmess sind in der Fotoserie ganz unten zu finden.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Lichtmess zum Ende des Weihnachtsfestkreises festlich gefeiert
Foto: Lichtmess Miltach 2020

Dreikönigsweihe und Jahrtag der Feuerwehr Miltach

(06.01.2020)

„Die drei Könige und ihre Gaben“

Festliche Jahrtagsfeier der Feuerwehr Miltach mit Totengedenken und musikalischem Frühschoppen – Am Vortag Dreikönigsweihe und Rückkehr der Sternsinger

Schon am Vortag des Dreikönigsfestes beim Sonntagsgottesdienst versammelten sich die Gläubigen in der Pfarrkirche. In dessen Verlauf haben die Sternsinger ihre Rückkehr von ihrer Sternsingeraktion gefeiert. Zur Gabenbereitung durften sie ihre ersammelten Spenden an Pfarrer BGR Augustin Sperl überreichen, verbunden mit der Bitte, es an das Kindermissionswerk nach Aachen wieder weiter zu leiten. Traditionell gehört zu dieser Eucharistiefeier auch die Dreikönigsweihe und so erteilte der Priester zuvor dem Weihrauch, der Kohle, der Kreide und dem Dreikönigswasser den kirchlichen Segen. Am Ende verkauften die Ministranten an die Gottesdienstbesucher wieder Dreikönigspäckchen, damit diese auch bei sich zuhause die Dreikönigsweihe mit Weihrauch und Weihwasser vollziehen konnten.

Dreikönig Miltach 2020 1    Dreikönig Miltach 2020 2
     
Dreikönig Miltach 2020 3   Dreikönig Miltach 2020 4
Jahrtag der Feuerwehr Miltach

Am Anfang eines jeden Kalenderjahres ist es in der Regentalgemeinde Miltach eine alte Tradition und ein sehr fester Bestandteil, dass die örtliche Feuerwehr, immer am Dreikönigstag, ihren feierlichen Jahrtag begeht. Aus diesem Grund trafen sich am Montag Vereinsangehörige und Ehrengäste, um den besonderen kirchlichen Festtag, gemeinsam mit einer würdevollen Messfeier und dem damit verbundenen Totengedenken, dem anschließenden geselligen Frühschoppen im Gerätehaus und der am Nachmittag stattfindenden Jahreshauptversammlung, zu begehen.

Gegen 9.30 Uhr formierte sich der Kirchenzug, angeführt von der Blaskapelle „Weißblau Königstreu“ unter der Leitung von Josef Pielmeier, zur Pfarrkirche „St. Martin“, wo Pfarrer BGR Augustin Sperl das Jahrtagsamt zelebrierte. Bürgermeister Johann Aumeier und KBM Alexander Beier begleiteten den Feuerwehrverein. Im weihnachtlich geschmückten Gotteshaus wurde die Eucharistiefeier musikalisch von den Bläsern mit Kirchenwaisen und Liedern aus dem Gotteslob gestaltet. Die Lesung wurde von Josef Prechtl vorgetragen. Den Ministrantendienst übernahmen vier Mitglieder aus der aktiven Feuerwehrtruppe in ihren Uniformen. Pfarrer Augustin Sperl hieß zur Einleitung in den Wortgottesdienstteil der Messfeier die Vereinsangehörigen und alle Gottesdienstbesucher willkommen. Der Priester ging in seiner Ansprache auf den Sinn des Festes „Erscheinung des Herren“ ein. Dabei verdeutlichte er die Gaben der drei Könige (Gold, Weihrauch und Myrrhe) genauer und beschrieb, welche symbolhafte Bedeutung diese Geschenke an das Jesuskind in der Krippe darstellten. „Was würden wir heute dem Kind in der Krippe schenken? Einen Gutschein vermute ich. Ich bin mir aber auch sicher, dass Jesus dieses Geschenk annehmen würde, wenn es der richtigen Glaubensgesinnung entspricht und unseren aufrichtigen Glauben und den guten Willen verdeutlichen.“ so der Wortlaut von Pfarrer Sperl an die Gottesdienstbesucher.

Dreikönig Miltach 2020 5    Dreikönig Miltach 2020 6
     
Dreikönig Miltach 2020 7   Dreikönig Miltach 2020 8


Die Wehrmänner und die anwesenden Pfarrangehörigen gedachten am Ende der Messfeier der verstorbenen und gefallenen Kameraden der Miltacher Feuerwehr. Nach der musikalischen Überleitung durch die Blasmusik erinnerte der 1. Vorsitzende und Kommandant Johannes Bergbauer, zusammen mit seinen Stellvertretern als Vorstand Christian Gröber und Matthias Mühlbauer der im vergangenen Jahr 2019 verstorbenen sechs Mitglieder Alois Aich, Dieter Wieninger, Ludwig Brunner, Dr. Johann Helmbrecht, Martin Ludwig sen. und Edmund Zankl sen.. In den Sterbegebeten durch den Geistlichen wurde vor dem in der Pfarrkirche aufgebauten Totenbrett der verstorbenen Mitglieder gedacht und der Gedenktafel der kirchliche Segen erteilt. Zum Andenken und als äußeres, sichtbares Zeichen der tiefen Verbundenheit legte die Vereinsführung vor dem Totenbrett einen Waldstrauß nieder. Abgeschlossen wurde das ehrende Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Vereinsmitglieder mit dem „Guten Kameraden“, wobei sich die Vereinsfahne vor dem Totenbrett senkte. Abschließend galt der Dank des Vorsitzenden dem Geistlichen, Pfarrer Augustin Sperl und allen Mitwirkenden von der Feuerwehr für die würdevolle Gestaltung der Messfeier, sowie der Mesnerfamilie Röhrl für das Bereitstellen des Totenbrettes mit Blumen, roten Feuerwehrhelmen und der Florianikerze.

Mit dem gemeinsamen Rückmarsch zum Gerätehaus und dem anschließenden musikalischen Frühschoppen endete dieser Jahrtagsvormittag.

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Dreikönigsweihe und Jahrtag der Feuerwehr Miltach
Foto: Dreikönig Miltach 2020

Jahresschluss und Aussendung unserer Sternsinger in die Pfarrgemeinde

(01.01.2020)

„Frieden!“ – Sternsinger sind wieder unterwegs und sammeln Spenden für arme Kinder dieser Welt

Miltacher Ministranten sammeln gerne – Themenland ist heuer der Libanon

 

Der Jahreswechsel ist stets geprägt von Rückblick und Vorschau. Beim Jahresschlussgottesdienst am Sylvester Nachmittag war es Pfarrer BGR Augustin Sperl ein Anliegen, allen zu danken, die sich im vergangenen Jahr im kirchlichen Leben einbrachten und das Jahr mitgetragen haben. Auf die vielfachen Ereignisse, die das Jahr 2019 mit sich brachte ging der Geistliche kurz ein. Auch ein Ausblick auf 2020 war für den Priester wichtig, da sich gerade in der Pfarreiengemeinschaft Miltach-Blaibach wichtige Änderungen ergeben werden. Zum September soll nämlich die große Pfarreiengemeinschaft zusammen mit Harrling-Zandt-Altrandsberg umgesetzt werden. Genauere Detail versicherte der Priester dann an die Gläubigen weiter zu geben, wenn aus Regensburg die wichtigsten Informationen eingetroffen sind. Bei den Fürbitten wurde besonders auch den Toten gedacht. Am Ende der Messfeier erklang zum Abschluss des Jahres noch das Te Deum, das „Großer Gott wir loben dich.“

 

Neujahrsgottesdienst 

Farbenprächtige Gewänder, kunstvoll geschwungene Turbane und leuchtende Sterne: Morgen Freitag und am Samstag sind die Sternsinger der Pfarrgemeinde „St. Martin“ wieder in den Straßen der Regentalgemeinde unterwegs. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+20“ bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

Bundesweit beteiligen sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 62. Aktion Dreikönigssingen. „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt das Leitwort, das aktuelle Beispielland ist der Libanon. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Rund 1,14 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 74.400 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

 

„Frieden“ im Mittelpunkt der 62. Aktion Dreikönigssingen

Mit ihrem Motto machen die Sternsinger darauf aufmerksam, wie wichtig Frieden gerade für Kinder und Jugendliche überall auf der Welt ist. Bei Kriegen und Konflikten sind es vor allem die Jüngsten, die unter den Auswirkungen besonders leiden. Die Sternsinger wollen zeigen, dass jeder zu einem friedlichen Miteinander in seinem Umfeld beitragen kann. Ein respektvoller und unvoreingenommener Umgang miteinander macht auch eine Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen möglich. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern kennen die Miltacher Ministranten die Nöte und Probleme von Kindern rund um den Globus durch die Vorbereitung in der Ministrantenstunde und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten. Sie sind eben ein Segen!

 

Bei ihrer zurückliegenden Aktion hatten die Mädchen und Jungen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe. Durch ihr Engagement werden die kleinen und großen Könige zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt. Neben dieser gelebten Solidarität tragen die Sternsinger den christlichen Segen für das neue Jahr in die Wohnungen und Häuser der Menschen.

 

Neujahr Miltach 2020 1    Neujahr Miltach 2020 2
     
Neujahr Miltach 2020 3   Neujahr Miltach 2020 4

 

Beim Neujahrsgottesdienst am gestrigen Mittwoch Abend wurden die Ministranten der Pfarrei von Pfarrer BGR Augustin Sperl ausgesandt. Nachdem sie ihren Text aufgesagt hatten, spendete der Geistliche den Kindern seinen Segen und weihte den Weihrauch und die Kreide, mit denen die Sternsinger ihren Segensspruch an die Türen der Häuser des Ortes schreiben werden. Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind die Miltacher Ministranten dann morgen Freitag und am Samstag unterwegs. Jeweils von 9 Uhr bis etwa 16 Uhr wollen sie die Bewohner der verschiedenen Ortschaften der Pfarrei besuchen und um Spenden bitten. Die Verantwortlichen der Pfarrei bitten wieder um freundliche Aufnahme der Kinder.

 

Am Sonntag, beim Gottesdienst um 9.45 Uhr, findet dann die Rückkehrfeier der Sternsinger statt, wobei sie in ihren Dreikönigsgewändern den Ministrantendienst verrichten und im Verlauf der Messfeier ihre Spenden an Pfarrer Sperl übergeben werden. Gleichzeitig findet bei dieser Eucharistiefeier die Segnung des Dreikönigswassers und die Weihe von Weihrauch und Kreide für die Häusersegnung statt. Nach diesem Gottesdienst werden den Kirchenbesuchern von den Sternsingern wieder Dreikönigspäckchen (Weihrauch, Kohle und Kreide) zum Kauf angeboten.

 

Die Ortschaften werden wie folgt besucht:

 

Am Freitag: Flammried, Untervierau, Am Riedbach, Oberndorf, Am Perlbach, Ringstraße, Hofacker, Am Kohlfeld, Herrnbrunnstraße, Höhenrieder Straße, Schönprunnstraße, Am Weingarten, Am Hochweg, Bahnhofstraße, Unterer Hochweg.

Am Samstag: Höhenried, Anzenberg, Heizelsberg, Auwies, Viechtacher Straße, Blumental, Eismannsberg und Eben, Chamer und Kötztinger Straße, Kirchplatz, St. Martinsplatz, Wendelingasse, Waldschmidtstraße, Am Anger, Kapellensiedlung, Lindenstraße und Oberer Hochweg, Rossbergstraße, Riesl, Tiefental und Hütten sowie Wiederholungsbesuche.

 

"Auf a guads neis Johr"

Unsere Ministranten mit ihren Eltern haben nach dem Neujahrsgottesdienst die Gläubigen mit Speisen und Getränken versorgt.

 

Neujahr Miltach 2020 5    Neujahr Miltach 2020 7
     
Neujahr Miltach 2020 6   Neujahr Miltach 2020 8

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Jahresschluss und Aussendung unserer Sternsinger in die Pfarrgemeinde
Foto: Sternsinger Miltach 2020

Weihnachten in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert

(26.12.2019)

Gott geht einem an Weihnachten unter die Haut

Die Weihnachtsfesttage wurden in Miltach von vielen Gläubigen gefeiert

Kinder gestalteten feierliche Gottesdienste in der Regentalgemeinde

 

Wie alle Jahre, so auch in diesem Jahr, hat eine große Zahl von Gläubige aus der Pfarrgemeinde Miltach und viele Festgäste, die an den Feiertagen ihre hiesigen Verwandten und Bekannten in der Heimat besuchten, an den zurückliegenden Weihnachtstagen die kirchlichen Feierlichkeiten besucht und die Gottesdienste in der Pfarrkirche mitgefeiert.

 

Mit großem Geschick und ganz viel Liebe zum Detail wurde das Gotteshaus vor den besinnlichen Weihnachtsfesttagen von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von Marianne Maurer, Martin Krieger und Ingeborg Wagner wieder wunderbar und prächtig geschmückt. Ein stattlicher Weihnachtsbaum (traditionell auch in diesem Jahr gestiftet von der Familie Dieter Beier) fand im Presbyterium vor dem Hochaltar seinen ganz besonderen Ehrenplatz. Recht viel warm funkelndes Kerzenlicht und die liebenswerten Spansterne, sowie die prächtigen, großen roten Kugeln am Tannenbaum kamen so wieder ganz wunderbar zur Geltung. Die herrlich geschmückte Tanne und das Tannengrün bei den zwölf Apostelleuchtern hüllten das Gotteshaus in seinen besonderen, festlichen Glanz und trugen so zur rechten weihnachtlichen Erbauung der anwesenden Gläubigen bei. Die besinnliche Weihnachtskrippe (links im Kirchenraum), bei der ebenfalls zwei liebenswerte Christbäumchen erstrahlten, tauchten den Kirchenraum in ein würdiges, weihnachtliches Gewand.

 

Weihnachten Miltach 2019 2    Weihnachten Miltach 2019 3
     
Weihnachten Miltach 2019 4   Weihnachten Miltach 2019 2

 

Am Nachmittag des Heiligen Abend fanden viele erwachsene Gläubige, zusammen mit ihren Kindern, den Weg in das Gotteshaus. Um 15 Uhr (besonders für die Pfarrei Blaibach) und um 17 Uhr bei den zwei Kinderchristmetten reichten die vielen Sitzplätze bei weitem nicht aus, um die Zahl der Gläubigen zu fassen, die den traditionell am besten besuchten Gottesdienst des ganzen Kirchenjahres mitfeiern wollten. In diesem Jahr waren es an die 950 Gläubige, welche diese beiden Gottesdienste besuchten.

 

Im abgedunkelten Kirchenraum verfolgten bei der zweiten Kinderchristmette (welche besonders für Gottesdienstbesucher aus Miltach gedacht war) die Mitfeiernden den Einzug des Priesters, zusammen mit den Ministranten und den Kindern für das Krippenspiel. „Macht hoch die Tür“, dieses adventliche Lied führe wie alle Jahre wieder hin zum eigentlichen Grund dieser Heiligen Nacht, der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem. Nach der Lesung, vorgetragen von Birgit Holzapfel, zog das Krippenspiel die Kinder und die Erwachsenen in seinen ganz besonderen Bann. Die Kinder spielten in guter und anschaulicher Form die Herbergssuche und die Geburt Jesu Christi im Stall von Bethlehem nach und ließen so die Zeitzeugen und Maria und Josef und alle Gestalten aus der Weihnachtskrippe, also auch die Engel und die Hirten, zu Wort kommen. Maria Schreiner und Andrea Seidl hatten in den Wochen zuvor, mit sehr viel Liebe zum Detail, gemeinsam mit den jungen Buben und Mädchen die Texte einstudiert. An der Orgel begleitete Christian Hartl das Weihnachtsspiel. Die Mühen hatten sich gelohnt. Gespannt und mit hellglänzenden Augen verfolgten die anwesenden Kinder die Texte der Krippenspieler. Mit dem Weihnachtsevangelium schließlich mündete das Spiel ein, in den Besuch der Engel bei den Hirten, die sogleich aufstanden und zum Stall in Bethlehem eilten, um dort Maria, Josef und das Kind in der Krippe vorzufinden. Im weiteren Verlauf der Mette trugen die Kinder ihre Fürbitten vor das Christuskind, ehe in der darauffolgenden Eucharistiefeier das Weihnachtsgeheimnis gefeiert wurde. Das festliche „Stille Nacht“ – Lied schloss den Gottesdienst am ab. Danach marschierten die Gläubigen wieder zurück in ihre Wohnungen, um dort den Heiligen Abend im Kreis der Familien feiern zu können. Viele Leute nahmen dabei auch das Friedenslicht aus Bethlehem mit heim. Für die Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Miltach fand die gemeinsame Christmette in diesem Jahr in Blaibach statt.

 

Weihnachten Miltach 2019 4    Weihnachten Miltach 2019 5

 

Zum Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Gottesdienstbesucher erneut in der Miltacher Pfarrkirche. Elf Ministranten zogen zusammen mit Pfarrer BGR Augustin Sperl in die Pfarrkirche ein. Alois Pielmeier trug zu Beginn der Feierstunde das gesungene Weihnachtsexultet für den 1. Festtag vor. Im anschließenden Wortgottesdienstteil und insbesondere in seiner Weihnachtspredigt ging Pfarrer Sperl auf das Geheimnis von Weihnachten näher ein. „Was ist Ihnen im vergangenen Jahr am meisten unter die Haut gegangen? Die Geburt eines Kindes oder Enkelkindes? Ein überraschendes Ereignis oder ein schmerzlicher Moment, vielleicht sogar der Tod eines lieben Menschen? War es eine Liebeserklärung, ein Wort des Dankes und der Freundschaft, dass sie Ihr Leben lang nicht vergessen werden? Ein schöner Urlaub? Oder war es eine Schrecksekunde?“. Diese Fragen stellte der Priester an den Anfang seiner Ansprache. Das Kind an Weihnachten ist nicht irgendein Kind. Es ist Gottes Sohn, der Haut und Haare angenommen hat. „Manchmal sagen wir zu einem Menschen: In deiner Haut möchte ich nicht stecken. Das bedeutet: Deine Probleme, Nöte und Sorgen möchte ich nicht haben. Gott aber sagt zu Weihnachten: In deiner Haut, o Mensch, möchte ich stecken. Es sagt es nicht nur, sondern tut es: Im Kind Jesus von Nazareth wird Gott ein Mensch wie wir: mit Händen und Fingern, mit Füßen und Beinen, mit Bauch und Schultern, mit Augen und Ohren, mit Haut und Haaren. Es gibt Dinge, die sollten wir uns wirklich zu Herzen gehen lassen: Dass  Gott in einem Kind Mensch wird. Gott wird Mensch. Gott geht unter die Haut. Zu unserem Heil und durch uns hoffentlich auch zum Nutzen, zum Segen unserer Mitmenschen.“ Dieser Satz fasste alle die Gedanken aus der Weihnachtspredigt von Pfarrer Augustin Sperl dann nochmal treffend zusammen. Das festliche „Stille Nacht“ - Lied, in der ausschließlich von Kerzenschein und dem Lichte der Christbäume erfüllten Kirche, rührte die Herzen der anwesenden Gläubigen am Ende des Festgottesdienstes an. Am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag gaben die Gläubigen großzügig ihr Opfer für die Spendenaktion „Adveniat“, welche die Gaben nach Lateinamerika weiterreicht. Die jungen Christen füllten ihre Opferkästchen für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

Weihnachten Miltach 2019 6    Weihnachten Miltach 2019 7
     
Weihnachten Miltach 2019 8   Weihnachten Miltach 2019 9

 

An Weihnachten steht uns der Himmel offen

Die Messfeier am 2. Weihnachtsfeiertag wurde als Familiengottesdienst gestaltet. Im Pfarrheim hatten sich die Kleinkinder und die Kinder der 1. bis 3. Klasse wieder getroffen, um sich dort, zusammen mit ihren Müttern oder Vätern, mit den Personen in der Krippe zu beschäftigen. An diesem Tag ging Pfarrer Augustin Sperl in seiner Begrüßung auf den Heiligen Stephanus und die verfolgten Christen dieser Erde näher ein. „Das heutige Märtyrerfest erinnert uns daran, dass es von Anfang an Menschen gab, die es mit dem, was sich an Weihnachten ereignete, ernst meinten. Gott ist ihnen in seiner Menschlichkeit so nahegekommen, dass sie den Himmel offen sahen. Die neue Perspektive für ihr Leben ist, eine Heimat bei Gott zu haben und zu ihm zu gehören. Wir Christen haben auch heute eine Perspektive für unser Leben: der offene Himmel, der auf uns als Kinder Gottes wartet. Stephanus war einer der ersten Zeugen dafür, dass die Weihnachtsfreude tragen kann. Er fühlte sich ganz und gar in Gott geborgen. Sein Gottvertrauen war auf einmal größer als die Liebe zum eigenen Leben. Die Vision des offenen Himmels nahm ihm die Angst vor Leid, Qual und Tod.“ Zum „Vater unser“ Gebet sind dann die ganz jungen Gläubigen aus dem Pfarrheim zur versammelten Gemeinde in die Pfarrkirche dazu gekommen. Am Ende der Messfeier spendete Pfarrer Augustin Sperl einem jeden Kind einzeln den besonderen Kindersegen.

 

Bei den Weihnachtsgottesdiensten hatten wieder viele Ministranten dazu beigetragen, die Feiern in einem besonders festlichen Rahmen mit Fackeln und Weihrauch zu gestalten und dabei die Gottesdienstbesucher in deren Gebeten zu bestärken.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Weihnachten in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert
Foto: Weihnachten Miltach 2019

Bei der Nacht der Lichter besinnliche Momente im Kerzenschein

(22.12.2019)

Besinnliche „Nacht der Lichter“ mit Liedern der Martini-Rhythmix zur Weihnachtsvorbereitung

 

Die Pfarrangehörigen aus der Pfarrgemeinde Miltach erlebten am Donnerstagabend bei einem gut besuchten Wortgottesdienst, der „Nacht der Lichter“ in der Pfarrkirche Miltach, eine adventliche Stunde als Hinführung und als Vorbereitung auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Die gesangliche Gestaltung lag wie in den letzten Jahren beim Chor „Martini-Rhythmix“ unter der Leitung von Christine Hofmann-Raab, die meditativen Texte lasen Gemeindereferent Franz Strigl und weitere Erwachsene aus der Miltacher Kirchengemeinde.

 

Nacht der Lichter Miltach 2019 1    Nacht der Lichter Miltach 2019 2

 

Zur besinnlichen Stunde begrüßte Franz Strigl alle Gläubigen sehr herzlich. Seine meditativen Texte zum Thema „Frieden“ wechselten mit ausgewählten, adventlichen Liedern des Frauenchores und verbreiteten eine wunderbare, besinnliche Stimmung. Nach der einführenden, am E-Piano gespielten Pastorale, sang der Frauenchor. Danach führte Franz Strigl die Gläubige zum Thema dieser Abends. „In diesen Tagen des Advents wird viel vom Frieden gesprochen. Weihnachten soll ein Fest des Friedens werden. Jesus Christus, dessen Geburt in unserer Welt wir feiern wollen, wird in der Bibel im Buch Jesaija „Fürst des Friedens“ genannt. Aber über die Bildschirme flimmern in diesen Tagen ganz andere Bilder: Kriege, Gewalt, Terror und Zerstörung wollen scheinbar nicht enden. Unsere Welt ist so weit entfernt vom Frieden. Und auch im persönlichen Leben sehnen sich viele von uns nach mehr Ruhe, Gelassenheit und Frieden. Bitten und beten wir heute in dieser abendlichen Stunde um den Frieden in der Welt, in unseren Familien und auch in unserem eigenen Herzen“.

 

Nach diesen Worten wurde es dunkel im Kirchenraum und von hinten schritt ein Laternenträger mit dem Friedenslicht aus Bethlehem über den Mittelgang zum Altar. Zehn Kerzen wurden jetzt entzündet, die von Frieden berichteten. Jeweils wurden Gebete und Anliegen vorgetragen. Das gemeinsame Gebet aller anwesenden Gläubigen führte schließlich hin zum Vater unser uns zum Friedensgruß.  

 

Nacht der Lichter Miltach 2019 3    Nacht der Lichter Miltach 2019 4

 

Das Aufstrahlen des Lichtes in der Dunkelheit war deutlich zu spüren. Wunderbar duftender Weihrauch zog durch den Kirchenraum. Passend dazu waren die Lieder gewählt. Was den Menschen an einer Kerze und seinem Licht so fasziniert, dieser Frage gingen die Gläubigen in den dann folgenden Besinnungstexten nach. Dabei ist es nicht nur die Stille, das Licht und das Wachs der Kerze, sondern auch die nach oben brennende Flamme, die zum Himmel zeigt. Vertiefend sangen dazu die Martini Rhythmix. Nach den Fürbitten stimmten alle Besucher ein in das Friedenslied. „In Bethlehem herrscht häufig alles andere als Frieden, wir wollen an die Menschen denken, aber auch an alle Menschen, die uns nahestehen,“ so Strigl. Danach waren alle Gläubigen aufgerufen, das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause mitzunehmen, um es dort aufleuchten zu lassen oder es sogar an andere Menschen wieder weiter zu geben.

 

„Ich wünsche dir das Licht, das durch die Gegenwart Christi kommt. Wenn wir mit ihm gehen und sein Wort annehmen. Wie könnte uns dann die Nacht überkommen? Ich wünsche dir das Licht, das leuchtet durch die Freude des Teilens. Wenn Schwester und Brüder sich gegenseitig immer neu helfen und aufrichten, dann verliert das Dunkel seine Macht auf dieser Erde.“ Mit diesen Segensworten wurde die besinnliche Feierstunde beendet.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Bei der Nacht der Lichter besinnliche Momente im Kerzenschein
Foto: Nacht der Lichter Miltach 2019

Beim Familiengottesdienst gratuliert die Pfarrei unserem Gemeindereferenten

(15.12.2019)

Gemeindereferent Franz Strigl feiert seinen 60. Geburtstag

Pfarreiengemeinschaft Miltach – Blaibach bedank sich mit lobenden Worten und wünscht viel Gesundheit und Gottes Segen

 

Seinen 60. Geburtstag konnte am vergangenen Sonntag Gemeindereferent Franz Strigl in Blaibach und dann anschließend beim Familiengottesdienst in Miltach, zusammen mit den Mitgliedern der jeweiligen Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte, sowie vieler Gläubigen feiern. Große und kleine Gottesdienstbesucher waren zu den Messfeiern gekommen. In Blaibach war es Pfarrer Augustin Sperl, der am Ende der Eucharistiefeier seine Dankesworte an Franz Strigl richtete. Seit nunmehr über 16 Jahre unterstützt Strigl ihn in seinen seelsorgerischen Aufgaben in beiden Pfarrgemeinden. „Dafür möchte ich dir meinen ganz besonderen Dank aussprechen. Vieles ist durch dich in den letzten Jahren entstanden. Was unser Pfarrleben sichtlich bereicherte.“ so der Pfarrer Sperl.

 

60. Geburtstag Franz Strigl Miltach 1    60. Geburtstag Franz Strigl Miltach 2

 

In Miltach waren zum Familiengottesdienst ganz viele Kinder mit ihren Eltern gekommen. Die Firmkinder und auch die Kommunionkinder brachten Wortbeiträge zur adventlichen Vorbereitung. Die Fürbitten trugen sie ebenfalls vor. Am Schluss der Heiligen Messe war es dann Christian Röhrl, der als Kirchenpfleger von Miltach das Wort ergriff. Im Namen des Pfarrgemeinderates, mit seiner Sprecherin Claudia Pinzinger und für den Frauenbund Miltach, mit seiner Vorsitzenden Stefanie Rackl, brachte er seine besten Glückwünsche zum runden Geburtstag von Franz Strigl zum Ausdruck.

 

„Ihr seid das Licht der Welt. (…) Man zündet … nicht eine Kerze an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ zitierte Röhrl aus dem Matthäus Evangelium einen Teil der Seligpreisungen. „Ich denke, dass dieser Bibelauszug ganz vortrefflich auf Franz Strigl umzumünzen ist. Seit nunmehr 16 Jahren ist er ein Teil unserer Pfarrgemeinde. Eines von vielen Lichtern, wenn ich bei diesem Bild bleibe. Mit seinen Talenten und Fähigkeiten, aber auch mit seiner Aufgeschlossenheit, seinem Tatendrang und seiner Gesprächsbereitschaft, hat er recht schnell die Herzen ganz vieler Gläubigen gewonnen. Viele Lichtzeichen sind auf die Initiative von Strigl hin entstanden, diese darf man nicht einfach unter den Scheffel stellen, sondern muss man auf einen Leuchter stellen. Also aufzeigen und erwähnen, weil sie auf seine Initiative hin das Pfarrleben in Miltach und Blaibach bereichern und die vielen Großen und Kleinen Gläubigen angesprochen und berührt haben.

 

60. Geburtstag Franz Strigl Miltach 6    60. Geburtstag Franz Strigl Miltach 3
     
60. Geburtstag Franz Strigl Miltach 4   60. Geburtstag Franz Strigl Miltach 5

 

Als kleines Geschenk und als Erinnerung an diesen besonderen Tag überreichten Claudia Pinzinger für den Pfarrgemeinderat und Stefanie Rackl für den Frauenbund jeweils einen Einkaufsgutschein. Anschließend hatten die vielen anwesenden Kinder aus der Gruppe der Kleinkinderwortgottesdienste sich um den Jubilar versammelt und sangen mit der Unterstützung der Martini Rhythmix ein Geburtstagslied. Danach überreichte jeder einzelne einen kleinen Engel an das Geburtstagskind. Nach dem Gottesdienst hatte Franz Strigl schließlich zahlreiche Hände zu schütteln die ihm gratulierten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Beim Familiengottesdienst gratuliert die Pfarrei unserem Gemeindereferenten
Foto: 60. Geburtstag Franz Strigl Miltach

Senioren der Pfarrei treffen sich zur Adventsfeier

(12.12.2019)

Ein schöner und besinnlicher Nachmittag für die Senioren von Miltach

Gemeindereferent Franz Strigl gestaltet den besinnlichen Teil – Bürgermeister Johann Aumeier hielt Rückblick

 

Von dem guten Besuch zeigten sich die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde Miltach recht angenehm erfreut und zugleich aber bestärkt, dass die Senioren der Pfarrgemeinde die Arbeit des Seelsorgeteams bestätigen und gerne annehmen. Recht gute Unterhaltung, das gemeinsame Singen adventlicher Lieder und eine zuvorkommende Bewirtung waren am Sonntag Nachmittag im Pfarrheim geboten. Der abgedunkelte Saal, Kerzenlicht und adventlicher Tischschmuck vermittelten wunderbar die entsprechende vorweihnachtliche Gesinnung. Die Mitglieder des Seniorenteams und des Frauenbundes Miltach übernahmen dabei wieder die Bedienung der älteren Frauen und Männer aus dem Pfarrgebiet. Die besinnlichen Texte waren eine zusätzliche Bereicherung im Programm, die ganz auf das nahende Weihnachtsfest ausgerichtet waren. Die Gemeinde Miltach leistete erneut auch in diesem Jahr wieder ihren finanziellen Beitrag zu dieser Feier.

 

Gemeindereferent Franz Strigl übernahm die Begrüßung, wobei er sich über eine gut besuchte Feierstunde sehr freuen konnte. Sein besonderer Gruß galt BGR Pfarrer Augustin Sperl und Bürgermeister Johann Aumeier. Auch einige Bewohner aus dem Seniorenheim Graßl waren bei der Adventsfeier anwesend. Franz Strigl dankte dem Seniorenteam, dem Pfarrgemeinderat und den Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes für das Schmücken des Raumes und für die von ihnen gebackenen Kuchen und Torten, die später mit Kaffee auf den Tischen serviert wurden.

 

Seniorenadvent Miltach 2019 1    Seniorenadvent Miltach 2019 2

 

Der erste Teil der vorweihnachtlichen Zusammenkunft begann mit dem Lied: „Wir sagen euch an . . .“. Danach hatte Bürgermeister Johann Aumeier die Gelegenheit, den älteren Mitbürgern von Neuerungen und Vorhaben aus der politischen Gemeinde zu berichten. Ein großes Thema ist die laufende Sanierung der örtlichen Grundschule. Wie schon in den Vorjahren wird die Gemeinde auch heuer einen finanziellen Beitrag zur Ausrichtung dieser Seniorenfeier beisteuern.

 

BGR Pfarrer Augustin Sperl stellte in seinem Redebeitrag das harmonische Verhältnis mit der Kommune heraus, das von Vertrauen getragen wird. „Wir ergänzen uns in unseren Bemühungen, denn es geht um dieselben Menschen“. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied folgte die Kerzenmeditation, dabei sprachen Personen, besinnliche Texte und was einem das Licht der Kerze sagen kann. „Ein kleines Licht halte ich in den Händen. Ein kleines Licht und doch ein Geheimnis. Es erinnert an Gott, von dem alles Licht kommt. Schau das kleine Licht an und spüre, wie es dich erleuchten möchte.“ so der Gemeindereferent. „Manchmal tut es gut, ein Licht anzuzünden und ruhig zu werden. Zu sich selbst zu finden und im Lichtschein zum Nachdenken zu kommen. Ganz ohne Worte rücken sich Wünsche und Sorgen, Probleme und Schmerzen, Dunkelheiten und Bedrückendes ins Licht.“ Immer wieder war in den folgenden Wortbeiträgen die Rede vom Licht der Kerze.

 

Anschließend hatte Franz Strigl wieder viele schöne Bilder zusammengestellt, welche sich die Teilnehmer ansahen und so die verträumte Winterlandschaft unserer Heimat und die weihnachtlichen Krippendarstellungen genossen.

 

Seniorenadvent Miltach 2019 3    Seniorenadvent Miltach 2019 4
     
Seniorenadvent Miltach 2019 5   Seniorenadvent Miltach 2019 6

 

Danach gab es zur körperlichen Stärkung schließlich noch eine Brotzeit mit Würstl. In seinem Schlusswort dankte der Gemeindereferent allen für ihr Kommen und meinte: „Als Veranstalter hat es uns sehr gutgetan, dass auch heuer wieder viele Personen teilgenommen haben“. Als kleines Dankeschön und Weihnachtsgeschenk von Seiten der Pfarrgemeinde bekamen alle ein kleines Gläschen Honig überreicht, worüber sich alle sichtlich freuten.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Senioren der Pfarrei treffen sich zur Adventsfeier
Foto: Seniorenadvent Miltach 2019

Nachbereitung des Jubiläumsritt

(27.11.2019)

Nachbesprechung eines erfolgreichen Martiniritts

Jedes Jahr trifft sich zwei Wochen nach dem Kirchweihfest das Martiniritt-Komitee, um ein Resümee über dessen Ablauf zu ziehen.

Heuer stand der Jubiläumsritt mit der Teilnahme von Bischof Rudolf Voderholzer im Mittelpunkt des Festgeschehens. Leider trübte leichter Regen in der ersten Hälfte des Rittes den Ablauf. Rasch aufgestellte Pavillons konnten dem etwas entgegenwirken. Die Organisation war nach den Worten des Bürgermeisters Johann Aumeier eine Herausforderung, „die wir gemeinsam gut gemeistert haben“. Der Ritt verlief unfallfrei.

Ein herzliches „Grüß Gott“ entbot Pfarrer Augustin Sperl dem Martiniritt-Komitee. Der 9. November war für alle Beteiligten ein bewegender Tag, „nur das Wetter war nicht jubiläumsreif. Ansonsten ist die Kirta optimal verlaufen und wir können stolz darauf sein“, meinte der Priester. Sein Dank galt allen, die beim Gottesdienst und beim Ritt mitwirkten: die Musikkapelle, die Kirchenverwaltung, der Trachtenverein, die Feuerwehren und die Bauhofmitarbeiter. Der zum Fest angefertigte Film wird nach seiner Bearbeitung käuflich zu erwerben sein. Bürgermeister Aumeier stellte fest, dass die Partnerschaft zwischen Gemeinde und Pfarrei zur Organisation des Rittes sehr harmonisch sei. Ein besonderes Lob stellte er Marion Abate aus, die mit ihrem Relief für die Außenwand der Kirche ein künstlerisch gelungenes Werk schuf. Auch die neue Art der Jubiläumsfahnen und Erinnerungsbänder fand die Zustimmung der Reiter. Die eigens für den 300. Ritt herausgegebene Medaille fand großen Anklang.

Die Teilnehmerzahl mit 225 Reitern war trotz der ungünstigen Witterung erfreulich hoch. Die Bewirtung der Gäste in der Mehrzweckhalle mit 460 Sitzplätzen war für die Wirtsleute Erika und Hans Laumer nicht einfach. Familie Laumer gab die Zusage, auch 2020 den gastronomischen Betrieb zu übernehmen. Die Abendveranstaltung war gut besucht. Nachdem alles Wesentliche angesprochen war, legte das Komitee den Termin für 2020 auf den 14. November fest.

Text: Erwin Vogl, Miltach
Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Nachbereitung des Jubiläumsritt
Foto: Martiniritt Miltach 2019

Jubiläumsrelief zum Festtag durch Bischof Voderholzer gesegnet

(10.11.2019)

Relief zum Jubiläumsritt von Bischof Voderholzer gesegnet

Darstellung vor der Kirche beschreibt das Geschehen an Martini

 

Nach dem Ende der Reiterprozession am vergangenen Samstag folgte in diesem Jahr, anlässlich des Jubiläum 300 Jahre Martiniritt in Miltach ein besonderer Festakt. Die gebürtige Miltacherin Marion Abate geb. Aich gestaltete in den vergangenen Wochen eine Reliefplastik zu diesem Anlass. Ideengeber dazu war Kirchenpfleger Christian Röhrl. Dementsprechend beschäftigte sich die junge Künstlerin in der letzten Zeit intensiv mit dem Miltacher Martiniritt, was wieder Kindheitserinnerungen in ihr weckte.

 

Der künstlerische Schwerpunkt von Marion Abate liegt in der Bildhauerei und in farbigen Holzschnitten. Bereits 2015 beschäftigte sie sich mit dem Motiv des Martiniritts. Dabei entstand eine Serie von Holzschnitten. Damals erwarb die Gemeinde Miltach einen Druck, der jährlich für die Willkommensschilder am Ortseingang genutzt wird. Darauf zu sehen sind drei Martinireiter mit Kreuz, Standarte und Reiterfähnchen. Dieses bereits gestalte Motiv fand sich nun in ihrer abgewandelten dreidimensionalen Ausführung auf der Reliefplastik wieder. Damit schaffte die Künstlerin eine Verbindung von Gemeinde und Kirche.    Martiniritt Miltach 2019 3

In ersten Ideenskizzen sammelte Marion ihre eigenen Impressionen des Martiniritts und setzte diese dann dreidimensional in Ton um. Die dadurch entstandene Reliefplastik wurde anschließend von der Bildgießerei ARA Kunst in Altrandsberg in Wachs gegossen, bis sie schlussendlich in Bronze ihre finale Form fand.

 

Ziel der Bildhauerin war es nicht, eine völlig realistische dreidimensionale Abbildung zu schaffen, sondern zwischen verschiedensten Abstraktionsgraden zu spielen. Abate suchte und fand dabei ihre eigene Interpretation des Miltacher Pfarrpatroziniums. Die Schwierigkeit lag darin, eine Komposition zu schaffen, in der die wichtigsten Elemente des „Kirtas“ vorhanden sind, auch wenn sie zeitlich versetzt stattfinden. So entwickelte Abate ein Zusammenspiel, welches die zentralsten Elemente des Martiniritts auf seine eigene Art und Weise visualisiert. Obwohl die Plastik als Relief angeordnet ist, treten wichtige Elemente plastisch heraus, so dass die Licht- und Schattenwirkung verstärkt wird. Abate verewigte dadurch wesentliche Symbole und Szenen des Miltacher Martiniritts in ihrer Darstellung, welche zukünftig an der Außenwand der Pfarrkirche St. Martin zu betrachten ist.

 

Martiniritt Miltach 2019 1   Martiniritt Miltach 2019 2

 

Nach der Ansprache des Bürgermeisters Johann Aumeier beschrieb Abate zunächst in ein paar einführenden Worten ihre Beweggründe und die Ideen, die ihr beim Erstellen der Szenerie durch den Kopf gingen. Als Kind der Gemeinde und eine der ersten Ministrantinnen in der Miltacher Pfarrkirche ist sie eng mit dem Gotteshaus und seiner Kirchengemeinde verbunden.

 

Nachdem die künstlerische Darstellung schließlich enthüllt wurde, ging wahrlich ein raunen durch die anwesende Menschenmenge. Überrascht und begeistert von der hervorragenden Darstellungsweise zollten die politischen und geistlichen Würdenträger, ja alle Gläubigen der Künstlerin ihre Hochachtung über das geschaffene Kunstwerk. Bischof Rudolf Voderholzer war es vorbehalten, der Darstellung zum Martiniritt seinen kirchlichen Segen zu erteilen. Der Würdenträger besprengte es, nach den Segensgebeten, mit Weihrauch und Weihwasser.

 

Gewiss über viele, viele Jahre hinweg soll die Rittszene vor dem Kircheneingang die Gläubigen und Besucher des Gotteshauses an den Miltacher Martiniritt erinnern. An jenen besonderen Ritt, an dem der Bischof aus Regensburg mit dabei war und zusammen mit den Gläubigen aus dem Regental den Festgottesdienst und die Prozession zelebrierte.

 

 

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Videobeitrag der Kötztinger Zeitung]

Foto zur Meldung: Jubiläumsrelief zum Festtag durch Bischof Voderholzer gesegnet
Foto: Martinritt Miltach 2019

300 Jahre Martiniritt in Miltach - Pontifikalgottesdienst und Prozession

(09.11.2019)

300 Jahre Martiniritt in Miltach

Ein großes Kulturgut: Patrozinium mit Martiniritt  

225 Reiter trotzten dem Regen – Pontifikalgottesdienst und eucharistische Prozession

 

Alles war auf das Beste durch Pfarrei und Gemeinde für das Festgeschehen in Miltach, die Feier des Pfarrpatroziniums mit eucharistischer Prozession und Martiniritt, der seit 300 Jahren durchgeführt wird, vorbereitet. Nur das Wetter spielte am Samstag nicht mit, es regnete leicht aber unablässig. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer war Festprediger und zelebrierte mit weiteren 8 Klerikern den Patroziniumsgottesdienst in der St. Martinskirche, die Blaskapelle unter Leitung von Sepp Pielmeier gestaltete mit der „Haydnmesse“ und feierlichen Chorälen diesen beeindruckend mit. 225 Reiter auf  herausgeputzten Pferden ritten zur Ehre des Hl. Martin, der Prozession folgten zu Fuß die Vereine, die Geistlichkeit mit dem Allerheiligsten, Ehrengäste und die übrige Bevölkerung. Bürgermeister Johann Aumeier ehrte Otto Gerstl aus Bad Kötzting für 50-malige und Daniel Nemmer für 25-malige Rittteilnahme. Der Bischof segnete das Bronzerelief, geschaffen von der Miltacher Künstlerin Marion Abate, das Szenen aus dem Miltacher Martiniritt darstellt und nun das Kirchenportal schmückt.

 

Das Kirchenpatrozinium mit Martiniritt und Prozession ist ein kirchliches und auch weltliches Fest. Die in den Farben gelb-weiß festlich geschmückte St. Martinskirche füllte sich am Samstag zum Gottesdienst mit zahlreichen Vereinsmitgliedern, die mit ihren Fahnen zur Blasmusik zum Gotteshaus zogen, und weiteren Pfarrangehörigen, Repräsentanten der Öffentlichkeit und Gästen aus nah und fern. Zu einer Festfanfare schritt die Geistlichkeit mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Ortspfarrer BGR Augustin Sperl, Bad Kötztings Stadtpfarrer und Dekan Herbert Mader, dem früheren Seelsorger in Miltach Johann Six, Pfarrer Kilian Limbrunner aus Chamerau, Pater John aus der Nachbarpfarrei Harrling-Zandt-Altrandsberg, dem aus der Pfarrei Miltach stammenden Pfarrer Jürgen Eckl,  Pfarrer BGR Gotthard Weiß aus dem Bistum Passau und Diakon Martin Peintinger zum Altar. Pfarrer Sperl begrüßte alle Kirchenbesucher, besonders den H.H. Bischof Voderholzer und drückte seine Freude darüber aus, dass er als Oberhirte das heutige Patrozinium mit „300 Jahre Martiniritt“ mitfeiert, einem Brauch, wo seit Jahrhunderten in der Prozession das Allerheiligste mitgetragen wird. Des Ortsgeistlichen Gruß galt auch den Repräsentanten der Öffentlichkeit, darunter Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, MdL Dr. Gerhard Hopp sowie allen Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden.

 

Martiniritt Miltach 2019 2    Martiniritt Miltach 2019 3
     
Martiniritt Miltach 2019 4   Martiniritt Miltach 2019 5

 

„Ein Haus voll Glorie schauet“

Der Bischof drückte aus, dass er sehr gerne der Einladung zu diesem Jubiläum nachkomme. Es sei das erste Mal, dass er hier in der Kirche die Eucharistie feiern, die eucharistische Prozession begleiten und den Segen spenden darf. Auch richtete er seinen Gruß an alle Kirchenbesucher. „Wenige Tage vor dem offiziellen Gedenktag des hl. Martin wird der Brauch hier vollzogen Wir wollen heute auf den schauen, dem auch der hl. Martin nachgefolgt ist und in seinem Leben und-Sterben verherrlicht hat, auf Christus unserem Herrn“. Die Lesung und die Fürbitten trug Gottfried Heigl vor, die Psalmen sang Simon Meier. Diakon Martin Peintinger verkündete das Evangelium nach Matthäus mit der Aussage: Ich sage euch, was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

 

 

Des Hl. Martins Botschaft

„Wir dürfen 2 Tage voraus das Fest des hl. Martin feiern, des großen Bischofs aus dem 4./5.Jahrhundert und einem der beliebtesten Heiligen in der Kirche. Was die Legende berichtet spielt nicht aus der Zeit als Martin schon Bischof war. Das Ereignis spielt in der Phase seines Lebens, wo er nicht einmal getauft war, sondern auf dem Weg war Christ zu werden. Ein Taufbewerber, der gerade dabei ist zu lernen was es heißt ein Christ zu sein, um dann die Taufe zu empfangen. Damals wurden erst Mal die Erwachsenen getauft, die dann ihre Kinder im Christsein unterrichteten. Es war eine Zeit der Vorbereitung, ähnlich dem Religionsunterricht. Das Wichtigste war kennen zu lernen, wer Christus eigentlich ist. Erst nach der Taufe nehmen die Katechumenen an der Eucharistie teil. Gott hatte noch großes mit Martin vor, das ist der Hintergrund für die Szene der Darstellung Hl. Martin/Bettler. Martin war vermutlich ein Offizier, kehrt von seinem Dienst zurück und sieht zu Füßen seines Pferdes am Straßenrand einen Bettler. Die Stimme des Gewissens sagte ihm was er tun muss und teilt seinen Mantel. In der Nacht hat Martin einen Traum, ein Gesicht: Es erscheint ihm Jesus Christus und hat das Mantelstück, das Martin verschenkte, umgelegt. Martin wird klar, in diesem Bettler ist er Christus begegnet. Die Stimme des Gewissens begegnet uns in jedem Menschen der unserer Hilfe bzw. eine Form der Zuwendung bedarf. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Vorbereitungsweg zur Taufe“, so der Bischof.

 

Der Bischof meinte, der Hl. Martin ist ein Vorbild und Beispiel ein guter Christ zu werden. „ Dank den Miltachern, da sie das Pfarrpatronat hoch halten und in Erinnerung rufen. Aus dieser Szene hat sich der Martiniritt entzündet. Das Pferd ist hineingenommen worden in das Martini-Brauchtum; wir werden viele stolze und geschmückte Pferde sehen, die uns erinnern, dass der hl. Martin auf einem Pferd geritten ist und das wunderbare Zeichen der Nächstenliebe gesetzt hat. Ich danke von Herzen allen, die das Brauchtum fortgeführt haben. In diesem Sinne gibt es auch eine neu gestaltete Erinnerungstafel an der Kirche. Es ist eine Freude zurückblicken zu dürfen auf 300 Jahre Martiniritt. Ein weiteres Jubiläum hat der Trachtenverein, dessen Mitglieder seit 50 Jahren das Allerheiligste begleiten“.

