Pfarrgemeinde "St. Martin" Miltach

Pfarrkirche Miltach Innen

Augustin Sperl (Pfarrer, BGR, Monsignore)

Kirchgasse 1
93468 Miltach

Telefon (09944) 30 66 40 Pfarrbüro
Telefax (09944) 30 45 12 Pfarrbüro

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.pfarrei-miltach.de

Wir über uns

Ein herzliches „Grüß Gott“!

Im Folgenden möchten wir - das Pastoralteam der Pfarrgemeinde Miltach - vorzustellen:

 

Monsignore Pfarrer BGR Augustin Sperl

Sperl

Augustin Sperl, 1953 in Schmalzgrub, Gemeinde Unterhausbach, im damaligen Landkreis Eggenfelden geboren, ist Pfarrer von Blaibach und seit der Zusammenlegung zu einer Seelsorgeeinheit 2001 auch Pfarradministrator von Miltach. Am 23. Juni 1979 wurde Pfarrer Sperl durch Bischof Rudolf Graber im Hohen Dom zu Regensburg zum Priester geweiht. Seine Kaplansjahre verbrachte er in der Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt in Deggendorf (von 1979 -1981) und in Furth im Wald (1981-1984). 1984 ernannte ihn Bischof Manfred Müller zum Pfarrer von Blaibach. Von 1996 bis Januar 2016 war Pfarrer Sperl auch Dekan des Dekanats Kötzting. Am 24. Januar 2021 wurde er von Papst Franziskus durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum "Kaplan seiner Heiligkeit" Monsignore ernannt.

 

Zu erreichen:
Katholisches Pfarramt „St. Elisabeth“
Benefiziatengasse 9
93476 Blaibach


Tel. (0 99 41) 83 25
Fax (0 99 41) 90 50 62

 

 

Gemeindereferent Franz Strigl

Strigl

Franz Strigl wurde 1959 in Straubing geboren und erlebte seine Kindheit auf dem elterlichen Hof in Rimbach bei Dingolfing. Bei den Maristen-Schulbrüdern in Cham machte er 1977 bis 1979 die Berufsausbildung zum Bürokaufmann und betreute im Studienheim St. Josef auch die Kinder des Internates. Nach seinem Studium Religionspädagogik – Kirchliche Bildungsarbeit an der Uni Eichstätt war er von 1987 bis 2003 Gemeindereferent in Amberg, Pfarrei St. Konrad. Seit September 2003 arbeitet er nun in der Seelsorgeeinheit Miltach-Blaibach mit. Er unterstützt Pfarrer Sperl in der seelsorgerischen Arbeit in den beiden Pfarrgemeinden und gibt Religionsunterricht an der Grundschule Miltach.
 
Zu erreichen:
Katholisches Pfarramt „St. Martin“
Kirchgasse 1
93468 Miltach


Tel. (0 99 44) 30 49 988
Fax (0 99 44) 30 45 12

 

 

Pfarrsekretärin Brigitte Kerscher

Brigitte Kerscher ist seit Juli 2012 als Pfarrsekretärin in unserem Pfarrbüro anzutreffen. Zu den üblichen Öffnungszeiten steht sie den Besuchern des Pfarramtes zur Annahme von Messstipendien und dergleichen sehr gerne zur Verfügung.


Zu erreichen:
Katholisches Pfarramt „St. Martin“
Kirchgasse 1
93468 Miltach


Tel. (0 99 44) 30 66 40
Fax (0 99 44) 30 45 12

 

 

Mesnerfamilie Elisabeth und Günther Röhrl

Die Mesnerfamilie Röhrl ist für die Betreuung der Pfarrkirche, sowie das Auf- und Zusperren zuständig. Außerdem liegen die Vorbereitungen der Gottesdienste und der kirchlichen Feste im Jahreskreis hier in guten Händen.

 

Zu erreichen:
Elisabeth und Günther Röhrl
Höhenrieder Straße 4
93468 Miltach


Tel. (0 99 44) 415


Aktuelle Meldungen

Adventskranz gesegnet und Figur der Mutter Gottes für das Frauentragen ausgesendet

(30. 11. 2021)

Pfarrgemeinde ist in den Advent und die besinnliche Zeit gestartet.

 

Von der Mesnerfamilie Röhrl wurde in den letzten Tagen wieder ein beachtlicher Adventskranz in unserer Pfarrkirche aufgehängt. Beim Vorabendgottesdienst zum 1. Adventssonntag wurde der Kranz mit den roten Kerzen und den roten Schleifen von Pfarrvikar Matthias Tang und Diakon Martin Peintinger gesegnet. Danach konnte die erste Kerze entzündet werden und das Lied "Wir sagen euch an...." wurde von den Gläubigen angestimmt.

 

Beim Sonntagsgottesdienst am Morgen des ersten Advent konnte Pfarrvikar Matthias Tang die Figur der schwangeren Muttergottes schließlich wieder segnen und sie auf den Weg zu den Familien unserer Pfarrgemeinde geben. Bis zum Hl. Abend ist die Mariendarstellung jetzt von Familie zu Familie unterwegs und lädt zum gemeinsamen Gebet und zur Betrachtung in der Hausgemeinschaft ein.

 

Frauentragen Miltach 2021

 

Text u. Fotos: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Adventskranz gesegnet und Figur der Mutter Gottes für das Frauentragen ausgesendet
Foto: Frauentragen Miltach 2021

Volkstrauertag in der Gemeinde Miltach

(23. 11. 2021)

Gedenken der Gefallenen und Vermissten der vergangenen Kriege sowie aller Opfer von Terror und Gewalt

 

In der Gemeinde Miltach wurden am zurückliegenden Samstag die Feierlichkeiten anlässlich des Volkstrauertages begangen. Leider zum zweiten Mal nicht wie gewohnt mit dem nach dem Gottesdienst schon traditionellen Fackelzug zum Friedhof und der dortigen Kranzniederlegung. Dies entfiel im Hinblick auf die aktuelle Lage. An den sehr treffend zelebrierten Gottesdienst von Pfarrer Augustin Sperl nahmen neben einer Abordnung der KuRK Miltach die Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehren aus Miltach, Oberndorf und Eismannsberg sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger Miltachs teil. Für die würdige musikalische Umrandung sorgte Josef Pielmeier. Im Anschluss an den Gottesdienst hielten sowohl Bürgermeister Johann Aumeier, als auch der Vorsitzende des Krieger- und Reservistenvereins, Markus Kindermann, ihre Reden.  "...über 76 Jahre dürfen wir nun in Deutschland in Frieden leben, aber wieder haben nicht alle dies schätzen gelernt. Was sich in der jüngsten Zeit an Ausgrenzung gegenüber anderen Ethnien abzeichnet bereitet uns allen Sorgen", so die treffenden Worte von Bürgermeister Aumeier. Auch Kindermann bekräftige in seiner Rede, dass der Frieden ein fragiles Konstrukt ist, das es jederzeit zu schützen gilt. Die aktuelle außenpolitische Lage mit den Konflikten im Nahen Osten, Afrika und Osteuropa lassen aufhorchen. Auch der dieses Jahr endende Afghanistaneinsatz mit seinen knapp 60 gefallenen Soldaten trifft nach wie vor die Gemüter und regt zum Nachdenken an. "Und hier schließt sich wieder der Kreis zum heutigen Gedenktag. Denn nur wer die vergangenen Kriege mit all dem dadurch verursachten Leid und Elend nicht vergisst, wird mit allen friedlichen Mitteln versuchen, weitere Kriege zu vermeiden", so die schließenden Worte von Kindermann. Nach der Segnung der Kränze und dem Totengedenken endete die Gedenkfeier mit dem Lied vom "Guten Kameraden" und der Nationalhymne. Im Anschluss daran wurden die Kränze zum Kriegerdenkmal auf dem Miltacher Friedhof verbracht, um diesen den würdigen Anlass entsprechend zu dekorieren.

 

Volkstrauertag Miltach 2021 1   Volkstrauertag Miltach 2021 2

 

Text u. Bilder: Florian Wagner, Miltach

Foto zur Meldung: Volkstrauertag in der Gemeinde Miltach
Foto: Volkstrauertag Miltach 2021

Auszeit für die Seele

(22. 11. 2021)

Gläubige fanden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten Ruhe und Besinnung

 

Unter der Organisation von Diakon Martin Peintinger, gestaltete dieser zusammen mit Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl diese besinnliche Stunde in der Miltacher Pfarrkirche. Nur erhellt vom Herzenschein und einem blau angestrahlten Kirchendacht hatten die Gläubigen die Gelegenheit, vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, zu beten. Nachdenkliche Texte zur Jahreszeit und zum beginnenden Advent unterstrichen die Stimmung. Sebastian Peintinger intonierte zwischen den Texten besinnliche Musikstücke mit seiner Trompete. Am Ende des Abend spendete Pfarrvikar Matthias Tang den eucharistischen Segen. Danach hatten alle Gläubigen die Möglichkeit sich den Einzelsegen spenden zu lassen. Die Devise war, da zu sein, zu schauen und zu hören.

 

Zeit für die Seele Miltach    Zeit für die Seele Miltach
     
Zeit für die Seele Miltach   Zeit für die Seele Miltach

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Auszeit für die Seele
Foto: Zeit für die Seele Miltach

Ehrung langjähriger Reiter beim Martiniritt 2021

(16. 11. 2021)

Gemeinde Miltach verlieh 2 Reiterfahnen und 2 Erinnerungsbänder 

 

Eine Reiterfahne erhält derjenige, der schon 25 Jahre als Reiter beim Miltacher Martiniritt in der Gemeindeverwaltung verzeichnet ist; anhand der bestätigten Karten führt sie die Teilnahmestatistik. Mit einem Erinnerungsband, anzuheften an die Reiterfahne, wird die Teilnahme für 40, 50 oder gar 60-jähriges Mitreiten gewürdigt.

 

Schon beim Festgottesdienst hatte Monsignore Pfarrer Augustin Sperl die bereit liegenden Reiterfahnen und  Erinnerungsbänder gesegnet. In seiner Ansprache am Samstag zum Abschluss des 302. Martinirittes schätzte es Bürgermeister Johann Aumeier hoch ein, wenn sich alljährlich viele Martinireiter beteiligen, heuer waren es 155. Sie zeigen damit ihre große Verbundenheit zur Miltacher Tradition.  „Nur so kann diese weiterleben!“ Der Gemeindechef dankte allen, „die alljährlich die Mühe, die Zeit und die Kosten auf sich nehmen. Sie reiten zur Ehre des Kreuzes und des Hl. Martin“.

 

Der Gemeindechef ehrte vor den versammelten Reitern und Prozessionsteilnehmern mit jeweils einer Reiterfahne der Gemeinde Miltach für 25-malige Teilnahme als Martinireiter Markus Zollner, Gerüstbauer, Ringstraße, Miltach, auf dem Pferd von Franz Wutz, Chammünster,  und Martina Menacher, Angestellte, aus Wettzell; ihr Pferd stammt aus dem eigenen Stall, ist eines von fünfen. „Führt diese Fahne bei den künftigen  Martiniritten mit Stolz mit!“appellierte Aumeier.

 

Martiniritt Miltach 2021    Martiniritt Miltach 2021

 

Für Ludwig Wieser jun., Metzgermeisterr, Bahnhofstraße, Miltach, war es die 40-malige Teilnahme als Martinireiter. Schon bei seinem Vater saß er im Sattel. Bürgermeister Johann Aumeier dankte herzlich für diese Treue zum Brauchtum und heftete ein Erinnerungsband der Gemeinde Miltach an die Reiterfahne des Geehrten.

 

Ebenfalls zum 40. Mal reitet der Pferdefreund Werner Miethaner, Landwirt aus Kolmberg, beim Miltacher Martiniritt mit. Dafür erhielt er als Auszeichnung das entsprechende Erinnerungsband für seine Reiterfahne. Werner Miethaners Pferd stammt aus dem heimischen Stall.

 

Martiniritt Miltach 2021    Martiniritt Miltach 2021

 

Die Jubiläumsreiter bedankten sich nach dem verklungenen Applaus der Prozessionsteilnehmer „für die Ehre und Auszeichnung“. Johann Aumeier wünschte, dass die Geehrten auch weiterhin am Martiniritt teilnehmen.

 

Text u. Bilder: Erwin Vogl, Miltach

 

 

Foto zur Meldung: Ehrung langjähriger Reiter beim Martiniritt 2021
Foto: Martiniritt Miltach 2021

Martiniritt 2021 in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert

(14. 11. 2021)
  1.  

Martiniritt ist ein christlich geprägtes Brauchtum

302. Martiniritt mit 155 Reitern und eucharistischer Prozession

 

Die Verantwortlichen von Gemeinde und Pfarrei waren froh, noch rechtzeitig vor strengeren Corona-Maßnahmen ihren traditionellen „Kirta“ begehen zu können. Mit einem eindrucksvollen Festgottesdienst in Konzelebration mit mehreren Geistlichen, musikalisch mitgestaltet von der Blaskapelle unter Leitung von Sepp Pielmeier, feierte die Pfarrgemeinde Miltach am Samstag ihr Patrozinium St. Martin. Pfarrer Jürgen Josef Eckl aus Pilsting/Großköllnbach, der vor 10 Jahren in dieser Kirche seine Primiz hatte,  war diesmal Festprediger. Monsignore Pfarrer Augustin Sperl segnete zwei   Reiterfahnen und zwei Erinnerungsbänder zur Übergabe an langjährige Martinireiter. Danach formierten sich die Fußteilnehmer zur eucharistischen Prozession, voran mit den Martinireitern, man zählte 155. Für den Ablauf hieß es die Corona-Regeln und ausreichend Abstand zu beachten.  Das jahrhundertealte Brauchtum des Kirchenpatroziniums mit Martiniritt wurde mit  Einhaltung der Vorgaben heuer sehr erfolgreich fortgesetzt.

 

Die „Martini-Kirchweih“ in Miltach, ein Kulturgut,  fand im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie nur im sehr kleinen Rahmen statt. Das Besondere an dem Kirtatag ist zum einen die Verbundenheit zum heiligen Martin, dem Patron der Miltacher Pfarrkirche und zum anderen die Fortsetzung der Tradition, des überlieferten Martiniritts mit eucharistischer Prozession. Festliches Glockengeläut lud zum Gottesdienst ein. In der mit gelben und weißen Blumen, Kränzchen und Bändern geschmückten Kirche schritt die Geistlichkeit zur kleinen Festfanfare“ der Bläser zum Altar. Pfarrer Augustin Sperl begrüßte zur Feier des Pfarrpatronats alle Versammelten, darunter Bürgermeister Johann Aumeier mit Gemeinderat, Vertreter der Behörden und Vereinsabordnungen. Mitzelebranten waren Stadtpfarrer Thomas Winderl aus Bad Kötzting, Pfarrer Jürgen Eckl, Lawrence  Emmareddy in Vertretung von Pfarrer Limbrunner (Chamerau), Pfarrvikar Matthias Tang aus Harrling sowie Diakon Martin Peintinger. Pfarrer Gotthard Weiß war verhindert und Miltachs früherer langjähriger Pfarrer Johann Six ist heuer verstorben.

 

Martiniritt Miltach 2021    Martiniritt Miltach 2021

 

Pfarrer Augustin Sperl meinte eingangs, dass der Lebenslauf des hl. Martin, dem späteren Bischof von Tours, bekannt ist. Er  hat Gott in seinem Leben und Sterben verherrlicht, er war ein Zeuge des Glaubens. Hinter der Mantelteilung verbirgt sich sein Herz für die Ärmsten. Ludwig Baumgartner sang die Psalmverse und Diakon Martin Peintinger das Evangelium mit dem Wort Gottes: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.

 

Die Not hält die Seele gefangen

„Überall machen sich in diesen Tagen Kinder mit ihren Erzieherinnen auf den Weg zu einem Martinsspiel oder singen -lieder. Die Menschen ehren oder feiern den hl. Martin. Besonders kennen die Kinder die Szene mit der Mantelteilung. So bleibt das Brauchtum erhalten, aber das schönste Brauchtum ist für die Miltacher natürlich ihr Kirta mit Martiniritt“, so der Prediger Pfarrer Jürgen Josef Eckl. In Miltach aufgewachsen, meinte er: Unser Gotteshaus und die gesamte Pfarrei ist dem hl. Martin geweiht; ihn haben unsere Vorfahren als Fürsprecher und Patron erwählt. Wir vertrauen, dass der hl. Martin auf uns schaut und wir unter seinem besonderen Schutz stehen Das Patrozinium mit der Tradition des Martiniritts nimmt immer noch in Miltach den besonderen Platz ein. Im Vorjahr wurde dies sogar in kleinerer Abfassung durchgeführt, in einer Zeit wo wir den Segen Gottes und die Fürsprache des hl. Martin brauchen. Gottes Gnade bestärkt und tröstet uns, auch in diesen Tagen der Unsicherheit und Angst. Oft bedient sich Gott besonderer Menschen, die durch sein Licht leuchten, er bedient sich dabei der Heiligen und so leuchtet uns die Liebe des Hl. Martin auf. Er ist Licht und Vorbild.

 

Der hl. Martin zeichnete sich besonders durch seine Barmherzigkeit aus. Er schenkt seinen halben Mantel hin und erkennt: der Bettler am Wegesrand war Christus selbst. Er ist auf der Seite der Geringsten. Wo erkennen wir Christus im Not leidenden, zum Beispiel in Miltach? Armut und materielle Not sind manchmal selten. Angenommen sein, Verständnis aufbringen, vermittelt manchmal auch ein gutes Wort. Menschen sind heute oft gefesselt von ihren Aufgaben, sie sitzen im Gefängnis ihrer Gefühle und können nicht mehr heraus. Sie sehnen sich nach Freude und Freiheit ihrer Seele. Es gibt so viel Not und Leiden in unserer Welt und um uns herum.  Wir sollen als Christen  reagieren. Dazu braucht es den Segen Gottes, den wir erbitten, wenn wir Christus im Brot hinaustragen auf die Straßen des Ortes. Menschen und Tiere huldigen heute Christus; empfehlen wir ihm und dem hl. Martin auch unsere Lieben und unseren Ort“, damit schloss der Prediger.

 

Nach dem St. Martinslied, an der Orgel gespielt von Christian Hartl, segnete Pfarrer Augustin Sperl zwei Reiterfahnen und zwei Fahnenbänder. Vor dem Schlusslied sagte der örtliche Seelsorger ein Vergelt’s Gott den Mitzelebranten und dankte allen, die den Gottesdienst  mitfeierten und mitgestaltet haben, besonders auch dem Prediger. Danach formierte sich der Prozessionszug, der den herkömmlichen Wegverlauf nahm. Gemeindereferent Franz Strigl wies nochmals eindringlich darauf hin Abstand zu halten und umsichtig zu sein.

 

Prozession zu Fuß und zu Pferd

Die Mitfeiernden fanden es sehr erfreulich, dass heuer trotz der Corona-Pandemie 155 Reiter teilnahmen, die herausgeputzten Pferde waren eine Augenweide. Auch säumten wieder viele Zuschauer die Straßen. Zum Miltacher Martiniritt gehört auch die Prozession zu Fuß, wobei die Geistlichkeit unter dem Baldachin das Allerheiligste mitträgt. Nach dem Gottesdienst ritten die größtenteils in Waldlertracht Gekleideten auf ihren festlich herausgeputzten Pferden an der Kirche vorbei, angeführt vom Vorreiter Franz Martin mit dem Kreuz. Nach den Reitern aus der Gemeinde Miltach mit der Martinireiter-Standarte, folgten die aus den Nachbargemeinden, viele auch aus der Pfingstrittstadt Bad Kötzting; auch Reiter aus den Landkreisen Regen und Straubing-Bogen waren vertreten. Die schweren Kaltblüter, eleganten Sportpferde und weißmähnigen Haflinger, sowie einige Ponys waren ein prächtiger Anblick. Wertvolles Zaumzeug glänzte und manche Pferde trugen den liebenswerten Papierröschenschmuck in Mähne oder Schweif. Sehr gut gefielen gleiche Reitergruppen. Oft hatten die Väter oder Opas ihren Jüngsten mit im Sattel,  auch ein Zeichen für den Fortbestand der Tradition. Betend zogen sie in Richtung Mariahilf-Kapelle.

 

Martiniritt Miltach 2021    Martiniritt Miltach 2021

 

Den Pferden folgten nach der Kirchenfahne und den Prozessionsfahnen die übrigen Teilnehmer zu Fuß. Hinter der Blaskapelle reihten sich Abordnungen der Vereine ein. Danach schritten die Geistlichkeit mit dem Allerheiligsten unter dem Traghimmel, die Ehrengäste MdL Dr. Gerhard Hopp, Bürgermeister Stefan Baumgartner, (Chamerau), Franz Gregori (Bad Kötzting), Hans Laumer (Zandt), Josef Speckner (Blaibach), Miltachs Ehrenbürger Gottfried Heigl und 1. Bürgermeister Johann Aumeier, Rektorin Ulrike Nauen sowie der Gemeinde- und Pfarrgemeinderat und Kirchenpfleger Christian Röhrl. Weitere Pfarrangehörige schlossen sich der MMC und der KDFB-Abordnung an. Die Fürbitten und Litaneien wechselten auf dem Weg ab, vorgetragen von Franz Strigl.

 

 Die Fußgänger verweilten vor dem geschmückten Feldaltar bei der Mariahilf-Kapelle, während die Martinireiter in Richtung Tiefental weiter zogen, dort umkehrten und in Höhe des Feldaltars zum Johannes-Evangelium, gesungen von Diakon Martin Peintinger, verharrten. Nach dem eucharistischen Segen nahm die Prozession den weiteren Weg auf der Staatsstraße zurück zur Kirche. Vor dem Kirchenportal erfolgte der kirchliche Abschluss. Pfarrer Sperl erteilte den Segen für die Pferde mit dem Martinsreliquienkreuz. Ein ergreifendes Tedeum drückte das Lob zum kirchlichen Festgeschehen aus.

 

Dank der Gemeinde

Im Namen der Gemeinde dankte Bürgermeister Johann Aumeier der  Geistlichkeit, den Gästen, den Gemeindevertretern, den Vereinen, der Blaskapelle, Familie Röhrl und allen Teilnehmern für die Mitfeier bzw. Mithilfe und sprach den Martinireitern Anerkennung aus.  „Wir haben geplant und gehofft, den Miltacher Martiniritt mit eucharistischer Prozession durchzuführen. Er stammt aus der Zeit einer großen Viehseuche. Viele glaubten nicht, dass der heutige Martiniritt stattfinden kann, da wieder eine Pandemie um sich greift. „Ich schätze die Zusammenarbeit mit der Pfarrei und den politischen Gemeinden“,  so der Gemeindechef. Auch Josef Pielmeiers Blaskapelle, dem Gemeindereferenten Franz Strigl, den drei Feuerwehren für die Absperrdienste, dem BRK, dem Trachtenverein für die Trägerdienste, galt unter anderem Aumeiers Dank. Mit der Bayernhymne schloss die Feier vor der Kirche. Von Seiten der Gemeinde gab es wegen Corona keine weltliche Kirchweihfeier. Kinder besuchten gerne einen Spielzeugstand, das beliebte Brotzeitwagerl bot Speisen an.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Christian Röhrl und Erwin Vogl, Miltach

 

 

[Predigt Pfarrer Jürgen Josef Eckl]

Foto zur Meldung: Martiniritt 2021 in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert
Foto: Martiniritt Miltach 2021

Unsere Pfarrgemeinde feiert seinen Pfarrpatron

(11. 11. 2021)

Der Martiniritt vor sieben Jahrzehnten in unserer Gemeinde

Der Ablauf des Umrittes änderte sich seither wiederholt

 

Die gravierendste Änderung im Laufe der Jahrhunderte  geschah wohl 2020, als der Martiniritt wegen der herrschenden Coronapandemie in einfachster Form abgehalten werden musste. Nur die drei wichtigsten Elemente der eucharistischen Prozession konnten eingehalten werden: die Beteiligung des Priesters mit Monstranz, die Reiterschar, diesmal auf zwei begrenzt,  und ebenso das Fußvolk, verkörpert durch den Bürgermeister und den Kirchenpfleger. Am Samstag soll jedoch der Kirchweihtag in Miltach wieder in herkömmlicher Weise gefeiert werden dürfen. Bei einem Rückblick auf den Ablauf vor genau 70 Jahren wird deutlich, dass sich seither doch einiges veränderte, wie dem nachfolgenden Bericht der „Kötztinger Zeitung“ vom 12. November 1951 zu entnehmen ist.

 

Vor sieben Jahrzehnten

„Miltach. Wenn auch dem Miltacher Flurumritt nicht der gleiche Ruf vorausgeht wie dem Kötztinger Pfingstritt, so ist er doch ein Stück Brauchtum unserer bayerischen Heimat, auf dessen Erhaltung unsere Miltacher großen Wert legen. Während in den früheren Jahren die Beteiligung der Reiter zwischen 10 und 20 lag, hat sich die Zahl der Teilnehmer am Ritt erheblich gesteigert. So zählte man gestern insgesamt 79 schmucke Reiter gegenüber 72 im vorigen Jahr.

 

Mit Beginn der kirchlichen Feierlichkeit strömten die Besucher und die Reiter aus der nahen und weiteren Umgebung nach Miltach. Festliches Glockengeläute lud die Pfarrgemeinde ins Gotteshaus ein. Der Geistliche wies in seiner Festpredigt auf das gottgefällige Leben des hl. Martinus, dem Kirchenpatron Miltachs,  hin. Auch wir sollen in den Armen Christus sehen.

 

Während des Gottesdienstes hatte sich der Reiterzug in Richtung Kötzting  formiert. Nach dem Hochamt bewegte sich ein imposanter Zug unter feierlichem Glockengeläute zum Dorfausgang. Der Prozessionsweg blieb bis auf den heutigen Tag derselbe. Er führt durch die Felder zur rechten Seite der Kötztinger Straße und dann auf ihr zurück zur Kirche. Der Zug wurde angeführt von den Martinireitern, die zur Feier des Tages ihre Pferde mit bunten Papierröschen und Kränzchen geschmückt hatten. Ihnen folgten die Schulkinder mit dem Reiterstandbild des hl. Martinus, der Burschen- und Josefiverein mit den Fahnen und den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Miltach, Oberndorf, Eismannsberg u. Anzenberg, Mitglieder des Miltacher Trachtenvereins schlossen sich an. An der Prozession beteiligten  sich ferner die Blaskapelle Frisch, der Kirchenchor und die Geistlichkeit, die unter dem Baldachin das Allerheiligste mittrug, gefolgt von einer großen Schar betender Gläubigen. Nach der Lesung des Johannes Evangeliums bei einem aufgestellten Feldaltar auf der Racklschusterwiese bewegte sich der feierliche Zug zurück zum Gotteshaus. Die Reiter schwenkten zum Fußballplatz ein und nahmen dort Aufstellung zum Pferdesegen. Da der Martiniritt gegen Unfälle nicht versichert ist, hat die Kirchenverwaltung im Einvernehmen mit dem Gemeinderat und der Landpolizeistation Miltach aus Gründen der Sicherheit des Verkehrs und der Vermeidung von Unfällen erstmalig heuer diese Neuregelung getroffen. (Bisher nahmen die Reiter unter großem Gedränge vor der Kirche Aufstellung zum Pferdesegen). Der Fußballplatz war für die übrigen Teilnehmer gesperrt. Das Volk hatte Gelegenheit der Handlung von der Bahnhofstraße aus zu folgen. H.H. Pfarrer Georg Samhuber erteilte den Pferdesegen. In einer kurzen Ansprache würdigte der Priester die langjährige Tradition des Rittes, durch dessen Segen der Schutz Gottes nicht nur für die kranken und gesunden Menschen, sondern auch für unsere Tiere, vor allem für das Pferd, gewährleistet sei.  Unter den Klängen der Blaskapelle und mit wehenden Fahnen  marschierten die Organisationen zu ihren Vereinslokalen, wo bereits zum Kirchweihschmaus und –tanz gerüstet war“.

 

Martiniritt Miltach    Martiniritt Miltach

 

Soweit der Zeitungsbericht über den Verlauf des Martinirittes am 9. November 1951. Aus dem Artikel über den Verlauf des Festtages geht jedoch nicht zweifelsfrei hervor, ob alle Prozessionsteilnehmer auf der Bahnhofstraße bis zum Sportplatz gingen. Die Sperrung des Fußballplatzes war notwendig, da zu dieser Zeit noch ein öffentlicher und auch regelmäßig benutzter Fahrweg und ein Fußweg darüber verliefen. Der Berichterstatter verwies zweimal auf festliches Glockenläuten, nicht verwunderlich, da erst im April 1951 im Turm das Geläute mit drei neuen Glocken vervollständigt wurde.

 

Martiniritt: interessante Eckdaten

In geselliger Runde am Stammtisch tauchen immer wieder Fragen über verschiedene Ereignisse auf, zum Beispiel: „wann war das?“. Nicht anders ist es, wenn „Experten“ über den Ablauf oder Änderungen zum Martiniritt diskutieren. Für die zurückliegenden Jahrzehnte soll folgendes festgehalten und dokumentiert werden:

 

1961 ging der Ritt bis zum Ende der Bahnhofstraße. Diese Route erwies sich nach Zeitungsmeldungen aus verschiedenen Gründen nicht als vorteilhaft.

 

1968 wurde erstmals das Patroziniumsfest mit Ritt vom eigentlichen Martinstag auf einen Samstag verlegt. Ab nun galt folgende Regelung: Ist der 11. November ein Donnerstag oder Freitag wird der Ritt auf folgenden Samstag verlegt. Ist jedoch der 11. November ein Mittwoch, wird der Martiniritt bereits am vorhergehenden Samstag gehalten.

  

1974 und 1975 waren die Gottesdienste wegen der Kirchenerweiterung in der Schulturnhalle, die Prozession begann auf der Bahnhofstraße. Die weitere Route verlief über die Waldschmidtstraße zur Racklschusterwiese.

 

1980 trägt Josef Zistler letztmalig das Reiterkreuz, im folgenden Jahr übernimmt Franz Martin jun. dieses Amt.

 

1992 gibt es den ersten Teilnehmerrekord mit 212 Reiter. Im gleichen Jahr findet erstmals nach vielen Jahrzehnten die Abschlussfeier wieder am Kirchplatz statt.

 

1995 besteigt Pfarrer Gotthard Weiß aus Hofkirchen erstmals die Kanzel und predigt beim Festgottesdienst. Dies geschieht dann auch die folgenden Jahren bis 2018.

 

1996 bildet sich das „Martiniritt-Komitee“ mit der Aufgabe, den Martiniritt organisatorisch vorzubereiten.

 

1998 wird ein neuer Prozessionsweg eingeführt. Die Reiter ziehen auf dem Radweg bis Tiefental, die geistliche Andacht findet bei der Kapelle statt.

 

1999 erscheint der Bericht über das Pfarrpatrozinium in der Heimatzeitung erstmalig mit Farbbildern.

 

2000 erreicht die Reiterzahl mit 254 einen erneuten Rekord.

 

2001 beschafft die Gemeinde mit finanzieller Unterstützung der Reiter eine Martinsstandarte, die beim Ritt mitgeführt wird.

 

2006 reitet Generalvikar Michael Fuchs am Umritt mit.

 

2010 beteiligen sich wegen der Pferdeseuche im Landkreis Cham nur 121 Pferde.

 

2015 findet die weltliche Feier zum Kirchweihfest erstmals in der Mehrzweckhalle statt. 

 

2019 ist ein Jubiläumsjahr, denn 1719 wird der Umritt erstmals erwähnt. Zum Festtag kam Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. In Nähe des Kirchenportals wird zur Erinnerung ein Flachrelief angebracht, geschaffen von Marion Abate.

 

Text u. Bilder: Erwin Vogl, Miltach (Bilder aus IDOWA)

Foto zur Meldung: Unsere Pfarrgemeinde feiert seinen Pfarrpatron
Foto: Martiniritt vor 70 Jahren

Allerseelenandacht und Gräbersegnung auf unserem Friedhof

(01. 11. 2021)

Von Allerheiligen und dem Gedenken an die Verstorbenen

Allerheiligen, ein Tag der Freude und des Gedenkens – Abschied und Wandlung – Gräberbesuch und Segnung

 

Während der Vormittag des Allerheiligenfestes an die vielen Menschen erinnert, die durch ihr außerordentliches, christliches Wirken ein Vorbild für alle Christen waren und davon Zeugnis gaben, galt das Gedenken der Gläubigen am Nachmittag dieses Feiertages, der in diesem Jahr auf einen Montag fiel, ihren verstorbenen Angehörigen, Verwandten und Freunden, die liebe Wegbegleiter waren.


„Viele Menschen ängstigt der Gedanke an den Tod, gerade im Monat November, der dem Gedenken der Toten und Gefallenen gewidmet ist. In Allerheiligen sieht die Kirche jedoch ein Fest gegen die Angst und den Tod. Wir Christen feiern die Gemeinschaft der Vollendeten; das Fest sagt uns, das Leben mündet ein in Gottes Liebe zu uns Menschen.“, so Monsignore, Pfarrer Augustin Sperl beim Pfarrgottesdienst am Vormittag.

 

Ein Allerheiligen, so wie es alle kennen, war allerdings auch in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich. Die Verantwortlichen in der Pfarrgemeinde hatten entschieden, die Allerseelenfeier alleine auf dem Friedhof zu feiern und den üblichen Rosenkranz und die Andacht in der Kirche, aus Platzgründen, nicht durchzuführen. Kühles Wetter und einsetzender Nieselregen begleiteten die Besuche an den Gräbern. Die coronabedingten Vorgaben wurden von allen aber recht gut eingehalten.

 

Allerseelenandacht Miltach 2021 1    Allerseelenandacht Miltach 2021 2

 

Gemeindereferent Franz Strigl gestaltete zusammen mit Alois Pielmeier die Gebetseinheit. Vor dem Leichenhaus sprachen beide die Gebete zum Gedenken an die Verstorbenen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Sehr würdevoll spielte eine Bläsergruppe um Josef Pielmeier passende Choräle. Abschließend besprengten die Gläubigen die Gräber mit Weihwasser und der liturgische Dienst ging durch die Gräberreihen und spendete mit dem Weihrauch den entsprechenden Segen.

 

Bei den Gottesdiensten an Allerheiligen und an Allerseelen galt das Gedenken besonders auch denen, die seit Allerheiligen 2020 verstorben sind. Für sie wurde eine Kerze vor dem Altar in der Pfarrkirche angezündet. Es sind dies Gerhard Kern (61 Jahre), Maria Irlbeck (81 Jahre), Erna Heigl (81 Jahre), Maria Wanninger (68 Jahre), Georg Holzapfel (81 Jahre), Heinrich Rabenbauer (85 Jahre), Franz Josef Pregler (89 Jahre), Maria Schmidbauer (88 Jahre), Gottfried Heigl (85 Jahre), Therese Röhrl (84 Jahre), Pfr. Johann Six (85 Jahre), Maria Kramer (86 Jahre), Anneliese Fischer (94 Jahre), Rita Wanninger (49 Jahre), Günther Röhrl (76 Jahre), Anna Häusl (83 Jahre), Hildegard Steinke (87 Jahre), Robert Kollmer (53 Jahre) und Rudolf Wanninger (92 Jahre).

 

Am morgigen Donnerstag Abend um 19 Uhr, bei einem Allerseelenrosenkranz in der Pfarrkirche, gedenkt die Pfarrgemeinde dieser Verstorbenen in besonderer Weise.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Allerseelenandacht und Gräbersegnung auf unserem Friedhof
Foto: Allerseelenandacht Miltach 2021

Freundeskreis "Charity" von Pater Rockose hält Versammlung ab

(26. 10. 2021)

Neuwahlen beim „Freundeskreis Charity“

Der „Freundeskreis Charity“ hat kürzlich seine Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen in Kirchroth abgehalten.  Bei der Vorstandschaft gab es keine Veränderungen.  Petra Rappl wurde als 1. Vorsitzende im Amt bestätigt, ebenso Bettina Baumeister als Kassier (beide Kirchroth) und Bärbel Holzapfel (Miltach) als Schriftführerin. Franziska Altmann und Alfons Baumeister bleiben Kassenprüfer.

 

Freundeskreis Charity 1    Freundeskreis Charity 2

Der Verein unterstützt die Projekte von Prof. Dr. Pater Rockose Kolenchery in Indien, der viele Jahre in der Pfarreiengemeinschaft  Miltach/Blaibach und in Kirchroth bei Straubing die Urlaubsvertretung der jeweiligen Pfarrherren übernommen hatte und dadurch vielen Gläubigen bekannt ist. Wie den detaillierten Berichten von Kassier und Schriftführerin zu entnehmen war, konnte trotz Corona und trotz der schwierigen Bedingungen der Bevölkerung in Indien, auch in den letzten beiden Jahren durch die Zuwendung der Spendengelder zahlreichen bedürftigen Menschen bzw. Familien geholfen werden. Die Spendenbereitschaft vieler Gläubiger war groß, und so konnte der Pater wieder für Schüler, Studenten und Priesterseminaristen das Schulgeld übernehmen und ihnen den Schulbesuch ermöglichen. Familien, die bei Erdrutschen oder Hochwasser alles verloren hatten, konnte beim Wiederaufbau geholfen werden. Familienväter , die wegen Corona ihre Arbeit verloren hatten, erhielten Geld, um ihre Familien ernähren zu können. Auch geistig und körperlich behinderte Menschen wurden unterstützt und lernwillige Frauen durften an Nähkursen teilnehmen, um zum Unterhalt der Familie und zu ihrer eigenen Selbständigkeit etwas beitragen zu können. Viele kranke Menschen erhielten finanzielle Unterstützung für eine ärztliche Versorgung und für Medikamente. Die Nachweise über die Verteilung der Spendengelder werden von Pater Rockose korrekt geführt. Die Vorstandschaft des „Freundeskreis Charity“  hilft ihm dabei, mit den Vereinsmitgliedern und Freunden in Kontakt zu bleiben, denn in Indien gibt es seit Corona kein Postwesen mehr.

 

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Pater Rockose berichtete in einer Email, dass es in seiner Heimat Kerala die meisten Todesfälle aufgrund von Covid-19 in ganz Indien gibt. Er selber ist bisher davon verschont geblieben. Er ist sehr dankbar für die Hilfe aus Deutschland und bedankt sich sehr herzlich bei all den Menschen, die zur Unterstützung seiner Projekte beitragen. Der Pater  versichert, dass für sie alle in den täglichen Messopfern im Priesterseminar in Trivandrum, wo er Philosophie lehrt und von wo aus er seine sozialen Projekte für die Armen und Ausgegrenzten durchführt, gebetet wird. Während der Jahreshauptversammlung wurden in einer Präsentation noch Fotos gezeigt  von den Spendenübergaben und von den Begünstigten in Indien, die Pater Rockose im Laufe der Zeit geschickt hatte. Es wird die Not sichtbar, die einfachen, primitiven Lebensbedingungen und die Wohnverhältnisse, aber auch die große Freude der Begünstigten kommt darin zum Ausdruck.

 

Die 1. Vorsitzende Petra Rappl bedankte sich für den „Freundeskreis Charity“ bei Kassier und Schriftführerin für ihre Mitarbeit . Man will weiterhin durch gute Zusammenarbeit Pater Rockose Kolenchery bei seinen Projekten unterstützen. Die Möglichkeit der Mitgliedschaft beim Verein besteht immer.

 

Die IBAN-Nummer des Vereins lautet:

DE59 7426 0110 0001 902040.

 

Text u. Bilder: Freundeskreis Charity

Foto zur Meldung: Freundeskreis "Charity" von Pater Rockose hält Versammlung ab
Foto: Freundeskreis Charity

Martinireiter begehen ihren Jahrtag 2021

(25. 10. 2021)

Martinireiter feierten Jahrtagsgottesdienst

Gedenken galt den verstorbenen Reitern – geselliges Beisammensein

 

Die Feier des Kirchenpatronats mit anschließendem Martiniritt und eucharistischer Prozession findet heuer am Samstag, 13. November, statt. Da es den Miltacher Martinireitern am Festtag selbst nicht möglich ist den Patroziniumsgottesdienst zu besuchen, fanden sie sich am Samstag  zum Pfarrgottesdienst, der zugleich ihre Jahrtagsmesse war, ein. Dazu waren sie in ihrer traditionellen  Reitertracht gekleidet, die wertvolle Standarte führte Walter Graßl mit.

 

Gut 15 Miltacher Matinireiter nahmen ihre Plätze in den vorderen seitlichen Bänken ein. Das beim Volksaltar aufgestellte Gedenkbrett und der mit gelb-weißen Papierröserl  geschmückte Wacholderstrauß waren weitere äußere Zeichen des Jahrtagsgottesdienstes, den Pfarrvikar Mathias Tang und Diakon Martin Peintinger zelebrierten.

 

Der Pfarrvikar meinte eingangs, „mit Gebet und Gesang ehren wir Gott. Wir dürfen auch unsere Bitten vor ihn tragen. Was wir in dieser Feier geschenkt bekommen, dürfen wir weiter schenken für Menschen in der Welt. Wir nehmen zum Weltmissionssonntag die Menschen in das Gebet hinein“.

 

Martin Peintinger nahm in seiner Predigt Bezug zum Evangeliumstext, in dem der blinde Bartimäus aus Jericho  Jesus mutig seinen Wunsch vortrug wieder sehen zu können und Erfolg hatte. Zum Tag der Weltmission meinte der Prediger, dass die Weltkirche auch bei uns angekommen sei und wir dankbar sein müssen, dass wir Priester aus Afrika und anderen Ländern bekommen.  „Wir können uns den Fakten stellen oder blind sein. Jeder von uns kann ein wenig dazu beitragen, dass sich die Welt ein Stück weit zum Besseren verändert. Öffnen Sie ihr Herz für die Welt, beispielsweise für das Projekt “Brunnen für Afrika“, so Peintinger.  Bei den Fürbitten galt auch eine den verstorbenen Martinireitern. 

 

Als Sprecher der Miltacher Martinireiter dankte Franz Martin den Geistlichen für die Gestaltung der Messfeier sowie Familie Röhrl für die Aufstellung und den Schmuck des Gedenkbretts für die verstorbenen Reiterfreunde in Nähe des Volksaltares. „In Dankbarkeit für das Gewesene, im Schmerz über den Verlust  und in der Verpflichtung für das Bleibende sind wir heute hier in der Kirche zusammen gekommen. Was man nicht verhindern kann ist, dass geliebte Menschen uns irgendwann verlassen. Aber man kann verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten, irgendwann. So wollen wir allen verstorbenen Teilnehmern unseres Miltacher Martiniritts gedenken. Wir werden diese Tradition fortsetzen solange es der Herrgott zulässt,“ so der Sprecher und legte im Namen der Martinireiter ein Gebinde am Gedenkbrett nieder.

  

Der Pfarrvikar bat Gott, allen verstorbenen Martinireitern zu gedenken, die zur Ehre Gottes und des hl. Martin bei der eucharistischen Prozession viele Jahre  und Jahrzehnte mitritten. „Wir empfehlen sie in deine Hände, denn Du bist der Herr über Lebende und Tote.  Vergilt ihre Liebe und Fürsorge und das Gute, das sie in ihrem Leben geschenkt haben. Nimm sie auf in deine heilige Gemeinschaft und lass sie teilhaben, uns lass so leben, dass wir die ewigen Güter nicht verlieren“, so der Priester.  Nach dem Segen endete der Gottesdienst und die Martinireiter versammelten sich in geselliger Runde im Cafe Waffel.

 

Text u. Bild: Erwin Vogl, Miltach

Foto zur Meldung: Martinireiter begehen ihren Jahrtag 2021
Foto: Jahrtag der Martinireiter Miltach 2021

Martiniritt in Miltach findet heuer statt

(20. 10. 2021)

Miltach freut sich auf seinen Martiniritt in diesem Jahr

Das Fest findet am 13. November statt

 

Trotz aller Schwierigkeiten aufgrund der Covid-19-Pandemie wollen die Verantwortlichen das Patroziniumsfest mit Martiniritt in seiner herkömmlichen Form abhalten. Einig war man sich bei dem Vorgespräch darüber, dass von allen Beteiligten die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen beachtetet müssen. Der Festgottesdienst am Samstag, 13. November, beginnt um 8.30 Uhr. Nach dem Umritt werden vier langjährige Rittteilnehmer geehrt.

 

Grenze von 1.000 Beteiligten

Anwesend waren am Freitag bei dem Vorbereitungsgespräch im Pfarrheim Johann Aumeier, der als Bürgermeister das Martiniritt-Komitee leitet, Pfarrer Augustin Sperl, Kirchenpfleger Christian Röhrl, Vertreter der Feuerwehr, des Trachtenvereins, Martinireiter und die Bauhofleiter. Für den Bürgermeister war es erfreulich, dass heuer das bedeutende Miltacher Fest wieder in gewohnter Weise gefeiert werden darf. Bis zu einer Obergrenze von 1.000 Beteiligten gibt es keine größere Einschränkungen. Die eucharistische Prozession kann in herkömmlicher Form zusammen mit den Vereinen durchgeführt werden. Für die musikalische Mitgestaltung beim Festgottesdienst in der Kirche und bei der anschließenden Fußprozession sorgt die Blaskapelle Weißblau-Königstreu. Die wichtigste Hygienemaßnahme ist im eigenen Interesse die vorgeschriebene Abstandsregelung.

 

Die übliche weltliche Feier in der Mehrzweckhalle entfällt, da dem bisherigen Gastronomiebetreiber Erika und Hans Laumer das Risiko zu groß ist.

 

Firanten und Schmalzgebäck

Bisher haben vier Marktfiranten die Zusage gegeben, mit ihren Verkaufsständen nach Miltach zu kommen. Der örtliche Pfarrgemeinderat wird an diesem Tag möglicherweise Schmalzgebäck anbieten. Von Bürgermeister Aumeier kam die Information, dass der Volkstrauertag in folgender Form stattfindet: 15.30 Gottesdienst, anschließend Marsch zum Friedhof und Totengedenken am Ehrenmal.

 

"Wir wollen so frühzeitig wie möglich vorbereiten und gestalten", sagte Pfarrer Sperl zum bevorstehenden Pfarrpatrozinium. Eingeladen werden dazu die Nachbarpfarrer sowie Pfarrer Jürgen Eckl aus der Pfarrgemeinschaft Pilsting-Großköllnbach. Der gebürtige Miltacher wird die Festpredigt halten. In der Kirche haben 110 Personen Platz, dies sei für den Anlass ausreichend. Der Kirchenzug vor dem Gottesdienst ist erlaubt.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martiniritt in Miltach findet heuer statt
Foto: Martiniritt 2020 Miltach

Unser Frauenbund traf sich zur Jahreshauptversammlung

(19. 10. 2021)

Jahreshauptversammlung des Frauenbund Miltach

 

Nach langer Pause fand kürzlich am Samstagnachmittag die Jahreshauptversammlung des Frauenbundes Miltach statt. Renate Schedlbauer begrüßte die interessierten Mitglieder, den Ortsgeistlichen Monsignore Augustin Sperl, und auch Gemeindereferent Franz Strigl. Im Grußwort betonte Herr Pfarrer, wie wertvoll und wichtig es ist, dass sich auch Frauen in die kirchliche Gemeinschaft einbringen und auch bereit sind Aufgaben zu übernehmen. Die Vorsitzende Steffi Rackl bedankte sich für das Grußwort und auch für die kirchliche Unterstützung bei den Aktivitäten des Vereins. Beim Tätigkeitsbericht waren es vor allem kirchliche Aktivitäten, die während der Pandemie stattgefunden haben. Es wurde ein Kreuzweg angeboten, die Anbetungen am Gründonnerstag und Karsamstag am Hl. Grab waren gut besucht und auch Maiandachten konnten gemeinsam gebetet werden. Wie jedes Jahr haben fleißige Helfer Osterkerzen, Palmbuschen und Kräuterbuschen gestaltet, die dann nach der Weihe zum Verkauf standen. Der Erlös wurde wie jedes Jahr gespendet. Nachdem Corona bedingt auch die Weihnachtsfeier ausfiel, bastelte das Vorstandsteam für jedes Mitglied einen Adventskalender der mit der Mitgliederzeitung zugestellt wurde.