 

Die Blaskapelle spielte unter anderem Lieder der Haydn-Messe und majestätische Choräle. Nach dem Martinslied, begleitet von Christian Hartl an der Orgel, segnete Bischof Voderholzer eine Erinnerungsfahne für 25-malige und ein Erinnerungsband für 50-malige Ritt-Teilnahme.

 

Martiniritt Miltach 2019 6    Martiniritt Miltach 2019 7
     
Martiniritt Miltach 2019 8   Martiniritt Miltach 2019 1

 

Historisches Ereignis: 300 Jahre Martiniritt

Die Kirchenglocken läuteten zur anschließenden Prozession. Dem Vorreiter Franz Martin mit dem Kreuz folgten die weiteren 224 Reiter auf herausgeputzten Pferden, die wertvolles Zaumzeug trugen, oftmals auch geschmückt mit Kränzchen aus Papierröserl. Die stolzen Rösser und deren Reiter, meist in Tracht, waren eine Augenweide für die trotz des Regens zahlreich am Straßenrand stehenden Besucher. Den Reitern aus der Gemeinde Miltach folgten die aus den Nachbargemeinden und eine Abordnung aus der Pfingstrittstadt Bad Kötzting mit leitendem Zugordner Sepp Barth. Die schweren Kaltblüter, eleganten Sportpferde und weißmähnigen Haflinger, sowie einige Ponys waren ein prächtiger Anblick. Sehr gut gefielen gleiche Reitergruppen.

 

Betend zogen sie in Richtung Mariahilf-Kapelle. Den Pferden folgten die übrigen Teilnehmer zu Fuß. Hinter der Blaskapelle reihten sich die großen Abordnungen der Vereine ein. Danach schritten die Geistlichkeit mit dem Allerheiligsten unter dem Traghimmel, die Ehrengäste, die MMC und die KDFB-Abordnung und weitere Pfarrangehörige.  Die Fürbitten und Litaneien wechselten auf dem Weg ab, vorgetragen von Alois Pielmeier.

 

Die Fußgänger verweilten vor dem geschmückten Feldaltar bei der Mariahilf-Kapelle, während die Martinireiter in Richtung Tiefental weiter zogen, dort umkehrten und beim Vorbeireiten in Höhe des Feldaltars vor dem Allerheiligsten ehrfurchtsvoll den Hut zogen. Nach dem Johannes-Evangelium und dem eucharistischen Segen nahm die Prozession den weiteren Weg auf der Staatsstraße zurück zur Kirche. Vor dem Portal erteilte Bischof Dr. Voderholzer den Segen mit dem Allerheiligsten und den für die Pferde mit der Martinsreliquien-Monstranz. Das Tedeum drückte das Lob zum kirchlichen Festgeschehen aus.

 

Martiniritt Miltach 2019 9    Martiniritt Miltach 2019 10
     
Martiniritt Miltach 2019 11   Martiniritt Miltach 2019 12
     
Martiniritt Miltach 2019 13   Martiniritt Miltach 2019 14
     
Martiniritt Miltach 2019 15   Martiniritt Miltach 2019 16
     
Martiniritt Miltach 2019 17   Martiniritt Miltach 2019 18

 

Dank der Gemeinde

Im Namen der Gemeinde dankte Bürgermeister Johann Aumeier dafür dass alle Beteiligten trotz des Regens aushielten und dankte dem H.H. Bischof, BGR Augustin Sperl und der weiteren Geistlichkeit, dem Gemeindereferenten, den Ehrengästen Landrat Löffler, Dr. Gerhard Hopp, Rektorin Ulrike Nauen, Bürgermeister Ludwig Klement aus Zandt, Bürgermeister Stefan Baumgartner (Chamerau), stellvertretenden Bürgermeister Speckner (Blaibach), der starken Bad Kötztinger Reiter-Abordnung, der Polizei-Dienststelle Bad Kötzting und dem BRK, Miltachs Ehrenbürger Gottfried Heigl,  den Gemeinde- und Kirchenvertretern, den Vereinen und allen Teilnehmern für die Mitfeier und sprach den Martinireitern seine Anerkennung aus. Letztere erhielten anlässlich „300 Jahre Martiniritt in Miltach“ eine Erinnerungs-Medaille. Großer Dank galt der Blaskapelle. Mit der kräftig gesungenen Bayernhymne schloss die Feier vor der Kirche.

 

Ehrung langjährige Martinireiter

Im Verlauf des Pontifikalgottesdienstes hatte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer eine Reiterfahne und ein Erinnerungsband gesegnet, die an langjährige Martinireiter verliehen werden. „Sie reiten seit vielen Jahren bei der Prozession zu Ehren des Kreuzes und des hl. Martin. Gott möge ihre Treue lohnen und sie einst zur Glückseligkeit führen“, so der Bischof.

 

Bürgermeister Johann Aumeier drückte in seiner Ansprache am Samstag zum Abschluss des Jubiläums „300 Jahre Martiniritt“  die Freude darüber aus, dass sich heuer 225 Reiter beteiligten, die damit ihre große Verbundenheit zur Miltacher Tradition zeigen. Der Gemeindechef ehrte vor den versammelten Reitern und Prozessionsteilnehmern Daniel Nemmer aus der Familie des örtlichen Busunternehmens für seine 25-malige Teilnahme als Martinireiter mit der Überreichung einer Reiterfahne. Der Pferdefreund darf diese künftig mitführen.

 

Der Landwirt Otto Gerstl aus Bad Kötzting reitet nicht nur beim Kötztinger Pfingstritt mit, er sitzt auch schon 50 Mal als Martinireiter im Sattel; der Bürgermeister wertschätzte dies und übergab ihm ein Erinnerungsband für seine Reiterfahne. Beide Jubiläumsreiter bedankten sich nach dem verklungenen Applaus der Prozessionsteilnehmer „für die Ehre und Auszeichnung“. Johann Aumeier wünschte, dass die Geehrten auch weiterhin am Martiniritt teilnehmen.

 

Ein weiterer Programmpunkt des festlichen Tages war der Eintrag des Bischofs in das Ehrenbuch der Gemeinde. Die künstlerische Gestaltung der Buchseite stammt von Hans Höcherl mit Text und Portrait. „Schneidige Musik gehört zum Kirta“, damit begann Bürgermeister Aumeier sein Grußwort in der Mehrzweckhalle, die zu diesem Anlass aufwendig dekoriert war. Der Dank des Sprechers galt allen, die zum Gelingen des Festtages beitrugen. Er gratulierte der Miltacherin Marion Abate für die thematisch gut gelungene Umsetzung von Ritt und Prozession in dem vorher von Bischof Voderholzer gesegnetem Relief, das vielleicht Jahrhunderte Miltachs Kirchenaußenwand schmücken wird.

 

Pfarrer Sperl dankte dem hohen Würdenträger aus Regensburg für sein Kommen und Mitfeiern. Als Erinnerung erhielt er einen Originaldruck mit der Grafik vom Ritt. Landrat Löffler war vom Inhalt und Ablauf des Patronatstages begeistert. „Wie die Miltacher mit ihrem Fest umgehen ist anerkennenswert“. Es bedeutet ihnen sehr viel und es soll unbedingt in der jetzigen Form mit seinem christlichen Inhalt bewahrt werden.

 

Zur Feier des weltlichen Kirchweihtages war Familie Laumer in der Mehrzweckhalle gerüstet. Die Kirtastände wurden von den Kindern gerne besucht. Die Junge Union hatte heiße Getränke bereit. Am Nachmittag bewirtete der Trachtenverein mit Kaffee und Kuchen und hatte abends wieder eine Kirchweihmusik im Angebot, bei dem die „6 lustigen 5“ aufspielten.

 

Text: Monika u. Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Christain Röhrl, Miltach, sowie Erwin Vogl, Miltach

[Videobeitrag der Kötztinger Zeitung]

[Bericht des Bistum Regensburg]

Foto zur Meldung: 300 Jahre Martiniritt in Miltach - Pontifikalgottesdienst und Prozession
Foto: Martinritt Miltach 2019

Allerheiligen und Allerseelen in der Pfarrgemeinde gefeiert

(03.11.2019)

Von Allerheiligen und dem Gedenken an die Verstorbenen

Allerheiligen, ein Tag der Freude und des Gedenkens – Abschied und Wandlung – Gräberbesuch und Segnung

 

Während der Vormittag des Allerheiligenfestes an die ganz vielen Menschen erinnert, die durch ihr außerordentliches, christliches Leben ein Vorbild für alle Christen sind und davon Zeugnis gaben, galt das Gedenken der Kirchenbesucher bei der Andacht am Nachmittag dieses Feiertages ihren verstorbenen Angehörigen, Verwandten und Freunden, die liebe Wegbegleiter waren.

 

„Viele Menschen ängstigt der Gedanke an den Tod. In Allerheiligen sieht die Kirche ein Fest gegen die Angst und den Tod. Wir Christen feiern die Gemeinschaft der Vollendeten; das Fest sagt uns, das Leben mündet ein in Gott“, so eröffnete Pfarrer BGR Augustin Sperl den Pfarrgottesdienst am Vormittag.

Am frühen Nachmittag war die Pfarrkirche „St. Martin“ erneut recht gut besetzt, zum Allerseelenrosenkranz und zur anschließenden Andacht, die Pfarrer BGR Augustin Sperl unter das Thema „Was ist los nach dem Tod“ stellte. Alois Pielmeier sprach die Fürbitten, welche hinwiesen auf das, was den Menschen nach seinem Tod erwartet.

 

Allerheiligen Miltach 2019 3    Allerheiligen Miltach 2019 2

 

„Ich weiß auch nicht, wie es nach diesem Leben sein wird, aber wir Christen glauben, dass sich im Sterben die Seele vom Körper trennt. Sie ist unsterblich, weil sie ein Teil von Gott ist. Im Sterben geht unsere Seele heim zu Gott. Gott schenkt uns eine Heimat bei ihm.“, so Pfarrer Sperl in seiner Ansprache. „Wohnung und Heimat wünscht sich jeder. Damit verbinden wir die Vorstellung von Geborgenheit, Schutz und die Nähe guter Menschen. Es wird keine Einsamkeit mehr geben, keine Verzweiflung und keine Hoffnungslosigkeit. Dann glauben wir, dass uns am Ende das Tor zum Himmel aufgeschlossen wird und unser Leben unvorstellbar neu erblüht und eine Heimat haben, voll Hoffnung und Glückseligkeit.“

 

Allerheiligen Miltach 2019 1    Die Verstorbenen haben ihren irdischen Pilgerlauf vollendet. Das Gedenken galt ihnen, besonders auch denen, die seit Allerheiligen 2018 verstorben sind. Es wurde eine Kerze vor dem Altar entzündet und die große Glocke vom Kirchturm läutete dabei für Edeltraud Ruhs (92 Jahre), Josef Irlbeck (82 Jahre), Josef Wanninger (82 Jahre), Alois Aich (86 Jahre), Anna Schneider (91 Jahre), Siegfried Meinert (54 Jahre), Hildegard Alt (80 Jahre), Ludwig Brunner (65 Jahre), Maria Mössinger (72 Jahre), Dr. Johann Helmbrecht (71 Jahre), Elisabeth Schiedermeier (95 Jahre), Ludwig Martin (85 Jahre), Albin  Christl (86 Jahre), Philipp Hielscher (24 Jahre), Hildegard Weber (81 Jahre) und Waltraud Kindermann (71 Jahre). Die Lieder bei der Andacht begleitete Christian Hartl an der Orgel.

 

Die Pfarrangehörigen und die vielen auswärtigen Besucher begaben sich danach zum Friedhof. Vor dem Leichenhaus sprach Pfarrer Augustin Sperl die Gebete zum Gedenken an die Verstorbenen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Sehr würdevoll spielte eine Bläsergruppe um Josef Pielmeier Choräle. Abschließend besprengten die Gläubigen ihre Gräber mit Weihwasser und der liturgische Dienst ging mit dem Weihrauch durch die Gräberreihen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Allerheiligen und Allerseelen in der Pfarrgemeinde gefeiert
Foto: Allerheiligen Miltach 2019

Pilgermadonna von Fatima zu Gast in Miltach

(26.10.2019)

Die Pilgermadonna aus Fatima war zu Gast in Anzenberg

Festliche Fatimaandacht im Kerzenschein und Lichterprozession

 

In diesen Tagen ist die Fatima-Pilgermadonna für Deutschland an vielen Orten im Bistum Regensburg zu sehen. Anfang September hat die Pilgerreise der Muttergottesstatue durch das Bistum begonnen und dauert noch bis in den November hinein.

 

Die Statue ist für Deutschland einzigartig, denn es ist die einzige von einem Papst geweihte Fatima-Muttergottes hierzulande. Sie wurde am 13. Mai 1967 anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Marienerscheinungen von Fatima durch Papst Paul VI. speziell für Deutschland geweiht. Die Statue wurde dem Fatima-Weltapostolat U. L. F. in Deutschland e. V. zur Betreuung übergeben. Im vergangenen Jahr, kurz nach dem einhundertsten Jahrestag der Marienerscheinungen, wurde die Tradition der Pilgerschaft dieser einzigartigen Statue in einigen norddeutschen Diözesen mit großem Erfolg wieder aufgenommen.

 

Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 5    Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 8

 

Anliegen dieser Reise der Pilgermadonna ist es, der Botschaft von Fatima neues Gehör zu verschaffen, um den Frieden in der Welt zu beten, das Rosenkranzgebet zu fördern und die Liebe zur Gottesmutter in den Herzen der Gläubigen zu stärken. In Zeiten des Umbruchs und der zunehmenden Bedrängnis kann die Botschaft der Gottesmutter Handlungssicherheit und Vertrauen geben.

 

Am Mittwoch Abend war die Figur schließlich auch in der Pfarrgemeinde Miltach. Der einzige Termin im Dekanat Kötzting und darüber hinaus. Um 19 Uhr wurde an der Kapelle eine Fatimaandacht gebetet. Anschließend führte eine Lichterprozession im Kerzenlicht mit der Pilgermadonna durch den Ort Anzenberg. Zahlreiche Gläubige haben sich eingefunden und haben mit gebetet und mit gesungen.

 

Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 10    Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 3
     
Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 9   Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 7
     
Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 6   Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 4
     
Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 11   Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 12
     
Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 2   Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 1

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

(mit Ausschnitten aus von der Homepage des Bistum Regensburg)

Foto zur Meldung: Pilgermadonna von Fatima zu Gast in Miltach
Foto: Pilgermadonna Fatima Miltach 2019

Sanierung der Maria-Hilf-Kapelle geht recht gut voran

(25.10.2019)

Die Maria-Hilf-Kapelle wird derzeit umfassend saniert

Der Zahn der Zeit nagte am Bauwerk – Sanierung ist eine dringende Maßnahme

 

Die Maria-Hilf-Kapelle an der Kötztinger Straße ist das Gebäude, welches die Autofahrer und Radfahrer und Fußgänger, die aus dem Regental kommen, am Ortseingang von Miltach begrüßt. Seit gut sieben Wochen regt sich um die Kapelle eine rege Bautätigkeit.

 

Die Kirchenstiftung Miltach als Bauträger hat in jahrelanger Vorbereitung und Planung, zusammen mit dem Architekturbüro Schnabel und Partner aus Bad Kötzting, dem Baureferat der Diözese Regensburg und in Absprache mit der Gemeinde und dem Landesamt für Denkmalpflege am Landratsamt in Cham, nun endlich die dringend notwendige Sanierung in Angriff genommen. Starker Regen und Hagel, sowie Sturm und der Frost des Winters, haben dem Kirchengebäude in den letzten Jahren arg zugesetzt. Das Dach war mittlerweile undicht geworden und das Regenwasser konnte in das Gebäudeinnere eindringen. In Abstimmung mit der Gemeinde Miltach und nach notarieller Beglaubigung wurde auch die Grundstücksfrage eindeutig geklärt. Das Gebäude also vermessen und der hölzerne Vorbau, sowie ein Umgriff um das Gebäude, von der Kirchenstiftung Miltach erworben. Die Baumeisterarbeitung konnten von der Firma Johann Wutz Anfang September aufgenommen werden. Eine Entwässerungsdrainage wurde vorbereitet. Zusammen mit dem Ingenieurbüro Bräutigam aus Nabburg und dem Kirchenmaler Andreas Richter konnten die Analysen im Laufe des Jahres vorbereitend getätigt werden. Zurzeit sind die Mitarbeiter der Zimmerei Matthias Röhrl damit beschäftigt, den Dachstuhl zu reparieren und die Holzbedachung wieder instand zu setzen. Die kleine Glocke und die Vorrichtung zum Läuten, wurde von der Turmuhrenfabrik Georg Rauscher aus Regensburg gewartet und zwischenzeitlich schon wieder installiert. Die Kirchenmaler und Restauratorenarbeiten werden von der Firma Thomas Prock aus Regenstauf durchgeführt. Der Putz Außen wurde fachgerecht abgetragen. In den letzten Tagen dann wieder neu aufgebracht und bereits verputzt. Jetzt können sogar schon die Arbeiten im inneren der Kapelle begonnen werden. Die Spenglerarbeiten führt die Firma Strobl aus Zandt aus. Die Gerüstarbeiten werden von der örtlichen Malerfirma Zollner erledigt.

 

Für die Verantwortlichen in der Kirchenverwaltung war es ein großes Anliegen, die alte Kapelle vor größerem Schaden zu bewahren. Darum wurde in Jahrelanger Vorbereitung daraufhin gearbeitet, dass bis zum Martiniritt, der in diesem Jahr auf 300 Jahre zurückblicken kann, das äußere der Kapelle wieder in neuem Glanz erstrahlt. Die Innensanierung mit dem alten Deckengemälde, wird sich dann noch bis in das kommende Jahr 2020 hinziehen.

 

Die Geschichte der Maria-Hilf-Kapelle

Alle Jahre finden sich im Monat Mai Beter und Marienverehrer in der kleinen Kapelle zu Maiandachten ein. Die benachbarten Familien sind es auch, die sich das ganze Jahr über für die Pflege der Kapelle und deren Umfeld einsetzen. Sie mähen den Rasen und sorgen für frischen Blumenschmuck am Altar. Neben den Maiandachten hat die Kapelle keine weitere liturgische Funktion im Jahresablauf, außer am Kirchweihfest, wenn der Martiniritt hier eine geistliche Station einlegt, da das kleine Gotteshaus die passende Kulisse bietet.

 

Bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Maria-Hilf-Kapelle noch ganz allein an der Kötztinger Straße, etwa 300 Meter vom Miltacher Ortsrand entfernt. Erst um das Jahr 1948 begann hier rege Bautätigkeit in der inzwischen auf etwa 30 Wohngebäude angewachsenen Kapellensiedlung. Der Bau der Kapelle geht höchstwahrscheinlich auf das Jahr 1780 zurück, wie aus einer Kalksteinplatte über dem Eingang zu lesen ist. Das steinerne Dokument enthält neben dem Wappen der damaligen  Schlossbesitzer die Inschrift: „I. N. W. F. v. S. V. M. H. et K. A. 1780“. Diese Buchstaben stehen für „Johann Nepomuk Wenzel Freiherr von Schönprunn auf Miltach, Heitzelsberg und Krailing“. Im Oktober 1921 wurde die schenkungsweise Übertragung des Eigentumsrechts der Kapelle durch den Besitzer Josef Kyrein an die Kirchenstiftung notariell verbrieft. Kyrein aus Unterbiberg bei München war damals Schlossherr von Miltach.

 

In „Kunstdenkmäler Bayern, Bezirksamt Kötzting“ wird 1922 für den Sakralbau ein kleiner, rechteckiger, flachgedeckter Innenraum mit Rundchor angegeben. Die Einrichtung bestand damals hauptsächlich aus einem Rokokoaltärchen  aus der Zeit um 1780. Das Deckenfresko stellt die heilige Familie bei der „Rückkehr aus Ägypten“ dar. Ein weiterer Schmuck ist das verschlungene Marienmonogramm an der Decke. Vier Fenster erhellen den Innenraum.

 

Bis zum 2. Weltkrieg befanden sich in dem sechseckigen Türmchen noch zwei kleine Glocken, von denen die ältere nach den Aufzeichnungen von Expositus Holzgartner vermutlich einen  kunstgeschichtlichen hohen Wert besaß. Der untere Durchmesser betrug 27 Zentimeter. Die weiter oben hängende Glocke ohne Inschrift war von neuerem Datum. Sie wog 18 Kilogramm. Allem Anschein nach goss sie 1837 Josef Anton Spannagl in Regensburg.

 

Eine Chronik berichtet, dass die Kapelle irgendwann durch Blitzschlag abbrannte. Da sich Freiherr von Schönprunn in finanziellen Schwierigkeiten befand und sich nicht um den Wiederaufbau kümmerte, übernahmen die Ortsbewohner selbst die Instandsetzung. In der Pfarrregistratur gibt es folgendes Protokoll über den Vorgang: „Michl Zankl von Schwarzendachsberg sagte am 28. Oktober 1895 aus. Die Kapelle wurde 1831 wieder erbaut und im Advent 1831 durch Pfarrer Xaver Eibl aus Chamerau eingeweiht. Das benötigte Holz  schenkte Baron Schönprunn. Die Steine brachten die Einwohner von Miltach, Höhenried, Kreuzbach und Oberndorf unentgeltlich. Den Kalk kaufte Matthias Zankl, ein gebürtiger Miltacher, der bei Graf Preysing, Moos, als Hausmeister angestellt war“. Von der Firma Richter konnten diese Angaben durch Putzanalysen und Befundungen in den letzten Monaten bestätigt werden. Eine ausführliche Beschreibung dazu wurde erstellt und der Kirchenstiftung Miltach zur Verfügung gestellt.

 

Schon vor vielen Jahren waren laufend größere Renovierungen und kleinere Ausbesserungen notwendig, so zum Beispiel 1938 und 1975. Bei der letzten Renovierungsarbeit wurde ein Glasbehälter entdeckt, in dem sich ein Schriftstück mit folgendem Text befand: „Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Im Jahre des Heils, im 17. Jahr der glorreichen Regierung Sr. Heiligkeit des Papstes Pius XI., als Exzellenz Dr. Michael Buchberger, Bischof von Regensburg, Gottfried Wensauer, Expositus in Miltach war, als Adolf Hitler Kanzler des Deutschen Reiches, Karl Griesbeck kommissarischer Bürgermeister von Miltach war, konnte im Juli und August die Mariahilf-Kapelle bei Miltach dank des Opfersinns der Expositurangehörigen gründlich restauriert werden. Diese Kapelle sei fernerhin allen die vorübergehen, eine erfolgreiche Einladung zum Lobe Gottes und zum Vertrauen auf unsere himmlische Mutter, jedem, der hier gläubig betet, werde Trost, Segen und Gnade zuteil! Kirchenverwaltung Miltach: Alois Wanninger, Oberndorf;  Johann Früchtl, Eben;  Xaver Holzfurtner, Miltach;  Paul Vogl, Oberndorf;  Ludwig Breu, Miltach.“ Bei diesen Arbeiten vor dem 2. Weltkrieg bekam das sechseckige Türmchen vermutlich auch seine Blechverkleidung. Im Jahr 1951 kam wieder eine kleine Glocke in den Turm, nachdem die frühere für Rüstungszwecke abgeliefert werden musste. Bei einer sehr gründlichen Sanierung im Jahr 1975 erhielten der Turm und das Dach einen Belag aus Holzschindeln. Im Jahr 2002 wurde auf Veranlassung des früheren Pfarrer Konrad Friedrich die Frontseite zur Straße hin durch eine Holzverschalung und ein Fenster vollständig geschlossen.

 

Wenn die Sanierungsarbeiten in den kommenden Wochen außen abgeschlossen werden können, dürfen sich die Einheimischen und auch die Gäste wieder auf ein kleines Schmuckstück freuen, das sie am Ortseingang von Miltach begrüßen wird.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl

Foto zur Meldung: Sanierung der Maria-Hilf-Kapelle geht recht gut voran
Foto: Maria-Hilf-Kapelle zur Sanierung 2019

Bilderabend zum Martiniritt war ein großer Erfolg

(22.10.2019)

Martiniritt ist gelebtes Brauchtum in Miltach

Zahlreiche Interessierte kamen zum Bilderabend in das Pfarrheim

Gastgeber für den Bilderabend am Freitag Abend waren die Gemeinde und die Pfarrgemeinde Miltach. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche trafen sich Martinireiter, Pfingstreiter und zahlreiche Interessierte aus Miltach und Umgebung zum geselligen Abend im Pfarrheim. Bürgermeister Johann Aumeier begrüßte alle Anwesenden. Er dankte der Pfarrgemeinde und den Martinireitern für die Organisation des Abends. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarrgemeinde sind für den Rathauschef der beste Beweis dafür, dass der Zusammenhalt und der Gemeinschaftssinn im Ort so lebendig werden. Christian Röhrl dankte er für die gute Unterstützung und die hilfreichen Ideen, sowie der Mesnerfamilie Röhrl für ihre Sorge um die örtliche Pfarrkirche. Nach einer kleinen Brotzeit und guter, bayerischer Blasmusik von der Blaskapelle „Weißblau Königstreu“ unter der Leitung von Josef Pielmeier, eröffnete Erwin Vogl den Bilderreigen.

In diesem Jahr kann die Pfarrei Miltach am 9. November auf 300 Jahre Martiniritt zurückblicken. Der Ort freut sich schon heute auf den Besuch von Bischof Voderholzer aus Regensburg. Für den örtlichen Berichterstatter Vogl war es an diesem Abend jedoch eine ganz gute Gelegenheit, mit Fotos auf diese lange Tradition in der Regentalgemeinde zu schauen. Zahlreiche farbige und schwarzweiße Aufnahmen belegten die lange christliche Tradition und die tiefe Verbundenheit des Ortes zu seinem Schutzpatron, den Heiligen Martin und zum Martiniritt. Immer wieder gab es Diskussionen um Personen, die auf den alten Aufnahmen zu sehen waren. Fesche Reiter und zahlreiche geistliche Würdenträger waren zu erkennen. Gerade für die jüngeren Anwesenden eine sehr gute Gelegenheit, das, was sich im Ort seitdem geändert hat, zu sehen und von dem, was Miltach gemäß seiner Tradition lebt, zu erfahren.

Bilderabend Martiniritt 2019 1    Bilderabend Martiniritt 2019 2

In einem weiteren Teil war es dann Christian Röhrl, der den wohl ältesten Beweis des Martinirittes in der Regentalgemeinde zeigte. Er konnte den interessierten Personen Aufnahmen vom Martiniritt aus dem Jahre 1936 vorführen. Gespannt wurde das damalige Geschehen im Ort verfolgt. Nach dem Martiniritt-Film gab es schließlich noch weitere Aufnahmen von Erwin Vogl, der einen spannenden Filmbeitrag vom Bahnhof Miltach, aus den Jahren 1977 und 1978 zeigte. Reges Treiben und stetiger Zugverkehr konnten auf dem damals größten Nebenbahnhof Bayerns bestaunt werden.

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Bilderabend zum Martiniritt war ein großer Erfolg
Foto: Bilderabend Martiniritt 2019

Martinireiter gedenken seiner verstorbenen Reiter

(21.10.2019)

Verstorbene Reiter sind nicht vergessen

Die Martinireiter feierten ihren Jahrtagsgottesdienst – zum 300. Mal. Pfarrer Augustin Sperl segnete die Jubiläums-Medaillen.

Die Feier des Kirchenpatronats mit anschließendem Martiniritt und eucharistischer Prozession findet heuer am Samstag, 9. November, statt. Da es den Miltacher Martinireitern am Festtag nicht möglich ist, den Patroziniumsgottesdienst zu besuchen, fanden sie sich am Freitag zu ihrem Jahrtagsgottesdienst ein. Sie waren in ihrer traditionellen Reitertracht gekleidet, die wertvolle Standarte führte Walter Graßl mit. Auch eine große Abordnung Kötztinger Pfingstreiter und Miltachs Bürgermeister Johann Aumeier feierten den Martinireiter-Jahrtag.

 

Unter musikalischer Begleitung der Blaskapelle Weißblau-Königstreu betraten die Miltacher Martinireiter die St. Martinskirche und nahmen ihre Plätze ein. Das beim Volksaltar aufgestellte Gedenkbrett und der mit gelbweißen Papierröserln geschmückte Wacholderstrauß waren weiter äußere Zeichen des Jahrtagsgottesdienstes.

 

Jahrtag Martinireiter Miltach 2019 1    Jahrtag Martinireiter Miltach 2019 3

 

Zu Beginn hörten die Kirchenbesucher eine festliche Eröffnung. Dann begrüßte Pfarrer Augustin Sperl die Kötztinger Pfingstreiter und die Miltacher Martinireiter. „Letztere sind heute in großer Gemeinschaft versammelt, um ihren Jahrtag zu begehen und hierbei besonders den verstorbenen Martinireitern zu gedenken. Sie haben Zeugnis abgelegt für Jesus Christus. Die Pfarrei Miltach schaut heuer auf die lange Tradition des nun 300-jährigen Martiniritts zurück. Viele sind uns im Tod vorausgegangen, sie sind mit uns durch das Bindeglied Jesus Christus verbunden“, so der Geistliche. Auch eine Fürbitte galt den Verstorbenen, die viele Jahre am Miltacher Martiniritt teilgenommen und das Allerheiligste begleitet haben.

 

Die Mantelteilung des hl. Martin sei für die Kinder ein besonderes Beispiel der Nächstenliebe, für uns Erwachsene eine Aufforderung, spontan Gutes zu tun, um die Not eines Menschen zu lindern. Pfarrer Sperl wies zum Ende des Gottesdienstes darauf hin, dass anlässlich des 300-jährigen Jubiläums sich die Pfarrei und die Gemeinde entschlossen hatten, eine Medaille anfertigen zu lassen. Eine Seite zeige hier auf die bekannte Mantelteilung des Heiligen, die andere Seite das Gemeindewappen mit der Schrift: Gemeinde Miltach – Bayern. Die Medaille wird heuer den teilnehmenden Martinireitern zum Dank übergeben. Es sind 300 Stück vorhanden, bei Bedarf werden weitere bestellt. Pfarrer Augustin Sperl segnete und weihte diese.

 

Jahrtag Martinireiter Miltach 2019 2   Die Totenehrung leitete ein Grablied ein, danach dankte Franz Martin als Sprecher der Miltacher Martinireiter dem Geistlichen sowie der Blaskapelle für die Gestaltung der Messfeier, ebenso der Familie Röhrl für die Aufstellung des Gedenkbretts für die verstorbenen Reiterfreunde in Nähe des Volksaltares. „Dass Menschen uns verlassen, kann man nicht verhindern, aber man kann verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten. Deshalb gedenken wir heute allen verstorbenen Martinireitern, sie ritten zur Ehre des Kreuzes und des hl. Martins“, so der Sprecher, der ein Gebinde am Gedenkbrett niederlegte. Pfarrer Sperl sprach die Gebete und die Bitte, Gott möge die Liebe und Fürsorge, die sie zu ihren Lebzeiten geschenkt haben, vergelten.

Die Totenehrung beschloss die Blaskapelle mit dem „Lied vom guten Kameraden“. Pfarrer Sperl dankte allen Versammelten für die Mitfeier des Gottesdienstes, besonders für die sehr zahlreiche Teilnahme durch die Martini- und Pfingstreiter. Mit einem Marienlied endete der kirchliche Jahrtag der Reiter. Der gesellige Teil des Jahrtags fand im Pfarrheim St. Martin statt.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martinireiter gedenken seiner verstorbenen Reiter
Foto: Jahrtag Martinireiter Miltach 2019

Pilgermadonna von Fatima kommt nach Miltach

(20.10.2019)

Die Fatima Pilgermadonna für Deutschland in Miltach

Pilgermadonna von Papst Paul VI. geweiht – Einzige Station im Dekanat und darüber hinaus
 

In der Fatimakapelle in Anzenberg bei Miltach erfährt die Mutter Gottes von Fatima eine ganz besondere Verehrung. Neben Rosenkränzen im Oktober und Maiandachten im Mai werden allmonatlich um den 13. Fatimaandachten gebetet.

 

Seit 1982 steht am Ortsrand von Anzenberg diese Kapelle. Am 18. April 1982 beschlossen die Anzenberger bei einer Zusammenkunft, eine Kapelle zu bauen. Als Standort wählte man eine Fläche am Waldrand oberhalb der Ortschaft, das notwendige Grundstück stellte die Familie Alfons Bergbauer zur Verfügung. Am 14. August 1983 weihte der apostolische Visitator der Ermländer, Prälat Johannes Schwalke aus Münster, den kleinen Sakralbau. Der damalige Pfarrer Johann Six stand ebenfalls hinter diesem Ansinnen und förderte es auf seine Art. In der Einladung  zum Weihetag am 14. August 1983 schrieb er: „Die Fatimakapelle soll nicht nur eine bauliche Zierde für das Dorf sein, sondern auch ein Ort des Gebetes, der geistlichen Erbauung und des Heiles“. Als Hauptfigur steht in der Mitte die Muttergottes von Fatima.

 

Pilgermadonna im Bistum Regensburg

In diesen Tagen ist die Fatima-Pilgermadonna für Deutschland an vielen Orten im Bistum Regensburg zu sehen. Anfang September hat die Pilgerreise der Muttergottesstatue durch das Bistum begonnen und dauert noch bis in den November hinein.

Die Statue ist für Deutschland einzigartig, denn es ist die einzige von einem Papst geweihte Fatima-Muttergottes hierzulande. Sie wurde am 13. Mai 1967 anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Marienerscheinungen von Fatima durch Papst Paul VI. speziell für Deutschland geweiht. Die Statue wurde dem Fatima-Weltapostolat U. L. F. in Deutschland e. V. zur Betreuung übergeben. Im vergangenen Jahr, kurz nach dem einhundertsten Jahrestag der Marienerscheinungen, wurde die Tradition der Pilgerschaft dieser einzigartigen Statue in einigen norddeutschen Diözesen mit großem Erfolg wieder aufgenommen.

 

Anliegen dieser Reise der Pilgermadonna ist es, der Botschaft von Fatima neues Gehör zu verschaffen, um den Frieden in der Welt zu beten, das Rosenkranzgebet zu fördern und die Liebe zur Gottesmutter in den Herzen der Gläubigen zu stärken. In Zeiten des Umbruchs und der zunehmenden Bedrängnis kann die Botschaft der Gottesmutter Handlungssicherheit und Vertrauen geben.

 

Am morgigen Mittwoch Abend wird die Figur schließlich auch in der Pfarrgemeinde Miltach sein. Der einzige Termin im Dekanat Kötzting und darüber hinaus. Um 19 Uhr wird an der Kapelle eine Fatimaandacht gebetet. Anschließend führt eine Lichterprozession im Kerzenlicht mit der Pilgermadonna durch den Ort Anzenberg. Besonders auch die Mitglieder der Marianischen Männerkongregation und des Frauenbundes Miltach, sind zu dieser Marienfeier aufgerufen. Wir laden alle Gläubigen recht herzlich ein.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

(mit Ausschnitten aus von der Homepage des Bistum Regensburg)

 

Foto zur Meldung: Pilgermadonna von Fatima kommt nach Miltach
Foto: Fatimakapelle Anzenberg

Martiniritt-Komitee freut sich auf den kommenden Martiniritt

(17.10.2019)

Pfarrpatrozinium mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Am 9. November Jubiläumsritt – Komitee legte Ablauf fest

 

300 Jahre Martiniritt bedeuten für die Verantwortlichen zusätzliche Vorbereitungen. Schon der Besuch von Bischof Dr. Rudolf  Voderholzer ist in den Ablauf  des Tages  einzuplanen. Weiter erhält am 9. November ein neues Flachrelief mit der Darstellung des hl. Martin den kirchlichen Segen. Die Gemeinde Miltach hat zum Jubiläumsritt Erinnerungsmedaillen fertigen lassen, wovon jeder teilnehmende Reiter eine erhält. Zum Ausklang des Kirchweihfestes hält der Trachtenverein einen Festabend mit Tanzauftritten der Kinder- und Jugendgruppen.

 

Um die notwendigen Vorbereitungen zum diesjährigen Pfarrpatrozinium zu treffen, traf sich am Montag das dafür zuständige Martiniritt-Komitee im Pfarrheim. In seiner Begrüßung sagte Pfarrer Augustin Sperl, dass inzwischen die feste Zusage für den Besuch von Bischof Dr. Voderholzer vorliegt und nun die entsprechenden Vorbereitungen dafür gegeben sind. Pfarrer Sperl forderte alle auf, dazu konstruktiv und harmonisch zusammen zu arbeiten. Insgesamt sind 12 Kleriker eingeladen, die gemeinsam mit dem Regensburger Bischof beim Pontifikalamt zelebrieren. Pfarrer Sperl regte an, den Gottesdienst professionell in Bild und Ton aufzeichnen zu lassen.

 

Bürgermeister Johann Aumeier meinte dazu, die Gemeinde und die Pfarrei werden alles dafür tun, dass dieser Jubiläumsritt allen in bester Erinnerung bleibt. An die Bürger des Dorfes appellierte er, die Häuser entlang des Rittes mit Fahnen und Girlanden zu dekorieren. „Unser Martiniritt ist landkreisweit bekannt und dem wollen wir Rechnung tragen“, so Aumeier. Die zu diesem Anlass geprägte Erinnerungsmedaille trägt auf der Vorderseite neben einer Darstellung der Mantelteilung durch den heiligen Martin den Text: „Martiniritt Miltach – 300 Jahre – 2019“. Die Rückseite besteht aus dem Gemeindewappen und der Schrift: „Gemeinde Miltach - Bayern“.  Das aus Bronze gefertigte Stück kann der Reiter mittels eines gelbweißen Bandes an seiner Tracht befestigen.

 

Von Bürgermeister Aumeier kam der Hinweis, dass am morgigen Freitag beim Jahrtag der Martinireiter im Pfarrheim St. Martin eine CD käuflich erworben werden könne mit der Aufzeichnung der letzten beiden Ritte.

 

Dreistündige Straßensperrung

Die Blaskapelle „Weißblau-Königstreu“ gestaltet den Patroziniums-Gottesdienst mit, begleitet die Prozession und wird in der Mehrzweckhalle bis 17 Uhr aufspielen. Die Bewirtung übernimmt die Familie Laumer aus Altrandsberg. Das Kuchenbuffet mit Kaffee organisiert der Miltacher Trachtenverein „D’Regentaler“. Um 17 Uhr haben die Kinder- und Jugendlichen des Trachtenvereins  ihren Auftritt.   Ab 18 Uhr musizieren dann die „6 lustigen 5“ beim Festabend. Die Trägerdienste für den Baldachin, der Fahnen und Figuren übernimmt wieder der Trachtenverein, „und dies schon seit 50 Jahre“, wie der Bürgermeister hervorhob. Die Feuerwehren von Miltach, Eismannsberg und Oberndorf treffen die Anordnungen bei den notwendigen Straßensperrungen. Heuer wird dies zusätzlich wegen der Sperrung der Kreisstraße Chamerau- Bad Kötzting erschwert.

 

Bisher lieferte die Paramentenstickerei des Klosters Aiterhofen die Fahnen und Erinnerungsbänder für den Ritt. Die Gemeinde erhielt nun die Nachricht von der Stickmeisterin Schwester Bernarda, dass sie nicht mehr in der Lage ist, die gewünschten Aufträge auszuführen. Als Ersatz wird nun die Fahnenstickerei Kössinger liefern. Die Renovierungsarbeiten an der Maria-Hilf-Kapelle und ihrem Umfeld werden bis zum 9. November abgeschlossen sein. Zwei Reiter erhalten heuer Auszeichnungen für 25- bzw. 40- malige Teilnahme am Miltacher Ritt.

 

...

 

Michael Iglhaut war es ein Anliegen, dass die Reiter entsprechend des Anlasses auch mitbeten. Gerade die Miltacher Gruppe soll sich angesprochen fühlen. Vom Trachtenverein kam der Hinweis, alle Teilnehmer zu Pferd sollten wenn möglich die herkömmliche Reitertracht tragen. Der Martiniritt 2020 findet am 14. November statt.

 

Text und Bild: Erwin Vogl und Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martiniritt-Komitee freut sich auf den kommenden Martiniritt
Foto: Martiniritt Miltach 2018

27 Jubelpaare feiern in unserer Pfarrkirche ihr Ehejubiläum

(15.10.2019)

Pfarrer Sperl: „Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“

Gottesdienst mit Jubelpaaren, die heuer 25, 30, 40, 45, 50 und sogar 55 Jahre verheiratet sind

Es waren am vergangenen Sonntag 27 Jubelpaare, so viele Paare wie noch nie, die der Einladung beider Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach gefolgt sind und sich am Ehejubiläum in der Pfarrkirche von Miltach beteiligten. Es ist in den beiden Regentalgemeinden schon eine feste Einrichtung, dass sich im Frühjahr und im Herbst Jubelpaare zu einem gemeinsamen Gottesdienst treffen. Es war ein recht sonniger und warmer Oktobersonntag als festliches Geläute die Gläubigen zur Pfarrkirche rief und es stellte sich recht schnell auch eine festliche Stimmung ein, als die Jubelpaare aus Miltach und Blaibach, die in der zweiten Jahreshälfte ein Ehejubiläum feiern, sich in den vordersten Bankreihen einfanden. Sie dankten Gott für die zurückliegenden gemeinsamen Jahre und Jahrzehnte und erneuerten das Eheversprechen, das sie sich einst am Traualtar gaben. Nach dem Dankgottesdienst waren alle Jubelpaare in das benachbarte Pfarrheim eingeladen, wo der Pfarrgemeinderat einen Empfang bei Sekt und schmackhaften Häppchen vorbereitet hatte.

Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 1    Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 3
     
Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 4   Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 9

 

Mit Liedern aus dem Gotteslob umrahmten alle Gläubigen die Eucharistiefeier für Ehejubilare, die auf 25, 30, 40, 45, 50 und sogar 55 gemeinsame Ehejahre zurückschauen können. Einen herzlichen Gruß entbot BGR Pfarrer Augustin Sperl den 27 Jubelpaaren der Pfarreiengemeinschaft Blaibach-Miltach, die der Einladung ihrer jeweiligen Heimatpfarrei nachgekommen waren. „Heute sind Sie hier, um Danke zu sagen für die vielen, gemeinsamen Jahre, die Sie in Freude, aber sicher auch mit manchem Kummer und manchen Sorgen verbringen durften“. Pfarrer Augustin Sperl meinte aber auch: „Sie feiern ein Ehejubiläum um den liebenden von heute zu sagen: Es ist möglich, es gelingt auch heute, viele lange Jahre miteinander zu leben in Gesundheit und Krankheit.“

Der Priester gratulierte im Namen der beiden Pfarrgemeinden. Die Predigt leitete Pfarrer Augustin Sperl mit einem Rückblick auf das Erntedankfest, Anfang Oktober ein. „Ich glaube auch sie können in Dankbarkeit zurückschauen auf die Ernte ihrer Ehe.“ Mit den verschiedenen Symbolen vom Erntealtar und weiterer nützlicher Gegenstände, verdeutlichte der Geistliche den tiefen Sinn einer gelungenen Ehe.

Das Brot, es soll daran erinnern, wie oft Brot auf den Tisch gebracht und es miteinander geteilt wurde. Es mag aber auch daran erinnern, wie schwer es ist durch Arbeit das tägliche Brot zu verdienen. „Es erinnert uns an das Brot, das hier in der Kirche immer wieder den Menschen geschenkt wird, damit der gläubige Christ genügend Kraft hat das Leben und seine Anforderungen zu bestehen und damit auch die Seele die Nahrung bekommt, die ihr guttut.“

Die Weintraube erinnert an die Gemeinschaft. „Am Anfang waren die Brautleute. Dann Kinder, Schwiegertöchter / Schwiegersöhne, Enkelkinder und vielleicht auch schon Urenkel scharen sich heute wie bei einer Weinrebe um die Mitte. Gott hat ihre Liebe gesegnet. Und in den Kindern und Enkelkindern lebt ein Stück von ihnen weiter.“ so Pfarrer Sperl.

   Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 17

Der Stein symbolisiert, dass einige unter großem Einsatz für sich und die Familie ein Eigenheim gebaut, den Kindern eine gute Schuldbildung ermöglicht und durch manchen Verzicht auf eigenes Wohlergehen und Lebensgenuss gelebt haben.

Sicherheitsnadeln: Sie stehen für ihre Bemühungen, Getrenntes wieder zusammen zu führen und Nüsse, sollen die Eheleute an alle Schwierigkeiten erinnern. Da gab es eine Menge Nüsse zu knacken, die man an diesem Sonntag sicherlich nicht alle aufzählen kann und um die nur der Mensch selber weiß.

Dann zeigte der Priester zwei Zwiebeln, sie stehen für alles, was Tränen in die Augen trieb. Eine Krankheit des Ehepartners, eine Enttäuschung, eine Kränkung. Aber Tränen haben auch ihr Gutes: Sie waschen den Staub von der Seele. Und Augen, die auch einmal geweint haben, sehen wieder besser.

„Zuletzt sind es Sonnenblumenkerne. Die große und schöne Sonnenblume richtet sich auf die Sonne aus, versucht das Licht der Sonne zum Gedeihen zu nutzen. Wir brauchen im Leben auch etwas, nach dem wir uns ausrichten können. Das ist für uns die Sonne Gottes. Und wer das versucht, der darf auch erfahren, dass dann die Schatten hinter ihm fallen. Und wenn wir wie eine Sonnenblume im Alter den schweren Kopf neigen, dann dürfen wir uns freuen über die Samenkerne, die aus unserem Leben in diese Welt gefallen sind. Die Kinder, die Enkel und all das Gute, das einem entstanden ist, das Gute, das weiterwirkt.“ Abschließend zitierte der Geistliche Reinhard Mey, der wunderbar über Liebe und Freundschaft sagte: „Wie vor Jahr und Tag lieb ich dich noch mehr.“

Danach reichten sich die Jubelpaare die Hände und erneuerten vor der versammelten Kirchengemeinde ihr Eheversprechen, dankten Gott für die gemeinsamen Jahre und baten um den Segen für die Zukunft. Die Fürbitten las Blaibachs PGR-Sprecher Markus Kerner. Zum Schluss des Gottesdienstes nach dem feierlichen Te deum gratulierte Pfarrer Augustin Sperl zusammen mit dem PGR-Sprecher Markus Kerner (Blaibach) und der sellvertretenden Sprecherin Stefanie Holzfurtner (Miltach) jedem Jubelpaar und überreichten eine weiße Rose. Pfarrer Sperl dankte auch den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates für das Vorbereiten des anschließenden Empfanges im Pfarrheim und der Mesnerin Elisabeth Röhrl für das Herrichten der Pfarrkirche.

Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 13    Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 11
     
Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 12   Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 14

 

Nach dem Erinnerungsfoto auf den Stufen vor der Pfarrkirche fanden sich die Jubelpaare im Pfarrheim „St. Martin“ ein. Hier begrüßte Stefanie Holzfurtner, besonders auch die anwesenden Pfarrgemeinderäte, den 1. Bürgermeister von Miltach, Johann Aumeier und den 2. Bürgermeister aus Blaibach Josef Speckner und dankte letzteren für die vorzügliche Vorbereitung der Bewirtung. Jedem Jubelpaar überreichte Pfarrer Sperl zum Andenken schließlich noch eine verzierte Hochzeitskerze, sowie Sonnenblumenkerne und eine Walnuss als Erinnerung an die Gedanken aus der Predigt.

Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 5    Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 6
     
Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 7   Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 8
     
Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 16   Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 15
     

25 Jahre

Aus Miltach

Karina und Peter Wanninger

  Aus Blaibach

Petra und Franz Brandl

Bianca und Thomas Steuernagel

30 Jahre Aus Miltach

Cornelia und Franz Martin

Gabi und Stefan Vogl

Brigitte und Heinrich Kerscher

Andrea und Norbert Neumeier

  Aus Blaibach Daniela und Johann Vogl
40 Jahre Aus Miltach

Elisabeth und Wolfgang Eckl

Renate und Albert Schedlbauer

Angela und Franz Eckl

Gudrun und Josef Früchtl

  Aus Blaibach

Christa und Alexander Engl

Beate und Johann Olszewski

Kornelia und Albert Raab

Christa und Eberhard Strotzer

Sylvia und Josef Wiesmeier

45 Jahre Aus Blaibach

Stilla und Karl Dengscherz

Marianne und Ludwig Sauerer

Maria und Heinrich Schmuderer

Brigitte und Michael Weinfurtner

  Aus Miltach

Petronilla und Alfons Miedaner

Marianne und Alfons Haas

Frieda und Paul Vogl

50 Jahre

Aus Blaibach

Gisela und Xaver Bergbauer

Anna und Rudolf Wittmann

55 Jahre Aus Miltach Elfriede und Friedrich Schedlbauer

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: 27 Jubelpaare feiern in unserer Pfarrkirche ihr Ehejubiläum
Foto: Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019

Zwei Jungen durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen

(30.09.2019)

Max Mühlbauer und Toni Röhrl in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

Am vergangenen Sonntag Vormittag wurde in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kind durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete dem kleinen Max Mühlbauer, Sohn von Matthias und Julia Mühlbauer (geb. Stocker), wohnhaft in der Herrnbrunnstraße und von Toni Röhrl, Sohn von Andreas und Cornelia Röhrl (geb. Engl), Am Kohlfeld, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Max Mühlbauer, Stefanie Mühlbauer und bei Toni Röhrl, Johann Engl beide aus Miltach.

Durch die Taufe wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Geistliche bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft erkennen, dass sie sie auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche, so der Geistliche. Die Symbole der Tauffeier wie die Heiligen Öle, das Taufwasser und das weiße Taufkleid aber auch die Taufkerze wurden von Pfarrer Augustin Sperl genauer erläutert. Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ so der Priester.

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den Paten das Taufversprechen ab und taufte den Toni Röhrl und Max Mühlbauer in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden Jungen schließlich mit geweihtem Wasser (Wasser aus dem Jordan) ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Täuflinge dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt.

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Zwei Jungen durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen
Foto: Taufe Röhrl Mühlbauer in Miltach

Erntedank - Ein Fest der Freude und des Dankens

(30.09.2019)

Deine Schöpfung – meine Welt – unsere Verantwortung

Quellen von denen wir leben - Erntedankfest bei einem Familiengottesdienst feierlich begangen

 

Eine große Zahl an Gläubigen und deren Kinder hatten sich am Sonntag Vormittag in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach versammelt. Mit ganz viel Liebe zum Detail wurde von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von weiteren fleißigen Helfern, aus zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, sowie mit vielerlei Früchten aus Feld und Garten, auch in diesem Jahr wieder ein beeindruckender und sehr ansehnlicher Erntedankaltar in der Kirche errichtet. Gelb strahlende Sonnenblumen und grüne Blätter verschönerten das Arrangement zudem.

 

Erntedank Miltach 2019 1    Erntedank Miltach 2019 2

 

„Erntedank, das ist ein Fest, an dem unsere Sinne angesprochen werden: Wir sehen, wir riechen und wir schmecken Gottes gute Natur. Wir danken Gott für die Ernte, für die Früchte, das Obst und Gemüse. Wir danken, dass es uns gut geht, ja mehr noch: Wir danken für jede gute Gabe, jede gelungene Arbeit, für die menschliche Schaffenskraft überhaupt und für all die Liebe, die man tag täglich empfangen darf.“ so Pfarrer BGR Augustin Sperl in seiner Begrüßung. Um dem Herrgott dafür Dank zu sagen, wurde am Sonntag der Familiengottesdienst zur Feier des Erntedankfestes in festlicher Weise begangen. In seinen einführenden Worten zur Messfeier bedankte sich Pfarrer Augustin Sperl, dass die vor dem Altar aufgestellten Erntegaben in hervorragender Weise die große Vielfalt Gottes guter Schöpfung so herrlich verdeutlichten. In schöner Art versinnbildlichen diese Gegenstände zudem die ertragreiche Ernte des vergangenen Sommers, obwohl dieser doch auch heuer wieder recht trocken und regenarm war. Jetzt, Ende September, heißt es dafür trotzdem danke zu sagen für einen reichlich gedeckten Tisch.

 

Erntedank Miltach 2019 3    Erntedank Miltach 2019 4
     
Erntedank Miltach 2019 5   Erntedank Miltach 2019 9

 

In der Predigtmeditation gingen Priester und Lektoren auf Wahrheiten ein, welche die Gläubigen sehr unmittelbar betreffen. Von dem jüdischen Schriftgelehrten Rabbi Hillel ist folgendes prägnante Wort überliefert: "Wenn nicht jetzt - wann dann?" Damit ist eine Wahrheit ausgesprochen, die alle sehr unmittelbar betrifft. Leider schieben viele diese wichtigen Dinge des Lebens ständig vor sich her, sagen oft: "Später, im Augenblick geht es nicht, jetzt kann ich nicht, später muss ich damit anfangen." Aber wer glaubt im Ernst, dass die Dinge, die jetzt nicht getan werden, jemals später angegangen werden? Die Fürbitten wurden danach von den anwesenden Kindern in toller Form vorgetragen. Erwachsene brachten zur Gabenbereitung verschiedene Dinge, wie Brot, Wein, Früchte und Blumen zum Altar. Danach erbat Pfarrer Augustin Sperl den Segen über die vielen Gaben vor dem Altar und über alle Ernteerträge, welche die Gläubigen zum Gottesdienst mitgebracht hatten und besprengte diese mit geweihtem Wasser. „Guter Gott, viele Gaben der Erde, die Früchte, die wir geerntet haben, und manche Dinge aus unserem Leben liegen hier vor Deinem Altar. Sie sind Zeichen unseres Dankes für Deine große Liebe. In den Zeichen von Brot und Wein kommt Jesus zu uns. Mit ihm feiern wir das Mahl der Liebe. Das ist dein schönstes Geschenk, guter Vater. Dafür danken wir dir heute und immer durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.“ Musikalisch begleitet wurde die Messfeier von den Martini Rhythmix mit passenden Erntedankliedern. Die Kinder versammelten sich am Ende der Messfeier um den Altar und sangen gemeinsam das Lied: Du hast uns deine Welt geschenkt. Noch heute Dienstag kann der wunderschöne Erntealtar, mit seinen vielfältigen Gaben, in der Pfarrkirche von Miltach bewundert werden.

 

Erntedank Miltach 2019 6    Erntedank Miltach 2019 7

 

Wandelt euch durch ein neues Denken:

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute einsehen, dass wir Pilger und Pilgerinnen sind in dieser Welt und keine bleibende Stätte haben, wann soll diese Einsicht je kommen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute begreifen, dass wir in Gottes Schöpfung letztlich nur Pächter für einige Jahrzehnte sind und über die Art der Verwaltung einst Rechenschaft abzulegen haben, wann je werden wir das begreifen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute anfangen, sparsamer mit den Energiequellen dieser Erde umzugehen, wann werden wir jemals dazu bereit sein?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt bejahen und dementsprechend Lebensräume in Fluren, Feldrainen und Böschungen ihnen ermöglichen, werden wir diese Bereitschaft dann morgen aufbringen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir als Väter und Mütter den Kindern nicht heute die Schönheit der Blumen deuten, die Größe der Gestirne, das Köstliche des Wassers, den Reiz der Tiere, den Reichtum der Sinne, das Wunder der Mitgeschöpfe, wann je soll die nachwachsende Generation davon berührt werden und zum Staunen kommen können?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Erntedank Miltach 2019 12   

Sprecher:

Wenn wir nicht heute anfangen, etwas bescheidener zu leben und damit den Kindern einen alternativen Lebensstil vorleben, wann soll Einfachheit in der Lebensart dann überhaupt bei uns sich einstellen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute Zufriedenheit zeigen mit dem, was wir haben, wegkommen von dem Immer-mehr-haben-wollen, wann soll Zufriedenheit dann überhaupt sich einmal ausbreiten?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute anfangen, sparsamer umzugehen mit Wasser und Energie, wann soll dann überhaupt einmal mit Sparsamkeit begonnen werden?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

 

Wenn nicht jetzt ein Weniger an Chemie auf Äckern, Feldern und Gärten verantwortlich überlegt und getätigt wird, wann werden wir dann überhaupt einmal an die denken, die in kommenden Generationen auf unseren Böden wirtschaften werden?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nur nach Geld, Macht und Erfolg aus sind und den Mitmenschen neben uns links liegen lassen, wann soll Jesu Hauptgebot dann noch zum Zuge kommen und die Werte des christlichen Leben Bestand haben?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute bereit sind, als Christen aus dem Trend der uns umgebenden Umwelt auszubrechen, wann werden wir dann zum "Andersleben" hinfinden?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Pfarrer:

"Gott ist mit den Tüchtigen, mit denen, die anpacken", die also heute anpacken, die heute umkehren, die heute aus einer gewandelten Gesinnung die Schöpfung bedenken und daraus bereit sind, Konsequenzen zu ziehen.  Nur ein klein wenig von alledem verwirklicht, fährt in eine bessere hellere Zukunft.

 

Erntedank Miltach 2019 11    Erntedank Miltach 2019 10
     
Erntedank Miltach 2019 8   Erntedank Miltach 2019 13

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Erntedank - Ein Fest der Freude und des Dankens
Foto: Erntedank Miltach 2019

Pfarrausflug führte nach Kufstein und zu den Passionsspielen nach Erl

(24.09.2019)

Passionsspiele in Erl besucht

 

Zu einem Tagesausflug nach Tirol trafen sich Ende September Pfarrangehörige aus Miltach und Blaibach. Die Fahrt ging zunächst an München vorbei nach Kufstein. Dort bestand die Gelegenheit zum Spaziergang durch die Stadt, zum Gottesdienstbesuch oder auch zur Fahrt auf die Festung.

 

Pfarrausflug Miltach 2019 6    Pfarrausflug Miltach 2019 7
     
Pfarrausflug Miltach 2019 8   Pfarrausflug Miltach 2019 1

 

Für jeden Ausflugsteilnehmer war etwas dabei. Am frühen Nachmittag waren dann Plätze bei den Passionsspielen in Erl reserviert. Die tiefgreifenden Lieder und Szenendarstellungen, sowie die ansprechende Instrumentalstücke gefielen sehr. 

 

Auf dem Heiweg wurde dann noch Rast im Gasthaus "Hirzinger" in Söllhuben eingelegt. Bekannt aus dem Bayerischen Fernsehen. Eine schmackhafte Brotzeit wartete dort auf die Reisegruppe aus dem Bayerischen Wald.

 

Pfarrausflug Miltach 2019 2    Pfarrausflug Miltach 2019 3
     
Pfarrausflug Miltach 2019 5   Pfarrausflug Miltach 2019 4

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

sowie Helmuth Schmidt, Miltach

[Passionsspiele Erl]

Foto zur Meldung: Pfarrausflug führte nach Kufstein und zu den Passionsspielen nach Erl
Foto: Passionsspiele Erl 2019

Pfarrfest 2019 bei herrlichem Kaiserwetter gefeiert

(17.09.2019)

Pfarrgemeinde Miltach hatte erfolgreich zum Pfarrfest 2019 geladen

Gemütlichkeit unter dem Kirchturm am Pfarrheim mit vielen Gästen und Kaiserwetter

 

Ein wunderschöner, spätsommerlicher Tag mit Kaiserwetter und recht angenehmen Temperaturen war den Veranstaltern des Pfarrfestes in diesem Jahr am Sonntag beschert. Bereits um 10 Uhr versammelten sich viele Gläubige und Familien mit ihren Kindern zum Familiengottesdienst in der Pfarrkirche. Die ganz jungen Gläubigen trafen sich im Pfarrheim um dort bei einem Wortgottesdienst sich dem Evangelium des Sonntages anzunähern. Zum „Vater unser“ versammelten sich die Kinder am Altar um dort gemeinsam mit Pfarrer BGR Augustin Sperl das Gebet zu sprechen. Danach reichten sich die Kinder und die Erwachsenen die Hand zum Friedensgruß. Schon bei den Fürbitten hatten die Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Claudia Pinzinger und zwei Ministranten die Gebetsanliegen gesprochen.

 

Pfarrfest Miltach 2019 7    Pfarrfest Miltach 2019 2

 

Nach der Messfeier stieg dann am benachbarten Pfarrheim das Pfarrfest. Gemäß dem Spruch „Nach der Mess, die Maß“ füllten sich die Tische im und vor dem Pfarrheim in Windeseile. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates hatten heuer wiederum entschieden, das Fest bereits mit einem Mittagstisch im Pfarrheim zu beginnen und das neue Konzept ging auf. Gerne kamen die Pfarrangehörigen der Einladung nach, um beim Mittagessen mit Schnitzel und Kartoffelsalat, sowie einem schmackhaften Schweinebraten sich vom Pfarrteam bedienen zu lassen. Bei Kaffee und Kuchen angeboten durch den Frauenbund Miltach und frischen Getränken, konnten die Besucher einen angenehmen Tag verbringen. Der Pfarrgemeinderat, die Kirchenverwaltung, sowie weitere kirchliche Mitarbeiter und fleißige Hände, sorgten für die Aufbauarbeiten beim Pfarrheim „St. Martin“, sowie für die Bewirtung der vielen großen und kleinen Gäste. Für die Kinder wurden Geschicklichkeitsspiele angeboten und neben der Kirche stand eine Hüpfburg zum aus toben parat. Außerdem konnten sie schöne bunte Bilder ausmalen und es bestand die Möglichkeit sich mit bunten Bildern im Gesicht schminken zu lassen. Für die Verantwortlichen war das Konzept für das Pfarrfest 2019 auch heuer wieder ganz gut aufgegangen.

 

Pfarrfest Miltach 2019 6    Pfarrfest Miltach 2019 5
     
Pfarrfest Miltach 2019 3   Pfarrfest Miltach 2019 4

 

Zum Start des Mittagstisches konnte die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Claudia Pinzinger, Miltachs 1. Bürgermeister Johann Aumeier, sowie seine beiden Stellvertreter Ludwig Kappenberger und Günter Schmauder und BGR Pfarrer Augustin Sperl begrüßen. Erfreut zeigte sich Pinzinger über den recht guten Besuch. Vor dem Haus und im Saal des Pfarrheimes füllten sich rasch die vielen bereitgestellten Sitzplätze und so war es für die Besucher recht angenehm, hier unbeschwert einige Zeit zu verweilen. Am großen Kuchen- und Tortenbüffet des Frauenbundes, das ebenfalls im Pfarrsaal aufgebaut war, fand jeder Gast sein Lieblingsstück, außerdem wurde auch an den Tischen Kaffee und Kuchen serviert. Bis in den frühen Abend hinein kamen schließlich immer wieder Besucher hinzu, um beim Miltacher Pfarrfest schöne und angenehme Stunden, im Schatten des Kirchturmes, zu verbringen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Pfarrfest 2019 bei herrlichem Kaiserwetter gefeiert
Foto: Pfarrfest Miltach 2019

Männerwallfahrt führt wieder nach Neukirchen b. Hl. Blut

(16.09.2019)

Männer pilgerten nach Neukirchen b. Hl. Blut

Die Wallfahrt besteht seit 1985 – Unterwegs kamen Beter hinzu

 

Eine kurze Nacht gab es für die Teilnehmer aus Miltach und Umgebung, die am Sonntag bereits um 3.30 Uhr zur 35. Männerfußwallfahrt nach Neukirchen b. Hl. Blut starteten. Wallfahrt hieß für sie, sich aufmachen zu Gott. Für die Männer war es ein Fußmarsch von mehr als fünf Stunden. In Blaibach, Bad Kötzting und Grafenwiesen wurde die Prozession noch durch weitere Beter verstärkt. In der Wallfahrtskirche trafen sich die Miltacher mit weiteren Männern der Sternwallfahrt, die aus dem Lamer Winkel kamen.

 

Zur 35. Männerwallfahrt nach Neukirchen b. Hl. Blut starteten die Teilnehmer bereits um 3.30 Uhr in einer mondhellen Nacht am Miltacher Kirchplatz. Das Wetter war günstig, trocken und kühl. Weitere Beter schlossen sich in  Blaibach, Bad Kötzting (Nähe Friedhof) und Grafenwiesen an, so dass die Gruppe auf mehr als 30 Teilnehmer anwuchs. Im Vergleich  zu früher blieb die Zahl jedoch deutlich niedriger. Die Strecke führte über Harras, Zittenhof, Watzlsteg in Richtung Unterzettling, ab hier ging es steil aufwärts bis zur Diensthütte Seelbrunnen.  Nach einem bequem zu gehenden Forstweg schritt man vom Hohen Bogen hinab in das Freybachtal; die Männer sammelten sich im Ortsteil Tradt und zogen gemeinsam betend in den Gnadenort ein. Als Vorbeter des Rosenkranzes bewährten sich Gemeindereferent Franz Strigl, Dr. Josef Weber und Wolfgang Eckl. Das geschmückte Kreuz trug Alfons Miedaner.

 

Nach einer Stärkung in den örtlichen Gasthäusern des Marktes schlossen sich die Männer den örtlichen Vereinsabordnungen zum Kirchenzug an. Höhepunkt war der Gottesdienst in der Wallfahrtskirche mit Diakon Walter Bachhuber aus Regensburg, der zum Thema „Suchen und Finden“  predigte. Von den Männern aus der Miltacher Gruppe  erhielt Ludwig Heigl aus Höhenried für seine 20 malige Teilnahme die Wallfahrermedaille. Für die Rückfahrt in ihre Heimatorte benutzten die Männer dann einen bestellten Bus.

 

Text u. Bild: Erwin Vogl, Miltach

Foto zur Meldung: Männerwallfahrt führt wieder nach Neukirchen b. Hl. Blut
Foto: Männerwallfahrt Miltach 2019

Martinssänger auf Ausflug unterwegs

(14.09.2019)

Hopfen, Bier und Hundertwasserturm
Martinssänger und Milbachchor besuchten die Hallertau

Bayerns Nationalgetränk und moderne Kunst schließen sich nicht aus. Dies erlebten Mitglieder der Martinssänger und des Milbach-Chores mit ihren Angehörigen am Freitag beim Tagesausflug nach Abensberg in der Hallertau. Konkret war es ein Besuch bei einem Hopfenbauern, danach folgte die Führung in Kuchlbauers Bierwelt und das Besteigen des „Friedensreich Hundertwasser-Turmes“.

Gewissermaßen aus erster Hand erhielt die Reisegruppe alle Informationen über Hopfenanbau, Ernte und Verarbeitung der Dolden. Die Jahreszeit war dafür bestens gewählt, denn die Ernte ist derzeit auf ihrem Höhepunkt. Vermittelt und arrangiert hatte das Treffen Chormitglied Simon Meier, dessen Schwager Johannes Simmerl in der Nähe von Sittling einen Hopfenanbaubetrieb besitzt und seine Gäste gerne über alles Wissenswerte informierte. Die Hofgröße beträgt 53 Hektar, wovon ein großer Teil davon künstlich bewässert werden kann. Die Erntezeit beträgt nach Aussage des Bauers in der Regel 28 bis 30 Tage. Im Viertelstundentakt trafen dann am Freitag die Spezialtraktoren an der Halle ein und entluden das „grüne Gold“. Anschließend wurden die bis zu 5 Meter langen Hopfenstränge von Hand in den Aufzug der vollautomatisch arbeitenden Riesenmaschine eingehängt. Der Arbeitsprozess läuft auf Förderbändern. Nach 3 bis 4 Stunden kommen die getrockneten Dolden zum Vorschein, wo sie in Säcke verpackt werden. Trockenes Wetter fördert die gute Qualität. Gerne beantwortete auch der Junior des Hofes mancherlei Fragen, beispielsweise über die Arbeiten eines Hopfenbauers im Jahresablauf. Bei der Verabschiedung am Hof bedankte sich die Gruppe beim Ehepaar Simmerl und dessen Sohn Thomas mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Likör für die freundliche Aufnahme und Bewirtung.

Nach einer kurzen Busfahrt kehrte die Sängergruppe am Stadtplatz von Abensberg im Gasthof Kuchlbauer zum Mittagessen ein. Darauf folgte eine etwa einstündige Führung durch die Brauerei zum Thema „Bier und Kunst“. Treppab und treppauf ging es vom Sudhaus bis zum Lagerkeller. Ein Event war danach die Besteigung des Kuchlbauer Turmes mit einer Höhe von 35 Metern. Die architektonische Gestaltung des außergewöhnlichen Bauwerkes geht auf die Idee des Künstlers Friedensreich Hundertwasser zurück. Den gemütlichen Abschluss des Tages bildete der Besuch im nahen Biergarten mit einer Weißbierverkostung.

Text u. Bild: Erwin Vogl, Miltach

Foto zur Meldung: Martinssänger auf Ausflug unterwegs
Foto: Unterwge im Hopfenland Chöre Miltach

Dankgottesdienst und Feier zum Geburtstag von Pater Rockose

(05.09.2019)

Pater Rockose feiert in seiner zweiten Heimat seinen 60. Geburtstag

Eine Stola gab es von Seiten der Pfarrei Miltach – Gutschein für einen Erholungstag im Bayerwald aus Blaibach

Seinen 60. Geburtstag konnte am vergangenen Dienstag Pater Rockose Kolenchery in Miltach, zusammen mit den Mitgliedern der beiden Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte, sowie den Vertretern der beiden Frauenbundvereine aus Miltach und Blaibach, feiern. Zahlreiche Gläubige waren seiner Einladung gefolgt und sind zum Abendgottesdienst in die Pfarrkirche gekommen. Für den indischen Geistlichen war es eine ganz besondere Freude, dass eine solch große Zahl an Gläubigen zur Eucharistiefeier gekommen war, mit dabei auch gute Bekannte aus der Pfarrgemeinde Kirchroth und vom Freundeskreis „Charity“.

 

60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 1    60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 2

 

Am Beginn des Dankgottesdienstes sagte der Priester: „Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn. Es freut mich sehr, dass Sie gekommen sind, um mit mir zu beten. Danke kann ich sagen: Gott, der mir Gesundheit schenkt, meinen vielen Wegbegleitern, meinen Eltern und Geschwistern, meiner Klostergemeinschaft, den vielen Studenten, die ich zum Priestertum (besonders in Philosophie) begleiten konnte, einer Deutschen Familie, die mein Studium und später dann meine Doktorarbeit in Europa unterstützt hat und vielen weiteren Freunden in Deutschland. „Ja, Bayern ist für mich wie eine zweite Heimat geworden und ich freue mich sehr, hier meinen runden Geburtstag feiern zu dürfen. In den 9 Jahren, die ich Pfarrer Augustin Sperl, bisher vertreten durfte, habe ich viel Freude und Unterstützung erfahren können. Besonders auch für die Bedürftigen haben viele Bayern ein Herz, in dem Sie die Not vieler Kinder in Indien linderten und deren Schulgeld bezahlten.“ Für Pater Rockose ist die Eucharistiefeier die schönste und beste Form den Dank auszusprechen. In den Fürbitten und auch im Hochgebet war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, auch an seine verstorbenen Eltern und seinen Bruder zu denken. Ein schönes Bild war es, als sich zum Vater unser alle anwesenden Mitglieder beider Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte um den Altar versammelten.

 

Am Schluss der Heiligen Messe war es dann Claudia Pinzinger, als Sprecherin des Pfarrgemeinderates von Miltach, die das Wort ergriff. „Seit 2011 nehmen Sie die Strapazen eines 11stündigen Fluges auf sich, um hier bei uns segensreich zu wirken. Sie kommen, um hier zu arbeiten, uns von Ihrer Heimat zu berichten, um sich hier zu erholen und um auszuspannen, von Ihrer schweren täglichen sozialen Arbeit. Unter Urlaub verstehen wir, Abstand vom Alltag nehmen, weg von der Arbeit, um sich in Ruhe zu erholen. Sie nicht. Sie sind sozusagen, als Botschafter Ihrer Heimat bei uns, um uns von Ihrem Leben in Indien zu berichten und um Spenden zu sammeln.“ Die Sprecherin drückte ihren Dank darüber aus, dass der indische Pater immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen hat und offen auf die Menschen in den beiden Regentalgemeinden zugeht. Dadurch haben sich auch schon sehr viele Freundschaften entwickelt, die das ganze Jahr über in Verbindung sind. Verbunden mit den besten Glück -und Segenswünschen sagte Claudia Pinzinger: „Wir würden uns wünschen, dass sie noch viele Jahre uns in den Sommermonaten besuchen, mit uns gemeinsam die Hl. Messe feiern und unsere Gemeinschaften und Familien besuchen.“ Als kleines Geschenk und als Erinnerung an diesen besonderen Tag überreichte sie, zusammen mit Kirchenpfleger Christian Röhrl, eine weiße Stola an Pater Rockose. 

 

60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 3    60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 4
     
60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 5   60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 7

 

Für den Geistlichen war es dann noch ein großes Bedürfnis, allen zu danken, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. „Es ist für mich eine große Ehre, diesen Abend mit Euch feiern zu dürfen. Und ich freue mich sehr, dass so viele gekommen sind, um mir zu gratulieren. Ich sage ein herzliches „Vergelt´s Gott“ den Pfarreien Miltach und Blaibach und all den Leuten, die diese Feier für mich organisiert haben und danke auch allen, die etwas mitgebracht haben und so dafür sorgen, dass es allen Gästen gut geht und wir feiern können. Es macht mich sehr glücklich, dass es so weit weg von meiner Heimat Indien so viele Menschen gibt, die mich mögen und mir zu meinem Geburtstag gratulieren wollen und mir Glück wünschen.“

 

60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 8    60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 11
     
60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 9   60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 10

 

Nach dem Gottesdienst hatte das Geburtstagskind zahlreiche Hände zu schütteln die ihm gratulierten. Im benachbarten Pfarrheim haben viele dazu beigetragen, dass in einer kleinen Feier und mit einem köstlichen Buffet, das runde Wiegenfest ausgiebig gefeiert werden konnte. Unter der Leitung von Markus Kerner (Sprecher des Pfarrgemeinderates Blaibach) sangen die Anwesenden für Pater Rockose ein Segenslied und als Geschenk gab es einen Gutschein für einen Tagesausflug in den Bayerischen Wald, wo der Geistliche sich mit guten Freuden dann einen erholsamen und erlebnisreichen Tag gönnen kann. Bis spät in den Abend hinein wurde dann noch im Saal des Miltacher Pfarrheimes gefeiert.

 

Segen für die neue Stola

Am darauffolgenden Sonntag segnete Pater Rockose zu Beginn des Gottesdienstes die neue Stola, die er dann während der Eucharistiefeier auch trug. Mit indischen Worten erbat er den Segen Gottes und besprengte das neue liturgische Gewand mit Weihwasser. Als bleibende Erinnerung wird er die Stola mit nach Indien mitnehmen und immer wenn er sie tragen wird an die Pfarrgemeinde Miltach denken.

 

Am Ende der Messfeier bedankte er sich wieder bei den Gläubigen für die schöne Zeit und für die vielen schönen Momente, die er in den vergangenen Wochen in Miltach und Blaibach erleben durfte. Mit einem herzlichen "Pfüat eich" verabschiedete er sich bis zum kommenden Jahr.

 

60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 12    60. Geburtstag Pater Rockose Miltach 13

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Dankgottesdienst und Feier zum Geburtstag von Pater Rockose
Foto: 60. Geburtstag Pater Rockose Miltach

Pater Rockose Kolenchery feiert seinen 60. Geburtstag

(03.09.2019)

Pater Rockose Kolenchery feierte seinen 60. Geburtstag

 

Indischer Geistlicher vertritt wieder Pfarrer Augustin Sperl während seines Urlaubs in der Seelsorgeeinheit Miltach / Blaibach – die Missionsarbeit ist dem indischen Geistlichen stets ein ganz großes Anliegen

 

Der heutige Dienstag ist für den indischen Geistlichen, der nun schon seit 8 Jahren die Urlaubsvertretung für Pfarrer Sperl macht, ein ganz besonderer Tag. Der stets freundliche und gut gelaunte Geistliche kann seinen 60. Geburtstag in den beiden Regentalgemeinden Miltach und Blaibach feiern. Pater Rockose legt zwar viel mehr Wert darauf, seinen Namenstag am 16. August (Hl. Rochus) zu begehen, jedoch lohnt es sich in diesem Jahr gewiss, auch auf die 6 Lebensjahrzehnte zurück zu blicken. Nun schon wieder gut vier  Wochen ist der indische Pater in der Pfareiengemeinschaft Blaibach / Miltach und vertritt Pfarrer Augustin Sperl während seines Sommerurlaubs. Pater Rockose ist noch bis Anfang nächster Woche im Pfarrhof in Blaibach anzutreffen. Dann wird er für einige Wochen noch in Deutschland bleiben, ehe er Ende September wieder den rund 11stündigen Rückflug in seine indische Heimat antreten wird.

 

Pater Dr. Rockose Kolenchery wurde am 03. September 1959 in Manickamangalam, im Bundesstaat Kerala geboren und wuchs dort zusammen mit 4 Geschwister auf. Seine Eltern legten schon in seiner frühen Kindheit ganz viel Wert auf eine christliche Erziehung und auch auf Bildung (eine Schwester ist im Franziskaner Orden als Lehrerin). Jeden Abend wurde in der Familie der Rosenkranz gebetet, Pater Rockose hat seine Schulzeit mit 15 Jahren beendet und ging dann in das Priesterseminar der Karmelitenbrüder. Schon mit 13 Jahren verspürte er durch eine Inspiration, den Wunsch, Priester zu werden. Während des Studiums, das eine indische Familie mitfinanzierte, trat er mit 25 Jahren in den Karmelitenorden ein und legte das Gelübde der Armut, der Gehorsamkeit und der Ehelosigkeit ab. Nach 3 Jahren Philosophie- und 4 Jahren Theologiestudium wurde Pater Rockose 1989 in seiner Heimatpfarrei „St. Rockose“ Manickamangalam durch Cardinal Antony Padiyara zum Priester geweiht. Danach erweiterte er durch die Hochschulbildung an der Kerala Universitiat mit bester Auszeichnung die Vorbereitung zum Doktorat. Viel Freude hatte der junge Priester in einer Pfarrei, wo er 10 Jahre vielen Menschen den Glauben näherbrachte. Nebenbei lehrte er auch im Priesterseminar und war Direktor der Karmelitischen Buchhandlung in Trivandrum. Wegen der guten und erfolgreichen Arbeit, schickte ihn der Provinzial schließlich nach Belgien zur Doktorarbeit, die Pater Rockose, zur Hälfte selber, durch Urlaubsvertretungen in Deutschland, und mit Hilfe einer evangelischen, deutschen Familie, finanzieren musste. 2005 konnte er die Promotion mit sehr gutem Ergebnis abschließen.

 

Der indische Priester konnte danach sein Wissen als Professor sehr vielen Priesterstudenten in seiner Heimat Indien weitergeben und als Rektor sowie Prior seine Seminaristen auf einem guten Weg vorbereiten. Besonders glücklich ist er über sein 30jähriges Leben und Wirken als Priester, so konnte er schon mehr als 700 Diakone aus verschiedenen Priesterseminaren zur Priesterweihe begleiten. Sein Primizspruch „Der Herr hat zu mir gesagt, du brauchst nicht mehr als meine Gnade“, ist für den Ordensmann noch immer ein gültiger Leitsatz für sein priesterliches Wirken. Sein Unterricht ist bei den Seminaristen sehr beliebt. Durch die Aufenthalte in Deutschland, kann er jedes Jahr viele gute Ideen nach Indien mitbringen. Seine Hobbys sind Bücher lesen, Briefmarken aller Länder sammeln und das Meditieren.

 

„Die „Tankstellen“ für den Priester, das sind vor allem die Eucharistie, das Gebet und das Sakrament der Versöhnung“ sagt Pater Rockose. Da er die Eucharistie sehr verehrt, hat er vor ein paar Jahren an die Klosterkirche in Trivandrum eine Sakramentenkapelle gebaut, wo die Leute den ganzen Tag die Hl. Eucharistie verehren können. Er verehrt auch die Muttergottes vom Berge Karmel sehr und hat dabei schon viel Gnade erfahren. Pater Rockose sagte: „Ich bin sehr glücklich, dass ich den Weg als Bote Gottes und Menschenfischer gewählt habe. Ich freue mich jedes Jahr sehr auf die Urlaubsvertretungen und geniest auch die gute Bayrische Luft und das gute Essen hier.“

 

Nach wie vor hat sich der Pater weiterhin der Aufgabe verschrieben, die Situation der Menschen in seinem Heimatland zu verbessern. Als sehr gelungen, in zweifacher Hinsicht, bezeichnet er einen Spruch, den er vor einigen Jahren an einem Bauzaun auf dem Frankfurter Flughafen sah. Die Werbung einer Fluglinie die da lautet „damit der Himmel offen bleibt, haben wir auf Erden viel zu tun“, könnte die Aufgabe seines priesterlichen Wirkens nicht besser beschreiben. Im Süden des indischen Bundesstaates konnte Pater Rockose zusammen mit seinen Ordensbrüdern vom Karmelitenorden bereits vieles umsetzen. Dazu gehört neben der Schulbildung für die Kinder die Linderung der Notsituation, ohne frischem Trinkwasser auskommen zu müssen. Die bittere Armut der Bevölkerung, die fehlende Infrastruktur (Strom ist Mangelware) und ein Postwesen ist hier gänzlich unbekannt, sowie ein sehr dürftiges Bildungsangebot gerade für die Kinder, bedeuten für ihn und seine Mitbrüder eine richtig harte Aufgabe. Im Umkreis von 80 – 100 km gibt es keine schulische Grundversorgung. In verschiedenen Projekten möchte der Orden der Karmeliten helfen, wo die Not am größten ist. Mit den Spenden, die der Geistliche die letzten Jahre aus Miltach und Blaibach mitbekam, konnte er schon viel bewirken. Für zahlreiche Kinder konnte das Jahresschulgeld bezahlt werden, weitere neue Brunnen konnten gebohrt werden.

Viele weitere Projekte stehen noch an. Weitere Brunnen sollen noch gebohrt werden. Damit auch die Mädchen etwas lernen können, möchten die Klosterbrüder weiteren jungen Frauen einen Nähkurs anbieten. Auch das Projekt „Schulgeld“ soll erfolgreich weitergeführt werden. Die Kinder können nur dann zur Schule gehen, wenn sie Geld für die Schulkleidung und die Bücher haben. „Ja nur mit Bildung bekommt man zu Arbeit.“ so beschreibt es der Geistliche. Ein Kind benötigt je nach Schuljahr 80 bis 150 Euro. „Sehr gerne kann eine Patenschaft für ein spezielles Kind vermittelt werden“. Glücklich ist der Geistliche über die Gründung des Freundeskreises „Charity“, der bereits auf ein Jahr seines Wirkens zurückblicken kann. Mit diesem Verein ist es möglich, die Verbindung nach Indien das ganze Jahr über noch besser aufrecht erhalten zu können und das ermöglicht es, dass auch die finanziellen Spenden geordnet und auf sicherem Wege dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Der gemeinnützige Verein leitet die Zuwendungen 1:1 weiter nach Indien. Eine Mitgliedschaft ist jederzeit möglich und auch Zuwendungen werden über die Kontonummer der Vereinigung (IBAN DE59 7426 0110 0001 9020 40 bei der Raiffeisenbank Straubing) mit ganz großer Freude vom Verein und Pater Rockose angenommen.

Pater Rockose feiert heute Dienstag um 19 Uhr in der Pfarrkirche von Miltach einen Dankgottesdienst aus Anlass seines Geburtstages. Er würde sich sehr freuen, wenn viele Gläubige aus Blaibach und Miltach zur Eucharistiefeier kommen können. Danach wird es zusammen mit den beiden Pfarrgemeinderäten aus Miltach und Blaibach, sowie mit den beiden Kirchenverwaltungen und den zwei Frauenbundvereinen im benachbarten Pfarrheim feiern.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Pater Rockose Kolenchery feiert seinen 60. Geburtstag
Foto: Pater Rockose Kolenchery in Miltach

Freundeskreis "Charity" kann auf sein erstes Jahr zurückblicken

(27.08.2019)

Freundeskreis Charity für Pater Rockose hält Rückschau

Indischer Geistlicher berichtet über seine Arbeit in Indien – Verein kann in vielerlei Hinsicht schon segensreich helfen

Zur 1. Jahreshauptversammlung des neu gegründeten Vereins „Freundeskreis Charity“ konnte die 1. Vorsitzende Petra Rappl am Sonntag, Mitte August einen großen Teil der Mitglieder, sowie Pater Rockose Kolenchery als den Initiator des Vereins, im Pfarrheim „St. Martin“ in Miltach begrüßen. Ihr Dank galt außerdem den Verantwortlichen der Pfarrei für das Bereitstellen der Räumlichkeiten. Der Vorstandschaft des Freundeskreises gehören Petra Rappl aus Kirchroth, als 1. Vorsitzende, Bettina Baumeister aus Kirchroth, als Schatzmeisterin, und Bärbel Holzapfel aus Miltach, als Schriftführerin, an.

Neben der Vorstandschaft begrüßte auch Pater Rockose die Anwesenden sehr herzlich und bedankte sich für ihre Mitgliedschaft und die finanzielle Unterstützung. Sein Dank galt weiterhin den Damen der Vorstandschaft und Franziska Altmann aus Kirchroth als beratendes Mitglied. Der indische Priester weiß die Arbeit der Frauen sehr zu schätzen, ohne deren Mithilfe es nie gelungen wäre, einen Verein zu gründen. Bei der jungen Miltacherin Anna Brey sagte der Pater „Vergelt´s Gott“ für die gelungene Gestaltung des Vereinslogos, der Erde mit Indien im Hintergrund und die helle Hand aus Europa die der dunklen Hand aus Indien die Hand reicht und ihr hilft. Der Pater versicherte den Anwesenden, dass die Spenden ohne Abzüge an die Bedürftigen in Indien verteilt werden.

Die Schatzmeisterin Bettina Baumeister konnte den Anwesenden berichten, dass dem Verein mittlerweile 24 Mitglieder angehören und im Februar 2019 bereits ein ansehnlicher Geldbetrag nach Indien überwiesen werden konnte. An eine Schule wurden 1000 Euro für Schulkleidung und Schulbedarf übergeben. Dies war dringend notwendig, da vom Hochwasser 2018 alles vernichtet worden war. Weitere 19 Familien, Jugendliche und Kranke bekamen finanzielle Hilfe für Schulgeld, Ausbildung oder zur Errichtung eines Hauses, das durch Erdrutsche zerstört worden war. Durch weitere großzügige Spenden konnte man zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung einen symbolischen Scheck über 4000 Euro an Pater Rockose übergeben. Der Verein konnte also bereits eine stattliche Gesamtsumme spenden. Einige Personen haben anlässlich ihres eigenen Geburtstages auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Geldspenden für den „Freundeskreis Charity“ gebeten. So kam eine ansehnliche  Summe für den Verein zusammen, worüber sich die Verantwortlichen sehr freuten. Die Kassenprüfer Franziska Altmann und Alfons Baumeister bescheinigten danach der Schatzmeisterin eine einwandfreie Kassenführung und die Anwesenden entlasteten sie einstimmig. Die Vorsitzende dankte Bettina Baumeister sehr herzlich für den detaillierten Bericht und die gewissenhafte Kassenführung.

Dem Bericht der Schriftführerin Bärbel Holzapfel war zu entnehmen, dass sich die Vorstandschaft nach der Gründungssitzung im September 2018 noch zu weiteren 4 Sitzungen traf, wo die Satzung, die Gestaltung von Formularen und weitere Formalitäten festgelegt wurden. Die Satzung legt fest, dass der Verein der ideellen und wirtschaftlichen Unterstützung von Kindern in Indien oder in bedürftigen Regionen dient, dass nur gemeinnützige und mildtätige Zwecke unterstützt werden oder Geschädigte von Umwelteinflüssen. Es müssen dem Finanzamt stets Nachweise aus Indien über den Verwendungszweck der Spendengelder vorgelegt werden. Außerdem wurden alle bisherigen Spender über die Gründung des Vereins informiert und um Mitgliedschaft geworben. In den Kirchen von Miltach und Blaibach wurden ebenfalls Informationsschreiben aufgelegt. Die 1. Vorsitzende Petra Rappl dankte der Schriftführerin für ihren ausführlichen Bericht und die geleistete Arbeit das ganze Jahr über. Die Vorstandschaft wurde von den anwesenden Mitgliedern anschließend einstimmig entlastet.

Pater Rockose hatte danach eine ansprechende Power-Point-Präsentation mit zum Teil beklemmenden Fotos über das einfache Leben der Bedürftigen vorbereitet und gab Erklärungen dazu. Der indische Geistliche rief die Anwesenden auf, weitere interessierte Personen als Mitglieder in den Freundeskreis aufzunehmen. Personen, die an einer Mitgliedschaft interessiert sind, können sich an eines der Vorstandschaftsmitglieder wenden oder die in der Kirche Miltach und im Pfarrheim in Blaibach aufliegenden Vordrucke verwenden.

Petra Rappl bedankte sich zum Schluss bei allen für ihr  Kommen und ihr Interesse und lud zu einem indischen Kochabend mit dem Pater nach Kirchroth ein.  Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Zum Ende des Treffens wurde der symbolische Scheck über 4000 Euro an Pater Rockose übergeben.

Text u. Bild: Christian Röhrl u. Bärbel Holzapfel, Miltach

Foto zur Meldung: Freundeskreis "Charity" kann auf sein erstes Jahr zurückblicken
Foto: JHV Freundeskreis Charity

Am Frauentag wurden wieder die Kräuter gesegnet

(17.08.2019)

Herrlich duftende Büschl aus Kräutern und Blumen gebunden

Von fleißigen Frauen des Frauenbundes gefertigt

 

Aus zahlreichen, unterschiedlichen Kräutern und Blumen, wie etwa Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und verschiedenen Getreidesorten, die am Mittwoch auf den Tischen des Pfarrheimes in Miltach bereitlagen und einen angenehmen Duft verströmten, banden fleißige Frauen viele Kräuterbuschen für den „Großen Frauentag“. In bereitgestellten Körben standen sie bei den Messfeiern zum Fest „Mariä Himmelfahrt“ für die Segnung und den Verkauf bereit, wobei der Erlös an die Ministranten gespendet wurde.

 

„Im kirchlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt drückt sich die Zuversicht des Menschen nach einem sorgen- und angstfreien Leben aus. Wir glauben daran, dass Maria als erste mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ist. Die Mutter Gottes ist für uns Christen ein Zeichen der Hoffnung und ist die Quelle des Trostes und so hoffen wir, dass auch wir am Ende unserer Tage von Christus in den Himmel aufgenommen werden“, verdeutlichte der indische Priester Dr. Rockose Kolenchery, der zur Urlaubsvertretung für Pfarrer Augustin Sperl in der Pfarreiengemeinschaft Miltach-Blaibach weilt. Die Eucharistiefeier war entsprechend des kirchlichen Festtages mit Lobliedern zu Ehre Marias geprägt.

 

„Im Jahr 1950“, so der Geistliche in seiner Predigt, „war die dogmatische Verkündung der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel. Maria ist ein Vorbild im Glauben für uns alle.

 

Kräuterweihe Miltach 2019 2    Kräuterweihe Miltach 2019 1

 

Wir sind unterwegs, unser Leben prägt die Begegnung mit Menschen. Die Besonderheit Mariens ist, dass sie ihr Ziel erreichte, zu dem wir Gläubigen noch auf dem Wege sind. Wir dürfen zu Maria in unseren Anliegen kommen und sie im Gebet um ihren Beistand bitten.“ Der indische Geistliche segnete danach die Kräuter- und Blumengebinde am Altar und bei der Muttergottesfigur und schritt durch die Pfarrkirche, um auch die mitgebrachten Sträuße der Kirchenbesucher zu segnen. Abschließend bedankte er sich den eifrigen Frauen vom Miltacher Frauenbund für den wertvollen Beitrag.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl und Rita Pielmeier, Miltach

Foto zur Meldung: Am Frauentag wurden wieder die Kräuter gesegnet
Foto: Kräuterweihe Miltach 2019

Durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen

(12.08.2019)

Johanna Maria Hiller empfing das Tauf-Sakrament

 

Am vergangenen Sonntagvormittag wurde in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach ein Kind durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pater Rockose Kolenchery spendete der kleinen Johanna Maria, Tochter von Florian und Maria Hiller, wohnhaft in Wenzenbach bei Regensburg, das Sakrament der Taufe.

 

Der indische Geistliche hatte extra zu diesem Anlass ein indisches Messgewand mitgebracht, das er in seiner Heimat immer bei Tauffeiern trägt. Das Patenamt übernahm Christina Klein aus Kastl.

 

Durch die feierliche Taufe wurde das Mädchen in die glaubende Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pater Kolenchery begrüßte zu Beginn Täufling, Eltern, Großeltern und zahlreiche Verwandte in der Pfarrkirche.

 

„Gott der Vater empfängt die kleinen Kinder durch die Taufe in seinem großen Haus der Gläubigen mit offenen Armen. Leben sie als Eltern und Paten dem Kind den Glauben an Gott vor, beten sie zusammen mit ihr und zeigen sie ihr den rechten Weg, der hinführt zur Gemeinschaft der Gläubigen. Gott entzieht uns nie seine Liebe. Helfen wir den Kindern, Gott und den Nächsten zu lieben, wie Jesus es uns vorgelebt hat“, so der Geistliche in seiner Ansprache.

 

Der Priester segnete anschließend das Taufwasser, rief Gottes besonderen Segen auf den kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und dem Paten das Taufversprechen ab und taufte Johanna Maria in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete der Vater die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der sie wiederum symbolisch an das Kind weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte das Mädchen mit geweihtem Wasser seine Taufe empfangen. Nach der Taufzeremonie legte der Priester über das Kind das weiße Taufkleid, als Zeichen, dass es durch das Sakrament zu einem neuen Menschen geworden ist.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl u. Martin Krieger, Miltach

Foto zur Meldung: Durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen
Foto: Taufe Hiller 2019 Miltach

Glocken vom Lamberger Kircherl grüßen wieder die Miltacher

(21.07.2019)

Am Margaretentag ging es heuer wieder auf den Lamberg

Gläubige aus der Regentalgemeinde pilgern seit über 210 Jahren auf den Lamberg – endlich wieder Glockengeläut auf dem Lamberg

 

Exakt zum „Taganläuten“ um 6 Uhr marschierten am vergangenen Samstag wieder Frauen, Männer und Jugendliche vom Miltacher Kirchplatz los. Die Wegstrecke führte über Berghäusl, Kollmitz und Staning, wo die über 50 Beter nach altem Herkommen vom Kapellenglöckchen wieder begrüßt wurden. Als Vorbeter engagierten sich Gemeindereferent Franz Strigl und Christian Röhrl mit Lob-, Bitt- und Dankgebeten, Litaneien und dem üblichen Rosenkranzgebeten. Auch heuer fühlten sich wieder viele Pfarrangehörige aufgerufen, das einst von den eigenen Vorfahren gegebene Gelübde zu erfüllen. Den Gottesdienst in der Bergkirche gestalteten die Martinssänger gesanglich mit. Zum Schluss erklang das festliche Te Deum, in das neben den Fußpilgern auch die mit Fahrzeugen gekommenen Gläubigen kräftig einstimmten. Nach einer Brotzeit ging es über teilweise schattige Waldwege, aber auch über sonnenbeschienene Asphaltstraßen wieder zurück zum Heimatort, wo man gegen 11.30 Uhr eintraf.