 

Der Kassenbericht wurde von Maria Prechtl erläutert, die Kassenprüferinnen bestätigten die korrekte Kassenführung.

 

Wie in vielen Zweigvereinen war auch die Beitragserhöhung ein Brennpunkt. Mit einer Tischvorlage über die Erhöhung der Beiträge in den nächsten Jahren konnten sich die Mitglieder einen Eindruck verschaffen, wieviel vom Jahresbeitrag beim Zweigverein bleibt, und wieviel davon dem Diözesanverband, Landesverband und Bundesverband abgeführt wird.  

 

Renate Schedlbauer berichtete anschließend noch über den kleinen Bezirkstag in Lam. Hier war die Verbandsarbeit das Thema. So setzt sich z. B. der KDFB dafür ein, dass Frauen in ihren Lebensbereichen und Lebenssituationen, Bedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen ihre Interessen und Vorstellungen zu verwirklichen. Das Programmheft über die Aktivitäten war eine Beilage der letzten Mitgliederzeitung.

 

Auch in nächster Zeit hat der Verein wieder Einiges vor, so wird der Frauenbund wieder bei der Seniorenfeier mithelfen und bei niedrigen Inzidenzzahlen auch wieder eine Weihnachtsfeier anbieten. Steffi Rackl bedankte sich bei Allen für die Unterstützung und für das Kommen. Nach einer gemütlichen Kaffeerunde wurde beim anschließenden Gottesdienst den verstorbenen Mitgliedern gedacht.

 

Text u. Bild: Steffi Rackl, Miltach

Foto zur Meldung: Unser Frauenbund traf sich zur Jahreshauptversammlung
Foto: KDFB Miltach 2021 JHV

Jubelpaare feiern in unserer Kirche ihr Ehejubiläum

(11. 10. 2021)

 „Einer Brücke die die beiden Herzen miteinander auf immer verbindet“

Gottesdienst mit Jubelpaaren, die heuer 25, 30, 40, 45, 50 und sogar 60 Jahre verheiratet sind

 

Es waren am vergangenen Sonntag 12 Jubelpaare, die der Einladung der Pfarrgemeinde Miltach gefolgt waren und sich am Ehejubiläum in der Pfarrkirche in Miltach beteiligten. Weil die Feier im 1. Halbjahr wegen Corona nicht durchgeführt werden konnte, hatte man nun für den vergangenen Sonntag eingeladen. Es ist in der Regentalgemeinde schon eine gute Tradition, dass sich die Jubelpaare zu einem gemeinsamen Gottesdienst treffen. Es war ein sonniger Oktobersonntag als festliches Geläute die Gläubigen zur Pfarrkirche rief. Recht schnell stellte sich eine feierliche Stimmung ein, als die Jubelpaare sich in den vordersten Bankreihen einfanden. Sie dankten Gott für die zurückliegenden gemeinsamen Jahre und Jahrzehnte und erneuerten ihr Eheversprechen, das sie sich einst am Traualtar gaben.

 

Mit Liedern aus dem Gotteslob umrahmten alle Gläubigen die Eucharistiefeier für die Ehejubilare, welche auf 25, 30, 40, 45, 50 und sogar 60 gemeinsame Ehejahre zurückschauen können. Christian Hartl begleitete die Feier musikalisch an der Kirchenorgel. Einen herzlichen Gruß entbot Monsignore Pfarrer Augustin Sperl den 12 Jubelpaaren, die der Einladung nachgekommen waren. „Heute sind Sie hier, um Danke zu sagen für die vielen, gemeinsamen Jahre, die sie in Freude, aber sicher auch mit manchem Kummer und manchen Sorgen verbringen durften“.

 

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Ehejubiläum 2021 Miltach 4   Ehejubiläum 2021 Miltach 3

 

Die Predigt leitete Diakon Martin Peintinger ein, mit den Worten: „Liebe Jubelpaare, an so einem Tag denke ich mir, sollte man sich vielleicht wieder an die Anfänge zurückerinnern. Wo habt ihr euch kennengelernt? Was war an eurem Partner so faszinierend, dass ihr euch entschlossen habt, zusammen zu bleiben und zu heiraten und eine Familie zu gründen? Welchen gemeinsamen Weg seid ihr bis heute gegangen? Und so habe ich mir überlegt, ist es mit der Ehe vielleicht wie eben mit einer Brücke. Einer Brücke die die beiden Herzen miteinander auf immer verbindet. Bekanntlicherweise baut man eine Brücke nicht auf Sand, sondern auf ein festes Fundament. Deshalb stelle ich mir die Brücke der Liebe so vor, dass die einzelnen Brückenpfeiler zunächst ein solides, tragfähiges Fundament brauchen. Ist diese Grundlage gelegt, geht es daran einzelne Brückenpfeiler zu erstellen. Diese können aus Ehrlichkeit, Toleranz, Verständnis füreinander, Geduld, Beharrlichkeit, Fürsorge, Offenheit für Neues im Leben und viele solcher Gedanken mehr bestehen. Hinzu kommt mit Sicherheit noch die Familie, die Kinder und Enkelkinder, die einem selber und auch der Partnerschaft Halt und Kraft geben.“

 

„Und noch ein Gedanke ist ganz wichtig: Vergesst in eurem gemeinsamen Leben den Herrgott nicht. Dankt ihm hin und wieder für das Geschenk euer Liebe. Bittet ihn, er möge auf euren Partner achtgeben und eure Liebe immer wieder segnen. Gerade in schweren Zeiten, wenn man vielleicht mit einer Krankheit konfrontiert ist, ist er der wichtigste und beständigste Pfeiler eurer Liebe. Gerade in schweren Zeiten ist es gut sich an ein festes Fundament  klammern zu können.“ so der Diakon in seiner Ansprache.

Ehejubiläum 2021 Miltach 7

 

Danach reichten sich die Jubelpaare die Hände und erneuerten vor der versammelten Kirchengemeinde ihr Eheversprechen, dankten Gott für die gemeinsamen Jahre und baten um den Segen für die Zukunft. Die Lesung und die Fürbitten lasen die beiden Mitglieder des Pfarrgemeinderates Gabi Vogl und Brigitte Kerscher. Gabi Vogl hielt am Ende der Messfeier die Ansprache von Seiten des Pfarrgemeinderates, sie gratulierte stellvertretend den Jubelpaaren recht herzlich und bat alle Paare um Verständnis, weil man den üblichen Empfang im Pfarrheim leider nicht durchführen konnte. Zum Schluss des Gottesdienstes nach dem feierlichen Te deum gratulierten Pfarrer BGR Augustin Sperl, zusammen mit Diakon Martin Peintinger und Bürgermeister Johann Aumeier jedem Jubelpaar und überreichten eine weiße Rose und eine Ehekerze, zur Erinnerung an diesen Tag. Pfarrer Sperl dankte auch der Mesnerin Elisabeth Röhrl für das Herrichten der Pfarrkirche. Nach der Messfeier folgte schließlich noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto auf den Stufen vor der Pfarrkirche.

 

Ehejubiläum 2021 Miltach 5    Ehejubiläum 2021 Miltach 6

 

25 Jahre

Claudia und Erwin Pongratz,

Susanne und Josef Fischer

30 Jahre Nicole und Andreas Persch
40 Jahre

Maria und Heinrich Kerner

Elfriede und Georg Pankratz

Marianne und Josef Röckl

45 Jahre

Josefine und Georg Fleischmann

Isolde und Johann Miethaner

50 Jahre

Kunigunde und Johann Engl

Katharina und Rudolf Raab (Blaibach)

Edeltraud und Heinrich Mühlbauer

60 Jahre Rosa und Josef Haas

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Jubelpaare feiern in unserer Kirche ihr Ehejubiläum
Foto: Ehejubiläum 2021

Taufe von Amelie Vogl in unserer Pfarrkirche

(04. 10. 2021)

Amelie Vogl in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

Durch die feierliche Taufe wurde am vergangenen Sonntag Nachmittag in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach ein Kind in die große Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Monsignore Pfarrer Augustin Sperl spendete der kleinen Amelie Vogl, Tochter von Tobias und Michaela Vogl (geb. Sixt), wohnhaft in der Höhenrieder Straße das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm Christina Janker aus Harrling.

 

Durch die Taufe wurde der kleine Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Augustin Sperl begrüßte zu Beginn der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte. Der Geistliche bat die Eltern und die Patin in seiner Ansprache, dass sie dem Kind im Glauben stets helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft erkennt. „Sie als Eltern haben entschieden, dem Kind das mitzugeben, was auch ihnen etwas bedeutet. Das Vertrauen auf Jesus Christus. Seien sie als Eltern gegenüber ihren Kindern Menschen, die ihnen alle Liebe schenken, damit sie auch von der Liebe spüren, die Gott zu uns Menschen hat.“ so der Priester.

 

Pfarrer Sperl segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf den kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und der Patin das Taufversprechen ab und taufte Amelie in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete der Vater des Täuflings die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kind weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam konnte der Täufling schließlich mit geweihtem Wasser seine Taufe empfangen. Die Feierstunde wurde von Christian Hartl an der Orgel musikalisch begleitet.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe von Amelie Vogl in unserer Pfarrkirche
Foto: Taufe Vogl Miltach

Erntedankfest mit einem wunderbaren Erntealtar gefeiert

(26. 09. 2021)

Für die Früchte dieses Jahres gedankt

Erntedankfest bei einem Familiengottesdienst feierlich begangen

Erwachsene Gläubige und Kinder hatten sich am Samstag und Sonntag in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach versammelt. Mit ganz viel Liebe zum Detail wurde von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von Marianne Maurer, aus zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, sowie mit vielerlei Früchten aus Feld und Garten, ein beeindruckender und sehr ansehnlicher Erntedankaltar errichtet. Bunte Blumen und grüne Blätter verschönerten das Arrangement.

 

„Durch den großen Fleiß der Menschen und durch viel Strebsamkeit wurde in diesem Jahr wieder viel erreicht. Nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in unzähligen Bereichen des Lebens. Im Grunde genommen wurde dabei aber nur ein Bruchteil selbst geschaffen, denn Gott hat daraus das Große gemacht. Er hat die Menschen beschenkt und ihnen die Güter der Erde anvertraut.“ so Gemeindereferent Franz Strigl in seinen Worten. Um dem Herrgott dafür Dank zu sagen wurde am Sonntag der Familiengottesdienst zur Feier des Erntedankfestes in feierlicher Weise begangen.

 

Erntedank Miltach 2021 1    Erntedank Miltach 2021 2

 

In den einführenden Worten zu den Gottesdiensten freuten sich Pater Benjamin am Samstag und Pater Placyd am Sonntag, dass die vor dem Altar aufgestellten Erntegaben in anschaulicher Weise die Vielfalt von Gottes Schöpfung so herrlich verdeutlichten. In wunderbarer Art versinnbildlichen diese Gegenstände zudem die ertragreiche Ernte des vergangenen Sommers. Jetzt, Ende September, heißt es dafür danke zu sagen. Weil Anfang Oktober auch der Namenstag des Hl. Franz von Assisi in der Katholischen Kirche gefeiert wird, wurde an Stelle einer Predigt auf den Sonnengesang des Hl. Ordensgründers geblickt. Dabei beschreibt der Kirchenheilige die Schöpfung Gottes in meditativer Art und Weise und spannt so den Bogen zum Erntedankfest. Gemeindereferent Franz Strigl hatte mit Kindern Dank- und Bittgebete vorbereitet. In den Fürbitten baten die jungen Gläubigen Gott für einen stets reich gedeckten Tisch und um die Bewahrung der Schöpfung. Auch um den Erhalt der Gesundheit und der Arbeitsplätze baten die jungen Gläubigen in ihren Gebeten. Nicht zuletzt für den Erhalt der verschiedenen Völker dieser Erde und ihrer reichen Kulturen äußerten die Kinder ihre Bitten. Sie gedachten der Menschen, die nicht genügend Nahrung besitzen und somit unter Hunger und Not leiden.

 

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Pater Placyd erbat den Segen über die vielen Gaben vor dem Altar und über alle Ernteerträge, welche die Gläubigen zum Gottesdienst mitgebracht hatten. „Guter Gott, viele Gaben der Erde, die Früchte, die wir geerntet haben, und manche Dinge aus unserem Leben liegen hier vor Deinem Altar. Sie sind Zeichen unseres Dankes für Deine große Liebe. In den Zeichen von Brot und Wein kommt Jesus zu uns.  Mit ihm feiern wir das Mahl der Liebe.“ Musikalisch begleitet wurde die Messfeier am Sonntag von Christian Hartl an der Orgel. Noch bis zum morgigen Dienstag Abend kann der herrliche Erntealtar, mit seinen vielfältigen Gaben in der Pfarrkirche von Miltach bewundert werden.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Erntedankfest mit einem wunderbaren Erntealtar gefeiert
Foto: Erntedank Miltach 2021

50 Jahre Jägerkreuz in unserer Pfarrgemeinde

(20. 09. 2021)

Unsere Pfarrgemeinde feiert mit den Jagdgenossen und der Jägerschaft das 50jährige Bestehen des Jägerkreuzes

Gedenken an die Jägerschaft vor 50 Jahren – Fest Kreuzerhöhung als Gebetsvorlage

 

Am Freitag Abend fand eine Feierstunde zum 50jährigen Bestehen des Miltacher Jägerkreuzes auf dem Aussichtsplatz, hoch über dem Regental, statt. Die Jagdgenossen und die Jägerschaft hatte dazu eingeladen. Viele Gläubige nahmen den Fußmarsch in Angriff, um der Eucharistiefeier durch Monsignore, Pfarrer Augustin Sperl beizuwohnen. Unter Einhaltung der derzeitigen Corona-Bestimmungen war diese Messfeier möglich gewesen. Die geplante Bewirtung, durch Wildspezialitäten wurde jedoch auf kommendes Jahr verschoben, in der Hoffnung, dass dann eine gemeinsame, weltliche Feier leichter möglich ist.

 

Angenehmes, spätsommerliches Wetter bescherte den Verantwortlichen und den Gläubigen während der Eucharistiefeier eine wunderbare Fernsicht über den Ort und die dahinterliegenden Höhenzüge des vorderen Bayerischen Waldes. Das tat auch seinen Beitrag zur festlichen Stimmung dieses Anlasses. Zu Beginn begrüßte Ludwig Röhrl, als Sprecher der Miltacher Jagdgenossen, die anwesenden Gottesdienstbesucher und erinnerte an die Errichtung des Kreuzes vor 50 Jahren. Während der ganzen Feier galt das Gedenken den vier Jägern Ernst Peintinger, Josef Röhrl, Alfred Weber und Franz Martin, sowie ihren Helfern, die bei der Errichtung des Holzkreuzes dabei waren. In seiner Messfeier ging auch Pfarrer Augustin Sperl auf die Errichtung und das Symbol des Kreuzes näher ein.

 

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„Das Fest Kreuzerhöhung nimmt das Kreuz und den Gekreuzigten in den Blick. An diesem Fest dürfen wir aufschauen zu der Hoffnung, die uns trägt, zum Hoffnungsträger Jesus Christus. Wer zu diesem Kreuz seinen Blick erhebet, der bekommt einen anderen Blickwinkel. Der verspürt auch etwas von der Weite des Himmels.“ So Pfarrer Sperl in seiner Predigt. „Seit seiner Errichtung ist dies ein Ort für Wanderer, aber auch ein Ort für Besinnung und Andacht. Aus dem Kreuz erwächst Segen, für alle, die zu ihm aufschauen. Und im Blick auf das Kreuz muss dem Christenmenschen bewusst werden. Wer an Christus glaubt und sich zu ihm bekennt hat das ewige Leben.“

 

Die folgenden Fürbitten vorgetragen durch Gemeindereferenten Franz Strigl waren geprägt vom Gebet für den Wald und die Fluren, sowie im Gedenken an die vier Jäger, die keine Kosten und Mühen scheuten, um im Jahre 1971 diese Gedenkstätte für den Ort, die Wanderer und die Erholung suchenden, aufzustellen.

 

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Am Ende der Messfeier schloss sich auch Bürgermeister Johann Aumeier den Worten seiner Vorredner an. Dieser Platz, hoch über unserer Gemeinde Miltach, ist für viele Menschen ein Begegnungspunkt, ein Ort, wohin sich alt und jung gerne auf den Weg machen. Er dankte den Jagdgenossen für ihr Engagement zur Erhaltung der Wälder und zur Instandsetzung der Wege. Der Jägerschaft sprach er seine Anerkennung aus über die fachgerechte und zuvorkommende Bewirtschaftung des Wildbestandes.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: 50 Jahre Jägerkreuz in unserer Pfarrgemeinde
Foto: 50 Jahre Jägerkreuz Miltach 2021

Günther Röhrl war viele Jahre der Hausmeister unserer Kirche - jetzt mussten wir Abschied nehmen

(13. 09. 2021)

Günther Röhrl kümmerte sich um die Kirche

Sein plötzlicher Tod berührt auch die Pfarrgemeinde St. Martin

 

In einer bewegenden Trauerfeier nahm am Samstag die Bevölkerung Abschied von Günther Röhrl, der in der zurückliegenden Woche plötzlich verstarb. Monsignore Pfarrer Augustin Sperl zelebrierte zusammen mit Diakon Martin Peintinger und Pfarrvikar Matthias Tang das Requiem in der Pfarrkirche. Als Kantor wirkte Dominik Heigl an der Orgel mit, begleitet von Sebastian Peintinger mit Trompete. Die Texte der Lesung und die Fürbitten sprach Vereinsmitglied Josef Prechtl. Nachrufe erhielt der im Alter von 76 Jahren Verstorbene vom Trachtenverein, vom Schützenverein, von der Feuerwehr und vom Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung.

 

In seiner Predigt nahm Pfarrer Sperl Bezug auf das Sterbebild für Günther Röhrl, das in Altötting  bei einer persönlichen kleinen Wallfahrt entstand. „Jährlich sind  sie als Familie  gemeinsam dorthin gefahren. Jeder Pilger der nach Altötting  kommt, kennt sicher auch die weltbekannte Figur - auf der Uhr in der dortigen Stiftskirche – den Tod von Altötting, der als Sensen schwingendes Knochengerippe dargestellt ist. Jede Sekunde schwingt der Schnitter einmal seine Sense und der Volksmund meint, bei jedem Sensenschwung muss ein Mensch sterben. Das ist jedoch nur eine Legende. Aber diese drastische Darstellung veranschaulicht etwas vom Wesen des Todes: Unaufhörlich schwingt er die Sense, um sein Werk zu verrichten. So schnell wie  der Schnitter den Halm abschneidet, so plötzlich und unerwartet kann uns  der Tod treffen.

 

So war es auch am vergangenen Mittwochvormittag. Günther Röhrl  hatte in diesem Jahr  einige Zeit im Krankenhaus verbracht. Er  war krank, aber nach unserem Verständnis nicht todkrank, dass  mit  seinem Ableben zu rechnen war. Aber von einer Stunde auf die andere wird alles anders: ein Leben geht zu Ende – und alles  ärztliche und persönliche  Bemühen vermag diesen Prozess nicht mehr aufzuhalte . Seit Mittwoch ist alles anders. Und wir sind in  großer innerer Anteilnahme  zusammengekommen um von ihrem  lieben Verstorbenen Abschied zu nehmen. Und wir spüren und ahnen, wie sehr er fehlen wird. Ihnen und uns. Wenn ein Mensch von einer Stunde auf die andere  vom Tod ereilt wird, wenn es keine Gelegenheit gab, Abschied zu nehmen voneinander, dann ist diese Erfahrung umso härter.

 

InhaltÜber dem Ende eines jeden Menschen liegt etwas Geheimnisvolles. Kurz zuvor war er noch einer von uns, doch dann steht das Herz still, und ein Mensch hat diese Welt verlassen. Eben war er noch da. Der Ehemann, mit dem Sie 45  gemeinsame Jahre geteilt haben. Der für Sie Stütze und Halt  war. Sie haben sich gegenseitig verstanden und in Höhen und Tiefen beigestanden. Eben war er noch da, der Vater, dem man das irdische Leben  verdankt - und viele andere  Zeichen der Zuwendung  und Wohltaten.

Röhrl Günther

Der Vater, der sie bis zuletzt beim Hausbau  unterstützt und beraten  hat - und der stolz war auf den beruflichen Aufstieg seiner Söhne. Der Schwiegervater,   der Schwager, der Opa, der sich über seine drei Enkelkinder gefreut hat, die ihn beim Besuch zuhause liebevoll als „Miltach-Opa“ bezeichneten. Eben war er noch da, der Nachbar, den man Tags zuvor noch vor dem Haus auf der  Terrasse in seinem geliebten  Garten -umgeben von Blumen-  sitzen sah. Der Garten war für ihn ein Ort  der Freude und der Lebenskraft.

 

Günther Röhrl wird  am 14. Juni 1945 in Miltach, als Sohn der Eheleute Josef und Franziska Röhrl, geboren. Seine Kindheit und Jugendzeit fällt in die Nachkriegsjahre – was so manche Entbehrung mit sich bringt. Zusammen mit seiner Schwester Maria wächst er auf dem elterlichen, landwirtschaftlichen Anwesen in der Höhenrieder Straße auf.  Sein älterer Bruder Ludwig ist noch in den letzten Monaten des 2. Weltkrieg  gefallen. Es blieb ihm versagt, ihn kennen zu lernen. Er hat oft von ihm gesprochen.

 

Günther Röhrl erlernt den Beruf des Schreiners und übt  diese Tätigkeit bis zur Rente aus, bei Handwerksbetrieben in Miltach, Kolmberg und Kötzting. 1975 heiratet er seine Frau Elisabeth -  eine geb. Rädlinger aus Blaibach. Die Ehe ist mit drei Söhnen gesegnet: Christian, Stefan, Thomas. Ende  der 70-er Jahre bauen die Eheleute Röhrl für die Familie ein neues Eigenheim, das Günther  Röhrl in den Folgejahren immer wieder ausbaute und verschönerte.

 

Untrennbar  zu   seinem Leben  gehören  vor allem  seine Dienste für die Kirche. Er unterstützt    seine Frau Elisabeth tatkräftig in ihrem Mesnerdienst als Hausmeister bei handwerklichen Aufgaben und in der Betreuung  der Pfarrkirche St. Martin in Miltach. Als erfahrener Schreiner  repariert er Türen und Kirchenbänke. Es macht ihm Freude die Kirche zu großen Kirchenfesten herzurichten und zu schmücken. Das Holen der Birken für den Prangertag  ist ihm Ehre und Verpflichtung. Es war  sein Anliegen: in der Pfarrkirche Miltach sollte jedes Jahr der schönste Christbaum weit und breit stehen - und dafür setzte er sein ganzes Geschick ein. Die Seelsorger und Pfarrer wissen,  was seine aufopferungsvollen Tätigkeiten für die Pfarrei wert sind und haben ihm immer wieder gebührend gedankt, worüber er sehr erfreut war.

 

Heute  sage ich als Pfarrer ihm nochmals ein Vergelt´s Gott  für alle Wohltaten, die wir durch ihm empfangen haben. Günther Röhrl  war bis zum letzten Tag  seines Lebens ein Mensch, dem das Ehrenamt in den Vereinen eine Erfüllung  seiner freien Zeit brachte. Mit zum schönsten was wir über ihn sagen können, ist die Aussage: Er war  ein guter Christ. Zu einem guten Christen gehört  das tägliche Gebet, der regelmäßige Kirchgang am Sonntag, der Empfang  der Hl. Kommunion und  die Liebe zur Mutter des Herrn. Er war ein treuer Marienverehrer und Rosenkranzbeter. Daraus hat er Kraft  für sein Leben und  Aufgaben geschöpft. In der Zeit der Krankheit – daheim – feiert er die Gottesdienste im Fernsehen mit  und  er schöpft aus  dem Empfang der Kommunion die große Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Im Sterben durfte er noch das Sakrament der Krankensalbung empfangen. Nehmen wir Abschied in großer Dankbarkeit und in der Gewissheit auf ein Wieder  Sehen bei Gott“.

 

Hilfsbereitschaft zeichnete ihn aus

Den Nachruf für die Perlbachschützen sprach Mathias Reck. Für seine Mitglieder kam der Tod von Günther Röhrl  völlig unerwartet. Er war einer der Gründungsmitglieder des Vereins im Jahr 1973 und danach lange Zeit Kassenprüfer. „Ich habe Günther als sehr netten und vor allem als hilfsbereiten Menschen erlebt und deshalb schmerzt es uns, ihn nicht mehr in unseren Reihe zu haben“.

 

„Günther Röhrl hat uns vom Trachtenverein D’ Regentaler in vielfacher Weise unterstützt“, sagte Vorsitzender Michael Iglhaut, „und deshalb mit großer Betroffenheit vom Tod unseres Mitgliedes erfahren“. Er gehörte seit 1966 dem Verein an. Zusammen erlebten wir viele gesellige Stunden. Er möge Ruhen in Frieden!

 

Als Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Miltach nahm Vorsitzender Johannes Bergbauer Abschied von seinem Vereinskameraden. Seit dessen Eintritt im Jahr 1965 machte er sich über viele Jahrzehnte verdient um die örtliche Feuerwehr. In dieser Zeit leistete er nicht nur 40 Jahre seinen aktiven Dienst zum Wohl des Nächsten, sondern engagierte sich bei allen Vereinsarbeiten. Von 1995 bis 2005 übernahm er zum Beispiel das Amt des 2. Vorsitzenden. Seit 2005 fungiert er als Passivenvertreter, einem weiteren wichtigen Amt. Egal um welches Anliegen es auch ging, „beim Günther und seiner Familie traf man immer auf ein offenes Ohr, auf Kameradschaft und Hilfsbereitschaft. Am heutigen Tag nehmen wir mit schwerem Herzen Abschied und geleiten ihn zu seiner letzten Ruhestätte. Wir sprechen Elisabeth mit Christian, Stefan und Thomas  unsere tiefste Anteilnahme aus“.

 

Röhrl Miltach

 

Im Namen der Pfarrei, der pastoralen Mitarbeiter, der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates sprach Claudia Pinzinger der Familie Röhrl das tief empfundene Beileid aus. „Günther war sozusagen der Hausmeister des Gotteshauses und wenn man seine Hilfe brauchte sagte er nie nein“. Wo er helfen konnte, tat er dies. So bei den anfallenden Reparaturen in der Kirche als auch beim Schmücken zu großen Kirchenfesten. Es war ihm ein Anliegen, dass es auch in und um der Kirche alles in Ordnung war.  Wir werden ihn vermissen, sein Andenken in Ehren halten, stets mit Respekt und aufrichtiger Anerkennung gedenken.

 

Im Friedhof trugen Mitglieder der Feuerwehr den Sarg ihres Kameraden zum offenen Grab, wo er nach den Gebeten des Priesters versenkt wurde.

 

Text u. Bilder: Erwin Vogl, Miltach

weitere Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Sterbebild Günther Röhrl]

[Traueransprache Pfarrgemeinde Miltach]

[Traueransprache Monsignore Sperl]

Foto zur Meldung: Günther Röhrl war viele Jahre der Hausmeister unserer Kirche - jetzt mussten wir Abschied nehmen
Foto: Pfarrei Miltach Günther Röhrl

Unsere Pfarrgemeinde gedenkt seinem früheren Seelsorger Pfarrer Johann Six

(12. 09. 2021)

Fast 60 Jahre tatkräftiges priesterliches Wirken

Johann  Six war 12 Jahre Pfarrer in Miltach – Gedenkgottesdienst in lieber und dankbarer Erinnerung 

 

Wären da nicht die Corona-Vorschriften, hätten am Freitag gerne noch mehr Gläubige den Gedenkgottesdienst für Johann Six, den ehemaligen Pfarrer von Miltach, besucht.  Treffend  besagt der Text am Sterbebild das Leben des Verstorbenen: Menschen zu begleiten war das Streben seines guten Herzens und sein Leben eine Predigt die durch Taten lehrt. Und das Foto bekräftigt dessen Lebenseinstellung. Pfarrer Johann Six verstarb 85-jährig am 29. August 2021. Im Dienst für Gott wäre er bald 60 Jahre tätig gewesen. Pfarrer Augustin Sperl zelebrierte die Eucharistiefeier in Konzelebration mit Pfarrer Jürgen Eckl und Diakon Martin Peintinger, es folgten Nachrufe durch Gemeindereferent Franz Strigl, Bürgermeister Johann Aumeier und Wolfgang Sterr; die Lieder begleitete Christian Hartl an der Orgel. Der Gottesdienst wurde zur ganz besonderen Danksagung für das Wirken des Verstorbenen. Es  vollzog sich eine wunderbare Stimmung im Gotteshaus.

 

Am 1. September wurde der Priester Johann Six nach einem würdigen Gottesdienst in seiner  Heimatgemeinde St. Englmar beigesetzt. Zum Gedenkgottesdienst in der St. Martinskirche begrüßte Pfarrer Augustin Sperl die Angehörigen des verstorbenen Mitbruders Pfarrer Johann Six sowie die weiteren Kirchenbesucher zur Mitfeier. „Der Verstorbene hat sein Leben auf Christus gebaut und ist ihm treu geblieben; sein Wirken erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Gott hat ihn mit der priesterlichen Würde ausgestattet, er gibt ihm den Platz im Himmel“. Die Texte der Lesung und der Fürbitten sprach Gottfried Heigl, das Evangelium mit der Aussage: Wenn einer Gott dienen will, folge er mir nach, verkündete Diakon Martin Peintinger.

 

Pfarrei Miltach Gedenkgottesdienst Six 1

InhaltDer Ortsgeistliche Pfarrer Sperl hielt in seiner Predigt eine Rückschau auf das priesterliche Wirken des Verstorbenen. „Die Nachricht vom Ableben des Seelsorgers löste nicht nur bei dessen Verwandten allgemeine Trauer und Betroffenheit aus, sondern auch in Miltach und in den weiteren Gemeinden wo er gewirkt hat.

Fast 60 Jahre war Six Seelsorger; das Glanzstück ist die Berufung zur Nachfolge Christi, in seinen Dienst. Dem Heimatpfarrer in St. Englmar von Johann Six ist es zu verdanken, dass er ihn auf den Beruf des Priesters anspricht und dann der Bub seine Entscheidung fällt Priester zu werden und in das Priesterseminar nach Straubing zu gehen. Bei der  Priesterweihe 1962 hat er zur Antwort gegeben: Ich bin da, sende mich; Menschen sollen ein Segen sein. Six war ein gesegneter Mensch, es zeichneten ihn aus Gesang, Humor, Freude an der Geselligkeit und im Umgang mit Menschen, so 1962 als Kaplan in Ruhmannsfelden, 1970 Pfarrer in Großschönbrunn, 1979 Pfarrer in Miltach, 1991 Pfarrer für 16 Jahre in Neufahrn (Ndb) und war ab 2007 im Ruhestand in der Pfarreiengemeinschaft Mitterfels-Haselbach tätig.

 

Johann Six wurde zum Segen für unsere Pfarrgemeinde Miltach und ist dem Verstorbenen, auch über seinen Tod hinaus, zu großem Dank verpflichtet.1980 wurde Miltach auf sein Betreiben hin zur Pfarrei erhoben. Nach dem Brand am Seitenaltar nimmt er energisch die Restaurierung der Kirche vor, sie strahlt damals wie heute. Den Bau der Kapelle in Anzenberg hat er mitgetragen. Zum Segen für die Pfarrei wurde er mit der Gründung des Katholischen Frauenbundes  und des Männerchores, der seit 1983 bei Gottesdiensten die Feier der Liturgie bereichert. Unsere Kinder führte Pfarrer Six zur Beichte und Kommunion, legendär war das anschließende Festessen im Pfarrhof, zubereitet von seiner Schwester Cilla. Pfarrer Six wurde zum Segen für Bedürftige, Ehepaare, für viele Trauernde und Leidgeprüfte. Er gehörte mit Leib und Seele zu dieser Gemeinde, brachte sich ein und vieles von seinen Werken wird weiterleben. Das Gebet war ihm ganz wichtig. Bis zuletzt kam er noch gerne nach Miltach, zum Beispiel zum Fest des Martiniritts und zahlreiche Verbindungen im Ort bestanden bis heute. Ihm und seiner Schwester Cilla, die immer mitgeholfen hat, ist die Pfarrei verpflichtet“, so der Prediger.

 

„Und welcher Priester kennt nicht die Not, wenn die Wertschätzung der Sakramente schwindet, wenn Ehen zerbrechen und Kinder nicht mehr getauft werden – und das nicht nur jetzt zu Corona-Zeiten oder wenn die Kinder nicht mehr zum Gebet und Gottesdienstbesuch angehalten werden. Daran kann ein Priester fast zerbrechen und mancher fragt sich ob er versagt hat.  Pfarrer Six prägte, dass er die Menschen mochte und sie nahm wie sie sind, was keineswegs einfach ist. Für sich selbst hat er keine Reichtümer angeschafft, seine Geschwister konnten seine offenen Hände erfahren. Wir sagen Pfarrer Six Dank für alles was er in seinem Leben Gutes getan hat. Bitten wir den Herrn, dass er ihm die ewige Gemeinschaft seiner Liebe schenke. Sein Wirken soll Samen sein für priesterliche Berufe.

 

Die Pfarrgemeinde sagt „Danke“

InhaltGemeindereferent Franz Strigl sprach im Namen der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates einen Nachruf auf den verstorbenen Seelsorger Pfarrer Johann Six. „Auch über dessen Tod hinaus ist ihm die Pfarrgemeinde Miltach zu großem Dank verpflichtet.

Pfarrei Miltach Gedenkgottesdienst Six 2

Monsignore Augustin Sperl hat schon in seiner Predigt die vielfältigen Verdienste von Pfarrer Hans Six für unsere Gemeinde gewürdigt. Ein paar weitere Gedanken fügte er noch an: Als Lehrer für Religion waren viele, viele Kinder hier in Miltach bei ihm im Unterricht. Zahlreiche Kinder führte er durch die Taufe, die Erstkommunion und durch die Firmung hin zum Glauben.

 

Freudige Ereignisse waren für ihn genauso Erfüllung seines priesterlichen Wirkens wie die Begleitung und die Trauerfeier für Verstorbene. Vor allem aber die Jugendarbeit stand in seiner Amtszeit in Miltach oft im Vordergrund. Zahlreiche Ausflüge mit der Landjugend und mit den Ministranten erfüllten diese Zeit. Denken wir nur an  die legendären Zeltlager in Auerkiel oder am Klinglbach oder auch an die Wanderungen in den Alpen. Ich möchte nur den Wallberg und den Jenner nennen.  Lange Jahre war er Kreisjugendseelsorger im Landkreis Cham. Auch zahlreiche Pfarrausflüge wie nach Erl oder Deutschnofen gehörten dazu. Die Türen des Miltacher Pfarrhofes standen für alle immer weit offen für Gesprächsabende, Treffen zum Kartenspielen, Chorfeier und vieles mehr. Das Wandern war seine große Leidenschaft. Gerne erklomm er die Berge des Bayerischen Waldes und war regelmäßig in seinem Urlaub in den österreichischen Alpen unterwegs.

 

Pfarrei Miltach Gedenkgottesdienst Six 3

Vor allem die Geselligkeit und das gemeinschaftliche Treffen waren Kraftquelle und Markenzeichen des Priesters Johann Six. Zahlreiche Verbindungen zu Familien im Ort bestanden bis zuletzt. Beide Verstorbenen, Pfarrer Six und Günther Röhrl, verband eine lange und tiefe Freundschaft bis zuletzt.

 

Gott nahe zu sein, im Dienst für ihn und für die Menschen, das war sein Glück. Im Priester Johann Six begegnete den Gläubigen ein lebensfroher und Freude ausstrahlender Mensch und Priester. Man spürte dass er gerne bei den Menschen war und dass er die Menschen mochte. Die vielen Witze und Anekdoten, die Pfarrer Six augenzwinkernd über so manche menschliche Unzulänglichkeiten zu erzählen wusste, bewiesen das. Wir sagen nochmals ein herzliches und aufrichtiges Vergelt’s Gott für all seine Mühen zum Wohle und zum Segen unserer Pfarrgemeinde und der Menschen die hier Leben“, schloss Franz Strigl.

 

 

Pfarrei und Kommune im Einklang

Bürgermeister Johann Aumeier meinte in seinem Nachruf, dass die Bürger Pfarrer Johann  Six als einen volksverbundenen Geistlichen schätzten und dieser das Amt als Pfarrer für Kirche und  Gemeinde in besonderer Weise verbinden konnte. „Über die seelsorglichen Aufgaben hinaus war es  dem Priester ein Bedürfnis sich der Sorgen und Nöte seiner Pfarrgemeinde anzunehmen. Es lag ihm am Herzen die Menschen für seine Ideen einzunehmen; in vielfältiger Weise prägte er das gemeinschaftliche und gesellschaftliche Leben. Mit seinem gewinnenden Lachen und positiver Lebenseinstellung konnte er die Menschen begeistern und sie überzeugen sich in die Pfarrgemeinde einzubringen wie in Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Frauenbund und MMC; auch unterstützte er Vereinsfeiern und Festlichkeiten wie das Patrozinium mit Martiniritt und freute sich über ein Gespräch mit den Bürgern. Pfarrer Johann Six war ein bescheidener Mensch. Mit seiner freundlichen und gütigen Art gewann er die Sympathien der Menschen. Mehr als 12 Jahre hat er in dieser Gemeinde gewirkt, vieles dabei bewirkt, vieles in seinem Sinne beeinflusst und gelenkt. Wir danken ihm, sein Wirken bleibt lebendig und unvergessen“, so der Bürgermeister.

 

Männerchor gegründet

InhaltFür die Martinssänger sprach Wolfgang Sterr. „Als Pfarrer Six vor 42 Jahren die Pfarrei Miltach übernahm, stellte sich bald heraus, dass Gesang seine Leidenschaft war und mit seiner kräftigen  schönen Baritonstimme die Gottesdienstbesucher beeindruckte.

Pfarrei Miltach Gedenkgottesdienst Six 4

1983 gelang es ihm die Männer zu motivieren sich mehr am Gesang zu beteiligen. Es wurden Lieder aus dem Gottes Lob bei regelmäßigen Proben einstudiert und nach und nach verschiedene Messgesänge. Abgeleitet vom Miltacher Pfarrpatron, des Hl. Martin, nannte sich die Männergruppe die „Martinssänger“, die noch heute besteht. Wir sind Pfarrer Johann Six zu besonderem Dank verpflichtet  und werden unserem Gründer mit einer von uns mitgestalteten Messe ein Vergelt’s Gott sagen.

 

In der Kirche war bei diesem Gedenkgottesdienst eine besondere Stimmung spürbar. Dankbar für die Zeit mit Pfarrer Johann Six stimmten am Schluss der Eucharistiefeier die Anwesenden in das „Tedeum“ ein.

 

Text u. Bilder: Erwin Vogl, Miltach

weitere Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Unsere Pfarrgemeinde gedenkt seinem früheren Seelsorger Pfarrer Johann Six
Foto: Pfarrei Miltach Gedenkgottesdienst Six

Drei Kinder wurden durch die Taufe in die Kirche aufgenommen

(07. 09. 2021)

In der Taufe schenkt uns Gott seine Zuneigung

Taufe von Veronika Marie Heigl, Paul Müller und Max Josef Hofmann in der Pfarrkirche von Miltach

 

Gerade an diesem Sonntag gab es wieder eine außergewöhnlich freudige Feierstunde in der Kirche von Miltach. Ein Mädchen und zwei Buben wurden durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Monsignore Pfarrer Augustin Sperl spendete Veronika Marie Heigl, Tochter von Roland und Bianka Heigl (Geb. Breu) aus Wimbach, Pfarrei Blaibach das Sakrament der Taufe. Patin für das kleine Mädchen ist Cornelia Margeth, Wimbach. Zudem getauft wurde Paul Müller, Sohn von Andreas und Marina Müller (geb. Reil), wohnhaft in Roding. Das Patenamt übernahm hier Florian Müller ebenfalls aus Roding. Außerdem wurde durch seine Eltern Johannes Brandl und Veronika Hofmann, aus Miltach, Max Josef Hofmann zur Pfarrkirche gebracht, um die Taufe gespendet zu bekommen. Das Patenamt bekleidete bei ihm Ines Meindl aus Miltach.

 

Durch die feierliche Taufe wurden die jungen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Der Priester begrüßte zu Beginn Täuflinge, Eltern, Großeltern und Verwandte in der Miltacher Pfarrkirche. „Unsere Taufe hat ihr Vorbild in der Taufe Jesu. Durch die Zeichen der Taufe werden die jungen Täuflinge in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen.“ Der Geistliche bat die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern stets helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft finden, sie auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche. „Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes, aber auch eine große Aufgabe, von Gott aufgegeben.“.

 

Pfarrer Augustin Sperl segnete danach das Taufwasser, welches versetzt war mit Wasser aus dem Jordan, rief Gottes Segen auf das Mädchen und die die beiden Buben herab, nahm den Eltern und den Paten das Taufversprechen ab und taufte Veronika Marie, Paul und Max Josef in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der drei Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an drei Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die Taufbewerber schließlich mit geweihtem Wasser das Taufsakrament empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden die drei Täuflinge noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt. Christian Hartl begleitete an der Kirchenorgel die Feierstunde.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Drei Kinder wurden durch die Taufe in die Kirche aufgenommen
Foto: Taufe September 2021 Miltach

Unsere Pfarrgemeinde nimmt Abschied von Pfarrer Johann Six

(31. 08. 2021)

Gott nahe zu sein, im Dienst für ihn, das war sein Glück.

Die Pfarrgemeinde Miltach nimmt Abschied von seinem langjährigen Pfarrer

 

Die Nachricht, dass der frühere Pfarrer der Pfarrgemeinde „St. Martin“ in Miltach, Johann Six, verstorben sein soll, wurde am vergangenen Sonntag immer mehr zur traurigen Gewissheit. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt im Universitätsklinikum in Regensburg, schloss der stets heiter aufgelegte Priester, Seelsorger und Freund vieler, im bei sein seiner Schwestern Cilla und Reserl für immer die Augen. So war es am Sonntag auch eine Selbstverständlichkeit, dass an seiner früheren priesterlichen Wirkungsstätte für den lebensfrohen Geistlichen die Totenglocke läutete.

 

Am 9. Januar 1936, war im Hause Six in Maibrunn ein Gnadentag, als nach einer älteren Schwester mit dem zweiten Kind der Familie der Stammhalter auf die Welt kam. Und drei Tage danach, am 12. Januar wurde das neue Menschenkind nach St. Englmar zur Taufe gebracht. In der dortigen Pfarrkirche hat er dann die Gnade des Taufsakraments empfangen. Pfarrer Six hat dieses Gnadengeschenk der Taufe in seinem späteren Leben angenommen, den Schatz der Liebe Gottes entdeckt, und sein Leben ganz in den Dienst gestellt, Apostel der Liebe Gottes zu sein.

 

In der Priesterweihe am Hochfest Peter und Paul 1962 im Dom in Regensburg ist diese Taufberufung für ihn nochmal vertieft und verdichtet worden. Bei seiner Weihe zum Priester ist er auf besondere Weise hineingestellt worden in das Paschamysterium von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Das wird besonders deutlich, wenn es da bei der Überreichung von Brotschale und Kelch an den neugeweihten Priester heißt: „Empfange die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.“ In diesem Dienst wäre Pfarrer Six seit bald 60 Jahren tätig gewesen. Diese lange Zeit war eine Gnade für alle, denen sein priesterlicher Dienst als Kaplan und Pfarrer an seinen verschiedenen Wirkungsstätten gegolten hat und auch in den letzten Jahren seines Ruhestands in Mitterfels, Haselbach und Herrnfehlburg. Jeder, dem Pfarrer Six in seinem Beruf als Priester begegnet war, der spürte bei ihm, wie es der Schreiber des Psalms 73 in Worte fasst: „Ich aber – Gott nahe zu sein, ist mein Glück.“

 

Von 1962 bis 1970 war er Kaplan in der Pfarrgemeinde Ruhmannsfelden. Danach führte ihn der Weg in die nördliche Oberpfalz (von 1970 – 1979) in die Pfarrei Großschönbrunn. Nach dem Tod des früheren Seelsorgers von Miltach, Georg Samhuber, wurde Pfarrer Johann Six die Pfarrgemeinde Miltach übertragen. Von 1979 bis 1991 war er deren örtliche Seelsorger. Mit der Pfarrei Neufarn / Ndb. übernahm er schließlich 1991 noch einmal einen neuen Pfarrsitz, den er bis zum Ruhestand im Jahr 2007 innehatte. Immer an seiner Seite, seine Schwester Cilla, die ihm den Haushalt führte und stets an seiner Seite stand.

 

Mit seinen 85 Jahren hätte Pfarrer Six nach bürgerlichen Maßstäben schon längst seinen wohlverdienten Ruhestand genießen können. Aber er tat, soweit es die gesundheitliche Verfassung zuließ, weiter seinen Dienst als Priester für Gott und die Menschen. Und das tat er gerne. Gott nahe zu sein, im Dienst für ihn, das war sein Glück. In dem Priester Johann Six begegnete den Gläubigen ein Glück ausstrahlender Mensch und Priester. Wer ihn erlebte, der spürte wohl auch, dass er gerne bei den Menschen war; und dass er die Menschen mochte, so wie sie nun mal sind. Die vielen Witze und Anekdoten, die Pfarrer Six augenzwinkernd über so manche menschliche Unzulänglichkeiten zu erzählen wusste, bewiesen das. Er mochte die Menschen trotz ihrer manchmal allzu menschlichen Schwächen.

 

Die Pfarrgemeinde Miltach sagt danke

Die Regentalgemeinde Miltach ist dem Verstorbenen, auch über seinen Tod hinaus, zu großem Dank verpflichtet. Während der seelsorgerischen Tätigkeit von Pfarrer Six wurde die Expositur Miltach 1980 zur Pfarrei erhoben. Die Innenrenovierung der Pfarrkirche, nach einem Altarbrand, fiel in diese Zeit. Als Geistlicher, aber auch als Lehrer für Religion waren viele, viele Kinder bei ihm in den Unterricht, an der hiesigen Schule in Miltach, gegangen. Zahlreiche Kinder führte er durch die Taufe, die Erstkommunion und die Firmung hin, zum Glauben. Freudige Ereignisse, wie etwa Trauungen, waren für ihn genauso Erfüllung seines priesterlichen Wirkens, wie die Begleitung und die Trauerfeier für Verstorbene. Vor allem aber die Jugendarbeit war in seiner Amtszeit in Miltach prägend. Zahlreiche Ausflüge mit Jugendlichen und mit den Ministranten, die legendären Zeltlager oder Wanderungen und gesellige Zusammenkünfte erfüllten diese Zeit. Vor allem die Geselligkeit und das gemeinschaftliche Treffen waren Kraftquelle und Markenzeichen des Priesters Johann Six. Bis zuletzt kam er noch gerne zurück nach Miltach zu kirchlichen Festen, wie dem Martiniritt und zu Sängertreffen der Martinssänger, dessen Gründer und Mentor er während seiner Amtszeit in Miltach war. Zahlreiche Verbindungen zu Familien im Ort bestanden bis zuletzt. Das Wandern war seine große Leidenschaft. Gemeinsam mit seiner Haushälterin und Schwester Cilla, erklomm er die Berge des Bayerischen Waldes immer und immer wieder und war regelmäßig in seinem Urlaub in den österreichischen Alpen unterwegs. Das waren dann auch Wochen, in denen er zusammen mit seinen Geschwistern fröhliche Stunden verbrachte. Die Dorfgemeinschaft von Anzenberg ist Pfarrer Six zu Dank verpflichtet, gingen die Planungen und schließlich der Bau der dortigen Fatimakapelle auch auf eine Initiative des Pfarrers zurück.