 

Schon seit dem Jahr 1805 pilgern die Miltacher Pfarrangehörigen mit ihren Sorgen und Nöten immer um den 20. Juli, dem Tag der hl. Margareta, zum Lamberg. Wie es zu diesem Gelöbnis kam, beweisen sehr alte Einträge in der Pfarrchronik. So herrschte in den Gemeinden im Regental in den Jahren 1770 bis 1772 nach recht schlimmen Hagelunwettern eine schwere Hungersnot. Da Miltach bis zur Gründung einer eigenen Expositur eine Filiale der Pfarrei Chamerau war, schloss man sich 1805 dem von der Nachbargemeinde gegebenen Versprechen an, alljährlich betend auf den Lamberg zu ziehen und dort einen Gottesdienst zu feiern. Um einer größeren Zahl von Pfarrangehörigen die Teilnahme zu ermöglichen, wurde der Gelöbnisgang um das Jahr 1975 immer auf einen Samstag nahe dem 20. Juli verlegt. Vor vier Jahren erfuhr die Wallfahrt eine ganz besondere Wertschätzung, da Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg sich den Wallfahrern ab Staning anschloss, mit ihnen auf den Wallfahrtsberg pilgerte und dort einen feierlichen Pontifikalgottesdienst zelebrierte. Nach vielen Jahren war es in diesem Jahr wieder möglich, dass die Kirchenglocken von der Wallfahrtskirche die Fußwallfahrer aus Miltach begrüßten. Hatten das viele der Pilger in den vergangenen Jahren sehnlichst vermisst.

Fuß0wallfahrt 2019 Lamberg Miltach 1    Fuß0wallfahrt 2019 Lamberg Miltach 2

 

„Es ist ein tiefes Glaubenszeugnis, wenn in der heutigen Zeit die Pfarrangehörigen ein Versprechen erfüllen, dass ihre Ahnen vor mehr als 210 Jahren abgaben“, sagte BGR Pfarrer Augustin Sperl zur Eröffnung des Gottesdienstes in der Kirche auf dem 600 Meter hohen Lamberg. Bis vor etwa vier Jahrzehnten war der Margaretentag für die Miltacher Pilger der eigentliche Gelöbnistag. In seinen einführenden Worten erläuterte der Priester die Lebensgeschichte der Heiligen Margareta und zeichnete die Stationen ihres Lebens nach. Die Legende berichtet von der Blutzeugin Christi, die um das Jahr 300 eines gewaltsamen Todes starb. Margareta stammte aus Antiochia und war die Tochter eines heidnischen Priesters. Heimlich ließ sie sich taufen und trat in ein Kloster ein. Daraufhin verstieß sie der Vater. Da die junge Frau äußerst hartnäckig dem Werben eines Stadtpräfekten trotzte und ihren Glauben nicht abschwor, wurde sie enthauptet. Auf sehr vielen Darstellungen wird die Heilige, die auch zu den 14 Nothelfern gehört, mit einem Kreuzstab haltend und einer Drachengestalt abgebildet. Genauso ist es auch beim linken Seitenalter in der Kirche auf dem Lamberg.

Die Eucharistiefeier am Samstag gestalteten die Martinssänger unter der Leitung von Walter Stöger. Die Aufgabe des Kantors übernahm Simon Meier. Zum Abschluss spendete der Priester den „Segen für alles Wachsen und Werden auf den Feldern und im Garten“. Das neben der Kirche stehende Gasthaus lud die Pilger nach der Eucharistiefeier ein, sich mit kühlen Getränken und einer kleinen Brotzeit zu stärkten. So ging es danach wieder betend Miltach zu, unterbrochen von einer kurzen Pause bei der Kollmitzer Kapelle, wo für die Verstorbenen ein „Vater unser“ gebetet wurde. Nach gut zwei Stunden kamen die Wallfahrer bei angenehmen, sommerlichen Temperaturen am Kirchplatz in Miltach wieder an, wo ihnen Franz Strigl ein herzliches „Vergelt´s Gott“ für ihre Treue zusprach und sich für die übrigen Dienste der Begleiter bedankte.

 

Fuß0wallfahrt 2019 Lamberg Miltach 3     Fuß0wallfahrt 2019 Lamberg Miltach 4
     
Fuß0wallfahrt 2019 Lamberg Miltach 5   Fuß0wallfahrt 2019 Lamberg Miltach 6

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Glocken vom Lamberger Kircherl grüßen wieder die Miltacher
Foto: Fuß0wallfahrt 2019 Lamberg Miltach

Dekanatstag 2019 des Dekanates Kötzting fand bei uns in Miltach statt

(21.07.2019)

Feste sind gelebtes Brauchtum im Dekanat

Dekanatstag in Miltach mit Aussprache, Vesper und feierlichem Gottesdienst

Gastgeber für den Dekanatstag des Dekanates Kötzting war diesmal die Pfarrei Miltach. Bereits am Nachmittag fanden sich die Priester und pastoralen Mitarbeiter zu Gesprächen im Pfarrheim „St. Martin“ ein. Um 17 Uhr folgte eine Vesper; zum Abendgottesdienst waren auch die Pfarrgemeinderäte, die Kirchenverwaltungsmitglieder und die Pfarrangehörigen der Pfarreiengemeinschaft Blaibach-Miltach eingeladen. Als Prediger stelle Dekan Herbert Mader die gelebten Bräuche und Traditionen der Pfarrgemeinden des Dekanates in den Vordergrund.

Mit festlichem Orgelspiel von Organist Thomas Raab zogen am Donnerstagabend in die St. Martinskirche in Miltach mit Dekan Herbert Mader 8 Priester und Diakon Martin Peintinger zum Altar, um den Gottesdienst anlässlich des Dekanatstages des Dekanates Kötzting zu feiern. Der Stadtpfarrer begrüßte alle Kirchenbesucher, die Mitbrüder, pastoralen Mitarbeiter, die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen aus den Pfarreien des Dekanates Kötzting.

Die Gläubigen hörten die Lesung aus dem Buch Genesis mit der Erzählung von Mose und dem brennenden Dornbusch. Diakon Martin Peintinger verlas das Evangelium. Die Lieder der Eucharistiefeier begleitete Thomas Raab aus Blaibach an der Orgel.

 Bräuche und christliche Feierkultur

Der Prediger, Dekan Herbert Mader, meinte einführend: „Sind die kirchlichen Feste und Bräuche in unserer Region noch das was sie sein sollten? Sind es reine Feiern nach Kalender und wieviel Routine hat sich auch bei uns schon eingeschlichen?“ Bezugnehmend auf die Lesung meinte der Priester: „Mose durchbricht das alltägliche Geschäft und der Durchbruch eröffnet Neues, schafft Begegnung, erweitert den Horizont und führt zu einem neuen Auftrag.“ Die Feste und Bräuche wollen keine routinemäßigen Wiederholungen sein. „All das, was wir als Christen feiern, soll den Alltagstrott durchbrechen und uns selbst aufbrechen lassen zu neuen Zielen. Diese Bräuche sind keine Feiern der Vergangenheit, sie sind das Heute, in dem wir leben mit einer Vergangenheit, mit einer Geschichte, die sie haben. Die Bräuche sehen und erleben als Orte des Ausbrechens aus dem Alltag. Damit gemeint ist auch der Kommerz, der sich vielfach in den Vordergrund gedrängt hat. Nicht ein Geschenk bestimmt Weihnachten oder Ostern, sondern das Festereignis ist Geschenk für den Menschen. Die Feste sind auch Orte der Begegnung und damit heiliger Ort. „Das Fest ganz bewusst besuchen und damit es begehen als etwas, das mir Heil schenkt. Wo ich eintrete in einen heiligen Raum, einen Ort aufsuche, wo ein Feuer sich entzündet, wo ich begeistert teilnehme, ich in dieses Feuer hineingenommen werde und anstecke.“ so der Priester in seinen Worten.

 

Dekanatstag 2019 Miltach 1    Dekanatstag 2019 Miltach 2
     
Dekanatstag 2019 Miltach 3   Dekanatstag 2019 Miltach 4

 

Feste und Bräuche so zu feiern, dass das Feuer des brennenden Dornbusches lodert und Gottes Gegenwart gefeiert wird. Die Verweltlichung der Feste trägt eher dazu bei, dass dieses Feuer erstickt und ausgelöscht wird, weil vieles andere im Vordergrund steht. „Ich ermutige dazu, nicht nur in den Pfarreien zu schauen, welche Feste und wie feiern wir sie, sondern welchen Inhalt wollen wir transportieren und welchen Stellenwert spielt dabei unser Glaube. Über welche Konventionen, über wieviel Eingespieltes und oft nicht mehr Christliches unserer Feierkultur müssen wir hinausgehen, um zum Berg Gottes zu gelangen und seine Gegenwart zu erfahren. Dann wären Weihnachten, Ostern und alle anderen kirchlichen Feste, wie z.B. Pfingstritt, Martini-Ritt, nicht immer das Gleiche, sondern jährlich neu der aufflammende Dornbusch, der uns zusagt: „Ich bin bei euch“ – in dieser heiligen Zeit und ich habe für dich einen ganz speziellen Sendungsauftrag, damit dein Alltag geheiligt sei.“

 

Beim Gottesdienst wurde auch namentlich der verstorbenen Priester der jeweiligen Pfarreien des Dekanates gedacht. In das Abschlusslied „Wer glaubt, ist nie allein“ stimmten alle Kirchenbesucher gerne ein. Als Dekan beglückwünschte Pfarrer Herbert Mader dann noch seine drei Mitbrüder Augustin Sperl aus Blaibach und Georg Englmeier aus Neukirchen für jeweils 40 Jahre priesterlichen Dienst. Auf 25 Jahre kann demnächst Pfarrer Peter Chettaniyil aus Grafenwiesen zurückblicken. Verabschieden musste der Dekan den Kaplan Florian Rain, er kommt als Kaplan nach Amberg. Rain habe seinen priesterlichen Dienst verantwortungsbewusst und zuverlässig ausgeübt. Besonders bei der Feier von Gottesdiensten und der Spendung von Sakramenten, als Offiziator beim Pfingstritt, ist sein aufgeschlossenes Wesen bekannt geworden. Er habe sich in Kötzting in die Gesellschaft eingebracht und ist sehr geschätzt. Herbert Mader wünschte dem Scheidenden für seine weitere Kaplanstelle Gottes Segen. Er überreichte ihm und den drei Jubilaren im Namen des Dekanates jeweils ein Geschenk.

 

Dekanatstag 2019 Miltach 5    Dekanatstag 2019 Miltach 6
     
Dekanatstag 2019 Miltach 7   Dekanatstag 2019 Miltach 8

 

Im Anschluss an die Eucharistiefeier fanden sich die Pfarrgemeinderäte und weitere kirchliche Mitarbeiter im Pfarrsaal ein, wo die Zuhörer ein recht interessanter Bildervortrag von Erwin Vogl erwartete. In diesem Jahr kann die Pfarrei Miltach auf 300 Jahre Martiniritt zurückblicken. Für den örtlichen Berichterstatter Vogl eine gute Gelegenheit, mit Fotos auf diese lange Tradition in der Regentalgemeinde zu schauen. Zahlreiche farbige und schwarzweiße Aufnahmen belegten die lange christliche Tradition und die tiefe Verbundenheit des Ortes zu seinem Schutzpatron, den Heiligen Martin. Am Ende der Präsentation dankte Dekan Mader allen Gästen für ihr Kommen und bat sie, ihre Seelsorger mit in das Gebet einzuschließen. Auch auf die bevorstehende Reform der Pfarreiengemeinschaften und die Zusammenlegung der Dekanate ging der Geistliche kurz ein und beschrieb so die künftige seelsorgerische Ausrichtung der Diözese. Ein wichtiger und erfreulicher Termin für das Dekanat Kötzting ist der 09. November, an dem Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in Miltach beim Gottesdienst und beim anschließenden Martiniritt anwesend sein wird. Pfarrer Augustin Sperl ergriff das Wort und lud alle Anwesenden zu diesem Brauchtumsfest herzlich ein. Dekan Mader dankte den Mitgliedern des Miltacher Pfarrgemeinderates, welche die gesamte Bewirtung der Gäste im Pfarrheim übernommen hatten.

 

Dekanatstag 2019 Miltach 9    Dekanatstag 2019 Miltach 10
     
Dekanatstag 2019 Miltach 11   Dekanatstag 2019 Miltach 12
     
Dekanatstag 2019 Miltach 13   Dekanatstag 2019 Miltach 14
     
Dekanatstag 2019 Miltach 15   Dekanatstag 2019 Miltach 16

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Dekanatstag 2019 des Dekanates Kötzting fand bei uns in Miltach statt
Foto: Dekanatstag 2019 Miltach

Fronleichnam 2019 und ein festliches Priesterjubiläum von Pfarrer Augustin Sperl gefeiert

(24.06.2019)

Pfarrer Augustin Sperl, ein Mann des Wortes und einer der auf Gott ausgerichtet ist

Prächtige Prozession zu Fronleichnam durch den Ort – Dank für 40 Jahre als Seelsorger

 

Auch in diesem Jahr am darauffolgenden Sonntag, nach dem eigentlichen Festtag Fronleichnam, begleitete angenehmes Sommerwetter die Gläubigen der Pfarrei Miltach bei der Fronleichnamsprozession, als diese wieder wie gewohnt über den geschmückten Prozessionsweg marschierten. In diesem Jahr jedoch war dieser Festtag mit dem 40jährigen Priesterjubiläum von BGR Pfarrer Augustin Sperl verbunden.

 

Schon vor Beginn der Messfeier, empfingen die Ministranten den Priester mit einem Spalier vor dem Kirchenportal und gratulierten ihm. Jeder Ministrant reichte ihm mit einem freudigen Lächeln die Hand und gratulierte. Martin Krieger war es vorbehalten, ein großes Herz aus Rosen mit den herzlichsten Glück- und Segenswünschen zu überreichen. Das Rosenherz fand während der Eucharistiefeier seinen besonderen Platz auf dem Volksaltar.

 

In der mit Birken geschmückten Pfarrkirche versammelten sich zuvor die Gläubigen, um gemeinsam einen festlichen Gottesdienst zu feiern. Die Kommunionkinder in ihren weißen Einheitsgewändern und eine stattliche Zahl von Ministranten gaben dem Gottesdienst ein ganz besonders feierliches Gepräge. „Dieses Fest hat seine Wurzeln im Geschehen des Gründonnerstages. Jesus feiert mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. An diesem Festtag, Fronleichnam, soll die gesamte Größe und Feierlichkeit dieses Geheimnisses betont und sichtbar werden.“ so BGR Pfarrer Augustin Sperl.  „In der Fronleichnamsprozession setzen wir Christen ein Zeichen unseres Glaubens.“ Der Geistliche appellierte: „Das Fest regt uns jedes Jahr von Neuem an, den Frieden Gottes zu zeigen. Mit diesem Fronleichnamsfest bekunden wir, dass Gott in dieser Welt ist und er unsere Wege mitgeht. Er will uns immer wieder neu zum Segen und zum Frieden werden.“

 

Ursprung des Festes

Fronleichnam, das Fest des heiligen Leibes und Blutes Christi, ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. 1264 erklärte Papst Urban VI. Fronleichnam zum Fest der Gesamtkirche. Zum ersten Mal wurde Fronleichnam 1246 im Bistum Lüttich gefeiert. Die Anregung zu diesem Fest geht auf eine Vision der Heiligen Juliana von Lüttich zurück.

 

Fronleichnam Miltach 2019 4    Fronleichnam Miltach 2019 1
     
Fronleichnam Miltach 2019 3   Fronleichnam Miltach 2019 2

 

Prozession durch die Gemeinde

Bei angenehmem Wetter führte anschließend die Prozession zum ersten Altar bei der Familie Breu / Zankl in der Waldschmidtstraße. Zunächst verkündete Pfarrer Sperl dort das Evangelium. Nach den Bittrufen und den Fürbitten, stimmten die Gläubigen in den Gesang, intoniert von der Blasmusik „Weißblau-Königstreue“ unter der Leitung von Josef Pielmeier, ein. Nach dem Segen und jeweils drei Salutschüssen durch den Kriegerverein führte die Bittprozession weiter über den Radweg zum Anwesen Holzapfel in der Herrnbrunnstraße und über die Höhenrieder Straße, zum Anwesen Bachl in der Wendelingasse. Es waren festlich geschmückte Altäre und sehr oft auch schön hergerichtete und dekorierte Häuser zu sehen. Die Gläubigen versammelten sich um die Gebetsplätze und stimmten in den festlichen Gesang, sowie die Gebete des Priesters oder der Vorbeter ein. Die Kommunionkinder mit bunten Blumensträußen in den Händen und die Ministranten bildeten vor den Altären ein würdiges Spalier. Zum vierten und letzten Altar führte der Prozessionsweg über den Sankt Martins-Platz und den Schlossplatz zurück zur Pfarrkirche, wo die Mesnerfamilie Röhrl einen weiteren Altar hergerichtet hat. Bei allen vier Gebetsplätzen spendete der Priester den eucharistischen Segen mit der Monstranz.

 

Eine Pfarrgemeinde gratuliert

In der Pfarrkirche fand die Prozession dann auch seinen feierlichen Abschluss. Dies geschah in diesem Jahr jedoch mit ausführlichen Dankesworten. Auf den Tag genau vor 40 Jahren wurde Pfarrer Sperl, gemeinsam mit weiteren 16 Weihekandidaten, vom damaligen Bischof, Rudolf Graber, in Regensburg zum Priester geweiht. Zunächst war es Bürgermeister Johann Aumeier, der im Namen der Gemeinde Miltach seine Glückwünsche und seinen Dank aussprach. Seit fast 18 Jahren bilden die beiden Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach eine harmonische Gemeinschaft, in der sich der Geistliche stets bemüht sieht, durch die Seelsorge sein Bestes zu geben. „Gemeinde und Pfarrgemeinde arbeiten sehr gut und konstruktiv zusammen. In unserer Schule am Ort haben sie über viele Jahre als Priester den Kindern im Religionsunterricht ihren Glauben vermittelt und sie zur Kommunion oder zur Firmung hingeführt.“ so der Rathauschef. Dem Wunsch von Pfarrer Sperl entsprechend, überreichte Aumeier einen Gutschein, verbunden mit den allerbesten Glückwünschen.

 

Priesterjubiläum Miltach 2019 1    Priesterjubiläum Miltach 2019 2
     
Priesterjubiläum Miltach 2019 3   Priesterjubiläum Miltach 2019 4

 

Als weiterer Redner trat der Kirchenpfleger Christian Röhrl an das Rednerpult. Ihm war es vorbehalten, im Namen der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates, der örtlichen Vereine und aller anwesenden Gläubigen, zum 40. Jahrestag der Priesterweihe zu gratulieren. Er zählte zu Beginn seiner Ausführungen Attribute auf, die einen Geistlichen Charakterisieren. Der Priester, ein Mensch, der mitten im Leben steht, aber auch der mitfühlen kann. Der Priester, ein Mensch, der um seine Grenzen weiß, der offen ist für die anderen und die jeweilige Zeit und der auf die Menschen und darum auch auf Gott ausgerichtet ist. Der Priester, ein Mensch, der ermutigt und Zuversicht ausstrahlt, der die Sakramente spendet und die Liturgie feiert. Im Grunde ein Mann des Gebetes. „Der Priester, ein Mann des Wortes das ist wohl eine ganz wichtige Charakterisierung für Ihren priesterlichen Dienst. Mit ihren einfühlsamen und ansprechenden Predigten, berühren sie Sonntag für Sonntag die Herzen der Gläubigen und sprechen vielen aus der Seele.“ so beschrieb der Kirchenpfleger Christian Röhrl, Pfarrer Sperl. Dadurch erschließen Sie aber auch die nicht immer leicht verständliche Botschaft der Heiligen Schrift. Der Redner meinte weiter: „Durch das Wort helfen Sie uns, wieder miteinander zu kommunizieren, neue Brücken zu bauen und Vertrauen zu schenken. Hinter den mitunter so leicht und einsichtig geäußerten Worten – besonders auch bei der Predigt – steckt aber viel Vorarbeit und natürlich auch Meditation und Gebet. Erst dann wird das Wort zum Schlüssel, der öffnet und neue Perspektiven zeigt.“ Bei aller Entfremdung der Menschen heute von der Kirche und von Gott, muss man doch erkennen, dass der Mensch Gott braucht, die Kirche, den Priester. Er ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen, besser gesagt, zwischen Christus und den Menschen. Er soll den Menschen mit dem Letzten und Wichtigsten, mit Gott in Verbindung bringen, also Brückenbauer sein. „Pontifex muss er sein für den Menschen, zu Gott hin und umgekehrt.“ Der Priester, so sagte der Heilige Papst Johannes Paul II., ist durch niemand zu ersetzen. Er spricht und handelt in persona Christi. Durch das Weihesakrament wird dem Priester im Geiste eine besondere Gabe verliehen. Der heilige Pfarrer von Ars sagt: „Der Priester ist nicht Priester für sich, sondern für die anderen. Der Priester ist die Liebe des Herzens Jesu, er repräsentiert Christus und Seine Liebe in der Welt.“

 

Als Dank für die seelsorgerische Arbeit konnte der Kirchenpfleger jetzt, an Pfarrer Augustin Sperl, die gewünschten Präsente überreichen. Zunächst ein neuer, schöner Messkelch für die würdigen Eucharistiefeiern im Gotteshaus. Mit dazu hatten die kirchlichen Gremien, die örtlichen Vereine und Gruppierungen zusammengezahlt, um zwei hölzerne Hostienschalen dazuzugeben. „Damit wir auf dem Altar noch mehr die Verbundenheit zu unserer schönen Heimat und den Bayerischen Wald, mit seinen langgezogenen Wäldern bringen, haben wir uns gedacht, dass zwei hölzerne Hostienschalen, welche von der Schreinerei Ludwig Brey aus Miltach hergestellt wurden, dafür der beste Beweis sind; die Hostien darin einen ganz besonderen und würdigen Platz bekommen.“ so Christian Röhrl. Als ganz persönliches Geschenk konnte der Redner, zusammen mit der Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Claudia Pinzinger, dann dem Geistlichen einen Papstsegen aus dem Vatikan überreichen. „Möge dieser Segen von Papst Franziskus sie in ihrer Arbeit als Seelsorger bestärken und immer wieder an diesen Tag erinnern.“

 

Abschließend dankte schließlich auch BGR Pfarrer Augustin Sperl allen Rednern und den anwesenden Gläubigen für Ihre Teilnahme und ihr Gebet. Sein besonderer Dank galt den Frauen vom Frauenbund für die Gestaltung des wunderschönen Blumenteppichs, sowie des Primizspruches und der Mesnerfamilie Röhrl für das Herrichten der Pfarrkirche. Auch an die Ministranten, die Erstkommunionkinder, alle kirchlichen und weltlichen Vereine, die Blasmusik, Organist Christian Hartl, die vielfältigen Trägerdienste vom Trachtenverein und alle Familien, welche die Altäre wieder so wunderschön hergerichtet hatten, richtete der Priester seine Dankesworte. Dem Kantor Alois Pielmeier und dem Gemeindereferenten Franz Strigl sagte er ein herzliches „Vergelt’s Gott“. Der Feuerwehr Miltach galt schließlich noch der Dank für sie Absicherung des Prozessionsweges. Er zeigte sich glücklich, neben Blaibach auch hier in Miltach Pfarrer zu sein. Sein Dank galt all denen, die sich in die Vorbereitungen dieses schönen Tages einbrachten. Mit dem „Großer Gott wir loben dich“ und der Bayernhymne schloss der offizielle Teil in der Pfarrkirche.

 

Danach führte der gemeinsame Zug zum Pfarrheim, wo der örtliche Pfarrgemeinderat den Pfarrsaal für einen Stehempfang vorbereitet hatte. Herzhafte Brote, kühle Getränke und süße Knabbereien wurden gereicht. Die Blasmusik begleitete die zahlreichen Gratulanten, die Pfarrer Augustin Sperl die Hände reichten und ihm alles Gute zum Jubiläum wünschten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Fronleichnam 2019 und ein festliches Priesterjubiläum von Pfarrer Augustin Sperl gefeiert
Foto: Priesterjubiläum Miltach 2019

Unser Pfarrer blickt auf die 40 Jahre als Priester zurück

(21.06.2019)

Seit 40 Jahren im Weinberg des Herrn tätig

Pfarrer Augustin Sperl feiert morgen sein 40jähriges Priesterjubiläum – Die Feier der Eucharistie liegt ihm sehr am Herzen

 

Morgen Sonntag, auf den Tag genau vor 40 Jahren, wurde Pfarrer BGR Augustin Sperl im Hohen Dom zu Regensburg von Bischof Rudolf Graber, zusammen mit weiteren 16 Kurskollegen, zum Priester geweiht. Eine Woche später konnte er in seiner Heimat Niedernkirchen im Rott-Tal die feierliche Primiz begehen.

 

Danach führte den jungen Geistlichen sein Weg in die Pfarreien „Maria Himmelfahrt“ in Deggendorf (1979 – 1981) und Furth im Wald (1981 - Januar 1984). Mit gerade mal 31 Jahren wurde Pfarrer Sperl schließlich im Februar 1984 die Verantwortung für die Pfarrgemeinde Blaibach übertragen, nachdem der langjährige Pfarrer Ferdinand Köstler verstorben war. Neben dem Amt des Dekans für das Dekanat Kötzting, welches er von September 1996 bis Januar 2016 fast 20 Jahre bekleidete, wurde Pfarrer Sperl schließlich im September 2001 auch die Sorge für die Pfarrgemeinde Miltach übertragen. Jetzt, nach 40 Jahren im Weinberg des Herrn, gilt es, Dank zu sagen, was mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Empfang in den beiden Regentalgemeinden Miltach und Blaibach gefeiert wird. In Miltach, morgen Sonntag im Rahmen des Fronleichnamsfestes und in Blaibach dann am Sonntag, 14. Juli.

 

Ein paart Tage vor seinem Jubiläum hat Pfarrer Sperl uns ein paar Fragen beantwortet, in denen er durchaus auch ganz persönliche Aspekte anspricht.

 

Redaktion: Was hat Sie in jungen Jahren dazu bewegt, zu studieren und sich für das Priesteramt zu entscheiden?

Pfarrer Sperl: Auf diese Frage antworte ich aus tiefer Überzeugung: Priester wird ein Mensch nicht, weil er es will, sondern weil es Ereignisse und Personen gibt, die den Weg dafür bereiten und begleiten. In diesen Ereignissen und Personen sehe ich auch Gottes gute Fügung am Werk. Es ist ein wenig zum Schmunzeln und durchaus humorvoll: Mein Leben und damit später schließlich dann auch mein Priesteramt verdanke ich eigentlich einer „Entlassung aus dem Kloster“.

 

Meine Mutter, die Tochter eines Bauern aus dem Rott-Tal, war als junge Frau in ein Missionskloster bei Passau eingetreten. Sie wurde aber bald wieder aus gesundheitlichen Gründen heimgeschickt, mit der Begründung „für die Mission ungeeignet“.

 

Nahe Verwandte meiner Mutter waren zu der Zeit im Dienst der Kirche als Weltpriester (Pfarrer), Ordensgeistlicher und zwei Klosterschwestern. Schließlich sorgte dann der „geistliche Onkel“ dafür, dass der „Bub“ seiner Nichte (also ich) ins bischöfliche Seminar nach Straubing kam.

 

Auch später gab es Ereignisse, die den Weg zum Abitur und dann zum Studium ermöglicht haben.  Ein kirchliches Internat war in den 60er Jahren mit spürbaren Kosten verbunden, da war die Einführung des BAFöG (1969) eine große Erleichterung für meine Mutter, die zu diesem Zeitpunkt schon Witwe war. Entgegen dem Rat und dem Verlangen der Verwandtschaft blieb ich darum im Internat. 

 

Beim Eintritt in das Priesterseminar 1973 waren wir 34 Kandidaten. 17 davon wurden 1979 zu Priestern geweiht. Das hat mir später die Erkenntnis geschenkt: Es zählt die Bereitschaft eines jungen Menschen, aber mehr noch zählt der Wille des Herrn. Ein Mensch kommt dorthin, wo Gott ihn haben will.

 

Redaktion: Was sind die wichtigsten und bedeutendsten Ereignisse für Sie in den beiden Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach bisher gewesen?

Jubiläum Sperl 1   

Pfarrer Sperl: Zunächst einmal die Tatsache meiner Bestellung als Pfarrer für Blaibach im Februar 1984. Der Generalvikar war gegen meine „Bewerbung“ (die Begründung: zu jung, zu unerfahren), die Ordinariatskonferenz jedoch war dafür. So bin ich damals mit 31 Jahren der „jüngste Pfarrer im Bistum Regensburg“ geworden.

 

Bei den bedeutenden Ereignissen möchte ich unterscheiden zwischen Blaibach und Miltach. Von Februar 1984 bis Ende August 2001 war ich „nur“ für die Pfarrei Blaibach zuständig. Zu den eher „weltlichen Aufgaben“ eines Pfarrers zählen Baumaßnahmen, die aber auch ihre Auswirkungen auf eine Pfarrei und Gemeinde haben.

So wurde 1984/85 nach 95 Jahren Bestehen der Pfarrhof Blaibach gründlich renoviert und modernisiert. Das sog. „Jugendheim“, ein für die Pfarrei viel zu großes und mit Baumängeln belastetes Gebäude, wurde auf Drängen des Bistums durch einen zweckmäßigen und zeitgemäßen Neubau ersetzt. Die geplante und dann von Regensburg abgelehnte Renovierung des Jugendheimes hätten 1,8 Millionen DM gekostet. Der Neubau dagegen 980.000 DM. 1992/93 folgt eine Innenrenovierung der Kirche, da sich hier deutliche Risse im Mauerwerk und in den Deckengewölben auftun.

 

Ein Pfarrer aber ist mehr als nur ein Bauherr. Er ist vor allem der Seelsorger für die ihm anvertraute Gemeinde. In den 80er und 90er Jahren betrug die Zahl der Katholiken in Blaibach ca. 1900 Gläubige. Einer Zahl von ca. 20 Beerdigungen standen ebenso viele Taufen gegenüber. Gegenwärtig hat Blaibach noch 1700 Katholiken.

 

Im Juni 1996 wurde ich dann von den Mitbrüdern aus den damaligen Dekanat Kötzting zum Dekan gewählt und von Bischof Manfred Müller in diesem Amt bestätigt und von Domkapitular Grabmeier im September 1996 ins Amt eingeführt. Mit der Reform der Dekanate (ab 2001) kam es auch zu einer Neugliederung der Pfarreien im Dekanat. Ab 1. September 2001 hat mir Bischof Manfred Müller das Amt des Pfarradministrators für Miltach übertragen und damit im Dekanat die erste „Seelsorgeeinheit, heute Pfarreiengemeinschaft“ verwirklicht.

 

Auch in Miltach wurden wiederum Baumaßnahmen verwirklicht. Der Neubau eines Pfarrheimes (2002 – 2004). Die Innen- und Außenrenovierung der Kirche (2011/ 2014-2016).

 

Wichtig in all den Jahren war mir aber vor allem die Seelsorge. Darum habe ich seit der Zusammenlegung beide Gemeinden gleichbehandelt, im Hinblick auf die Zahl der Sonntaggottesdienste und Hochfeste. Persönlich für mich ein besonders freudiges Ereignis war die Primiz von Jürgen Josef Eckl 2011 in Miltach, den ich auf seinem Weg zum Priesteramt begleiten und beistehen durfte.

 

Der Bau des Konzerthauses in Blaibach hat ab dem Jahr 2012 Monate lang die Gemüter und Seelen der Bürger bewegt.  Es war mein Bemühen und Wunsch, zu einem „versöhnten Miteinander“ beizutragen.  

 

Redaktion: Was schätzen Sie besonders in den beiden Pfarrgemeinden, in denen sie wirken durften und dürfen? 

Pfarrer Sperl: Es gibt nach wie vor in beiden Gemeinden zahlreiche Personen, die durch ihre Mitarbeit in den kirchlichen und weltlichen Vereinen, im Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung, mich als Priester unterstützen und die Seelsorge mittragen. Das Pfarrleben ist von gegenseitigem Respekt und partnerschaftlicher Zusammenarbeit geprägt.

   Jubiläum Sperl 3

Viele Veranstaltungen wären ohne das intensive und große Engagement einzelner Personen nicht möglich.

In Miltach nimmt das Patrozinium mit dem Martiniritt und der eucharistischen Prozession eine besondere Bedeutung ein und führt am Festtag die ganze Gemeinde zusammen.

Seit 2003 werde ich durch einen pastoralen Mitarbeiter, Gemeindereferent Franz Strigl, unterstützt. Seine Arbeit ist eine große Bereicherung für beide Gemeinden, auf die ich nicht verzichten möchte.  Obwohl die „Ehe“ zwischen den beiden Pfarrgemeinden „St. Elisabeth“ und „St. Martin“ von oben verordnet wurde, kam es nie zu Spannungen oder Rivalitäten.

 

Redaktion: Wie sehen Sie die Situation der Kirche in der heutigen Zeit und im Vergleich zu früher? Insgesamt und konkret auch vor Ort in Miltach und Blaibach.

Pfarrer Sperl: Die ganze Gesellschaft und damit auch die Kirche befinden sich in einem spürbaren Umbruch und Wandel. Dazu zählt auch die Akzeptanz von Parteien, Gruppierungen und Lebensformen durch die Menschen. Für viele stellt die Kirche nur noch eine „Gruppe“ unter vielen anderen dar. Religion ist vielfach zur Privatsache geworden.  Das spiegelt sich im deutlichen Rückgang der Gottesdienstbesucher und in der Wertschätzung anderer Sakramente wider. Das lässt sich nicht schönreden und das beschäftigt natürlich auch einen Priester, wie mich.

 

Menschen, die jetzt zum Gottesdienst kommen, tun dies aus Überzeugung und Liebe, nicht aus Pflicht oder Tradition. Für sie ist die Feier und der Empfang der Eucharistie eine echte „Lebenshilfe“. Manche Gläubige bringen das im Gespräch auch zum Ausdruck. Das ist eine Ermutigung für mich, aber genauso die Tatsache, dass öfters Gottesdienstmitfeiernde sich eine Predigt in schriftlicher Form erbitten, weil sie ihnen „gutgetan hat“   

 

Redaktion: Was hätten Sie, im Rückblick, vielleicht anders gemacht, als es bisher gelaufen ist?

Pfarrer Sperl: Mit meinem Leben und mit meinem Beruf bin ich sehr zufrieden. Insofern habe ich mir diese Frage bisher nie intensiv gestellt. Ich bin der Überzeugung, dass es in den Pfarrgemeinden Blaibach und Miltach manche „Einrichtung“ nicht gäbe, wenn ich z. B.  in eine andere Pfarrei weggegangen wäre. Insofern ist es gut, wie es gekommen ist.

 

 

Redaktion: Was denken Sie, wenn Sie in die Zukunft blicken. Welche Aufgaben möchten sie noch anpacken?

Pfarrer Sperl: Ein Pfarrer darf mit 70 Jahren in „Pension“ gehen. Ich werde im August 66 Jahre alt. Das heißt es bleiben noch ein paar Jahre im Dienst für beide Gemeinden. Gemäß der pastoralen Planung des Bistums, die bereits 2001 erstellt wurde, ist eine große „Seelsorgeeinheit“ aus den bisherigen Pfarreien Blaibach, Miltach, Harrling-Zandt-Altrandsberg geplant. Es wird Veränderungen geben, mit denen wir uns erst vertraut machen müssen. Engagierten Laien wird die Aufgabe zufallen, liturgische Feiern zu leiten und zu halten, wo eine Eucharistiefeier im gewohnten Umfang nicht mehr möglich ist.

 

Redaktion: Welche Aufgaben möchten sie noch anpacken?

Jubiläum Sperl 4    Pfarrer Sperl: In Blaibach hat im Mai die vom Bistum genehmigte Renovierung bzw. die Sanierung der Pfarrkirche begonnen. Bei dieser denkmalgeschützten Kirche geht es vor allem darum, eine erhebliche Belastung durch diverse Schadstoffe (unter anderem Schimmelpilz) zu beseitigen und das „Denkmal“ mit einer zeitgemäßen Infrastruktur zu versehen. Das Gotteshaus in Blaibach liegt mir sehr am Herzen.

 

Redaktion: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Pfarrer Sperl: Ein Wunsch, den ich mit vielen andern Menschen teile: Dass mir der Herrgott Gesundheit schenken möge, damit ich diesen Aufgaben gerecht werden kann. Frieden in den Familien der beiden Pfarrgemeinden. Und vor allem Menschen, die auch in schwierigen Zeiten in Treue zu Jesus Christus, seiner Kirche und den von ihm Berufenen stehen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

                           Augustin Sperl, Blaibach

Foto zur Meldung: Unser Pfarrer blickt auf die 40 Jahre als Priester zurück
Foto: Jubiläum Sperl 2019

Zwei junge Erdenbürger in unserer Pfarrgemeinde aufgenommen

(17.06.2019)

Taufe von Delia Samira Anzenberger und Karl Miefanger in der Pfarrkirche von Miltach

Am vergangenen Sonntag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kinder durch die feierliche Taufe in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. BGR Pfarrer Augustin Sperl spendete der kleinen Delia Samira, Tochter von Marcel und Marion Anzenberger (geb. Eckl), wohnhaft in der Kirchgasse, und Karl, Sohn von Alois und Manuela Miefanger (geb. Vielreicher), wohnhaft Am Hofacker, das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahmen bei Delia Anzenberger, Dana und Tabea Anzenberger aus Liebenberg bei Rattenberg und bei Karl Miefanger, Ramona Vielreicher aus Ichendorf.

Durch die Taufe wurden die beiden jungen Erdenbürger in die große Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte zu Beginn Täuflinge, Eltern, Großeltern und Verwandte in der Pfarrkirche. Der Geistliche bat die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder helfen sollen, ihren Platz in der Gemeinschaft der Gläubigen zu finden, sie auf ihrem Lebensweg begleiten und hinführen auf den Weg des Glaubens, so der Priester. Den christlichen Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist Grundlage der religiösen Erziehung dieser jungen Erdenbürger. „Die Liebe, dies sie den Kindern schenken, ist Wertschätzung und Zuneigung zugleich. Leben sie ihnen vor, wie ein gläubiger Christ sich in der heutigen Zeit beweisen kann.“  

Der Priester segnete anschließend das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den drei Paten das Taufversprechen ab und taufte Delia Samira und Karl in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der Väter der beiden Täuflinge die Taufkerze und reichte sie an den Pfarrer weiter, der sie wiederum symbolisch an die Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die jungen Christen mit geweihtem Wasser ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden die Taufbewerber dann noch mit einem Marienlied unter den ganz besonderen Schutz Mariens gestellt. Die Tauffeier wurde musikalisch von Christian Hartl an der Kirchenorgel mitgestaltet.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Zwei junge Erdenbürger in unserer Pfarrgemeinde aufgenommen
Foto: Taufe Miefanger u. Anzenberger Miltach

Miltacher Martinireiter beim Kötztinger Pfingstritt 2019

(10.06.2019)

Reiter aus unserer Regentalgemeinde waren beim Pfingstritt 2019 wieder stark vertreten

Martinireiter zeigen ihre Verbundenheit zum Kötztinger Pfingstritt

 

767 Reiter haben am Pfingstmontag am traditionellen Pfingstritt in Bad Kötzting teilgenommen. Bei Wolken und leichtem Regen begann der Ausritt durch die Stadt, wo mehrere Tausend Zuschauer die Reiterprozession verfolgten.

 

Mit der Prozession durch das Zellertal hinaus nach Steinbühl, wo ebenfalls viele Zuschauer die Straßen säumten, erneuerten die Teilnehmer in ihren feschen Trachten das 607 Jahre alte Gelöbnis.

 

Pfingstritt Bad Kötzting 2019 1    Pfingstritt Bad Kötzting 2019 2
     
Pfingstritt Bad Kötzting 2019 3   Pfingstritt Bad Kötzting 2019 4

 

Der Legende nach, lag im etwa sieben Kilometer entfernten Steinbühl ein Mann im Sterben. Er bat um die Sterbesakramente, doch der Pfarrer sah sich aber außerstande, ohne Schutz dorthin zu gelangen. Deshalb gaben ihm Kötztinger Burschen, auf seine Bitte hin, das Geleit. Nach glücklicher Rückkehr gelobten sie, den Ritt jedes Jahr zu wiederholen.

 

So ist es geblieben. In Steinbühl feierten am Pfingstmontag die Reiter in der St. Nikolauskirche die Pfingstreitermesse. Kaplan Florian Rein rief dazu auf, den Pfingstritt nicht zu einem „lustigen Ritt, bei dem die Zuschauer rauchen und mit der Bierflasche winken“ verkommen zu lassen.

 

„Der Glaube muss im Mittelpunkt des Rittes stehen“, sagte er.

 

Pfingstritt Bad Kötzting 2019 5    Pfingstritt Bad Kötzting 2019 6
     
Pfingstritt Bad Kötzting 2019 7   Pfingstritt Bad Kötzting 2019 8

 

Die Miltacher Martinireiter mit ihrer Standarte waren recht zahlreich im Pfingstritt vertreten. Es ist ein alter Brauch, aber auch eine gewisse Verpflichtung, dass sich Reiter aus unserer Regentalgemeinde am frühen Pfingstmontag morgen auf in das 9 Kilomenter entfernte Bad Kötzting machen, um dort am Ritt mitzuwirken. Fesche Reiter in ihren Trachten, prächte, herausgeputzte Pferde und festliches Geläut der Kirchenglocken begleiteten die Männer in das Zellertal hinaus nach Steinbühl.

 

In unserer Pfarrgemeinde Miltach bereitet sich die Pfarrgemeinde schon auf den Jubiläumsritt in diesem Jahr vor. Der Martiniritt von Miltach kann dann auf 300 Jahre zurück blicken.

 

Text: Auszug aus www.idowa.de und Christian Röhrl

Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Miltacher Martinireiter beim Kötztinger Pfingstritt 2019
Foto: Pfingstritt Bad Kötzting 2019

Kommunionausflug nach Weltenburg und Regensburg

(03.06.2019)

Kommunionkinder am Donaudurchbruch und in Regensburg


Nachdem in den beiden Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach am 26. Mai die gemeinsame, feierliche Kommunion begangen wurde, trafen sich am frühen Montag Morgen die Kinder der 3. Klasse mit ihren Eltern.

 

Froh gelaunt, führte der Weg zunächst nach Kelheim. Dort bestiegen die Buben und Mädchen das Ausflugsschiff, welches sie durch den imposant anmutenden Donaudurchbruch, mit seinen schroffen Felsformationen und dem wild fließenden Wasser, auf einer rund 45minütigen Schifffahrt flussaufwärts nach Weltenburg brachte, zur dortigen gleichnamigen Klosteranlage. Nach einem Besuch der herrlichen, barocken Asamkirche, wo eine kleine Andacht gefeiert wurde und einer ausreichenden Freizeit am Donauufer sowie einer schmackhaften Mittagspause in der nahegelegenen Klosterschänke, brachte der Bus die Ausflügler wohlbehalten in die Domstadt Regensburg.

 

Dort angekommen stand zunächst die Besichtigung des Domes „St. Peter“ auf dem Programm. Die jungen Christen erfuhren, gemeinsam mit ihren erwachsenen Begleitern, viel Interessantes über die große Kathedrale. Danach war dann wiederum genügend Zeit zur freien Verfügung. Der nahegelegene Neupfarrplatz und die vielen Straßencafes luden zum Verschnaufen und Verweilen ein. Am frühen Abend ging es schließlich wieder sicher zurück in die Heimatgemeinden im Regental, reich bepackt mit vielen neuen und erlebnisreichen Eindrücken vom gemeinsamen Kommunionausflug.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kommunionausflug nach Weltenburg und Regensburg
Foto: Kommunionausflug Weltenburg 2019

Unsere Pfarrgemeinde gratuliert Alois Pielmeier zum 70. Geburtstag

(03.06.2019)

Alois Pielmeier feiert seinen 70. Geburtstag und die Pfarrei Miltach gratuliert

Gemeindereferent Franz Strigl und Pfarrer Augustin Sperl dankt ihm für seinen zuverlässigen Dienst

 

Es gibt viele Dienste in der Kirche, Ministranten, Lektor, Kantor, Organist. In diesen vielfachen Bereichen und darüber hinaus können sich Gläubige einbringen und ihr Geschick zum Besten geben.

 

In der vergangenen Woche konnte Alois Pielmeier seinen 70. Geburtstag feiern und so war es der Pfarrgemeinde Miltach ein großes Anliegen, ihm zu diesem Jubiläum zu gratulieren. „Eine aktive Pfarrgemeinde, wie unsere, lebt vom Einsatz und vom Engagement vieler Personen, die sich einbringen, mit ihren Talenten und Fähigkeiten und die so ganz konkret Kirche im Kleinen leben und auch pflegen. Die vielfältigen Aufgaben ermöglichen es, dass jeder dabei seine ganz eigenen Vorlieben unter Beweis stellen kann.“ so Franz Strigl.

 

Alois Pielmeier Geburtstag 1    Alois Pielmeier Geburtstag 2

 

Alois Pielmeier bringst sich wahrlich und mit ganz viel Geschick in das Leben der Miltacher Pfarrgemeinde ein. Früher als aktives Mitglied im ehemaligen Kirchenchor und im Pfarrgemeinderat. „Heute können wir uns auf dich als Lektor, Kantor und auch als Kommunionhelfer verlassen. Wir freuen uns sehr, dass du dich mit so viel Kraft und Elan beteiligst und so unsere Kirchengemeinde unterstützt. Doch das sind noch nicht alle Aufgaben, für die du dich in die Pflicht nehmen lässt. Als eifriger Vorbeter, als Gruppenleiter bei den Kinderbibeltagen, aber auch wenn Not am Mann ist, die Kirche zu reinigen und das Umfeld zu pflegen, dann können wir auf deine tatkräftige Unterstützung stets bauen. Dafür sind wir dir zu großem Dank verpflichtet.“ Alois Pielmeier bringst sich darüber hinaus als Sänger bei den Martinssängern und beim Milbach Chor ein. Für all dies sprachen der Gemeindereferent Strigl und Pfarrer Sperl ein aufrichtiges und herzliches „Vergelt's Gott“ aus. Auch im Namen des Kirchenpflegers Christian Röhrl mit der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates mit seiner Sprecherin Claudia Pinzinger bedankten sich die beiden kirchlichen Gremien. Um dem Danken noch etwas Nachdruck zu verleihen, war es eine große Freude, dem Geburtstagskind ein ganz besonderes Geschenk überreichen zu können.

 

Alois Pielmeier Geburtstag 3    Alois Pielmeier Geburtstag 4

 

Im Namen des Hl. Vaters, Papst Franziskus, durften sie ihm dessen Segen in Form einer schönen Segensurkunde aus dem Vatikan überreichen. Außerdem mit dabei ein kleiner Gutschein, damit sich Alois Pielmeier mit deiner Familie ein paar schöne, vergnügliche Stunden gönnen kann. Die sonntägliche Messfeier wurde von Josef Pielmeier mit seinen Bläsern besonders festlich gestaltet und die Instrumentalstücke gereichten zur echten Erbauung der anwesenden Gottesdienstbesucher.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Unsere Pfarrgemeinde gratuliert Alois Pielmeier zum 70. Geburtstag
Foto: Alois Pielmeier Geburtstag

Für eine gute Ernte und den Erhalt der Natur gebetet

(02.06.2019)

Bei der Flurprozession um gedeihliches Wetter gebetet

 

Am vergangenen Freitag fand der Bittgottesdienst und die anschließende Flurprozession in der Pfarrgemeinde Miltach statt. Die Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern und deren Eltern sowie weitere Gläubige versammelten sich zunächst in der Pfarrkirche um bei der Bittmesse mit dabei zu sein. Anschließend führte die eucharistische Prozession mit dem Allerheiligsten unter dem Traghimmel bei recht angenehmen, frühlingshaften Temperaturen der üblichen Wegstrecke.

 

Der erste Altar stand bei der Schule. Hier wurde besonders für die Kinder, die Lernenden, die Ausbilder und die Arbeitenden in den Betrieben gebetet. Der Prozessionsweg führte weiter, um den Kindergarten herum zur ehemaligen Eisenbahnbrücke über den Regen, wo der 2. Altar stand. Man betete dort besonders für den Erhalt der Natur und die Bewahrung der Schöpfung Gottes.

 

Flurprozession Miltach 2019 1    Flurprozession Miltach 2019 2

 

Hier reichte der Blick wie immer durch das Regental hinauf bis zum Kaitersberg. Pfarrer BGR Augustin Sperl verlas das Evangelium und Gemeindereferent Franz Strigl sprach die Fürbitten in den Anliegen der Gläubigen. Die 3. Station wurde beim Reiterweg abgehalten, mitten in den grünen Wiesen oberhalb des Ortskernes. Der Erhalt der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die Bitte um gutes und fruchtbares Wetter waren hierbei die Kernthemen des Gebetes. Begleitet wurde Pfarrer Augustin Sperl von Vätern der diesjährigen Kommunionkindern (diese trugen den Tragehimmel), den Ministranten und den 8 Kommunionkindern in ihren weißen Einheitsgewändern.

 

Flurprozession Miltach 2019 3    Flurprozession Miltach 2019 4

Alois Pielmeier betet während der Prozession den Rosenkranz und die Litaneien vor. Schließlich führte der Prozessionsweg wieder über die Kötztinger Straße zurück zur Pfarrkirche wo der 4. und letzte Altar gebetet wurde. Um den Erhalt der Arbeitsplätze, den Schutz der Heimat und der christlichen Familien wurde dabei besonders gebetet. Während der Prozession hatte die Feuerwehr Miltach zusammen mit der Mesnerfamilie Röhrl sich um den Transport des Feldaltares und um die Absicherung des Prozessionsweges gekümmert.

 

Bereits am Dienstag Abend war die erste Bittmesse vorausgegangen, wegen der schlechten Witterung wurde die Prozession nach Eismannsberg abgesagt und die Litaneien in der Pfarrkirche gebetet.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Martin Krieger, Miltach

Foto zur Meldung: Für eine gute Ernte und den Erhalt der Natur gebetet
Foto: Flurprozession Miltach 2019

Feierliche Kommunion für 20 Kinder aus Miltach und Blaibach

(26.05.2019)

„Jesus Christus, der gute Hirte“

 

In der Pfarreiengemeinschaft Blaibach - Miltach traten 20 Kinder zum ersten Mal an den Tisch des Herrn – Gruppe Vinamus aus Blaibach gestaltet musikalisch den Gottesdienst

 

Der vergangene Sonntag war für die Pfarrei Miltach und für die gesamte Pfarreiengemeinschaft mit Blaibach ein besonders großer Tag und ein recht bedeutsamer und wichtige Schritt im Leben von 20 Kindern (9 Mädchen und 11 Buben), die zusammen mit Ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten sowie der ganzen Schar von Gläubigen den Tag der feierlichen Kommunion begehen durften. Die Gruppe Vinamus aus Blaibach gestalteten den würdevollen Gottesdienst mit ihren musikalischen Beiträgen und Gesängen. Pfarrer BGR Augustin Sperl zelebrierte die Eucharistiefeier, die unter dem Leitwort „Jesus Christus, der gute Hirte“ stand.

 

Kommunion Miltach Blaibach 2019 17    Kommunion Miltach Blaibach 2019 5

 

Kommunion Miltach Blaibach 2019 4    Nach vielen Wochen der Vorbereitung in Gottesdiensten oder dem schulischen bzw. außerschulischen Religionsunterricht, zusammen mit den Tischmüttern, war es für die Kinder der beiden 3. Klassen diesen Sonntag endlich soweit, an den Tisch des Herrn treten zu können und die Kommunion empfangen zu dürfen. Zusammen mit ihren Eltern und den Geschwistern versammelten sich die Erstkommunikanten vor dem Pfarrheim, von wo aus sie von Pfarrer Augustin Sperl, dem Gemeindereferenten Franz Strigl und den Ministranten unter Glockengeläut in ihren weißen Einheitsgewändern in das voll besetzte und festlich geschmückte Gotteshaus zogen. Mesnerin Elisabeth Röhrl hatte mit viel Liebe zum Detail die Pfarrkirche mit weißen Blumen und frischem Grünzeug geschmückt.

An die Kommunionkinder gewandt sagte der Priester: „Heute ist ein ganz besonderer Tag, an den ihr euch sicherlich in vielen Jahren noch gerne erinnern werdet. Ihr dürft von nun an teil haben am Tisch des Herrn.“ Danach segnete er die Kommunionkerzen und einige Kommunionkinder erläuterten den Leitgedanken des Festgottesdienstes „Der Herr ist mein Hirte“. Ganz nahe am Ort des Geschehens durften die Buben und Mädchen bei dieser Messfeier im Altarraum ihre Plätze einnehmen.

 

Kommunion Miltach Blaibach 2019 10    Kommunion Miltach Blaibach 2019 12
     
Kommunion Miltach Blaibach 2019 14   Kommunion Miltach Blaibach 2019 8

 

In seiner Ansprache bezog sich Pfarrer Sperl auf ein Plakat, auf dem sich um einen jungen Hirten Schafe drängen und andere sich vor ihm auf einer grünen Wiese tummeln. An der satten, grünen Wiese vorbei fließt ein Bach und jenseits stehen Bäume, die Schatten spenden. Ein herrlich blauer Himmel strahlt über dem Grün der Wiese und der Hirte schaut beinahe zärtlich auf seine Herde. Dieses Bild drückt Frieden und Harmonie aus. Vielleicht gefällt einem darum das Bild so gut. Es vermittelt Geborgenheit. Der Herr ist mein Hirte, er führt mich an das Wasser des Lebens und er deckt mir reichlich den Tisch. „Um Leben geht es auch heute bei diesem Gottesdienst. Jesus Christus will uns Leben schenken, vor allem Nahrung für unsere Seele.“ An die Eltern gewandt sagte der Priester, dass auch sie für ihre Kinder wie der gute Hirte sein können. „Seien Sie Hirte für ihr Kind. Denn wenn die Kinder, die heute um den Altar unserer Pfarrkirche stehen, auch morgen noch als Jugendliche oder Erwachsene Jesus als Quelle des Lebens aufsuchen, dann haben wir in ihrer christlichen Erziehung viel Gutes geleistet. Sie tun damit dem seelischen Wohlbefinden ihres Kindes unendlich viel Gutes.“ Wenn ihr Kind morgens aus dem Haus geht – segnen sie es. Legen sie ihm ihre Hand auf den Kopf mit den Worten: „Gott beschütze dich“. „Liebe Eltern, greifen sie wie der Hirte zum Stock und wehren sie sich gegen Einflüsse, die ihre Kinder und auch ihre Familie bedrohen. Tragen Sie Sorge dafür, dass Sie selber und ihre Kinder die Verbindung mit Jesus nicht aufgeben.“ so der Priester in seinen Predigtgedanken zu diesem Festsonntag.

 

Nach der gemeinsamen Erneuerung des Glaubensbekenntnisses und den Fürbitten, die von den Kommunionkindern vorgetragen wurden, sowie nach dem Gabengang, bei dem Brot und Wein an den Altar gebracht wurden, kam für die 20 jungen Christen der bedeutende Augenblick, als sie den Leib des Herrn in den Gestalten von Brot und Wein empfangen durften. Dazu durften die Kinder zuvor bei der Wandlung und dem Empfang der Kommunion ganz nahe um den Altar stehen.

 

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Augustin Sperl bei den Kommunionkindern sowie dem Chor „Vinamus“, dem Gemeindereferenten Franz Strigl, den Tischmüttern, dem kirchlichen Dienst, der Mesnerfamilie Röhrl, sowie allen, die bei der festlichen Feier mitgewirkt, mitgebetet und mitgesungen haben.

   Kommunion Miltach Blaibach 2019 3

 

Kommunion Miltach Blaibach 2019 7    Kommunion Miltach Blaibach 2019 6
     
Kommunion Miltach Blaibach 2019 11   Kommunion Miltach Blaibach 2019 13

 

Am Abend versammelten sich die Kommunionkinder dann gemeinsam mit ihren Eltern und Verwandten in der Miltacher Pfarrkirche, um in einer festlichen Andacht für diesen großen Tag und die schöne Gemeinschaft, dem Herrgott, zu danken. Hier wurden schließlich auch die Andachtsgegenstände und Bibeln der Kinder gesegnet und jedes Kommunionkind erhielt ein kleines Erinnerungsgeschenk in Form einer Ikone von Seiten der beiden Pfarrgemeinden. Für die Kommunionkinder war es aber auch ein Bedürfnis, durch ihr Kommunionopfer anderen Kindern, denen es nicht so gut geht, ihre Unterstützung zukommen zu lassen.

 

Kommunion Miltach Blaibach 2019 15    Kommunion Miltach Blaibach 2019 16
     
Kommunion Miltach Blaibach 2019 2   Kommunion Miltach Blaibach 2019 9

 

Die feierliche Kommunion empfangen haben:

Aus Miltach: Fynn Anzenberger, Sandra Bauer, Tamara Freund, Helena Haimerl, Mia Heigl, Sandro Pinzinger, Elias Raab, und Theresa Sperl.
Aus Blaibach: Felix Bindl, Jakob Christl, Ben Dengscherz, Svenja Fellner, Sabina Geiger, Benjamin Glonner, Jonas Kissinger, Jana Knobloch, Samuel Maisel, Max Möstl, Hanna Nemmer und Alexander Völkl.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Feierliche Kommunion für 20 Kinder aus Miltach und Blaibach
Foto: Kommunion Miltach Blaibach 2019

Maiandacht beim Jägerkreuz eine feste Tradition

(25.05.2019)

Die Maiandacht beim Jägerkreuz, das Zeugnis zu Ehren der Mutter Gottes
Gläubige fanden wieder den Weg zum Gedenkkreuz über dem Regental

 

Der Maiandacht Termin schlecht hin, den sich so mancher Miltacher nicht entgehen lässt. Ein würdiges Zeugnis tiefer Marienverehrung sind die vielen Maiandachten, welche Land auf Land ab den Wonnemonat Mai und das Dorfleben in vielen Gemeinden prägen. Überall werden sie an Wegkreuzen, in Kapellen und an Gedenkplätzen abgehalten und zeugen von der großen Marienverehrung und der Frömmigkeit zu Ehren der Gottesmutter Maria. Auch bei einer Maiandacht, die am vergangenen Freitag Abend am Miltacher Hausberg, dem Jägerkreuz stattfand, haben an die 55 Gläubige aus der Pfarrgemeinde und den umliegenden Orten, ein solches Zeichen der Marienverehrung abgelegt. Bereits viele Jahrzehnte gehört diese Feier in freier Natur zum festen Bestandteil des Kirchenjahres.

Maiandacht Jägerkreuz 2019 1    Maiandacht Jägerkreuz 2019 3

Bei schönem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, war es für die Verantwortlichen eine Freude, dass der Freitag zu einem so schönen Tag wurde und die Andacht abhalten werden konnte, nachdem sie am Sonntag witterungsbedingt ins Wasser fiel. Die herrliche und klare Fernsicht war die Belohnung für den Aufstieg. Die Erwachsenen und Kinder hatten den rund 40minütigen Fußmarsch zum Gebetsplatz auf sich genommen, um bei der gemeinsamen Feierstunde den Lob Mariens in Gebeten und Liedern anzustimmen. In wunderschönem, sattem Grün schimmerte das Regental, sowie der Ort Miltach den Betrachtern entgegen. Die zum 15. Mal von der Feuerwehr Miltach mitorganisierte Maifeier wurde mit besinnlichen Texten zur Gottesmutter Maria und zur Schöpfung Gottes von Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl gestaltet. Das Leben Mariens und ihre Verehrung in Form der vielen Blumen und Blüten waren der Grundtenor dieser würdigen Andacht. Die Sitzbänke, die von Bernhard Wagner zum Jägerkreuz heraufgebracht wurden, boten den Gläubigen eine Rastmöglichkeit vor dem Rückweg zurück in den Ort. Die bekannten Marienlieder, welche gemeinsam angestimmt wurden, gereichten zum Lob und Preis Mariens.

Maiandacht Jägerkreuz 2019 5    Maiandacht Jägerkreuz 2019 4
     
Maiandacht Jägerkreuz 2019 6   Maiandacht Jägerkreuz 2019 2

Der interessante und weite Rund-um-Blick über den Ort im Regental und die Höhenzüge darüber, bis nach Rattenberg und Harrling, schenkte den Anwesenden einige Minuten der Ruhe und Besinnung. Vor 48 Jahren, 1971, wurde das Kreuz durch eifrige Jäger und unter der Mithilfe einiger weiterer Männer aus der Gemeinde Miltach, an diesem Platz, auf dem Grund der Familie Karl (Plarnhof), aufgestellt. Aus diesem Grund durfte auch während dieser Andacht ein Totengedenken, in Erinnerung an die verstorbenen Jagdpfleger, nicht fehlen. Nach einem kurzen Umtrunk, wobei die Feuerwehr Miltach mit Getränken aufwartete, traten die Gläubigen wieder den Rückweg nach Miltach an.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Maiandacht beim Jägerkreuz eine feste Tradition
Foto: Maiandacht Jägerkreuz 2019

Jubelpaare aus Miltach und Blaibach gaben sich wieder ihr Eheversprechen

(19.05.2019)

 

Pfarrer Sperl: „Alleine die Liebe zählt in einer guten Ehe.“

Gottesdienst mit Jubelpaaren, die heuer 25, 30, 40, 45, 50, 55 und sogar 65 Jahre verheiratet sind

Eine wirklich besonders festliche Stimmung herrschte an diesem Sonntag in der Pfarrkirche „St. Martin“ beim Gottesdienst, zu dem sich die Jubelpaare aus Miltach und Blaibach, die in der ersten Jahreshälfte 2019 ein Ehejubiläum feiern, einfanden. Sie dankten Gott für die zurückliegenden gemeinsamen Jahre und Jahrzehnte und erneuerten gegenseitig ihr Eheversprechen, das sie sich einst am Traualtar gaben. Nach dem Dankgottesdienst waren alle Jubelpaare in das benachbarte Pfarrheim eingeladen, wo der Pfarrgemeinderat einen Empfang bei Sekt und schmackhaften Häppchen vorbereitet hatte.

Ehejubiläum Miltach 2019 1    Ehejubiläum Miltach 2019 2

Einen herzlichen Gruß entbot Pfarrer BGR Augustin Sperl den 19 Jubelpaaren der Pfarreiengemeinschaft Blaibach-Miltach, die der Einladung ihrer Heimatpfarrei nachgekommen waren. „Heute sind Sie hier, um Danke zu sagen für die langen, gemeinsamen Ehejahre, die Sie verbringen durften in Freude, aber sicher auch mit manchem Kummer und manchen Sorgen“. Claudia Pinzinger (Sprecherin des Pfarrgemeinderates in Miltach) las die Lesung aus dem Kolosserbrief. Pfarrer Sperl meinte in seiner Predigt: „Erst im Lauf der Zeit, mit den Jahren, erkennt man, was das Wichtigste in einer Ehe ist, worauf es wirklich ankommt, nämlich auf die Liebe. Alles andere wird dabei nebensächlich." Erbarmen meint, mit dem Partner zu fühlen, mit ihm gemeinsam das Leiden anzunehmen und (was die größere Kunst ist) sich mit ihm zu freuen. „Sie, die Jubelpaare, feiern ein Ehejubiläum um den Liebenden von heute zu sagen: Es ist möglich, es gelingt auch heute, viele, lange Jahre miteinander zu leben, in Gesundheit und Krankheit. Der Geistliche wünsche den Jubelpaaren, wie Jesus schon sagte: „Bleibt in meiner Liebe“, dass sie aus der Liebe Gottes leben und damit auch jene tiefe Freude erfahren, die nur aus der Liebe kommen kann.“ Es sei keineswegs selbstverständlich, gemeinsam die Jahre verbringen zu dürfen. „Die Jubelpaare haben damals ihre Ehe unter Gottes Segen gestellt und sich die Treue versprochen. Die meisten dürfen auch Danke sagen, dass Gott die Ehe mit Kindern gesegnet hat, sie sind ein Stück Zukunft. Die Liebe will das Wohl, das Glück des Partners. Denn echte Liebe schenkt Geborgenheit. Mein Partner hält und steht zu mir.

Unsere Jubelpaare in 1. Halbjahr 2019:
25 Jahre Rosi und Markus Kerner (Blaibach), Johanna und Andreas Hirtreiter (Blaibach), Eva und Josef Amberger (Blaibach), Maria und Franz Prechtl (Miltach)
30 Jahre Erika und Thomas Kirschbauer (Blaibach)
40 Jahre Anna und Erwin Zankl (Miltach), Anita und Willi Gröber (Miltach), Hanna und Anton Kloos (Blaibach), Gabriele und Wolfgang Wanninger (Blaibach), Gerda und Karl-Heinz Rank (Blaibach), Sylvia und Rigobert Haupt (Blaibach)
45 Jahre Ingeborg und Xaver Fischer (Miltach), Sylvia und Albert Schroll (Blaibach); Marianne und Willibald Meixner (Blaibach)
50 Jahre Amalie und Hans Strotzer (Blaibach), Elvira und Wilfried Leckschas (Blaibach)
55 Jahre Maria und Johann Holzfurtner (Miltach), Christa und Ewald Seiderer (Blaibach)
65 Jahre Maria und Josef Kufner (Miltach)

 

Nach der Ansprache reichten sich die Jubelpaare die Hände und erneuerten vor der Kirchengemeinde ihr Eheversprechen, dankten Gott für die gemeinsamen Jahre und baten um seinen Segen für die Zukunft. Die Fürbitten las die 2. Sprecherin des Miltacher Pfarrgemeinderates, Stephanie Holzfurtner. Zum Schluss des Gottesdienstes gratulierte Pfarrer Augustin Sperl zusammen mit den PGR-Sprechern jedem Jubelpaar und überreichten eine weiße Rose. Pfarrer Sperl dankte auch den fleißigen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates Miltach, für das Vorbereiten des anschließenden Empfanges im Pfarrheim und der Mesnerin Elisabeth Röhrl, für das Herrichten der Pfarrkirche.

Ehejubiläum Miltach 2019 7    Ehejubiläum Miltach 2019 8

 

Nach dem Erinnerungsfoto auf den Kirchenportalstufen fanden sich die Jubelpaare im Pfarrheim „St. Martin“ ein. Hier begrüßte Claudia Pinzinger die Gäste, besonders den 1. Bürgermeister aus Miltach, Johann Aumeier und den 2. Bürgermeister aus Blaibach, Josef Speckner, sowie die anwesenden Pfarrgemeinderäte aus Miltach und dankte letzteren für die eifrigen Vorbereitungen der Bewirtung.  Jedem Jubelpaar überreichte Pfarrer Sperl zum Andenken schließlich noch eine verzierte Hochzeitskerze.

 

Ehejubiläum Miltach 2019 3    Ehejubiläum Miltach 2019 4
     
Ehejubiläum Miltach 2019 5   Ehejubiläum Miltach 2019 6

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Jubelpaare aus Miltach und Blaibach gaben sich wieder ihr Eheversprechen
Foto: Ehejubiläum Miltach 2019

Visitation von Regionaldekan Kruschina in Miltach

(18.05.2019)

Regionaldekan Holger Kruschina besucht Miltach und Blaibach

Bei der Visitation wurden die beiden Pfarreien unter die Lupe genommen

 

Am vergangenen Mittwoch besuchte der Regionaldekan Pfarrer Holger Kruschina die beiden Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach. Alle zehn Jahre nimmt der für die jeweilige Region zuständige Regionaldekan die Pfarreien in den Blick. Dabei stellt er unter anderem Fragen an die verantwortlichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Was läuft gut und was weniger?“ Von diesen gewonnenen Eindrücken verfasst er dann einen Bericht und reicht diesen an den Bischof in Regensburg weiter. Nachdem Pfarrer Kruschina das Dekanat Roding visitiert hatte, hat er sich nun auf den Weg in das Dekanat Kötzting begeben. Ist ein Dekanat dann abgehakt, wird diese große Visitation mit einem Besuch des Bischofs abgeschlossen.

 

Visitation Miltach 2019 1    Visitation Miltach 2019 2

 

Was ist jedoch das Ziel der Visitationen und sind diese in der heutigen Zeit überhaupt noch zeitgemäß?

 

Beim Konzil von Trient, das Papst Paul III. im 16. Jahrhundert einberufen hat, wurden regelmäßige Visitationen in allen Diözesen vorgeschrieben. Die Kirche sieht die Visitationen als Standortbestimmung. „Ich schaue mir den Ist-Zustand an und leite meine Eindrücke an den Bischof weiter“, berichtet Regionaldekan Holger Kruschina. Im ersten Schritt arbeitet sich der Regionaldekan durch einen Erhebungsbogen für die Seelsorgeeinheit, der die wesentlichen Fragen zur Erfassung der gegenwärtigen Situation sowie hinsichtlich künftiger Entwicklungen aufgreift. Vor allem um das seelsorgerische Wirken und das Glaubensleben geht es dabei in den Fragen. Im Erhebungsbogen mit dabei sind auch Stellungnahmen des Pfarrers, des Gemeindereferenten, sowie der beiden Sprecher des Pfarrgemeinderates und den zwei Kirchenpflegern. Darüber hinaus machte sich Kruschina auch ein eigenes Bild beim Besuch der kirchlichen Einrichtungen (Pfarrkirchen und Pfarrheime) und im Gespräch mit den Mitbrüdern. Mit dem Ziel, die Engagierten in den Kirchengemeinden zu unterstützen, werden die Pfarreien in den Blick genommen, wie sehr sich Haupt- und Ehrenamtliche einsetzen, wie sie Liturgie feiern und wie sie sich sozial einsetzen. „Ich notiere, was gut funktioniert, weise aber auch auf Lücken und Defizite hin“, sagt Kruschina. Generell geht es bei den Visitationen darum, sich die kirchlichen Strukturen vor Augen zu führen und Konflikte aus der Welt zu schaffen. Rodings Pfarrer findet die Besuche durchaus interessant, da er Impulse und Anregungen auch für seine eigene Pfarrgemeinde mitnehmen kann. „Das ist eine gute Reflexion für den eigenen Dienst“, bekräftigt er.

 

Bereits am Mittwoch Nachmittag führte er Gespräche mit Pfarrer BGR Augustin Sperl und Gemeindereferent Franz Strigl. Danach kamen dann noch die Sprecher der beiden Pfarrgemeinderäte, aus Miltach Claudia Pinzinger und aus Blaibach Markus Kerner, sowie die Kirchenpfleger Christian Röhrl (Miltach) und Albert Seiderer (Blaibach) dazu. Mit Hilfe des Erhebungsbogens sprach der Priester viele positive Aspekte im pfarrlichen Wirken der beiden Kirchengemeinden an. Er hob positiv die beiden informativen Homepages hervor, erkannte ein gutes und harmonisches Zusammenwirken. Bekräftigte aber auch neben der Eucharistiefeier, die Psalmfeiern und das Auslegen des Wortes Gottes in Gebets- und Gesprächstreffen weiter zu vertiefen.

 

Visitation Miltach 2019 3    Visitation Miltach 2019 4

 

Um 19 Uhr trafen sich dann die Mitglieder der Kirchenverwaltungen und der beiden Pfarrgemeinderäte, mit Gläubigen aus beiden Orten, zu einer Messfeier in der Miltacher Pfarrkirche. Regionaldekan Holger Kruschina bekräftigte in seiner Predigt die Anwesenden, sich auch weiterhin in ihrer Kirche am Ort einzubringen. „Heute ist Halbzeit. Dreieinhalb Wochen sind es seit Ostern, dreieinhalb Wochen sind es noch bis Pfingsten. Zur Halbzeitpause hat uns Gott heute zu diesem Gottesdienst zusammengeführt. Gott ist unser Trainer, er ruft uns sozusagen zurück in die Kabine. Er sagt, schaut euch euer Spiel an, wie läuft es.“ Eine Visitation ist darum genau eine solche Momentaufnahme, dabei wird auch nachgesehen, ob die Regeln noch richtig und stimmig sind. „Heute dürfen wir sehen, wo verwirklicht sich dieser lebendige Christus in Miltach und in Blaibach?“ so der Priester.

 

Nach der Heiligen Messe war dann noch eine Zusammenkunft der Engagierten beider Kirchengemeinden im Pfarrheim in Miltach vorgesehen. Die zwei Geistlichen Kruschina und Sperl blickten auf die vergangenen 10 Jahre, seit dem letzten Besuch eines Regionaldekan, zurück. Für die Anwesenden war am Ende des Treffens wichtig, auch in der Zukunft ganz konkret Kirche am Ort zu gestalten. Das Beste aus der aktuellen Situation zu machen und dabei die praktizierenden Christen in ihrem Glauben zu bestärken. In Zeiten, in denen Priester weniger werden, ist es gut, wenn sich Menschen einbringen, die das Glaubensleben in den Orten aufrechterhalten. Neue Formen des Glaubenslebens werden gewiss in Zukunft Einzug halten müssen. „Wir werden in der nächsten Zeit auch und gerade die großen Festtage in den Blick nehmen und die kirchlichen Feiern in beiden Gemeinden neu ausrichten müssen.“ so Pfarrer Augustin Sperl.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Visitation von Regionaldekan Kruschina in Miltach
Foto: Visitation Miltach 2019

Maiandacht in unserer Fatimakapelle gefeiert

(15.05.2019)

Maiandacht mit den Martinssängern in Anzenberg gefeiert

 

Trotz der schlechten Wetterprognosen und niedriger Temperaturen fand sich eine stattliche Anzahl von Besuchern zur Maiandacht bei der Anzenberger Fatima-Kapelle ein. Die musikalische Gestaltung übernahmen in bewährter Weise die Martinssänger unter der Leitung von Walter Stöger.

 

Die Dorfgemeinschaft Anzenberg ist dankbar und erfreut, dass der Chor die alljährliche Maiandacht rund um den Fatima-Tag am 13. Mai mittlerweile fest im Terminkalender vermerkt hat. Nach dem Einsingen formierten sich die Sänger unter dem Vordach, wo schon Glockengeläut den baldigen Beginn der Andacht ankündigte. Die Besucher nahmen auf den aufgestellten Bänken rund um die Kapelle Platz. Pünktlich um 19 Uhr drängte sich sogar die Abendsonne durch die Wolken hindurch. Zwischen den Texten und Gebeten von Monika Zistler sangen die Martinssänger dazu passende Marienlieder, unter anderem auch das Ave-Maria der Lourdes-Pilger. Nach dem „Engel des Herrn“ stimmten alle Teilnehmer zum gemeinsamen Schlusslied „Meerstern, ich dich grüße“ ein, wobei alle kräftig mitsangen. Im Anschluss an die Dankesworte lud man die Chormitglieder als kleine Anerkennung traditionell zu einer Brotzeit mit Umtrunk bei der Fatima-Kapelle ein.

 

Foto: Alfons Hofmann, Anzenberg

Text: Monika Zistler, Vilzing 

Foto zur Meldung: Maiandacht in unserer Fatimakapelle gefeiert
Foto: Fatimakapelle Miltach Maiandacht

Taufe heißt Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen

(13.05.2019)

Alessia Schisa in die Miltacher Glaubensgemeinschaft aufgenommen

 Am vergangenen Sonntag stand am späten Vormittag wieder ein freudiges Ereignis in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach an. Ein Kind wurde durch die feierliche Taufe in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete der kleinen Alessia Schisa, Tochter von Massimo und Anna Schisa (geb. Bücherl), wohnhaft am Kirchplatz das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm Stefan Bücherl, aus Miltach.

Durch die feierliche Taufe wurde die kleine Erdenbürgerin in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte zu Beginn Täufling, Eltern, Verwandte und Freunde am Kirchenportal. Der Geistliche bat die Eltern und den Paten, dass sie dem Kind stets helfen und zur Seite stehen, sie zu Gottes Gemeinschaft hinführen und damit ihr helfen, ihren Platz in der Gemeinschaft der Gläubigen zu finden. „In jedem Kind schaut uns Gott an, ist er uns nahe.“ Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ verdeutlichte Pfarrer Augustin Sperl. Die Symbole der Tauffeier, das Taufwasser, der Chrisam, das weiße Taufkleid und die Taufkerze wurden durch den Priester näher beschrieben.

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser (das mit Wasser aus dem Jordanfluss versetzt war), rief Gottes Segen auf den kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und der Patin das Taufversprechen ab und taufte die kleine Alessia in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete der Vater des Täuflings die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kind weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte die Neugeborene schließlich mit geweihtem Wasser ihre Taufe empfangen. Die kirchliche Feier wurde instrumental von Christian Hartl an der Kirchenorgel begleitet.

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe heißt Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen
Foto: Taufe Alessia Schisa Miltach

Michaela und Tobias Vogl gaben sich in unserer Pfarrkirche das Ja-Wort

(05.05.2019)

Das Programm des Lebens gemeinsam schreiben - Michaela und Tobias Vogl gaben sich das „Ja-Wort“

Feuerwehr Miltach gratulierte ihrem Vereinsmitglied mit einer Schlauchspirale

 

In der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach gaben sich am Samstag Michaela Vogl, geb. Sixt und Tobias Vogl vor BGR Pfarrer Augustin Sperl in einer feierlichen Trauungszeremonie das kirchliche Ja-Wort. Etwas mehr als ein Jahr nach der standesamtlichen Trauung, traten sie nun vor den Traualtar in der hiesigen Miltacher Pfarrkirche. Viele Hochzeitsgäste nahmen an der feierlichen Zeremonie, die musikalisch von der Gruppe „Cantissima“ unter der Leitung von Andreas Wanninger aus Marktredwitz gestaltet wurde, teil. Bei seiner Predigt verwendete der Priester Begriffe aus der digitalen Computerwelt. Diese ist dem Bräutigam sehr vertraut, in seinem Beruf als Systemadministrator. „Für euch – die Brautleute geht eine Zeit zu Ende, wo jeder sein eigenes Programm geschrieben und verwendet hat. Ein Programm heißt Tobias, das andere Michaela.“ so Pfarrer Sperl in seiner Predigt. „Beide Programme laufen schon geraume Zeit recht erfolgreich. In den beiden Programmen gibt es seit einiger Zeit auch schon gemeinsame Dateien. Zum Beispiel jener Tag, wo ihr euch in Furth im Wald begegnet seid.“ Es folgte die Zeit des Sich-Näher-Kennen-Lernens. Das Einrichten einer gemeinsamen Wohnung in Miltach und die Zeit des Wartens auf die Geburt des gemeinsamen Sohnes Luis. „Nun, nach der kirchlichen Trauung heißt es miteinander zu leben, füreinander da zu sein, Pläne für die Zukunft gemeinsam zu machen. Diese beiden Programme werden heute zu einem neuen, kostbaren und einmaligen Programm zusammengefügt. Dieses Programm gibt es nur einmal. Darum ist es gut und sinnvoll, dass ihr in eurer Liebe nicht nur auf euch schaut, einer auf den anderen, sondern dass ihr gemeinsam auch auf den Herrn schaut.“ Der Wunsch des Priesters an die beiden Brautleute: „Ich ermutige euch: Gebt Gott in euerem Leben Raum und Zeit, damit ihr spüren könnt, dass Gottes Liebe euere Liebe trägt.“ Danach gaben sich Michaela und Tobias Vogl vor der versammelten Hochzeitsgesellschaft das Ja-Wort, reichten sich einander die Hände und empfingen den kirchlichen Segen für ihre Ehe.

 

Am Ende der Messfeier wartete bereits eine stattliche Anzahl von Feuerwehrleuten aus Miltach, welche das Brautpaar mit einer Schlauchspirale in Empfang nahmen. Der 1. Vorsitzende und 1. Kommandant Johannes Bergbauer und der 2. Vorsitzende Christian Gröber wünschten den frisch Vermählten alles erdenklich Gute für ihren gemeinsamen Lebensweg und überreichten der Braut einen Blumenstrauß, sowie dem Bräutigam ein Bierkrügerl. Tobias Vogl ist seit frühester Jugend ein sehr engagierter Vereinskamerad. Im aktiven Bereich ist bei der Vielzahl von Einsätzen stets auf ihn Verlass. Danach ging es für die Hochzeitsgesellschaft zum Gasthof in Neurandsberg, dort beglückwünschten neben Familie, Verwandten und Freunden auch Arbeitskollegen das Brautpaar. Im Lokal fand dann noch eine stimmungsvolle Feier statt.

 

Text und Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Michaela und Tobias Vogl gaben sich in unserer Pfarrkirche das Ja-Wort
Foto: Hochzeit Vogl Miltach

Florianitag der Feuerwehren wurde wieder würdig gefeiert

(04.05.2019)

Ehrentag der Feuerwehren zu Ehren des Heiligen Florian
Zwei Gemeindefeuerwehren begingen zum 24. mal in besonderer Weise den Gedenktag des Schutzpatrons

 

 

Als überall bekannter Schutzpatron der Feuerwehren und der Personen im Rettungseinsatz genießt der Heilige Florian in den Kreisen von Feuerwehr und Rettungsdienstwesen einen ganz hohen Stellenwert. Und dass der Heilige seit vielen Jahren auch in der Regentalgemeinde Miltach eine besondere Verehrung erfährt, hat sich wiederum in der Feier des „Florianitages“ gezeigt. Am vergangenen Freitag Abend hat die Gemeinde Miltach, mit zwei Feuerwehren, den Gedenktag dieses Schutzheiligen wieder besonders gewürdigt. Bereits zum 24. Mal wurde dieses Fest in der Gemeinde mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche und der anschließenden Segnung der Mannschaften und der Fahrzeuge auf dem St. Martins-Platz begangen. Die Feuerwehren aus Miltach und Oberndorf feierten gemeinsam diesen Tag.

 

Florianitag 2019 Miltach 1    Florianitag 2019 Miltach 2
     
Florianitag 2019 Miltach 3   Florianitag 2019 Miltach 4

 

Am Abend des vergangenen Freitages (also einen Tag vor dem eigentlichen Florianitag am 04. Mai) trafen sich die Feuerwehren aus Miltach und Oberndorf am Gerätehaus in Miltach, um zusammen mit der Blaskapelle „Weißblau Königstreuen“ unter der Leitung von Josef Pielmeier zur Pfarrkirche zu ziehen. In der Pfarrkirche zelebrierte BGR Pfarrer Augustin Sperl den Abendgottesdienst. Unterstützt wurde der Geistliche von vier aktiven Jugendlichen aus den beiden Feuerwehren Miltach und Oberndorf, welche den Ministrantendienst verrichteten. Die Vereinsmitglieder der Feuerwehren hatten ihre Plätze nahe dem Volksaltar eingenommen.

 

Für die Gottesdienstfeier hatte die Mesnerin Elisabeth Röhrl auch in diesem Jahr wieder, die schöne Figur des Heiligen Florian, die sonst links neben dem Hochaltar im Presbyterium in der Kirche ihren Platz hat, in die Mitte der feiernden Versammlung neben den Volksaltar geholt. In seiner Begrüßung verdeutlichte der Priester das Wirken des Heiligen Florian und seine Hingabe, das eigene Leben für den Mitmenschen auf das Spiel zu setzen. „Die Haltung Florians und sein Einsatz für die Mitmenschen entspricht dem Wort Jesu aus dem Evangelium: Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. Eine größere Liebe hat niemand als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.“ so der Priester. Sich für die Liebe Gottes bis zuletzt einzusetzen, bis unter das Kreuz. In den Fürbitten, vorgetragen von Josef Prechtl, bat man um den Schutz und die Fürsprache des Heiligen Florian für den Ort und die Einsatzkräfte bei ihrem Dienst und gedachte der verstorbenen Vereinsmitglieder.

 

Florianitag 2019 Miltach 6    Florianitag 2019 Miltach 7
     
Florianitag 2019 Miltach 8   Florianitag 2019 Miltach 9

 

Nach dem Gottesdienst formierten sich die Feuerwehrkameraden zusammen mit dem Geistlichen und den Ministranten zur Prozession in Richtung St. Martins-Platz, um die Einsatzfahrzeuge, die technischen Gerätschaften und ihre Mannschaften, die sich im Halbrund dort aufgestellt hatten, zu segnen. Nach einem Dankgebet und den Fürbitten spendete Pfarrer Augustin Sperl den Segen mit geweihtem Wasser und Weihrauch. In seinem Grußwort sprach der 2. Bürgermeister der Gemeinde Miltach, Ludwig Kappenberger, den Verantwortlichen seinen Dank für die gute Organisation und die reibungslose Durchführung dieses Tages aus. Den anwesenden Feuerwehrmitgliedern zollte er seinen Respekt und stellte fest, dass die Gemeindefeuerwehren ihre Aufgaben stets mit großem Einsatzwillen und sehr viel Engagement wahrnehmen. Die Feuerwehrvereine und die Gemeinde arbeiten Hand in Hand gut zusammen. Dass der Hl. Florian von den Feuerwehren verehrt wird, zeigt die Tagsache, dass alle Funkrufnamen der Feuerwehr mit Florian beginnen. Im Namen der Gemeinde und aller seiner Bürger dankte er für den uneigennützigen Einsatz der Feuerwehrkameraden und wünschte ihnen stets ein unfallfreies und Gesundes nach Hause kommen. Die kirchliche Feier schloss mit der Bayernhymne.

 

Florianitag 2019 Miltach 5   

Die beiden Feuerwehren zogen anschließend zum Miltacher Feuerwehrhaus zurück, wo der Abend bei einem musikalischen Dämmerschoppen und einer bayerischen Brotzeit ausklang. Erfreulich war, dass sich in diesem Jahr besonders viele junge Feuerwehrmitglieder, besonders aus den beiden Jugendgruppen an das Feier beteiligten. Damit zeigten sie auch, dass sie in der heutigen Zeit weiterhin eine Verpflichtung aufgriffen, den Dank und die Bitte um den Schutz im Dienst am Nächsten unter den Segen der Kirche und seiner Heiligen zu stellen und die Tradition des Florianitages auch zukünftig aufrecht zu erhalten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto zur Meldung: Florianitag der Feuerwehren wurde wieder würdig gefeiert
Foto: Florianitag 2019 Miltach

Maiandacht des KDFB in der Schlosskapelle

(01.05.2019)

Erste Maiandacht dieses Jahres auf Schloss Miltach gefeiert

 

Land auf, Land ab prägen den Wonnemonat Mai die vielen Maiandachten, die in den verschiedenen Kirchen, Kapellen und Gebetsplätzen der Orte abgehalten werden. Zur ersten Maiandacht in der Pfarrgemeinde Miltach in diesem Jahr hatte der Frauenbund Miltach wieder die schöne Kapelle im Schloss ausgewählt. Der passende Rahmen um zusammen mit den Gläubigen aus der Pfarrgemeinde in der Marienandacht auf die Stationen und des Wirken Mariens zu blicken. Die verbindenden Texte die das Wirken Mariens als Herz der Glaubenden und das religiöse Leben der Gottesmutter Maria versinnbildlichten, wurden vorgetragen von Renate Schedlbauer, Stefanie Rackl, Maria Prechtl und Elisabeth Röhrl.

 

Maiandacht Schloss 2019 1    Maiandacht Schloss 2019 2
     
Maiandacht Schloss 2019 3   Maiandacht Schloss 2019 4

 

Musikalisch wurden die Loblieder Mariens durch die vielen anwesenden Gläubigen kräftig mitgesungen. Zahlreiche Andachtsbesucher fanden am Abend des 1. Mai den Weg zur Schlosskapelle, um bei der besinnlichen Feierstunde mitzubeten und mitzusingen. Am Ende der Andacht war es den beiden Vorsitzendes ein Anliegen sich beim Hausherren, Dietmar Tanterl für das zur Verfügung stellen der Schlosskapelle zu bedanken. Sie überreichten ihm einen kleinen Blumenstrauß und ein Glas Honig.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Maiandacht des KDFB in der Schlosskapelle
Foto: Maiandacht Schloss 2019

Die vielen Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz erlebt

(29.04.2019)

Zu Besuch bei den Osterbrunnen der Fränkischen Schweiz

Ein bunter Frühlingstag mit vielen schönen Eindrücken aus Franken

 

Die Fränkische Schweiz, ein Landstrich im Norden Bayerns, der durch seine markante Landschaft und sein altes, gelebtes Brauchtum weit bekannt ist. Als romantische Mittelgebirgslandschaft, im Wesentlichen geprägt durch die Landschaftsformen des Weißen Jura mit seinen Kalkfelsen, Karstquellen, tief eingeschnittenen Tälern und Höhlen mit gewaltigen Tropfsteingebilden, ist der Naturpark ein absolutes Eldorado für Wanderer und Naturliebhaber. So gilt das Gebiet auch als das felsen- und höhlenreichste in ganz Deutschland außerhalb der Alpen.

 

Am vergangenen Samstag machte sich eine Reisegruppe aus den beiden Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach unter der Leitung von Christian Röhrl und Franz Strigl auf den Weg nach Oberfranken. Die Fahrt ging über Weiden zunächst zum Kloster Speinshart. Die neu renovierte Kirchenanlage bestach durch seine Größe und die vielen imposanten Klostergebäude. Die Geschichte des Klosters und der Praemonstratenser-Chorherren in Speinshart lässt sich in drei große Epochen aufteilen: Die erste Gründung im 12. Jahrhundert, die Wiederbesiedelung 1661 und schließlich die zweite Wiederbesiedelung 1921 durch die Praemonstratenserabtei Tepl in Tschechien. Die Speinsharter Pfarr- und Klosterkirche zählt aufgrund ihrer reichen Stuckaturen im Innenraum zu den bedeutendsten Kirchenbauten in Süddeutschland. Der Größe nach gehört sie zwar zu den kleineren Klosterkirchen, von der hohen Qualität her ist sie aber zusammen mit den anderen hochbarocken Kirchenräumen zu nennen. Vom Glanz dieser Kirche konnten sich die Reisenden aus dem Bayerwald so richtig überzeugen. Nach einem kurzen Marienlob ging die Fahrt schließlich weiter in die Nähe von Pottenstein.

 

Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 1    Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 2

 

Nächstes Ziel war am Vormittag die Teufelshöhle. Bizarre Höhlenräume und atemberaubende Tropfsteine, sowie unzählige Treppen führten in das verworrene Felslabyrinth. Die wunderschöne Tropfsteinhöhle ist die größte der etwa 1000 Höhlen in der Fränkischen Schweiz. Sie besitzt einen reichen Tropfsteinschmuck mit stattlichen Stalagmiten und Stalaktiten und gilt als eine der schönsten Schauhöhlen in ganz Deutschland. Die Höhle besteht aus mehreren großen Hallen, die durch bei der Erschließung der Höhle bergmännisch angelegte enge, stollenartige Gänge miteinander verbunden sind. Mit Hilfe der fachkundigen Höhlenführerin konnten die Miltacher und Blaibacher recht gut die lange Geschichte dieses Höhlenareals kennen lernen. Zurück am Tageslicht ging es weiter nach Pottenstein und der erste der vielen Osterbrunnen, auf dem Marktplatz des Ortes, stand auf dem Programm. Herrlich bunt verziert mit unzähligen Eiern, war das Kunstwerk am dortigen Elisabeth-Brunnen, eine wahre Augenweide.

 

Die Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz

In rund 200 Orten der Fränkischen Schweiz sind in der Karwoche bis zwei Wochen nach Ostern Brunnen mit tausenden buntbemalten Eierschalen, Blumen, Kränzen und Girlanden geschmückt. Der Ursprung des Brauchtums liegt vor allem in der Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element für die wasserarme Hochebene der Fränkischen Alb. Ein „durchschnittlicher“ Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz umfasst zum Schluss etwa 80 laufende Meter Girlandenschmuck und circa 1.800 bis 2.000 bemalte Eierschalen. Der Wettergott hatte es gut gemeint, so dass Sonnenschein und lockere Wolken sich am Himmel abwechselten und einen Spaziergang zum Mittagessen im Hotel Forellenhof möglich war. Gut gestärkt mit den Fischspezialitäten und der typisch fränkischen Küche ging die Fahrt weiter, vorbei an vielen schön geschmückten Dorfbrunnen. Der im Dörfchen Bieberbach durfte jedoch nicht fehlen. Mit 11.108 handbemalten Eierschalen ist er der laut Guinness-Buch der Rekorde (aus dem Jahr 2000) größte Osterbrunnen der Welt. Die Ursprünge des Brauchs zu Ostern liegen in der Zeit, als es noch keine zentrale Wasserversorgung gab. In der wasserarmen Hochebene der Fränkischen Schweiz mussten früher hauptsächlich Frauen das Wasser aus den spärlichen Quellen im Tal zu den höher gelegenen Dörfern bringen. Mit dem alljährlichen Schmücken der Brunnen zeigten sie ihre Wertschätzung für das kostbare Nass. Hinzu kommt das Ei als Sinnbild für das Geheimnis des Lebens. Gerade dem Osterwasser sagt man nach, dass es eine besondere Wirkung auf Körper und Geist habe. Danach folgten noch weitere Osterbrunnen in Kleingesee, Egloffstein und Ebermannstadt.

 

Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 3    Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 4
     
Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 5   Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 8

 

Nach einer schmackhaften Kaffeepause in Gößweinstein ging der Fußmarsch zur dortigen Basilika. Das imposante Gotteshaus erhebt sich im Herzen des Wallfahrts- und Fremdenverkehrsortes. Sie ist der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht ist. Der Ort wird geprägt durch die fast 1000jährige Burg und die barocke Basilika, einem Meisterwerk Balthasar Neumanns, erbaut von 1730 – 1739. Gößweinstein ist außerdem einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte im Erzbistum Bamberg und zugleich der größte Dreifaltigkeitswallfahrtort Deutschlands. Für die Ausflügler aus dem Regental stand eine kurze Andacht mit dem Thema der Dreifaltigkeit auf dem Programm. Gemeindereferent Franz Strigl hatte die nachdenklichen Gebetstexte zusammengestellt. Österliche Lieder erfüllten den wunderschönen Kirchenraum. Es war für alle Beteiligten eine tolle Gelegenheit die Fränkische Schweiz und seine schönen Orte näher kennen zu lernen. Am Abend kam jeder Reiseteilnehmer mit bleibenden Erinnerungen an eine beeindruckende Frühlingslandschaft und mit der Gewissheit einer heiteren Reisegesellschaft angehört zu haben, wieder in der Heimat an.

 

Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 6    Fränkische Schweiz MIL BLA 2019 7

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Die vielen Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz erlebt
Foto: Fränkische Schweiz MIL BLA 2019

Osterfesttage wurden feierlich in unserer Pfarrgemeinde gefeiert

(22.04.2019)

"An Ostern finden wir zur Mitte unseres Glaubens"

Osterfesttage wurden in Miltach von vielen Gläubigen mitgefeiert

 

Am Ostersonntag früh am Morgen um 5 Uhr, als es noch dunkel war, erneut gerufen durch die Karfreitagsratschen der Ministranten, versammelte sich die Kirchengemeinde recht zahlreich im Dunkel des Gotteshauses, um die Osternachtfeier zu begehen und der Auferstehung Jesu zu gedenken. Auf dem Platz vor dem Kirchenportal segnete BGR Pfarrer Augustin Sperl die neue Osterkerze. Der Priester entzündete die erneut von Hand wunderschön verzierte Kerze am lodernden Osterfeuer. Zusammen mit den Ministranten zog der Geistliche in das finstere Kirchengebäude ein, wo schließlich die unzähligen Kerzen der Gläubigen von der Osterkerze aus, durch den liturgischen Dienst, entzündet wurden und den Kirchenraum in ein gelblich schimmerndes Kerzenlicht tauchten. Von der Mesnerfamilie Röhrl und weiteren fleißigen Helfern wurde die Kirche wieder wunderbar geschmückt. Nach dem festlichen Exultet, dem großen Osterlob, trugen die Lektoren in verschiedenen Lesungen aus dem Alten Testament, die überaus wechselvolle Geschichte des katholischen Kirche und des Israelitischen Volkes vor, ehe dann alle Gottesdienstbesucher beim Gloria in das freudige Osterlob einstimmten, bei dem dann wieder alle Glocken vom Kirchturm erklangen, welche seit dem Gründonnerstag verstummt waren. Ludwig Baumgartner sang als Kantor die Psalmen jeweils vor den Lesungen. In seiner Osterpredigt verdeutlichte Pfarrer Augustin Sperl die Ostertage und die Auferstehung Jesu als den eigentlichen Mittelpunkt des Glaubens. „Nicht Weihnachten und das Kind in der Krippe sind der Ausgangspunkt des Christentums, sondern Ostern und das leere Grab.“ Es ist tröstlich zu sehen, dass der Osterglaube schon bei den Aposteln vom Zweifel begleitet war. Die Evangelien sind ehrlich; sie verschweigen nicht den Zweifel, das Fragen. Gäbe es keine Einwände, wäre Ostern banal.