 

Die Pfarrgemeinde Miltach wird dem verstorbenen stets ein ehrendes Gedenken bewahren. So wird am Freitag, 10. September um 17.30 Uhr der Sterberosenkranz in der Pfarrkirche „St. Martin“ gebetet. Anschließend wird um 18 Uhr bei einem Gedenkgottesdienst an den Pfarrer, Seelsorger, Gesangsbruder und guten Freund, Johann Six, erinnert. Ehrende Nachrufe, an Ende der Eucharistiefeier sind ebenfalls vorgesehen.

 

Auf dieser Seite ganz unten (Downloads) das Sterbebild für Pfarrer Six.

 

Pfarrer Johann Six (+)

 

Traueranzeige Miltach

 

Text: Christian Röhrl, Miltach mit div. Quellen

Bilder: Familie Six, Haselbach u. Maibrunn

[Sterbebild Pfarrer Six]

Foto zur Meldung: Unsere Pfarrgemeinde nimmt Abschied von Pfarrer Johann Six
Foto: Pfarrer Johann Six (+)

Pfarrer Francis Enyam in unserer Pfarrei verabschiedet

(29. 08. 2021)

Dankesworte zum Abschied

Am vergangenen Wochenende verabschiedeten die Pfarrgemeinden Blaibach und Miltach Pfarrer Dr. Francis Couston Enyam, der für vier Wochen in der Pfarreiengemeinschaft gewirkt hat.

 

In Blaibach sagte die stellvertretende Pfarrgemeinderatssprecherin Regina Franz am Samstag am Ende des Vorabendgottesdienstes dass es Zeit sei, Danke zu sagen. Die Pfarrei St. Elisabeth bedanke sich sehr herzlich für vier Wochen Urlaubsvertretung. Somit konnten auch in den Sommerferien die Gottesdienste stattfinden. Im Namen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung übergab sie gemeinsam mit Kirchenpfleger Albert Seiderer einen Korb mit Honig, der zur Gesundheit des Priesters beitragen solle, so Franz. Im Namen der Pfarrgemeinde wünschte sie dem Geistlichen zudem Kraft, Gesundheit und Gottes Segen und so Gott will ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

Verabschiedung Pfarrer Francis Blaibach

 

Auch PGR-Sprecherin Claudia Pinzinger sowie Kirchenpfleger Christian Röhrl verabschiedeten im Rahmen der Messe am Samstag den Priester. Dank sprachen sie für das seelsorgerische Wirken im Juli und August aus. In dieser Zeit habe sich Pfarrer Couston Enyam in Miltach zudem bei verschiedenen Anlässen außerhalb der Gottesdienste angeschlossen, beispielsweise bei einer Sitzung des Pfarrgemeinderates mit anschließendem Pizzaessen. Auch beim Grillabend der Ministranten verbrachte der Geistliche mit den Jugendlichen eine schöne und gesellige Zeit. Für sein weiteres Wirken, der Priester kehrt Ende September wieder in seine Heimat Ghana zurück, wünschten die beiden Glück, Gesundheit und Gottes reichen Segen. Zudem hoffen die PGR-Sprecherin und der Kirchenpfleger ebenfalls auf ein Wiedersehen in der Regentalgemeinde und dass er die Gläubigen der Pfarrei im Herzen und im Gebet behalten möge. Zum Abschied gab es für ihn ebenfalls ein kleines Dankeschön.

 

Der Priester zeigte sich dankbar für die Zeit in den beiden Pfarreigemeinden. Es waren schöne und gute Zeiten voller netter Begegnungen und schöner Gespräche sagte er.

 

Text: Alexander Ziereis, Blaibach

Bilder: Christian Röhrl, Miltach u. Alexander Ziereis, Blaibach

Foto zur Meldung: Pfarrer Francis Enyam in unserer Pfarrei verabschiedet
Foto: Verabschiedung Pfarrer Francis Miltach

Unsere Pfarrei-Homepage präsentiert sich in neuem Gewand

(23. 08. 2021)

Pfarrgemeinde Miltach präsentiert sich im Internet mit neuem Design

Überarbeitung um auf den neuesten Stand zu sein – Informationsmedium wird rege genutzt

 

Das digitale Zeitalter hat in der Pfarrgemeinde Miltach bereits seit vielen Jahren Einzug gehalten. Nicht nur jetzt, in Zeiten der Corona Pandemie, wo die Gremien von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung auf digitale Treffen setzen mussten, betreibt die Kirchengemeinde seit mehr als zehn Jahren eine stets aktuelle und informative Homepage.

 

Ein Azubi-Projekt in Brandenburg bietet Organisationen in ganz Deutschland die Möglichkeit, sich kostenlos ihre Internetseite erstellen zu lassen. Die Pfarrei Miltach hat schon Anfang 2013 den Service genutzt - und ist nach wie vor begeistert davon.

 

Aufgeräumt und in vielen Teilen neu strukturiert wirken sie, die überarbeiteten Internetseiten der Kirchengemeinde Miltach: Großformatige Fotos erzählen von der alten Pfarrkirche und von den Kapellen im Pfarreigebiet. Viele geschichtliche Beiträge aus der Pfarrchronik und Erläuterungen zur heutigen Pfarrkirche sind genauso enthalten, wie auch Veranstaltungshinweise und Nachrichten von den Aktivitäten und gottesdienstlichen Feiern. In einem speziellen Kasten wird die Tagesliturgie des aktuellen Tages angezeigt und die passenden Texte aus der Bibel näher gebracht.

 

Wer mit dem PC, dem Smartphone, Laptop oder einem Tablet auf www.pfarrei-miltach.de geht, bekommt alles übersichtlich dargestellt. Das erfreulichste ist: Bezahlt hat die Pfarrgemeinde für die Überarbeitung der Seiten einen ganz geringen Unkostenbeitrag, Lehrlinge aus dem Förderprogramm „Azubi-Projekte“ in Nuthetal bei Potsdam haben das kostenlos erstellt. Unter den Jugendlichen angehende Fachinformatiker und Mediengestalter.

 

2009 hatte der in Potsdam sitzende „Förderverein für regionale Entwicklung" das Azubi-Projekt gestartet, um zwei ehrgeizige Ziele zu verfolgen: Auszubildende sollen an echten Projekten lernen. Und gesellschaftlich relevanten Organisationen in ganz Deutschland will der Verein zu einem ansprechenden Internetauftritt verhelfen. Inzwischen seien rund 3000 Internetseiten entstanden, vor allem für Vereine, Kommunen und Kirchengemeinden. „Gerade in der aktuellen Situation sind gewiss viele Gemeinden sehr daran interessiert, sich einen guten Internetauftritt zu verschaffen oder den alten aufzufrischen.", mein Miltachs Kirchenpfleger Christian Röhrl.

 

Die Pfarrgemeinde Miltach hatte das Angebot vor knapp zehn Jahren zum ersten Mal genutzt, erzählt Röhrl. „Mittlerweile war unser Internetauftritt ein bisschen in die Jahre gekommen, und vor allem war das Layout nicht mehr der heutigen Zeit entsprechend." Darum habe man vor einem halben Jahr ein zweites Mal begonnen, mit den Azubis zusammenzuarbeiten. Mit dem Ergebnis ist Röhrl hoch zufrieden. „Das ist wiederum eine große Bereicherung für unsere Regentalgemeinde", findet er. Zumal er verfolgen kann, dass der Online-Auftritt seit vielen Jahren sehr regelmäßig und mit großem Interesse von vielen Gläubigen aufgerufen wird. Seit Beginn ist Christian Röhrl mit der Pflege und der Gestaltung der örtlichen Internetpräsenz betraut. „Ich versuche, dass ich so ausführlich und so schnell wie möglich die interessierten Gläubigen mit Texten und natürlich mit vielen Bildern versorgen kann. Alles natürlich unter den stets geltenden Datenschutzvorgaben und den neuesten Zertifikatsanforderungen für einen sicheren und virenfreien Internetauftritt.

 

Einen guten Internetauftritt findet auch Monsignore Pfarrer Augustin Sperl wichtig. „Im vergangenen Jahr 2020 waren 4718 Menschen auf unserer Seite", erklärt er. Am häufigsten interessieren sich die Besucher einer Statistik zufolge für die Termine und Nachrichten der Pfarrei. „Der Pfarrbrief ist ebenfalls sehr gut frequentiert und wird vielfach von den Gläubigen heruntergeladen.“

 

Weil im Regental das Coronavirus genauso angekommen war wie überall auf der Welt, haben viele Menschen in den letzten Monaten die Gelegenheit genutzt, auf der Homepage bereitgestellte Gebete zu finden und Wortgottesdienste für zuhause ausdrucken zu können.  „Man muss ja irgendwie versuchen, für die Menschen da zu sein." Technisch sei es zum Glück sehr einfach, auf der Internetseite Texte zu veröffentlichen oder Videos und Bilder von den aufgezeichneten Gottesdiensten einzubinden. „So kann jeder weltweit nachsehen, was bei uns los war und das ist wirklich sehr schön." sagt Röhrl.

 

Das Azubiteam ist bereit für weitere Anfragen

Auch den anderen Kirchenverwaltungen in der Pfarreiengemeinschaft Blaibach und Harrling/Zandt/Altrandsberg hat Christian Röhrl das Azubi Projekt bereits empfohlen - mit sichtbarem Ergebnis wie etwa in Blaibach auf www.pfarrei-blaibach.de. Weitere Kirchengemeinden können das Angebot gerne nutzen.

 

Die Zusammenarbeit funktioniert im Idealfall so, schildert Röhrl: Jemand von der Kirchengemeinde stellt dem Azubiteam erste Wünsche zum Aufbau und zum Design des Internetauftritts vor, schreibt die Texte für die Seiten und ordnet Fotos für die jeweiligen Reiter zu. Die angehenden Mediengestalter erarbeiten dann Design-Entwürfe, ein Fachinformatik-Azubi sorgt für die technische Umsetzung, sobald klar ist, welcher Entwurf realisiert werden soll. Eine angehende Kauffrau oder ein Kaufmann für Büromanagement trifft die Absprache mit der beauftragenden Pfarrgemeinde bzw. Vereinigung, und Medienkaufleute prüfen die Qualität. Ein paar Wochen oder Monate dauert es dann schon, bis der Internetauftritt fertig ist, was aber auch stark von den Wünschen und Anforderungen der Projektpartner abhängt.

 

Interessierte können sich unter 0331/55 04 74 71 oder per E-Mail an melden. Mehr Informationen gibt es auf www.azubi-projekte.de.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach (mit Quellen vom Azubi-Projekt)

Foto: Förderverein für regionale Entwicklung, Nuthetal

Foto zur Meldung: Unsere Pfarrei-Homepage präsentiert sich in neuem Gewand
Foto: Azubi-Projekt

Kräuterbuschen-Segnung am Festtag Maria Himmelfahrt

(16. 08. 2021)

Herrlich duftende Büschl aus Kräutern und Blumen gebunden

Vom Frauenbund Miltach gefertigt – Erlös ist für die Mission bestimmt

 

„Im kirchlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt drückt sich die Zuversicht des Menschen nach einem sorgen- und angstfreien Leben aus. Wir glauben daran, dass Maria als erste mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ist. Die Mutter Gottes ist für uns Christen ein Zeichen der Hoffnung und ist die Quelle des Trostes und so hoffen wir, dass auch wir am Ende unserer Tage von Christus in den Himmel aufgenommen werden“, verdeutlichte Monsignore Pfarrer Augustin Sperl beim Vorabendgottesdienst seine Gedanken zum kirchlichen Festtag. Pfarrvikar Matthias Tang stimmte am Sonntag in die selben Gedanken ein und sprach in seiner Predigt von Maria und ihrer Himmelfahrt.

 

Aus zahlreichen, unterschiedlichen Kräutern und Blumen, wie etwa Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und verschiedenen Getreidesorten, die am Samstag gesammelt oder von Gläubigen gespendet wurden und einen angenehmen Duft verströmten, banden Frauenbundmitglieder viele Kräuterbüschl für den „Großen Frauentag“. In bereitgestellten Körben standen die Gebinde bei den Messfeiern zum Fest „Mariä Himmelfahrt“ für die Segnung und den Verkauf bereit, wobei unser Frauenbund den Erlös wieder an die Mission spendet.

 

Kräuterbuschensegnung Miltach 2021 1    Kräuterbuschensegnung Miltach 2021 2

 

Die beiden Eucharistiefeiern des kirchlichen Festtages waren entsprechend geprägt mit Lobliedern zu Ehre Marias. Die beiden Geistlichen Pfarrer Augustin Sperl und Pfarrvikar Matthias Tang segneten jeweils am Ende der Messfeiern die Kräuterbüschl und Blumengebinde am Altar und bei der Muttergottesfigur und schritten durch die Pfarrkirche, um auch die mitgebrachten Kräutergebinde der Kirchenbesucher zu segnen. Wie in den Jahren zuvor kommt der Erlös auch in diesem Jahr wieder einer gemeinnützigen Organisation, für die Arbeit in der Mission, zugute.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kräuterbuschen-Segnung am Festtag Maria Himmelfahrt
Foto: Kräuterbuschensegnung Miltach 2021

Jahrtagsfeier der FF Eismannsberg bei der Fatimakapelle

(15. 08. 2021)

Feuerwehr Eismannsberg feiert den Jahrtagsgottesdienst bei der Fatimakapelle in Anzenberg

 Segnung des Totenbrettes für Bertilla Bergbauer

 
Am Freitagabend zelebrierte bei herrlichem Sommerwetter Monsignore Pfarrer Augustin Sperl die Eucharistiefeier zum Jahrtag der FFW Eismannsberg. Für Bertilla Bergbauer konnte ein neues Totenbrett den kirchlichen Segen empfangen.

 

Landschaftlich bevorzugt liegt die Fatimakapelle idyllisch am Waldrand oberhalb der Ortschaft Anzenberg. Die Gottesdienstbesucher hatten wieder seitlich neben der Gebetsstätte, auf Bänken, ihre Plätze eingenommen, darunter die Mitglieder der FFW Eismannsberg mit ihrem Fahnenträger; der Altar wurde aus der Kapelle geholt und zeigte zu den versammelten Gläubigen hin. Das Wetter hatte es recht gut mit den Betern gemeint und so war angenehmes Sommerwetter geboten, welches die Messfeier im Freien erlaubte.

 

Jahrtagsgottesdienst FF Eismannsberg 2021 1    Jahrtagsgottesdienst FF Eismannsberg 2021 2

 

Die Lesung und auch die Fürbitten wurden vom 1. Kommandanten Alexander Kerner bzw. vom 1. Vorsitzenden Andreas Raab vorgetragen. In die Bittrufe waren auch die Erbauer der Kapelle, die Verstorbenen der FFW Eismannsberg und der Dorfgemeinschaft Anzenberg einbezogen. Im Messformular hatte Pfarrer Sperl bereits den bevorstehenden Festtag Maria Himmelfahrt einbezogen. Außerdem wird immer um den 13. eines Monates der Fatimatag begangen, zu dessen Gedenken ebenfalls in der Messfeier erinnert wurde. Nach dem Evangelium segnete Pfarrer Augustin Sperl das neu errichtete Totenbrett für Bertilla Bergbauer, die eine große Gönnerin und Förderin der Fatimakapelle in Anzenberg war.

 

Nach dem Segen, der besonders auch den Feuerwehrkameraden galt, dankte der Priester allen fürs Kommen und deren Mitfeier sowie denjenigen, die die Vorbereitungen und einen Dienst übernommen hatten. Mit verschiedenen Marienlied zur Mutter Gottes wurde die Gottesdienstfeier besonders unter deren Schutz gestellt.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Jahrtagsfeier der FF Eismannsberg bei der Fatimakapelle
Foto: Jahrtagsgottesdienst FF Eismannsberg 2021

Ministranten starten in die Sommerferien mit einem Grillabend

(06. 08. 2021)

Ministranten starten mit Grillabend in die Sommerferien

Kürzlich trafen sich die Ministranten unserer Pfarrei Miltach, um mit einem gemeinsamen Grillabend in die Sommerferien zu starten. Bei angenehmen, sommerlichen Temperaturen hatte die Familie Holzapfel in Flammried ihren Garten und die Garage angeboten, damit sich die Buben und Mädchen, zusammen Kirchenpfleger Christian Röhrl und Gemeindereferent Franz Strigl dort treffen konnten. Nach einem schmackhaften Abendessen standen verschiedene Spiele auf dem Programm. Mütter der Messdienster hatten Salate zubereitet und Gastgeber Christian Holzapfel bereitete das leckere Essen auf dem Grill zu.

 

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Die Geschicklichkeitsspiele forderten die Konzentration der Jugendlichen heraus. Neben Fußball spielen waren auch Dosenwerfen, Ringewerfen, und der Gummistiefel-Weitwurf zu absolvieren. Im Laufe des heiteren Abends gesellten sich auch Pfarrvikar Matthias Tang und Aushilfspfarrer Dr. Francis Enyam dazu. Auch sie bewiesen bei den einzelnen Spielen ihr Geschick und verbrachten zusammen mit den Altardienern ein paar unbeschwerte Stunden, die am Ende, als es dunkel wurde, am Lagerfeuer ausklangen. Dieser Abend war ein Dankeschön von Seiten der Pfarrgemeinde gegenüber den Ministranten, die das ganze Jahr über zuverlässig ihren Dienst am Altar verrichtet hattet, trotz der erschwerten Coronavorgaben. Christian Röhrl überreichte an Birgit Holzapfel ein kleines Dankeschön für die Überlassung ihres Gartens und die Vorbereitungen des Ministrantentreffens.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Ministranten starten in die Sommerferien mit einem Grillabend
Foto: Grillabend Minis Miltach 2021

Fahrzeugsegnung ein gelungenes Angebot vor den beginnenden Ferien

(26. 07. 2021)

Gottesdienst und Fahrzeugsegnung erstmals durchgeführt

Gläubige lassen ihre PKW segnen und empfangen den Reisesegen

 

In der Pfarrei Miltach wurde schon öfter der Wunsch nach einer Fahrzeugsegnung laut. Seit vielen Jahren werden Anfang Mai, um den Florianitag, die Feuerwehrfahrzeuge der Pfarrgemeinde gesegnet. Doch jetzt waren Fahrzeuge aller Art an der Reihe. Am letzten Sonntag wurden alle Fahrzeugbesitzer der Pfarrei zu einer solchen Fahrzeugsegnung eingeladen.

 

Der Segnung voraus ging um 8.30 Uhr eine Hl. Messe in der Pfarrkirche. Unmittelbar nach der Feier erfolgt der Segnungsakt. Die Fahrzeugbesitzer konnten beim Verlassen der Kirche zu ihren Autos oder sonstigen Fahrzeugen gehen. Es konnten auch Fahrräder und Kinderfahrzeuge mitgebracht werden.

 

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Pfarrvikar Matthias Tang und Diakon Martin Peintinger führten die Segnung durch. Zunächst sprach der Priester den Reisesegen und spendete anschließend mit Weihwasser und Weihrauch seinen Segen über die PKW und Fahrräder. Dabei schritten Pfarrvikar Tang und Diakon Peintinger durch die Reihen des benachbarten Parkplatzes. Die Ministranten verteilten Christophorus Bildchen an die Gläubigen als Erinnerung. Um den Gedenktag des Heiligen Christophorus (24. Juli) und zum Beginn der Sommerferien war es eine schöne und passende Idee diese Segnung jetzt erstmals durchzuführen.

 

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Hl. Christophorus

Der Heilige Christophorus gehört zu den 14 Nothelfern und gilt seit dem Mittelalter unter anderem als Schutzpatron der Reisenden. Der Märtyrer wird häufig als riesenhafter Mann mit einem Stock in den Händen dargestellt, der das Christuskind auf seinen Schultern durch einen Fluss trägt. Dies ist auch ein Hinweis auf den Namen des Heiligen, der „Christusträger“ bedeutet.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Fahrzeugsegnung ein gelungenes Angebot vor den beginnenden Ferien
Foto: Fahrzeugsegnung Miltach 2021

Jakobsweg Radl-Wallfahrt 2021 war für die Teilnehmer ein Segen

(25. 07. 2021)

Radlwallfahrt nach Haselbach und zum Bogenberg

Jakobswegwallfahrt zum Jubiläumsjahr

 

Das Heilige Jahr im spanischen Santiago de Compostela wird immer dann begangen, wenn der Namenstag des Heiligen Jakobus auf einen Sonntag fällt, das ist der 25. Juli. Angeblich werden die heiligen Jahre schon seit 1120 besonders gefeiert. Die letzten Heiligen Jahre auf dem Jakobsweg im 21. Jahrhundert waren 2004 und 2010. Heuer war es wieder so weit.

 

Der Beginn des besonderen Jahres startet am 31. Dezember mit der Öffnung der Heiligen Pforte, durch die Pilger nur in diesem außergewöhnlichen Jahr die Kathedrale in Santiago de Compostela betreten dürfen. Dieses Ritual ist seit dem 15. Jahrhundert belegt. Die Heilige Pforte wird auch „Pforte der Vergebung“ (Puerta de Perdon) genannt.

 

Der Jakobsweg, bildet eine Vielzahl von Wegen, die sich in ganz Europa befinden und deren Ziel immer Santiago de Compostela in Spanien ist. Es gibt also eine sehr große Vielfalt an Möglichkeiten eine Wanderung oder Pilgerreise zum Grab des Heiligen Jakobus in Galicien zu machen. Diese Wege werden ebenfalls Jakobswege genannt, wobei der Camino Francés, der in den Pyrenäen beginnt und nach Santiago de Compostela führt, als der Hauptweg betrachtet wird. In der Pfarrei Miltach wurde dieser Gedanke des Jakobsweg-Pilgern (auf einem Teil des Weges, der von Böhmen her, nahe an der Pfarrei vorbeiläuft) heuer aufgegriffen.

 

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Die Pilger trafen sich am Samstag Morgen vor der Figur des Hl. Jakobus in der Miltacher Pfarrkirche für den Reisesegen. Danach ging es mit den Fahrrädern über den Donau-Regen-Radweg mit Gebetsstationen in Altrandsberg und Konzell nach Haselbach. Pfarrer Johann Six und seine Schwester Cilla empfingen die Pilger dort. Nach einer gemeinsamen Andacht in der Jakobskirche, erläuterte Pfarrer Six die Kirche und die benachbarte Totentanzkapelle mit vielen interessanten Details. Nach einer kleinen Stärkung im Pfarrgarten führe der Weg schließlich weiter über Hunderdorf hinauf zum Bogenberg.

 

Dort angekommen versammelte man sich in der Wallfahrtskirche zu einer gemeinsamen Marienandacht. Nach einer kleinen Pause traten die Wallfahrer schließlich wieder den rund 40 km langen Rückweg an um nach weiteren Gebetsstopp am späten Nachmittag wieder wohlbehalten in der Regentalgemeinde anzukommen. Meditative Musik, erbauende Gebete und interessante Gespräche bereicherten diesen Tag und brachten für alle Teilnehmer wunderschöne Momente mit sich. Gemeindereferent Franz Strigl hatte die Gebetstexte vorbereitet. Kirchenpfleger Christian Röhrl war für die Organisation zuständig. Am Beginn der Wallfahrt überreichte er jedem Teilnehmer eine Jakobsmuschel. Um die Jakobsmuschel ranken sich Legenden, in deren Mittelpunkt natürlich der Heilige Jakobus steht. Heute ist die Jakobsmuschel das Kennzeichen des Jakobsweges. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Darstellungen von Jakobsmuscheln, die entlang des Jakobsweges die Richtung weisen.

 

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Am Ende der Wallfahrt per Fahrrädern waren sich alle Teilnehmer einig, auch weiterhin solche Radlangebote anzunehmen und gerne wieder daran teil zu nehmen. Zum Schluss der Wallfahrt gab es von Seiten der Pfarrgemeinde für alle Teilnehmer noch eine Anstecknadel als Erinnerung an diese Jakobsweg-Radlwallfahrt.


Informationen zum Hl. Jakobus

(Quelle: Theodor Schnitzler)

Der erste Apostel, der für Christus starb, ist der Patron der Pilger, was wir alle sind. Der heilige Jakobus, der ältere Bruder des Evangelisten Johannes, Sohn des Zebedäus und der Salome, gehörte mit seinem Bruder Johannes und mit Petrus zur bevorzugten Dreiergruppe der Apostel: er war Zeuge der Verklärung, der Auferweckung der Tochter des Jairus und des Ölbergleidens Jesu.

 

Mit Johannes wurde er in seiner Heimat Bethsaida vom Fischerhandwerk weg zur Lebensgemeinschaft mit Christus berufen. Johannes und Jakobus tragen zusammen den Namen "Boanerges - Donnersöhne" wegen ihres zürnenden Temperamentes. Vielleicht haben die Brüder es von ihrer Mutter Salome geerbt. Sie erscheint mit ihren Söhnen vor Christus und erbittet ihnen bevorzugte Plätze an der Seite des Messias im Gottesreiche. Auf die Frage Jesu nach ihrer Bereitschaft zum Kelchtrinken. d. h. Leiden, antworten Jakobus und Johannes mit einem frohgemuten "Possumus - Wir können es!"

 

Um Ostern 44 wurde Jakobus als erster der Apostel zum Martertod geführt, unter Herodes Agrippa I.. Die Überlieferung versichert, die Jerusalemer Jakobskirche sei an der Stelle der Hinrichtung des Jakobus erbaut. Als Grab des heiligen Jakobus wird die Kathedrale von Santiago de Compostela angesehen.
 

Vom 10. bis 15. Jahrhundert war das Jakobusgrab das Ziel größerer Wallfahrten als der nach Rom und Jerusalem. Durch ganz Europa gehen die Pilgerstraßen nach Compostela, ausgezeichnet durch Kirchbauten gleichen Typs, die gleichzeitig als Herberge dienen. Der heilige Jakobus selber wird als Pilger mit Stab und Trinkmuschel dargestellt - zeitweilig der volkstümlichste aller Apostel.
 

Leider lässt sich die Überlieferung, hier handele es sich um das echte Jakobusgrab, nicht beweisen. Doch sollte man behutsam sein, die Überlieferung einfach zu verwerfen. Es lässt sich nicht entziffern, welche untergründigen Ereignisse den Anlass zu dieser Legendenbildung gegeben haben. - Heute ist die Wallfahrt zum Apostelgrab in Compostela nur ein Schatten ihrer Vergangenheit.

 

Immer noch schwingt das riesige Weihrauchfass durch die Kathedrale, um die Luft zu reinigen. Immer noch amtiert der Apostel Jakobus als Patron von Spanien und Portugal. Er ist Schützer der Winzer. Der hierzulande schon im Juli geerntete Apfel heißt "Jakobusapfel". Der Mittwoch als aposteleigener Wochentag ist ihm gewidmet. Er ist ein Stück spanischer Geschichte und spanischen Selbstbewusstseins bis in die spanischen Kolonien hinein, bis nach Santiago in Chile. Von den Apostelbildern sind die Darstellungen des heiligen Jakobus fast am leichtesten zu entziffern, wenn man von Petrus und seinem Schlüssel absieht.

 

Jakobus weist die Muschel als das Pilgerabzeichen vor. Er ist nicht nur Pilgerpatron, sondern Pilger schlechthin. Er wird zur Wesensaussage des Christseins: Wir sind pilgernde Kirche, Pilger und Fremdlinge.


Text u. Bilder (Christian Röhrl, Miltach)

Foto zur Meldung: Jakobsweg Radl-Wallfahrt 2021 war für die Teilnehmer ein Segen
Foto: Jakobsweg-Radlwallfahrt Miltach 2021

Kleinkindergottesdienst nach langer Pause wieder möglich

(20. 07. 2021)

Kleinkinder trafen sich seit langem wieder zum Gottesdienst

Gemeinsam Früchte sein im Glauben

 

Nach einer langen, Corona bedingten Pause, haben sich am vergangenen Sonntag Vormittag die Kinder bis zur 2. Schulklasse wieder in der Pfarrkirche in Miltach getroffen, um mit dem Kinder-GoDi-Team eine gemeinsame Andacht zu feiern.

 

Zu Beginn waren die Kinder eingeladen, sich eine Geschichte anzuhören. Diese Erzählung führte sie hin zur ersten Aufgabe. Die Buben und Mädchen waren aufgerufen, ihre Vornamen auf kleine hölzerne Blätter zu schreiben. Diese grünen Blätter durften sie dann an einen großen Baum heften. An diesen Baum, der rechts hinten in der Pfarrkirche seinen Platz haben wird, sollen in den kommenden Wochen und Monaten die Blätter immer mehr und mehr werden. Bei jeder Taufe haben die Eltern zukünftig die Möglichkeit, für ihr Kind den Namen auf ein Blatt zu schreiben und an den Baum zu kleben. Der Baum soll dann mit der Zeit immer grüner und grüner werden.

 

Im weiteren Teil des Wortgottesdienstes durften sich die Kinder mit den Früchten der verschiedenen heimischen Obstbäume auseinandersetzen. Ja sogar die einzelnen Früchte kosten. „Ihr seid eingeladen, dass ihr selbst auch zu solchen süßen Früchten in eueren Familien werdet. Eure Eltern unterstützt und ihnen sogar zur Hand geht.“

 

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Nach dem Vater unser-Gebet und verschiedenen kindgerechten Liedern, gesungen und mit Gesten untermalt, waren die Kinder dann noch zum Basteln aufgerufen. Ein jeder durfte die Umrisse seiner Hand auf ein braunes Blatt malen, es ausschneiden und dadurch einen Obstbaum symbolisieren. An diesen konnten die jungen Christen schließlich aus Papier verschiedene bunte Obstsorten kleben.

 

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Für das Kinder-GODI-Team der Pfarrei Miltach war es eine Freude, dass ein gemeinsamer Gottesdienst jetzt nach langer Zeit wieder möglich war. Viele Kinder waren mit ihren Eltern zur Kirche gekommen. Neben Gemeindereferent Franz Strigl, haben an der Feierstunde auch Christina Haimerl, Birgit Holzapfel, Eva Pinzinger, Maria Schreiner und Roswitha Bergbauer mitgewirkt.

 

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Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kleinkindergottesdienst nach langer Pause wieder möglich
Foto: Kinder-GODI Miltach

Wallfahrtsgottesdienst auf dem Lamberg gefeiert

(18. 07. 2021)

Um den Margaretentag ging es wieder auf den Lamberg

Gläubige aus der Regentalgemeinde pilgern seit über 210 Jahren auf den Lamberg – Corona macht eine offizielle Prozession nicht möglich

 

Auch in diesem Jahr war die Fußprozession auf den Lamberg, zu der sich die Pfarrgemeinde Miltach in einem Gelöbnis verpflichtet fühlt, von den Corona Schutzmaßnahmen betroffen. Die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde haben von einer Fußprozession in der üblichen Form erneut Abstand genommen. Einige Gläubige aus der Regentalgemeinde haben jedoch trotzdem, auf eine Initiative, den Weg hinauf zum  Lamberg auf sich genommen. Außerdem wurde der Wallfahrtstag auf den Vorabend des sonst üblichen Samstag Vormittag verlegt. Den Gottesdienst in der Bergkirche begleitete Christian Hartl an der dortigen Orgel. Wesentlich weniger Gläubige als sonst waren zur Messfeier gekommen.

 

Schon seit dem Jahr 1805 pilgern die Miltacher Pfarrangehörigen mit ihren Sorgen und Nöten immer um den 20. Juli, dem Gedenktag der Hl. Margareta, zum Lamberg. Wie es zu diesem Gelöbnis kam, beweisen sehr alte Einträge in der Pfarrchronik. So herrschte in den Jahren 1770 bis 1772 in den Gemeinden im Regental nach recht schlimmen Hagelunwettern eine schwere Hungersnot. Da Miltach bis zur Gründung einer eigenen Expositur eine Filiale der Pfarrei Chamerau war, schloss man sich 1805 dem von der Nachbargemeinde gegebenen Versprechen an, alljährlich betend auf den Lamberg zu ziehen und dort einen Gottesdienst zu feiern. Um einer größeren Zahl von Pfarrangehörigen die Teilnahme zu ermöglichen, wurde der Gelöbnisgang um das Jahr 1975 immer auf einen Samstag nahe dem 20. Juli verlegt. Vor sechs Jahren erfuhr die Wallfahrt außerdem eine ganzbesondere Wertschätzung, da Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg sich den Wallfahrern ab Staning anschloss, mit ihnen auf den Wallfahrtsberg pilgerte und dort einen feierlichen Pontifikalgottesdienst zelebrierte.

 

Lamberg Wallfahrt Miltach 2021 1    Lamberg Wallfahrt Miltach 2021 2

 

„Es ist ein tiefes Glaubenszeugnis, wenn in der heutigen Zeit die Pfarrangehörigen ein Versprechen erfüllen, dass ihre Ahnen vor mehr als 210 Jahren abgaben“, sagte Gemeindereferent Franz Strigl zur Eröffnung des Gottesdienstes in der Kirche auf dem 600 Meter hohen Lamberg. Bis vor etwa vier Jahrzehnten war der Margaretentag für die Miltacher Pilger der eigentliche Gelöbnistag. Die Eucharistiefeier am Freitag Abend zelebrierten Pfarrvikar Matthias Tang und Diakon Martin Peintinger. Die Gebete waren geprägt von den Bitten um eine gute Ernte und um den Schutz der Wälder- und Fluren. Bei Litaneien, um den Erhält der Schöpfung und um eine reiche Ernte, baten die Gläubigen um den Schutz und die Fürsprache der Hl. Margarete. Zum Abschluss der Messfeier spendete der Priester den „Segen für alles Wachsen und Werden auf den Feldern und im Garten“. Das neben der Kirche stehende Gasthaus lud die Pilger nach der Eucharistiefeier ein, sich mit Getränken und einer schmackhaften Brotzeit zu stärkten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Wallfahrtsgottesdienst auf dem Lamberg gefeiert
Foto: Lamberg Wallfahrt Miltach 2021

Kindergodi-Team zu Besuch im Seniorenheim

(17. 07. 2021)

Kindergodi „to go“ im Seniorenheim Miltach

Auch in der Coronazeit hat das Kindergodi-Team in der Pfarrei Miltach seine Arbeit nicht eingestellt. Seit Anfang des Jahres werden die Kinder der Pfarrgemeinde in regelmäßigen Abständen mit Materialien rund um das Kirchenjahr versorgt.

 

So auch im Mai. Die Kinder durften zur Ehre der Gottesmutter Maria Papier-Blumen basteln und diese wieder zurück in die Kirche bringen und einen kleinen Altar damit gestalten.

 

Als Abschluss dieser Aktion wurden die gebastelten Werke nun ins Seniorenheim Graßl gebracht. Gemeinsam mit dem Gemeindereferenten Franz Strigl und dem Kindergodi-Team feierten die Senioren im Freien einen Wortgottesdienst. So durften auch die Kinder daran teilnehmen und die Feierstunde mitgestalten.


Als Dankeschön bekamen die großen und kleinen Besucher sogar selbstgebastelte Lavendelsäckchen vom Heim, welche Andrea Neumeier vorbereitet hat. Die Freude war somit auf beiden Seiten spürbar und es profitierten nicht nur die Heimbewohner, sondern auch das Kindergodi-Team von der herzlichen Begegnung.

 

Kindergodi Miltach 1    Kindergodi Miltach 2

 

Text: Maria Schreiner (bearbeitet von Christian Röhrl), Miltach
Foto: Seniorenheim Grassl, Miltach

Foto zur Meldung: Kindergodi-Team zu Besuch im Seniorenheim
Foto: Kindergodi Miltach

Pfarrer Francis Enyam in unserer Pfarrei begrüßt

(14. 07. 2021)

Pfarrer Dr. Francis Couston Enyam willkommen geheißen

 

Am vergangenen Wochenende konnte die Sprecherin des Pfarrgemeinderates in Miltach, Claudia Pinzinger, Pfarrer Dr. Francis Couston Enyam begrüßen. Der Geistliche wird bis zum 30. Juli die Vertretung von Monsignore Pfarrer Augustin Sperl in den Pfarrgemeinden Miltach, Blaibach und Harrling/Zandt/Altrandsberg übernehmen und dabei Pfarrvikar Matthias Tang in der Seelsorge unterstützen.

 

Pfarrer Francis Couston Enyam wurde am 11. Oktober 1979 in einem kleinen Dorf im Westen von Ghana geboren. Er hat acht Geschwister. Nach Abschluss des Gymnasiums und nach einem Jahr Propädeutikum begann er sein Philosophiestudium. Es folgte im Jahr 2002 das Theologiestudium, in dem er die Gelegenheit bekam, dieses Studium im Collegium Canisianum in Innsbruck zu absolvieren. Dieses schloss er im Juni 2008 mit dem Magister der Theologie ab. Danach verabschiedete er sich als Diakon von Innsbruck und kehrte in seine Heimat zurück, um seinen Weg ins Priestertum zu beginnen. Nach einem Diakonatsjahr empfing er am 12. Dezember 2009 die Priesterweihe und war dann zur Missionsarbeit in Botswana im „Vicariate of Francistown“ als Priester tätig. Im Januar 2015 kehrte er dann in seine Heimatdiözese in Ghana wieder zurück. Nach eineinhalbjähriger Tätigkeit in der Diözese bekam er die Gelegenheit von seinem Bischof, wieder ins Collegium Canisianum nach Österreich zu gehen, um an der dortigen theologischen Fakultät der Universität Innsbruck ein Doktorstudium zu machen. Zwischenzeitlich hat er diese Arbeit erfolgreich abschließen können.

 

Pfarrer Dr. Francis Couston Enyam wird nach seiner Zeit in den hiesigen Pfarrgemeinden für weitere drei Wochen die Urlaubsvertretung in der Pfarrei Ittling machen, um dann Ende August noch einmal eine Woche seine Zeit in den Regentalgemeinden zu verbringen. Claudia Pinzinger wünschte dem Seelsorger eine schöne und erholsame Zeit, sowie viele Gelegenheiten, um mit den Gläubigen ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.  

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Pfarrer Francis Enyam in unserer Pfarrei begrüßt
Foto: Begrüßung Pfarrer Francis Enyam

"auf geht's - raus geht's" - Ministrantentag für Miltach und Blaibach

(07. 07. 2021)

„auf geht's - raus geht's“ – Ministranten waren aktiv und hatten einen erlebnisreichen Tag

Gemeinschaft und Spaß unter'm Kirchturm

 

Unter dem schönen Motto „auf geht’s – raus geht’s“ hat vergangenes Wochenende der Ministrantentag im Landkreis Cham stattgefunden. Es war schön zu sehen, dass trotz des dezentralen Veranstaltungsformates das Interesse vieler Ministrantengruppen da war.

 

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Auch die Ministranten aus Blaibach und Miltach haben sich zu gemeinsamen Aktivitäten am Samstag im Pfarrheim in Miltach getroffen. Der Erlebnistag der Ministranten begann mit einem gemeinsamen Gebet und einem Lied. Anschließend starteten die verschiedenen Workshops. Aus sieben Workshops konnten die Minis im Vorfeld wählen, worauf sie Lust hatten. Dafür bekamen alle Teilnehmenden ein kleines Carepaket mit Workshopmaterial von der Jugendstelle Cham. Dabei war auch ein blaues Eventband, das sich die Teilnehmer an das Handgelenk binden konnten. Bei Rätselraten über Basteln und andere Kreativangebote bis hin zu Sport-Challenges gab es jede Menge Möglichkeiten und viel Spaß für die Kinder und Jugendlichen. Darüber hinaus konnten die Ministranten einen eigenen Weihrauchduft kreieren oder mit dem Handy eine Entdeckungsreise durch die Natur und das Umfeld der Kirche und des Pfarrheimes machen. Mit den verschiedenen Workshops kamen alle auf ihre Kosten. Der aktuell auch im Trend liegende und viral gehende „Jerusalema-Tanz“ wurde über den Tag verteilt im Pfarrsaal mehrfach eingeübt.

 

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Zum Abschluss des Tages wurde vor der Kirche in Runding ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert, an dem sich auch die Ministranten aus Miltach und Blaibach beteiligten und ihre, während des Tages aus Schuhschachteln gebastelten „Schatzkisten“ mitbrachten.

 

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Als Helfer an diesem Tag in Miltach stellten sich Elisabeth Ziereis, Maria Schreiner, Christian Röhrl und Gemeindereferent Franz Strigl in den Dienst der guten Sache und haben mit den Jugendlichen erlebnisreiche Stunden, unter Einhaltung der coronabedingten Vorgaben, erlebt.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: "auf geht's - raus geht's" - Ministrantentag für Miltach und Blaibach
Foto: Ministrantentag 2021 Miltach

Taufe von zwei Kindern in unserer Pfarrkirche

(06. 07. 2021)

Aurora Abate und Magdalena Raab in die Miltacher Glaubensgemeinschaft aufgenommen

Am vergangenen Sonntag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kinder durch die feierliche Taufe in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Monsignore BGR Augustin Sperl spendete der kleinen Aurora Abate, Tochter von Nicola und Marion Abate (geb. Aich), wohnhaft in Miltach das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahmen Michael Aich, aus Miltach und Erika Abate, aus Turin / Italien. Auch für Magdalena Raab, Tochter von Andreas Raab und Julia Baumann aus Heitzelsberg war es die feierliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen. Auf diesem Weg begleitet wird sie von ihrem Paten Markus Baumann aus Cham.

 

Durch die Tauffeier wurden die beiden Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Augustin Sperl begrüßte zu Beginn Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte. Der Geistliche bat die Eltern und den Paten, dass sie ihren Kindern stets helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft finden, sie auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche, so der Geistliche. „Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes, aber auch eine große Aufgabe, von Gott aufgegeben.“. Die beiden Namenspatrone der Kinder stellte der Priester den Eltern und Verwandten näher vor. Heilige, die wegen ihrer Überzeugung für den Glauben eingetreten sind.

Taufe Raab Miltach

Der Priester segnete danach das Taufwasser, welches versetzt war mit Wasser aus dem Jordan, rief Gottes Segen auf die beiden Mädchen herab, nahm den Eltern und den Paten das Taufversprechen ab und taufte Magdalena und Aurora in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der beiden Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an beide Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden Taufbewerber schließlich mit geweihtem Wasser das Taufsakrament empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Täuflinge noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt. Christian Hartl an der Kirchenorgel begleitete die Feierstunde.

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe von zwei Kindern in unserer Pfarrkirche
Foto: Taufe Abate Miltach

Unsere Pfarrgemeinde blickt zurück auf 2011 und die Primiz

(04. 07. 2021)

Vor 10 Jahren konnte Jürgen Josef Eckl eine festliche Primiz feiern

 

Es sind nun schon 10 Jahre vergangen, dass die Pfarrgemeinde Miltach die Priesterweihe und die feierliche Primiz von Jürgen Josef Eckl feiern konnte. Vielen aus der Regentalgemeinde ist dieses Fest gewiss noch in guter Erinnerung. Wenngleich der Primiztag ein ganz und gar verregneter Sonntag war, so hat es sich die Kirchengemeinde damals nicht nehmen lassen, daraus einen besonders freudigen Festtag zu machen. Im Dorf wehten an vielen Häusern die Fahnen und der Häuserschmuck mit weiß gelben Papierfähnchen kündete von dem besonderen Ereignis. Es wurde kein Aufwand gescheut, einen Blumenteppich der Extraklasse, vom Friedhof beginnend über die Perlbachstraße, den St. Martinsplatz bis hin zur Pfarrkirche zu legen. Der feierliche Primizgottesdienst und die anschließende Feier in der Mehrzweckhalle verdeutlichten die Wertschätzung und die Freude über den neu geweihten Priester.

 

Von September 2011 bis August 2014 war Jürgen Josef Eckl drei Jahre Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Gangkofen, Obertrennbach und Reicheneibach. Von September 2014 bis August 2017 absolviert er seine zweite Kaplanstelle in der Pfarreiengemeinschaft Ergoldsbach - Bayerbach.  Zum 1. September 2017 trat er seine erste Dienststelle als Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Großköllnbach im Landkreis Dingolfing an. Die von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer an Jürgen Eckl übertragene Pfarreiengemeinschaft ist ein Zusammenschluss von zwei Pfarreien mit den Benefizien Parnkofen und Ganacker. Insgesamt zählt die Pfarreiengemeinschaft knapp 5000 Katholiken.

 

Am Jahrestag seiner Priesterweihe, am 25. Juni, stand zur Heiligen Messe am Freitagvormittag im dortigen Pfarrbrief zu lesen: „Pfr. zum Dank anlässlich des 10. Jahrestags seiner Priesterweihe“. Kein großes Brimborium, still und bescheiden eine Intention im Pfarrbrief. Keine Einladungen, nicht ein leiser Hinweis auf den Anlass, dazu eine ungewöhnliche Zeit– Freitagvormittag. Umso überraschender war es für Pfarrer Jürgen Josef Eckl, in wie viele Gesichter er zum 9 Uhr Gottesdienst an diesem Tag blicken konnte.

 

Eckl Pilsting 1    Eckl Pilsting 2

 

„Die letzten zehn Jahre sind wie im Flug vergangen“, sagte Pfarrer Jürgen Josef Eckl. Er habe viel Positives erlebt, natürlich seien auch schwere Stunden dabei gewesen. Und für alles Gelungene und auch für alles Unvollendete wollte er an diesem Freitagvormittag Gott in besonderer Weise danken. Der Pilstinger Bürgermeister Martin Hiergeist rekapitulierte kurz: Seit 1. September 2017 wirkt Pfarrer Jürgen Josef Eckl in der Pfarreiengemeinschaft Pilsting/Großköllnbach mit den Benefizien Ganacker und Parnkofen. Er erlebe ihn als engagiert, als jemand „der die Gemeinschaft der Gläubigen zusammenhält“. Als Pfarrer sei er ein Bindeglied zwischen dem kirchlichen und dem gesellschaftlichen Leben im Markt Pilsting.

 

Viele neue Ideen gehen auf die Initiative von Pfarrer Eckl zurück, so zum Beispiel die „Adventsfenster“ im Pfarrheim, die mit einer Andacht zur Adventszeit sonntags in der Adventszeit enthüllt wurden, der „Krippenweg“ in Pilsting oder auch die Kreuzwegandacht im Pfarrgarten am Karfreitag. Auch die Gottesdienstübertragungen live aus der Pfarrkirche ins Internet haben sich bewährt. „Kurz gesagt: „Du zuckst nicht mit den Schultern – Pech gehabt mit der bisherigen Form, dann lassen wir es halt so – sondern du sagst: dann machen wir es eben anders, aber wir machen es – ausfallen ist nicht!“, so die einhellige Meinung der Verantwortlichen in der Pfarrei Pilsting.

 

„Es ist mir eine große Freude gewesen in einer solch' großen Gemeinschaft mein 'kleines' Priesterjubiläum feiern zu können“, sagte Pfarrer Jürgen Josef Eckl. Ihm sei es wichtig zu betonten, dass ein Pfarrer allein die Pfarrgemeinde nicht lebendig halte, das liege in den Händen eines jeden Einzelnen. „Da bin ich in Pilsting, Großköllnbach, Parnkofen und Ganacker mit allem was dazu gehört wirklich reichlich gesegnet worden.“

 

Auch seine Verbindung in die Heimatpfarrei Miltach ist nach wie vor da. Bei großen kirchlichen Feiern oder dem jährlichen Martiniritt ist Pfarrer Jürgen Josef Eckl ein gerne gesehener Mitzelebrant. Und so bleibt der Pfarrgemeinde nur der Wunsch, dass noch viele segensreiche Jahre im Weinberg des Herren folgen werden. Beim morgigen Sonntagsgottesdienst (genau 10 Jahre nach der Primiz) wird in den Fürbitten und im Rahmen der Messfeier gedankt und für das weitere segensreiche, priesterliche Wirken von Jürgen Josef Eckl gebetet.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach (mit Auszügen S. Melis, Pilsting)

Bilder: S. Melis, Pilsting (mit Genehmigung der Pfarrei Pilsting)

Foto zur Meldung: Unsere Pfarrgemeinde blickt zurück auf 2011 und die Primiz
Foto: Pfarrer Jürgen Josef Eckl feiert den 10. Jahrestag seiner Preisterweihe

Fatima Pilgermadonna war wieder zu Gast bei uns

(21. 06. 2021)

Pilgermadonna aus Fatima war in Miltach zu Gast

 

Die von Papst Paul VI. vor mehr als 50 Jahren ausgesandte Pilgermadonna der Muttergottes von Fatima machte in der vergangenen Woche Station im Regental. Am Montag Abend in Blaibach und am Freitag dann in Miltach. Jeweils am Abend, versammelten sich viele Gläubige in den beiden Pfarrkirchen und beteten zusammen den Fatima-Rosenkranz. Gerade in der aktuellen Zeit der Corona Pandemie war es vielen ein großes Anliegen zur Mutter Gottes von Fatima beten zu können. Nach der Messfeier und der Marienverehrung, formierte sich in beiden Pfarrgemeinden eine Prozession mit der Gottesmutter. In Blaibach führte der Weg rund um die Pfarrkirche. Dabei begleiteten die Kommunionkinder die Marienfigur aus Fatima. In Miltach trugen 4 Männer die Figur zum St. Martinsplatz, wo der Abschluss, ebenfalls im Beisein der Kommunionkinder, stattfand.