 

Osterfest Miltach 2019 1    Osterfest Miltach 2019 2

 

Auch heute wirkt Jesus in unsere Leben

Als am Montag Abend die Kathedrale Notre Dame in Paris lichterloh brennt, ist es der Hauptkaplan Jean Marc Fournier von der Feuerwehr, der in die Kirche geht und die kostbare Reliquie von der Dornenkrone Jesu aus dem Tresor holt und seinen Kollegen übergibt. Aber er geht nochmals zurück in das Gotteshaus und holt aus dem Tabernakel das Allerheiligste und gibt damit in der brennenden Kirche den Segen. Das war genau der Zeitpunkt, wo sich entscheidet, ob die Kirche gänzlich in Schutt und Asche versinkt. Pfarrer Sperl zitiert dann die Worte des Kaplans: „Die Zeit, als das Feuer den nördlichen Glockenturm angriff und wir anfingen zu befürchten, ihn zu verlieren, war genau der Zeitpunkt, an dem ich das Allerheiligste Sakrament rettete. Und ich wollte nicht einfach mit Jesus weggehen, sondern ich nutze die Gelegenheit, um mit dem Allerheiligsten Sakrament den Segen zu spenden. >>Hier stehe ich völlig allein in der Kathedrale, inmitten der brennenden Trümmer, die von der Decke herabfallen und ich flehe zu Jesus, uns zu helfen, sein Zuhause zu retten.<<

 

Nicht wenige sehen in diesen Ereignissen ein Zeichen. Einen Ruf zur Bekehrung und Rückkehr gelebten Glauben. Der Ehrfurcht vor dem Kreuz und der Wertschätzung der Eucharistie. „Unsere Gesellschaft, so hat es der emeritierte Papst Benedikt in diesem Tagen geschrieben, lebt weitgehend so, als ob es Gott nicht gäbe. Die Folgen sind Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Machtgier, Hass und Unterdrückung und die Zerstörung der Schöpfung. Es ist Umkehr angesagt. Die Botschaft, die von Notre Dame und von Ostern ausgehen ist die gleiche Botschaft: Nicht die   Zerstörung und auch nicht der Tod haben das letzte Wort, sondern Gott, der neues Leben schafft, jenseits von Zeit und Raum, aber auch heute, mitten im Leben. Wer glaubt, der kann dieses Geheimnis spüren!

 

Osterfest Miltach 2019 3    Osterfest Miltach 2019 4
     
Osterfest Miltach 2019 5   Osterfest Miltach 2019 6

 

Bei der folgenden Tauferneuerung segnete der Geistliche das Osterwasser. Der Geistliche tauchte die Osterkerze darin ein und sprengte das geweihte Wasser dann über die Gläubigen aus. Am Ende der festlich gestalteten Eucharistiefeier segnete der Priester noch die mitgebrachten Speisen von Brot, Eiern, Salz, Fleisch und den Wein. Die Gläubigen nahmen das Osterlicht mit nach Hause, in dessen Schein sie dann in ihrer häuslichen Tischgemeinschaft Ostermahl hielten. Auf Einladung der Pfarrgemeinde versammelten sich auch dieses Jahr wieder Gottesdienstbesucher im Pfarrheim zum gemeinsamen Osterfrühstück. Nachdem Pfarrer Augustin Sperl die Speisen gesegnet hatte, verbrachten die Gläubigen einen angenehmen Sonntag Morgen dort.

 

Zu den weiteren großen Ostergottesdiensten am Sonntagabend und am Ostermontagvormittag kamen viele Gläubige und Gäste in die Pfarrkirche „St. Martin“ und feierten gemeinsam das Osterfest. Eine große Anzahl von Ministranten hat außerdem bei den liturgischen Feiern der vergangenen Tage dazu beigetragen, diese in einem besonders festlichen Rahmen zelebrieren zu können.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Osterfesttage wurden feierlich in unserer Pfarrgemeinde gefeiert
Foto: Osterfest Miltach 2019

Jesus Christus hat sich für uns hingegeben - Gründonnerstag und Karfreitag in Miltach

(19.04.2019)

"Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt!"

 

Am Gründonnerstag hatten sich die Pfarrangehörigen, zusammen mit den acht Erstkommunionkindern dieses Jahres und deren Eltern versammelt, um die Feier des Gedächtnisses an das letzte Abendmahl, in einer sehr würdevollen Eucharistiefeier, zu begehen. Zusammen mit den Ministranten zog Pfarrer BGR Augustin Sperl in das Gotteshaus ein, um in der Gottesdienstfeier an das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, vor mehr als 2000 Jahren zu erinnern. In den verbindenden Texten und in der Predigt ging der Geistliche auf den Sinn dieser Messfeier, den Ereignissen um Jesu Leiden und der Spendung der Kommunion ein. Bei der späteren „Stillen Kommunion“ durften die jungen Christen dann erstmals an den Tisch des Herrn treten und die Eucharistie, ebenso wie die anderen Kirchenbesucher, unter den Gestalten von Brot und Wein empfangen. Musikalisch hatten diese Gottesdienstfeier wiederum die „Martini Rhythmix“ mitgestaltet. Nach der Feier des Messopfers wurde das Allerheiligste vom Priester und den Ministranten in einer feierlichen Prozession durch das Gotteshaus zum Hochaltar übertragen, wo sich die Anbetungsstunden anschlossen. An der sogenannten „Ölbergwache“ beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes und der Marianischen Männerkongregation mit ihren Gebetseinheiten. Beide Vereinigungen verbrachten jeweils eine knappe Stunde vor dem ausgesetzten Allerheiligsten und erinnerten so in ihren Gebeten und nachdenklichen, meditativen Texten an die Angst Jesu am Ölberg.

 

Gründonnerstag Miltach 2019 1    Gründonnerstag Miltach 2019 2
     
Gründonnerstag Miltach 2019 3   Gründonnerstag Miltach 2019 4

 

Am Karfreitagvormittag wurden die Gläubigen durch die „Karfreitagsratschen“ zum Kreuzweg – Gebet gerufen. Gestaltet hatten diese Andacht Franz Strigl und Christian Röhrl. Da die Kirche an diesem Tag keine Eucharistiefeier kennt, versammelte sich die Pfarrgemeinde am Nachmittag um 14 Uhr, zur Todesstunde Jesu, in der Pfarrkirche, zur Karfreitagsliturgie. Zusammen mit einer erneut großen Schar von Ministranten leitete Pfarrer Augustin Sperl diese Gedenkfeier, in der an den Kreuzestod Christi erinnert wurde. Die verbindenden Texte las Gemeindereferent Franz Strigl. Zunächst wurden die anwesenden Gläubigen durch das Vortragen der Lesung und der Passionsgeschichte aus dem Johannes-Evangelium auf die Ereignisse dieses Karfreitages eingestimmt.

 

Karfreitag Miltach 2019 1    Karfreitag Miltach 2019 2
     
Karfreitag Miltach 2019 3   Karfreitag Miltach 2019 4

 

Die großen Fürbitten bilden einen wichtigen Bestandteil dieser Feierstunde. In die feierliche Kreuzverehrung war schließlich die ganze Pfarrgemeinde wieder mit eingebunden. Nach der Enthüllung des Vortragekreuzes durch den Geistlichen und dessen Verehrung zusammen mit den Messdienern, schlossen sich die Kommunionkinder an, die gelb leuchtende Rosen vor dem Kreuz ablegten, danach folgten die erwachsenen Gläubigen. Nach der Kommunionfeier fand die liturgische Stunde ihren Abschluss mit der Grablegung und der Aussetzung des Allerheiligsten am Heiligen Grab in der Seelenkapelle. Dort hatten die Mesnerfamilie Röhrl und weitere fleißige Hände das Heilige Grab aufgebaut. Zahlreiche weiße Hortensien und gelb/weiße Blumenarrangements bildeten, im Schein zahlreicher Kerzen, einen herrlichen Rahmen, um betend oder meditierend einige Zeit dort zu verbringen. Was von den Gläubigen auch sehr gut angenommen wurde. In einer abendlichen Andacht im Kerzenschein und mit Chorälen aus der Passion wurde den sieben Worten Jesu am Kreuz gedacht und rundete die Feierlichkeiten des Karfreitages ab.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Jesus Christus hat sich für uns hingegeben - Gründonnerstag und Karfreitag in Miltach
Foto: Karfreitag Miltach 2019

Die Karwoche hat in unserer Pfarrei mit dem Palmsonntag begonnen

(14.04.2019)

Mit dem Palmsonntag hat die Karwoche in Miltach begonnen

Viele Gläubige nehmen an der Palmprozession teil - Kleinkinderwortgottesdienst im benachbarten Pfarrheim

 

Am frühen Vormittag des Palmsonntages, einem noch etwas kühlen Frühlingsmorgen, versammelten sich viele Gläubigen der Pfarrei Miltach am Schlossplatz, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen, die die Karwoche auch in der Regentalgemeinde einläuteten.

 

Nach den Worten von Pfarrer BGR Augustin Sperl waren die zurückliegenden fünf Wochen religiös von Umkehr und Buße geprägt. „Die bevorstehenden Tage führen uns nun hin zum letzten Abendmahl, zur Kreuzigung und dann zur Auferstehung Jesu Christi“. Wir werden in den kommenden Tagen Schritt für Schritt mit hinein genommen in dieses österliche Geheimnis. Mit dem freudigen Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem am Palmsonntag, dem Abendmahlssaal und der Angst im Garten Getsemani am Gründonnerstag. Dann der Verurteilung Jesu und seiner Kreuzigung am Karfreitag und zur Grabestrauer am Karsamstag. Und schließlich feiert die Kirche die siegreiche Auferstehung Jesu, welche in die Osterfreude am kommenden Ostersonntag mündet. Eine schöne Besonderheit waren an diesem Sonntag die von den Erwachsenen und Kindern mitgeführten Palmburschen, alle verziert mit bunten Bändern und Schleifen die im Wind wehten. Nach der Überlieferung sind dies Zeichen des Friedens, des Lobes und der Hoffnung, so der Geistliche. Nach den Lobliedern passend zum Festtag segnete Pfarrer Sperl die Palmbuschen. Im anschließenden Lukas Evangelium wurde vom festlichen Einzug Jesu in Jerusalem berichtet.

 

Palmsonntag Miltach 2019 1     Palmsonntag Miltach 2019 2

 

Auf dem folgenden Prozessionsweg zur Kirche trug ein Ministrant das mit Palmbuschen geschmückte, jedoch bereits verhüllte Kreuz voran. Die Gläubigen reihten sich nach den Kommunionkindern und der Blasmusik Josef Pielmeier, vor den Ministranten und dem Priester in die Prozession ein und bildeten so eine große Gemeinschaft, die zur Pfarrkirche zog. Im vollbesetzten Gotteshaus eröffnete Orgelmusik durch Christian Hartl die Eucharistiefeier. Nach der Lesung und an Stelle der Passionsgeschichte betrachteten die Kommunionkinder das Geschehen in Jerusalem zur Zeit Jesu. Sie erzählten von den Stationen des Leidensweges Jesu. Den Gläubigen stellten sie die prägendsten Personen dieser Geschichte vor. So liehen sie Maria, Pilatus, Judas, dem jubelnden Volk und vielen anderen Männern und Frauen ihre Stimme. Dazwischen gab es Christusrufe, intoniert durch Alois Pielmeier als Kantor. „So könnte es in Jerusalem gewesen sein. Es begann mit einem festlichen Einzug, aber es war nur ein Schein. Bald werden sie Jesus gefangen nehmen, ihn unschuldig verurteilen und kreuzigen.“ dies verdeutlichte Gemeindereferent Franz Strigl in seinen abschließenden Worten. Die dann folgenden Fürbitten trugen wiederum die Kommunionkinder vor.

 

Die ganz kleinen Kinder aus dem Kindergarten und der 1. bzw. 2. Klasse trafen sich während des Gottesdienstes im Pfarrheim und näherten sich, zusammen mit Birgit Holzapfel, Maria Schreiner und Eva Pinzinger, dem Glaubensgeheimnis des Palmsonntages auf spielerische Art und Weise.

 

Palmsonntag Miltach 2019 3    Palmsonntag Miltach 2019 5
     
Palmsonntag Miltach 2019 6   Palmsonntag Miltach 2019 7

 

Bereits beim Vorabendgottesdienst am Samstag Abend verlasen Pfarrer und Lektoren die Leidensgeschichte des Evangelisten Lukas. Am Nachmittag versammelten sich die Gläubigen schließlich in der Kapellensiedlung um dort den Kreuzweg zum Kalvarienberg zu beten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Die Karwoche hat in unserer Pfarrei mit dem Palmsonntag begonnen
Foto: Palmsonntag Miltach 2019

Kinderbibeltag 2019 war für alle wieder ein tolles Erlebnis

(07.04.2019)

„Die Erde – Schöpfung Gottes“ war Thema und Leitgedanke beim Kinderbibeltag 2019

Junge Christen waren mit sehr viel Freude dabei – Senioren freuten sich über den Besuch der Kinder

 

Seit vielen Jahren findet in der Pfarrei Miltach immer im Frühjahr der recht beliebte Kinderbibeltag statt. Auch heuer haben die Verantwortlichen wiederum diesen gemeinsamen Tag der Kinder am Freitag Nachmittag und am Abend angesetzt. Bei einigen Treffen zuvor hatten die Gruppenleiter gemeinsam das Thema erarbeitet und die Arbeitseinheiten und Texte ausgewählt. Rund 40 Kinder aus der Pfarrei Miltach, darunter auch die Kommunionkinder, beteiligten sich daran.

 

Am vergangenen Freitag um 14.30 Uhr trafen sich die sechs- bis zwölfjährigen jungen Christen im Saal des Pfarrheimes, wo sie von Gemeindereferent Franz Strigl herzlich begrüßt wurden. Zunächst galt es, die Lieder und Texte dieses gemeinsamen Nachmittages einzustudieren. Gemeinsam ging es danach zu den Gruppenarbeiten in die einzelnen Räumlichkeiten des Pfarrheimes und der Sakristei. In diesen sechs Gruppen, die sich mit ihren jeweiligen Gruppenleitern in einzelne Zimmer zurückzogen, wurde das Thema des Tages „Die Erde – Schöpfung Gottes.“ näher betrachtet. Betreut wurden die Kinder neben Franz Strigl von Andrea Seidl, Stephanie Graf, Birgit Holzapfel, Michaela Späth, Claudia Pinzinger und Alois Pielmeier.

 

Kinderbibeltag Miltach 2019 1    Kinderbibeltag Miltach 2019 2

 

Auf mehrere Gruppen aufgeteilt bearbeiteten die Kinder das Kernthema dieses Tages. Aus dem Schöpfungsbericht in der Bibel lasen die Kinder die entsprechenden Texte laut vor. Symbole und Zeichen des Schöpfungsberichtes wurden schon im Vorfeld von den Gruppenleitern aufgebaut. Kinder hatten dann die Gelegenheit sich frei über die Dinge zu äußern. Zu sehen war ein dunkler und ein heller Fleck, Wellen, Wolken, der Meeresstrand, Pflanzen, die Sonne, der Mond und die Sterne, sowie Fische, Vögel, andere Tiere. Auch Bilder mit Menschen, einem Gebetsbuch, betende Hände und ein Kreuz waren zu sehen. Die Darstellungen zeigten den Kindern recht anschaulich, welche Verantwortung für unsere Erde, wie verwurzelt in der Erdeman sein kann, in der Heimat. Aber auch welche Wurzeln aus dem Glauben heraus entstehen und was Gott einem dabei schenkt.

 

Damit es für den Kinderbibeltag auch wieder eine Erinnerung in der Kirche gibt, gestalteten die Teilnehmer dann noch eine Weltkugel, wo sie auch dort die Schöpfungstage recht anschaulich mit Symbolen darstellten.

 

Kinderbibeltag Miltach 2019 3    Kinderbibeltag Miltach 2019 4

 

Nach dem gemeinsamen Gruppenfoto machten sich dann gegen 17 Uhr die Kinder und erwachsenen Begleiter auf den Weg zum Seniorenheim Grassl. Dort angekommen wurden die Schüler schon von Andrea Neumeier und den Heimbewohnern im Gemeinschaftsraum sehnsüchtig erwartet. Neben Geschichten wurde Lieder (unterstützt mit Gesten) zum Besten gegeben, was die Senioren immer wieder zu Tränen rührte. Der Sonnengesang des Heiligen Franziskus und die Geschichte vom Mann mit den vielen Bäumen brachten nachdenkliche Impulse in die Gebetseinheit. Danach gingen die jungen Christen auf die Senioren zu, tauschten mit ihnen freundliche Worte aus oder begegneten ihnen mit einer netten Geste, was die älteren Menschen sichtlich berührte. Als Geschenk hatten die Kinder Schokoladenosterhasen mitgebracht. Die frohen Lieder erheiterten die Senioren und auch die Kinder hatten ihre Freude bei der kurzen Andacht.

 

Am Pfarrheim wieder angekommen war bereits eine Brotzeit hergerichtet. Würstlsemmeln sowie heißer Tee waren zur Stärkung bereitgestellt worden. Am Ende des besinnlichen Teiles bedankte sich Gemeindereferent Franz Strigl bei den Gruppenleitern für ihre Mühen und den Kindern, dass sie sich beim Singen der Lieder und der Gebetstexte so gut wieder einbrachten. Als Erinnerung an diesen gemeinsamen Nachmittag wurde ein Leporello für jedes Kind zusammengestellt. In den nächsten Tagen wird die grüne Weltkugel in der Pfarrkirche ihren Platz finden.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Franz Strigl und Florian Pinzinger, Miltach

Foto zur Meldung: Kinderbibeltag 2019 war für alle wieder ein tolles Erlebnis
Foto: Kinderbibeltag 2019

Frauenbund Miltach bringt sich aktiv in das Pfarrleben ein

(05.04.2019)

 

Neue Vorstandschaft beim KDFB Miltach nimmt Arbeit auf

Vereinigung der Frauen in Miltach hält Rückblick und ehrt langjährige Mitglieder

 

Im Oktober des letzten Jahres war es doch noch gelungen, eine Vorstandschaft für den Frauenbund Miltach zu finden. Die recht aktive Vereinigung hielt am vergangenen Mittwoch Abend bei seiner Mitgliederversammlung Rückschau auf die zurückliegenden Monate. Für langjährige Zugehörigkeit wurden Ehrungen ausgesprochen.

 

Im Pfarrheim begrüßte Renate Schedlbauer die anwesenden Mitglieder, darunter auch Pfarrer BGR Augustin Sperl, Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl. Die Vorsitzende dankte allen aktiven Mitgliedern für ihr fleißiges Engagement. Ihr besonderer Dank richtete sich dabei an die bisherige Vorstandschaft, die den Verein über lange Jahre hinweg sehr aktiv geführt hat. Zunächst ging der Dank an Bärbel Holzapfel die seit der Neugründung (mit einer kleinen Unterbrechung) im Vorstand dabei war. Ihr wurde von der jetzigen Vorstandschaft die Ehrennadel in Gold überreicht. Holzapfel wünschte dem neuen Team ganz viel Kraft, Gesundheit und gute Ideen um die Initiative Frauenbund auch weiterhin fortbesten zu lassen. Für Astrid Mühlbauer hatten die beiden Vorsitzenden Renate Schedlbauer und Stephanie Rackl ebenfalls ein kleines Geschenk parat. Als Trägerin der Vereinsfahne war Astrid Mühlbauer seit der Wiedergründung den Frauen mit der Frauenbundfahne vorausgegangen. Was wäre eine Vorsitzende ohne ein starkes Team, das im Hintergrund mithilft und die Veranstaltungen bereichert. Daher gingen auch viele Dankesworte an Hermine Pielmeier, Elisabeth Röhrl (die dem Vorstandsteam auch heute noch angehört), Angela Eckl, Rita Pielmeier Maria Prechtl (die auch weiterhin die Kasse des Vereins führt) und Brigitte Kerscher. Sie alle bekamen einen kleinen Blumenstock und einen Essensgutschein überreicht.

 

KDFB Miltach Versammlung 2019 1    KDFB Miltach Versammlung 2019 2

 

Nach der Auszeichnung der bisherigen Vereinsführung standen Ehrungen für langjährige Mitglieder auf dem Programm. Es war eine ganz besondere Freunde an das älteste Mitglied des Verein, an Thekla Fischer, die mit ihren fast 96 Jahren bereits seit 60 Jahren dem Miltacher Frauenbund angehört, den Dank auszusprechen. Thekla Fischer ließ es sich nicht nehmen und war zusammen mit ihrer Tochter zur Mitgliederversammlung gekommen und zeigte so, dass sie noch mit viel Interesse am Leben des Frauenbundes in Miltach beteiligt ist.

 

Eine weitere Auszeichnung für 25 Jahre Mitgliedschaft ging an Helga Griesbeck. Für 30 Jahre im Frauenbund Miltach wurde der Dank des Vereins an Inge Wagner und Rosemarie Haas ausgesprochen. Ihnen allen würde mit Blumen ein kleines Geschenk überreicht. 

 

Mit einem kurzen Rückblick auf bisherige Veranstaltungen ging es in der Tagesordnung weiter. Der Weltgebetstag der Frauen Anfang April war recht gut besucht. Auch die Frauen vom Nachbarverein aus Blaibach waren stark vertreten. An zwei Terminen wurden Osterkerzen gebastelt und in der vergangenen Woche wurden Palmbuschen angefertigt. Diese wurden am letzten Wochenende den Kirchenbesuchern zum Kauf angeboten. Auch am Palmsonntag besteht nochmals die Möglichkeit, Osterkerzen zu erwerben. Am Palmsonntag wird der Frauenbund wieder den Kreuzweg in der Kapellensiedlung beten. Am 1. Mai ist die Maiandacht in der Miltacher Schlosskapelle bereits organisiert.

 

In seinem Grußwort dankte der geistliche Beirat, Pfarrer BGR Augustin Sperl dem Frauenbund für seine vielfältigen Aktivitäten. Erleichtert sei er gewesen, als Ende des letzten Jahres doch noch die Wahl einer neuen Vorstandschaft möglich wurde. Er hob dabei die Bereicherung der kirchlichen Feste, die caritativen Veranstaltungen und die stete Pflege des örtlichen Brauchtums besonders hervor. Er wünschte dem Verein eine weiterhin gesegnete Zukunft. „Bekennen sie frei ihren Glauben und die Grundwerte dieses Glaubens, und zeigen sie das auch in der Öffentlichkeit.“ Auf die aktuelle Situation in der Kirche ging der Priester kurz ein. Vieles sei der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet. Es sei in der heutigen Zeit immer wichtiger, dass sich viele Freiwillige einbringen und so die Kirche am Ort aktiv bereichern. „Helfen sie mit, alles in Treue, Liebe und Güte zu tun und so unseren Glauben zu bestärken.“ so Pfarrer Sperl.

 

Zu den Monatsgottesdiensten (am ersten Wochenende des Monats) wurde schon jetzt herzlich eingeladen. Für manch leckere Gaumenfreuden während und nach der Versammlung, in Form von Brotaufstrichen, hatten die Frauen bereits vor der Zusammenkunft gesorgt. Renate Schedlbauer bat am Ende der Versammlung die Mitglieder um weitere tatkräftige Unterstützung.    KDFB Miltach Versammlung 2019 3

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Frauenbund Miltach bringt sich aktiv in das Pfarrleben ein
Foto: KDFB Miltach Versammlung 2019

8 junge Christen treten Ende Mai an den Tisch des Herrn in unserer Kirche

(31.03.2019)

8 Kinder gehen in diesem Jahr in Miltach zum ersten Mal an den Tisch des Herrn

Beim Vorabendgottesdienst zum 4. Fastensonntag den Gläubigen vorgestellt

 

Am Sonntag den 26. Mai werden in der Pfarrgemeinde Miltach 8 Kinder zusammen mit den Erstkommunionkindern aus Blaibach ihre feierliche Kommunion begehen. Dieser Tag soll für die jungen Christen, aber auch für deren Familien und Verwandte, sowie für die gesamte Pfarreiengemeinschaft ein ganz besonderer und schöner Festtag werden. Beim Vorabendgottesdienst am vergangenen 4. Fastensonntag wurden die Kinder der 3. Klasse, den anwesenden Gläubigen, vorgestellt.

 

Vorstellung Kommunion Miltach 2019 1    Vorstellung Kommunion Miltach 2019 2

 

In gut 18 Tagen, Mitten in der Karwoche am Gründonnerstag, werden die Buben und Mädchen zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen. „Es gibt keinen besseren Tag, als eben am Gründonnerstag, an dem Tag, an dem die Eucharistie von Jesus Christus eingesetzt wurde, zum ersten Mal an den Tisch des Herrn zu treten.“, so Pfarrer BGR Augustin Sperl. „Die Kommunion ist die Aufnahme in die Mahlgemeinschaft der ganzen Pfarrgemeinde.“ Die Kinder baten um das Gebet der Gläubigen und dankten den Lehrkräften, den vielen Erwachsenen und den Tischmüttern, die sie auf dem Weg zum Empfang der Hl. Kommunion hinbegleiten. Pfarrer Sperl bat die jungen Christen darum, auch über ihre Kommunion hinaus, der Mahlgemeinschaft ihrer Pfarrgemeinde treu zu bleiben und durch den sonntäglichen Gottesdienst, Anteil an dieser Gemeinschaft zu nehmen. Nach diesen Worten stellte der Gemeindereferent Franz Strigl die Kinder den versammelten Gläubigen einzeln vor. Die Erstkommunikanten wiederum trugen anschließend die Fürbitten vor und brachten sich so in die Gestaltung der Messfeier dieses Abends mit ein.

 

Gemeindereferent Franz Strigl und die Tischmütter (Eva Pinzinger, Christina Haimerl, Magdalena Renner, Christine Hofmann-Raab und Marion Anzenberger) bereiten nun in den verbleibenden 8 Wochen die jungen Christen in Gruppenstunden auf den feierlichen Empfang der Heiligen Kommunion vor. Auf dem Weg zu dieser würdigen Feier erarbeiten sie dabei in ihren Einheiten, besonders außerhalb des Religionsunterrichtes an der Schule, zusammen mit den Tischmüttern, dieses christliche Geheimnis. In diesen Treffen wurde auch das gemeinsame Kommunionbild, mit dem Thema „Jesus segnet uns“ erstellt, welches in der Pfarrkirche links an der Wand seinen Platz gefunden hat und die Kommunionkinder näher vorstellt. Ein gemeinsames Gebet zur Vorbereitung auf die Kommunion trugen die jungen Christen anschließend vor.

 

Vorstellung Kommunion Miltach 2019 3    Vorstellung Kommunion Miltach 2019 4
     
Vorstellung Kommunion Miltach 2019 5   Vorstellung Kommunion Miltach 2019 6

 

Die feierliche Erstkommunion Ende Mai erstmals empfangen werden in diesem Jahr aus Miltach: Sandro Pinzinger, Tamara Freund, Elias Raab, Sandra Bauer, Theresa Sperl, Fynn Anzenberger, Mia Heigl und Helena Haimerl.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: 8 junge Christen treten Ende Mai an den Tisch des Herrn in unserer Kirche
Foto: Vorstellung Kommunion Miltach 2019

Unsere Pfarrkirche wieder von Staub und Schmutz befreit

(30.03.2019)

Am vergangenen Samstag Vormittag haben fleißige Hände aus der Pfarrgemeinde Miltach sich wieder bereit erklärt, an der Reinigungsaktion in der Pfarrkirche Miltach mitzuhelfen. Neben der Mesnerfamilie Röhrl haben sich am Vormittag ein paar Helfer eingefunden, um in der Kirche ein kleines Gerüst aufzubauen, um Spinnweben und Staub von den rund 20 Meter hohen Mauerelementen und den seitlichen Zeltdachträgern am Kirchenschiff zu entfernen. Auch die Feuerwehr Miltach unterstützte diese Aktion mit 3 fleißigen Helfern.

 

Die Firma Günther Zollner stellte dazu ein Gerüst zur Verfügung und so war es ein leichtes, die Putz und Entstaubungsaktion durchführen zu können. Den ganzen Vormittag über war man aber dann doch beschäftigt, um das Kircheninnere in gereinigten Zustand zu versetzen. Spinnweben die so nicht erreicht werden können, wurden nun wieder entfernt. Zu Mittag war es dann geschafft und nach einer gemeinsamen Brotzeit, wo Kirchenpfleger Christian Röhrl seinen Dank, auch im Namen von Pfarrer Augustin Sperl, ausdrückte, war diese schon seit längerer Zeit angedachte Reinigungsaktion auch schon wieder abgeschlossen.

 

Reinigung Kirche Miltach 2019

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Unsere Pfarrkirche wieder von Staub und Schmutz befreit
Foto: Reinigung Kirche Miltach 2019

Erlebnisvortrag mit Stephanie Mauerer zu Thema Achtsamkeit

(25.03.2019)

Achtsamkeit, für Körper und Seele

Einen Erlebnisvortrag bot die Diplompädagogin Stephanie Mauerer in der Pfarrei Miltach an


Unter dem Motto „Achtsamkeit“ stand der Erlebnisvortrag, wozu der Pfarrgemeinderat von Miltach kürzlich am Freitag Abend ins Pfarrheim eingeladen hatte. 25 Interessierte fanden sich zu dem Abend mit der Diplomreligionspädagogin Stephanie Mauerer aus Ast bei Waldmünchen ein. Claudia Pinzinger hieß zu Beginn alle Anwesenden und die Referentin herzlich willkommen und wünschte einen unbeschwerten Abend. Stephanie Mauerer ist in Miltach keine unbekannte, verbrachte sie ihr Pfarrpraktikum von 2007 - 2008 hier in der Pfarreiengemeinschaft.

 

Es gab zum Start in dem Abend kleine Übungen zum Thema Achtsamkeit. Dabei galt es die eigenen Gedanken zu beobachten. Reizüberflutung macht es oft nicht einfach, sich auf nur eine Sache zu konzentrieren. Doch genau das ist der Weg der Achtsamkeit: im Hier und Jetzt bleiben!

 

Mauerer stellte die Geschichte mit einem Zen-Meister in den Mittelpunkt, der zu seinen Schülern sagte: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. - und nicht schon immer einen Schritt voraus in der Zukunft sein!“. Warum ist es aber so wichtig, sich in Achtsamkeit zu üben? Viele Reize, viel Stress, viele Termine, körperliche Leiden und Krankheiten, psychisches Ausgebrannt-sein, kurz gesagt: Man ist oft nicht im Gleichgewicht. Was kann man aber dabei tun?

Mit Infos und Praxisbeispiele für die Körperebene, aber auch Wahrnehmungsübungen standen an diesem Abend auf dem Programm. Bei geführten Meditationsimpulsen zur inneren Ausrichtung, am Beispiel Wasserfall und einem neuen Gewand waren die Teilnehmer ganz interessiert und wohl sehr angetan. Bei einer folgenden Achtsamkeits-Partnerübung galt es, seinem Gegenüber und damit jedem Menschen, respektvoll und achtsam zu begegnen.

 

Vortrag Achtsamkeit Miltach 2019 1    Vortrag Achtsamkeit Miltach 2019 3

 

Das Fazit des Abends war schließlich, im Alltag wach und bewusst zu sein.

 

Die Pfarrgemeinderatssprecherin Claudia Pinzinger bedankte sich mit einem kleinen Präsent und Produkten aus dem Eine-Welt-Laden bei Stephanie Mauerer für den interessanten und meditativen Abend.

 

Text: Stefanien Mauerer, Ast und Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Erlebnisvortrag mit Stephanie Mauerer zu Thema Achtsamkeit
Foto: Vortrag Achtsamkeit Miltach 2019

Jugendliche beten einen nächtlichen Kreuzweg

(25.03.2019)

Jugendliche der Pfarrei beten den Kreuzweg


Die Jugendlichen unserer Pfarrgemeinde trafen sich am Samstag Abend um gemeinsam den Kreuzweg im Schein von Kerzenlicht aus Laternen oder dem Licht der mitgebrachten Taschenlampen zu feiern.

 

Man traf sich in Flammried um dann den nächtlichen Weg über Wälder und Fluren zur Kapelle in Kollmitz aufzunehmen. Der Weg durthin wurde immer wieder unterbrochen mit Kreuzweggebeten. Die Texte hatte Gemeindereferent Franz Strigl zusammengetragen. Verkehrzeichen, denen man im üblichen Alltag immer wieder begegnet standen dabei als Anhaltspunkte zur Verfügung. Auch die Jugendlichen und ihre erwachsenen Begleiter brachten sich in das Gebet mit ein und gespalteten die 7 Kreuzwegstationen mit. 

 

Jugendkreuzweg Miltach 2019 1    Jugendkreuzweg Miltach 2019 2
     
Jugendkreuzweg Miltach 2019 3   Jugendkreuzweg Miltach 2019 4


Seinen Abschluss fand der Kreuzweg beim Wegkreuz in Flammried. Danach lud die Kirchenverwaltung die anwesenden Jugendlichen und erwachsenen zu einem gemeinsamen Pizzaessen ein. Nach dem 90 minütigen Marsch durch die sternenklare Nacht eine gelungene Stärkung. Franz Strigl dankte allen Teilnehmern für das große Interesse und dass sie die Zeit gefunden hatten, mit zu beten.

 

Jugendkreuzweg Miltach 2019 5    Jugendkreuzweg Miltach 2019 6

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Jugendliche beten einen nächtlichen Kreuzweg
Foto: Jugendkreuzweg Miltach 2019

Kreuzweg beim Pfahl in Moosbach gebetet

(21.03.2019)

Kreuzweg beim Pfahl in Moosbach


Ein ganz besonders schöner Kreuzweg, in idyllischer Lage, ist der Kreuzweg in der Ortschaft Moosbach. Die 14 Kreuzwegstationen ziehen sich auf dem Pfahl, entlang des Quarz Höhenzuges bis hin zur Kreuzigungsgruppe. Im Jahr 1852 machten sich die Pfarrei Moosbach und die Bevölkerung daran, auf dem Pfahl, der oberhalb von Moosbach vorbei führt, einen Kreuzweg mit Kalvarienberg zu errichten.

 

Der Pfahl mit seinen bizarren Felsen, die hier aus dem Boden herausragen, bot sich als Bühne und Kulisse dazu an. In mühseliger Handarbeit baute man damals einen etwa 2 m breiten Weg entlang des Felsenkammes bis hinauf zum höchsten Punkt des sichtbaren Pfahles. Die jetzigen Bilder in den Steinsäulen stammen aus dem Jahr 1989 und wurden von dem Kunstmaler Hans Höcherl geschaffen.

 

Kreuzweg Moosbach 2019 1    Kreuzweg Moosbach 2019 2


Der Pfarrgemeinderat Miltach hatte am vergangenen Mittwoch Abend eine Kreuzwegandacht genau dort organisiert. Nach dem gemeinsamen Treff in Miltach und der Fahrt, hinüber nach Moosbach, beteten an die 20 Personen die Andacht entlang der 14 Kreuzwegstehlen mit. Claudia Pinzinger, (Sprecherin des Miltacher Pfarrgemeinderates) und Stephanie Holzfurtner (als deren Stellvertreterin), beteten an den Stationen die verbindenden Texte. Bei einem imposanten Sonnenuntergang konnte die Ruhe und die Idylle des Ortes besonders genossen werden. Der Schein der Kerzen in den Laternen und der kleinen Taschenlampen unterstützten dies. 
Seinen Abschluss fand der Kreuzweg bei der Kreuzigungsgruppe mit einem Abschlussgebet und einem Passionslied. Die beiden Sprecher dankten allen Teilnehmern für das große Interesse und dass sie die Zeit gefunden hatten, mit zu beten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kreuzweg beim Pfahl in Moosbach gebetet
Foto: Kreuzweg Moosbach 2019

Zwei junge Erdenbürger in unserer Pfarrgemeinde aufgenommen

(18.03.2019)

„Den Kindern helfen, Gott und den Nächsten zu lieben.“

Taufe von Johanna Karolina Gröber und Luis Piller in der Pfarrkirche von Miltach

 

Am letzten Sonntag war wieder ein recht freudiger Tag in der Regentalgemeinde von Miltach. Zwei Kinder wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. BGR Pfarrer Augustin Sperl spendete Johanna Karolina Gröber, Tochter von Christian und Manuela Gröber, Am Anger, sowie Luis Piller, Sohn von Markus und Nadine Piller, wohnhaft Am Kohlfeld das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Johanna Gröber, Manfred Lanzinger und bei Luis Piller, Phillip Limbacher.

 

Durch die feierliche Taufe wurden die jungen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Augustin Sperl begrüßte zu Beginn Täuflinge, Eltern, Großeltern und Verwandte in der Pfarrkirche. „Unsere Taufe hat ihr Vorbild in der Taufe Jesu. Durch die Zeichen der Taufe (Wasser als Leben, die Salbung mit Chrisam als Zeichen der Zugehörigkeit zu Christus, die Taufkerze als Symbol für Christus das Licht) werden die jungen Täuflinge in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. „Gott entzieht uns nie seine Liebe. Kündigen sie ihren Kindern darum auch niemals die Liebe auf und schenken sie ihnen ganz viel Liebe.“ so der Geistliche in seiner Ansprache. „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich gefallen. So wie Gott dies bei der Taufe Jesus am Jordan sprach, so spricht er auch heute jeden Neugeborenen an, der durch die Taufe in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen wird.“

 

Der Geistliche segnete nach diesen Worten das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den Paten das Taufversprechen ab und taufte Luis Piller und Johanna Gröber in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der sie wiederum symbolisch an die Kinder weiterreichte. Gesalbt mit dem Hl. Öl, dem Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden kleinen Kinder mit geweihtem Wasser ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden die Taufbewerber schließlich noch mit einem Marienlied unter den ganz besonderen Schutz der Mutter Gottes gestellt.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Zwei junge Erdenbürger in unserer Pfarrgemeinde aufgenommen
Foto: Taufe Piller und Gröber in Miltach

Ausstellung "Alle in einem Boot" in unserer Pfarrkirche

(14.03.2019)

„Alle in einem Boot“ - Bilderausstellung in der Pfarrkirche

 

Seit rund 10 Tagen befindet sich in der Pfarrkirche von Miltach eine recht informative Bilderausstellungen, die aktuelle Zeichnungen zur Flüchtlingssituation der letzten Jahre und zum Verhältnis Afrika und Europa zeigt. Gerade der Kontrast zwischen dem industrieorientierten Europa und dem armen „Dritte-Welt-Land“ Afrika bietet mehr als genug Stoff für die Ausstellung. Sie lässt kaum ein Thema aus: Hunger, der Drang nach Freiheit in Nordafrika, die europäische Entwicklungshilfe oder auch das Verhalten von europäischen Touristen auf dem „Schwarzen Kontinent“. Zu dem Thema haben sich 28 prominente Karikaturisten aus Deutschland, Österreich, Holland und dem Senegal Gedanken gemacht. Ihr Fazit: Wir sitzen „Alle in einem Boot“. Das Ziel der Ausstellung ist es, möglichst vielen Menschen die Eine-Welt-Thematik näher zu bringen.

 

In den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zwischen Afrika und Europa immer wieder geändert. Und so wurde die Ausstellung "runderneuert". 21 Karikaturen sind hinzugekommen einige wurden ausgetauscht. Die neuen Karikaturen greifen vor allem das Thema Flucht und Migration auf. Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg schreibt zur Ausstellung: „Über Fernsehen, Zeitungen und Internet erreichen uns fast täglich Nachrichten aus Afrika. Oft sind es erschreckende Meldungen über Hungersnöte oder Flüchtlingselend. Das Allerwenigste, was wir über Afrika erfahren, ist zum Lachen. Dabei gibt es kaum etwas anderes auf der Welt, was die Menschen so vereint wie das Lachen. In gewisser Weise ist es ein „Lebensmittel" - gerade in Afrika. Trotz ihrer Armut und ihres Hungers haben die Menschen dort das Lachen nicht verlernt. Ihr Optimismus hilft ihnen, die oft so schwierige Situation durchzustehen. Von daher liegt es nahe, sich auch dem Thema „Europa und Afrika" mit Witz und Phantasie zu nähern.“

 

Ausstellung Miltach 2019 2    Ausstellung Miltach 2019 1

 

Es ist sehr erfreulich, dass Künstler aus dem Senegal und aus Burkina Faso, Karikaturen zur Verfügung gestellt haben. Aber auch bekannte deutschsprachige Zeichner haben mit aktuellen, teilweise noch unveröffentlichten Arbeiten die schon vorhandene Ausstellung ergänzt. Die Künstler legen den Finger in so manche Wunde. Mit spitzer Feder thematisieren sie die Folgen der Auswanderungswellen in Afrika, die Abschottungspolitik vieler Industriestaaten oder die verheerenden Folgen des Klimawandels. Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Humor und einem Schuss Sarkasmus lassen sie den Betrachter an ihrer Weitsicht teilhaben. Manchmal bleibt einem beim Betrachten der Bilder das Lachen im Halse stecken. Aber: selbst "inmitten einer Tragödie muss der Witz erlaubt sein“: meint der Karikaturist Heiko Sakurai, "jedoch nicht als Selbstzweck, sondern als Hilfsmittel zur Erkenntnis".

 

Noch bis zum Sonntag, 31. März ist die Bilderausstellung in der Miltacher Pfarrkirche zu sehen.

 

Text und Bild: Christian Röhrl, Miltach

mit Auszügen aus der Projektarbeit von Missio

Foto zur Meldung: Ausstellung "Alle in einem Boot" in unserer Pfarrkirche
Foto: Ausstellung Miltach 2019

Jugendliche auf dem Eis in Regen

(10.03.2019)

Ministranten und Jugendliche auf Schlittschuhen unterwegs

Zur Ferienfreizeit in der Faschingsferien eine kurze Winterfahrt in die Eishalle nach Regen

 

Am vergangenen Donnerstag war wieder eine gemeinsame Freizeitaktion der Ministranten und weiterer Jugendlichen organisiert worden. Es ging in die Eishalle nach Regen. Nachdem die Straßenschuhe gegen die Schlittschuhe, entweder die eigenen oder die geliehenen, getauscht waren, ging es aufs glatte Eis. Und das war an diesem Ferientag recht gut gefüllt mit vielen anderen Besuchern. Zwei Stunden lang wagten sich alle auf die Eisfläche, manche zum ersten Mal, andere zogen schon gekonnt ihre Bahnen. Relativ schnell hatten alle den richtigen Dreh heraus, wie man sich auf glattem Untergrund auf den schmalen Kufen fortbewegen kann. Nach der überaus guten Bewegung in der kalten Luft hatten alle mächtigen Hunger, der bei einer Einkehr in einem Schnellrestaurant in Regen gestillt wurde. Für alle Beteiligten und ihre erwachsenen Begleiter war es ein heiterer Nachmittag.

 

Minis Miltach Eishalle 5    Minis Miltach Eishalle 4
     
Minis Miltach Eishalle 3   Minis Miltach Eishalle 6
     
Minis Miltach Eishalle 1   Minis Miltach Eishalle 2

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Jugendliche auf dem Eis in Regen
Foto: Minis Miltach Eishalle

Die Fastenzeit hat in unserer Pfarrgemeinde begonnen

(06.03.2019)

Aschermittwoch in der Pfarrei Miltach wurde gefeiert

 

Die heiteren Tage des Fasching sind vorüber, mit diesem ersten Tag in der Fastenzeit traten die Gläubigen in die Fastenzeit ein. Pfarrer BGR Augustin Sperl eröffnete am Abend des vergangenen Mittwoch den Gottesdienst zu diesem Tag. „Doch für die Katholiken beginnt an diesem ersten Tag der Fastenzeit etwas ganz Neues, das einmündet, in das kommende Osterereignis.“ Seit alters her ist dieser Tag ein großer Fast- und Abstinenztag und markiert den Beginn der 40 tägigen Fastenzeit. Zur Messfeier konnte der Priester neben vielen Gläubigen auch die Kommunionkinder mit ihren Eltern begrüßen. Nach dem Evangelium segnete der Geistliche die Asche, die aus den Palmzweigen des vergangenen Jahres gewonnen wurde. Anschließend kamen die Gläubigen einzeln zum Altar um das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet zu bekommen. „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurück kehren wirst.“ mit diesen Worten verbunden ist der Gedanke an die Vergänglichkeit des Lebens, aber mit der Auferstehung Jesu an Ostern wird der bevorstehenden Fastenzeit jedoch ein Ende mit Zuversicht angestellt.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Die Fastenzeit hat in unserer Pfarrgemeinde begonnen
Foto: Aschermittwoch Miltach 2019

Heiterkeit war Trumpf beim Familiengottesdienst am Faschingssonntag

(03.03.2019)

Beim Gottesdienst am Faschingssonntag darf es auch in der Kirche mal richtig bunt zugehen

Die Kommunionkinder gestalteten den Familiengottesdienst mit – viele Kinder kamen maskiert zur Kirche

 

Am vergangenen Sonntag erlebten die Gläubigen im Rahmen des Familiengottesdienstes in Miltach einen besonders außergewöhnlichen Gottesdienstablauf. Der Altarraum war durch Mesnerin Elisabeth Röhrl mit Luftschlangen und bunten Luftballonen dekoriert worden. Die Ministranten haben es sich an diesem Sonntag mal erlaubt, in allen Farben der Liturgie, in grünen, roten und violetten Ministrantengewändern ihren Dienst am Altar zu verrichten. Viele Kinder waren außerdem der Einladung gefolgt und sind geschminkt, sowie in Masken und Kostümen, zusammen mit ihren Eltern zur Kirche gekommen. „Der Fasching ist gekommen, das ist durchaus ein Grund zum fröhlich sein und das Feiern auch wir hier im Gotteshaus.“ so begrüßte Pfarrer BGR Augustin Sperl die Christen Groß und Klein. Die Geschichte vom betenden Gaukler war das Motto an diesem Sonntagmorgen. „In diesen Tagen des Faschings müssen die Sorgen zurücktreten. Frohsinn und Ausgelassenheit, Freude und Sorglosigkeit beherrschen diese Zeit bis zum Faschingsdienstag.“ so der Priester.

 

Fasching Miltach 2019 1    Fasching Miltach 2019 6
     
Fasching Miltach 2019 4   Fasching Miltach 2019 3

 

Nach dem Evangelium versammelten sich die toll verkleideten Kinder des Kindergartens und der 1. bzw. 2. Klasse vor dem Volksaltar und Gemeindereferent Franz Strigl überlegte gemeinsam mit Annalena Loos, als Gardemädchen verkleidet, ob man denn beim Beten nur dasitzen dürfe und ein ganz erstes Gesicht machen müsse. Dazu erzählte Strigl die französische Legende vom „betenden Gaukler“. Dieser lustige Gaukler überzeugte den Abt seines Klosters in das er eingetreten war, dass man Gott auch mit Tanz loben und mit heiterem Spiel preisen könne. Im Anschluss zeigten einige Kinder verschiedene Möglichkeiten, wie ein solches persönliches Gebet ausgedrückt werden kann. So wurde von einem Mädchen munter Seil gesprungen, ein anderes Mädchen schlug kunstvolle Räder im Mittelgang der Pfarrkirche, es wurde Ball gespielt und sogar Seifenblasen durften von den Kindern in den Kirchenraum gepustet werden. Die Kinder der 3. Klasse trugen danach die Fürbitten vor. Während der Messfeier erfreuten die Martini Rhythmix mit heiteren Gottesdienstliedern, was von den Gottesdienstbesuchern am Ende mit Applaus belohnt wurde.  Pfarrer Sperl dankte vor dem Segen allen Mitwirkenden für die besondere Gestaltung des fröhlichen Gottesdienstes.