 

Monsignore BGR Augustin Sperl leitete gemeinsam mit Gemeindereferent Franz Strigl die Marienfeier. Diakon Walter Karger hatte zusammen mit seiner Gattin die Mutter Gottes von Donaustauf her in die Regentalgemeinden gebracht. Diakon Karger war es auch, der bei der Predigt in Miltach und Blaibach den Kommunionkindern und den anwesenden Gläubigen das Anliegen und die Erscheinungen von Fatima näherbrachte. Mit ein paar Worten beschrieb der Diakon die Geschichte dieser Marienfigur und der Wallfahrt durch das Bistum Regensburg.

 

Jeweils am Ende schloss die Feuerstunde  mit dem Engel des Herrn und jeder Anwesende hatte die Möglichkeit, einen Einzelsegen mit den Reliquien der Heiligen Seherkinder aus Fatima Jacinta und Franzisco empfangen zu können.

 

Text: Christian Röhrl

Bilder: Christian Röhrl, Franz Strigl, Miltach

Ingrid Hamberger, Blaibach

 

[Fatima bewegt]

[Beitrag Fatima bewegt - Miltach]

Foto zur Meldung: Fatima Pilgermadonna war wieder zu Gast bei uns
Foto: Fatima Pilgermadonna

Kommunionfeier 2021 wurde festlich gefeiert

(15. 06. 2021)

„Jesus Christus, der gute Hirte“

In der Pfarrei Miltach traten 10 Kinder zum ersten Mal an den Tisch des Herrn – Gesangsgruppe aus Blaibach gestaltet musikalisch den Gottesdienst

 

Ein paar Wochen später, als eigentlich üblich, haben am vergangenen Samstag 10 Kinder aus der Pfarrgemeinde Miltach den Tag ihrer Kommunion feiern können. Bedingt durch die Corona Pandemie war der Termin erst jetzt für den Juni geplant worden und so mussten die jungen Christen mit ihren Familien hoffen, möglichst bald diesen schönen Tag gemeinsam feiern zu können. Wenngleich es nicht die übliche, große Feier im Kreis der Familien werden konnte, vor allem was den festlichen Gottesdienst anbelangt, so haben die Familien in Absprache mit den Verantwortlichen aus der Pfarrei die richtige Lösung gefunden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur im Kreis ihrer Familien fand am Samstag der feierliche Gottesdienst nun endlich statt. Man hatte alles drangesetzt, die Vorgaben zum Schutz gegen die Ausbreitung des Virus, einzuhalten.

 

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In mehreren Wochen der Vorbereitung im kleinen Kreis und auf digitale Art und Weise mit den Eltern, bereiteten sich die Buben und Mädchen auf den Tag ihrer feierlichenh Kommunion vor. Zusammen mit ihren Eltern und den Geschwistern versammelten sich die Erstkommunikanten vor dem Pfarrheim, von wo aus sie von Monsignore Pfarrer Augustin Sperl, dem Gemeindereferenten Franz Strigl und den Ministranten unter Glockengeläut in ihren weißen Einheitsgewändern dann in das festlich geschmückte Gotteshaus zogen. Mesnerin Elisabeth Röhrl hatte mit viel Liebe zum Detail die Pfarrkirche mit weißen Blumen und frischem Grünzeug geschmückt. An die Kommunionkinder gewandt sagte der Priester: „Heute ist ein ganz besonderer Tag, an den ihr euch sicherlich in vielen Jahren noch gerne erinnern werdet. Ihr dürft von nun an teil haben am Tisch des Herrn.“ Danach segnete er die Kommunionkerzen. Im Mittelgang bei ihren Familien durften die Buben und Mädchen bei dieser Messfeier ihre Plätze einnehmen. In seiner Ansprache bezog sich Pfarrer Sperl auf ein Plakat, auf dem sich um einen jungen Hirten Schafe drängen und andere sich vor ihm auf einer grünen Wiese tummeln. An der satten, grünen Wiese vorbei fließt ein Bach und jenseits stehen Bäume, die Schatten spenden. Ein herrlich blauer Himmel strahlt über dem Grün der Wiese und der Hirte schaut beinahe zärtlich auf seine Herde. Dieses Bild drückt Frieden und Harmonie aus. Vielleicht gefällt einem darum das Bild so gut. Es vermittelt Geborgenheit. Der Herr ist mein Hirte, er führt mich an das Wasser des Lebens und er deckt mir reichlich den Tisch. „Um Leben geht es auch heute bei diesem Gottesdienst. Jesus Christus will uns Leben schenken, vor allem Nahrung für unsere Seele.“ An die Eltern gewandt sagte der Priester, dass auch sie für ihre Kinder wie der gute Hirte sein können. „Seien Sie Hirte für ihr Kind. Denn wenn die Kinder, die heute in unserer Pfarrkirche stehen, auch morgen noch als Jugendliche oder Erwachsene Jesus als Quelle des Lebens aufsuchen, dann haben wir in ihrer christlichen Erziehung viel Gutes geleistet. Sie tun damit dem seelischen Wohlbefinden ihres Kindes unendlich viel Gutes.“ Wenn ihr Kind morgens aus dem Haus geht, segnen sie ihr Kind. Legen sie ihm ihre Hand auf den Kopf mit den Worten: Gott beschütze dich. „Liebe Eltern, greifen sie wie der Hirte zum Stock und wehren sie sich gegen Einflüsse, die ihre Kinder und auch ihre Familie bedrohen. Tragen Sie Sorge dafür, dass sie selber und ihre Kinder die Verbindung mit Jesus nicht aufgeben.“ so der Priester in seinen Gedanken zu diesem Festsonntag.

 

Nach der gemeinsamen Erneuerung des Glaubensbekenntnisses und den Fürbitten, die von den Kommunionkindern vorgetragen wurden, sowie nach dem Gabengang, kam für die 10 jungen Christen der bedeutende Augenblick, als sie den Leib des Herrn empfangen durften.

 

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Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer BGR Augustin Sperl bei den Kommunionkindern sowie in deren Namen bei der Gesangsgruppe aus Blaibach mit Thomas Raab, Elisabeth Ziereis und Maria Frohnauer, dem Gemeindereferenten Franz Strigl, den Tischmüttern, dem kirchlichen Dienst, der Mesnerfamilie Röhrl,  sowie bei allen, die bei der festlichen Feier mitgewirkt, mitgebetet und mitgesungen haben. Der Pfarrer segnete dann noch die Andachtsgegenstände der Kinder. Die feierliche Kommunion empfangen haben: Bastian Brzoska, Amelie Heigl, Max Mayer, Florian Achatz, Elias Ettl, Simon Rackl, Tobias Schedlbauer, Sina Vogl, Fabiano Schisa und Angelika Kollmer.

 

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Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kommunionfeier 2021 wurde festlich gefeiert
Foto: Kommunion Miltach 2021

Taufe von Felix Schmidt in unserer Pfarrkirche

(08. 06. 2021)

Felix Schmidt in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

 

Am vergangenen Sonntag Nachmittag wurde in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder ein Kind durch die feierliche Taufe in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Monsignore Pfarrer Augustin Sperl spendete dem kleinen Felix Schmidt, Sohn von Dominik und Sabrina Schmidt (geb. Menacher), wohnhaft in der Schönprunnstraße das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm Alexandra Menacher aus Haibühl.

 

Durch die Taufe wurde der kleine Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Augustin Sperl begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kircheneingang. Der Geistliche bat die Eltern und die Patin in seiner Ansprache, dass sie dem Kind stets helfen und zur Seite stehen, damit er seinen Platz in der Gemeinschaft erkennt, dass sie ihn auf seinem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche. „Sie als Eltern haben entschieden, dem Kind das mitzugeben, was auch ihnen etwas bedeutet. Das Vertrauen auf Jesus Christus. Seien sie als Eltern gegenüber ihren Kindern Menschen, die ihnen alle Liebe schenken, damit sie auch von der Liebe spüren, die Gott zu uns Menschen hat.“ so der Geistliche.

 

Pfarrer Sperl segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf den kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und der Patin das Taufversprechen ab und taufte den kleinen Felix in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete der Vater des Täuflings die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kind weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte der Täufling schließlich mit geweihtem Wasser seine Taufe empfangen. Die Feierstunde wurde von Christian Hartl an der Orgel musikalisch begleitet und am Ende sang eine Gesangsgruppe noch zwei Segenslieder für den Täufling.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe von Felix Schmidt in unserer Pfarrkirche
Foto: Taufe Schmidt Miltach 2021

Fronleichnam in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert

(06. 06. 2021)

Am Fronleichnamsfest – Jesus das Brot des Lebens

Prozession war auch in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich – Gläubige beteiligen sich an der Feier in der Pfarrkirche

 

 

In diesem Jahr, wiederum am eigentlichen Festtag Fronleichnam, konnte die Pfarrei Miltach den „Prangertag“ feiern. Wenngleich die ganze Feier auch in diesem Jahr erneut unter besonderen Vorkehrungen, wegen der Corona Pandemie, zu begehen war, haben es sich die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde und auch einige Gläubige nicht nehmen lassen, diesen schönen und eigentlich recht farbenprächtigen Festtag, zur Verehrung der Heiligen Eucharistie, zu feiern.

 

In der, von der Mesnerfamilie Röhrl, mit vielen weißgelben Blumen geschmückten Pfarrkirche, versammelten sich die Gläubigen, um einen feierlichen Gottesdienst gemeinsam zu zelebrieren. Die weißgelben Kirchenfahnen vor und in der Pfarrkirche kündeten vom großen Festtag. „Dieser Tag hat seine Wurzeln im Geschehen des Gründonnerstages. Jesus feiert mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. An diesem Festtag soll die gesamte Größe und Feierlichkeit dieses Geheimnisses betont und sichtbar werden.“ so Monsignore Pfarrer Augustin Sperl.  „In der Fronleichnamsprozession setzen wir Christen normalerweise ein tiefes Zeichen unseres Glaubens. Die Verehrung der Eucharistie ist eine Sehnsucht, die für jeden aufrichtigen Christen ein tiefes Bedürfnis sein soll.“

 

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In seiner Ansprache ging Pfarrer Sperl dann auf das Motto dieses Tages ein. Bei der Kommunion wird den Gläubigen der Leib Christi, das Brot, in die Hand gelegt. „Gott gibt sich ganz in unsere Hände“, so der Geistliche. Jesus sagt aber auch: „Ich kenne die meinen und die meinen kennen mich, niemand kann sie meiner Hand entreißen und sie folgen mir“, so der Geistliche weiter. Mit diesen Worten Jesu ermutigte er die anwesenden Kommunionkinder auf Jesus zu hören, ihm zu folgen und auch weiter das Brot des Lebens zu empfangen. Ein Tag wie dieser Festtag verlangt danach über den Wert der Eucharistie nachzudenken. „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich euch gebe ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Wir erlangen Anteil an diesem Heil, wenn wir Jesus annehmen in den Zeichen, die er gestiftet hat: Kommunion, Eucharistie und Versöhnung. Sie sind die Orte, wo Christus erfahrbar wird.“

 

 

Ursprung des Festes

Fronleichnam, das Fest des heiligen Leibes und Blutes Christi, ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. 1264 erklärte Papst Urban VI. Fronleichnam zum Fest der Gesamtkirche. Zum ersten Mal wurde Fronleichnam 1246 im Bistum Lüttich gefeiert. Die Anregung zu diesem Fest geht auf eine Vision der Heiligen Juliana von Lüttich zurück. In der Vision 1209 habe sie einen Mond mit einem dunklen Fleck gesehen. Die Nonne deutete dieses Bild so, dass der Mond das Kirchenjahr symbolisiere und der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes zur Feier des Altarsakraments anzeige.

 

Die Bittrufe vor der Lesung und die Fürbitten dieses Tages waren geprägt vom Lobpreis des Altarsakramentes. Gemeindereferent Franz Strigl hatte die Texte vorbereitet. Alois Pielmeier als Kantor und Christian Hartl an der Kirchenorgel begleiteten die Gesänge der Vorsänger. Zur besonderen Verbundenheit mit der Kirche und der langen Tradition der Fronleichnamsprozessionen, waren einige der Ortsvereine mit ihrer Vereinsfahne und drei Vereinsmitglied zur gottesdienstlichen Feier gekommen. Am Ende der Messe wurde am Volksaltar das Allerheiligste durch den Priester ausgesetzt. Mit Gesängen (passend zum Festtag) und den Fürbittrufen, stand die Verehrung der Hostie in Brotgestalt im Mittelpunkt. Am Ende der Feier folgte der Segen, zunächst für die Gläubigen in der Pfarrkirche. Anschließend begab sich Pfarrer Augustin Sperl, zusammen mit den Ministranten, den Kommunionkindern und den Vereinsfahnen, vor die Pfarrkirche um den Segen mit der prächtigen Monstranz über die Regentalgemeinde und seine Bewohner, in alle vier Himmelsrichtungen zu spenden.

 

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Wenngleich es nicht die eigentliche, festliche und farbenprächtige Art war, das Fronleichnamsfest in der Regentalgemeinde zu feiern, so war man doch bemüht, so gut wie möglich diesem schönen Feiertag den passenden Rahmen zu geben. 

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto zur Meldung: Fronleichnam in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert
Foto: Fronleichnam Miltach 2021

Pfingsten - Der Heilige Geist als Symbol dieses Festes

(27. 05. 2021)

Pfingstfest wurde in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert

Kollekte für die Spendenaktion "Renovabis"

 

In unserer Pfarrgemeinde konnten wir am letzten Wochenende ein festliches Pfingstfest feiern. Wenngleich auch dieses Fest wieder unter dem Zeichen der Corona-Pandemie gefeiert wurde, so waren es doch wieder mehr Gläubige, die zu den Eucharistiefeiern gekommen waren.

 

Bei den Gottesdiensten am Samstag und am Pfingstsonntag konnte Pfarrvikar Mathias Tang, zusammen mit Diakon Martin Peintinger die Gläubigen willkommen heißen. In seinen Ausführungen ging der Priester auf das Pfingstfest und die Sendung des Heiligen Geistes ein.

In seiner Predigt bezog sich Diakon Peintinger auf die Lesung aus der Apostelgeschichte und das Evangelium. Treffliche Gedanken zum Pfingstfest und die aktuelle Situation unserer Gesellschaft fanden darin Platz.

 

Am Ende des Gottesdienstes wünschten Pfarrvikar Tang und Diakon Peintinger nach dem Vorabendgottesdienst ein gesegnetes Pfingstfest und am Pfingstsonntag endete die Messfeier mit dem festlichen Te Deum.

 

Schon in den zurückliegenden Wochen haben die Kinder unserer Pfarrgemeinde mit ihren Eltern beim Kindergottesdienst für Maria papierene Blumen gebastelt und diese vor dem Volksaltar abgestellt.

 

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Pfingsten

Am 50. Tag (griech. "pentecoste") nach Ostern feiert die Kirche die Aussendung des Heiligen Geistes. Feuer und Taube sind Symbole dafür. Das Hochfest Pfingsten beendet den 50-tägigen Osterfestkreis.

Im Neuen Testament erzählt die Apostelgeschichte vom Pfingstereignis: Der Heilige Geist kommt in Feuerzungen auf die Jünger herab. Sie ziehen danach in die ganze Welt und verkünden das Evangelium (vgl. Apg. 2,1-41). Pfingsten gilt daher als Geburtstag der Kirche. Ab diesem Tag beginnt die Mission und die Kirche wächst.

Pfingsten ist nach Ostern und Weihnachten das dritthöchste Fest im Kirchenjahr. In den Tagen vor Pfingsten wird das Hochfest mit einer besonderen Gebetsform vorbereitet: Die sogenannte Pfingstnovene beginnt 9 Tage vor Pfingsten an Christi Himmelfahrt. Diese Novene geht auf den Pfingstbericht der Apostelgeschichte zurück, nachdem sich die Jünger vor Pfingsten im Gebet zurückgezogen hatten. In der Pfingstnovene wird um das Kommen des Heiligen Geistes und seiner sieben Gnadengaben gebetet: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

 

Feuer und Taube an Pfingsten

Pfingsten als christliches Fest ist seit dem 2. Jahrhundert überliefert. Der Heilige Geist wird mit unterschiedlichen Symbolen dargestellt. Am bekanntesten sind die Feuerzungen und die Taube:

  • Mit dem Heiligen Geist untrennbar verbunden ist das Feuersymbol. Die Apostelgeschichte berichtet, dass der Geist in Feuerzungen auf die Jünger herabgekommen ist. Von diesem Feuer entzündet, tragen die Jünger die Botschaft Jesu in die ganze Welt.
  • Am häufigsten wird der Heilige Geist als Taube dargestellt: Diese Form geht auf die Taufe Jesu im Jordan zurück, als Jesus den Geist Gottes in einer Taube auf sich herabkommen sah (vgl. Mt 3,16). Die Taube gilt als Symbol von Zartheit und Liebe. Es ist auch eine Taube, die Noah nach der großen Flut mit einem Ölzweig im Mund das Ende der Flut ankündigt (Gen 8,11). Dieses alttestamentliche Symbol des Bundes zwischen Gott und den Menschen, bekommt an Pfingsten eine neue Bedeutung – in der Herabkunft des Heiligen Geistes wird der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt.

 

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Text: Christian Röhrl und Auszüge aus der Homepage des Erzbistum Köln

Bilder: Christian Röhrl

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Foto zur Meldung: Pfingsten - Der Heilige Geist als Symbol dieses Festes
Foto: Pfingsten Miltach 2021

Maiandacht am Jägerkreuz zum Lobpreis Mariens

(22. 05. 2021)

Die Maiandacht beim Jägerkreuz, auch heuer das Zeugnis zu Ehren der Mutter Gottes

Gläubige fanden wieder den Weg zum Gedenkkreuz über dem Regental

 

 

Der Maiandacht Termin schlecht hin, den sich so mancher Miltacher nicht entgehen lässt. Auch wenn die Corona Pandemie das Land nach wie vor einschränkt, so war es doch möglich diese besondere Marienfeier durchzuführen.

Ein würdiges Zeugnis tiefer Marienverehrung sind die vielen Maiandachten, welche Land auf und Land ab den Wonnemonat Mai und das Dorfleben in vielen Gemeinden prägen. Überall werden sie an Wegkreuzen, in Kapellen und an Gedenkplätzen abgehalten und zeugen von der tiefen Marienverehrung und der Frömmigkeit zu Ehren der Gottesmutter Maria. Auch bei einer Maiandacht, die am vergangenen Sonntag Abend am Miltacher Hausberg, dem Jägerkreuz stattfand, haben an die 44 Gläubige aus der Pfarrgemeinde und den umliegenden Orten, ein solches Zeichen der Marienverehrung abgelegt. Bereits viele Jahrzehnte gehört diese Feier in freier Natur zum festen Bestandteil des Kirchenjahres.

 

Bei kühlem und Wolkenverhangenem Frühlingswetter, war es für die Verantwortlichen eine Freude, dass der Regen ausblieb und die Andacht abhalten werden konnte. Die gute und klare Fernsicht war die Belohnung für den Aufstieg. Die Erwachsenen und Kinder hatten den rund 40minütigen Fußmarsch zum Gebetsplatz auf sich genommen, um bei der gemeinsamen Feierstunde den Lob Mariens in Gebeten und Liedern anzustimmen. Mit ausreichend Abstand zu seinem Nebenan und mit Mund- und Nasenschutz ausgestattet, konnte Gemeindereferent Franz Strigl die Gläubigen begrüßen. In wunderschönem, sattem Grün schimmerte das Regental, sowie der Ort Miltach den Betrachtern entgegen. Die Maifeier wurde mit besinnlichen Texten zur Gottesmutter Maria und zur Schöpfung Gottes von Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl gestaltet. Das Leben Mariens und ihre Verehrung in Form der vielen Blumen und Blüten waren der Grundtenor dieser würdigen Andacht. Die bekannten Marienlieder, welche gemeinsam angestimmt wurden, und die Melodien vom Tonband gereichten zum Lob und Preis Mariens.

Maiandacht Jägerkreuz 2021 1    Maiandacht Jägerkreuz 2021 2

Der interessante und weite Rund-um-Blick über den Ort im Regental und die Höhenzüge darüber, bis nach Rattenberg und Harrling, schenkte den Anwesenden einige Minuten der Ruhe und Besinnung. Vor 50 Jahren, 1971, wurde das Kreuz durch eifrige Jäger und unter der Mithilfe einiger weiterer Männer aus der Gemeinde Miltach, um den Himmelfahrtstag an diesem Platz, auf dem Grund der Familie Karl (Plarnhof), aufgestellt. Aus diesem Anlass heraus durfte auch während der Andacht ein Totengedenken, in Erinnerung an die verstorbenen Jagdpfleger, nicht fehlen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Maiandacht am Jägerkreuz zum Lobpreis Mariens
Foto: Maiandacht Jägerkreuz 2021

Bittgottesdienst und Schaueramt in Zeiten der Corona-Pandemie

(16. 05. 2021)

Beim Schaueramt um den Segen für die Fluren und um gedeihliches Wetter gebetet

 

Am vergangenen Freitag fand der Bittgottesdienst (das traditionelle Schaueramt) in der Pfarrkirche von Miltach statt. Normalerweise verbunden mit einer Flurprozession, bei der die Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern zusammen mit ihren Eltern, sowie weitere Gläubige, dabei sind. Nachdem es im letzten Jahr schon nicht möglich war, musste auch heuer die Flurprozession mit dem Allerheiligsten der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. Es blieb bei einem feierlichen Bittgottesdienst. Im Verlauf der Messfeier und bei den Fürbitten beteten die Gläubigen um gedeihliches Wetter, den Erhalt der Natur und um die Gesundheit der Menschen. Gerade in der jetzigen Zeit eine gute Möglichkeit um auch für ein schnelles Ende der Corona Pandemie zu beten. Nach der Eucharistiefeier setze Monsignore BGR Augustin Sperl das Allerheiligste zum Gebet am Volksaltar aus. Nach der Litanei begab es sich dann zum Kircheneingang, um dort den Ort, die Felder und Fluren, sowie die Menschen zu segnen. Waren diese Bitttage früher besonders für die vielen Landwirte wichtige Gebetstage, um eine gute Ernte und einen reichen Ertrag bei den Feldfrüchten zu beten, so besuchen diese heutzutage nicht mehr so stark diese Messfeiern, sondern eher die vielen Gläubigen kommen mit ihren ganz unterschiedlichen Anliegen und Bitten vor den Altar.

 

Bittgottesdienst Oberndorf 2021

 

Bereits am Dienstag Abend war die erste Bittmesse vorausgegangen. Diese fand heuer bei der Totenbrettergruppe am Widderberg bei Oberndorf statt, weil auch in diesem Jahr die übliche Bittprozession nicht durchgeführt werden konnte. Unter freiem Himmel wurde um den Erhalt von Gottes guter Schöpfung gebetet. Die Feuerwehr Oberndorf hatte für die Verkehrsabsicherung gesorgt und einen Pavillon aufgestellt, weil das etwas unbeständige und kühle Wetter dieser Tage immer wieder kleine Regenschauer bereitete.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Bittgottesdienst und Schaueramt in Zeiten der Corona-Pandemie
Foto: Flursegnung Schaueramt Miltach 2021

Florianitag 2021 auch in diesem Jahr in Zeiten von Corona gefeiert

(04. 05. 2021)

Feuerwehren ehren trotz Corona den Heiligen Florian

Zwei Gemeindefeuerwehren begingen zum 26. mal in besonderer Weise den Gedenktag des Schutzpatrons

 

Als überall bekannter Schutzpatron der Feuerwehren und der Personen im Rettungseinsatz genießt der Heilige Florian in den Kreisen von Feuerwehr und Rettungsdienst einen ganz besonderen Stellenwert. Und dass der Heilige seit vielen Jahren auch in der Regentalgemeinde Miltach eine besondere Verehrung erfährt, hat sich wiederum in der Feier des „Florianitages“ gezeigt. Trotz der Corona-Pandemie und dem Verbot von gesellschaftlichen Treffen wurde an den Schutzpatron bei der Eucharistiefeier am Sonntag gedacht und wurden anschließend die Einsatzfahrzeuge der beiden Feuerwehren Miltach und Oberndorf gesegnet. Bereits zum 26. Mal ist dieser Gedenktag in der Regentalgemeinde gefeiert worden.

Florianitag 2021 Miltach 1    Florianitag 2021 Miltach 2

 

Am Sonntag wurde beim Gottesdienst, zelebriert von Monsignore Pfarrer Augustin Sperl und Diakon Martin Peintinger, in den Fürbitten um den Schutz und die Hilfe, für die im Einsatz befindlichen Menschen, gebetet. Die Florianskerze wurde wieder vor der Figur des Heiligen Florian entzündet. Von den beiden Feuerwehren Oberndorf und Miltach waren Abordnungen bei der Heiligen Messe zugegen. Nach dem Gottesdienst traf man sich dann auf dem Parkplatz vor der Pfarrkirche, um die Einsatzfahrzeuge, die technischen Gerätschaften und damit stellvertretend auch ihre Mannschaften der beiden Feuerwehren zu segnen. Nach einem Dankgebet und den Fürbitten spendete Diakon Martin Peintinger den kirchlichen Segen mit geweihtem Wasser und Weihrauch.

Florianitag 2021 Miltach 3    In seinen kurzen Dankesworten drückte der 1. Bürgermeister Johann Aumeier seine Freude darüber aus, dass man trotz der Beschränkungen den Segen über die Einsatzfahrzeuge und die Mitglieder der Feuerwehren gespendet bekommen hatte und so die jahrelange Tradition des Florianitages aufrecht gehalten werden konnte. Er hob auch das harmonische Miteinander von Feuerwehr, Kirche und Gemeinde heraus. Durch die gegenseitige Unterstützung und das Gebet konnte in den vergangenen Jahren segensreiche Arbeit, zum Wohle der ganzen Gemeinde, geleistet werden. Vor allem die Feuerwehren haben in dieser schwierigen Zeit der Pandemie ihren ehrenamtlichen Dienst so gut wie möglich aufrecht erhalten und sind ihrer stetigen Einsatzbereitschaft, ohne umschweife, nachgekommen, was Respekt und Anerkennung verdiene.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Florianitag 2021 auch in diesem Jahr in Zeiten von Corona gefeiert
Foto: Florianitag 2021 Miltach

Auch 2021 standen die Kar- und Ostertage ganz im Zeichen der Corona Pandemie

(04. 04. 2021)

„Christ will unser Trost sein“

Die Tage Kar- und Osterfesttage wurden in Miltach festlich gefeiert – Kommunionkinder empfingen stille Kommunion

 

Am Ostersonntag früh am Morgen um 5.30 Uhr, als es noch dunkel war, erneut gerufen durch die Karfreitagsratschen der Ministranten, versammelte sich die Kirchengemeinde im Dunkel des Gotteshauses, um die Osternachtfeier zu begehen und der Auferstehung Jesu zu gedenken. Auf dem Platz vor dem Kirchenportal segnete Pfarrvikar Matthias Tang die neue Osterkerze. Der Priester entzündete die wunderschön, von Hand verzierte Kerze, am lodernden Osterfeuer. Zusammen mit den Ministranten, sowie Gemeindereferent Franz Strigl und Diakon Martin Peintinger zog der Geistliche in das finstere Gotteshaus ein, wo die Kerzen der Gläubigen von der Osterkerze aus entzündet wurden und den Kirchenraum in ein gelblich schimmerndes Kerzenlicht tauchten. Von der Mesnerfamilie Röhrl und weiteren fleißigen Helfern wurde die Kirche wieder wunderbar geschmückt. Nach dem festlichen Exultet, dem großen Osterlob, trugen die Lektoren in drei Lesungen aus dem Alten Testament die wechselvolle Geschichte der katholischen Kirche und des Israelitischen Volkes vor, ehe dann beim Gloria in das freudige Osterlob eingestimmt wurde, bei dem dann wieder alle Glocken vom Kirchturm erklangen, welche seit dem Gründonnerstag verstummt waren.

Ostern Miltach 2021 1    Ostern Miltach 2021 2
 
Die Kartage

Bereits am Gründonnerstag hatten sich die Pfarrangehörigen, zusammen mit den zehn Erstkommunionkindern und deren Eltern versammelt, um die Feier des Gedächtnisses an das letzte Abendmahl, in einer sehr würdevollen Eucharistiefeier, zu begehen. Zusammen mit den Ministranten zog Monsignore Pfarrer Augustin Sperl in die Pfarrkirche ein, um in der Gottesdienstfeier an das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, vor mehr als 2000 Jahren zu erinnern. In den verbindenden Texten und in der Predigt ging der Geistliche auf den Sinn dieser Messfeier, die Ereignissen um Jesu Leiden und der Spendung der Kommunion ein. Bei der späteren „Stillen Kommunion“ durften die jungen Christen dann erstmals an den Tisch des Herrn treten und die Eucharistie in Empfang nehmen. Nach der Feier des Messopfers wurde das Allerheiligste vom Priester ausgesetzt und die Anbetungsstunden folgten. An der sogenannten „Ölbergwache“ beteiligten sich wieder die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes und der Marianischen Männerkongregation mit ihren Gebetseinheiten. Beide Vereinigungen verbrachten jeweils eine knappe halbe Stunde vor dem ausgesetzten Allerheiligsten und erinnerten so in ihren Gebeten und nachdenklichen, meditativen Texten an die Angst Jesu am Ölberg.

 

Am Karfreitagvormittag wurden die Gläubigen durch die „Karfreitagsratschen“ zum Kreuzweg gerufen. Gestaltet hatte diese Andacht Christian Röhrl. Da die Kirche an diesem Tag keine Eucharistiefeier kennt, versammelte sich die Pfarrgemeinde am Nachmittag um 15.30 Uhr, zur Todesstunde Jesu, in der Pfarrkirche, zur Karfreitagsliturgie. Pfarrer Augustin Sperl leitete diese Gedenkfeier, in der an den Kreuzestod Christi erinnert wurde. Die verbindenden Texte las Gemeindereferent Franz Strigl. Zunächst wurden die anwesenden Gläubigen durch das Vortragen der Lesung und der Passionsgeschichte aus dem Johannes-Evangelium auf die Ereignisse dieses Karfreitages eingestimmt. Die folgenden großen Fürbitten bilden einen wichtigen Bestandteil dieser Feierstunde. Eine Fürbitte galt dabei den durch die Corona Pandemie verstorbenen. Danach folgte die Kreuzverehrung in ganz einfachem Rahmen. Der Priester enthüllte das Vortragekreuzes und verehrte es, stellvertretend für die anwesenden Gläubigen. Nach der Kommunionfeier fand die liturgische Stunde ihren Abschluss mit der Grablegung und der Aussetzung des Allerheiligsten am Heiligen Grab in der Kirche. Hier hatte die Mesnerfamilie das Heilige Grab vor dem Volksaltar aufgebaut. Weiße Hortensien und gelb/weiße Blumenarrangements bildeten, im Schein zahlreicher Kerzen, einen herrlichen Rahmen, um betend oder meditierend einige Zeit dort zu verbringen. Was von den Gläubigen auch recht gut angenommen wurde. In einer abendlichen Andacht im Kerzenschein und mit Chorälen aus der Passion wurde den sieben Worten Jesu am Kreuz gedacht und rundete die Feierlichkeiten des Karfreitages ab. Am Karsamstag waren die Kommunionkinder und weitere Kinder zu einer Passionsandacht am Heiligen Grab, eingeladen von Gemeindereferent Franz Strigl, zusammengekommen.

 

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Osterfest

Am Ostersonntag früh um 5.30 Uhr versammelte sich die Kirchengemeinde im Dunkel des Gotteshauses, um die Osternachtfeier zu begehen und der Auferstehung Jesu zu gedenken. Die Feier wurden von Kantor Alois Pielmeier gesanglich begleitet. In seiner Osterpredigt verdeutlichte Pfarrvikar Matthias Tang die Ostertage und die Auferstehung Jesu als den eigentlichen Mittelpunkt des Glaubens. „Frohlocket, ihr Engel. Preist den Sieger. Lobsinge du Erde. Freue dich Mutter Kirche.“ so der Geistliche. In der Osternacht wurde die Dunkelheit der Sünde vertrieben. Christus hat die Ketten des Todes zerbrochen. Er hat Licht in die Welt gebracht. In der eigenen Taufe wurden wir reingewaschen. Jedes Jahr in der Osternacht wird das Taufversprechen erneuert, das wir damals, als wir klein waren, nicht selbst ablegen konnten, sondern was unsere Eltern stellvertretend für uns abgelegt haben. Heute können wir es bewusst, in Freiheit und mit freudigem Herzen selbst erneuern. „Ja, ich glaube. Ich wiedersage den Verlockungen des Bösen. Ich möchte ein Leben mit Christus führen. Ihm bin ich dankbar. Er ist mein Retter. Er hat mich aus der Knechtschaft der Sünde befreit. Nur durch ihn ist Erlösung möglich geworden. Das darf unser Herz erfreuen. Das darf uns heute fröhlich „Halleluja“ singen lassen. Bei der folgenden Tauferneuerung segnete der Geistliche das Osterwasser. Der Priester tauchte die Osterkerze darin ein und Diakon Martin Peintinger sprengte das geweihte Wasser dann über die Gläubigen aus. Am Ende der festlich gestalteten Eucharistiefeier segnete Pfarrvikar Matthias Tang noch die mitgebrachten Speisen von Brot, Eiern, Salz, Fleisch und den Wein. Viele Personen hatten bereits im Vorfeld ihre Körbchen zur Pfarrkirche gebracht und dort abgestellt. Die Gläubigen nahmen das Osterlicht und das Osterwasser mit nach Hause, in dessen Schein sie dann in ihrer häuslichen Tischgemeinschaft Ostermahl hielten.

 

Zum Ostergottesdiensten am Sonntagabend konnte Monsignore Pfarrer Augustin Sperl in seiner Ansprache auf die aktuelle Coronasituation blicken. „Ein Jahr der Pandemie legt hinter uns. Die Zahl der vielen Verstorbenen durch das Virus sagt alles. Das Osterlied „Christ ist erstanden, von der Marter alle.“ beschreibt genau diese Lage unserer Zeit, es sagt uns aber auch, in die Zukunft zu blicken. „Ostern will nicht das Vergangene ausblenden oder zudecken. Es will uns einen neuen Blick auf die Welt und die Zeit schenken. Der Auferstandene trägt die Wunden seiner Marter an seinem verklärten Leib weiter. Aber Schmerz und Bedrängen sind nicht mehr. Das ist die Osterbotschaft: „Das Kreuz des Sohnes leuchtet gewissermaßen von innen her und macht alles Leid hell, weil Gott selbst in seinem Sohn den Tod besiegt und ihn ins helle Licht seines Lebens gestellt hat.“

 

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Auch am Ostermontagvormittag kamen weitere Gläubige und Gäste in die Pfarrkirche „St. Martin“ und feierten gemeinsam das Osterfest. Eine Reservierung der Plätze war an den zurückliegenden Tagen nicht erforderlich. Bei allen Gottesdiensten haben die bereitgehaltenen Plätze in der Pfarrkirche bei weitem ausgereicht, die Hygienevorgaben konnten gut eingehalten werden und es konnte sogar mehr Abstand gewahrt werden, als dieser von staatlicher Seite gefordert war.

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto zur Meldung: Auch 2021 standen die Kar- und Ostertage ganz im Zeichen der Corona Pandemie
Foto: Ostern Miltach 2021

Palmsonntag führt hin zu den Kartagen und zu Ostern

(28. 03. 2021)

Mit dem Palmsonntag hat die Karwoche in Miltach begonnen

Palmsegnung unter Coronabedingungen - Kommunionkinder aus Miltach und Blaibach gestalten Wortgottesdienst

 

Auch in diesem Jahr ist wegen der Corona Pandemie weiterhin alles ganz anders. Es ist schon sehr seltsam, wenn die kirchlichen Feiern nur sehr eingeschränkt, mit wenig Gläubigen, gefeiert werden können. Die noch immer anhaltende Virus-Pandemie lässt es einfach nicht zu, den Palmsonntag in der gewohnten, feierlichen Art, mit einer Palmprozession zur Pfarrkirche und dem anschließenden Familiengottesdienst zu feiern. Am Sonntag Vormittag um 8. 30 Uhr versammelte sich dazu die Pfarrgemeinde in der Kirche und feierte die Eucharistie zum Festtag. Um 10 Uhr war dann eine weitere Feierstunde als Wortgottesdienst angesetzt, vor allem mit den Kommunionkindern aus Miltach und Blaibach. Alles konnte unter Einhaltung der Hygienevorschriften ablaufen.

 

Nach den Worten von Monsignore Pfarrer Augustin Sperl beim Vorabendgottesdienst am Samstag Nachmittag waren die zurückliegenden fünf Wochen religiös von Umkehr und Buße geprägt. Aber auch von der Angst und dem Kummer um die weitere Ausbreitung der Virusinfektion. „Mit dem Palmsonntag treten wir ein in die Heilige Woche. Die bevorstehenden Tage führen uns jedoch immer wieder neu hin zum letzten Abendmahl, zur Kreuzigung und dann zur Auferstehung Jesu Christi“. Wir werden in den kommenden Tagen Schritt für Schritt mit hinein genommen in dieses österliche Geheimnis. Mit dem freudigen Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem am Palmsonntag, dem Abendmahlssaal und der Angst im Garten Getsemani am Gründonnerstag. Dann der Verurteilung Jesu und seiner Kreuzigung am Karfreitag und zur Grabestrauer am Karsamstag. Und schließlich feiert die Kirche die siegreiche Auferstehung Jesu, welche in die Osterfreude am kommenden Ostersonntag mündet.

 

Beim Sonntagsgottesdienst segneten Pfarrvikar Matthias Tang, assistiert von Diakon Martin Peintinger, am Kirchenportal die Palmbuschen und verkündeten von dort aus das Evangelium. Unter dem Palmsonntagslied: „Singt dem König Freudenpsalmen“ zogen beide mit den Ministranten in das Gotteshaus ein. Nach der Lesung wurde die Passionsgeschichte aus dem Markus Evangelium vorgetragen. Sie erzählte vom Leidensweg Jesu, beginnend mit dem Einzug in Jerusalem bis hin zur Kreuzigung auf Golgota. Die dann folgenden Fürbitten waren geprägt vom Bitten um Kraft und Schutz vor der Virus Pandemie und vom Gebet für die Verstorbenen. Immer in Gedanken eingebunden waren auch die Kommunionkinder dieses Jahres.

 

Ein schöner Brauch war es, dass am Tag zuvor die Erwachsenen und Kindern die nicht zu den Gottesdienstfeiern kommen wollten, trotzdem ihre Palmburschen zur Pfarrkirche brachten, damit sie mit den Buschen, die die Gläubigen dabei hatten, gesegnet wurden. Alle verziert mit bunten Bändern und Schleifen. In der Kirche abgelegt konnten die grünen Zweige ihren Segen zum Palmsonntag erhalten. Nach der Überlieferung sind dies Zeichen des Friedens, des Lobes und der Hoffnung, so die Geistlichen.

 

Bei einem Wortgottesdienst, der um 10 Uhr in Miltach begann, und an dem die Kommunionkinder aus Blaibach und Miltach, zusammen mit ihren Eltern teilnahmen, war geprägt von der Hinführung der Kinder über die Palmprozession und die Abendmahlsfeier, bis hin zum Leidensweg, zum Tod und zur Auferstehung Jesu am Ostermorgen. Gemeindereferent Franz Strigl leitete diese Feier und hatte die Wortbeiträge für die Kinder zusammengestellt. Jedes der 24 Kommunionkinder durfte einen Text sprechen und so zum Gelingen der Gottesdienstfeier beitragen. Rhythmische Lieder ergänzten passend die Andacht. Für die Buben und Mädchen ist es eine sehr gute Vorbereitung auf den Gründonnerstag, an dem sie dann erstmals an den Tisch des Herrn treten dürfen und in einer stillen Kommunionfeier, in der eigenen Pfarrkirche, den Leid des Herrn empfangen dürfen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Palmsonntag führt hin zu den Kartagen und zu Ostern
Foto: Pfarrvikar Matthias Tang segnet die Palmbuschen

Kinderkirche to go freut die Kinder unserer Pfarrgemeinde

(25. 03. 2021)

„Kinderkirche to go“ findet ganz großen Anklang

 

Das Team für die Kleinkindergottesdienst aus dem Pfarrgemeinderat Miltach hat sich mit der Fortsetzung der „Kinderkirche to go" auch jetzt an Ostern etwas Besonderes einfallen lassen: Seit dem 5. Fastensonntag konnten sich die Kinder mit ihren Eltern am Taufbaum in der Miltacher Pfarrkirche spezielle Ostertüten abholen. Die Materialien darin sind für Kinder aufbereitet - mit der Ostergeschichte, Bastelmaterial und einer kleinen süßen Osternascherei sowie einem Infoschreiben.

 

 

Das wichtigste Fest

In dem Schreiben an die Kinder heißt es: „Bei uns dreht sich momentan alles um das Thema Ostern! Vielleicht habt ihr ja zu Hause schon ein wenig dekoriert, gebacken oder gebastelt. Damit ihr wisst, warum wir dieses Fest in unserer Kirche feiern haben wir euch die Ostergeschichte beigelegt! Im Kirchenjahr ist Ostern sogar das wichtigste Fest".

 

 

Osterstrauch schmücken

Das Osterei spielt eine ganz wichtige Rolle, denn es steht als Symbol für ein neues Leben in der Auferstehung Jesu am Ostersonntag. Jedes Kind soll das in der Ostertüte beiliegende Osterei verzieren, bemalen, bekleben, oder marmorieren und bis Ostern wieder in die Kirche bringen und am bereitgestellten Osterstrauch aufhängen. So wird sicherlich ein schöner bunter Osterschmuck entstehen, der alle erfreut und Licht und Farbe in den Corona-Alltag bringt. Ab dem Ostersonntag wird der Strauch seinen besonderen Platz neben dem Altar dann finden.


Kinderkirche to go

Text und Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kinderkirche to go freut die Kinder unserer Pfarrgemeinde
Foto: Kinderkirche to go Miltach

Unsere Pfarrgemeinde ist mit dem Aschermittwoch in die Fastenzeit gestartet

(18. 02. 2021)

Aschermittwoch in der Pfarrei Miltach wurde gefeiert

 

Ein bekanntes Faschingslied beginnt so „Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei.“. Die Tage des Faschings sind vorbei, in diesem Jahr wegen der Corona Pandemie umso ruhiger. Mit dem Aschermittwoch, diesem ersten Tag in der Fastenzeit, traten die Gläubigen in die vorösterliche Bußzeit ein. Monsignore, Pfarrer Augustin Sperl eröffnete am Abend des vergangenen Mittwochs den Gottesdienst zu diesem besonderen Fasttag. „Für die Katholiken beginnt an diesem ersten Tag der Fastenzeit etwas ganz Neues, das einmündet, in das kommende Osterereignis.“

 

Aschermittwoch Miltach 2021 1

 

Seit alters her ist dieser Tag ein großer Fast- und Abstinenztag und der Beginn der 40-tägigen Fastenzeit. Zur Messfeier konnte der Priester neben den Gläubigen auch ein paar wenige Kommunionkinder mit ihren Eltern begrüßen. Nach dem Evangelium segnete der Geistliche die Asche, die aus den Palmzweigen des vergangenen Jahres gewonnen wurde. Anschließend schritt er durch den Kirchenraum und streute den Gläubigen die Asche auf das Haupt, weil das berühren der Stirn, um das sonst übliche Aschekreuz zu spenden, wegen der Corona Hygienevorschriften, nicht gestattet war.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

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Foto: Aschermittwoch Miltach 2021

Ein Licht von den Kindern für die Senioren in der Betreuung Grassl

(16. 02. 2021)

Kinder aus Miltach brachten ihr Licht zum Seniorenheim

 

Die Bewohner des Seniorenbetreuung Grassl in Miltach freuen sich immer sehr, wenn ihnen von außerhalb, besonders von den Kindern, ein netter Gruß übermittelt wird. Oder wenn die Kinder, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, zum Heim kommen, vor dem Fenster der Einrichtung sich versammeln und auf diesem Weg mit den Senioren, die sich im Aufenthaltsraum befinden, singen und beten. Das Kinderteam der Pfarrgemeinde Miltach, um Gemeindereferent Franz Strigl und engagierten Müttern hatte die Idee, dass die Kinder Papierkerzen zuhause mit ihren Eltern bastelten und diese den älteren Frauen und Männern der Einrichtung dann gebracht werden. Im Aufruf für die Kinder, sich an der Aktion zu beteiligen, hieß es: „Wir bringen die gebastelten Kerzen zu den alten Menschen ins Seniorenheim, verbreiten damit unser Licht und schenken den Heimbewohnern einen hellen Moment!“

 

Kinder LIcht Senioren Miltach 1    Kinder LIcht Senioren Miltach 2

 

Zu dieser kleinen Gebetseinheit ist es nun in den vergangenen Tagen gekommen. Gemeinsam mit Franz Strigl marschierten die Kinder und ihre erwachsenen Begleiter zum Heim und brachten ihre gebastelten Kerzen mit. „Gott hat allen Menschen das Leben geschenkt. Er möchte, dass es allen Menschen gut geht. Damit das gelingen kann, braucht es immer wieder Menschen, die die Nöte anderer sehen und helfen und so deren Leben heller und schöner machen. Der Hl. Martin, die Hl. Elisabeth, die Hl. Barbara, der Hl. Franziskus und viele andere Menschen waren wie ein solches Licht. Sie hörten die Worte Jesu: Ihr seid das Licht der Welt! Sie hatten ein großes Herz für die Menschen. Ihr Licht leuchtet bis heute in die Welt hinein.“ so der Gemeindereferent.

 

„Am 2. Februar feierten wir das Fest Darstellung des Herrn oder wie es im Brauchtum heißt: Maria Lichtmess. An diesem Tag werden all die Kerzen gesegnet, die während eines Jahres in der Kirche gebraucht werden. Dabei erinnern wir uns an die Begegnung Jesu mit Simeon und Hanna im Tempel.“ Die anschließende Schriftlesung bezog sich auf dieses Ereignis. Nach dem Evangelium, passend zum Lichtmeßtag, folgten die Dankrufe der Kinder. In den Fürbitten baten sowohl die Kinder, als auch die Senioren, um Schutz, Gesundheit und Gottes Segen. Mit dem „Vater unser“-Gebet ging die kurze Andacht zu Ende. Mit großer Freude nahmen die Heimbewohner anschließend die gebastelten Kerzen der Kinder im Empfang.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Andrea Neumeier, Miltach

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Foto: Kinder LIcht Senioren Miltach

Auch am Faschingssonntag darf es heiter zugehen - Den Valentinstag nicht vergessen

(14. 02. 2021)

Freude trotz Corona auch beim Gottesdienst am Faschingssonntag

Rhythmische Lieder zur Messfeier am Sonntag – Rosen zum Valentinstag für die Gläubigen

 

Am vergangenen Sonntag erlebten die Gläubigen im Rahmen des Gottesdienstes in Miltach einen etwas anderen Gottesdienstverlauf. Die Ministranten erlaubten sich den Spaß, in verschiedenen liturgischen Farben an den Altar zu treten. „Der Fasching ist gekommen, das ist durchaus ein Grund zum fröhlich sein und Feiern auch hier im Gotteshaus. Dazu gibt es die Predigt in Versform obendrein.“ so begrüßte Monsignore Pfarrer Augustin Sperl die Christen Groß und Klein. Ein Paar wenige Kinder waren verkleidet zur Eucharistiefeier gekommen. „Die Welt ist oft so dunkel, gegen Gottes Wort immun. Drum sucht Gott frohe Menschen, die was dagegen tun. Er schenkt uns stets seine Botschaft, trotz der derzeitigen Corona-Pandemie.“ so formulierte es der Priester bei seiner Begrüßung.