 

Fasching Miltach 2019 2    Fasching Miltach 2019 5

 

Nach der Messfeier waren es dann die Ministranten die an die Kirchenbesucher wieder wie alle Jahre frisch gebackene Faschingskrapfen verkauften, um damit ihre Ministrantenkasse aufzubessern. Im nu waren die köstlichen Backwaren alle vergriffen.

 

Es war einmal ein Gaukler, der tanzend und sprin­gend von Ort zu Ort zog. Als er alt wurde gab er alle seine Habe her und trat in ein Kloster ein. Aber weil er sein Leben bis dahin mit Springen, Tanzen und Rad schlagen zugebracht hatte, war ihm das Leben der Mönche fremd, und er wusste weder ein Gebet zu sprechen noch einen Psalter zu singen. So ging er stumm umher und wenn er sah, wie jedermann des Gebetes kundig schien, aus frommen Büchern las und mit im Chor die Messe sang, stand er beschämt dabei: Ach, er allein, er konnte nichts.

 

"Was tu ich hier?", sprach er zu sich, "ich weiß nicht zu beten und zu singen. Ich bin hier unnütz und der Kutte nicht wert, in die man mich kleidete. "

 

In seiner Trauer flüchtete er eines Tages in eine abgelegene Kapelle. "Wenn ich schon nicht mitbeten kann", sagte er vor sich hin, "so will ich doch tun, was ich kann." Rasch streifte er das Mönchsgewand ab und stand da in seinem bunten Röckchen, in dem er als Gaukler umher­gezogen war. Und während vom hohen Chor die Psalmgesänge herüberwehen, beginnt er mit Leib und Seele zu tanzen. Mal geht er auf seinen Händen durch die Kapelle, mal überschlägt er sich in der Luft und springt die kühnsten Tänze, um Gott zu loben.

 

Ein Mönch war ihm aber gefolgt und hatte durch ein Fenster seine Tanzsprünge mit angesehen und heimlich den Abt geholt. Am anderen Tag ließ die­ser den Bruder zu sich rufen. Der Gaukler fiel vor dem Abt nieder und sprach: "Ich weiß, Herr, dass hier mei­nes Bleibens nicht ist. So will ich aus freien Stü­cken ausziehen und in Geduld die Unrast der Straße wieder ertragen."

 

Doch der Abt neigte sich vor ihm und bat ihn, für ihn und alle Mönche bei Gott einzuste­hen: "In deinem Tanze hast du Gott mit Leib und Seele geehrt. Uns aber möge er alle schönen Worte verzeihen, die über die Lippen kommen, ohne dass unser Herz sie sendet." (Französische Legende)

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Heiterkeit war Trumpf beim Familiengottesdienst am Faschingssonntag
Foto: Fasching Miltach 2019

"Kommt, alles ist bereit" - Weltgebetstag 2019

(02.03.2019)

  Kommt, alles ist bereit – Slowenien war Themenland beim Weltgebetstag

Frauenbundgemeinschaften aus Miltach und Blaibach beten gemeinsam

 

Slowenien war am vergangenen Freitag das Schwerpunktland des Weltgebetstags, den die Verantwortlichen des Frauenbundes Miltach im hiesigen Pfarrheim vorbereitet hatten und zu dem auch viele Frauen aus Blaibach gekommen waren.

 

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohner sind knapp 60 % katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. „Kommt, alles ist bereit“ unter diesem Motto geht es im Jahr 2019 besonders um Unterstützung dafür, dass Frauen weltweit „mit am Tisch sitzen können“. Deshalb unterstützt die Weltgebetstagsbewegung aus Deutschland Menschenrechtsarbeit in Kolumbien, Bildung für Flüchtlingskinder im Libanon, einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien und viele weitere Partnerinnen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika.

Weltgebetstag Miltach 2019 1     Weltgebetstag Miltach 2019 2
     
Weltgebetstag Miltach 2019 3   Weltgebetstag Miltach 2019 4

 

Beim Weltgebetstag entführten die Texte alle Anwesenden in das Naturparadies zwischen Alpen und Adria, Slowenien. Es ist noch Platz – besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose. Mit genau diesen Anliegen setzten sich auch die Frauen im Pfarrheim in Miltach auseinander. Maria Prechtl konnte die Anwesenden zu Beginn des besinnlichen Abends recht herzlich begrüßen. An die 32 Frauen aus beiden Regentalgemeinden waren gekommen, um gemeinsam zu beten und zu singen. Ihr Gruß galt auch Gemeindereferent Franz Strigl. Maria Prechtl führte dann durch den Wortgottesdienst, wo die nachdenklichen Texte, sowie die freudigen und temperamentvollen Lieder der Slowenischen Frauen zum Ausdruck kamen. Das Vorstandsteam des Frauenbundes Miltach las die Gebetseinheiten abwechselnd. Immer wieder wurden Symbole und Worte dem Tuchbild in der Mitte des Raumes hinzugefügt und näher beschrieben. Nach dem besinnlichen Teil genossen die Anwesenden noch die leckeren und reichhaltig garnierten Köstlichkeiten aus dem Themenland. Während des Abends gab es außerdem eine Kollekte. Mit dieser unterstützen die Frauen die internationale Weltgebetstagsbewegung sowie Projekte weltweit, die die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rechte von Frauen und Mädchen stärken.

 

Weltgebetstag Miltach 2019 5    Weltgebetstag Miltach 2019 6
     
Weltgebetstag Miltach 2019 7   Weltgebetstag Miltach 2019 8

 

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: "Kommt, alles ist bereit" - Weltgebetstag 2019
Foto: Weltgebetstag Miltach 2019

Faschingsnachmittag für unsere Senioren kam sehr gut an

(21.02.2019)

Es war wieder ein sehr humorvoller Nachmittag

Pfarrgemeinderat unterhielt und bewirtete die Senioren

 

 

Lustige Wortbeiträge und eine schöne, gesellige Unterhaltung an den Tischen waren am Sonntag Garant für einen kurzweiligen Nachmittag, zu dem sich die Senioren der Pfarrgemeinde Miltach im Pfarrheim einfanden. Die Bewirtung der Gäste übernahmen Mitglieder des Pfarrgemeinderates, die sich dem Anlass entsprechend sogar faschingsmäßig als fleißige Bienen verkleidet hatten.

 

Als Sprecherin des Pfarrgemeinderates freute sich Claudia Pinzinger über die etwa 40 Gäste, die in das dekorierte Pfarrheim kamen. Namentlich begrüßte sie dabei Martin Vogl, besser bekannt als „Scheidt“, der spontan seine Zusage gab, die Veranstaltung mit seinem Akkordeon wieder musikalisch zu gestalten. In der Folge waren es dann auch überwiegend altbekannte Melodien, die die heitere Stimmung hoben. Außerdem waren Pfarrer BGR Augustin Sperl und der 3. Bürgermeister der Gemeinde, Günter Schmauder gekommen.

 

Seniorenfasching Miltach 2019 1    Seniorenfasching Miltach 2019 4

 

Den humorvollen Teil leiteten als Ehepaar Franz Strigl und Stephanie Holzfurtner zusammen mit Martin Krieger als Arzt ein. „Was fehlt denn nur meinem Mann“, ruft die Ehefrau fragend dem Arzt zu. Der Doktor weiß am Anfang nicht so ganz genau, was dem guten Mann fehlt, aber immer mehr kristallisierte sich heraus, dass das vorlaute Mundwerk seiner Gattin und deren Befehlsverhalten, dem Ehemann schon arg zusetzen. Zur Diagnose blieb nur der Rat: „Suchen sie sich eine andere Frau.“ Leckere Kuchen und Torten wurden an diesem Nachmittag den Senioren und Gästen kredenzt. Als Stargäste des Nachmittages konnten dann die Wildecker Herzbuben im Pfarrheim in Miltach begrüßt werden. Mit Schunkelliedern und bekannten volkstümlichen Klängen begeisterten Angela Eckl und Claudia Bauer das Publikum. In einem weiteren Sketch trafen sich zwei Damen (Stephanie Holzfurtner und Birgit Holzapfel) auf einer Wartebank am Bahnsteig. Was der feschen, und adretten Dame leichtfiel, sich zu schminken und das äußere Erscheinen aufzubessern, war der anderen Frau nicht so leicht möglich. Hatte sie statt Schminkpuder, eine Packung Mehl im Korb, statt Wimperntusche eine Dose Schuhcreme, oder statt einem schönen roten Lippenstift ein Glas rote Marmelade. Das alles hielt sie aber nicht davon ab, auch ihr Erscheinungsbild aufzubessern, was natürlich die Senioren zu herrlichen Lachsalven verführte. Mit ganz großem Gelächter und Beifall wurden die Akteure belohnt.

 

Seniorenfasching Miltach 2019 3    Seniorenfasching Miltach 2019 2

 

PGR-Sprecherin Claudia Pinzinger und Gemeindereferent Franz Strigl waren es auch, die als Ansager des Nachmittages durch das Programm führten und selbst mit gelungenen Witzen die Senioren zum Lachen brachten. Außerdem nutzten die anwesenden Besucher gerne die Zeit zum regen Gespräch an den Tischen. Für die aufmerksame und zuvorkommende Bewirtung mit Kaffee, Kleingebäck und Torten sorgten wieder die Mitglieder des Pfarrgemeinderates in vortrefflicher Art und Weise. Pinzinger versäumte es zum Ende nicht, allen zu danken, die an der Organisation und der Ausrichtung dieser Veranstaltung mitwirkten.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Fotos: Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Faschingsnachmittag für unsere Senioren kam sehr gut an
Foto: Seniorenfasching Miltach 2019

Lichtmess gefeiert und den Blasiussegen gespendet

(02.02.2019)

Lichtmessfeier und Blasiussegen in der Pfarrei Miltach

Ewige Anbetung ist in der Regentalgemeinde eine lange Tradition

Genau 40 Tage nach dem feierlichen Weihnachtsfest wird Anfang Februar auch in der Pfarrkirche „St. Martin“ von Miltach Lichtmess, das Fest „Darstellung des Herrn“, als Abschluss der weihnachtlichen Festkreises, gefeiert. Das mosaische Gesetz schrieb vor, ein neugeborenes Kind innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. So folgten der Tradition nach auch die Eltern Jesu dieser alten Vorschrift. Jenes biblische Ereignis wurde zu einem christlichen Festanlass. Bereits ab 14 Uhr fand in der Pfarrgemeinde die seit langer Zeit übliche ewige Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten statt. Zum festlichen Gottesdienst am Samstag Abend versammelten sich viele Gläubigen zur Eucharistiefeier in der Miltacher Pfarrkirche.

 

Lichtmess Miltach 2019 1    Lichtmess Miltach 2019 2

 

Zu Beginn konnte Pfarrer BGR Augustin Sperl die Kommunionkinder dieses Jahres begrüßen. Danach erfolgte die Kerzensegnung welche die Gläubigen mitgebracht hatten und die in den nächsten Wochen in der Kirche verwendet werden. Anschließend verteilten die Ministranten das Kerzenlicht an die Kinder und der Geistliche zog mit den Ministranten und den Kommunionkindern in einer Lichterprozession durch die abgedunkelte Kirche. Auch der Kerzenschein von den Christbäumen war noch einmal zu sehen, da sie an diesem Tag zum letzten Mal leuchteten und damit das Ende des Weihnachtsfestkreises symbolisierten. Zu den späteren Fürbitten brachten sich die Erstkommunikanten in den Wortgottesdienstteil mit ein. Brigitte Aumeier verlas an die Gläubigen die Lesung aus dem Buch Maleachi.

 

Lichtmess Miltach 2019 3    Lichtmess Miltach 2019 4
     
Lichtmess Miltach 2019 5   Lichtmess Miltach 2019 6

 

Ebenfalls an diesem Tag wird des Heiligen Blasius gedacht, ein Heiliger, der im Gedächtnis der Katholiken untrennbar mit dem „Halssegen“ verbunden ist. Blasius war Bischof in seiner Heimatstadt Sebaste in Armenien zur Zeit Kaisers Licinius. Bei einer Christenverfolgung soll er um 316 als Glaubensmärtyrer gestorben sein. Ab dem 14. Jahrhundert rechnete man den Heiligen den vierzehn Nothelfern (Vierzehnheilige) zu und wandte sich an ihn bei Halsleiden und Gefahr durch wilde Tiere und Sturm. So wurde auch in Gedenken an diesen Heiligen nach der Messe der Blasiussegen erteilt. Mit zwei gesegneten und überkreuzten Kerzen welche mit roten Schleifen (als Erinnerung an der Märtyrertod des Hl. Blasius) versehen waren, die Pfarrer Augustin Sperl vor Gesicht und den Hals der zu Segnenden hielt, sprach er: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen.“ Der Empfänger dieses Segens soll so in der Heilszusage Gottes und in seine Fürsorglichkeit heil erfahren. Zeitgleich zur Messfeier trafen sich im Pfarrheim wieder die Kindergartenkinder und die Kinder der 1. Und 2. Klasse. Sie bereiteten sich auch auf das Fest „Lichtmess“ vor. Zum Vater unser kamen sie dann wieder in die Pfarrkirche um schließlich am Ende der Messfeier einen schönen Lichtertanz vor dem Altar zu zeigen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Lichtmess gefeiert und den Blasiussegen gespendet
Foto: Lichtmess Miltach 2019

Kirchenverwaltung nimmt ihre Arbeit auf - Christian Röhrl ist weiter Kirchenpfleger

(31.01.2019)

Christian Röhrl bleibt auch weiterhin Kirchenpfleger in Miltach

Christian Holzapfel wurde aus dem Gremium verabschiedet – Helmuth Schmidt und Christian Rackl berufen

 

Im November des letzten Jahres wurde in der Pfarrgemeinde Miltach die Wahl zur Kirchenverwaltung erfolgreich durchgeführt. Zum 01. Januar hat das Gremium dann seine Arbeit für die kommenden sechs Jahre (bis Ende 2024) aufgenommen. Die Kirchenverwaltung vertritt die Kirchenstiftung sowohl nach innen als auch nach außen in allen rechtlichen Angelegenheiten. Sie entscheidet den Haushalt und trägt die Verantwortung für das Stiftungsvermögen. Zu Ihren Aufgaben gehören unter anderem die Entscheidung über die Zweckverwendung der vorhandenen Mittel im Rahmen der Aufgaben der Kirchenstiftung, die Bereitstellung des Sachbedarfs für die Seelsorge vor Ort (u.a. für Jugendarbeit, Erwachsenenbildung), die Personalverantwortung und Genehmigung von Personalanstellungen für die Kirchenstiftungen, die Verantwortung für den Gebäudebestand und die Beratung und Beschlussfassung von Baumaßnahmen. Auf Grund der Größe der kirchlichen Gemeinde (bis 2.000 Gläubige) galt es bei der Wahl im November, vier Personen zu bestimmen. Die Auszählung der Stimmen ergab, dass Christian Röhrl, Angela Eckl, Bernhard Wagner und Josef Heigl gewählt waren.

 

In seiner konstituierenden Sitzung am letzten Freitag haben die gewählten Kirchenverwaltungsmitglieder alle organisatorischen Dinge, die mit dem Beginn einer neuen Wahlperiode einhergehen, geregelt. Nachdem Pfarrer BGR Augustin Sperl die Sitzung eröffnet hatte, galt es Dank zu sagen für die Arbeiten der letzten sechs Jahre. Allen bisherigen Gremiumsmitgliedern sprachen er und Kirchenpfleger Christian Röhrl ihren aufrichtigen Dank aus. Da sich Christian Holzapfel für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stellte, galt es ihn aus dem Gremium zu verabschieden. Holzapfel gehörte die letzten 12 Jahre zu den Mitgliedern der Miltacher Kirchenverwaltung. „In diesen Jahren ist viel Gutes und Gewinnbringendes in unserer Kirchengemeinde passiert.“ so Pfarrer Augustin Sperl. Daran hatte auch Christian Holzapfel einen großen Anteil. Neben der feierlichen Primiz 2011 und der Kirchenrenovierung in den Jahren 2015 bis 2017 hat sich Christian Holzapfel in vielen Dingen des Kirchenlebens mit eingebracht. Auch für das Herrichten zum Pfarrfest oder als Begleiter bei Aktivitäten der Ministranten hatte Holzapfel immer ein offenes Ohr. „Ein ganz herzliches Dankeschön sagen wir dir, dass du dich mit deinen Ideen und deiner Schaffenskraft in unserer Pfarrgemeinde engagiert hast. Deine Familie ist überaus aktiv in das Leben unserer Pfarrgemeinde eingebunden. Deine Frau Birgit im Pfarrgemeinderat und als Lektorin und zwei deiner drei Söhne als aktive Ministranten." So Christian Röhrl. Mit einem Geschenkgutschein und einer Erinnerungsurkunde sprachen Pfarrer Augustin Sperl und Kirchenpfleger Christian Röhrl ihren aufrichtigen Dank aus.

 

Nachdem anschließend die finanziellen Angelegenheiten protokollarisch fixiert waren und so der neuen Kirchenverwaltung übergeben werden konnten, schlug Pfarrer Augustin Sperl den gewählten Kirchenverwaltungsmitgliedern vor, auch Helmuth Schmidt und Christian Rackl in das Gremium aufzunehmen. Dieser Vorschlag wurde ohne Gegenstimme angenommen. Als nächstes stand die Wahl des Kirchenpflegers auf der Tagesordnung. Pfarrer Augustin Sperl dankte zunächst Christian Röhrl für seine überaus aktive und harmonische Zusammenarbeit. Nach einer kurzen Beratung schritten die sieben Wahlberechtigten zur Abstimmung und einigten sich darauf, auch in den nächsten Jahren Christian Röhrl die Aufgabe als Kirchenpfleger zu übertragen. Dieser nahm die Wahl dann auch an und dankte für das ausgesprochene Vertrauen. Anschließend bestimmte man, dass auch weiterhin die Pfarrsekretärin Brigitte Kerscher bei der Führung der Kirchenrechnung mitwirken soll. Von Seiten der Diözese Regensburg wurde festgelegt, dass aus den Reihen der Kirchenverwaltung eine Person bestimmt werden muss, welche jährlich die Kontenbewegungen auf dem örtlichen Caritaskonto überprüfen muss. Diese Aufgabe wurde an Bernhard Wagner übertragen.

 

Danach nahm die neue Kirchenverwaltung im weiteren Sitzungsverlauf ihre übliche Tagesordnung auf. Dabei stand die geplante Sanierung der Maria-Hilf-Kapelle im Vordergrund. Aufträge für Restaurator und die Tragwerksplanung wurden vergeben. Das ehrgeizige Ziel ist es, die Kapelle in diesem Jahr bis zum Jubiläumsritt zu St. Martin renoviert und in Stand gesetzt zu haben. Ein weiterer Diskussionspunkt betraf das örtliche Pfarrheim. Seit seiner Inbetriebnahme 2003 sind die Räumlichkeiten noch nicht neu verputzt worden. An manchen Stellen ist dies aber unbedingt notwendig. Und so wurde der Auftrag für die Auffrischung der Wände vergeben. Kommende Termine wurden am Ende des Treffens schließlich noch angesprochen. So wird in diesem Jahr in Verbindung mit dem Fronleichnamsfest am 23. Juni das 40jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Augustin Sperl in Miltach gefeiert. Auch auf 300 Jahre Martiniritt in Miltach am 09. November wird man sich schon in den nächsten Wochen gut vorbereiten müssen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Kirchenverwaltung Miltach]

Foto zur Meldung: Kirchenverwaltung nimmt ihre Arbeit auf - Christian Röhrl ist weiter Kirchenpfleger
Foto: KV Miltach Verabschiedung Holzapfel

Pfarrgemeinderat trifft sich zum Klausurwochenende im Zwieslerwaldhaus

(26.01.2019)

Was läuft gut in der Pfarrgemeinde und wie schaut die Zukunft aus?

Klausurwochenende des Pfarrgemeinderates Miltach im Zwieslerwaldhaus

 

Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates aus Miltach trafen sich vergangenes Wochenende zusammen mit Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl zu einem gemeinsamen Klausur- und Begegnungswochenende im der Marzellinklause im Zwieslerwaldhaus. Dabei standen viele Gespräche, besinnliche Einheiten und der rege Gedankenaustausch über die Vergangenheit und die Zukunft der Pfarrgemeinde Miltach auf dem Programm.

 

Am Freitag Nachmittag brachen die Mitglieder des Pfarrgemeinderates in Fahrgemeinschaften vom Pfarrheim in Miltach aus auf und machten sich auf den Weg in das rund 80 Kilometer entfernte Zwieslerwaldhaus, mitten im Nationalpark Bayerischen Wald gelegen. Eine wunderbare, tief verschneite Winterlandschaft empfing die Ausflügler aus dem Regental dort. Die Marzellinklause des Maristenordens ist ein Übernachtungs- und Begegnungshaus. Verwaltet wird die Unterkunft vom Ehemaligenverein der Chamer Maristen-Realschule. Nachdem die Zimmer bezogen waren und man es sich in den Aufenthaltsräumen gemütlich gemacht hatte, stand ein gemeinsames Abendessen mit einer richtigen deftigen Bayerischen Brotzeit auf dem Programm. Anschließend folgte eine kleine Nachtwanderung durch den tief verschneiten Ort. Richtig kalte Temperaturen, aber heller Mondschein und hochaufgetürmte Schneemengen machten diesen Spaziergang zu einem richtig schönen Gemeinschaftserlebnis.

 

Klausur PGR Miltach 2019 1    Klausur PGR Miltach 2019 2
     
Klausur PGR Miltach 2019 3   Klausur PGR Miltach 2019 4

 

Wieder zurück im Haus, hatte Gemeindereferent Franz Strigl bereits eine erste Besinnungs- und Gesprächseinheit vorbereitet. An diesem Abend galt es, auf das zurück zu blicken, was gut, gewinnbringend und als überaus positiv in der Pfarrgemeinde von Miltach läuft. Mit einer kleinen besinnlichen Einheit stieg man in die Gesprächsrunde ein. Das Bild von Künstlerpfarrer Sieger Köder „In Gottes Händen“ half dabei recht gut, all das zu verdeutlichen und zu erkennen, was in der Kirchengemeinde schon vorhanden ist und seit Jahren recht gut läuft. Der Regenbogen ist dabei auch ein Zeichen der Dankbarkeit. Dankbar kann man sicherlich auf das zurückblicken, was von Gott geschenkt wurde. Was einem in der Gemeinde gefällt, was man heute nicht mehr missen möchte und wofür man sehr dankbar ist. Auf eine große Papierrolle konnten alle diese positiven und schönen Dinge schließlich niedergeschrieben werden. Sind es die vielen Personen, die das Pfarrleben bereichern, so gehören auch die schönen Veranstaltungen (Kinderbibeltag, kirchliche Hochfeste, Gebetsgruppen) aber auch die vielen Gruppierungen, ob gesanglich (Martinssänger, Martini Rhythmix, Milbach Chor) oder gemeinschaftlich (Frauenbund, Ministranten, Männerkongregation) genauso mit dazu. Dem weiteren Abend war dann viel Freiraum gegeben, alle die notierten Punkte vertiefender anzusprechen und diese in den Gesprächen hervorzuheben. Bis spät in die Nacht hinein saßen die Teilnehmer zusammen und erinnerten sich an so manche schöne Begebenheit der letzten Jahre.

 

Klausur PGR Miltach 2019 5    Klausur PGR Miltach 2019 6
     
Klausur PGR Miltach 2019 7   Klausur PGR Miltach 2019 8

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Samstag Morgen startete man dann in die zweite Gesprächseinheit mit dem Thema: „Jesus ergreift den sinkenden Petrus“. Nach und nach näherte man sich der Erkenntnis, mit Gottvertrauen und einem gewissen Mut zu Neuem, Ideen für die Neuausrichtung der Kirchengemeinde in der Zukunft zu diskutieren. Schon jetzt zeichnet sich immer mehr ab, dass es vor allem an den Laien liegt, die sich einbringen müssen und dadurch eine Pfarrgemeinde lebendig halten können. Ein großes Anliegen war es auch allen Beteiligten, alle Altersgruppen, ob jung oder alt, gesund oder krank, mit den neuen Ideen anzusprechen. Über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und einen bunten Regenbogen zu anderen Glaubensgemeinschaften, zu Personen die der Kirche den Rücken zugekehrt haben, aber auch zu den vielen praktizierenden Christen zu spannen. Immer größer werdende Pfarreiengemeinschaften und Verwaltungseinheiten machen es unerlässlich, sich nur alleine auf die Eucharistiefeier zu konzentrieren, wenngleich es trotzdem die höchste Form der Gottesverehrung ist, darf man nicht den Mangel an Priestern und die schwindende Zahl von Gläubigen aus den Augen verlieren. Den Pfarrgemeinderäten aus Miltach ist es ein großes Anliegen, in Zukunft aufgeschlossen diesen neuen Weg zu gehen. In den kommenden Wochen sollen weitere Workshops folgen und in Gruppenarbeiten diese neuen Ideen mit Leben gefüllt und in die Tat umgesetzt werden. Dabei standen gemeinschaftliche Aktivitäten (Gebetskreis, junge Familien, Jugend- und Schulpastoral) genauso im Fokus, wie etwas das Einlernen von neuem Liedgut bei den Gottesdiensten.

 

Klausur PGR Miltach 2019 9    Klausur PGR Miltach 2019 10
     
Klausur PGR Miltach 2019 11   Klausur PGR Miltach 2019 12

 

Nach einem schmackhaften Mittagessen machten sich die Klausurteilnehmer dann auf zu einer kleinen Winterwanderung zum Schwellhäusl. Dabei führte der Weg durch die tief verschneite Winterlandschaft des Nationalparks. Nach einer weiteren besinnlichen Gebetseinheit und einer Kaffeepause in der Marzellinklause ging es für den Großteil wieder zurück in die Heimat. Ein harter Kern blieb schließlich noch eine weitere Nacht und verbrachte so einen zusätzlichen, gemütlichen Hüttenabend mit interessanten Gesprächen.

 

Klausur PGR Miltach 2019 13    Klausur PGR Miltach 2019 14
     
Klausur PGR Miltach 2019 15   Klausur PGR Miltach 2019 16

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Christian Röhrl und Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Pfarrgemeinderat trifft sich zum Klausurwochenende im Zwieslerwaldhaus
Foto: Klausur PGR Miltach 2019

Feierliche Taufer von Paula Wickenhöfer und Julia Bergbauer

(16.01.2019)

Julia Bergbauer und Paula Wickenhöfer in die Miltacher Glaubensgemeinschaft aufgenommen

 

Am vergangenen Sonntag, dem Fest Taufe des Herrn, wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kinder durch die feierliche Taufe in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete der kleinen Julia Bergbauer, Tochter von Andreas und Roswitha Bergbauer (geb. Grau), wohnhaft in Anzenberg das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm Margarete Früchtl, aus Moosbach. Auch für Paula Wickenhöfer, Tochter von Martin und Anabel Wickenhöfer (geb. Ellmaurer) aus Heitzelsberg war es die feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen. Auf diesem Weg begleitet wird sie von ihrer Patin Melanie Ellmaurer aus Blaibach.

 

Durch die feierliche Taufe wurden die beiden Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte zu Beginn Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Geistliche bat die Eltern und den Paten, dass sie dem Kind stets helfen und zur Seite stehen, damit es seinen Platz in der Gemeinschaft finden kann, sie auf seinem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche, so der Geistliche. Gerade am Fest „Taufe des Herrn“ ist es ein schönes Zeichen der Verbundenheit, da auch an diesem Tag Jesus seine eigene Taufe im Jordan durch Johannes den Täufer empfangen hatte. Genau auf die Erzählung aus dem Sonntagsevangelium und auf den tieferen Sinn der Heiligen Taufe ging der Priester in seiner kurzen Ansprache ein. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ so Pfarrer Augustin Sperl.

 

Der Priester segnete danach das Taufwasser, welches versetzt war mit Wasser aus dem Jordan, rief Gottes Segen auf die beiden Mädchen herab, nahm den Eltern und den Paten das Taufversprechen ab und taufte Paula und Julia in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der beiden Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an beide Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die Taufbewerber schließlich mit geweihtem Wasser ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Täuflinge dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Feierliche Taufer von Paula Wickenhöfer und Julia Bergbauer
Foto: Taufe Paula Wickenhöfer und Julia Bergbauer Miltach

Dreikönigsweihe und Jahrtag der Feuerwehr Miltach am Fest "Erscheinung des Herrn"

(06.01.2019)

„Als Erleuchtete die Welt zum Leuchten bringen“

Festliche Jahrtagsfeier der Feuerwehr Miltach mit Totengedenken und musikalischem Frühschoppen

 

Dreikönigsweihe schon am Vorabend

Schon am Vorabend des Dreikönigsfestes versammelten sich die Gläubigen zum Gottesdienst in unserer Pfarrkirche. In dessen Verlauf haben die Sternsinger ihre Rückkehr von ihrer Sternsingeraktion gefeiert. Zur Gabenbereitung durften sie ihre ersammelten Spenden an Pfarrer Augustin Sperl überreichen, verbunden mit der Bitte, es an das Kindermissiondwerk nach Aachen wieder weiter zu leiten.

 

Traditionell gehört zu dieser Eucharistiefeier auch die Dreikönigsweihe und so erteilte der Priester zuvor dem Weihrauch, der Kreide und dem Dreikönigswasser den kirchlichen Segen. Am Ende verkauften die Ministranten an die Gottesdienstbesucher wieder Dreikönispäckchen, damit diese auch bei sich zuhause die Dreikönigsweihe mit Weihrauch und Weihwasser vollziehen konnten.

 

Dreikönigsfest 2019 Miltach 1    Dreikönigsfest 2019 Miltach 2
     
Dreikönigsfest 2019 Miltach 3   Dreikönigsfest 2019 Miltach 4

 

Jahrtag der Feuerwehr Miltach

Am Anfang eines jeden Kalenderjahres ist es in der Regentalgemeinde Miltach eine alte Tradition und ein sehr fester Bestandteil, dass die örtliche Feuerwehr, immer am Dreikönigstag, ihren feierlichen Jahrtag begeht. Aus diesem Grund trafen sich am Sonntag Vereinsangehörige und Ehrengäste, um den besonderen kirchlichen Festtag, gemeinsam mit einem würdevollen Gottesdienst und dem damit verbundenen Totengedenken, dem anschließenden geselligen Frühschoppen im Gerätehaus und der am Nachmittag stattfindenden Jahreshauptversammlung, zu begehen.

 

Bei winterlichen Temperaturen formierte sich gegen 9.30 Uhr der Kirchenzug, angeführt von der Blaskapelle „Weißblau Königstreu“ unter der Leitung von Josef Pielmeier, zur Pfarrkirche „St. Martin“, wo Pfarrer BGR Augustin Sperl das Jahrtagsamt zelebrierte. Bürgermeister Johann Aumeier, KBR Michael Stahl, KBI Andreas Bergbauer und KBM Alexander Beier begleiteten den Feuerwehrverein. Im weihnachtlich geschmückten Gotteshaus wurde die Eucharistiefeier musikalisch von den Bläsern mit Kirchenwaisen und Liedern aus dem Gotteslob gestaltet. Die Lesung wurde von Josef Prechtl vorgetragen. Den Ministrantendienst übernahmen vier junge Mitglieder aus der aktiven Feuerwehrtruppe in ihren Uniformen. Pfarrer Augustin Sperl hieß zur Einleitung in den Wortgottesdienstteil der Messfeier die Vereinsangehörigen und alle Gottesdienstbesucher willkommen. Der Priester ging in seiner Ansprache auf den Sinn des Festes „Erscheinung des Herren“ ein. In der Ostkirche wird dieser Tag als das eigentliche Weihnachtsfest gefeiert. Besonders der Stern über der Krippe, dem die Sterndeuter folgten, war in der Festansprache das Kernthema. „Von einem neugeborenen König der Juden war lediglich die Rede gewesen. Zu Anfang leuchtete ihnen der helle Stern, am Ende waren sie selbst die Erleuchteten.“  so der Geistliche. „Das Licht, das sie erleuchtete, ging nicht vom Himmel aus, sondern es kam aus dem Stall, von der Krippe, von dem Kind, von Gottes Sohn.“ Das Weihnachtsfest holt jeden heraus und stellt einen auf den Weg, auf dem man Christus, dem Stern in der Nacht, nachfolgen und sein denken zum eigenen Denken, sein Reden zum eigenen Reden und sein Handeln zum eigenen Handeln machen soll. Damit sein Licht leuchten kann, nicht nur an Weihnachten und nicht nur für einen selbst. „Christi Licht muss leuchten bleiben über die Feuertage hinaus, in den vielen Dunkelheiten unserer Tage und die Welt muss zum Leuchten gebracht werden.“ so der Appell von Pfarrer Sperl an die Gottesdienstbesucher.

 

Dreikönigsfest 2019 Miltach 5    Dreikönigsfest 2019 Miltach 6
     
Dreikönigsfest 2019 Miltach 7   Dreikönigsfest 2019 Miltach 8

 

Die gut 25 Wehrmänner und die anwesenden Pfarrangehörigen gedachten am Ende der Messfeier der verstorbenen und gefallenen Kameraden der Miltacher Feuerwehr. Nach der musikalischen Überleitung durch die Blasmusik gedachte der 1. Vorsitzende und Kommandant Johannes Bergbauer, zusammen mit seinen Stellvertretern als Vorstand Christian Gröber und Matthias Mühlbauer der im vergangenen Jahr 2018 verstorbenen Mitglieder Johann Wenzl, Xaver Prechtl, Karl Greiner und Max Peintinger. In den Sterbegebeten durch den Geistlichen wurde vor dem in der Pfarrkirche aufgebauten Totenbrett der verstorbenen Mitglieder gedacht und der Gedenktafel der kirchliche Segen erteilt. Zum Andenken und als äußeres, sichtbares Zeichen der tiefen Verbundenheit legte die Vereinsführung vor dem Totenbrett ein Waldgebinde nieder. Abgeschlossen wurde das ehrende Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Vereinsmitglieder mit dem „Guten Kameraden“, wobei sich die Vereinsfahne vor dem Totenbrett senkte. Abschließend galt der Dank des Vorsitzenden dem Geistlichen, Pfarrer Augustin Sperl und allen Mitwirkenden von der Feuerwehr für die würdevolle Gestaltung der Messfeier, sowie der Mesnerfamilie Röhrl für das Bereitstellen des Totenbrettes mit Blumen, roten Feuerwehrhelmen und der Florianikerze.

 

Mit dem gemeinsamen Rückmarsch zum Gerätehaus und dem anschließenden musikalischen Frühschoppen endete dieser Jahrtagsvormittag. Wie alle Jahre üblich so fand auch an diesem Feiertag am Nachmittag in der FC Vereinsgaststätte die Jahreshauptversammlung mit Tätigkeitsberichten und zahlreichen Ehrungen für langjährige Vereinsmitgliedschaften statt. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Dreikönigsweihe und Jahrtag der Feuerwehr Miltach am Fest "Erscheinung des Herrn"
Foto: Dreikönigstag Miltach 2019

Jahresschluss und Aussendung der Sternsinger

(02.01.2019)

„Wir gehören zusammen“ – Sternsinger sind wieder unterwegs und sammeln Spenden für arme Kinder dieser Welt

Miltacher Ministranten sammeln gerne – Themenland ist heuer Peru

 

Der Jahreswechsel ist geprägt von Rückblick und Vorschau. Beim Jahresschlussgottesdienst am Sylvester Nachmittag war es Pfarrer BGR Augustin Sperl ein Anliegen, allen zu danken, die sich im vergangenen Jahr im kirchlichen Leben einbrachten und das Jahr mitgetragen haben. Auf die vielfachen Ereignisse, die das Jahr 2018 mit sich brachte ging der Geistliche ein. Sowohl die weltlichen und politischen Themen, also auch das, was die Pfarrgemeinde am Ort bewegte, waren Punkte in der Predigt zum Jahresschluss. Für die Neugetauften und die im Jahr 2018 Verstorbenen brannte eine Kerze am Altar. Bei den Fürbitten wurde besonders auch den Toten gedacht und die große Glocke vom Kirchturm läutete dabei. Am Ende der Messfeier erklang zum Abschluss des Jahres noch das Te Deum, das „Großer Gott wir loben dich.“

 

Neujahrsgottesdienst 

Farbenprächtige Gewänder, kunstvoll geschwungene Turbane und leuchtende Sterne: Morgen Donnerstag und am Freitag sind die Sternsinger der Pfarrgemeinde „St. Martin“ wieder in den Straßen der Regentalgemeinde unterwegs. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+19“ bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

Bei der 61. Aktion Dreikönigssingen wollen die Sternsinger aus Miltach deutlich machen, wie schwer es Kinder mit Behinderungen besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern haben, und dabei sind die Mädchen und Jungen aus der Regentalgemeinde nicht allein. Bundesweit werden sich wieder rund 300.000 Kinder und 90.000 Begleiter auf den Weg machen, um sich für Kinder in der Welt einzusetzen. Die Träger der Aktion, das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), wollen dazu beitragen, den Blick auf Kinder mit Behinderung zu verändern: Sie sind nicht auf ihre Behinderung zu reduzieren, sondern sind wie alle anderen Kinder neugierige, entwicklungsfähige und bereichernde Geschöpfe Gottes und haben ein Recht auf die uneingeschränkte Teilhabe am Leben der Gesellschaft.

 

Weihnachten Miltach 2018 18    Weihnachten Miltach 2018 16
     
Weihnachten Miltach 2018 17   Weihnachten Miltach 2018 19

 

Nicht nur Kinder im Beispielland Peru werden durch den Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland unterstützt. Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern kennen die Miltacher Ministranten die Nöte und Probleme von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten. Sie sind eben ein Segen!

 

Weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Leitwort, das aktuelle Beispielland ist Peru. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Über eine Milliarde Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 73.100 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt.

 

Bei ihrer zurückliegenden Aktion hatten die Mädchen und Jungen zum Jahresbeginn 2018 bundesweit mehr als 48,8 Millionen Euro gesammelt. Rund 300.000 Sternsinger und rund 90.000 Begleitende hatten sich in 10.148 Pfarreien, Schulen und weiteren Einrichtungen beteiligt. Mit den gesammelten Spenden können die Sternsinger mehr als 1.400 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützen. Durch ihr Engagement werden die kleinen und großen Könige zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt. Neben dieser gelebten Solidarität tragen die Sternsinger den christlichen Segen für das neue Jahr in die Wohnungen und Häuser der Menschen.

 

Weihnachten Miltach 2018 21    Weihnachten Miltach 2018 20

 

Beim Neujahrsgottesdienst am gestrigen Dienstag Abend wurden die Ministranten der Pfarrei von Pfarrer BGR Augustin Sperl ausgesandt. Nachdem sie ihren Text aufgesagt hatten, spendete der Geistliche den Kindern seinen Segen und weihte den Weihrauch und die Kreide, mit denen die Sternsinger ihren Segensspruch an die Türen der Häuser des Ortes schreiben werden. Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind die Miltacher Ministranten dann morgen Donnerstag und am Freitag unterwegs. Jeweils von 9 Uhr bis etwa 16 Uhr wollen sie die Bewohner der verschiedenen Ortschaften der Pfarrei besuchen und um Spenden bitten. Die Verantwortlichen der Pfarrei bitten wieder um freundliche Aufnahme der Kinder.

 

Am Samstag, beim Gottesdienst um 16 Uhr, findet dann die Rückkehrfeier der Sternsinger statt, wobei sie in ihren Dreikönigsgewändern den Ministrantendienst verrichten und im Verlauf der Messfeier ihre Spenden an Pfarrer Sperl übergeben werden. Gleichzeitig findet bei dieser Eucharistiefeier die Segnung des Dreikönigswassers und die Weihe von Weihrauch und Kreide für die Häusersegnung statt. Nach diesem Gottesdienst werden den Kirchenbesuchern von den Sternsingern wieder Dreikönigspäckchen (Weihrauch, Kohle und Kreide) zum Kauf angeboten.

 

Die Ortschaften werden wie folgt besucht:

Tag: Ortschaften:
Donnerstag: Höhenried, Anzenberg, Heizelsberg, Auwies, Viechtacher Straße, Blumental, Eismannsberg und Eben, Ringstraße, Hofacker, Am Kohlfeld, Herrnbrunnstraße, Höhenrieder Straße, Schönprunnstraße, Am Weingarten, Bahnhofstraße, Unterer Hochweg.
Freitag: Flammried, Untervierau, Am Riedbach, Oberndorf, Am Perlbach, Chamer und Kötztinger Straße, Kirchplatz, St. Martinsplatz, Wendelingasse, Waldschmidtstraße, Am Anger, Kapellensiedlung, Lindenstraße, und Oberer Hochweg, Rossbergstraße, Riesl, Tiefental und Hütten sowie Wiederholungsbesuche.

 

Foto und Text: Christian Röhrl, Miltach

[Predigt zum Jahresschluss 2018]

[Neujahrspredigt 2019]

Foto zur Meldung: Jahresschluss und Aussendung der Sternsinger
Foto: Sternsinger Miltach 2019

In festlichem Rahmen konnten wir das Weihnachtsfest 2018 feiern

(26.12.2018)

„Gott lässt sich in das Stroh meines Alltages legen.“

Die Weihnachtsfesttage wurden in Miltach von vielen Gläubigen gefeiert

Kinder gestalteten feierliche Gottesdienste in der Regentalgemeinde

 

 

Wie alle Jahre, so auch heuer, hat eine große Zahl von Gläubige aus der Pfarrgemeinde Miltach und viele Festgäste, die an den Feiertagen ihre hiesigen Verwandten und Bekannten in der Regentalgemeinde besuchten, an den zurückliegenden Weihnachtstagen die kirchlichen Feierlichkeiten besucht und die Gottesdienste in der Pfarrkirche in Miltach mitgefeiert.

 

Mit großem Geschick und ganz viel Liebe zum Detail wurde das Gotteshaus vor den Weihnachtsfesttagen von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von Marianne Maurer, Martin Krieger und Ingeborg Wagner wieder wunderbar und prächtig geschmückt. Ein stattlicher Weihnachtsbaum (traditionell auch in diesem Jahr gestiftet von der Familie Dieter Beier) fand im Presbyterium vor dem Hochaltar seinen ganz besonderen Ehrenplatz. Recht viel warm funkelndes Kerzenlicht und die liebenswerten Spansterne, sowie die prächtigen, roten Kugeln am Tannenbaum kamen so wieder ganz hervorragend zur Geltung. Die wunderbar geschmückte Tanne und das Tannengrün bei den zwölf Apostelleuchtern hüllten das Gotteshaus in seinen festlichen Glanz und trugen so zur rechten weihnachtlichen Erbauung der anwesenden Gläubigen bei.    Weihnachten Miltach 2018 1

Die besinnliche Weihnachtskrippe (links im Kirchenraum), bei der ebenfalls zwei liebenswerte Christbäumchen (gespendet von der Mesnerfamilie Elisabeth und Günther Röhrl) erstrahlten, tauchten den Kirchenraum in ein würdiges, weihnachtliches Gewand.

 

Am Nachmittag des Heiligen Abend fanden viele erwachsene Gläubige, zusammen mit ihren Kindern, den Weg in das Gotteshaus. Um 15.30 Uhr bei der Kinderchristmette reichten die vielen Sitzplätze bei weitem nicht aus, um die Zahl der Gläubigen zu fassen, die den traditionell am besten besuchten Gottesdienst des ganzen Kirchenjahres mitfeiern wollten. Im abgedunkelten Kirchenraum verfolgten die Gläubigen den Einzug des Priesters, zusammen mit den Ministranten und den Kindern für das Krippenspiel. „Macht hoch die Tür“, dieses adventliche Lied führe wie alle Jahre wieder hin zum eigentlichen Grund dieser Heiligen Nacht, der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem. Nach der Lesung, vorgetragen von Birgit Holzapfel, zog das Krippenspiel die Kinder und die Erwachsenen in seinen ganz besonderen Bann. Die Kinder spielten in guter und anschaulicher Form die Herbergssuche und die Geburt Jesu Christi nach und ließen so die Zeitzeugen und Maria und Josef und alle Gestalten aus der Weihnachtskrippe, also auch die Engel und die Hirten zu Wort kommen. Maria Schreiner und Andrea Seidl hatten in den Wochen zuvor, mit sehr viel Liebe zum Detail, gemeinsam mit den jungen Buben und Mädchen die Texte einstudiert. An der Orgel begleitete Christian Hartl das Weihnachtsspiel. Die Mühen hatten sich gelohnt. Gespannt und mit hellglänzenden Augen verfolgten die anwesenden Kinder die Texte der Krippenspieler. Mit dem Weihnachtsevangelium schließlich mündete das Spiel ein, in den Besuch der Engel bei den Hirten, die sogleich aufstanden und zum Stall in Bethlehem eilten, um dort Maria, Josef und das Kind in der Krippe zu finden. Im weiteren Verlauf der Mette trugen die Kinder ihre Fürbitten vor das Christuskind, ehe in der darauffolgenden Eucharistiefeier das Weihnachtsgeheimnis gefeiert wurde. Das festliche „Stille Nacht“ – Lied schloss den Gottesdienst am Nachmittag des Heiligen Abends ab. Danach marschierten die Gläubigen wieder zurück in ihre Wohnungen, um dort den Heiligen Abend im Kreis der Familien feiern zu können. Viele Leute nahmen dabei auch das Friedenslicht aus Bethlehem mit heim.

 

Weihnachten Miltach 2018 8    Weihnachten Miltach 2018 10
     
Weihnachten Miltach 2018 11   Weihnachten Miltach 2018 9

 

Für die Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Miltach fand die gemeinsame Christmette in diesem Jahr in Miltach statt. Um 22 Uhr versammelten sich die Kirchenbesucher in der abgedunkelten Pfarrkirche. Leise, weihnachtliche Musik empfing die Gläubigen bereits vor dem Gottesdienst zur eucharistischen Feier. Die Ministranten reichten ihnen Kerzen, die am Friedenslicht von Bethlehem entzündet wurden. Im gelben Schein der vielen Kerzen und der Lichter vom Weihnachtsbaum trug Franz Strigl das weihnachtliche Martyrologium vor. Während der gesamten Christmette wurde auch in diesem Jahr auf elektrisches Licht verzichtet, so dass die Messfeier so zudem ihren ganz besonderen Scharm verliehen bekam. Anschließend zogen die Ministranten und Pfarrer BGR Augustin Sperl in die Kirche ein und legten das Jesuskind in die Holzkrippe vor dem Altar. Der Kantor Alois Pielmeier sang das festliche Weihnachtsexultet, Christian Hartl begleitete ihn an der Orgel. Im anschließenden Wortgottesdienstteil und insbesondere in seiner Weihnachtspredigt ging Pfarrer Sperl auf Geheimnis von Weihnachten näher ein. „Das Kind an Weihnachten ist nicht irgendein Kind. Es ist Gottes Sohn, der da geboren wird. „Ein schöner und würdiger Raum müsste es schon sein für Gott. Geschmückt mit wertvollen Dingen. Ein Ort, der Würde ausstrahlt. Feierlich, einfach Gott angemessen. Nichts „Normales“, schon etwas Besonderes sollte es sein. Für Gott und auch für das Kind.“ so der Priester. Doch der Alltag des Lebens sieht oft ganz anders aus, im Leben ist oft nicht alles schön. Das Leben ist kein Reinraum, kein Schloss, kein Luxushotel. Die Welt ist keine heile Welt. Das wirkliche Leben gleicht doch mehr einem Stall. „Das Leben gleicht dem Stall. Und in so einem Stall gebar Maria ihren Sohn Jesus Christus, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe.“

 

Weihnachten Miltach 2018 6    Weihnachten Miltach 2018 7
     
Weihnachten Miltach 2018 4   Weihnachten Miltach 2018 5

 

Jesus wird nicht auf Rosen gebettet, sondern auf Stroh. Da hinein wird Gott - Mensch. „Für mich heißt das: Ich brauche keine künstliche Welt zu schaffen, damit Gott zur Welt kommt. Was ich ihm schenken ist: Meine Unzulänglichkeiten, meine Alltagssorgen, meine Ängste und meine Probleme. Meinen Schmerz aber auch meine kleinen Freuden. Da hinein will sich der menschgewordene Gott betten lassen. In das Stroh meines Alltags lässt er sich legen.“ Dieser Satz fasste alle die Gedanken aus der Weihnachtspredigt von Pfarrer Augustin Sperl treffend zusammen. Das festliche „Stille Nacht“ - Lied, in der ausschließlich von Kerzenschein und dem Lichte der Christbäume erfüllten Kirche, rührte die Herzen der anwesenden Gläubigen am Ende der Christmette an.