 

Fasching - Valentinstag 2021 Miltach 2    Fasching - Valentinstag 2021 Miltach 3

 

Die Messfeier besonders am Sonntag wurde mit rhythmischen Liedern gestaltet. Nach dem Evangelium, bei der Predigt, führte Pfarrer Sperl seine Gedanken in Versform aus. „Auch an Fasching muss es gelingen, eine Predigt auf Papier zu bringen.“ Gerade die aktuelle Corona Situation und dass der Fasching ganz still und leise heuer gefeiert wird, veranlassten den Priester, sich darüber seine Gedanken zu machen.

Nach den beiden Messfeiern am Faschingswochenende war es in diesem Jahr leider nicht möglich, aufgrund der Hygienevorschriften einen Krapfenverkauf durch die Ministranten durchzuführen. Die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde hatten sich aber anlässlich des gleichzeitigen Valentinstages trotzdem etwas einfallen lassen. Ein besinnliches Schreiben wurde verfasst und am Ende der beiden Messfeiern, zusammen mit einer Rose, für die weiblichen Gottesdienstbesucher zum Mitnehmen aufgelegt. Mitglieder des Pfarrgemeinderates hatten dabei geholfen. Im Gedenken an den Hl. Valentin soll das eine kleine Aufmerksamkeit und ein kleiner Blumengruß sein, der Freude bereitet und ein Dankeschön für die Treue zur Mitfeier der Eucharistie sein soll.    Fasching - Valentinstag 2021 Miltach 1

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Grüße zum Valentinstag an die Gläubigen]

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Foto: Fasching - Valentinstag 2021 Miltach

Lichtmess gefeiert und den Blasiussegen gespendet

(04. 02. 2021)

Lichtmessfeier und Blasiussegen in der Pfarrei Miltach

Ewige Anbetung ist in der Regentalgemeinde eine lange Tradition

Exakt 40 Tage nach dem feierlichen Weihnachtsfest wird Anfang Februar auch unserer Pfarrkirche „St. Martin“ von Miltach Lichtmess, das Fest „Darstellung des Herrn“, als Abschluss der weihnachtlichen Festkreises, gefeiert. Das mosaische Gesetz schrieb vor, ein neugeborenes Kind innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. So folgten der Tradition nach auch die Eltern Jesu dieser alten Vorschrift. Jenes biblische Ereignis wurde zu einem christlichen Festanlass. Zum festlichen Gottesdienst am Dienstag Abend versammelten sich viele Gläubige in der Pfarrkirche.

 

Pfarrer BGR Augustin Sperl konnte nach einer Kerzenmeditation, bei der an die verschiedenen Sakramente der Kirche erinnert wurde, jeweils eine dazu passende Kerze entzündet und durch Gemeindereferent Franz Strigl vor dem Altar aufgestellt wurden, die Kerzen für die Pfarrkirche segnen. Viel Kerzenlicht erleuchtete an diesem Abend den Kirchenraum. Auch der Kerzenschein von den Christbäumen war noch einmal festlich zu sehen, da sie an diesem Tag zum letzten Mal erstrahlten und damit das Ende des Weihnachtsfestkreises symbolisierten. Birgit Holzapfel verlas an die Gläubigen die Lesung aus dem Buch Maleachi.    Lichtmess Miltach 2021 3

 

Lichtmess Miltach 2021 2

  

 

Lichtmess Miltach 2021 1

 

Ebenfalls an diesem Tag wird des Heiligen Blasius gedacht, ein Heiliger, der im Gedächtnis der Katholiken untrennbar mit dem „Halssegen“ verbunden ist. Blasius war Bischof in seiner Heimatstadt Sebaste in Armenien zur Zeit Kaisers Licinius. Bei einer Christenverfolgung soll er um 316 als Glaubensmärtyrer gestorben sein. Ab dem 14. Jahrhundert rechnete man den Heiligen den vierzehn Nothelfern (Vierzehnheilige) zu und wandte sich an ihn bei Halsleiden und Gefahr durch wilde Tiere und Sturm. So wurde auch in Gedenken an diesen Heiligen nach der Messe der Blasiussegen erteilt. Mit zwei gesegneten und überkreuzten Kerzen welche mit roten Schleifen (als Erinnerung an den Märtyrertod des Hl. Blasius) versehen waren, die Pfarrer Augustin Sperl (gemäß den gültigen Corona-Hygienevorschriften) in angemessenem Abstand vor das Gesicht und den Hals der zu Segnenden hielt, sprach er: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen.“ Der Empfänger dieses Segens soll so in der Heilszusage Gottes und in seine Fürsorglichkeit heil erfahren.

 

Am kommenden Samstag findet dann ab 14 Uhr in der Pfarrgemeinde die seit langer Zeit übliche ewige Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten statt.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

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Foto: Lichtmess Miltach 2021

Pfarrgemeinde gratuliert Monsignore Sperl zu seiner Ernennung

(31. 01. 2021)

Pfarrgemeinden gratulieren Monsignore Sperl zur Ernennung

Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach gratulieren

 

Am Sonntag vor einer Woche wurde Pfarrer BGR Augustin Sperl im Hohen Dom zu Regensburg von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nach einer Pontifikalverper, eine besondere Ehre zu teil, die Ernennung zum „Kaplan Seiner Heiligkeit“ (Monsignore). An diesem Wochenende haben es sich die beiden Heimatgemeinden Miltach und Blaibach nicht nehmen lassen, ihrem langjährigen Seelsorger zu dieser hohen Auszeichnung aus dem Vatikan zu gratulieren.

 

Jeweils nach dem Sonntagsgottesdienst traten Redner aus Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung an den Abo in den beiden Pfarrkirche in Miltach und Blaibach und richteten ihre Glückwünsche an den Priester.

 

Glückwünsche Monsignore Miltach 1    Glückwünsche Monsignore Miltach 2
     
Glückwünsche Monsignore Miltach 3   Glückwünsche Monsignore Miltach 4

 

In Miltach war es Kirchenpfleger Christian Röhrl, der zusammen mit der Sprecherin des Pfarrgemeinderates Claudia Pinzinger, die Grüße der Pfarrgemeinde überbrachte. „Viel Gutes ist in den Vergangenen fast 20 Jahren, seitdem sie unser Seelsorger sind, geschehen. Bei aller Entfremdung der heutigen Menschen von der Kirche und von Gott (das Coronavirus trägt meiner Meinung nach noch stärker dazu bei), muss man erkennen, dass der Mensch Gott braucht, die Kirche, den Priester. Er ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen, besser gesagt, zwischen Christus und den Menschen. Er soll den Menschen mit Gott in Verbindung bringen, also Brückenbauer: Pontifex muss er sein für den Menschen, zu Gott hin und umgekehrt.  Der heilige Pfarrer von Ars sagt: „Der Priester ist nicht Priester für sich, sondern für die anderen. Der Priester ist die Liebe des Herzens Jesu.“ Diese hohe Auszeichnung durch den Hlg. Vater bestätigt umso mehr die herausragende und aufopferungsvolle Arbeit, mit der sie Pfarrer Sperl, zusammen mit den Gläubigen, die Eucharistie feiert, ihnen den Schatz der Heiligen Schrift näherbringt und in guten, aber auch schweren Zeiten als Priester zur Seite steht.“ so Röhrl in seinen Worten. „Wir gratulieren sehr herzlich zur Ernennung und wünschen Ihnen weiterhin Gottes Segen und allzeit gute Gesundheit, damit sie noch viele Jahre zum Wohl der Ihnen anvertrauten Gläubigen, in unserer Pfarrgemeinde Miltach, wirken können.“ Claudia Pinzinger überreichte an Monsignore Pfarrer Augustin Sperl einen Blumenstrauß und einen edlen, gravierten Kugelschreiber für die tägliche Büroarbeit im Pfarrhof.

 

In Blaibach war es der Sprecher des Pfarrgemeinderates Markus Kerner, der die besten Glückwünsche zur Würdigung durch den Hl. Vater, an Pfarrer Augustin Sperl überbrachte. „Diese Ernennung kommt sicherlich nicht von ungefähr, es ist wohl vielmehr eine Bestätigung, dass Ihr Wirken, als „gestaltender Seelsorger“, sowohl in der Eucharistie und sicherlich bei Ihnen im Besonderen auch als Renovierungs- und Bauherr dies beim bischöflichen Stuhl in Regensburg und von hier aus nach Rom zum Hl. Vater entsprechenden Anerkennung fand.“ so Markus Kerner. „Diese hohe Auszeichnung durch den Hl. Vater bestätigt ihre aufopferungsvolle Arbeit, welche Sie 37 Jahren in Blaibach, seit rund 20 Jahren im Pfarreienverband mit Miltach und jetzt seit September 2020 für die Pfarreiengemeinschaft Blaibach, Harrling, Zandt, Altrandsberg, Miltach „im Weinberg des Herren“ leisten. Zudem waren Sie von 1996 bis 2016, also 20 Jahre, Dekan für das Dekanat Kötzting. Wir schließen uns den Worten des Bischofs an, der bei der Verleihung u.a. gesagt hat, dass für sie diese Ernennung zum Monsignore nur zu berechtigt ist.“ Die stellvertretende Sprecherin des Pfarrgemeinderates Regina Franz überreichte an Pfarrer Sperl einen gelb/weißen Rosenstauss.

 

Glückwünsche Monsignore Blaibach 5    Glückwünsche Monsignore Blaibach 6
     
Glückwünsche Monsignore Blaibach 7   Glückwünsche Monsignore Blaibach 8

 

Für Monsignore Sperl war es eine Freude, dass sich die beiden Pfarrgemeinden an diesem Wochenende den viele vorausgegangenen Glückwünschen angeschlossen haben. Sein Dank galt den Rednern in beiden Pfarrgemeinden und den Gläubigen, die ihre Grüße überbrachten. „Diese Auszeichnung ist vielmehr eine Wertschätzung für die Arbeit der vergangenen Jahre. Dabei haben viele fleißige Helfer aus den Kirchengemeinden mitgewirkt. Ich bin aber weiterhin euer Pfarrer und möchte mich darum bemühen, auch in den kommenden Jahren für euch da zu sein und die Feier der Hl. Messe zusammen mit euch würdig zu begehen.“ so der Priester.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Bilder (Blaibach): Ingrid Hamberger, Blaibach

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Foto: Glückwünsche Monsignore Miltach

Unser Pfarrer Augustin Sperl mit dem Ehrentitel "Monsignore" ausgezeichnet

(25. 01. 2021)

Päpstliche Ernennung für Pfarrer Augustin Sperl

Ernennung im Auftrag von Papst Franziskus durch Bischof Rudolf Voderholzer

 

Am vergangenen Sonntag wurde Pfarrer BGR Augustin Sperl im Hohen Dom zu Regensburg von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nach einer nachmittäglichen Pontifikalverper, eine besondere Ehre zu teil. Papst Franziskus hat Pfarrer Sperl auf Vorschlag der Diözese Regensburg zum „Kaplan Seiner Heiligkeit“ (Monsignore) ernannt. Bischof Voderholzer zeichnete im Dom St. Peter Geistliche und Laien, also Weltchristen, gleichermaßen für ihre Verdienste aus. Geehrt wurden außerdem vier Geistliche und neun Weltchristen (Laien), die sich auf dem Gebiet des Krippenbaus große Verdienste erworben haben. Vier Geistliche durften den Titel des Bischöflich Geistlichen Rates entgegennehmen. Die Laien, darunter auch eine Äbtissin, erhielten die Wolfgangsmedaille. Wegen der geltenden Coronavorschriften wurden die Urkunden vom Bischof nicht direkt überreicht, sondern lagen auf Tischen zur Mitnahme bereit. Dies steht im Zusammenhang mit der Idee von Bischof Voderholzer: „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns etwas einfallen.“ Unter Wahrung aller Abstandsregeln war der Dom gut gefüllt mit Gläubigen, vor allem auch nahen Bekannten und Ehrengästen der geehrten Personen.

 

Pontifikalvesper zum Jahrestag der Bischofsweihe

Bei der vorangegangenen kirchlichen Feier, anlässlich des Jahrestags der Bischofsweihe von Dr. Rudolf Voderholzer dankte der Oberhirte bei dieser Gelegenheit allen, die ihn bei der Leitung der Diözese unterstützen sowie überhaupt allen, die sich für die Verkündigung und Weitergabe des Glaubens einsetzen. Gerade das letzte Jahr war ein ganz außergewöhnliches, herausforderndes Jahr und hatte viel Schaffenskraft und neue Ideen von den Betroffenen abverlangt. Die musikalische Gestaltung lag bei dem Vokalensemble der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Heiß. An der Orgel saß Prof. Franz Josef Stoiber.

 

Pfarrer BGR Augustin Sperl wurde im Hohen Dom zu Regensburg von Bischof Rudolf Graber, am 23. Juni 1979 zusammen mit weiteren 16 Kurskollegen, zum Priester geweiht. Eine Woche später konnte er in seiner Heimat Niedernkirchen im Rott-Tal die feierliche Primiz begehen. Danach führte den Geistlichen sein Weg in die Pfarreien „Maria Himmelfahrt“ in Deggendorf (1979 – 1981) und Furth im Wald (1981 - Januar 1984). Mit gerade mal 31 Jahren wurde Pfarrer Sperl schließlich im Februar 1984 die Verantwortung für die Pfarrgemeinde Blaibach übertragen.

Neben dem Amt des Dekans für das Dekanat Kötzting, welches er von September 1996 bis Januar 2016 fast 20 Jahre bekleidete, wurde Pfarrer Sperl schließlich im September 2001 die Sorge für die Pfarrgemeinde Miltach übertragen.

   Monsignore Sperl

Und im vergangenen Jahr erfolgte schließlich der Schritt, dass auch die Pfarrgemeinde Harrling / Zandt / Altrandsberg zu den beiden bisherigen Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach dazugekommen ist. Zusammen mit Pfarrvikar Matthias Tang, Diakon Martin Peintinger und Gemeindereferent Franz Strigl betreuet Pfarrer Augustin Sperl als Hauptverantwortlicher dieser drei Pfarreien. In seiner Ansprache erwähnte Bischof Voderholzer, dass er im November 2019 in Miltach beim Jubiläumsritt 300 Jahre Martiniritt dabei sein durfte, als auch im Oktober 2020 die Altarweihe in Blaibach vollziehen durfte. „Ich konnte mich bei beiden Veranstaltungen nur zu gut davon überzeugen, dass diese Ehrung für Pfarrer BGR Augustin Sperl nur zu berechtigt ist.“ Die von Papst Franziskus unterschriebene Ernennungsurkunde mit einem Geschenk des Bischofs konnte Monsignore Pfarrer Augustin Sperl entgegen nehmen.   

 

Stichwort: Monsignore

Für Geistliche gibt es drei verschiedene päpstliche Auszeichnungen, die der Papst zumeist auf Antrag der Diözesen und seines Bischofs hin verleiht. Die erste Stufe ist der „Kaplan Seiner Heiligkeit“ bzw. „Päpstlicher (Ehren-) Kaplan“ mit der Anrede „Monsignore“. Die so ausgezeichneten sind meist durch ihre Kleidung sichtbar: Der Monsignore darf in und außerhalb des Gottesdienstes einen schwarzen Talar mit violetten Knöpfen und einem violetten Zingulum (Gürtel) tragen.

Foto zur Meldung: Unser Pfarrer Augustin Sperl mit dem Ehrentitel "Monsignore" ausgezeichnet
Foto: Sperl Monsignore Bistum Regensburg

Dreikönigsweihe und Jahrtag der Feuerwehr Miltach gefeiert

(07. 01. 2021)

„Die Heiligen Drei Könige und ihre Gaben“

An Jahrtagsfeier der Feuerwehr Miltach mit Totengedenken, trotz Corona, festgehalten – Am Vortag Dreikönigsweihe


Schon am Vortag des Dreikönigsfestes beim Vorabendgottesdienst versammelten sich die Gläubigen in der Pfarrkirche. In dessen Verlauf haben die Sternsinger ihre Rückkehr von ihrer Sternsingeraktion gefeiert. Zur Messfeier sind die Ministranten wieder in ihre Sternsingergewänder geschlüpft, um so noch einmal auf etwas andere Sternsingeraktion in diesem Jahr hinzuweisen.  Traditionell gehört zu dieser Eucharistiefeier auch die Dreikönigsweihe und so erteilte der Priester nach dem Evangelium dem Weihrauch, der Kohle, der Kreide und dem Dreikönigswasser den kirchlichen Segen. Am Ende verkauften die Ministranten an die Gottesdienstbesucher wieder die Dreikönigspäckchen, damit diese auch bei sich zuhause die Dreikönigsweihe mit Weihrauch und Weihwasser vollziehen konnten. Die Gläubigen machten von diesem Angebot regen Gebrauch.

 

Dreikönig Miltach 2021 1    Dreikönig Miltach 2021 2

 

Jahrtag der Feuerwehr Miltach

Am Anfang eines jeden Kalenderjahres ist es in der Regentalgemeinde Miltach eine alte Tradition und ein fester Bestandteil, dass die örtliche Feuerwehr, immer am Dreikönigstag, ihren feierlichen Jahrtag begeht. Bischof Vorderholzer sagt immer: „Wir lassen nichts ausfallen, wir feiern es nur etwas anders.“ Genau diesem Wunsch entsprechend wurde der Feuerwehr Jahrtagsgottesdienst auch nicht abgesagt. Eine Fahnenabordnung traf sich in der Kirche und gedachte seiner verstorbenen Vereinsangehörigen.

 

Um 9.45 Uhr zog BGR Augustin Sperl in die Pfarrkirche ein. Bürgermeister Johann Aumeier war ebenfalls bei der Eucharistiefeier anwesend. Im weihnachtlich geschmückten Gotteshaus wurde die Heilige Messe in würdiger Form gefeiert, wobei festliche Weihnachtslieder sich mir besinnlichen Musikbeiträgen abwechselten. Die Lesung wurde von Josef Prechtl vorgetragen. Den Ministrantendienst übernahmen zwei Mitglieder aus der aktiven Feuerwehrtruppe in ihren Uniformen. Pfarrer Augustin Sperl hieß zur Einleitung in den Wortgottesdienstteil der Messfeier die Vereinsangehörigen und alle Gottesdienstbesucher willkommen. Der Priester ging in seiner Predigt auf den Sinn des Festes „Erscheinung des Herren“ ein. Dabei verdeutlichte er die mitgerachten Gaben der drei Könige (Gold, Weihrauch und Myrrhe) genauer und beschrieb, welche symbolhafte Bedeutung diese Geschenke an das Jesuskind in der Krippe darstellten. „Was würden wir heute dem Kind in der Krippe schenken?“ so der Wortlaut von Pfarrer Sperl an die Gottesdienstbesucher.

 

Dreikönig Miltach 2021 3    Dreikönig Miltach 2021 4

 

Die uniformierten Wehrmänner, wenige weitere Feuerwehrmitglieder in Zivil und die anwesenden Pfarrangehörigen gedachten am Ende der Messfeier der verstorbenen und gefallenen Kameraden der Miltacher Feuerwehr. Der 1. Vorsitzende und Kommandant Johannes Bergbauer erinnerte, zusammen mit seinem Stellvertreter als Vorstand Christian Gröber des im vergangenen Jahr 2020 verstorbenen Ehrenvorstand Matthäus Achatz. In den Sterbegebeten durch den Geistlichen wurde vor dem in der Pfarrkirche aufgebauten Totenbrett der verstorbenen Mitglieder gedacht und der Gedenktafel der kirchliche Segen erteilt. Zum Andenken und als äußeres, sichtbares Zeichen der Verbundenheit legte die Vereinsführung vor dem Totenbrett einen Waldstrauß nieder. Abgeschlossen wurde das ehrende Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Vereinsmitglieder mit dem „Guten Kameraden“, wobei sich die Vereinsfahne vor dem Totenbrett senkte. Abschließend galt der Dank des Vorsitzenden dem Geistlichen, Pfarrer Augustin Sperl und allen Mitwirkenden von der Feuerwehr für die würdevolle Gestaltung der Messfeier, sowie der Mesnerfamilie Röhrl für das Bereitstellen des Totenbrettes mit Blumen, roten Feuerwehrhelmen und der Florianikerze. Wenngleich es nur eine Feierstunde im ganz kleinen Rahmen war, so hat es die örtliche Feuerwehr Miltach geschafft, trotz der Corona bedingten Einschränkungen, die jahrzehntelange Tradition des Jahrtagsgottesdienstes aufrechtzuerhalten und so seiner früheren Vereinsmitglieder in würdiger Form zu gedenken.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

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Foto: Dreikönig Miltach 2021

Unsere Sternsinger sind wieder unterwegs - aber anders als all die Jahre zuvor

(30. 12. 2020)

Sternsingeraktion 2021 in Miltach


Wir wünschen allen ein frohes und gesundes Neues Jahr 2021.

 

Leider kann die Sternsingeraktion in diesem Jahr nicht im gewohnten Rahmen stattfinden, dass unsere Ministranten durch die Orte ziehen und von Haus zu Haus den Segen bringen. Wir haben für uns in Miltach folgende Lösung gefunden und bitten alle Gläubigen um ihr Verständnis und sagen schon jetzt, vielen Dank für die Spendenbereitschaft.

 

Sternsingeraktion 2021   

In den Tagen vor Dreikönig verteilen die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und unsere Ministranten an alle Haushalte Briefkuvert, darin finden sie den beim Videodreh von Pfarrvikar Matthias Tang gesegneten Sternsingeraufkleber, einen Dankeszettel und natürlich ein kleines Infoschreiben zur diesjährigen Sternsingeraktion.

 

Wenn sie spenden möchten, dann bitten wir sie ihre Gabe in den Briefumschlag zu legen und diesen (bis zum 24. Januar) in der Pfarrkirche in das Kollektenkörbchen, oder beim Pfarrheim in den Postkasten einzuwerfen.

 

Gesegnete Kreide und auch Weihrauch bieten wir ab dem Dienstag, 05. Dezember nach dem Vorabendgottesdienst zum Dreikönigstag zum Kauf an.

 

Unsere Ministranten haben sich kürzlich in der Pfarrkirche getroffen und zusammen mit Pfarrvikar Matthias Tang und Gemeindereferent Franz Strigl ein Video produziert. Martin Krieger und Christian Röhrl haben dabei mitgeholfen.

 

Die Aufnahme möchten wir hier präsentieren:

 

 

Wir teilen auch gerne die Videobotschaft unseres Bischofs Dr. Rudolf Voderholzer zur diesjährigen Sternsingeraktion:

 

[Sternsinger Bundesweiter Segensspruch]

Foto zur Meldung: Unsere Sternsinger sind wieder unterwegs - aber anders als all die Jahre zuvor
Foto: Sternsinger Aktion 2021

Martinssänger feiern ihren Jahrtag in einem Jahr mit sehr wenig Gesangseinsätzen

(29. 12. 2020)

Jahrtag der Martinssänger trotz Corona

Vor gut einer Woche am Sonntag zum Pfarrgottesdienst trafen sich die Martinssänger aus Miltach um ihren gewohnten Jahrtag zu begehen. Seit dem ersten Lock-down im März war es der Chorgemeinschaft nicht mehr möglich, dass sie sich zu den üblichen Proben im Pfarrheim in Miltach trafen. Auch Auftritte, bei regionalen Sängertreffen oder der Gestaltung von Gottesdiensten, war seit dem März nicht mehr möglich.

Ein Teil der Sänger ließ es sich jedoch nicht nehmen, ihrer verstorbenen „Sangesbrüder“ zu gedenken. Während der Messfeier hatten die Männer rechts vom Altar in der Pfarrkirche die Plätze gefunden. Am Ende der Feier ergriff der Sprecher, Wolfgang Sterr, das Wort. „Wir möchten auch in diesem Jahr unserer verstorbenen Mitsänger gerne gedenken. Wenn wir auch nicht singen können, so doch umso mehr das Gebet. Für unseren Chor war es ein schwieriges Jahr und es bleibt zu hoffen, dass im neuen Jahr 2021 es wieder soweit kommen kann, dass der kirchliche Gesang durch die Martinssänger aufgenommen werden kann.“    Jahrtag Martinssänger Miltach 2020

 

Im vergangenen Jahr musste der Chor von Edmund Zankl abschied nehmen. Neben dem Volksaltar war das Totenbrett der Sängergemeinschaft aufgestellt, als sichtbares Zeichen der Erinnerung an verstorbene Mitglieder. Pfarrvikar Matthias Tang segnete am Ende der Heiligen Messe das Totenbrett und betete zusammen mit den Gläubigen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martinssänger feiern ihren Jahrtag in einem Jahr mit sehr wenig Gesangseinsätzen
Foto: Jahrtag Martinssänger Miltach 2020

Heiliger Abend und Weihnachten in der Regentalgemeinde gefeiert

(25. 12. 2020)

"Der Himmel bricht in die Welt ein"

Die Weihnachtsfesttage wurden in Miltach von vielen Gläubigen gefeiert

Drei Gottesdienstfeiern am Hl. Abend bereicherten den Beginn der Festtage

 

Das Weihnachtsfest im Jahr 2020 stand in der Regentalgemeinde Miltach, so wie das ganze Jahr schon, unter dem ganz besonderen Zeichen der Corona-Pandemie. Gewohnheiten, wie sie viele Gläubige schätzen und lieben, waren nicht in dem üblichen Rahmen möglich. Mussten bereits im Vorfeld der Festtage Einlasskarten besorgt werden, damit ein reibungsloser Ablauf möglich wurde, war es Pflicht, während der Messfeier die Mund-/Nasenmasken zu tragen und auch der kirchliche Gesang war nicht in dem gewohnten Maß möglich. Lebt aber nun gerade der Heilige Abend eben von diesem gemeinschaftlich gesungenen Liedgut. Trotzdem haben viele Gläubige an den zurückliegenden Festtagen die kirchlichen Feierlichkeiten besucht und die Gottesdienste in der Pfarrkirche in Miltach mitgefeiert.

 

Mit wunderbarem Geschick und ganz viel Liebe zum Detail wurde das Gotteshaus vor den Weihnachtsfesttagen von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von Marianne Maurer, Martin Krieger und Ingeborg Wagner wieder ansehnlich und prächtig geschmückt. Ein stattlicher Weihnachtsbaum (traditionell auch in diesem Jahr wieder gestiftet von der Familie Dieter Beier) fand im Presbyterium vor dem Hochaltar seinen ganz besonderen Ehrenplatz. Recht viel warm funkelndes Kerzenlicht und die liebenswerten Spansterne, sowie die prächtigen, großen roten Kugeln am Tannenbaum kamen so wieder ganz hervorragend zur Geltung. Die wunderbar geschmückte Tanne und das Tannengrün bei den Apostelleuchtern hüllten das Gotteshaus in seinen festlichen Glanz und trugen so zur rechten weihnachtlichen Erbauung der anwesenden Gläubigen bei. Die besinnliche Weihnachtskrippe (links im Kirchenraum), bei der ebenfalls zwei liebenswerte Christbäumchen  erstrahlten, tauchten den Kirchenraum in ein würdiges, weihnachtliches Gewand. Neben dem Altar fand der Wunschbaum der Kinder vom Krippenweg seinen Platz. Auf die Papiersterne hatten die vielen Kinder ihre persönlichen Wünsche an das Christkind geschrieben. Sehr oft konnte man lesen, dass der Corona Virus verschwindet und die Maske wieder weg sind.

 

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Am Nachmittag des Heiligen Abend fanden viele erwachsene Gläubige, zusammen mit ihren Kindern, den Weg in das Gotteshaus. Um 15 Uhr bei der Kinderchristmette als Eucharistiefeier und um 17 Uhr als Wortgottesdienst, gestaltet von Gemeindereferent Franz Strigl, waren alle verfügbaren Sitzplätze belegt. „Macht hoch die Tür“, dieses adventliche Lied führe wie alle Jahre wieder hin zum eigentlichen Grund dieser Heiligen Nacht, der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem. Nach der Lesung zog bei beiden Feierstunden ein Coronagerechtes Krippenspiel die Kinder und die Erwachsenen in seinen Bann. Mittels Bildern, die von den Schulkindern an der Miltacher Schule ausgemalt wurden, führten die Gläubigen ein Löwe, ein Esel, ein Schaf und eine Eule hin zum Kind in der Krippe, im Stall von Bethlehem. Gespannt und mit hellglänzenden Augen verfolgten die anwesenden Kinder die Texte der Erwachsenen, welche die Tiere sprechen ließen. Mit dem Weihnachtsevangelium schließlich mündete das Spiel ein, in den Besuch der Engel bei den Hirten, die sogleich aufstanden und zum Stall in Bethlehem eilten, um dort Maria, Josef und das Kind in der Krippe zu finden. Das festliche „Stille Nacht“ – Lied schloss die beiden Gottesdienste am Nachmittag des Heiligen Abends ab. Danach marschierten die Gläubigen wieder zurück in ihre Wohnungen, um dort den Heiligen Abend im Kreis der Familien feiern zu können. Viele Leute nahmen dabei auch das Friedenslicht aus Bethlehem mit heim.

 

Weihnachten Miltach 2020 9    Für die beiden Pfarrgemeinden Blaibach und Miltach fand die gemeinsame Christmette in diesem Jahr, wegen des Ausgangsbeschränkungen, schon um 19.30 Uhr in Miltach statt. Die Gläubigen versammelten sich in der abgedunkelten Pfarrkirche. Leise, weihnachtliche Musik empfing die Besucher bereits vor der eucharistischen Feier. Die Mesnerfamilie entzündete die vielen Kerzen im weitläufigen Kirchenraum mit dem Friedenslicht von Bethlehem. Im gelben Schein der vielen Kerzen und der Lichter vom Weihnachtsbaum begann die Christmette. Während der gesamten Mette wurde auch in diesem Jahr auf elektrisches Licht verzichtet, so dass die Feierstunde so zudem ihren ganz besonderen Scharm verliehen bekam. Christian Hartl begleitete die Gottesdienstfeier an der Orgel.

Im Wortgottesdienstteil und insbesondere in seiner Weihnachtspredigt ging Pfarrer Augustin Sperl auf das Geheimnis von Weihnachten näher ein.  „Darum geht es, wenn wir heute Jesu Geburt feiern? Der Himmel bricht in die Welt ein. Ganz egal, was um uns herum alles passiert, es gilt: Der Retter ist da. Der Heiland ist geboren! Wir sind eingeladen, mit Maria diese Botschaft im Herzen zu bewegen und zu bewahren und in unser Leben hineinzunehmen. Ob Corona oder was auch immer: Menschen, die im Dunkel sitzen, sind nicht allein in ihrem Elend, ihren Ängsten, ihrer Krankheit oder ihren Leid. Licht strahlt für alle auf, weltweit. Menschen, die Scheitern hinter sich haben oder mitten drinnen stecken, erfahren: Da ist einer, der verurteilt mich nicht, sondern schafft mir Heil.“ so der Priester. „Der, dessen Geburt wir heute feiern, zeigt uns: Ich bin auch in deinem Leben, deinem Arbeiten und Lieben, deiner Sehnsucht und deinem Glück mitten drinnen. Ich freue mich, wenn es dir gut geht. Und ich bin bei dir, wenn es dir eben nicht gut geht.“ Das festliche „Stille Nacht“ - Lied, in der ausschließlich von Kerzenschein und dem Lichte der Christbäume erfüllten Kirche, rührte die Herzen der anwesenden Gläubigen am Ende der Christmette an.

 

Zum Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Gottesdienstbesucher erneut in der Miltacher Pfarrkirche. Die Ministranten zogen zusammen mit Pfarrvikar Matthias Tang und Diakon Martin Peintinger in das Gotteshaus ein. In seiner Ansprache meinte der Pfarrvikar: „Tun wir das, was auch die Gottesmutter tut! Was tut eine Mutter, wenn sie ein Kind bekommen hat? Sie schaut es liebevoll an. Sie bewundert das Kind, sie beobachtet und liebkost es. Auch wir sollen es anschauen und bewundern. Auf Jesus in der Krippe schauen. Ihn lieben und ihm danken für sein Kommen! Allein unser Blick kann schon ein wunderschönes Gebet sein. Machen wir es so wie die Hirten. Es hieß: „Sie rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten.“ Durch das Anschauen kommen wir dann zum Lob Gottes. Wir preisen Gott und das ist dann Anbetung. Und nicht nur die Hirten von der Herde sind dem Ruf des Engels gefolgt, haben das Kind gefunden und es angebetet, sondern auch die Weisen aus dem Morgenland sind dem Stern gefolgt und taten es ebenso. Sie kamen zur Krippe, fielen nieder und beteten es an, denn es ist das göttliche Kind. Es ist der allmächtige Gott verborgen in einer menschlichen Natur.“ Pfarrvikar Tang forderte die Gläubigen aber auch auf: „Lassen wir dieses weihnachtliche Geheimnis in unser Herz strömen. Wenn sie in diesen Tagen eine Kirche besuchen, gehen sie hin zur Krippe. Bleiben sie eine gewisse Zeit, schauen sie und betrachten sie. Betrachten sie den »Mensch gewordenen« Gott. Das Kind strahlt eine zärtliche Wärme aus, es macht warm ums Herz, denn wir wissen: wir sind nicht verloren. Gott hat uns nicht vergessen. Er ist extra zu uns gekommen, weil er uns liebt.“

Am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag gaben die Gläubigen großzügig ihr Opfer für die Spendenaktion „Adveniat“, welche die Gaben nach Lateinamerika weiterreicht. Die jungen Christen füllten ihre Opferkästchen für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

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An Weihnachten steht uns der Himmel offen

Die Messfeier am 2. Weihnachtsfeiertag wurde von Pfarrer BGR Augustin Sperl und Diakon Martin Peintinger zelebriert. An diesem Tag ging Diakon Peintinger in seiner Ansprache auf die Geburt Jesu, aber auch auf den Heiligen Stephanus und die verfolgten Christen dieser Erde näher ein. „In der Weihnachtsgeschichte spüren wir das, was wir für unser Leben genauso dringend brauchen wie die Luft zu atmen: Wir spüren, dass da ein Mensch unter uns ist, der uns einzig gibt, was er selber haben möchte: Liebe! Ein Mensch, der zu uns kommt, um uns zu beschenken, ohne dafür etwas haben zu wollen.“ In Verbindung mit dem Martyrium des Heiligen Stephanus meinte der Diakon: „Ja, liebe Christen, auch ich sehe den Himmel offen, wenn ich mitbekomme, wie viel Gutes manche Menschen für andere tun. Die vielen fleißigen Hände, die mitgeholfen haben, dass auch in diesem Jahr in unseren Kirchen Weihnachten gefeiert werden konnte – und die vielen Menschen, die beim Schenken über den Tellerrand hinausgeblickt haben, um auch denen Gutes zu tun, die noch viel weniger haben als wir selber. Tragen wir ein Licht hinaus in die Dunkelheit. Ein Licht der Liebe und des Friedens.“

 

 

Im Bereich weitere Informationen (hier weiter unten) sind die Weihnachtspredigten von Pfarrer Augustin Sperl, Pfarrvikar Matthias Tang und Diakon Martin Peintinger zu finden.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Weihnachtspredigt von Diakon Martin Peintinger]

[Weihnachtspredigt von Pfarrvikar Matthias Tang]

[Weihnachtspredigt von BGR Pfarrer Augustin Sperl]

Foto zur Meldung: Heiliger Abend und Weihnachten in der Regentalgemeinde gefeiert
Foto: Heiliger Abend Miltach 2020

Weihnachtsaktion "Auf dem Weg zur Krippe" zur Vorbereitung auf den Heiligen Abend

(23. 12. 2020)

Gläubige gehen auf dem Weg zur Krippe

Bewohner aus den Gemeinden des Pfarreienverbundes besuchten Pfad durch die Miltacher Kirche

Dieses Jahr 2020 stellt die Verantwortlichen in der Pfarrgemeinde Miltach immer wieder vor neue Herausforderungen. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen veranlassen von Tag zu Tag neue Planungen. Schon vor ein paar Wochen haben sich Franz Strigl und Christian Röhrl Gedanken gemacht, wie die große Anzahl an Gläubigen am Heiligen Abend gelenkt und ein gutes Konzept erstellt werden kann, um die Anzahl der Gottesdienstbesucher zu entzerren. Dabei ist man auf die Idee gekommen, vor allem für Eltern mit ihren Kindern, aber auch für Erwachsene, eine Möglichkeit zu bieten, wie sie sich trotz Einschränkungen gut auf den Heiligen Abend und das Weihnachtsfest vorbereiten können. Entstanden ist der Gedanke eines Krippenweges. Unterstützt wurden die beiden von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates und weiterer hilfsbereiter Frauen, welche die einzelnen Stationen ausarbeiteten und in den letzten Tagen vorbereiteten.

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Krippenweg Miltach 2020 6   Krippenweg Miltach 2020 1

Der Krippenweg startete am Pfarrheim und führte zunächst in die Seelenkapelle, wo eine Landschaft aufgebaut war, die an die Hirtenfelder vor den Toren Bethlehems erinnerte. Hirten mit ihren Schafen lagerten auf den Feldern und im Hintergrund konnte man Lichtbilder von der heimischen Landschaft des Bayerischen Waldes betrachten. Danach führte der Weg in die Pfarrkirche. Schon im Eingangsbereich werden die Besucher aufgefordert, die Bezeichnungen den Symbolen und beliebten Heiligen der Adventszeit zuzuordnen. Zu finden waren unter anderem der Adventskranz, der Hl. Nikolaus, die Hl. Barbara oder auch die Hl. Luzia. Betrat man jetzt die Pfarrkirche, faszinierten einen der weihnachtlich geschmückte Kirchenraum und die meditative adventliche Musik. Nur vom Schein der Lichter an den Christbäumen und der Kerzen war die Kirche erfüllt. Unterm Sternenhimmel führte der Weg weiter zur nächsten Station. Es galt hier, seine persönlichen Wünsche zu Weihnachten und zum neuen Jahr zu formulieren. Die Kinder und Erwachsenen durften diese auf einen gelben Stern schreiben und an einen kleinen Christbaum hängen. Dieser Christbaum wird in den nächsten Tagen dann seinen Platz im Altarraum finden.

Jetzt führte der Weg ganz nach vorne zum prächtigen Christbaum im Presbyterium. Viel Kerzenlicht und funkelnde rote Christbaumkugeln sowie zahlreiche Spansterne bereicherten das Ensemble. Hier galt es zu staunen über die vielen hellen Lichter. Es durften Kerzen entzündet werden und an der nächsten Station, vor dem Jesuskind in der Krippe, abgestellt werden. Mit der vorletzten Station an der Weihnachtskrippe waren die Gläubigen eingeladen, die Krippenfiguren sprechen zu lassen. Es konnten Texte den einzelnen Figuren in der Krippe zugeordnet werden. Es war aber auch möglich, die Menschen und Tiere bei der Krippe von Bethlehem, mit eigenen Worten, sprechen zu lassen. Kurz vor dem Verlassen der Pfarrkirche stand das „Vater unser“ auf dem Programm, das Gebet vor dem Bild der Geburtsgrotte in Bethlehem. Bei dieser Station konnten die Besucher das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause mitnehmen. Ein wunderbares Zeichen des Friedens und der Verbundenheit mit dem Ort der Geburt Jesu im Heiligen Land.

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Die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde Miltach waren sehr bemüht, die coronabedingten Vorgaben einzuhalten. So wurden die einzelnen Stationen nach jeder Familie mit Desinfektionsmittel gereinigt und die Blätter und Texte durften mit nach Hause mitgenommen werden. „Ich hoffe, dass uns mit dieser Weihnachtsaktion, die es in dieser Art bei uns in Miltach noch nicht gegeben hat, ein kleines bisschen die Gläubigen mitnehmen konnten, hin zum Kind in der Krippe.“ so Kirchenpfleger Christian Röhrl. Noch heute Donnerstag (Hl. Abend) ist der Krippenweg von 10 Uhr bis 11.30 Uhr geöffnet.

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Weihnachtsaktion "Auf dem Weg zur Krippe" zur Vorbereitung auf den Heiligen Abend
Foto: Krippenweg Miltach 2020

Friedenslicht aus Bethlehem in Miltach - "Nacht der Lichte" zur Aussendung in der Gemeinde

(20. 12. 2020)

Besinnliche „Nacht der Lichter“ mit ruhigen Liedern zur Weihnachtsvorbereitung

Friedenslicht aus Bethlehem ist in Miltach angekommen

 

Das Friedenslicht aus Bethlehem wurde am vergangenen Sonntag im Dom zu Regensburg durch Bischof Voderholzer ausgesendet. Pastoralreferent Martin Münch aus Lam hat es dann mit seiner Familie nach Miltach gebracht und bei einer kleinen Andacht Gemeindereferent Franz Strigl und der Mesnerfamilie Röhrl übergeben. Seitdem leuchtet die Friedenslichtkerze in der Pfarrkirche und kann von den Gläubigen mit nach Hause mitgenommen werden.

 

Friedenslicht Miltach 2020    Friedenslicht Miltach 2020 2

 

Die Friedenslichtaktion 2020 steht in Deutschland unter dem Motto: “Frieden überwindet Brücken“. Überall erlebt man Grenzen: zwischen Ländern, zwischen Menschen, zwischen Religionen und zwischen Ideologien. Je fester und stärker diese Grenzen ausgeprägt sind, desto schwieriger ist es oft, diese Grenzen zu überwinden.

 

Dafür braucht es Mut, Stärke, Zielstrebigkeit, die Bereitschaft offen auf Andere zuzugehen, den eigenen Standpunkt zurückzustellen und Kompromisse zu schließen. All das sind Kennzeichen friedlichen Zusammenlebens. Wer sich dafür einsetzt, hält gleichzeitig den Wunsch nach Frieden lebendig und arbeitet aktiv an der Überwindung jeglicher Grenzen. Nur gemeinsam können Grenzen überwunden werden. Dazu ruft die Friedenslichtaktion mit dem diesjährigen Motto auf. Schon Mahatma Ghandi war sich bewusst: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“

 

Die Pfarrangehörigen aus Miltach erlebten außerdem am Dienstag der letzten Woche bei einem Wortgottesdienst, der „Nacht der Lichter“, in der Pfarrkirche, eine adventliche Stunde als Hinführung und als Vorbereitung auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Die gesangliche Gestaltung oblag Christian Röhrl, die meditativen Texte lasen Gemeindereferent Franz Strigl und weitere Erwachsene aus der Miltacher Kirchengemeinde.

 

Zur besinnlichen Stunde begrüßte Franz Strigl alle Gläubigen sehr herzlich. Seine meditativen Texte zum Thema „Wachsam sein“ wechselten mit ausgewählten, adventlichen Liedern und verbreiteten eine wunderbare, besinnliche Stimmung. Strigl führte die Gläubige zum Thema dieser Abends hin. „Der Advent verändert unsere Umgebung. Bäume mit zahlreichen Lichterketten sind aufgestellt. Viele blinkende Strahler erleuchten die Fenster. In den Geschäften hört man Weihnachtsmusik. Adventskränze, Kerzen und grüne Zweige schmücken Geschäfte und Wohnungen. Der Advent verändert unsere Umgebung und was verändert er bei uns selbst?“ Manchmal ist es nötig, sich den Wecker zu stellen, um sich erinnern zu lassen, um nicht den Zeitpunkt zu verschlafen, auf den es ankommt. Genau das will der Advent sein: ein Wecker, der erinnert, dass man noch nicht am Ziel ist; ein Wecker, der aufschreckt aus der Routine und zur Wachsamkeit aufruft; der Ausschau halten lässt nach dem, wofür es sich lohnt, ungeduldig zu warten. „Die Adventszeit ist für uns da – und nicht umgekehrt.“

 

Nach diesen Worten wurde es dunkel im Kirchenraum und von hinten schritt ein Laternenträger mit dem Friedenslicht aus Bethlehem über den Mittelgang zum Altar. Viele weitere Kerzen wurden jetzt entzündet, die von Frieden berichteten. Jeweils wurden Gebete und Anliegen vorgetragen. Das gemeinsame Gebet aller anwesenden Gläubigen führte schließlich hin zum Vater unser und zum Friedensgruß.  

 

Nacht der Lichter Miltach 2020 1    Nacht der Lichter Miltach 2020 2

 

Das Aufstrahlen des Lichtes in der Dunkelheit war deutlich zu spüren. Wunderbar duftender Weihrauch zog durch den Kirchenraum. Passend dazu waren die Lieder gewählt. „In Bethlehem herrscht häufig alles andere als Frieden, wir wollen an die Menschen denken, aber auch an alle Menschen, die uns nahestehen,“ so Strigl. Danach waren alle Gläubigen aufgerufen, das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause mitzunehmen, um es dort aufleuchten zu lassen oder es sogar an andere Menschen wieder weiter zu geben. Mit aufmunternden Segensworten wurde die besinnliche Feierstunde beendet.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Friedenslicht aus Bethlehem in Miltach - "Nacht der Lichte" zur Aussendung in der Gemeinde
Foto: Nacht der Lichter Miltach 2020

Ein Gruß in das Seniorenheim bei uns in Miltach "hinein"

(06. 12. 2020)

Ein Gruß ins Seniorenheim „hinein“

Senioren bekommen Grüße für den Advent von verschiedenen Gruppen unserer Pfarrgemeinde

 

Vor der Corona-Pandemie besucht Gemeindereferent Franz Strigl regelmäßig das Seniorenheim in Miltach. Etliche Kinder und Jugendliche haben das Heim für die älteren Gemeindebürger auch schon kennen gelernt, zum Beispiel beim Praktikum oder bei der Firmvorbereitung. Jetzt, in Zeiten von Corona, ist ein Besuch nicht so leicht mehr möglich. Es sind andere Möglichkeiten erforderlich, trotzdem mit den älteren Mitbürgern in Kontakt zu kommen. Kürzlich ist eine schöne Idee entstanden, die der Gemeindereferent mit der Leitung des Heimes abgesprochen hatte.

Es wurde im Seniorenheim ein kleiner Baum oder eine Wurzel aufgestellt, an den viele „kleinere“ oder „größere“ Beiträge gehängt werden konnten. Wer von den Kindern und Jugendlichen wollte, konnte ein DIN-A4-Blatt gestalten, mit einem Liedtext, einem Gedicht, einer schönen Zeichnung, oder auch einem Wunsch, einem Segensspruch, oder einer Bibelstelle. Dieses Blatt wurde dann zur Schriftrolle geformt, mit einem kleinen Band versehen und von Franz Strigl gesammelt. Das Körbchen übergab er schließlich in den letzten Tagen an Andrea Neumeier, die im Seniorenheim tätig ist. Sie gestaltete zusammen mit den Bewohnern diesen Baum.