 

Weihnachten Miltach 2018 2    Weihnachten Miltach 2018 3

 

Zum Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Gottesdienstbesucher erneut in der Miltacher Pfarrkirche. Zehn Ministranten zogen zusammen mit Pfarrer Augustin Sperl in die Pfarrkirche ein. Alois Pielmeier trug wiederum zu Beginn der Feierstunde das gesungene Weihnachtsexultet für den 1. Festtag vor. Die Eucharistiefeier fand ihren würdigen Abschluss mit dem Lied: „Oh du fröhliche“ welches die Gottesdienstbesucher anstimmten. Am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag gaben die Gläubigen großzügig ihr Opfer für die Spendenaktion „Adveniat“, welche die Gaben nach Lateinamerika weiterreicht. Die jungen Christen füllten ihre Opferkästchen für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

An Weihnachten steht uns der Himmel offen

Die Messfeier am 2. Weihnachtsfeiertag wurde als Familiengottesdienst gestaltet. Im Pfarrheim hatten sich die Kleinkinder und die Kinder der 1. und 2. Klasse getroffen, um sich unter der Leitung von Maria Schreiner auch dort mit den Personen in der Krippe zu beschäftigen. An diesem Tag ging Pfarrer Augustin Sperl in seiner Ansprache auf den Heiligen Stephanus und die verfolgten Christen dieser Erde näher ein. „Christenverfolgung ist keine Sache vergangenen Zeit. Alle, die aufgrund ihres Glaubens an Jesus Christus benachteiligt oder verfolgt werden, können im Hl. Stephanus und seinem Martyrium Trost und Hoffnung finden. Am 2. Weihnachtsfeiertag wird uns gleichsam vor Augen geführt, dass Krippe und Kreuz zusammengehören.“ Für den Geistlichen ist es wichtig, aus den Weihnachtstagen nicht beim seligen Gefühl der Heiligen Nacht zu bleiben, sondern in Gebeten und Taten die Folgen aus Weihnachten, zu ziehen. Den Glauben zu bekennen und sich hinter die Menschen zu stellen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt und bedrängt werden. Seit Weihnachten steht für alle, die an Gott glauben, der Himmel offen, so wie es der Heilige Stephanus bezeugt hat.“ Zum Vater unser sind dann die ganz jungen Gläubigen aus dem Pfarrheim zur versammelten Gemeinde dazu gekommen. Am Ende der Messfeier spendete Pfarrer Augustin Sperl einem jeden Kind einzeln den besonderen Kindersegen.

 

Weihnachten Miltach 2018 12    Weihnachten Miltach 2018 13
     
Weihnachten Miltach 2018 14   Weihnachten Miltach 2018 15

 

Bei den Weihnachtsgottesdiensten hatten wieder viele Ministranten dazu beigetragen, die Feiern in einem besonders festlichen Rahmen mit Fackeln und Weihrauch zu gestalten und dabei die Gottesdienstbesucher in deren Gebeten zu bestärken.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Weihnachtspredigt 2018]

Foto zur Meldung: In festlichem Rahmen konnten wir das Weihnachtsfest 2018 feiern
Foto: Weihnachten Miltach 2018

"Nacht der Lichter" gefeiert und das Friedenslicht 2018 empfangen

(20.12.2018)

Einfühlsame „Nacht der Lichter“ mit Liedern der Martini-Rhythmix

 

 

Die Pfarrangehörigen aus der Pfarreiengemeinschaft Blaibach - Miltach erlebten am Dienstagabend bei einem recht gut besuchten Wortgottesdienst, der „Nacht der Lichter“ in der Pfarrkirche Miltach, eine adventliche Stunde als Hinführung auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Die gesangliche Gestaltung lag wie in den letzten Jahren beim Chor „Martini-Rhythmix“ unter der Leitung von Christine Hofmann-Raab, die meditativen Texte lasen Gemeindereferent Franz Strigl und weitere Jugendliche und Erwachsene.

 

Nacht der Lichter 2018 Miltach 1    Nacht der Lichter 2018 Miltach 2

 

Zur besinnlichen Stunde begrüßte Franz Strigl alle Kirchenbesucher sehr herzlich. Seine meditativen Texte zum Thema „Lichtträger sein“ wechselten mit ausgewählten Liedern des Frauenchores und verbreiteten eine wunderbare, adventliche Stimmung. Nach der einführenden, am E-Piano gespielten Pastorale, sang der Frauenchor. Danach führte Strigl die Gläubige zum Thema dieser Abends. „In den dunklen Tagen des Advents begegnen uns viele Heilige, die große Lichtträger sind. Ich denke dabei an den Propheten Jesaija, an Johannes den Täufer, an Maria, an Nikolaus und auch an die Heilige Lucia, deren Name „die Leuchtende“ bedeutet. Als junges Mädchen begann sie die verfolgten Christen in ihren Verstecken zu versorgen. Sie musste dabei sehr vorsichtig sein und konnte oft nur im Dunkeln zu ihnen gehen. Damit sie aber beide Hände zum Tragen der Speisen frei hatte, setzte sie sich einen Lichterkranz aufs Haupt und fand so in der Dunkelheit ihren Weg.“

 

Nach diesen Worten wurde es dunkel im Kirchenraum und von hinten schritten drei Mädchen, eines in der Gestalt der HL. Lucia mit dem Kerzenkranz auf dem Haupt, über den Mittelgang zum Altar. Gleichzeitig war es auch das Friedenslicht aus Bethlehem, das an der Geburtsgrotte entzündet nun auch seinen Weg in die Regentalgemeinde gefunden hatte. Fünf Kerzen wurden jetzt entzündet, die von den Gaben zu sehen, zu hören, zu reden und zu fühlen, sowie der Versöhnung sprachen. Jeweils wurden Gebete und Anliegen vorgetragen. Das gemeinsame Gebet aller anwesenden Gläubigen führte schließlich hin zum Vater unser uns zum Friedensgruß.  

 

Nacht der Lichter 2018 Miltach 3    Nacht der Lichter 2018 Miltach 4

 

Das Aufstrahlen des Lichtes in der Dunkelheit war deutlich zu spüren. Wunderbar duftender Weihrauch zog durch den Kirchenraum. Passend dazu waren die Lieder gewählt. Was den Menschen an einer Kerze und seinem Licht so fasziniert, dieser Frage gingen die Gläubigen in den dann folgenden Besinnungstexten nach. Dabei ist es nicht nur die Stille, das Licht und das Wachs der Kerze, sondern auch die nach oben brennende Flamme, die zum Himmel zeigt. Vertiefend sangen dazu die Martini Rhythmix. Nach den Fürbitten stimmten alle Besucher ein in das Friedenslied. „In Bethlehem herrscht häufig alles andere als Frieden, wir wollen an die Menschen denken, aber auch an alle Menschen, die uns nahestehen,“ so Strigl. Danach waren alle Gläubigen aufgerufen, das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause mitzunehmen, um es dort aufleuchten zu lassen oder es sogar an andere Menschen wieder weiter zu geben. Ich wünsche dir das Licht, das aus der Liebe strahlt.

 

Nacht der Lichter 2018 Miltach 5    Nacht der Lichter 2018 Miltach 7

 

Es lässt die Dunkelheit zurückweichen. „Ich wünsche dir das Licht, das durch die Gegenwart Christi kommt. Wenn wir mit ihm gehen und sein Wort annehmen. Wie könnte uns dann die Nacht überkommen? Ich wünsche dir das Licht, das leuchtet durch die Freude des Teilens. Wenn Schwester und Brüder sich gegenseitig immer neu helfen und aufrichten, dann verliert das Dunkel seine Macht auf dieser Erde.“ Mit diesen Segensworten wurde die besinnliche Feierstunde beendet.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: "Nacht der Lichter" gefeiert und das Friedenslicht 2018 empfangen
Foto: Nacht der Lichter 2018 Miltach

Senioren treffen sich zur Adventsfeier im Pfarrheim

(13.12.2018)

Ein schöner und besinnlicher Nachmittag für die Senioren von Miltach

Gemeindereferent Franz Strigl gestaltet den besinnlichen Teil – Bürgermeister Johann Aumeier hielt Rückblick

 

Von dem sehr guten Besuch zeigten sich die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde Miltach recht angenehm überrascht und zugleich aber bestärkt, dass die Senioren der Pfarrgemeinde die Arbeit des Seelsorgeteams bestätigen und gerne annehmen. Recht gute Unterhaltung, das gemeinsame Singen und eine zuvorkommende Bewirtung waren am Sonntag Nachmittag im Pfarrheim geboten. Der abgedunkelte Saal, Kerzenlicht und adventlicher Tischschmuck vermittelten hervorragend die entsprechende vorweihnachtliche Gesinnung. Die Mitglieder des Seniorenteams und des Frauenbundes Miltach übernahmen dabei die Bedienung der älteren Frauen und Männer aus dem Pfarrgebiet. Die besinnlichen Texte waren eine zusätzliche Bereicherung im Programm, die ganz auf das nahende Weihnachtsfest ausgerichtet waren. Die Gemeinde Miltach leistete auch in diesem Jahr wieder zu dieser Feier ihren finanziellen Beitrag.

 

Seniorenadvent 2018 Miltach 1    Seniorenadvent 2018 Miltach 6

 

Gemeindereferent Franz Strigl übernahm die Begrüßung, wobei er sich über eine recht gut besuchte Feierstunde sehr freuen konnte. Sein besonderer Gruß galt BGR Pfarrer Augustin Sperl, Bürgermeister Johann Aumeier und 3. Bürgermeister Günter Schmauder, der zugleich Seniorenbeauftragter der Gemeinde ist. Auch einige Bewohner aus dem Seniorenheim Graßl waren bei der Adventsfeier anwesend. Franz Strigl dankte dem Seniorenteam, dem Pfarrgemeinderat und den Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes für das Schmücken des Raumes und für die von ihnen gebackenen Kuchen und Torten, die später mit Kaffee auf den Tischen serviert wurden.

 

Seniorenadvent 2018 Miltach 2   

Der erste Teil der vorweihnachtlichen Zusammenkunft begann mit dem Lied: „Wir sagen euch an . . .“. Danach hatte Bürgermeister Johann Aumeier die Gelegenheit, seinen älteren Mitbürgern von Neuerungen und Vorhaben aus der politischen Gemeinde zu berichten. Ein großes Thema ist die laufende Sanierung und der Umbau der Grundschule. Wie schon in den Vorjahren wird die Gemeinde auch heuer einen finanziellen Beitrag zur Ausrichtung dieser Seniorenfeier beisteuern.

 

BGR Pfarrer Augustin Sperl stellte in seinem Redebeitrag das harmonische Verhältnis mit der Kommune heraus, das von Vertrauen getragen wird. „Wir ergänzen uns in unseren Bemühungen, denn es geht um die gleichen Menschen“.

 

Nach einem gemeinsam gesungenen Lied folgte die Kerzenmeditation, dabei sprachen Personen, besinnliche Texte. Am 13. Dezember feiert die Kirche das Fest der Hl. Luzia. Drei Mädchen verdeutlichten an diesem Sonntag Nachmittag jene Heilige mit ihrem Kerzenkranz auf dem Kopf. Im Mittelalter fiel die Wintersonnenwende gerade auf den Luziatag. Aber noch lange nach der Kalenderreform von 1582 meinte man, dass die Luzia-Nacht die längste des Jahres sei. Luzia kam, um den Sieg des Lichtes und das Fest des Lichtes zu verkündigen. Eine leuchtende Gestalt ist die heilige Luzia der Legende nach, aber zugleich eine beispielhafte Verkünderin christlicher Bewährung. Nach dem Luzia-Lied schritten die drei Mädchen durch den Pfarrsaal und nahmen die Senioren mit ihren besinnlichen Texten mit hinein in ein paar ruhige Minuten der Einkehr. Anschließend hatte Franz Strigl wieder zahlreiche schöne Bilder zusammengestellt, welche sich die Teilnehmer ansahen und so die verträumte Winterlandschaft unserer Heimat und die weihnachtlichen Krippendarstellungen genossen.

 

Seniorenadvent 2018 Miltach 7    Seniorenadvent 2018 Miltach 3
     
Seniorenadvent 2018 Miltach 4   Seniorenadvent 2018 Miltach 5

 

Danach gab es zur körperlichen Stärkung schließlich noch eine Brotzeit mit Würstl. In seinem Schlusswort dankte der Gemeindereferent allen für ihr Kommen und meinte: „Als Veranstalter hat es uns sehr gutgetan, dass auch heuer wieder so viele Personen teilgenommen haben“. Als kleines Dankeschön und Weihnachtsgeschenk von Seiten der Pfarrgemeinde bekamen alle ein kleines Päckchen Tee überreicht, worüber sich alle sichtlich freuten.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Senioren treffen sich zur Adventsfeier im Pfarrheim
Foto: Seniorenadvent 2018 Miltach

Taufe von Paul Kappenberger in unserer Kirche

(10.12.2018)

Paul Kappenberger in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

 

Am vergangenen Sonntag Nachmittag wurde in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder ein Kind durch die feierliche Taufe in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete dem kleinen Paul Kappenberger, Sohn von Daniel und Jessica Kappenberger (geb. Wanninger), wohnhaft im Lanzenweg in Oberndorf das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm Kerstin Kappenberger.

 

Durch die Taufe wurde der kleine Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Augustin Sperl begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Geistliche bat die Eltern und den Paten in seiner Ansprache, dass sie dem Kind stets helfen und zur Seite stehen, damit er seinen Platz in der Gemeinschaft erkennt, dass sie ihn auf seinem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche. Die Symbole der Tauffeier wie die Heiligen Öle, das Taufwasser und das weiße Taufkleid, aber auch die Taufkerze wurden von Priester genauer erläutert. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ so der Geistliche.

 

Pfarrer Sperl segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf den kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und dem Paten das Taufversprechen ab und taufte den kleinen Paul Kappenberger in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete der Vater des Täuflings die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kind weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte der Täufling schließlich mit geweihtem Wasser (Wasser aus dem Jordan) seine Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurde das Kind dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bild: Martin Krieger, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe von Paul Kappenberger in unserer Kirche
Foto: Taufe Kappenberger Paul

Taufe von zwei Mädchen durch Diakon Thomas Bauer

(04.12.2018)

In der Taufe schenkt uns Gott seine Zuneigung

Taufe von Mia Johanna Franz und Emma Hofmann in der Pfarrkirche von Miltach

 

Gerade in den zurückliegenden Monaten gab es ungewöhnlich viele Taufen, die für die Pfarrgemeinde Miltach ein überaus freudiges Ereignis darstellen. Auch am vergangenen Sonntag war dies wieder der Fall. Zwei Mädchen wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Diakon Thomas Bauer aus der Pfarreiengemeinschaft Rimbach-Grafenwiesen spendete Mia Johanna Franz, Tochter von Tobias und Manuela Franz, geb. Bachl, wohnhaft Zandter Steig, Oberndorf das Sakrament der Taufe. Patin für das kleine Mädchen ist Martina Franz, Furth im Wald. Zudem getauft wurde Emma Hofmann, Tochter von Katrin Reil. Das Patenamt übernahm hier Florian Reil aus der Viechtacher Straße.

 

Durch die feierliche Taufe wurden die jungen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Diakon Thomas Bauer begrüßte zu Beginn Täuflinge, Eltern, Großeltern und Verwandte in der Miltacher Pfarrkirche. „Unsere Taufe hat ihr Vorbild in der Taufe Jesu. Durch die Zeichen der Taufe (Wasser als Leben, die Salbung mit Chrisam als Zeichen der Zugehörigkeit zu Christus, die Taufkerze als Symbol für Christus das Licht) werden die jungen Täuflinge in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen.“ Auf die Frage: „Welche Wertgegenstände besitzen sie?“ verdeutlichte der Diakon, dass die Eltern nun mehr als nur einen schlichten Wertgegenstand besitzen. Sie besitzen nun den aller wichtigsten Gegenstand was man sich vorstellen kann, ihre Kinder. Würde man Gott diese Frage stellen, würde er antworten: Das seid ihr, der Mensch. Gott entzieht uns nie seine Liebe.“ so der Taufspender in seiner Ansprache. „Gott hat sein Versprechen eingelöst, in dem er uns Jesus Christus geschenkt hat. Das wertvollste das er hatte, seinen Sohn. So schenkt er uns ein Stück von sich selbst. Diesen beiden Täuflingen wird die Zuneigung Gottes heute im Sakrament der Taufe von neuem geschenkt.“

 

Der Diakon segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den Paten das Taufversprechen ab und taufte Mia Johanna und Emma in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündeten die beiden Väter der zwei Täuflinge die Taufkerze und reichte sie an den Geistlichen weiter, der sie wiederum symbolisch an die Kinder weiterreichte. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden jungen Christen mit geweihtem Wasser ihre Taufe empfangen.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe von zwei Mädchen durch Diakon Thomas Bauer
Foto: Taufe Franz und Hofmann in Miltach

Familiengottesdienst zum 1. Advent

(03.12.2018)

Familiengottesdienst zum Beginn des Advents gefeiert

Kindgerechter Familiengottesdienst am Sonntag wurde wieder recht gut angenommen
 

Am Sonntag trafen sich zahlreiche erwachsene Gläubige mit ihren Kindern in der Pfarrkirche „St. Martin“ um am Anfang des Kirchenjahres beim Familiengottesdienst mit dabei zu sein. BGR Pfarrer Augustin Sperl segnete im Verlauf der Messfeier den Adventskranz in der Kirche und die mitgebrachten Kränze. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen der Martini-Rhythmix unter der Leitung von Christine Hoffmann-Raab. Jugendliche und Kinder verdeutlichten in Wortbeiträgen das Symbol Licht und den Schein von Kerzen in der bevorstehenden Adventszeit. Gemeindereferent Franz Strigl hatte mit den Kindern die Texte vorbereitet.

 

Familiengottesdienst Advent Miltach 2018 1    Familiengottesdienst Advent Miltach 2018 2
     
Familiengottesdienst Advent Miltach 2018 3   Familiengottesdienst Advent Miltach 2018 4

 

Am Ende der Hl. Messe wurde dann auch wieder die Figur der Jungfrau Maria gesegnet und für das Frauentragen in unserer Pfarrgemeinde an die erste Familie übergeben. Bis zum Heiligen Abend findet sie nun immer in einer anderen Familie des Ortes eine Herberge. Dort versammeln sich die Familien zu einem Gebet oder zu einem Gesprächsabend.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Familiengottesdienst zum 1. Advent
Foto: Familiengottesdienst Advent 2018 Miltach

Prächtiger Adventskranz kündet von der Adventszeit

(29.11.2018)

Adventskranz für die Pfarrkirche

 

Ein großer und stattlicher Adventskranz kündet seit diesem Wochenende wieder in der Pfarrkirche Miltach von der bevorstehenden Adventszeit. Die Mesnerfamilie Röhrl und weitere fleißige Frauenhände hatten sich am vergangenen Montag wiederum in die Pflicht nehmen lassen und diesen Kranz mit frischem Tannengrün selber gebunden. Die Zweige wurden in diesem Jahr von der Familie Beier gespendet. In liebevoller Kleinarbeit und mit sehr viel Geschick haben es die eifrigen Hände wieder geschafft, für die Miltacher Pfarrkirche diesen prächtigen Adventskranz in Eigenregie zu binden.
 

Adventskranz Miltach 2018 2    Adventskranz Miltach 2018 1

 

Am Samstag, 01. Dezember wird das adventliche Symbol noch mit vier roten Kerzen bestückt, mit schönen roten Bändern verziert und im Gotteshaus aufgehängt.


Zu Beginn des Vorabendgottesdienstes am Samstag und auch noch am 1. Adventsonntag zum Gottesdienst spendet BGR Pfarrer Augustin Sperl dem Adventskranz in der Pfarrkirche und den anderen mitgebrachten
Adventskränzen den kirchlichen Segen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Prächtiger Adventskranz kündet von der Adventszeit
Foto: Adventskranz Miltach 2018

Sodalen der Miltacher Männerkongregation treffen sich zum Konvent

(29.11.2018)

Sodalen mit Anstecknadeln für ihre Zugehörigkeit gedankt

Männerkongregation feiert Jahrtag und trifft sich zum Konvent – Ehrungen für 10 Jubelsodalen


Am vergangenen Sonntag feierte die Marianische Männerkongregation Miltach ihren Jahrtag, der in Verbindung mit einem Gottesdienst, zelebriert von Zentralpräses Pater Josef Schwemmer von den Redemptoristen aus Cham und Pfarrer BGR Augustin Sperl, begann. Musikalisch mitgestaltet wurde die Messfeier durch Christian Hartl an der Kirchenorgel.

 

In seiner Ansprache zeigte Präses Schwemmer die Texte des auf diesen Tag treffenden Evangeliums auf, bei denen es um das Christkönigsfest ging. „Die Macht der Gewalt entspricht den falschen Göttern und denen, die sich selbst dazu machen, die Macht der Liebe und der Gewaltlosigkeit, das ist die Macht Gottes, die Freiheit lässt.“ so der Geistliche.  „Jesus Christus lässt uns teil haben an seiner Königswürde.“ Gott ist die Wahrheit und in dieser Wahrheit kann der Mensch die Kraft finden für seinen Glauben und für sein kirchliches Leben. „Wir sind heute eingeladen die Wahrheit zu hören, sie gelten zu lassen und damit, mit dem Christuskönig Teilhaber zu werden an seinem Königtum.“ Mit diesen Worten lud Pater Schwemmer die Gläubigen ein, die Worte der Heiligen Schrift in den eigenen Gedanken und im Altag nochmal nachklingen zu lassen.

  

Im Anschluss an die Eucharistiefeier trafen sich die MMC-Mitglieder im Pfarrheim, wo sie durch ihren Obmann Gottfried Heigl begrüßt wurden. Derzeit gehören der MMC Miltach 62 Mitglieder an. Bevor Pater Schwemmer seinen Vortrag begann und die anschließende Gesprächsrunde zum Jahresthema und Hinweise zu aktuellen Themen der Kirche erläuterte, wurden treue Mitglieder geehrt. „In unserer schnelllebigen Zeit sind Ehrungen für langjährige Mitglieder in einem Verein oder einer sonstigen Einrichtung schon etwas Besonderes“, so der Ordensmann. Man kann auf eine lange Zeit zurückblicken und zeigen, dass man zu einer Sache, zu seiner Berufung steht und die Verehrung Mariens sowie das Leben aus christlicher Überzeugung in den Vordergrund stellt. Das Abzeichen für 25 Jahren überreichte der Pater mit dem Obman vor Ort an Josef Hartl. Eine Anstecknadel für 40 Jahre treue Mitgliedschaft bekamen Josef Prechtl, Franz Heigl, Ludwig Brey, Alfons Bergbauer, Franz Xaver Bauer, Friedrich Pinzinger und Wenzelslaus Laumer. 50 Jahre zurückblicken kann Gottfried Heigl. Das Jubiläum für 60 Jahre feierten Josef Holzapfel und Hans Holzfurtner. Allen anwesenden Jubilaren wurde das Abzeichen an das Revere geheftet. Den nicht anwesenden wird die Auszeichnung in den kommenden Tagen durch Obman Gottfried Heigl überreicht.

 

Pater Josef Schwemmer griff dann das Jahresthema „Glaube: Tradition – Vertrauen – Hingabe“ auf. Dazu führte er aus, dass die älteren unter den Mitgliedern groß geworden sind in der Tradition; vieles war selbstverständlich, fast automatisch. Heute ist das ganz anders, die Tradition fällt aus, es gibt keine selbstverständliche Weitergabe von Glaube und Werten mehr. Pater Schwemmer wörtlich: „Wir sehen die Defizite auf Schritt und Tritt“. Das Problem: Weil alles so automatisch ging, ging es oft nicht in die Tiefe, wurde nicht gefestigt – und ist nun in der Folge auch nicht gefestigt da. Nur Tradition reicht nicht – man muss sie sich in der Tiefe aneignen. Glaube ist mehr als Tradition – und muss mehr sein, wenn er bestehen soll. Glaube ist Vertrauen. Was hilft dabei, ist Reden miteinander, dass wir einander zur Hilfe werden, einander stützen und miteinander weiter wachsen. Und schließlich, Glaube ist Hingabe. Paul Badde (Journalist und Schriftsteller) drückte es so aus: Es kommt nicht so sehr auf die Politiker und die Mächtigen in der Welt an, sondern auf das Gebet und den Glauben der Menschen. Pater Schwemmer ergänzte: „das letzte Wort hat Gott“. Vor Ende des Konvents zitierte Schwemmer noch den emeritierten Papst Kardinal Ratzinger mit den Worten: „Der Mensch ist dazu bestimmt, die Unendlichkeit der ewigen Liebe zu atmen; kann er es nicht, dann ist er im Gefängnis und ohne Licht. Erst der Glaube führt uns ins Weite. „Das Leben kann nur gelingen, wen wir den Mut zum Abendteuer haben, die Zuversicht, dass der Herr mich nie allein lassen wird, dass mich der Herr begleitet, mir helfen wird.“ mit diesen Worten zitierte Pater Schwemmer nochmals Papst Benedikt XVI..

 

Gottfried Heigl berichtete den Mitgliedern schließlich noch vom aktuellen Kassenstand der Vereinigung und dass er in diesem Jahr eine Spende an die örtliche Kirchenstiftung überreicht habe. Kirchenpfleger Christian Röhrl sprach seinen Dank an die Männerkongregation aus und versprach das Geld für die aktuellen, örtlichen Belange, wie der Renovierung der Maria-Hilf-Kapelle bzw. einer neuen künstlerischen Darstellung des Hl. Martin, vor dem Kirchenportal, zu verwenden.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Sodalen der Miltacher Männerkongregation treffen sich zum Konvent
Foto: Konvent MMC Miltach 2018

Zusammen mit vielen Ehrenamtlichen beim Gemeinschaftsabend getroffen

(18.11.2018)

Gemeinschaftsabend der Ehrenamtlichen in der Miltacher Pfarrei

Pfarrgemeinde dankte ausscheidenden Ministranten und allen Ehrenamtlichen

 

Am Freitag Abend trafen sich die eingeladenen Ehrenamtlichen im Pfarrheim „St. Martin“. In der Pfarrgemeinde Miltach ist es seit einigen Jahren schon eine schöne Tradition, dass sich die in der Kirchengemeinde engagierten Personen zu einem Gemeinschaftsabend treffen. Dabei wurden außerdem die Ministranten, welche aus dem Dienst der Messdiener ausscheiden, offiziell verabschiedet.

 

Nach einem überaus schmackhaften Abendessen und einer leckeren Nachspeise, war es Kirchenpfleger Christian Röhrl, der das Wort ergriff. Als Betreuer für die Miltacher Ministranten hat er, zusammen mit Gemeindereferent Franz Strigl, den regelmäßigen Kontakt zu den Ministranten. Bedauerlicherweise haben auch in diesem Jahr wieder vier Jugendliche die Entscheidung getroffen, ihren Altardienst zu beenden. „Es ist dies in keinster Weise eine Verabschiedung aus der Kirchengemeinde, nein es ist ein Ansporn, ja sogar ein Aufruf, der Pfarrgemeinde nicht den Rücken zuzuwenden, sondern sich auch weiterhin eifrig und zuverlässig in den ehrenamtlichen Dienst zu stellen. Der schönste und beste Beweis sind alle hier anwendenden Personen, denn sie zeigen und verkörpern, was es heißt, eine lebendige Pfarrgemeinde am Ort und konkret hier in der Regentalgemeinde in Miltach zu sein.“ so Röhrl in seinen Worten. Er rief die jungen Christen dazu auf, sich einbinden zu lassen und im ehrenamtlichen Engagement Gemeinschaft zu erleben. Mit einer Urkunde sowie einem kleinen süßen und auch einem finanziellen Geschenk dankte er, zusammen mit BGR Pfarrer Augustin Sperl, und Gemeindereferent Franz Strigl den beiden Jugendlichen. Ein Jahr den Ministrantendienst erfüllt hat Hannah Kolmer, zwei Jahre waren Elena Mühlbauer und Laura Salzbrunn Ministrant. Auf fünf Jahre kann Florian Pinzinger zurückblicken. Alle vier wurden mit einer Erinnerungsurkunde ausgezeichnet.

 

Gemeinschaftsabend 2018 Miltach 2    Gemeinschaftsabend 2018 Miltach 1

 

In seinen Grußworten bedankte sich Pfarrer BGR Augustin Sperl dann bei allen Personen und Gruppierungen für ihre vielen Mühen und ihren Einsatz zum Wohle der Kirche am Ort. Seien es die verschiedenen Gremien wie Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Frauenbund oder Männerkongregation, aber auch die vielen weiteren Personen, die als Familie oder einzeln ihren Mann oder ihre Frau stehen. Nicht zuletzt die Chöre Martini Rhythmix, die Martinssänger und der Milbach-Chor sind feste Bestandteile der liturgischen Feiern in der Gemeinde. Glücklich zeigte sich Pfarrer Sperl, dass es auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, einen aktiven Pfarrgemeinderat mit seiner neuen Sprecherin Claudia Pinzinger zu haben, eine Kirchenverwaltungswahl auf die Beine zu stellen und den Fortbestand des örtlichen Frauenbundes zu sichern. Christian Röhrl als Kirchenpfleger dankte dann allen Anwesenden für ihre vielen Mühen, besonders auch in diesem zu Ende gehenden Kirchenjahr, in dem zahlreiche Feste geprägt waren von Zusammenhalt und gemeinsamer Stärke. Neben den regelmäßigen Hochfesten (Weihnachten, Ostern, Fronleichnam und Erntedank) stellte er auch die außerordentlichen Feiern (Firmung und den Geburtstag von Pfarrer Sperl) in den Vordergrund. „Nur durch ein harmonisches Miteinander, das Zusammenarbeiten der Gruppierungen am Ort und das Einbringen eines jeden Einzelnen, kann Großes gelingen. Und genau das haben wir in diesem Jahr wieder wahrlich geschafft.“ merkte der Kirchenpfleger anerkennend an. Die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Claudia Pinzinger formulierte in Versform ihren Dank an die vielen fleißigen in der Kirchengemeinde und Gemeindereferent Franz Strigl, dem besonders auch die Caritas am Herzen liegt, erläuterte allen Anwesenden, was es heiß für diese Organisation um Spenden zu bitten und diese dann auch konkret am Ort einsetzen zu können.

 

Gemeinschaftsabend 2018 Miltach 3    Nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung, im Umgang mit elektrischen Gerätschaften, der Vermeidung von Arbeitsunfällen und der Bitte, stets die Gefahrenvermeidung im Auge zu behalten, leitete Kirchenpfleger Christian Röhrl über in den weiteren, gemütlichen Teil dieses Gemeinschaftsabends. Es stand eine Bilderschau an, bei der man noch einmal auf die vielen Ereignisse dieses letzten Jahres zurückblicken konnte, ehe der Abend bei schönen Gesprächen und tollen Erinnerungen ausklingen durfte.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Zusammen mit vielen Ehrenamtlichen beim Gemeinschaftsabend getroffen
Foto: Verabschiedung Ministranten

Ehrung langjähriger Reiter beim Martiniritt 2018

(15.11.2018)

Ehre für langjährige Martinireiter

Reiterfahne und Erinnerungsband verliehen – Seit 1973 „Weißblau“ dabei

 

Eine Reiterfahne erhält derjenige, der schon 25 Jahre als Reiter beim Miltacher Martiniritt in der Gemeindeverwaltung verzeichnet ist; anhand der bestätigten Karten führt sie die Teilnahmestatistik. Mit einem Erinnerungsband wird die Teilnahme für 40, 50 oder gar 60-jähriges Mitreiten gewürdigt.

 

In seiner Ansprache am Samstag zum Abschluss des 299. Martinirittes schätzte es Bürgermeister Johann Aumeier hoch ein, wenn sich alljährlich viele Martinireiter beteiligen, heuer waren es 198. Sie zeigen damit ihre große Verbundenheit zur Miltacher Tradition.  „Nur so kann diese weiterleben!“ Der Gemeindechef dankte allen, „die alljährlich die Mühe, die Zeit und die Kosten auf sich nehmen, sie reiten zur Ehre des Kreuzes und des Hl. Martin“.  

 

Schon beim Festgottesdienst hatte Pfarrer Augustin Sperl eine Reiterfahne und ein Erinnerungsband gesegnet. Der Gemeindechef ehrte nun vor den versammelten Reitern und Prozessionsteilnehmern Josef Hutter aus Bad Kötzting (Beckendorf) für seine 50-malige Teilnahme als Martinireiter mit einem Erinnerungsband der Gemeinde Miltach. Aumeier dankte ihm recht herzlich für die Treue zum Brauchtum; das Band heftete er an dessen Reiterfahne.

 

Eine Reiterfahne der Gemeinde Miltach für 25-malige Teilnahme als Martinireiter überreichte der Gemeindechef an Sepp Barth, Kurdirektor, aus Bad Kötzting; der Pferdefreund darf künftig diese Reiterfahne mitführen. Johann Aumeier wünschte, dass die Geehrten auch weiterhin am Martiniritt teilnehmen. Die Jubiläumsreiter bedankten sich nach dem verklungenen Applaus der Prozessionsteilnehmer „für die Ehre und Auszeichnung“.

 

Martiniritt Miltach 2018 12    Martiniritt Miltach 2018 13

 

Seit 45 Jahren „Weißblau-Königstreu“

Traditionell endet die Feier am Kirchplatz mit der Bayernhymne, gespielt von der Blaskapelle „Weißblau-Königstreu“. Diese Formation begleitet nun schon seit 45 Jahren musikalisch das Miltacher Fest. Zunächst hatte die Leitung Rudi Herrnberger (Konzell), als sein Nachfolger übernahm dann 1996 Josef Pielmeier dessen Stelle. Am diesjährigen „Kirta“ erhielt die Blaskapelle mit Christian Höcherl, gebürtig in Wörth a. d. Donau, „eine akademische Verstärkung“. Der Bläser half bereits in seiner Studentenzeit gelegentlich beim Pielmeier Sepp aus und diese Verbindung ist nie ganz abgerissen.

 

Der Trompeter begann seine Musikerlaufbahn im Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing. Danach folgte der Privatunterricht bei Prof. Paul Lachenmeir. Weitere Stationen waren ein Studium Orchestermusik im Hauptfach Trompete an der Hochschule für Musik in München. Im späteren Berufsleben fand er Einsätze in renommierten Klangkörpern: so zum Beispiel im Münchner Rundfunkorchester und seit 2005 als Solotrompeter bei den Dresdner Philharmonikern. Als Gast wirkte Höcherl auch bei der German Brass und bei Blechschaden mit.

 

Text u. Bilder: Monika u. Erwin Vogl, Miltach

Foto zur Meldung: Ehrung langjähriger Reiter beim Martiniritt 2018
Foto: Martiniritt in Miltach 2018

Unser Martiniritt 2018 - Gelebtes Brauchtum mit fast 200 Pferden

(11.11.2018)

Miltach feierte sein Kirchenpatrozinium in würdigem Ablauf

198 Reiter beim 299. Martiniritt – Gastprediger war wieder Pfarrer BGR Gotthard Weiß

 

Die Miltacher wissen um ihr schönes und besonderes Brauchtum, die Feier des Kirchweihtages mit Festgottesdienst, den sich daran anschließenden Martiniritt und die eucharistische Fuß-Prozession. Am Samstag wurde das Patrozinium der Pfarrei Miltach bei mildem Wetter wieder würdig begangen.  Den Festtag läuteten die Glocken der St. Martinskirche ein. Die Pfarrkirche war mit Blumen prächtig geschmückt. Festprediger war wieder Pfarrer Gotthard Weiß aus Hofkirchen, er kommt nun schon zum 27. Mal zum Miltacher Patrozinium. Für die musikalische Gottesdienstmitgestaltung sorgte in bewährter Weise die Blaskapelle Weißblau-Königstreu unter Leitung von Josef Pielmeier. Pfarrer Augustin Sperl segnete eine wertvolle Reiterfahne und ein Fahnenband zur Auszeichnung für 25- bzw. 50-malige Rittteilnahme. Die Prozession führten heuer 198 Martinireiter auf meist prächtig herausgeputzten Rössern an.

 

Zu einer festlichen Intrada der Bläser schritt die Geistlichkeit mit einer Ministrantenschar zum Altar. Pfarrer Augustin Sperl begrüßte alle Versammelten, darunter den Gemeindechef Johann Aumeier, Schulleiterin Ulrike Nauen und die Bürgermeister der Nachbargemeinden Zandt, Blaibach und Chamerau, Vertreter der Behörden und Vereine,  insbesondere als  Mitzelebranten Miltachs langjährigen Pfarrer Johann Six (Haselbach), Pfarrer Gotthard Weiß (Hofkirchen), Pater John und Diakon Martin Peintinger (Harrling-Zandt-Altrandsberg) sowie Kaplan und Pfingstrittoffiziator Florian Rein aus Bad Kötzting.

 

Martiniritt Miltach 2018 3    Martiniritt Miltach 2018 4

 

„Martin von Tours ist in der Kirche dargestellt als Soldat, der vom Pferd aus seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Auch als Bischof bleibt der Heilige seinem einfachen Lebensstil treu und wird vom Volk wegen seines sozialen Engagements hoch verehrt.  Wir ehren den Hl. Martin als unseren Pfarrpatron“, so eingangs Pfarrer Sperl. Alois Pielmeier sang die Psalmverse, wonach Diakon Martin Peintinger das Evangelium mit dem abschließenden Wort Gottes verkündete: „Amen, ich sage euch, was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“.

 

Waffenstillstand vor 100 Jahren

Pfarrer Gotthard Weiß bestieg, wie an „Martini in Miltach“ schon gewohnt, die Kanzel zur Predigt; wie er sagte ist dieses Fest auch für ihn immer eine große Sache, nur diesmal kann er wegen eines weiteren Termins bei der anschließenden Prozession nicht dabei sein. „Morgen vor 100 Jahren war Martinstag – in Paris wurde die Waffenstillstandsurkunde unterzeichnet. Der wichtige Schritt bedeutete für die Menschen in der Heimat und für die Soldaten an der Front, dass die Waffen schweigen, Krieg, Elend und Grausamkeiten enden. Hier in Miltach stehen 49 Namen von gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges auf der Tafel des Kriegerdenkmals im Friedhof.  Lieber ein erbärmlicher Friede als ein schrecklicher Krieg. Das haben wohl auch die Soldaten empfunden. So wie der Hl. Martin als er den halben Mantel gesäbelt hatte und erfahren durfte, dass er Jesus Christus begegnet war. Er hat da nicht den Dienst als Soldat in Abrede gestellt, er hat den Glauben für sich erkannt und bestimmt, dass es besser ist wenn er damit dem Frieden dient und nicht als Soldat. Martin hat im frierenden Bettler den zerschundenen Christus am Kreuz erkannt und das war für den späteren Bischof von großer Bedeutung: dem Frieden mit Gebet zu dienen. Er hat mit dem Schwert, mit dem er hätte töten können, Gutes getan und so ohne Bedrohung dem Frieden gedient. Begleiten wir Christus bei der Prozession in der kostbaren Monstranz und erbitten wir den Segen für ganz Miltach, vor allem, dass uns das Geschenk des Friedens erhalten bleibt; wir sind dankbar dafür dass wir ihn so lange haben durften. Aber der Friede in der Welt wird immer noch von Mächtigen gemacht, beten wir dass sie zur Einsicht kommen und vertrauen wir darauf, dass die Ausstrahlung des Gebetes größer ist als die Gewalt der Waffen. Der Glaube ist das Geschenk des Friedens. Der Tag morgen vor 100 Jahren war von weltgeschichtlicher Bedeutung – der Waffenstillstand kam zustande und die hl. Messe gefeiert. Die Miltacher wussten es damals noch nicht, sie beteten vor allem für alle die an der Front waren, die Ehemänner, Väter, Söhne und Freunde.  Die Gebete für den Frieden sind erhört worden. Lasst auch uns heute Gott bitten dass er uns den Frieden erhält“, so der Prediger.

 

Die Blaskapelle Weißblau-Königstreu begleitete instrumental die Lieder der Haydn-Messe und spielte feierliche Zwischenstücke. Verstärkt wurden die Bläser durch Christian Höcherl, Solotrompeter der Dresdner Philharmonie, der heuer einen Lehrauftrag im Fach Trompete an der Hochschule für kath. Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg ausübt.

 

Martiniritt Miltach 2018 5    Martiniritt Miltach 2018 6

 

Nach dem St. Martinslied, an der Orgel gespielt von Christian Hartl, segnete Pfarrer Augustin Sperl eine Reiterfahne und ein Fahnenband als Auszeichnung an langjährige Martinireiter, „die bei der Prozession zur Ehre des Kreuzes, der Heimat und des hl. Martin seit vielen Jahren mitreiten.“ Vor dem Schlusslied dankte der örtliche Seelsorger allen, die den Gottesdienst mitgefeiert und mitgestaltet haben, besonders dem Prediger, dem es gelungen ist Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden. Ein besonderes Dankeschön ging außerdem an die Mesnerfamilie Röhrl die in den Tagen zuvor die Kirche und das Kirchenumfeld wieder so wunderbar und liebevoll hergerichtet hat. Danach formierte sich der Prozessionszug, der den herkömmlichen Wegverlauf nahm.

 

Die Fußprozession zur Mariahilf-Kapelle führte der Vorreiter Franz Martin an, gefolgt von den weiteren größtenteils in Waldlertracht gekleideten Reitern und Reiterinnen auf ihren festlich herausgeputzten und geschmückten Pferden. Nach den Miltachern mit der Martinireiter-Standarte, folgten die aus den Nachbargemeinden, aus der Pfingstrittstadt Bad Kötzting und aus den Nachbarlandkreisen. Die schweren Kaltblüter, eleganten Sportpferde und weißmähnigen Haflinger, sowie mehrere Ponys waren ein prächtiger Anblick. Wertvolles Zaumzeug glänzte mit dem Fell der Tiere um die Wette und noch trugen etliche Pferde den Papierröschenschmuck in Mähne oder Schweif. Sehr gut gefielen gleiche Reitergruppen. Betend zogen sie an der St. Martinskirche vorbei. Den Pferden folgten die Blaskapelle, die großen Abordnungen der Vereine mit ihren Fahnen, die Geistlichkeit mit dem Allerheiligsten unter dem Traghimmel, die Ehrengäste, darunter  die Bürgermeister Ludwig Klement (Zandt), Stefan Baumgartner (Chamerau), Wolfgang Eckl  (Blaibach),  Wolfgang Pilz (Bad Kötzting), Miltachs Ehrenbürger Gottfried Heigl und 1. Bürgermeister Johann Aumeier sowie der Gemeinde- und Pfarrgemeinderat. Weitere Pfarrangehörige schlossen sich der MMC und der KDFB-Abordnung betend an.

 

Die Fußgänger verweilten vor dem geschmückten Feldaltar, während die Martinireiter in Richtung Tiefental weiter zogen, dort umkehrten und in Höhe des Feldaltars zum Johannes-Evangelium, gesungen von Diakon Martin Peintinger, verharrten. Nach dem eucharistischen Segen nahm die Prozession den weiteren Weg auf der Staatsstraße zurück zur Kirche. Vor dem Kirchenportal erfolgte der kirchliche Abschluss. Pfarrer Sperl erteilte hier auch den Segen für die Pferde dem Martinsreliquienkreuz. Das Tedeum drückte das Lob zum kirchlichen Festgeschehen aus, begleitet vom Gewieher der umstehenden Pferde.

 

Martiniritt Miltach 2018 6    Martiniritt Miltach 2018 7
     
Martiniritt Miltach 2018 11   Martiniritt Miltach 2018 8

 

Dank des Bürgermeisters

Im Namen der Gemeinde dankte Bürgermeister Johann Aumeier der Geistlichkeit, den Gästen, den Gemeindevertretern, den Vereinen und allen Teilnehmern für die Mitfeier und sprach den Martinireitern aus nah und fern seine große Anerkennung aus. „Besonders freut es mich, dass 198 Martinireiter, im Vorjahr waren es 151, zum Festtag unseres Ortes gekommen sind und damit  diese Tradition fortlebt“. Der Miltacher Martiniritt mit eucharistischer Prozession, Reiter und Fußvolk, ist einmalig bei Umritten. Er verbindet Tradition und christliches Bewusstsein.

 

Auch Pielmeiers Blaskapelle, dem Gemeindereferenten Franz Strigl, dem Kantor und Vorbeter Alois Pielmeier, den drei Feuerwehren für die Absperrdienste, dem Trachtenverein und den Ministranten für die Trägerdienste, der Polizeistation und dem BRK Bad Kötzting sprach Aumeier Dankesworte aus. Seinen Dank richtete der Bürgermeister auch an die Kirchenverwaltung und den Pfarrgemeinderat für die gute und konstruktive Zussamenarbeit.

 

Weltliche Feier

Mit der „Bayernhymne“ schloss die Feier vor der Kirche. Zum weltlichen Kirchweihtag gehörten die Kirtastände, die gerne von den Kindern besucht wurden. Die Junge Union bewirtete mit heißen Getränken. Bürgermeister Aumeier lud zur weltlichen Feier in die Mehrzweckhalle ein, für die Bewirtung sorgte Familie Laumer aus Altrandsberg. Die bekannte Blaskapelle „Weißblau Königstreu“ unterhielt die Gäste in bester Manier. Der Trachtenverein übernahm am Nachmittag die Kuchentheke. Nach den Tänzen der Trachtenvereinskinder unterhielten am Abend die „Godlmusikanten“ mit Kirtamusik. Somit war für alle etwas geboten.

 

Text und Bilder: Monika u. Erwin Vogl, Miltach

weitere Bilder: Christian Röhrl

Foto zur Meldung: Unser Martiniritt 2018 - Gelebtes Brauchtum mit fast 200 Pferden
Foto: Martiniritt in Miltach 2018

Viele Kinder feiern mit dem Kindergarten Miltach den Hl. Martin

(10.11.2018)

St. Martin führte hoch zu Ross den Laternenumzug an

 

Zu Ehren von St. Martin begingen die Kinder des Miltacher Kindergartens am Vorabend des 299. Martinirittes gemeinsam mit ihren Eltern den Ehrentag ihres Namensgebers.

 

Andächtig und voller Stolz zogen die Kinder mit ihren Laternen in die Kirche ein, um den Worten von Pfarrer Augustin Sperl zu lauschen, der daran erinnerte, dass der heilige St. Martin ein barmherziger Mensch war, der sein Gewand mit einem armen Menschen teilte. Pfarrer Sperl deutete darauf hin, es bedürfe auch heute noch Menschen die anderen Menschen beistehen.

 

Die Kinder erzählten eine kleine Geschichte aus der heutigen Zeit, in der ein Junge seine Jacke mit einer Schere zerschneiden wollte, um zu helfen wie St. Martin. Doch seine Freunde hielten ihn davon ab dieses zu tun, denn es wäre dabei keinen geholfen. Die Kindergartenkinder trugen anschließend ihre Fürbitten vor, mit der Gitarre wurden sie dabei von Gabi Prechtl begleitet.

 

Martiniritt Miltach 2018 1    Martiniritt Miltach 2018 2

 

Nach der abendlichen Andacht begaben sich die Kinder, angeführt vom "Heiligen Martin" hoch zu Ross, den Sophia Bücherl verkörperte, im Schein ihrer hellerleuchteten Laternen, zurück in den Kindergarten. Der Lampionumzug wurde musikalisch von Alois Pielmeier, Annabel Prager und Fitz Schedlbauer begleitet. Auch in diesem Jahr hatte die Feuerwehr der Gemeinde die Absicherung des Lat