In der jetzigen Adventszeit werden dann die Senioren zusammen mit Andrea Neumeier jeden Tag eine oder mehrere Schriftrollen vom Baum nehmen  und den älteren Männern und Frauen vorlesen oder zeigen. Es soll sinnbildlich ein kleiner Gruß sein, von den Jugendlichen und Erwachsenen außerhalb der Unterkunft, für die Heimbewohner, die zur Zeit wenig Besuch bekommen und für jedes kleine Zeichen sehr dankbar sind. Beteiligt an der Aktion haben sich bisher die Ministranten von Blaibach und Miltach, der Pfarrgemeinderat Miltach, der Kinderchor Blaibach unter der Leitung von Elisabeth Ziereis, die Schüler der Grundschule Miltach – 4a und 4b, sowie der Bibelgesprächskreis Miltach.    Seniorenaktion Miltach 2020

 

Es können auch jetzt noch Beiträge an Franz Strigl übergeben werden, der sie auf sicherem Weg den Senioren im Wohnheim in Miltach zukommen lässt. Wer will kann auch gerne seinen Namen angeben.

 

Text: Christian Röhrl und Franz Strigl, Miltach

Bilder: Andrea Neumeier und Stefanie Rackl, Miltach

Foto zur Meldung: Ein Gruß in das Seniorenheim bei uns in Miltach "hinein"
Foto: Seniorenheim Miltach Adventsaktion 2020

Adventskranz gesegnet und Figur der Mutter Gottes für das Frauentragen ausgesendet

(29. 11. 2020)

Pfarrgemeinde ist in den Advent und die besinnliche Zeit gestartet.

 

Von der Mesnerfamilie Röhrl wurde in den letzten Tagen wieder ein beachtlicher Adventskranz in unserer Pfarrkirche aufgehängt. Beim Vorabendgottesdienst zum 1. Adventssonntag wurde der Kranz mit den roten Kerzen und den roten Schleifen von Diakon Martin Peintinger gesegnet. Danach konnte die erste Kerze entzündet werden und das Lied "Wir sagen euch an...." wurde von den Gläubigen angestimmt.

 

Advent Miltach 2020

 

Beim Sonntagsgottesdienst am Morgen des ersten Advent konnte Pfarrvikar Matthias Tang die Figur der schwangeren Muttergottes segnen und sie auf den Weg zu den Familien unserer Pfarrgemeinde geben. Bis zum Hl. Abend ist sie jetzt von Familie zu Familie unterwegs und lädt zum gemeinsamen Gebet und zur Betrachtung in der Hausgemeinschaft ein.

 

Text u. Fotos: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Adventskranz gesegnet und Figur der Mutter Gottes für das Frauentragen ausgesendet
Foto: Aussendung Frauentragen Miltach 2020

Martiniritt 2020 - Pfarrpatrozinium mit Festgottesdienst gefeiert

(14. 11. 2020)

Heiliger Martin ist ein Vorbild

Die Miltacher feierten das Patronatsfest in kleinem Rahmen.

 

Vieles kann derzeit bei Festlichkeiten wegen der Pandemie nicht so wie früher durchgeführt werden, auch das am Samstag gefeierte Patronatsfest der Miltacher war ebenso wie der Martiniritt (wir berichteten) den Corona-Zwängen unterworfen. Und trotzdem gelang es den Verantwortlichen, den Festtag zum Kirchenpatronat ins rechte Licht zu rücken.

 

In Konzelebration mit Dekan und Stadtpfarrer Herbert Mader, Pfarrvikar Tang und Diakon Martin Peintinger feierte Pfarrer Augustin Sperl den Festgottesdienst zum Pfarrpatrozinium, zugleich auch als Jahrtagsgottesdienst für die Martinireiter. Das Platzangebot war eingeschränkt, weshalb noch ein Vorabendgottesdienst zu diesem Tag angeboten wurde.

 

Dem hl. Martin begegnet man in der Pfarrkirche Miltach einige Male in verschiedenen Darstellungen, besonders beeindruckt das große Bild im Hochaltar, das die Mantelteilung darstellt oder die liebenswerte kleine Figurengruppe in Nähe des Volksaltars. Mit gelb-weißem Blumenschmuck, Bändern und Kerzenlicht sowie den sieben Vereinsfahnen und der Martiniritt-Standarte beim Seitenaltar bot die St. Martinskirche ein festliches Ambiente. Nach dem Lied „Ein Haus voll Glorie schauet...“ begrüßte Pfarrer Sperl unter den Kirchenbesuchern die Martinireiter, den Bürgermeister Johann Aumeier sowie die Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte.

 

Um Beistand gebeten

„2019 konnten wir das Jubiläum 300 Jahre Martiniritt feiern in Anwesenheit von Bischof Rudolf Voderholzer – heuer ist alles anders, der Ritt hat bereits stattgefunden, um das Gelöbnis zu erneuern, der heutige Festgottesdienst unterliegt wie der Ritt ebenfalls den Pandemie-Einschränkungen“, so Pfarrer Sperl. Des Geistlichen Gruß galt den Mitzelebranten, er gratulierte auch Priester Tang, der am Freitag sein zehntes Priesterjubliläum begehen konnte. „Heute ehren wir unseren Pfarrpatron, den hl. Martin, und bitten ihn um seinen Beistand in der schwierigen Corona-Zeit“.

 

Die Worte der Lesung und die Fürbitten sprach Claudia Pinzinger, Alois Pielmeier wirkte als Kantor mit und Diakon Peintinger verkündete das Evangelium mit Jesu Aussage in der Bergpredigt: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.

 

Martiniritt 2020 Miltach 1    Martiniritt 2020 Miltach 2

 

Dekan Herbert Mader war erstmals Prediger beim Miltacher Pfarrpatrozinium. Er nahm auf die Bergpredigt Bezug und meinte: „Wenn du betest und Almosen gibst, posaune es nicht vor dir herum vor anderen glänzen zu können. Jesus lehrt uns, den Weg des Verborgenen zu gehen. Vieles kann heute nach außen nicht stattfinden, es wird alles auf das Wesentliche gemindert.“

 

Manches habe anscheinend seinen Glanz verloren in diesem Jahr, in dem nur das Gelöbnis erneuert worden ist. „So wird in diesem Jahr in die Öffentlichkeit gerückt, was sonst oft verborgen ist und oft nicht wahrgenommen wird. Wirksam waren das Gebet beim Zug zur Mariahilf-Kapelle, der Segen mit der Monstranz und der mit dem Martinsreliquienkreuz. Es muss einen Grund geben in der Geschichte dieses Ortes, warum diese Kirche dem hl. Martin geweiht wurde; dies, wie so vieles, liegt im Verborgenen“.

 

Der Prediger sah hierin die Demonstration der Lebensdaten des hl. Martin, diese sollen bekanntgemacht werden. Der hl. Martin wollte demütig bleiben und wurde doch zu einem beliebten Heiligen.

 

„Was du im Verborgenen tust, das wird Gott dir anrechnen; dieses verborgene Tun lebte der hl. Martin, es war damals kein Reporter dabei, als er seinen Mantel teilte und dies am nächsten Tag in der Zeitung stand. Er suchte in seinem Leben Christus einen Platz zu geben, zog sich in die Einsamkeit zurück, lebte Jahre in der Gemeinschaft und Freundschaft mit Jesus Christus. Wegen dem, was er im Verborgenen tat, wollten sie ihn zum Bischof von Tours machen. Er jedoch versteckte sich im Gänsestall.“

 

Gott habe sein verborgenes Tun gesehen, Martin war Vorbild. „Was macht Gott in diesem Martin mit mir selber, wenn wir alljährlich kommen, den Gedenktag zu feiern? Er will, dass auch wir den Weg der Innerlichkeit gehen und uns fragen: Was tat er mir? Du wirst spüren, dass Not und Hilfe im Verborgenen bleiben.“

 

Der Prediger schloss mit den Worten: „Sieh den Bettler neben dir und den hl. Martin in dir! Es gibt die Armen heute, die unter der Pandemie leiden und oft nicht den Mut aufbringen zu bitten. Das verborgene Tun, das gute Tun, wie Martin, das können wir vollbringen, vielleicht sind wir heute sensibler für Gottes Wort: Was du einem meiner Geringsten getan hast, das hast du mir getan.“

 

Die Lieder des Gottesdienstes waren meist aus der Haydn-Messe. Zum Schluss sangen alle das Martinslied, begleitet von Christian Hartl an der Orgel. Pfarrer Augustin Sperl meinte, der Ritt habe im Kleinen bereits stattgefunden, der verstorbenen Martinireiter gedenken wir heute. Martinireiter Michael Iglhaut erinnerte an sie, „die dem Brauch, der Tradition und dem Glauben verbunden waren, liebe Martinireiter ruhet in Frieden“, damit legte der Sprecher ein Gesteck am Gedenkbrett der Martinireiter nieder.

 

Sperl segnete dieses. „Gott möge aller verstorbenen Mitglieder der Martinireiter gedenken. Sie ritten viele Jahre und auch Jahrzehnte bei der Prozession mit. Wir empfehlen sie deinen Händen, vergilt ihre Fürsorge, nimm sie auf in die Gemeinschaft bei dir.“

 

Bürgermeister dankt allen

Bürgermeister Johann Aumeier sprach im Namen der Gemeinde Miltach allen, die zu diesem Festgottesdienst beigetragen haben, seinen herzlichen Dank aus, besonders auch den Klerikern. Die Auswirkungen durch Corona betreffen so vieles, beispielsweise den Beruf und auch das Gesellschaftsleben, das Gefühl der Nächstenliebe. „Wir feiern das Patroziniumsfest nur in der Kirche und können leider nicht zum gesellschaftlichen ‚Kirta‘ in der Mehrzweckhalle zusammenkommen wie in den Vorjahren.“

 

Aumeier dankte Pfarrer Augustin Sperl, der sich bei den Planungen für die geänderten Abläufe mit einbrachte, sowie den Martinireitern, die heute stellvertretend dabei waren, der Mesnerfamilie Röhrl sowie der Familie Peintinger, Kapellensiedlung, den Vereinen des Ortes und den Feuerwehren. „Herzlichen Dank für das Miteinander“. Nach dem gesungenen Tedeum erteilte der Priester den Segen.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Predigt von Dekan Herbert Mader zum Pfarrpatrozinium]

Foto zur Meldung: Martiniritt 2020 - Pfarrpatrozinium mit Festgottesdienst gefeiert
Foto: Martiniritt Miltach 2020

Martiniritt 2020 - Am Martinstag weil Corona keine andere Möglichkeit gab

(12. 11. 2020)

Miltacher Martiniritt 2020 im Zeichen von Corona

Das Gelöbnis wurde trotz Pandemie erfüllt

Zum Namenstag des Pfarrpatrons Martiniritt in kleinster Form

 

Sehr vielen ist der übliche Ablauf des Miltacher Martiniritts gut bekannt. Aber heuer war es schon befremdlich, als dieser, zu einem nicht öffentlich bekannt gegebenen Zeitpunkt, in anderer Form erfolgte, nicht im gewohnten festlichen Rahmen mit mehreren Klerikern, stattlicher Pferdeanzahl, ohne Blasmusik und Vereinsabordnungen sowie Zuschauermassen. Nichts von all dem – und das ist  dem Coronavirus zuzuschreiben. Trotzdem konnte das Gelöbnis des Martiniritts auch heuer erfüllt werden, das Pfarrer Augustin Sperl in Absprache mit dem Martiniritt-Komitee ermöglichte.

 

Für den gestrigen Mittwoch, dem 11. November, war der Martiniritt in kleiner Beteiligung organisiert worden. Vor dem Kirchenportal warteten Franz Martin als bewährter Kreuzträger seit 1981 und Walter Graßl mit der Martinsstandarte zu Pferd auf Pfarrer Augustin Sperl, der mit dem  Allerheiligsten die St. Martinskirche verließ. Die zwei Reiter führten die Prozession an, gefolgt vom Geistlichen, dem Kirchenpfleger Christian Röhrl  und  Bürgermeister Hans Aumeier. „Zu Ehren des hl. Martin begehen wir unseren Ritt in dieser Form“, so Pfarrer Sperl. Unter Gebeten und Litaneien bewegte sich die kleine Gruppe zur Mariahilf-Kapelle, deren Geläut das Geschehen begleitete. Für die Sicherheit auf der stark befahrenen Staatsstraße sorgten Feuerwehrkameraden, die den Verkehr, total oder einseitig regulierten.

 

Martiniritt 2020 Miltach 1    Martiniritt 2020 Miltach 2

 

Bei der Mariahif-Kapelle war ein kleiner Tisch für das Allerheiligste vorbereitet. Der Geistliche las das Evangelium nach Johannes, es folgten eine Litanei und Fürbitten, darunter die vertrauensvolle: „Wir legen unsere Zukunft ganz in deine Hände, o Gott“. Danach segnete der Priester die Anwesenden mit der Monstranz. Die beiden Pferde, die aus dem Stall Martin stammen, trugen weißen Kopfschmuck und wurden von Michael Iglhaut betreut. Es hatte gutes Wetter, der Himmel war in grau gehüllt. Auch auf dem Rückweg zur Kirche wurde gebetet.

 

 

Auf dem Vorplatz der Kirche bat der Geistliche den hl. Martin um den Schutz der Pferde vor Krankheit und Gefahr sowie schädliche Einflüsse, damit sie eine Freude für den Menschen sind, „uns aber führe zum Ziel des Lebens“. Dabei segnete er die beiden Pferde mit  dem Martins-Reliquienkreuz. Zum Schluss sagte Pfarrer Sperl ein Vergelt‘s Gott allen Beteiligten. „Corona hat uns im Griff, daher die kleine Prozession. Dank gebühre auch der Mesnerfamilie. Nach dem Te Deum sprach Bürgermeister Johann Aumeier dem Seelsorger seinen Dank für die Durchführung aus; „es war unter den Pandemie-Umständen eine würdige Veranstaltung. Auch die Feuerwehr hatte eine verantwortungsvolle Aufgabe mit der Verkehrsregelung. Es war wegen der Umleitung durch Miltach ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Der Gemeindechef dankte auch den beiden Reitern für ihren Traditionssinn. Pünktlich um 15 Uhr verkündete das Festgeläut der Kirchenglocken das Ende des Martiniritts.

 

Text: Monika und Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Erwin Vogl und Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martiniritt 2020 - Am Martinstag weil Corona keine andere Möglichkeit gab
Foto: Martiniritt Miltach 2020

Taufsakrament für zwei junge Erdenbürger gespendet

(10. 11. 2020)

Sebastian Holzapfel und Julia Blommer in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

 

Am späten Sonntag Vormittag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kind durch das feierliche Taufsakrament in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete Sebastian Josef Holzapfel, Sohn von Markus und Stephanie Holzapfel (geb. Seiderer), wohnhaft in der Herrnbrunnstraße und von Julia Blommer, Tochter von Johann Blommer und Martina Gemencka (geb. Kapuckinska), Auwiesenweg, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Sebastian Holzapfel, Christine Eckl aus Hetzelsdorf und bei Julia Blommer, André Blommer aus Nittenau.

 

Durch das Taufsakrament wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte recht herzlich. Der Priester bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft erkennen, dass sie sie auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche. Die Symbole der Tauffeier wie die Heiligen Öle, das Taufwasser und das weiße Taufkleid aber auch die Taufkerze wurden von Pfarrer Augustin Sperl näher erläutert. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“.

 

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den beiden Paten das Taufversprechen ab und taufte den Sebastian Holzapfel und Julia Blommer in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an beide Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden Täufbewerber schließlich mit geweihtem Wasser (Wasser aus dem Jordan) ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt. Musikalisch begleitet wurde die Taufzeremonie von Christian Hartl an der Orgel.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Taufsakrament für zwei junge Erdenbürger gespendet
Foto: Taufe Holzapfel u. Blommer Miltach

Allerheiligen - Friedhofgang und Gräbersegnung unter Corona

(02. 11. 2020)

Von Allerheiligen und dem Gedenken an die Verstorbenen

Allerheiligen, ein Tag der Freude und des Gedenkens – Abschied und Wandlung – Gräberbesuch und Segnung

 

Während der Vormittag des Allerheiligenfestes noch an die vielen Menschen erinnert, die durch ihr außerordentliches, christliches Wirken ein Vorbild für alle Christen waren und davon Zeugnis gaben, galt das Gedenken der Gläubigen am Nachmittag dieses Feiertages, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, ihren verstorbenen Angehörigen, Verwandten und Freunden, die liebe Wegbegleiter waren.

 

Allerheiligen Miltach 2020 2   

„Viele Menschen ängstigt der Gedanke an den Tod, gerade im Monat November, der dem Gedenken der Toten und Gefallenen gewidmet ist. In Allerheiligen sieht die Kirche jedoch ein Fest gegen die Angst und den Tod. Wir Christen feiern die Gemeinschaft der Vollendeten; das Fest sagt uns, das Leben mündet ein in Gottes Liebe zu uns Menschen.“, so Pfarrer BGR Augustin Sperl beim Pfarrgottesdienst am Vormittag.

 

Ein Allerheiligen, so wie es alle kennen, war allerdings in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich. Die Verantwortlichen in der Pfarrgemeinde hatten, in Abstimmung mit der Gemeinde und den übergeordneten Stellen, am Sonntag Nachmittag zu zwei Andachten auf dem örtlichen Friedhof eingeladen.

 

Dadurch teilte sich die übliche Zahl der Gläubigen auf. Unangenehmes und kühles Wetter mit Nieselregen begleitete die Besuche an den Gräbern. Die coronabedingten Vorgaben wurden von allen aber recht gut eingehalten.

 

Gemeindereferent Franz Strigl gestaltete die beiden Gebetseinheiten, zusammen mit Christian Röhrl. Vor dem Leichenhaus sprachen beide die Gebete zum Gedenken an die Verstorbenen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Sehr würdevoll spielte eine Bläsergruppe um Josef Pielmeier passende Choräle. Abschließend besprengten die Gläubigen die Gräber mit Weihwasser und der liturgische Dienst spendete mit dem Weihrauch den entsprechenden Segen. Tags darauf, am Allerseelentag, schritten Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl dann durch die Gräberreihen und erteilten den Einzelsegen mit Weihwasser und Weihrauch für die Grabstellen.

 

Allerheiligen Miltach 2020 1

 

Bei den Gottesdiensten an Allerheiligen und an Allerseelen galt das Gedenken besonders auch denen, die seit Allerheiligen 2019 verstorben sind. Für sie wurde eine Kerze vor dem Altar in der Pfarrkirche angezündet. Es sind dies Klara Kern (80 Jahre), Edmund Zankl (80 Jahre), Hans Peter Seidl (69 Jahre), Dr. Helmut Weck (73 Jahre), Berta Breu (85 Jahre), Waltraud Fleischmann (76 Jahre), Emma Hofmann (82 Jahre), Elisabeth Pongratz (84 Jahre), Franziska Vogl (75 Jahre), Reinhold Tax (71Jahre), Albert Heigl (90 Jahre), Bertilla Bergbauer (91 Jahre), Dietmar Tanterl (63 Jahre) und Matthäus Achatz (81 Jahre).

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Allerheiligen - Friedhofgang und Gräbersegnung unter Corona
Foto: Allerheiligen Miltach 2020

Ehejubiläum des Jahres 2020 feierlich begangen

(19. 10. 2020)

 „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“

Gottesdienst mit Jubelpaaren, die heuer 25, 40, 45, 50, 55 und sogar 60 Jahre verheiratet sind

 

Es waren am vergangenen Sonntag 12 Jubelpaare, die der Einladung der Pfarrgemeinde Miltach gefolgt sind und sich am Ehejubiläum in der Pfarrkirche beteiligten. Weil die Feier im 1. Halbjahr wegen Corona abgesagt werden musste, hatte man nun für den vergangenen Sonntag eingeladen. Es ist in der Regentalgemeinde schon eine gute Tradition, dass sich die Jubelpaare zu einem gemeinsamen Gottesdienst treffen. Es war ein recht kühler Oktobersonntag als festliches Geläute die Gläubigen zur Pfarrkirche rief. Jedoch stellte sich recht schnell eine festliche Stimmung ein, als die Jubelpaare sich in den vordersten Bankreihen einfanden. Immer darauf bedacht, ausreichend Abstand wegen der Corona Vorschriften einzuhalten. Sie dankten Gott für die zurückliegenden gemeinsamen Jahre und Jahrzehnte und erneuerten das Eheversprechen, das sie sich einst am Traualtar gaben. Auf Grund der Gesundheitsvorgaben haben die Verantwortlichen in der Pfarrgemeinde auf den üblichen Sektempfang und auf die schmackhaften Häppchen leider verzichten müssen.

 

Ehejubiläum Miltach 2020 1    Ehejubiläum Miltach 2020 2
     
Ehejubiläum Miltach 2020 3   Ehejubiläum Miltach 2020 4

 

Mit Liedern aus dem Gotteslob umrahmten alle Gläubigen die Eucharistiefeier für Ehejubilare, die auf 25, 40, 45, 50, 55 und sogar 60 gemeinsame Ehejahre zurückschauen können. Christian Hartl an der Kirchenorgel begleitete die Feier musikalisch. Einen herzlichen Gruß entbot Pfarrer BGR Augustin Sperl den 12 Jubelpaaren, die der Einladung nachgekommen waren. „Heute sind Sie hier, um Danke zu sagen für die vielen, gemeinsamen Jahre, die Sie in Freude, aber sicher auch mit manchem Kummer und manchen Sorgen verbringen durften“. Pfarrer Augustin Sperl meinte aber auch: „Sie feiern ein Ehejubiläum, um den liebenden von heute zu sagen: Es ist möglich, es gelingt auch heute, viele lange Jahre miteinander zu leben in Gesundheit und Krankheit.“

 

Die Predigt leitete Diakon Martin Peintinger ein, mit den Worten: „Ehejubiläen feiern zu dürfen, gerade wenn die Jubelzahl schon mehrere Jahrzehnte umfasst, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. So soll dies heute in erster Linie ein Tag der Dankbarkeit sein. Dankbar dem Herrgott gegenüber, dass man diese vielen Jahre gemeinsam erleben durfte. Genauso dankbar aber auch dem Ehepartner gegenüber, dass dieser den anderen all die Jahre durch‘s Leben getragen  - und sicherlich auch ein wenig ertragen hat.“ Mit Bedacht auf die vielen gemeinsamen Ehejahre der Jubelpaare meinte der Diakon: „Oft fragt man sich, wo denn die Zeit geblieben ist. Vieles hat man in all den Jahren erlebt. Viele schöne Momente erfahren, wie z.B. die Geburt der Kinder oder vielleicht auch schon der Enkel. Doch sicherlich wird auch Leid, Schmerz und Not so manches Mal in Ihrem Haus zu Gast gewesen sein. So mache Ehe hat gewiss auch ihre Prüfung hinter sich. Doch Sie haben bisher durchgehalten und das verdient heute in erster Linie Anerkennung und Respekt.“

 

Selbst als Familienvater und Ehemann meinte Diakon Martin Peintinger: „Als Ehepaare dürfen wir nie aufhören an diesem Gebilde weiterzubauen, und vielleicht ähnlich wie beim Wohnhaus, auch hin und wieder eine Renovierung vornehmen. Werden Sie nicht müde, sich um Ihren Partner zu bemühen. Lassen Sie es nicht zu, dass Ihr Leben nur noch Alltag kennt. Planen Sie, auch wenn Sie schon älter sind, an einer gemeinsamen Zukunft und lernen Sie wieder zu träumen, kleine gemeinsame Ziele zu verfolgen, dem Partner mit einer Kleinigkeit eine Freude zu  bereiten und vor allen Dingen immer wieder auch über die Fehler des Anderen großherzig hinwegzusehen. Hören Sie niemals auf mit Optimismus durchs Leben zu gehen. Auch dann nicht, wenn die Alltagssorgen überhandnehmen oder gar wenn Krankheiten  in Ihr Leben hereinbrechen.    Ehejubiläum Miltach 2020 6

Werden Sie nicht müde an das Gute zu glauben, dann wird Ihre Ehe auch weiterhin gut funktionieren, da bin ich mir sicher. Und was ganz wichtig ist vergessen Sie den Herrgott nicht. Bei Ihrer Trauung war er der dritte im Bunde und ist es bis heute geblieben. Es ist der Gott der Liebe, der Sie einst im heiligen Ehesakrament verbunden hat. Und es ist der Gott der Treue, der Ihnen damals versprochen hat: „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

 

Danach reichten sich die Jubelpaare die Hände und erneuerten vor der versammelten Kirchengemeinde ihr Eheversprechen, dankten Gott für die gemeinsamen Jahre und baten um den Segen für die Zukunft. Die Fürbitten las die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Claudia Pinzinger. Auch sie gratulierte den Jubelpaaren am Ende der Messfeier recht herzlich und bat alle Paare um Verständnis, weil man den üblichen Empfang im Pfarrheim leider absagen musste. Zum Schluss des Gottesdienstes nach dem feierlichen Te deum gratulierten Pfarrer BGR Augustin Sperl, zusammen mit Diakon Martin Peintinger und Bürgermeister Johann Aumeier jedem Jubelpaar und überreichten eine weiße Rose und eine Ehekerze, zur Erinnerung an diesen Tag. Pfarrer Sperl dankte auch der Mesnerin Elisabeth Röhrl für das Herrichten der Pfarrkirche. Nach der Messfeier folgte schließlich noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto auf den Stufen vor der Pfarrkirche.

 

Ehejubiläum Miltach 2020 5

 

Weiter unten ist die Predigt von Diakon Martin Peintinger zu finden.

 

25 Jahre Erika und Josef Hofmann
40 Jahre Maria und Bernhard Heinrich
45 Jahre

Anneliese und Manfred Kollmer

Elisabeth und Günther Röhrl

50 Jahre

Marianne und Günther Maurer

Hannelore und Max Haberl

Marianne und Günther Zollner

55 Jahre

Cäcilia und Siegried Rinkl

Maria und Alfred Bauer

Renate und Dieter Beier

60 Jahre

Thekla und Johann Lex

Hildegard und Georg Holzapfel

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Predigt von Diakon Martin Peintinger zum Ehejubiläum]

Foto zur Meldung: Ehejubiläum des Jahres 2020 feierlich begangen
Foto: Ehejubiläum Miltach 2020

Firmsakrament von Weihbischof Pappenberger gespendet

(18. 10. 2020)

„Ich bin auf eurem Lebensweg immer für euch da“

Weihbischof Reinhard Pappenberger spendet die Firmung in Miltach und Blaibach

 

Eigentlich wäre die Firmung in Miltach und Blaibach schon im Mai vorgesehen gewesen, doch wiederum machte Corona auch hier alle früheren Planungen hinfällig. Jetzt im Oktober konnte ein passender Termin mit dem Ordinariat in Regensburg gefunden werden. "Ich bin auf eurem Lebensweg immer für euch da" überschrieb bei der Firmung in „St. Martin“, Miltach und in „St. Elisabeth“, Blaibach am Samstagvormittag Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg seine Gedanken an die Firmlinge. Corona bedingt konnten die Firmungsgottesdienste nicht zusammen gefeiert werden, so dass die Heiligen Messen in beiden Pfarrkirchen separat zelebriert wurden. Zusammen mit BGR Pfarrer Augustin Sperl und Pfarrvikar Matthias Tang, zog der Firmspender in die zwei Gotteshäuser ein, um den 27 Firmlingen aus der Pfarrei „St. Martin“, Miltach und den 21 Firmlingen aus „St. Elisabeth“, Blaibach das dritte kirchliche Sakrament nach Taufe und Beichte zu spenden.

 

Am Anfang der Messfeier konnte Pfarrer Sperl den Gast aus Regensburg recht herzlich begrüßen. Drei der Firmkinder stimmten in den Kyrie-Rufen die Gläubigen auf den folgenden Wortgottesdienstteil ein. In seiner Ansprache verdeutlichte der Firmspender den tiefen Sinn der Firmung.

 

„Ich bin auf eurem Lebensweg immer für euch da“

Das Sakrament der Stärkung, wie die Firmung auch genannt wird, lässt keinen Menschen unverändert, stellte Weihbischof Pappenberger zweifelsfrei fest. Denn dieses „Ja Gottes“ im Rücken festige das Verhältnis zu ihm noch mehr und tiefer. Die Unterstützung im Glauben geben immer wieder die Heiligen, vor allem aber auch die Schutzpatrone der beiden Pfarrkirchen „St. Martin“ in Miltach und „St. Elisabeth“ in Blaibach. „Als tiefgläubige und barmherzige Menschen sind die beiden Heiligen ein gutes Vorbild, was es heißt ein Christ zu sein. Auffallend bei beiden Heiligen (und für Firmungen besonders passend) ist, dass es sich beim entscheidenden Moment in deren Leben, um junge Leute gehandelt hat.“ so der Geistliche. Beide Heiligen haben in ihrem Leben gegenüber ihren Mitmenschen barmherzig gehandelt und waren starke Glaubenszeugen, die in ihrem Dienst wieder andere Christen auf deren Glaubensweg halfen und unterstützten.

 

Firmung Miltach 2020 1    „Wo wird Christus am Ende unseres Lebens das Maßband ansetzen?“ fragte der Weihbischof. „Es wird einen bestimmten Punkt in unserem Leben geben, wo Christus das Maßband anlegen wird, es wird unser Herz sein. Christus wird immer messen, wie stark es war. Ob es ein mitfühlendes, ein aufmerksames und ein barmherziges Organ ist. Und wenn der Heilige Geist vor allem in den Menschen etwas bewirken will, dann will er ihnen ein lebendiges Herz geben.“ 

 

Der Weihbischof erneuerte anschließend mit den Firmlingen das Taufversprechen durch das laut und deutliche „Ja, ich glaube“. Die Firmlinge in Miltach und Blaibach traten dann mit ihren Paten vor den Geistlichen, der im Auftrag des Diözesanbischof Rudolf Voderholzer die Firmung erteilte. Mit dem Spruch „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ und der Salbung mit Heiligem Chrisam wurde allen einzeln das Firmsakrament gespendet. Alles geschah unter Einhaltung des Corona Bestimmungen. So war es auch bei beiden Messfeiern nur möglich, dass lediglich die Firmlinge zusammen mit ihren Paten und den Eltern in den Kirchen anwesend waren.

 

Die Firmlinge trugen im weiteren Verlauf der Gottesdienstfeier die Fürbitten vor und beteten das Dankgebet. Musikalisch gestaltet wurden die zwei Eucharistiefeier von Christian Hartl in Miltach und Thomas Raab in Blaibach an der jeweiligen Kirchenorgel.

 

Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Pfarrer Augustin Sperl allen Helfern, die den langen Weg der Vorbereitung mit den Firmlingen gegangen sind und allen, die zum Gelingen des Firmungsgottesdienstes beigetragen haben. Sein besonderer Dank galt dabei Gemeindereferent Franz Strigl für ihre Vorbereitungen und allen fleißigen Händen, die zur Vorbereitung der Eucharistiefeier und zur Gestaltung der beiden schön geschmückten Pfarrkirchen beigetragen haben. In Miltach hatte Mesnerin Elisabeth Röhrl schöne rot weiße Blumenarrangements vor dem Altar platziert.    Firmung Miltach 2020 2
In Miltach haben die Firmung empfangen:

Maximilian Bauer, Max Beier, Johanna Block, Quirin Block, Sofia Bücherl, Vanessa Ettl, Luis Früchtl, Raphael Früchtl, Lukas Heigl, Simon Holzapfel, Stefanie Kern, Hannah Kolmer, Sebastian Kollmer, Alina Kuhnt, Annalena Loos, Luis Meindl, Julian Mühlbauer, Alexander Nothaft, Jasmin Ociepka, Sophia Rackl, Fabienne Ruhland, Stefanie Schmidbauer, Lena Strasser, Aaron Venus, Nadine Vogl, Maya Wischmann, Lukas Wollner.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Firmsakrament von Weihbischof Pappenberger gespendet
Foto: Firmung Miltach 2020

Martiniritt in diesem Jahr ganz anders

(12. 10. 2020)

Das Patroziniumsfest 2020 in Miltach findet mit Einschränkungen statt.

 

Die Covid-19-Pandemie verändert vieles. Dies trifft auch für das diesjährige Patroziniumsfest mit Martiniritt am 14. November 2020 zu. Was in dieser Hinsicht alles zu beachten ist, hat das zuständige Martiniritt-Komitee am Freitag festgelegt.

 

Nach Rückfrage beim Gesundheitsamt kann der traditionelle Ritt in der herkömmlichen Form nicht stattfinden, so die Aussage von Bürgermeister Johann Aumeier. Wie Pfarrer Augustin Sperl berichtete, stehen in der Kirche höchstens 100 Plätze zur Verfügung, wobei knapp die Hälfte bereits für Vereine und das liturgische Personal reserviert ist.

 

Der Festverlauf am 14. November sieht konkret so aus: Um 8.15 Uhr ziehen die örtlichen Vereine mit einer Fahnenabordnung in die Pfarrkirche ein. Der Festgottesdienst beginnt wie üblich um 8.30 Uhr. Als Zelebranten wirken heuer mit: Dekan Herbert Mader aus Bad Kötzting, Pfarrer Augustin Sperl und Pfarrvikar Mattias Tang. In der Kirche stehen höchstens 100 Plätze zur Verfügung. 54 davon sind festgelegte Sitzplätze.

 

Fest eingeplant sind zwölf Plätze für vier Vereine mit je drei Mitgliedern (inklusive Fahnenträger), zehn Plätze für das liturgische Personal, zehn Plätze für die Martinireiter in Reitertracht, zehn Plätze für die Musikkapelle in der Apsis. Demnach stehen für die weiteren Gottesdienstbesucher noch zirka 45 Plätze zur Verfügung.

 

Falls die Kontakt-Einschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie beim Kirchenpatrozinium ausgeweitet würden, werde von der Pfarrei an diesem Tag ein weiterer Gottesdienst am Nachmittag gefeiert werden. Der Martiniritt wird auf das Jahr 2021 verlegt und findet am Samstag, 13. November statt. Ein gesonderter Jahrtagsgottesdienst der Reiter entfällt in diesem Jahr. Anwesend waren bei dem Vorbereitungsgespräch Pfarrer Augustin Sperl, Bürgermeister Johann Aumeier, Vertreter der Feuerwehr, des Trachtenvereins, Martinireiter und Bauhofleiter. In seinem Rückblick auf das Jubiläum „300 Jahre Martiniritt“ im Vorjahr beschreibt Pfarrer Sperl dieses als festlich und „bis auf das Wetter gelungen“. Durch den Besuch von Bischof Voderholzer wurde der Tag zu einem herausragenden Ereignis.

 

In diesem Jahr müsse wegen der Covid-19-Pandemie alles unter geänderten Vorzeichen erfolgen. Pfarrer Sperl zitierte in diesem Zusammenhang den Diözesanbischof, der dafür plädiert, dass nichts ausfalle oder verschoben werde, es finde nur in geänderter Form statt.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martiniritt in diesem Jahr ganz anders
Foto: Martiniritt Miltach 2019

Taufe von zwei jungen Erdenbürgern in unserer Pfarrgemeinde

(05. 10. 2020)

Lukas Tracz und Isabel Sophie Stocker in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

Am vergangenen Sonntag Vormittag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kinder durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrvikar Matthias Tang spendete dem kleinen Lukas Tracz, Sohn von Adam und Silvia Tracz (geb. Zankl), wohnhaft in Tiefental und von Isabel Sophie Stocker, Tochter von Alexander Stocker und Marion Weininger, wohnhaft in der Höhenrieder Straße, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Lukas Tracz, Manuela Zankl und bei Sophia Stocker, Daniela und Christian Stocker beide aus Chamerau.

Durch die Taufe wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrvikar Tang begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Geistliche bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der großen Gemeinschaft der Glaubenden erkennen, dass sie sich auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen lassen in die Gemeinschaft der Kirche. Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger.

Der Priester segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den drei Paten das Taufversprechen ab und taufte die beiden Kinder in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündeten die Väter die Taufkerzen und reichten sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an die zwei Täuflinge  weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte schließlich die Taufe erfolgen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Täuflinge dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt. Die Tauffeier wurde durch Christian Hartl an der Kirchenorgel musikalisch begleitet.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Foto: Martin Krieger, Miltach

Foto zur Meldung: Taufe von zwei jungen Erdenbürgern in unserer Pfarrgemeinde
Foto: Taufe Stocker Tracz Miltach 2020

Feierliche Installation von Pfarrer Sperl in der Pfarrkirche in Harrling

(28. 09. 2020)

Pfarrer Augustin Sperl feierlich installiert

Geistliche, sowie Vertreter der kirchlichen Gremien der Partnerpfarreien und Vereinsabordnungen erwiesen Seelsorger die Ehre

 

Petrus meinte es gut mit den Organisatoren. So konnte am vergangenen Sonntag Nachmittag in  feierlicher Weise die Amtseinführung von Pfarrer BGR Augustin Sperl als Pfarrer für Blaibach – Harrling/Zandt/Altrandsberg und Miltach, in der mit herrlichen Blumenarrangements in Weiß-Gelb geschmückten Bartholomäuskirche in Harrling, gefeiert werden. Vom Pfarrheim aus zogen die Ministranten, Priester, sowie die kirchlichen und weltlichen Vertreter der drei Gemeinden zur Pfarrkirche. Die Bürgermeister Hans Laumer (Zandt), Johann Aumeier (Miltach) und Wolfgang Eckl (Blaibach) folgten dem Kirchenzug.

 

Durch einen Spalier der Bartholomä-Kids, die Pfarrer Sperl jeweils eine gelbe Rose überreichten, und Vertretern der örtlichen Vereine, führe der Weg zum südlichen Kirchenportal. Die örtliche Pfarrgemeinderatssprecherin Ingrid Raab und Kirchenpflegerin Josefine Laumer hießen alle Anwesenden zur Installation vor der Kirchentür willkommen. Es folgte der Tür-Ritus: Pfarrer Sperl bekam symbolisch einen großen Schlüssel überreicht und verband damit den Wunsch, die Herzen der Pfarrangehörigen damit zu öffnen. Bad Kötztings Dekan und Stadtpfarrer Herbert Mader oblag die Installation. Er segnete Pfarrer Sperl, der am Anfang der Messfeier auf den Stufen vor dem Volksaltar kniete und überreichte ihm das Evangelienbuch. „Aller guten Dinge sind Drei.“ Zu den bereits seit vielen Jahren durch Pfarrer Sperl betreuten Pfarrgemeinden Blaibach und Miltach, gesellet sich nun die Pfarrgemeinde Harrling/Zandt/Altrandsberg meinte der Prediger. Mader appellierte an alle: „Kirche miteinander zu gestaltet, nicht immer nur die Satzungen und Vorschriften hoch zu halten, sondern auf das Wort und die Botschaft Jesu zu hören.“ Der Dienst soll dem Priester Freude bereiten und dabei soll ihm der Zuspruch von Seiten der Gläubigen nicht fehlen. Einträchtig und einmütig soll die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Pfarrgemeinderatsgremien und in den fünf Kirchenstiftungen sein. „Nehmt euch alle gleich geliebt und angenommen wahr. Jeder schätze dabei aber auch die andere Pfarrgemeinde höher ein, als die eigene. Jeder achte auf das Wohl der anderen und freue sich an jedem anderen Teil der großen Pfarreiengemeinschaft. „So kann Pfarrgemeinde im Kleinen wachsen.“

 

Installation Harrling 2020 2    Installation Harrling 2020 1
     
Installation Harrling 2020 3   Installation Harrling 2020 4

 

Nach der Predigt führte Dekan Mader, Pfarrer Sperl zum Priestersitz, zum Abo sowie zum Altar und übergab ihm die Aufgaben der Seelsorge und der Verkündigung der frohen Botschaft. Die Sprecher der Pfarrgemeinderäte, sowie die Kirchenpfleger wechselten sich beim Vortragen der Lesungen und der Fürbitten ab. Sie versprachen dem Priester ihr Hilfe und ihre Unterstützung in den Belangen der drei Pfarrgemeinden.  

 

Priester aus den Nachbarpfarreien und dem Dekanat Kötzting erwiesen Pfarrer Augustin Sperl bei der Amtseinführung die Ehre: Pfarrvikar Matthias Tang aus der eigenen Pfarreiengemeinschaft; Pfarrer Josef Pöschl, Eschlkam; Pfarrer Josef Drexler und Diakon Andreas Dieterle, Prackenbach/Moosbach; und Gemeindereferent Franz Strigl.

 

Installation Harrling 2020 5    Installation Harrling 2020 6
     
Installation Harrling 2020 7   Installation Harrling 2020 8

 

Ein herrlicher Klangkörper war die Orgelmusik von Josef Meindl und Dominik Heigl, und der Gesang, sowie die Musikalische Begleitung durch begabte Sänger und Musikanten. Darüber hinaus Sebastian Peintinger mit der Trompete. Nach dem Segen stimmten alle in das Lied „Großer Gott wir loben dich“ ein. Am Ende des Hl. Messe bedankte sich der neue Seelsorger von Harrling, Augustin Sperl, bei allen Anwesenden, die zum Gelingen beigetragen haben. „Eigentlich sollte ich ob der großen Ehrerbietungen beschämt sein, doch das alles ist nicht mit meiner Person verbunden. Ich sehe es als eine Ehrerbietung Jesu Christi an.“ Dabei zitierte er die Worte von Bischof Augustinus: „Für euch bin ich Priester, mit euch bin ich ein Glaubender.“

 

Im und am Pfarrheim „Maximilian-Kolbe“ gab es für die Gäste Getränke und eine kleine Brotzeit. Pfarrer Augustin Sperl ging dabei durch die Reihen, und er bedankte sich herzlich „für alle Zeichen des Willkommenseins“ und die Geldspenden, welche für das Brunnenprojekt von Pfarrvikar Matthias Tang verwendet werden.

 

(Filmquelle: YouTube Seite der Pfarrei Harrling/Zandt/Altrandsberg)

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Feierliche Installation von Pfarrer Sperl in der Pfarrkirche in Harrling
Foto: Installation Harrling 2020

Erntedank mit den Kommunionkindern gefeiert - Viele Erntegaben lagen vor dem Altar

(27. 09. 2020)

Die Erde ist voll von deinen Geschöpfen

Erntedankfest bei einem Familiengottesdienst mit den Kommunionkindern feierlich begangen

Viele Gläubige und deren Kinder, sowie die Kommunionkinder die Ende Juli ihre Hl. Kommunion feiern durften, hatten sich am Samstag Abend in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach versammelt. Mit ganz viel Liebe zum Detail wurde von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von weiteren fleißigen Helfern, aus zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, sowie mit vielerlei Früchten aus Feld und Garten, auch in diesem Jahr wieder ein beeindruckender und sehr ansehnlicher Erntedankaltar in der Kirche errichtet. Gelb strahlende Sonnenblumen und grüne Blätter verschönerten das Arrangement zudem.

 

Erntedank Miltach 2020 1    Erntedank Miltach 2020 2
     
Erntedank Miltach 2020 3   Erntedank Miltach 2020 4

 

„Erntedank, erinnert uns an Gott, den Schöpfer, dem wir alles verdanken. Auch wir Menschen haben nicht uns selbst ins Leben gesetzt, sind auch nicht von der Erde geboren. Jesus hat immer wieder von der Vielfalt und Schönheit der Schöpfung Gottes gesprochen. Er hat auch unmissverständlich gesagt, dass die Menschen - selbst wenn sie vieles können und zustande bringen - Geschöpfe sind und nicht der Schöpfer.“ so Pfarrer BGR Augustin Sperl in seiner Begrüßung. Um dem Herrgott dafür Dank zu sagen, wurde am Samstag der Familiengottesdienst zur Feier des Erntedankfestes in festlicher Weise begangen. In seinen einführenden Worten zur Messfeier bedankte sich Pfarrer Augustin Sperl, dass die vor dem Altar aufgestellten Erntegaben in hervorragender Weise die große Vielfalt Gottes guter Schöpfung so herrlich verdeutlichten. In schöner Art versinnbildlichen diese Gegenstände zudem die ertragreiche Ernte des vergangenen Sommers. Jetzt, Ende September, heißt es dafür trotzdem danke zu sagen für einen reichlich gedeckten Tisch.

 

Erntedank Miltach 2020 5    Erntedank Miltach 2020 6
     
Erntedank Miltach 2020 7   Erntedank Miltach 2020 8

 

Die Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern hatten sich in gebührendem Abstand auf Grund der Corona-Bestimmungen um den Altar versammelt. Anstelle der Lesung verdeutlichten sie die Psalmverse des Psalm 104. Dieser erzählt von der Freude an der Schöpfung und am Leben. Dabei wird Gott gedankt für alles, was er schenkt. In der Predigtmeditation gingen Gemeindereferent Franz Strigl und die Lektoren auf den Psalm 104 erneut ein und verdeutlichten dessen Inhalt noch mehr mit Symbolen. Die Fürbitten wurden danach von den Erstkommunikanten in toller Form vorgetragen. Danach erbat Pfarrer Augustin Sperl in der Gabenbereitung den Segen über die vielen Gaben vor dem Altar und über alle Ernteerträge, welche die Gläubigen zum Gottesdienst mitgebracht hatten und besprengte diese mit geweihtem Wasser. „Guter Gott, viele Gaben der Erde, die Früchte, die wir geerntet haben, und manche Dinge aus unserem Leben liegen hier vor Deinem Altar. Sie sind Zeichen unseres Dankes für Deine große Liebe. In den Zeichen von Brot und Wein kommt Jesus zu uns. Mit ihm feiern wir das Mahl der Liebe. Das ist dein schönstes Geschenk, guter Vater. Dafür danken wir dir heute und immer durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.“ Musikalisch begleitet wurde die Messfeier von Christian Hartl an der Kirchenorgel. Die Kinder versammelten sich zum Vater Unser um den Altar und empfingen dort auch die Hl. Kommunion. Am Ende der Messfeier segnete Pfarrer Sperl dann noch die Andachtsgegenstände, die Bibeln und die Ikonen, welche die Kinder zur feierlichen Kommunion im Juli und von Seiten der Pfarrgemeinde geschenkt bekommen hatten. Noch bis zum Dienstag kann der wunderschöne Erntealtar, mit seinen vielfältigen Gaben, in der Pfarrkirche von Miltach bewundert werden.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Erntedank mit den Kommunionkindern gefeiert - Viele Erntegaben lagen vor dem Altar
Foto: Erntedank Miltach 2020

Diakon Martin Peintinger in der Pfarrei begrüßt

(13. 09. 2020)

Martin Peintinger jetzt auch Diakon für Miltach und Blaibach

Begrüßung in den beiden Kirchengemeinden Miltach und Blaibach

 

Die Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Miltach, zusammen mit den Pfarrgemeinden Harrling – Zandt – Altrandsberg ist nun schon zwei Wochen alt. Seitdem dem 1. September wechseln sich die beiden Geistlichen, Pfarrer BGR Augustin Sperl und Pfarrvikar Matthias Tang, in den fünf Kirchen, bei der Feier der Hl. Eucharistie, ab. Neben den beiden Priestern ergänzen Gemeindereferent Franz Strigl und Diakon Martin Peintinger das Seelsorgeteam.

 

Am Sonntag beim Pfarrgottesdienst konnten die Gläubigen in Miltach und Blaibach zusammen mit Priester und Diakon das Messopfer feiern. Für Diakon Martin Peintinger war es vor allem in Miltach nicht die erste Messfeier, an der er seinen Dienst verrichtete, aber jetzt seit Anfang September ist er neben seinen bisherigen Pfarrgemeinden Harrling – Zandt – Altrandsberg, jetzt auch für Miltach und Blaibach als Diakon zugeteilt.

 

Welche Aufgabe kommt einem Diakon zu? Er spenden das Taufsakrament, er predigt und assistiert in der Eucharistiefeier, er unterstützt oder leitet auch Trauungen und Beerdigungen. Jeder Diakon sucht sich - seinen eigenen Fähigkeiten entsprechend - einen besonderen Schwerpunkt, wo er Menschen am Rande der Gesellschaft, Kranken oder Benachteiligten besonders nahe sein kann. Der Begriff „Diakon“ entstammt dem Griechischen und meint ursprünglich den Diener, dem in der frühen Kirche besondere Dienste an Benachteiligten übertragen wurde.

 

In einem Gespräch vergangene Woche verdeutlicht Martin Peintinger seinen Werdegang zum Amt des Diakons. Geweiht wurde er am 04. November 2006 im Hohen Dom zu Regensburg zum ständigen Diakon mit Zivilberuf. Aufgewachsen in einem christlich geprägten Elternhaus in Altrandsberg, fühlte er sich sein ganzes Leben lang in der Kirche beheimatet. Nach seiner Erstkommunion wurde er Ministrant, später Lektor und Mitglied im Pfarrgemeinderat. „Früh spürte ich in mir den Ruf Jesu in seine Nachfolge. Lange war mir nicht klar, wohin mein Weg mich führen sollte. Erst als ich mich mehr mit dem Diakonat befasste, wurde mir klar, dass dies mein Weg sein konnte.“ Viel Unterstützung erfuhr er während dieser Zeit von seiner Ehefrau Antonia, die ihm immer wieder Mut machte, wenn es schwierig wurde, Familie, Beruf und Fernstudium auf die Reihe zu bringen. „Es war ein großer Freudentag, als mir der damalige Bischof Gerhard Ludwig Müller im Hohen Dom zu Regensburg die Hände auflegte und mich zum Diakon weihte.“ so Martin Peintinger. „Es macht mir große Freude, Kindern das Sakrament der Taufe zu spenden und dabei die Eltern ein Stück weit zu begleiten. Auch liegen mir vor allem die Senioren sehr am Herzen und ich fühle mich im Seniorenheim in Zandt sehr wohl. Gerne versuche ich den Menschen das Wort Gottes in der Predigt zu erschließen.“ Überhaupt möchte er sich darum bemühen, so gut es eben gelingt, für jeden zu jeder Zeit da zu sein, was natürlich auch bedingt durch seinen Beruf (Schreinerei- und Bestattungswesen) gerade in schweren Situationen oft von ihm gefordert wird. Über die Arbeit im neuen, großen Pfarrverband sagt er: „Ich freue mich, neue Menschen kennen zu lernen und es würde mich freuen, wenn die Gläubigen den Kontakt zu mir suchen. Unsere neue Pfarreiengemeinschaft sehe ich als große Chance, da wir durch Pfarrer Augustin Sperl einen sehr erfahrenen Priester und mit Pfarrvikar Matthias Tang, Gemeindereferent Franz Strigl, sowie vielen fleißigen ehrenamtlichen Mitarbeitern versuchen können, „das Schiff dass sich Gemeinde nennt“, gut durch die Wogen der Zeit zu bewegen.

 

In Miltach richtete Kirchenpfleger Christian Röhrl am Ende der Messfeier ein paar Worte an Diakon Martin Peintinger. Er begrüßte ihn im Namen des Pfarrgemeinderates, der Kirchenverwaltung und aller Gläubigen recht herzlich. „Wir freuen uns auf eine segensreiche und fruchtbare Zusammenarbeit, zum Wohl der Gläubigen in unserer Pfarrei. Wir freuen uns aber auch auf viele gemeinsame, kirchliche Feiern und wünschen dir auf deinem weiteren Wirkungsweg, in unseren Regentalgemeinden, viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen.“ Beim folgenden Gottesdienst in der Pfarrkirche in Blaibach wurde der Diakon dann genau so herzlich empfangen. Bei beiden Gottesdiensten hatte Martin Peintinger in der Predigt den Gläubigen das Evangelium des Sonntages ausgelegt und seine Gedanken dazu näher gebracht.

 

Als Anhang finden sie weiter unten die Predigt von Diakon Martin Peintinger zum 24. Sonntag im Jahreskreis.

 

Begrüßung Peintinger Blaibach

 

Text u. Bild Miltach: Christian Röhrl, Miltach

Bild Blaibach: Albert Seiderer, Blaibach

[Predigt von Diakon Martin Peintinger zum 24. Sonntag im Jahreskreis (A)]

Foto zur Meldung: Diakon Martin Peintinger in der Pfarrei begrüßt
Foto: Begrüßung Martin Peintinger in Miltach

Zwei Kinder durch die Taufe in die Pfarrgemeinde aufgenommen

(08. 09. 2020)

Paulina Bergbauer und Valentin Hamsa in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

 

Am Sonntag Vormittag wurden in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kinder durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Diakon Martin Peintinger spendete der kleinen Paulina Bergbauer, Tochter von Johannes und Stefanie Bergbauer (geb. Welter), wohnhaft in der Herrnbrunnstraße und von Valentin Florian Hamsa, Sohn von Markus Zollner und Monika Hamsa, Ringstraße, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Paulina Bergbauer, Franziska Sixt (geb. Welter) und bei Valentin Hamsa, Eva-Maria Zollner.

 

Durch die Taufe wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Diakon Peintinger begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Diakon bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft erkennen, dass sie sie auf ihrem Lebensweg immer wieder durch die Höhen und Tiefen des Lebens begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche. Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger. „Das wichtigste im Leben ist, du sollst Gott und deinen Mitmenschen lieben. Gott nicht zu vergessen, denn Taufe heißt auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ so der Diakon. „Macht aus euren Kindern brauchbare Menschen, die mit beiden Beine im Leben stehen, das Herz am rechten Fleck haben und die Gott loben und seine Liebe weitertragen zu den Mitmenschen.“

 

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den beiden Paten das Taufversprechen ab und taufte Paulina Bergbauer und Valentin Hamsa in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündeten beide Väter die Taufkerzen und reichten sie an den Diakon weiter, der das Licht wiederum symbolisch an die Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden Täuflinge schließlich mit geweihtem Wasser ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Kinder dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Zwei Kinder durch die Taufe in die Pfarrgemeinde aufgenommen
Foto: Taufe Hamsa Bergbauer

Pfarrvikar Matthias Tang feiert erste Hl. Messe in unserer Pfarrei

(03. 09. 2020)

Pfarrvikar Matthias Tang feiert seine erste Hl. Messe in Miltach

Bereits am vergangenen Sonntag, wenige Tage vor der Errichtung der großen Pfarreiengemeinschaft zum 01. September, konnte der neue Pfarrvikar Matthias Tang seine erste Heilige Messe in Miltach feiern. Am Ende der Eucharistiefeier war es die Sprecherin des örtlichen Pfarrgemeinderates, Claudia Pinzinger, die den jungen Geistlichen in der Regentalgemeinde recht herzlich begrüßte.

Anfang September werden offiziell die Pfarreien Blaibach - Miltach und Harrling-Zandt-Altrandsberg zu einer großen Pfarreiengemeinschaft zusammengelegt. Dies bedeutet seit bekannt werden der Zusammenlegung, dass im Vorfeld viele Gespräche geführt werden mussten. Es mussten Pläne erarbeitet werden, das in allen Pfarrgemeinden am Wochenende ein Gottesdienst abgehalten werden kann. Aber auch Taufen, Kommunionen, Firmungen, Beerdigungen ect. mussten besprochen werden. Nicht zu vergessen, die Genehmigung für Sie, Pfarrvikar Matthias Tang, musste eingeholt werden.

Bwgrüßung Tang Miltach 2    Bwgrüßung Tang Miltach

 

„Die neue große Pfarreiengemeinschaft bedeutet für alle eine große Umstellung.“ so Pinzinger. Allerdings dürfte es für Pfarrer Matthias Tang die größte Umstellung bedeuten.  Denn er konnte sich zwar bei seinen Urlaubsvertretungen schon ein bisschen hier umsehen. Jetzt ist es allerdings keine Vertretung mehr, jetzt heißt es, eine ganze Weile hier zu bleiben und zu Leben. Eine neue Wirkungsstätte bedeutet auch Eingewöhnungszeit. Da kommt zur normalen Seelsorgearbeit, ein Umzug, ein neues Umfeld, viele Menschen, die es heißt kennenzulernen und dann kommt noch der gewöhnungsbedürftige bayerische Dialekt hinzu. Pfarrer Matthias Tang wird zusammen mit Pfarrer BGR Augustin Sperl die Eucharistiefeiern in den fünf Kirchen in regelmäßigem Wechsel zelebrieren. Beide werden sich dazu an allen Pfarrorten in die Gottesdienstfeiern einbringen.

Claudia Pinzinger wünschte, zusammen mit Kirchenpfleger Christian Röhrl dem neuen Pfarrvikar, dass er sich schnell einlebt, Anschluss findet und Ihm das Vertrauen der Gläubigen entgegengebracht wird. Aber auch, dass er sich in der Pfarreiengemeinschaft Blaibach, Harrling-Zandt-Altrandsberg und Miltach wohl fühlt. „Gottes Segen auf all Ihren Wegen.“

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto zur Meldung: Pfarrvikar Matthias Tang feiert erste Hl. Messe in unserer Pfarrei
Foto: Begrüßung Matthias Tang Miltach

Pater Rockose berichtet aus Indien von seiner Arbeit

(28. 08. 2020)

Pater Rockose berichtet von seiner Arbeit aus Indien

Die bisherige Urlaubsvertretung des indischen Geistlichen fällt Corona zum Opfer

 

Eigentlich hätte Prof. Dr. Pater Rockose Kolenchery dieses Jahr ein kleines Jubiläum feiern können. Es wäre seine 10. Urlaubsvertretung für Pfarrer BGR Augustin Sperl in der Pfarreiengemeinschaft Blaibach/Miltach gewesen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde jedoch leider nichts daraus. Pater Rockose bedauert es sehr, daß heuer die Urlaubsvertretung nicht annehmen kann. In Briefen schreibt er: „Ich vermisse die freundlichen Menschen im Bayerischen Wald, die gute Luft, das angenehme Klima und die gute bayerische Küche.“

 

Es war 2011, das Jahr der Primiz von Pfarrer Jürgen Josef Eckl in Miltach, als Pater Rockose zum ersten Mal die Urlaubsvertretung übernahm. Damals allerdings nur für 2 Wochen, denn auch der Neupriester vertrat Pfarrer Sperl für 2 Wochen. Trotz der anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten fühlte sich der Geistliche gleich sehr wohl in den beiden Regentalgemeinden. Die Menschen traten dem immer freundlichen Geistlichen sehr wohlwollend gegenüber, nahmen ihn auf und er freute sich über die Einladungen zu Geburtstagen, zum Essen und zu Gesprächen, es entstanden gute Freundschaften. Zur damaligen Zeit wurde Pater Rockose von seinem Orden als Provincial Delegate in die Mission nach Ranchi in Nordindien geschickt. Der Pater weiß, daß man in Indien nur mit Bildung der Armutsspirale entkommen kann und so setzte er sich dort tatkräftig für den Neubau einer Schule ein. Bereits zu dieser Zeit haben Gläubige aus Blaibach und Miltach Patenschaften für Schulkinder aus armen Familien übernommen, die mittlerweilen zum Teil schon abgeschlossen sind. Es wurden auch Nähmaschinen gekauft und Nähkurse für junge Frauen organisiert, damit die Frauen in Heimarbeit Kleidung nähen können und somit ihren Beitrag leisten, damit die Ernährung der Familie gesichert ist. Zwischenzeitlich sind viele Frauen erfahrene Näherinnen geworden und können ihre Talente an andere Frauen weitergeben, so daß sich die Nähkurse selber organisieren.

 

Seit 2015 ist das Einsatzgebiet des Paters jetzt Südindien, in Trivandrum im Bundesstaat Kerala, seiner Heimat, und er lehrt dort im Priesterseminar „Carmel Hill Philosophy College“ das Fach Philosophie. Sein Unterricht ist bei den Seminaristen sehr beliebt. Außerdem hilft Pater Rockose bei vielen humanitären Projekten dort selber aktiv mit, die Not bei den armen Menschen zu lindern.

 

„Vergelt`s Gott“

Mit Hilfe der Spendengelder konnte Pater Rockose schon vielen Menschen helfen, worüber er sehr dankbar ist und was ihn mit großer Freude erfüllt. Speziell mit den Spenden von der Urlaubsvertretung im vergangenen Jahr 2019 kann 37 Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden und viele Jugendliche können einen Beruf erlernen. Auch zwei Priesterseminaristen werden bei ihrem Studium finanziell unterstützt. Einer Familie, die beim Hochwasser 2018 infolge eines Erdrutsches ihr Hab und Gut verloren hatte, wurde geholfen ein neues Haus zu bauen, eine weitere Familie bekam finanzielle Unterstützung. Auch kranken Menschen wurde geholfen, damit sie sich medizinisch versorgen lassen konnten. Wie der Pater weiter schreibt, sagt er nochmals ein herzliches „Vergelt´s Gott“ und er schließt alle Spender in seine Gebete mit ein. Er betet um Gesundheit und um den Segen Gottes für die hilfsbereiten Menschen.

 

Positive Gedanken in der Corona – Krise
Pater Rockose Kolenchery    Auch über Corona hat sich der Pater viele Gedanken gemacht und sich darüber gut informiert. Er weiß, daß durch positive Gedanken und eine positive Lebenseinstellung Glückshormone im Körper ausgeschüttet werden, die eine stärkere Immunabwehr bewirken können. Und darum geht es bei Covid-19, es greift Menschen an, deren Immunsystem geschwächt ist.

 

Der Pater gibt deshalb den Rat, alles in Ruhe und Gelassenheit anzugehen. Ruhe und überlegtes Handeln können uns in diesen unruhigen Zeiten helfen, Schwierigkeiten zu meistern und zu einem widerstandsfähigerem „Selbst“ zu finden. Ruhe, kein Stress, Harmonie, Zeit für Erholung, tun auch der Seele gut. Ein Tag draußen an der frischen Luft inmitten von blühenden Blumen und singenden Vögeln ist großartig! Versuchen, die Lautstärke der Gedanken im Kopf zu reduzieren und die verschiedenen Düfte und Geräusche um sich herum wahrzunehmen, um seine innere Stimme zu hören. „Wollen wir wieder dankbar sein für die Liebe Gottes, die Natur, wichtige und unwichtige Dinge des Lebens, für unser Zuhause, die Gesundheit, Familie und Freunde und diese Dankbarkeit immer im Herzen bewahren. Durch die Isolation haben wir gelernt, zufrieden zu sein mit dem was wir sind und haben, man braucht nicht so viel zum Leben. Nicht zu vergessen die Solidarität, der Zusammenhalt, die Nachbarschaftshilfe und das Mitgefühl gegenüber unseren Mitmenschen, die in dieser Zeit entstanden sind. Sehen wir die Krise als Chance an, uns selber besser kennenzulernen.“ so Peter Rockose in seinem Schreiben.

 

Weiter meint er: „Die Pandemie hat aber auch eine Epidemie der Angst ausgelöst. Wichtig ist jedoch, daß wir die Hoffnung nicht verlieren, positiv denken und gesund bleiben. Bei Jesaja 41,10 finden wir in der Bibel „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Pater Rockose berichtet, dass er in der Corona-Zeit oft Gottesdienste mit nur 2-3 Personen gefeiert habe, anstatt wie in Indien sonst üblich mit 500-700 Gläubigen. Diese Gottesdienste mit stillem Gebet und Meditationen hätten ihn jedoch tief berührt. Er zieht aus der Corona-Krise die Lehre, daß es in der Religion wichtig ist, eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben und sich Zeit für diese Beziehung zu Gott zu nehmen und so zur Erkenntnis zu gelangen, was wirklich wichtig und wertvoll ist im Leben ist. Bereits Seneca sagte „Gott, gib mir die Gelassenheit, die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, das zu ändern, was ich kann, und die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.“

 

Covid-19 in Indien
Die Corona-Pandemie beherrscht dieses große Land mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern. Für die eh schon arme Bevölkerung ist die Not unbeschreiblich groß. Es fehlt an allem - Nahrungsmittel, Gesichtsmasken und medizinische Versorgung. Die Tagelöhner können kein Geld mehr verdienen, um ihre Familien ernähren zu können, denn sie bekommen nun keine Arbeit mehr bei den Familien der Mittelklasse. Sie befinden sich jedoch trotzdem auf den Straßen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln, verbreiten das Virus und tragen es in ihre Familien.    Kolenchery Haus

„Es ist ein Teufelskreis!“ so Pater Rockose Kolenchery. Die Zahlen vom 25.08.2020 sprechen für sich: über 3 100 000 Infizierte, 57 542 Tote, 67 000 Neuinfizierte pro Tag.

 

Situation in Kerala

In Kerala, wo der Pater lebt, waren es am 25. August 59 504 Infizierte und 235 Tote, wieder genesen sind 38 883 Personen. Auch im Karmelitenkloster des Paters sind 5 Mitbrüder infiziert und befinden sich in Quarantäne, bzw. im Krankenhaus. Die Patres beten, daß sich die Situation bald wieder bessert. Sie beten für die Menschen, die die Armen und Kranken unterstützen, daß sie gesund und von Covid-19 verschont bleiben. Anfang August kam es in Karipur in Kerala zu einem Flugzeugabsturz mit 123 Schwerverletzten und 18 Toten, darunter auch die beiden Piloten. Das Flugzeug war von Dubai nach Karipur unterwegs und in der Nähe vom Flughafen abgestürzt. Ebenso wurde Kerala vor Kurzem wieder von einem großen Erdrutsch heimgesucht, es kamen 63 Menschen ums Leben. In Pettimudi in der Nähe von Munnar, ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen, kam es infolge vieler und ausgiebiger Regenfälle zu diesem Erdrutsch, bei dem viele Teeplantagen weggerissen wurden, die auch eine Einnahmequelle für viele Tagelöhner gewesen waren. Die Bevölkerung ist verzweifelt und fragt sich, warum gerade ihre Region immer wieder von Natur- und anderen Katastrophen heimgesucht wird.

 

Pater Rockose möchte sich auf diesem Weg nochmals bei allen Spendern bedanken, die bisher dazu beigetragen haben, die Not in seiner Heimat zu lindern und die Lebensbedingungen dort zu verbessern.  Er betet für sie alle um Gesundheit und Gottes Segen. Und er hofft, im nächsten Jahr wieder in die Pfarreiengemeinschaft Blaibach/Miltach kommen zu können. Sein besonderer Dank gilt Pfarrer Augustin Sperl, auch für die gute Gastfreundschaft in all den Jahren während der Urlaubsvertretung, den Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäten der Pfarreiengemeinschaft sowie dem Frauenbund und den Seniorengruppen beider Pfarreien. Für die Zusammenlegung der Pfarreiengemeinschaft mit den Pfarrgemeinden Altrandsberg, Harrling und Zandt wünscht der Pater alles Gute und Gottes Segen.

 

Wer die Arbeit des Paters weiterhin unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende auf das Konto des Vereins „Freundeskreis Charity“ gerne tun.

 

Freundeskreis Charity

Raiffeisenbank Straubing

IBAN: DE 5974 260 11 0000 190 20 40

BIC:   GENODEF 1SR2

 

Text u. Bild: Pater Rockose Kolenchery, Trivandrum

Foto zur Meldung: Pater Rockose berichtet aus Indien von seiner Arbeit
Foto: Pater Rockose in großer Gemeinschaft

Der "Große Frauentag" wurde in unserer Pfarrgemeinde gefeiert

(15. 08. 2020)

Herrlich duftende Büschl aus Kräutern und Blumen gebunden

Vom Frauenbund Miltach gefertigt – Erlös ist für die Mission bestimmt

 

Aus zahlreichen, unterschiedlichen Kräutern und  Blumen, wie etwa Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und verschiedenen Getreidesorten, die am Freitag gesammelt oder von Gläubigen gespendet wurden und einen angenehmen Duft verströmten, banden Frauenbundmitglieder viele Kräuterbüschl für den „Großen Frauentag“. In bereitgestellten Körben standen die Gebinde bei der Messfeier zum Fest „Mariä Himmelfahrt“ für die Segnung und den Verkauf bereit, wobei der Frauenbund den Erlös an die Mission spendet.

 

Maria Himmelfahrt Miltach 2020 1    Maria Himmelfahrt Miltach 2020 2

 

„Im kirchlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt drückt sich die Zuversicht des Menschen nach einem sorgen- und angstfreien Leben aus. Wir glauben daran, dass Maria als erste mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ist. Die Mutter Gottes ist für uns Christen ein Zeichen der Hoffnung und ist die Quelle des Trostes und so hoffen wir, dass auch wir am Ende unserer Tage von Christus in den Himmel aufgenommen werden“, verdeutlichte Pfarrer BGR Augustin Sperl seine Gedanken zum kirchlichen Festtag. Die Eucharistiefeier war entsprechend des kirchlichen Festtages mit Lobliedern zu Ehre Marias geprägt. Der Geistliche segnete am Ende der Messfeier die Kräuterbüschl und Blumengebinde am Altar und bei der Muttergottesfigur und schritt durch die Pfarrkirche, um auch die mitgebrachten Kräutergebinde der Kirchenbesucher zu segnen.

 

Maria Himmelfahrt Miltach 2020 3    Maria Himmelfahrt Miltach 2020 4
     
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Wie in den Jahren zuvor kommt der Erlös auch in diesem Jahr wieder einer gemeinnützigen Organisation, für die Arbeit in der Mission, zugute.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Der "Große Frauentag" wurde in unserer Pfarrgemeinde gefeiert
Foto: Maria Himmelfahrt Miltach 2020

Kommunionfeier nach einer langen Zeit des Wartens

(27. 07. 2020)

 

„Brot-Zeit – Jesus Christus das Brot des Lebens“ – Hl. Kommunion in Miltach

 

In der Pfarrei Miltach begingen 15 Kinder mit einem festlichen Gottesdienst ihre Heilige Kommunion

 

Über zwei Monate später, als ursprünglich geplant, haben am vergangenen Sonntag 15 Kinder aus der Pfarrgemeinde Miltach den Tag ihrer Kommunion feiern können. Bedingt durch die Corona Pandemie war der Termin im Mai leider nicht möglich und so mussten die jungen Christen mit ihren Familien hoffen, möglichst bald diesen schönen Tag gemeinsam feiern zu können. Wenngleich es nicht die übliche, große Feier im Kreis der Familien werden konnte, vor allem was den festlichen Gottesdienst anbelangt, so haben die Familien in Absprache mit den Verantwortlichen aus der Pfarrei eine passende Lösung gefunden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur im engsten Kreis ihrer Familien fand am Sonntag der feierliche Gottesdienst jetzt endlich statt. Man hatte alles drangesetzt, die Vorgaben zum Schutz gegen die Ausbreitung des Virus, einzuhalten. Die diesjährige Kommunionfeier hatte außerdem so seine Besonderheit. Waren unter den Kindern doch zwei Zwillingspaare und sogar ein Drillingspaar mit dabei. Eine Fügung, die es ganz gewiss so bald nicht mehr geben wird.

 

Kommunion Miltach 2020 1    Kommunion Miltach 2020 2
     
Kommunion Miltach 2020 3   Kommunion Miltach 2020 3

 

Der letzte Sonntag, der Tag des Herrn, war für die Pfarrgemeinde Miltach ein freudiger Tag und gerade für 15 junge Christen ein ganz besonderer und wichtiger Schritt in ihrem noch jungen Leben. 13 Mädchen und zwei Buben durften zusammen mit ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern den Tag ihrer feierlichen Kommunion begehen. Gemeinsam mit Pfarrer BGR Augustin Sperl versammelten sich die Kinder in ihren weißen Einheitsgewändern vor der Pfarrkirche und zogen unter Glockengeläut in das, von Mesnerin Elisabeth Röhrl und den Eltern, festlich geschmückte Gotteshaus ein. Der Geistliche zelebrierte in feierlicher Weise den Festgottesdienst, der unter dem Motto „Brotzeit – Jesus Christus das Brot des Lebens“ stand. Mit rhythmischen Liedern von Kathrin Göllner aus Blaibach am Keyboard wurde die Messfeier festlich umrahmt.

 

Kommunion Miltach 2020 13    Nach zahlreichen Wochen der Vorbereitung in Gottesdiensten (unterbrochen durch die Pandemie) oder dem schulischen oder außerschulischen Religionsunterricht, zusammen mit den Tischmüttern, war es für die Kinder der 3. Klasse diesen Sonntag soweit, an den Tisch des Herrn treten zu können und die heilige Kommunion empfangen zu dürfen. Bereits in den Wochen zuvor hatten die 15 Kinder diesem Tag sehnsüchtig entgegengefiebert, einem ganz besonderen, im Leben eines jeden jungen Christen. Maria Schreiner, Sabine Weiß, Carmen Heer, Regina Früchtl und Birgit Kolmer hatten sich als Tischmütter sehr umfassend, zusammen mit den Buben und Mädchen, soweit es möglich war, getroffen.

 

Nachdem der Geistliche die Kommunionkerzen gesegnet hatte und diese entzündet wurden, begrüßten die Kommunionkinder alle Gläubigen mit einem herzlichen Willkommensgruß. „Jesus ist unser Gast, und zugleich auch der Gastgeber, der sich ganz für uns aufgeopfert hat.“ so der Geistliche in seiner Einführung. In seiner Ansprache ging Pfarrer Sperl dann ebenfalls auf das Motto dieses Tages ein. In einer kurzen Erzählung ging er auf den Dialog eines Zweiflers mit seinem Bischof ein. Sowie man durch eine Brotzeit Kraft schöpfen kann, um weiterzugehen, so schenkt auch Jesus in der Kommunion Kraft und Mut für das Leben. Bei der Kommunion wird den Gläubigen der Leib Christi in die Hand gelegt. „Gott gibt sich ganz in unsere Hände“, so der Geistliche. Jesus sagt aber auch: „Ich kenne die meinen und die meinen kennen mich, niemand kann sie meiner Hand entreißen und sie folgen mir.“, so der Geistliche weiter. Mit diesen Worten Jesu ermutigte er die Kinder auf Jesus zu hören, ihm zu folgen und auch weiter das Brot des Lebens zu empfangen. Ein Tag wie dieser Sonntag verlangt danach über den Wert der Eucharistie nachzudenken. „Vielleicht ahnen wir, dass Gott größer ist, als unser Verstand  begreift. Den das Weltall nicht fassen kann, er schenkt sich euch heute. Wachst hinein in dieses Geheimnis, empfangt Gott mit euren Händen und mit dem Herzen.“ so der Priester.

 

Kommunion Miltach 2020 6    Kommunion Miltach 2020 5
     
Kommunion Miltach 2020 7   Kommunion Miltach 2020 8
     
Kommunion Miltach 2020 9   Kommunion Miltach 2020 11

 

Nach den Fürbitten, die von den Kommunionkindern vorgetragen wurden, sowie nach der Gabenbereitung, kam für die 15 Erstkommunikanten der ganz besondere Augenblick, als sie den Leib des Herren unter den beiden Gestalten von Brot und Wein empfangen durften. Ganz nahe um den Altar standen die Kinder beim Vater unser und dem würdigen Empfang der Kommunion. Am Ende der Messfeier bedankte sich Pfarrer Augustin Sperl bei den Kommunionkindern, bei Gemeindereferent Franz Strigl und den Tischmüttern für die Mithilfe bei der Vorbereitung dieses Tages, sowie bei den kirchlichen Mitarbeitern für das Reinigen und Schmücken der Pfarrkirche, der musikalischen Begleitung für die schöne Gestaltung der Messe, sowie den Familienangehörigen für die würdige Mitfeier. Die feierliche Kommunion empfangen durften: Julian Heer, Julian Loos, Susanne Lendl, Selina Haberl, Leni Wischmann, Leni Renz, Pia Früchtl, Helena Kolmer, Sofia, Laura und Julia Weiß, Lilly und Pauline Hartl, sowie Emma und Paula Schreiner.

 

Kommunion Miltach 2020 12    Kommunion Miltach 2020 13
     
Kommunion Miltach 2020 14   Kommunion Miltach 2020 15

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kommunionfeier nach einer langen Zeit des Wartens
Foto: Kommunion Miltach 2020

Leo Hornauer durch die Taufe in die Kirche aufgenommen

(21. 07. 2020)

Leo Hornauer in die Miltacher Glaubensgemeinschaft aufgenommen

Am vergangenen Sonntag stand am späten Vormittag seit längerer Zeit wieder ein freudiges Ereignis in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach an. Ein Kind wurde, wegen der Corona Krise nach längerer Unterbrechung, durch die feierliche Taufe in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete dem kleinen Leo Hornauer, Sohn von Daniel Stöhr und Beate Hornauer, wohnhaft am Anger das Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm Adelheid Glonner aus Blaibach.

 

Durch die feierliche Taufe wurde der kleine Erdenbürger in die große Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte zu Beginn Täufling, Eltern, Verwandte und Freunde. Der Geistliche bat die Eltern und die Patin, dass sie dem Kind immer wieder helfen und zur Seite stehen, es zu Gottes Gemeinschaft hinführen und damit ihm helfen, seinen Platz in der Gemeinschaft der Gläubigen zu finden. „In jedem Kind schaut uns Gott an, ist er uns nahe.“ Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ verdeutlichte Pfarrer Augustin Sperl. Die Symbole der Tauffeier, das Taufwasser, der Chrisam, das weiße Taufkleid und die Taufkerze wurden durch den Priester näher beschrieben.

 

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf den kleinen Erdenbürger herab, nahm den Eltern und der Patin das Taufversprechen ab und taufte den kleinen Leo in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete der Vater des Täuflings die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kind weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnte der Neugeborene schließlich mit geweihtem Wasser seine Taufe empfangen. Die kirchliche Feierstunde wurde instrumental von Christian Hartl an der Kirchenorgel begleitet.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Leo Hornauer durch die Taufe in die Kirche aufgenommen
Foto: Taufe Leo Hornauer Miltach

Fußwallfahrt zum Lamberg war nicht in der üblichen Form möglich

(19. 07. 2020)

Um den Margaretentag ging es wieder auf den Lamberg

Gläubige aus der Regentalgemeinde pilgern seit über 210 Jahren auf den Lamberg – Corona macht eine offizielle Prozession nicht möglich

 

In diesem Jahr war auch die Fußprozession auf den Lamberg, zu der sich die Pfarrgemeinde Miltach in einem Gelöbnis verpflichtet fühlt, von den Corona Schutzmaßnahmen betroffen. Die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde haben von einer Fußwallfahrt in der üblichen Form Abstand genommen. Einige Gläubige aus der Regentalgemeinde haben jedoch trotzdem, auf eine Initiative, den Weg hinauf auf den Lamberg auf sich genommen. Außerdem wurde der Wallfahrtstag wegen einer Hochzeit auf den Vorabend des sonst üblichen Samstag Vormittag verlegt. Den Gottesdienst in der Bergkirche begleitete Christian Hartl an der dortigen Orgel. Nach einer Brotzeit ging es für die wenigen Fußpilger über Waldwege und Asphaltstraßen in den abendlichen Stunden wieder zurück zum Heimatort.

 

Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 1    Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 2
     
Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 3   Wallfahrt Lamberg Miltach 2020 4

 

Schon seit dem Jahr 1805 pilgern die Miltacher Pfarrangehörigen mit ihren Sorgen und Nöten immer um den 20. Juli, dem Gedenktag der Hl. Margareta, zum Lamberg. Wie es zu diesem Gelöbnis kam, beweisen sehr alte Einträge in der Pfarrchronik. So herrschte in den Jahren 1770 bis 1772 in den Gemeinden im Regental nach recht schlimmen Hagelunwettern eine schwere Hungersnot. Da Miltach bis zur Gründung einer eigenen Expositur eine Filiale der Pfarrei Chamerau war, schloss man sich 1805 dem von der Nachbargemeinde gegebenen Versprechen an, alljährlich betend auf den Lamberg zu ziehen und dort einen Gottesdienst zu feiern. Um einer größeren Zahl von Pfarrangehörigen die Teilnahme zu ermöglichen, wurde der Gelöbnisgang um das Jahr 1975 immer auf einen Samstag nahe dem 20. Juli verlegt. Vor fünf Jahren erfuhr die Wallfahrt außerdem eine ganzbesondere Wertschätzung, da Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg sich den Wallfahrern ab Staning anschloss, mit ihnen auf den Wallfahrtsberg pilgerte und dort einen feierlichen Pontifikalgottesdienst zelebrierte.

 

„Es ist ein tiefes Glaubenszeugnis, wenn in der heutigen Zeit die Pfarrangehörigen ein Versprechen erfüllen, dass ihre Ahnen vor mehr als 210 Jahren abgaben“, sagte Gemeindereferent Franz Strigl zur Eröffnung des Gottesdienstes in der Kirche auf dem 600 Meter hohen Lamberg. Bis vor etwa vier Jahrzehnten war der Margaretentag für die Miltacher Pilger der eigentliche Gelöbnistag. Die Eucharistiefeier am Freitag Abend zelebrierte Pater Benjamin aus dem Franziskaner Kloster in Neukirchen b. Hl. Blut. Die Gebete waren geprägt von den Bitten um eine gute Ernte und um den Schutz der Wälder- und Fluren. Bei Litaneien, um den Erhält der Schöpfung und um eine reiche Ernte, baten die Gläubigen um den Schutz und die Fürsprache der Hl. Margarete. Zum Abschluss der Messfeier spendete der Pater den „Segen für alles Wachsen und Werden auf den Feldern und im Garten“. Kirchenpfleger Christian Röhrl dankte bei dieser Gelegenheit den Patres aus Neukirchen, dass sie in den vergangenen sechs Wochen die Eucharistiefeiern in der Pfarrgemeine Miltach zelebriert hatten. Außerdem dankte er allen, die zur Vorbereitung und zur Gestaltung der Wallfahrt auf den Lamberg wieder beigetragen hatten. Das neben der Kirche stehende Gasthaus lud die Pilger nach der Eucharistiefeier ein, sich mit Getränken und einer schmackhaften Brotzeit zu stärkten.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto zur Meldung: Fußwallfahrt zum Lamberg war nicht in der üblichen Form möglich
Foto: Wallfahrt Lamberg Miltach 2020

Fronleichnam trotz Einschränkungen festlich begangen

(12. 06. 2020)

Ein Fronleichnamsfest unter ganz besonderem Vorzeichen

Prozession war in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich – Gläubige beteiligen sich an der Feier in der Pfarrkirche

In diesem Jahr, am eigentlichen Festtag Fronleichnam, konnte die Pfarrei Miltach den „Prangertag“ feiern. Wenngleich die ganze Feier unter besonderen Vorkehrungen wegen der Corona Pandemie zu begehen war, haben es sich die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde und auch einige Gläubige nicht nehmen lassen, diesen schönen und eigentlich recht farbenprächtigen Festtag, zur Verehrung der Heiligen Eucharistie, zu feiern.

In der, von der Mesnerfamilie Röhrl, mit vielen Blumen aus dem Garten geschmückten Pfarrkirche versammelten sich die Gläubigen, um einen festlichen Gottesdienst gemeinsam zu zelebrieren. Die weißgelben Kirchenfahnen vor und in der Pfarrkirche kündeten vom großen Festtag. „Dieser Tag hat seine Wurzeln im Geschehen des Gründonnerstages. Jesus feiert mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. An diesem Festtag soll die gesamte Größe und Feierlichkeit dieses Geheimnisses betont und sichtbar werden.“ so Pater Placyd Kón aus Neukirchen b. Hl. Blut, der stellvertretend für BGR Pfarrer Augustin Sperl die Messfeier zelebrierte.  „In der Fronleichnamsprozession setzen wir Christen normalerweise ein tiefes Zeichen unseres Glaubens. Die Verehrung der Eucharistie ist eine Sehnsucht, die für jeden aufrichtigen Christen ein tiefes Bedürfnis sein soll.“ Der Geistliche appellierte: „Das Fest regt uns jedes Jahr von Neuem an, den Frieden Gottes zu zeigen. Er will uns zum Segen und zum Frieden werden.“

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Ursprung des Festes

Fronleichnam, das Fest des heiligen Leibes und Blutes Christi, ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. 1264 erklärte Papst Urban VI. Fronleichnam zum Fest der Gesamtkirche. Zum ersten Mal wurde Fronleichnam 1246 im Bistum Lüttich gefeiert. Die Anregung zu diesem Fest geht auf eine Vision der Heiligen Juliana von Lüttich zurück. In der Vision 1209 habe sie einen Mond mit einem dunklen Fleck gesehen. Die Nonne deutete dieses Bild so, dass der Mond das Kirchenjahr symbolisiere und der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes zur Feier des Altarsakraments anzeige.

Die Bittrufe vor der Lesung und die Fürbitten dieses Tages waren geprägt vom Lobpreis des Altarsakramentes. Gemeindereferent Franz Strigl hatte die Texte vortrefflich zusammengestellt. Alois Pielmeier als Kantor und Christian Hartl an der Kirchenorgel begleiteten die Gesänge der Anwesenden. Zur besonderen Verbundenheit mit der Kirche und der langen Tradition der Fronleichnamsprozessionen, waren einige der Ortsvereine mit ihrer Vereinsfahne und einem Vereinsmitglied zur gottesdienstlichen Feier gekommen. Am Ende der Messe wurde am Volksaltar das Allerheiligste durch den Pater ausgesetzt. Mit Gesängen (passend zum Festtag) und den Fürbittrufen, stand die Verehrung der Hostie in Brotgestalt im Mittelpunkt. Am Ende der Feier folgte der Segen, zunächst für die Gläubigen in der Pfarrkirche. Anschließend begab sich Pater Placyd Kón, zusammen mit den beiden Ministranten und den Vereinsfahnen, vor die Pfarrkirche um den Segen mit der prächtigen Monstranz über die Regentalgemeinde und seine Bewohner, in alle vier Himmelsrichtungen zu spenden.

Fronleichnam Miltach 2020 1    Fronleichnam Miltach 2020 2

 

Wenngleich es nicht die eigentliche, festliche und farbenprächtige Art war, das Fronleichnamsfest in der Regentalgemeinde zu feiern, so war man doch bemüht, so gut wie möglich diesem schönen Feiertag den passenden Rahmen zu geben.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Fronleichnam trotz Einschränkungen festlich begangen
Foto: Fronleichnam Miltach 2020

Bittwoche in den Anliegen der Gläubigen gefeiert

(24. 05. 2020)

Beim Schaueramt um den Segen für die Fluren und um gedeihliches Wetter gebetet

 

Am vergangenen Freitag fand der Bittgottesdienst (das traditionelle Schaueramt) in der Pfarrkirche von Miltach statt. Normalerweise verbunden mit einer Flurprozession, bei der die Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern zusammen mit ihren Eltern, sowie weitere Gläubige, dabei sind. Nicht aber in diesem Jahr. Es blieb bei einem feierlichen Bittgottesdienst. Im Verlauf der Messfeier und bei den Fürbitten beteten die Gläubigen um gedeihliches Wetter, den Erhalt der Natur und um die Gesundheit der Menschen. Gerade in der heutigen Zeit eine gute Möglichkeit um auch für ein Ende der Corona Pandemie zu beten. Nach der Eucharistiefeier setze Pfarrer BGR Augustin Sperl das Allerheiligste zum Gebet am Volksaltar aus. Nach der Litanei begab es sich dann zum Kircheneingang, um dort den Ort, die Felder und Fluren, sowie die Menschen zu segnen.

 

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Waren diese Bitttage früher besonders für die vielen Landwirte wichtige Gebetstage, um eine gute Ernte und einen reichen Ertrag bei den Feldfrüchten zu beten, so besuchen diese heute nicht mehr so stark diese Messfeiern, sondern eher die vielen Gläubigen kommen mit ihren ganz unterschiedlichen Anliegen und Bitten vor den Altar. Bereits am Dienstag Abend war die erste Bittmesse vorausgegangen, diese fand heuer bei der Kapelle in Eismannsberg statt, weil auch die übliche Bittprozession nicht stattfinden konnte. Unter freiem Himmel wurde dort für den Erhalt von Gottes guter Schöpfung gebetet.

 

Zu einem späteren Zeitpunkt haben Pfarrer Augustin Sperl und Gemeindereferent Franz Strigl verschiedene Plätze unserer Pfarrgemeinde aufgesucht und den Segen üder die Felder und Fluren gespendet.

 

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Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Bittwoche in den Anliegen der Gläubigen gefeiert
Foto: Bittwoche Miltach 2020

Senioren verehren im Monat Mai die Mutter Gottes

(21. 05. 2020)

Senioren ehren die Mutter Gottes in einer Maiandacht
Zehn Sterne für Maria

Die Senioren im Seniorenheim Grassl haben sich in diesen Tagen zu einer gemeinsamen Marienfeier, im Speisesaal ihres Hauses eingefunden. Zusammen mit ihrem Pflegepersonal und der Betreuung durch Andreas Neumeier gestalteten sie eine Maiandacht. Zur Vorbereitung hatten sie ein Bodenbild gelegt, was die Sterne verdeutlichen soll. Außerdem hat jeder für sich ein eigenes Namensschild angefertigt und wunderbar geschmückt. Gemeindereferent Franz Strigl stand vor dem Gebäude und hat über Lautsprecher die Feierstunde zur Mutter Gottes geleitet. „Im sogenannten Wonnemonat Mai, wenn alles blüht und grünt, denken wir in besonderer Weise an Maria, die Mutter Jesu. Schon im Mittelalter wurde Maria liebevoll "Rose ohne Dornen" und "Schönste aller Blüten" genannt. Diese Namen beschreiben Maria als eine Frau, deren Leben aufgeblüht ist in der Liebe Gottes.“ So Franz Strigl in seiner Begrüßung. Viele Blüten hatten die Senioren zuvor rund um die Statue der Mutter Gottes gestreut.

„Wenn es am Himmel keine Wolken gibt, kann man nachts viele kleine Sterne entdecken. Sterne zeigen, dass mit Jesus ein Stück vom Himmel auf die Erde gekommen ist. Maria war auch wie ein großer Stern, der Licht, Leben und Wärme in unsere Welt gebracht hat. Sie wollen wir heute ehren und preisen.“ Nach diesen Worten des Gemeindereferenten legten die Heimbewohner die Sterne und ihre eigenen Namensschilder zu Füßen der Mutter Gottes-Figur ab. Sie beteten die Litanei zur Mutter vom guten Rat und den Angelus. Mit dem Segensgebet schlossen die anwesenden Gläubigen alle Mitbewohner und die eigenen Familien in das Gebet mit ein. Das Lied „Segne du Maria“ beendete schließlich die Feierstunde.

Text und Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Senioren verehren im Monat Mai die Mutter Gottes
Foto: Senioren verenren die Mutter Gottes Miltach

Maiandachten prägen das Kirchleben in dieser Zeit

(18. 05. 2020)

Die Maiandacht beim Jägerkreuz, auch heuer das Zeugnis zu Ehren der Mutter Gottes
Gläubige fanden wieder den Weg zum Gedenkkreuz über dem Regental

 

Der Maiandacht Termin schlecht hin, den sich so mancher Miltacher nicht entgehen lässt. Auch wenn die Corona Pandemie das Land einschränkt, so war es doch möglich diese besondere Marienfeier durchzuführen.

Ein würdiges Zeugnis tiefer Marienverehrung sind die vielen Maiandachten, welche Land auf Land ab den Wonnemonat Mai und das Dorfleben in vielen Gemeinden prägen. Überall werden sie an Wegkreuzen, in Kapellen und an Gedenkplätzen abgehalten und zeugen von der tiefen Marienverehrung und der Frömmigkeit zu Ehren der Gottesmutter Maria. Auch bei einer Maiandacht, die am vergangenen Sonntag Abend am Miltacher Hausberg, dem Jägerkreuz stattfand, haben an die 48 Gläubige aus der Pfarrgemeinde und den umliegenden Orten, ein solches Zeichen der Marienverehrung abgelegt. Bereits viele Jahrzehnte gehört diese Feier in freier Natur zum festen Bestandteil des Kirchenjahres.

Maiandacht Jägerkreuz 2020 1Weitblick vom Jägerkreuz 2020

  

Seniorenmaiandacht Miltach 2020Seniorenmaiandacht Miltach

 

Bei schönem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, war es für die Verantwortlichen eine Freude, dass der Sonntag zu einem so schönen Tag wurde und die Andacht abhalten werden konnte. Die herrliche und klare Fernsicht war die Belohnung für den Aufstieg. Die Erwachsenen und Kinder hatten den rund 40minütigen Fußmarsch zum Gebetsplatz auf sich genommen, um bei der gemeinsamen Feierstunde den Lob Mariens in Gebeten und Liedern anzustimmen. Mit ausreichend Abstand zu seinem Nebenan und mit Mund- und Nasenschutz ausgestattet, konnte Gemeindereferent Franz Strigl die Gläubigen begrüßen. In wunderschönem, sattem Grün schimmerte das Regental, sowie der Ort Miltach den Betrachtern entgegen. Die Maifeier wurde mit besinnlichen Texten zur Gottesmutter Maria und zur Schöpfung Gottes von Gemeindereferent Franz Strigl und Kirchenpfleger Christian Röhrl gestaltet. Das Leben Mariens und ihre Verehrung in Form der vielen Blumen und Blüten waren der Grundtenor dieser würdigen Andacht. Die bekannten Marienlieder, welche gemeinsam angestimmt wurden, und die Melodien vom Tonband gereichten zum Lob und Preis Mariens.

Der interessante und weite Rund-um-Blick über den Ort im Regental und die Höhenzüge darüber, bis nach Rattenberg und Harrling, schenkte den Anwesenden einige Minuten der Ruhe und Besinnung. Vor 49 Jahren, 1971, wurde das Kreuz durch eifrige Jäger und unter der Mithilfe einiger weiterer Männer aus der Gemeinde Miltach, um den Himmelfahrtstag an diesem Platz, auf dem Grund der Familie Karl (Plarnhof), aufgestellt. Aus diesem Anlass heraus durfte auch während der Andacht ein Totengedenken, in Erinnerung an die verstorbenen Jagdpfleger, nicht fehlen.

 

Maiandacht Widderberg 2020

Maiandacht beim Widderberg in Oberndorf

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl und Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Maiandachten prägen das Kirchleben in dieser Zeit
Foto: Maiandacht Jägerkreuz 2020

Florianitag trotz Corona-Pandemie mit Segnung der Einsatzfahrzeuge verbunden

(05. 05. 2020)

Feuerwehren ehren trotz Corona den Heiligen Florian

Zwei Gemeindefeuerwehren begingen zum 25. mal in besonderer Weise den Gedenktag des Schutzpatrons

 

Als überall bekannter Schutzpatron der Feuerwehren und der Personen im Rettungseinsatz genießt der Heilige Florian in den Kreisen von Feuerwehr und Rettungsdienstwesen einen ganz besonderen Stellenwert. Und dass der Heilige seit vielen Jahren auch in der Regentalgemeinde Miltach eine besondere Verehrung erfährt, hat sich wiederum in der Feier des „Florianitages“ gezeigt. Trotz der Corona-Pandemie und dem Verbot von öffentlichen Gottesdiensten wurde an den Schutzpatron bei den Eucharistiefeiern an Wochenende gedacht. Am vergangenen Sonntag Vormittag wurden die Einsatzfahrzeuge der beiden Feuerwehren Miltach und Oberndorf dann auch noch gesegnet. Bereits zum 25. Mal wurde dieser Gedenktag in der Regentalgemeinde gefeiert. Hätte man dieses Jubiläum dorch gerne im üblichen Rahmen gefeiert, was jedoch leider in diesem Jahr nicht möglich war.

 

Am Wochenende wurde bei den Gottesdiensten in den Fürbitten um den Schutz und die Hilfe, für die im Einsatz befindlichen Menschen, gebetet. Eine lange Tradition ist es, dass an diesem Tag auch wieder eine neue Florianikerze gestiftet wurde. Diesem Wunsch wurde auch in diesem Jahr nachgegangen und so hatte Dieter Beier wieder eine schön verzierte Kerze an die Miltacher Pfarrkirche übergeben. Diese Kerze wurde am Anfang des Sonntagsgottesdienstes schließlich durch Pfarrer BGR Augustin Sperl gesegnet und danach entzündet.

 

Florianitag Miltach 2020    Florianitag Miltach 2020

 

Nach dem Gottesdienst traf man sich dann auf dem Parkplatz vor der Pfarrkirche, um die Einsatzfahrzeuge, die technischen Gerätschaften und damit stellvertretend auch ihre Mannschaften der Feuerwehren zu segnen. Nach einem Dankgebet und den Fürbitten spendete Pfarrer Sperl den kirchlichen Segen mit geweihtem Wasser und Weihrauch. In seinen kurzen Dankesworten drückte der 1. Kommandant und Vorsitzende Johannes Bergbauer seine Freude darüber aus, dass man trotz der Beschränkungen den Segen über die Einsatzfahrzeuge und die Mitglieder der Feuerwehren gespendet bekommen hatte und so die jahrelange Tradition des Florianitages aufrecht gehalten werden konnte. Er hob auch das harmonische Miteinander von Feuerwehr und Kirche heraus. Durch die gegenseitige Unterstützung und das Gebet konnte in den vergangenen Jahren segensreiche Arbeit, zum Wohle der ganzen Pfarrgemeinde, geleistet werden.

 

   

 

Text u. Bilder/Video: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Florianitag trotz Corona-Pandemie mit Segnung der Einsatzfahrzeuge verbunden
Foto: Florianitag Miltach 2020

Schutzmaßnahmen bei öffentlichen Gottesdiensten in unserer Pfarrgemeinde

(03. 05. 2020)

Pfarrgemeinden haben sich auf Gottesdienste während Corona vorbereitet

Ab sofort sind wieder öffentliche Messen möglich – Nicht mehr als 50 Gläubige und ausreichend Schutzmaßnahmen

 

Es sind über sechs Wochen vergangen, in denen wegen der derzeitigen Corona Pandemie in den beiden Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach auf die liebgewonnenen Gottesdienste, mit der ganzen Pfarrgemeinde, verzichtet werden musste. Nur im ganz kleinen Kreis war es möglich, die Eucharistie zu feiern. Von Seiten der Kirchengemeinden war man jedoch immer bemüht, alle Gläubigen in die Gottesdienstfeiern in Gedanken und im Gebet mit ein zu beziehen. Auch die Kartage und das Osterfest waren nicht so, wie man es bisher immer gewohnt war. Schmerzlich musste auf lieb gewordene Traditionen und Feierlichkeiten verzichtet werden.

 

Ab sofort wird von Seiten der Bayerischen Staatsregierung und des Ordinariates in Regensburg wieder gestattet, in angemessenem Rahmen die Gottesdienste und andere Feiern in den beiden Pfarrkirchen und im Freien zu begehen. Dabei müssen jedoch gewisse sicherheitsrelevante Vorkehrungen, zum Schutz der Gesundheit aller, eingehalten werden. Unter Beachtung der Diözesanen Anweisungen für die Liturgie ab dem 4. Mai, zur Einhaltung der staatlichen Infektionsvorschriften, ist folgendes zu beachten:

 

Corona Schutz Miltach Teil 1

Bildquellen: unbekannt

  

Corona Schutz Miltach Teil 2

 

 

In Miltach und Blaibach konnten 50 Plätze in der Kirche ausgewiesen werden, welche von den Gläubigen eingenommen werden dürfen. Es muss stets gewährleistet werden, dass zwischen den Personen 2 Meter Abstand besteht. Familien (im gemeinsamen Haushalt) dürfen beisammensitzen. Die möglichen Plätze (und auch Stühle) sind farbig markiert bzw. frei zugänglich. Dazwischen bleiben immer ein bis zwei Kirchenbänke frei. Maiandachten und andere Feiern sind auch wieder möglich, es gelten jedoch in den Kapellen dieselben Bestimmungen. 2 Meter Abstand und es dürfen sich maximal 50 Personen im Freien versammeln. Hier gilt ein Mindestabstand von 1,5 Meter. Die Gottesdienstbesucher werden dringend gebeten, den erforderlichen Abstand einzuhalten. Für jede Kirche gilt eine Zugangsbeschränkung, die den nötigen Abstand zwischen den Teilnehmenden garantiert. Dazu wurde durch Pfarrer BGR Augustin Sperl eine maximale Anzahl von Gläubigen und liturgischen Dienern festgelegt, die geeignet ist, die Infektionsschutzregeln, vor allem die Abstandsregel nach allen Seiten, einhalten zu können. Da eine Beschränkung unerlässlich ist, kann das aber auch bedeuten, dass wenn am kommenden Wochenende je mehr als 50 Gottesdienstbesucher zu den Sonntagsgottesdiensten kommen, es später ein Kartensystem geben wird. Dies sieht vor, dass verschiedenfarbige Teilnahmekarten ausgegeben werden, die während der Woche in den Kirchen aufliegen und von dort abgeholt werden können. Diese berechtigen dann zum Zutritt für den jeweiligen Gottesdienst. Sollte die Zahl von 50 Gläubigen erreicht werden, ist nicht auszuschließen, dass ein Zutritt in die Kirche dann nicht mehr möglich ist. Für Gläubige, die auf persönliche Weise nicht an der Sonntagsmesse teilnehmen können, sondern sich über Medien oder durch persönliches Gebet mit der Sonntagsmesse verbinden wollen, gilt die Sonntagspflicht damit weiterhin als erfüllt.

 

Während der Messfeier haben Gläubige ab 6 Jahren eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Diese eigene Schutzbedeckung ist selbst von zuhause aus mitzubringen. Alleine dem liturgischen Dienst, der Textbeiträge und die Predigt verkündet, ist es gestattet, diesen Schutz abzunehmen. Schon beim Betreten der Pfarrkirche sind an einer Desinfektionsstation die Hände zu desinfizieren. Die Kirchentüren bleiben zu Beginn und zum Ende des Gottesdienstes offen fixiert, sodass diese nicht berührt werden müssen. Aus gesundheitlichen Gründen wurden die vorhandenen Gebetbücher aus den Kirchenbänken entfernen. Das eigene Gebetbuch ist von zuhause aus mitzubringen. Von Seiten des Liturgischen Dienstes und des Sakristei-Dienstes werden alle Schutzvorkehrungen für den Gesundheitsschutz eingehalten. Das regelmäßige Händewaschen ist dabei eine unverzichtbare Maßnahme. Die Hostien bleiben während der Messfeier im abgedeckten Kelch. Bei der Kommunionausteilung treten die Gläubigen in ausreichendem Abstand und Bankweise an die Markierung im Mittelgang der Pfarrkirche heran. Der Priester wird die Hostie (ohne die üblichen Worte), unter Einhaltung des erforderlichen Abstandes, in die ausgestreckte Hand legen. Das Segenszeichen für Gläubige, die nicht die Kommunion empfangen (z.B. für Kinder), wird ohne Berührung mit Abstand als Handsegen gegeben. Am Ende der Messfeier sollen die Gläubigen in ausreichendem Abstand die Pfarrkirche wieder verlassen. Also die Bankreihen von hinten her, der Reihe nach, zu verlassen. Die Pfarrgemeinde ist vom Gesetzgeber angehalten, entsprechende Personen (Ordner / Helfer) einzuteilen. Diese werden bei Fragen gerne unterstützen.

 

Alle diese Informationen sind im neuen Pfarrbrief, der in beiden Pfarrkirchen aufliegt oder im Internet zum Download bereitsteht, ausführlich beschrieben. Auf andere sakramentale Handlungen (Taufe, Hochzeit, Beerdigung, Krankensalbung und Krankenkommunion) wurde im aktuellen Pfarrbrief auch genau eingegangen. Bei Fragen stehen das Pfarrbüro in Miltach und Blaibach während den üblichen Öffnungszeiten per Telefon oder Mail gerne zur Verfügung.

 

Corona Schutz Miltach    Corona Schutz Miltach

 

Für die größeren Feiern, die bereits geplant waren oder noch bevor stehen wurde ebenfalls schon folgendes festgelegt. Erstkommunion und Erstbeichte finden zu einem späteren Zeitpunkt statt, auf alle Fälle nicht vor dem 31. August. Die im Amtsblatt Nr. 10 vom 12. Dezember 2019 bekanntgegebenen Firmungen für das Jahr 2020 werden ausgesetzt. Alles Weitere wird im Rahmen der Planung der Firmtermine für das Jahr 2021 geregelt. Das heißt, dass die Firmung in Miltach und Blaibach erst 2021 stattfinden wird. Das Fronleichnamsfest wird unter Einhaltung der Vorgaben in Blaibach am Donnerstag, 11. Juni und in Miltach am Sonntag, 14. Juni mit einer feierlichen Eucharistiefeier begangen, an deren Ende das Allerheiligste auf dem Altar zu einer gemeinsamen Anbetung ausgesetzt wird. Nach dem Segen der Gläubigen in der Kirche wird der Priester während des gesungenen TeDeum alleine mit dem Allerheiligsten vor den Eingang der Kirche ziehen und den Ort dort in alle vier Himmelsrichtungen mit dem Allerheiligsten segnen. Eine Prozession wird es nicht geben. Bittgänge/Flurumgänge werden in ähnlicher Form begangen: Die Messe wird in diesem Anliegen gefeiert, am Ende wird der Priester mit der Monstranz mit dem Allerheiligsten den Ort und die Fluren segnen. Es ist auch eine Messfeier im Freien (wie oben geregelt: max. 50 Personen, 1,5 m Abstand) möglich. Andere Prozessionen und gemeinschaftliche Wallfahrten können derzeit nicht stattfinden. Die Verantwortlichen bitten alle Gläubigen die Aushänge Mittels Plakaten in den beiden Pfarrkirchen zu beachten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach mit Auszügen aus der Bestimmung

[Corona Vorkehrungen Pfarrei Miltach]

Foto zur Meldung: Schutzmaßnahmen bei öffentlichen Gottesdiensten in unserer Pfarrgemeinde
Foto: Corona Schutz Pfarrei Miltach

Die Kar- und Ostertage standen ganz im Zeichen der Corona Krise

(14. 04. 2020)

"Die Auferstehung Jesu ist die Quelle christlicher Hoffnung und Zuversicht"

Die Tage Gründonnerstag und Karfreitag, sowie die Osterfesttage wurden in Miltach und Blaibach unter Ausschluss der Gläubigen gefeiert – Ein Fest das in die Geschichte eingehen wird

 

Dieses Osterfest und die vorangegangenen Kartage werden in die Geschichte eingehen und vielen Gläubigen lange in Erinnerung bleiben. Unter der Corona Viruspandemie war es nicht möglich, sich in großer Zahl in den beiden Pfarrkirchen in Miltach und Blaibach zu versammeln. Dabei an das Leiden und Sterben Jesu zu erinnern und im Gebet und dann am Ostermorgen, in die Freunde der Auferstehung Christi, gemeinsam in das Osterlob einzustimmen. Diese österlichen Festtage (Gründonnerstag, Karfreitag und das Osterfest) bilden üblicherweise den Höhenpunkt des Kirchenjahres für alle Katholiken und sind die wichtigsten Feiertage das ganze Kirchenjahr hindurch, jedoch nicht in diesem Jahr. Nur im ganz kleinen Rahmen, ohne die jungen und erwachsenen Gläubigen wurden die gottesdienstlichen Feiern in den beiden Regentalgemeinden zelebriert.

 

Die Kartage
Am Gründonnerstag hatte sich eine ganz kleine Gruppe im Pfarrheim in Blaibach eingefunden, um die Feier des Gedächtnisses an das letzte Abendmahl, in einer sehr würdevollen Eucharistiefeier, zu begehen. Pfarrer BGR Augustin Sperl war es ein besonderes Anliegen, auch in dieser Situation an das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, vor mehr als 2000 Jahren, zu erinnern. In den verbindenden Texten und in der Predigt ging der Geistliche auf den tiefen Sinn dieser Messfeier, den Ereignissen um Jesu Leiden am Ölberg und der Spendung der Kommunion ein. In Gedanken war man natürlich auch mit den 26 Kommunionkindern aus den beiden Pfarrgemeinden verbunden, die sich eigentlich auf ihre „Stillen Kommunion“ an diesem Abend gefreut hätten, was nun jedoch nicht möglich war.    Ostern 2020 Miltach 11

Sie hätten dann erstmals an den Tisch des Herrn treten und die Eucharistie, unter den Gestalten von Brot und Wein, empfangen dürfen. Nach der Feier des Messopfers wurde das Allerheiligste vom Priester in einer Monstranz ausgesetzt und zur kurzen Anbetung den Gläubigen gezeigt. Die sogenannten „Ölbergwache“, an der sich jeweils die kirchlichen Vereinigungen des Katholischen Frauenbundes und der Marianischen Männerkongregation beteiligen, musste in diesem Jahr gänzlich abgesagt werden.

 

Am Karfreitagvormittag waren die Gläubigen zum Kreuzweg – Gebet aufgerufen. Über die Internetseiten der beiden Pfarrgemeinden gestalteten Franz Strigl und Christian Röhrl eine Gebetsbetrachtung in Videoform. Viele Gläubige nutzten diese Gelegenheit, um zuhause in der Familie die Bilder zu betrachten und das Gebet zu pflegen. Da die Kirche an diesem Tag keine Eucharistiefeier kennt, fand am Nachmittag um 15 Uhr, zur Todesstunde Jesu, in der Pfarrkirche in Miltach die Karfreitagsliturgie statt. In wiederum ganz kleinem Rahmen leitete Pfarrer Augustin Sperl diese Gedenkfeier, in der an den Kreuzestod Christi erinnert wurde. Die verbindenden Texte las Gemeindereferent Franz Strigl. Zunächst wurden die anwesenden und die über Livestream verbundenen Gläubigen durch das Vortragen der Lesung und der Passionsgeschichte aus dem Johannes-Evangelium auf die Ereignisse dieses Karfreitages eingestimmt.

 

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Die folgenden großen Fürbitten bilden einen wichtigen Bestandteil dieser Feierstunde. Aus gegebenem Anlass hatte die Kirche in diesem Jahr eine außergewöhnliche Fürbitte zum Schutz vor der Virusausbreitung eingefügt. Nach der Enthüllung des Vortragekreuzes durch den Geistlichen und dessen Verehrung, schlossen sich die wenigen anwesenden Gläubigen an. Nach der Kommunionfeier fand die liturgische Stunde ihren Abschluss mit der Grablegung und der Aussetzung des Allerheiligsten über dem Heiligen Grab. Aus Rücksicht auf genügend Abstand zwischen den Betenden hatte man sich in Miltach heuer dazu entschlossen, das Heilige Grab nicht in der benachbarten Seelkapelle, sondern in der Pfarrkirche aufzubauen. Dort hatte die Mesnerfamilie Röhrl mit zahlreichen weißen Hortensien und einem gelb/weißen Blumenarrangement, im Schein zahlreicher Kerzen, einen herrlichen Rahmen erstellt, um betend oder meditierend einige Zeit dort zu verbringen. Was von den Gläubigen auch sehr gut angenommen wurde. Die Feiern an den beiden Kartagen wurden von Annemarie Koppitz, Simon Meier und Ludwig Baumgartner als Kantoren gesanglich begleitet.

 

Osterfest

Am Karsamstag Abend um 20.30 Uhr, als es schon dunkel wurde, erneut gerufen durch die Karfreitagsratschen, versammelte sich ein ganz kleiner Kern von Gläubigen aus den beiden Kirchengemeinden im Dunkel des Miltacher Gotteshauses, um die Osternachtfeier zu begehen und der Auferstehung Jesu zu gedenken. Vor dem Volksaltar segnete Pfarrer BGR Augustin Sperl die beiden neuen Osterkerzen für Miltach und Blaibach. In einer schlichten Zeremonie entzündete er die wiederum von Hand wunderschön verzierten Kerzen. Von den beiden Kerzen aus wurden dann auch die vielen Kerzen an den Altären angezündet und tauchten so den Kirchenraum in ein gelblich schimmerndes Licht. Von der Mesnerfamilie Röhrl und der Mithilfe von Gemeindereferent Franz Strigl wurde die Kirche wieder wunderbar geschmückt. Nach dem festlichen Exsultet, dem großen Osterlob, trugen die Lektoren in verschiedenen Lesungen aus dem Alten Testament, die überaus wechselvolle Geschichte des katholischen Kirche und des Israelitischen Volkes vor, ehe beim Gloria in das freudige Osterlob eingestimmt wurde und  dann auch wieder alle Glocken vom Kirchturm erklangen, welche seit dem Gründonnerstag verstummt waren. Ludwig Baumgartner und Simon Meier sangen als Kantoren die Psalmen jeweils vor den Lesungen. In seiner Osterpredigt verdeutlichte Pfarrer Augustin Sperl die Ostertage und die Auferstehung Jesu als den eigentlichen Mittelpunkt des Glaubens. Dabei war auch die aktuelle Corona Ausbreitung und das dadurch sehr eingeschränkte Glaubensleben ein Thema. „Wir feiern Ostern und eine Pandemie unvorstellbaren Ausmaßes bringt unser aller Leben, ja die ganze Weltwirtschaft  vollkommen durcheinander. Und davon ist auch die Kirche in ihren Grundvollzügen betroffen. Gottesdienste ohne Gemeinde,  Sakramenten-Spendung nur im Notfall. Die Kirche unterwirft sich den staatlichen Vorgaben und sperrt zu.  Sie ist im Gegensatz zu Supermärkten, wo sich nach wie vor viele Menschen begegnen, nicht systemrelevant. Trotzdem gilt es die Gesundheit von Menschen zu schützen; ein Akt der Nächstenliebe.

 

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Und wie wird es weiter gehen fragt sich Pfarrer Sperl: „Ich möchte Kardinal Schönborn aus Wien zitieren der in einem Interview am 5. April sagte <>

 

Auch heute wirkt Jesus trotz Corona in unser Leben

Der Arzt Julian Urban (38 Jahre alt) aus der Lombardei in der Stadt Bergamo, einem Gebiet in Norditalien, das besonders viele Kranke und Tote zu beklagen hat, legte in diesem Tagen ein bewegendes Zeugnis ab. Dieser berichtete: <

 

Gestern starb der 75jährige Priester, der trotz seines Zustandes es geschafft hat, uns einen Frieden zu geben, den wir nicht mehr zu finden hofften. Ich bin glücklich, durch diesen Priester und seinen Glauben, zu Gott zurückgefunden zu haben, während ich vom Leiden und Tod meiner Mitmenschen umgeben bin.>>

 

„Womit hat  dieser Priester beeindruckt?“ fragte Pfarrer Sperl. „Er hat die Haltung von Ostern gelebt. Papst Franziskus sagte, Ostern ist nicht nur ein Fest, sondern Ostern ist eine Haltung.“ Das Leben geht über diese sichtbare Welt hinaus. „Wir haben Hoffnung auf das Ewige, durch alle Sterblichkeit hindurch. Die Auferstehung Jesu ist die Quelle christlicher Hoffnung und Zuversicht. Österliche Haltung ist die unerschütterliche Hoffnung, dass der barmherzige Gott seine Geschöpfe auch im Tod trägt und lebendige Zukunft schenkt.“

 

Bei der folgenden Tauferneuerung segnete der Geistliche das Osterwasser. Der Priester sprengte das geweihte Wasser dann im leeren Kirchenraum aus. Am Ende der festlich gestalteten Eucharistiefeier segnete der Priester die Speisen von Brot, Eiern, Salz, Fleisch und den Wein. Den ganzen Tag über hatten die Gläubigen ihre Körbchen zur Pfarrkirche gebracht, gut verpackt, um sie bei der Osternacht segnen zu lassen. Tags darauf war es dann möglich, im Kreis der Familien die gesegneten Speisen zu verzehren. Die Gläubigen nahmen auch das Osterlicht mit nach Hause, in dessen Schein sie in ihrer häuslichen Tischgemeinschaft Ostermahl hielten. Außerdem wurden kleine Weihwasserfläschchen mit Osterwasser abgefüllt und standen gratis zum Mitnehmen in beiden Pfarrgemeinden bereit.

 

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Zu den weiteren Ostergottesdiensten am Sonntagvormittag und am Ostermontagvormittag feierte man die Heilige Messe im Pfarrheim in Blaibach. Auch die dort abgelegten Osterspeisen wurden von Pfarrer Sperl gesegnet. Damit es vielen Gläubigen möglich war, trotz der Einschränkungen an den Gottesdiensten in der eigenen Pfarrgemeinde teil zu nehmen, wurden die liturgischen Feiern durch Kirchenpfleger Christian Röhrl gefilmt und per Livestream im Internet übertragen. In Summe wurden die Filme an diesem Osterwochenende (von Palmsonntag bis Ostermontag) über 1.400mal aufgerufen. Ein freudiger Beweis dafür, dass die Pfarrangehörigen so die Verbindung zur Messfeier in der eigenen Kirchengemeinde aufrechterhalten konnten. Der Dank von Pfarrer Sperl richtete sich an alle Engagierten, die sich trotz der Virusgefahren, zu den Diensten als Mesner, Lektor, Kantor oder Organist in die Pflicht haben nehmen lassen und an den Messfeiern, stellvertretend für die Gläubigen aus den beiden Pfarreien, aktiv teilgenommen haben.

 

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Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Osterpredigt von Pfarrer Sperl]

[Videoaufzeichnungen der Gottesdienste]

Foto zur Meldung: Die Kar- und Ostertage standen ganz im Zeichen der Corona Krise
Foto: Ostern 2020 Miltach

Kar- und Osterfesttage müssen getrennt in der Kirche und Zuhause gefeiert werden

(08. 04. 2020)

Die kommenden Osterfesttage werden nicht so sein, wie wir sie alle kennen

 

 

Die Kartage und die Osterfesttage werden auch in der Pfarrgemeinde Miltach nicht so sein, wie es in den vergangenen Jahren fester Brauch war. Die Corona Pandemie zwingt alle, auch die Kirche, zu außergewöhnlichen Einschränkungen und das Umsetzen bestimmter Maßnahmen.

 

Die Gläubigen sind aufgerufen, diese besonderen Tage vom heutigen Gründonnerstag bis zum Ostermontag bei sich zuhause in angemessener Weise zu begehen. Die Verantwortlichen in der Miltacher Pfarrgemeinde haben jedoch dafür gesorgt, dass es trotzdem möglich ist, in erlaubtem Rahmen diese kommenden Tage mitzufeiern.

 

Abendmahlsfeier ohne die Kommunionkinder

Am heutigen Gründonnerstag ist am Nachmittag von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr nochmal eine Beichtgelegenheit bei Pfarrer BGR Augustin Sperl. Nicht im Beichtstuhl jedoch in der Ministrantensakristei, wo ausreichend Abstand gewährleistet ist. Am Abend um 19 Uhr ist die Feier zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, ohne das mit dabei sein der Öffentlichkeit, im Pfarrheim in Blaibach. Leider ist es nicht möglich, dass die 15 Kommunionkinder aus der Pfarrgemeinde Miltach ihre stille Kommunion empfangen können. Ab dem Gloria dieser Messfeier bis zur Osternachtfeier werden auch die Glocken verstummen und nur noch das Ratschen vor der Pfarrkirche wird zum Gebet erinnern. Die darauffolgende Ölbergandacht, vor dem ausgesetzten Allerheiligen, welche immer vom Frauenbund und von der Marianischen Männerkongregation gestaltet wurden, muss in diesem Jahr leider entfallen. Die Gläubigen sind privat bei sich zuhause aufgerufen, die Gebete zur Angst Jesu im Garten Getsemani zu beten. Hilfreiche Texte dafür liegen in der Pfarrkirche auf, können der Pfarreihomepage entnommen werden oder sind im Gotteslob unter der Nummer 938 zu finden.

 

Ostern Miltach 2019    Ostern Miltach 2019

 

Am Karfreitag sind die großen und kleinen Gläubigen aufgerufen am Vormittag, zusammen in der Hausgemeinschaft, den Kreuzweg zu beten, um dabei an die Leidensweg Jesu vom Palast des Pilatus bis zum Hügel Golgota zu gedenken. Ohne das Mitwirken der Öffentlichkeit findet dann auch am Nachmittag um 15 Uhr in der Miltacher Pfarrkirche die Karfreitagsliturgie statt. In deren Verlauf die Passion vorgetragen wird und die großen Fürbitten gesprochen werden. Das Besondere in diesem Jahr: es wurden zwei weitere Fürbitten zur Corona Viruspandemie hinzugefügt. Danach folgen die Kreuzverehrung und die Kommunionfeier. Die Grablegung schließt die Feier ab. Ab ca. 16.30 Uhr haben die Gläubigen die Gelegenheit im persönlichen Gebet die Pfarrkirche zu besuchen und vor dem Heiligen Grab bis 20 Uhr zu beten. Das Grab wird jedoch in diesem Jahr aus Platzgründen nicht in der Seelenkapelle aufgebaut, sondern vor dem Volksaltar in der Pfarrkirche. So haben alle die Möglichkeit, unter Wahrung des persönlichen Abstandes untereinander, in stille und im persönlichen Gebet eine Zeit dort zu verweilen. Das Allerheiligste befindet sich an seinem angestammten Platz im Tabernakel. Die Mitglieder des Frauenbundes und auch der Männerkongregation sind zum Gebet am Heiligen Grab aufgerufen.

 

Auch am Karsamstag besteht die Möglichkeit ab 9 Uhr das Heilige Grab zu besuchen. Um 20.30 Uhr beginnt schließlich in Miltach die Osternachtfeier (ohne die Öffentlichkeit). Bei dieser Feier werden die beiden Osterkerzen für die Kirchen in Miltach und in Blaibach gesegnet. Nach dem Exsultet und den Fürbitten mündet die Feier ein in das festliche Gloria, bei dem die Kirchenglocken wieder zu hören sein werden. Anschließend erfolgt die Ansprache von Pfarrer Sperl und danach die Segnung des Osterwassers. Am Ende der Feier werden dann noch die Speisen gesegnet. Damit die Gläubigen auch zuhause das Osterfest in rechter Gesinnung begehen können, wird das Osterwasser in kleine Fläschchen abgefüllt und kann am Ostersonntag, zusammen mit dem Osterlicht von der Osterkerze, in der Nähe des Opferlichtständers in der Pfarrkirche abgeholt werden. Sowohl in der Osternachtfeier als auch am Ostersonntag erfolgt die traditionelle Speisensegnung. Dazu besteht die Möglichkeit diese Körbchen im Laufe des Samstages in der Pfarrkirche, die bis um 18 Uhr geöffnet sein wird, abzustellen. Zu beachten ist allerdings, dass die Speisen nur sicher abgedeckt (am Besten in Folie verpackt und den Hygienevorschriften entsprechend) dort bereitgestellt werden dürfen. Am Ostersonntag ab 8 Uhr können die Körbchen dann wieder abgeholt werden. Die Gottesdienste am Ostersonntag und auch am Ostermontag finden im Pfarrheim in Blaibach unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Gläubigen werden dringend gebeten die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Auf Initiative der deutschen Bischofskonferenz und auf Wunsch der Diözesanleitung wird es am Ostersonntag um 12 Uhr ein festliches Mittagsläuten geben, zum einen über die Freude des Osterfestes zum anderen aber auch um Schutz und Hilfe des Auferstandenen Christus in dieser besonderen Zeit der Einschränkungen und der Virus Pandemie.

 

Ostern Miltach 2019    Ostern Miltach 2019

 

Gottesdienste im Internet

Über die Homepage der Pfarrgemeinde (www.pfarrei-miltach.de) wird es möglich sein. Die Gottesdienste mitzuverfolgen. Es wird der Versuch gestartet, in einem Livestream den Gläubigen die möglich zu schenken, direkt heute Abend am Gründonnerstagsgottesdienst ab 19 Uhr in Blaibach und an der Karfreitagsliturgie am morgigen Karfreitag ab 15 Uhr in Miltach dabei zu sein. Auch die Osternachtfeier am Abend des Karsamstages ab 20.30 Uhr in Miltach und der Festgottesdienst am Ostersonntag ab 9 Uhr im Pfarrheim in Blaibach werden live gesendet. Sollte die Übertragung nicht möglich sein oder abbrechen, werden die Feierlichkeiten im Anschluss an die Feier auf der Homepage abrufbar sein. Außerdem bestehen weitere Möglichkeiten, die Gottesdienste aus dem Dom in Regensburg oder aus Rom mitzuverfolgen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Kar- und Osterfesttage müssen getrennt in der Kirche und Zuhause gefeiert werden
Foto: Heiliges Grab Miltach 2019

Palmsonntag 2020 leider ohne Gläubige festlich gefeiert

(05. 04. 2020)

Mit dem Palmsonntag hat die Karwoche in Miltach und Blaibach begonnen

 

In diesem Jahr ist alles ganz anders. Es scheint schon sehr seltsam an, wenn die kirchlichen Feiern ganz ohne das mit Dabeisein der Gläubigen passieren. Die derzeitige Virus-Pandemie lässt es einfach nicht zu, den Palmsonntag in der gewohnten, feierlichen Art, mit Palmsegung, Palmprozession zur Pfarrkirche und dem anschließenden Familiengottesdienst zu feiern. Wegen dem Versammlungsverbot wurde die festliche Feier trotzdem in der Miltacher Pfarrkirche mit einem Gottesdienst begangen. Am Samstag Nachmittag versammelte sich dazu ein ganz kleiner Kreis im Gotteshaus.

 

Nach den Worten von Pfarrer BGR Augustin Sperl waren die zurückliegenden fünf Wochen religiös von Umkehr und Buße geprägt. Aber auch von der Angst und dem Kummer um die Ausbreitung der Virusinfektion. „Mit dem Palmsonntag treten wir ein in die Heilige Woche. Es wird in diesem Jahr nicht so sein, wie wir es all die Jahre gewohnt waren. Die bevorstehenden Tage führen uns jedoch immer wieder neun hin zum letzten Abendmahl, zur Kreuzigung und dann zur Auferstehung Jesu Christi“. Wir werden in den kommenden Tagen Schritt für Schritt mit hinein genommen in dieses österliche Geheimnis. Mit dem freudigen Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem am Palmsonntag, dem Abendmahlssaal und der Angst im Garten Getsemani am Gründonnerstag. Dann der Verurteilung Jesu und seiner Kreuzigung am Karfreitag und zur Grabestrauer am Karsamstag. Und schließlich feiert die Kirche die siegreiche Auferstehung Jesu, welche in die Osterfreude am kommenden Ostersonntag mündet. Wenngleich nicht in großer Gemeinschaft, aber trotzdem über die Medien verbunden im Gebet. Eine schöne Besonderheit waren an diesem Wochenende die von den Erwachsenen und Kindern tags zuvor zur Pfarrkirche gebrachten Palmburschen. Alle verziert mit bunten Bändern und Schleifen. In der Kirche abgelegt konnten die grünen Buschen ihren Segen zum Palmsonntag erhalten. Nach der Überlieferung sind dies Zeichen des Friedens, des Lobes und der Hoffnung, so der Geistliche. Nach den Lobliedern passend zum Festtag segnete Pfarrer BGR Augustin Sperl die Palmbuschen. Im anschließenden Matthäus Evangelium wurde vom festlichen Einzug Jesu in Jerusalem berichtet.

 

Palmsonntag Miltach 2020 1    Palmsonntag Miltach 2020 2

 

Auf dem folgenden Prozessionsweg durch den Kirchenraum trug Gemeindereferent Franz Strigl das mit Palmbuschen geschmückte, jedoch bereits verhüllte Kreuz, voran. Stellvertretend für alle Gläubigen folgten Pfarrer Sperl und Lektor Gottfried Heigl. Begleitet wurde die Feierstunde durch Christian Hartl an der Orgel. Nach der Lesung wurde die Passionsgeschichte aus dem Matthäus Evangelium vorgetragen. Sie erzählte vom Leidensweg Jesu, beginnend mit dem Einzug in Jerusalem bis hin zur Kreuzigung auf Golgota. Die dann folgenden Fürbitten waren geprägt vom Bitten um Kraft und Schutz vor der Virus Pandemie und vom Gebet für die Verstorbenen. Immer in Gedanken eingebunden waren die Kommunionkinder dieses Jahres aus beiden Pfarrgemeinden. Das Kommunionbild der Kinder aus Miltach stand dazu vor dem Volksaltar. Leider ist es in diesem Jahr nicht möglich, dass die 26 Kinder aus Miltach und Blaibach am Gründonnerstag ihre stille Kommunion empfangen können. Jedoch im Gebet und in der Zuversicht, später dann einen festlichen Tag feiern zu können, werden sie mit ihren Kommuniondarstellungen mitten im Geschehen des Gründonnerstages dabei sein.

 

Palmsonntag 2020 3    Palmsonntag 2020 4

 

Weil es den Gläubigen nicht möglich war, an der Messfeier zum Palmsonntag teil zu nehmen hatten die Verantwortlichen sich darum bemüht, den Gottesdienst aufzuzeichnen. So war es möglich, später über das Internet trotzdem an der Palmsonntagsfeier in der Pfarrkirche teil zu nehmen. Die Palmzweige in Blaibach wurden am Sonntag Vormittag beim Gottesdienst im Pfarrheim von Pfarrer Sperl gesegnet.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach sowie Alexander Ziereis, Blaibach

[Video zur Gottesdienstfeier am Palmsonntag]

Foto zur Meldung: Palmsonntag 2020 leider ohne Gläubige festlich gefeiert
Foto: Palmsonntag Miltach 2020

Neuer Pfarrvikar für die kommende große Pfarreiengemeinschaft ab 01. September

(26. 03. 2020)

Matthias Tang wird neuer Pfarrvikar in der großen Pfarreiengemeinschaft

Für die Gläubigen in Harrling / Zandt / Altrandsberg ist er kein unbekannter

 

Neben den vielen negativen Nachrichten, welche in der letzten Zeit durch das Corona Virus bekannt gegeben werden mussten, gibt es jetzt eine gute Nachricht zu verkünden. Wie in diesen Tagen das Bischöfliche Ordinariat in Regensburg informiert hat, tritt Matthias Sonbomah Tang ab 01. September seinen Dienst in der neuen Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Harrling/Zandt – Miltach an. Den Gläubigen in den Pfarreien Harrling, Zandt und Altrandsberg ist der Priester bereits von einigen Urlaubsvertretungen sehr bekannt. Aus diesem Grund freuen sich die Verantwortlichen umso mehr, dass er jetzt die Stelle als Pfarrvikar erhalten hat.

 

Vor 2 Jahren wurde zusammen mit dem Geistlichen das Projekt „Brunnen für Ghana“ ins Leben gerufen. Mittlerweile sind hier schon viele Spenden eingegangen, sodass vor kurzem 9.000 € an Pfarrer Matthias überwiesen werden konnten. Er wird damit in seinem Heimatdorf ein modernes, solarbetriebenes Brunnenprojekt verwirklichen. Spenden sind auch weiterhin jederzeit willkommen.

 

Matthias Tang  wurde am 14. Mai 1980 in Ghana geboren. 1987 begann er seine Schulausbildung in the St. Peter’s Roman Catholic School in Tuna. Nach dem Abschluss der dortigen Schule besuchte er zuerst das Knabenseminar St. Charles in Tamale, dann das Priesterseminar St. Victor’s . Sein Berufungsjahr absolvierte er am St. Micheal Propaedeutic Seminary in Kaleo, in Ghana. Nach drei Jahren Philosophiestudium im St. Augustine Millennium Major Seminary in Tamale (2000-2003) wechselte er für ein Jahr ans St. Victor’s Major Seminary (2004) und bekam dann die Möglichkeit, sein Studium in Innsbruck weiterzuführen. Einen Deutschkurs machte er an der Universität Innsbruck (2004 -2005). Dort erwarb er im November 2009 den Magister der Theologie. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Ghana machte er sein Pastoraljahr in St. Anthony of Padua Pfarrei, Bamboi.  Die Weihe zum Diakon war am  30. März 2010. Die Priesterweihe folgte schließlich am 13. November 2010. Sein erster Dienst als Priester führte ihn als Domkaplan in die St. Anne’s Dompfarrei, Damongo. Nach der Bischofsweihe von Rev. Peter Peter Paul Angkyier, dem zweiten Bischof der Diözese Damongo, wurde er dessen Bischofssekretär (2011- 2013). Im Oktober 2013 wurde er zum Kaplan der St. Peter Canisius Pfarrei in Busunu bestellt und war gleichzeitig auch Diözesankoordinator für Bibelpastoral, Berufungspastoral und Jugendkaplan für der Diözese. Zusätzlich war er dort für zwei Schulen zuständig.  Zu seinen Ämtern kam 2016 das des Direktors für Ehe und Familienleben sowie auf nationaler Ebene des Direktionssekretärs der National Catholic Vocations Association of Ghana (Büro für Katholische Berufungspastoral). Seit November 2017, ist er wieder zurück in Innsbruck zum Doktoratsstudium in Katechetik / Religionspädagogik / Religionsdidaktik. Zudem wird er nun ab 01. September als Pfarrvikar der Pfarreiengemeinschaft BlaibachHarrling/Zandt und Miltach eingesetzt. Pfarrer Matthias wird in der Seelsorge die Feier von Gottesdiensten mitübernehmen, sie Sakramente spenden und für die Gläubigen als Ansprechpartner in den seelsorgerischen Belangen da sein. Gemeinsam mit Pfarrer BGR Augustin Sperl wechselt er sich in allen Pfarrkirchen der großen Pfarreiengemeinschaft beim Zelebrieren der Hl. Messe ab.

 

(Text und Bild: Pfarreien Miltach / Blaibach, Harrling / Zandt)

Foto zur Meldung: Neuer Pfarrvikar für die kommende große Pfarreiengemeinschaft ab 01. September
Foto: Pfarrvikar Matthias Tang

Vorstellung der Kommunionkinder war im Gottesdienst nicht möglich

(24. 03. 2020)

15 Kinder gehen in diesem Jahr in Miltach zum ersten Mal an den Tisch des Herrn

Beim Gottesdienst zum 5. Fastensonntag wären sie den Gläubigen vorgestellt worden – Zwei Zwillingspaare und ein Drillingspaar sind Teil der Kommunionkindergruppe

 

Leider war es in diesem Jahr nicht möglich, beim Gottesdienst am vergangenen Sonntag die Kommunionkinder den versammelten Gläubigen vorzustellen. Wegen der Corona Virus-Pandemie war es nicht gestattet, die Eucharistiefeier öffentlich zu zelebrieren. Bleibt nur zu hoffen, dass am  Sonntag den 17. Mai die jungen Christen in der Pfarrgemeinde Miltach ihre feierliche Kommunion begehen können. Dieser Tag soll für die 15 jungen Christen, aber auch für deren Familien und Verwandte, sowie für die gesamte Pfarreiengemeinschaft ein ganz besonderer und schöner Festtag werden.

 

Schon heute steht fest, dass es den 13 Mädchen und zwei Buben nicht möglich sein wird, Mitten in der Karwoche am Gründonnerstag, zum ersten Mal bei der stillen Kommunion die Heilige Eucharistie empfangen zu dürfen. „Es gibt keinen besseren Tag, als eben am Gründonnerstag, an dem Tag, an dem die Eucharistie von Jesus Christus eingesetzt wurde, zum ersten Mal an den Tisch des Herrn zu treten.“, so beschreibt es BGR Pfarrer Augustin Sperl gerne. Doch wird es in diesem Jahr anders sein. Voraussichtlich wird es eine Eucharistiefeier geben, an der nur ein ganz kleiner Kreis teilnehmen darf. Heuer ist es zudem eine ganz besondere und außergewöhnliche Gruppe von Kindern. Befinden sich doch in der Schar zwei Zwillingsschwestern und zudem noch Drillinge, die zum ersten Mal am Tisch des Herrn Platz nehmen dürfen.

 

Kommunionkinder 2020 Miltach 2

 

Und genau dieses Thema „Eingeladen am Tisch des Herrn“ spiegelt sich in der wunderschönen Tafel wider, welche die Kinder zur Vorbereitung, zusammen mit ihren Tischmüttern, im außerschulischen Kommunionunterricht, erstellt haben. Genau in diesen Treffen, die seit Januar zumeist an den Samstag stattfanden, haben sich die jungen Christen auch mit anderen Themen beschäftigt. Es wurden die Sakramente gelernt, denn die Gemeinschaft der Christen vertiefet durch die Taufe, durch die Beichte und durch die Kommunion die Gemeinschaft zu Jesus. Auch die Symbole der Christen wie etwa PAX, Engel, Herz, Kirche, Fisch und Kreuz wurden besprochen und finden sich auf den selbstgebastelten Osterkerzen der Kinder wieder. Der selbst geknüpfte Rosenkranz und sein Gebet standen genauso im Mittelpunkt, wie das gemeinschaftliche Lesen von Bibelgeschichten.

 

Wenn es noch möglich sein wird, dann wollen die Kinder beim Brotbacken noch mithelfen. Bleibt also nur noch die Hoffnung, dass die Kommunion heuer ein echtes Fest wird, nachdem die Virus-Zeit überstanden ist und die Gemeinde wieder zusammen in der Kirche feiern kann. Allein das wäre schon ein echter Grund zur Freude. Maria Schreiner, Sabine Weiß, Carmen Heer, Regina Früchtl und Birgit Kolmer hatten sich als Tischmütter sehr umfassend, zusammen mit den Buben und Mädchen, im örtlichen Pfarrheim getroffen. Die feierliche Erstkommunion Mitte Mai erstmals empfangen wollen in diesem Jahr: Julian Heer, Julian Loos, Susanne Lendl, Selina Haberl, Leni Wischmann, Leni Renz, Pia Früchtl, Helena Kolmer, Sofia, Laura und Julia Weiß, Lilly und Pauline Hartl, sowie Emma und Paula Schreiner. Bleibt nur zu hoffen, dass der Termin der Kommunionfeier möglich sein wird. Dies wird sich jedoch erst in absehbarer Zeit dann zeigen.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Maria Schreiner, Miltach

Foto zur Meldung: Vorstellung der Kommunionkinder war im Gottesdienst nicht möglich
Foto: Kommunionkinder 2020 Miltach

Die große Pfarreiengemeinschaft kommt zum 01. September

(01. 03. 2020)

Die große Pfarreiengemeinschaft wird zum 1. September Realität

Blaibach – Harrling / Zandt und Miltach werden dann von Pfarrer BGR Augustin Sperl geleitet

 

Was sich schon seit einigen Wochen abgezeichnet hat und bekannt ist, wurde nun am vergangenen Wochenende offiziell bestätigt. Bei allen Gottesdiensten in den drei Pfarrgemeinden Miltach, Blaibach und Harrling/Zandt wurden die Gläubigen darüber informiert, dass ab dem 01. September die große Pfarreiengemeinschaft umgesetzt wird.

 

Von Seiten des Bistums ist in der vergangenen Woche das dafür notwendige Schreiben in den betroffenen Pfarrgemeinden eigetroffen. In diesem schreibt die Diözesanleitung, dass Pfarrer Pater John Nirappel zum 01. September in den wohlverdienten Ruhestand treten und zu diesem Zeitpunkt von seinem Dienst als Pfarradministrator für Harrling-Zandt entpflichtet wird. Damit ist die Seelsorge für die betroffene Pfarrei (mit der Filiale in Altrandsberg) neu zu regeln. Wie mit BGR Pfarrer Augustin Sperl im Vorfeld bereits besprochen, wird dann auf Beschluss der Ordinariatskonferenz, die von der pastoralen Planung vorgesehene und im Dekanat Kötzting angenommene Pfarreiengemeinschaft Blaibach ­ Harrling/Zandt - Miltach gebildet und ihm als zuständigen Priester übertragen. Sitz des Pfarrers wird Blaibach sein.

 

Das Ordinariat weist jedoch mit Rücksicht auf das Alter und die Gesundheit von Pfarrer Augustin Sperl und zur Unterstützung in der dann größer werdenden Pfarreiengemeinschaft zusätzlich einen weiteren Priester aus der Weltkirche als Pfarrvikar zu. Ein Pfarrvikar ist wie ein Kaplan mit der Seelsorge betreut und unterstützt den Priester bei den Sakramenten und der Eucharistiefeier. Außerdem werden die Anweisungen für den bisherigen pastoralen Mitarbeiter von Blaibach-Miltach, Gemeindereferent Franz Strigl und den bisherigen ständigen Diakon mit Zivilberuf von Harrling-Zandt, Diakon Martin Peintinger, auf die gesamte Pfarreiengemeinschaft ausgeweitet.

 

Domkapitular Dr. Franz Frühmorgen schreibt im Brief weiter: „Sicher wird durch die Zusammenführung der drei Pfarreien einiges an Umstellung und Veränderung auf den zuständigen Priester und die drei Pfarreien zukommen. Wir bitten deshalb die Gläubigen und pfarrlichen Gremien in den betroffenen Pfarreien schon heute um Flexibilität, Rücksicht und Entgegenkommen bei den Fragen, die in diesem Zusammenhang zu klären und neu zu regeln sind, damit die Last der Zusammenführung und der Neuorganisation der Gottesdienste und der Seelsorge nicht allein auf dem zuständigen Pfarrer liegt.“

 

Damit wird im September das umgesetzt, was die pastorale Planung schon seit vielen Jahren vorsieht. Drei Pfarrgemeinden und damit fünf Kirchenstiftungen, die von einem Priester geleitet werden. Neben den fünf Kirchen und weiteren Kapellen, sowie vier Pfarrheimen, wird es neben den pastoralen Mitarbeitern auch für die hier wirkenden ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Gremien von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung zu Neuausrichtungen in der Seelsorge kommen.

 

Nachdem Pfarrer Augustin Sperl den Brief der Diözesanführung vorgetragen hatte, bat er alle Gläubigen darum, sich konstruktiv und mit gegenseitigem Verständnis und auf Augenhöhe an die neue, größer werdende Aufgabe heranzuwagen. Er bat aber auch darum, im Gebet um eine gute und segensreiche Fortführung der Seelsorge in den drei Bayerwaldpfarreien zu bitten.

 

Wenn dann Anfang September die Zusammenführung der drei Pfarrgemeinden abgeschlossen sein wird, werden 5.320 Katholiken von Pfarrer Augustin Sperl, Gemeindereferent Franz Strigl, Diakon Martin Peintinger und einem Pfarrvikar betreut. Wer das Amt des Pfarrvikars bekleidet, wird in den nächsten Wochen durch das Bistum Regensburg noch bekannt gegeben. Das Pfarrgebiet erstreckt sich dann von Harras im Osten angefangen rund 16 Kilometer bis hinüber nach Birnbrunn und Dietersdorf im Westen. Die Pfarrkirchen „St. Elisabeth“ in Blaibach, „St. Martin“ in Miltach, „St. Bartholomäus“ in Harrling und „Maria Himmelfahrt“ in Zandt, sowie die Filialkirche „St. Michael“ in Altrandsberg werden für die Gläubigen jedoch auch weiterhin wichtige Ziele ihres Glaubenslebens und ihrer christlichen Überzeugung bleiben.

 

In den kommenden Wochen werden sich die Vertreter der drei Pfarrgemeinderäte und der fünf Kirchenstiftungen, zusammen mit den pastoralen Mitarbeitern treffen, um für die zukünftige erfolgreiche Fortführung der Seelsorge an den jeweiligen Orten die Weichen zu stellen. Dabei wird das gemeinsame Zusammenwirken genau so zu beleuchten sein, wie die zukünftige Ausrichtung der Gottesdienstzeiten an Sonn- und Werktagen. Pater John Nirappel wird zudem in den nächsten Monaten zusammen mit BGR Pfarrer Augustin Sperl die Übergabe der Amtsgeschäfte vorbereiten.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach u. Pfarrei Miltach

Foto zur Meldung: Die große Pfarreiengemeinschaft kommt zum 01. September
Foto: BGR Pfarrer Augustin Sperl

Fastenzeit 2020 mit dem Aschermittwoch gestartet

(27. 02. 2020)

Aschermittwoch in unserer Pfarrgemeinde gefeiert

 

„Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei.“ so beginnt ein altes Faschingslied. Mit diesen Einstellung eröffnete Pfarrer BGR Augustin Sperl am Aschermittwoch den Gottesdienst um 18 Uhr. „Doch für uns Katholiken beginnt an diesem ersten Tag der Fastenzeit etwas ganz Neues, das einmündet, in das Osterereignis.“ Seit alters her ist dieser Tag ein großer Fast- und Abstinenztag und der Beginn der 40 tägigen Fastenzeit. Zur Messfeier konnte der Priester neben vielen Gläubigen auch Kommunion- und Firmkinder aus Miltach und Blaibach begrüßen. Nach dem Evangelium segnete Pfarrer Sperl die Asche, die aus den Palmzweigen des vergangenen Jahres gewonnen wurde. Anschließend kamen die Gläubigen einzeln zum Altar um das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet zu bekommen.

 

Aschermittwoch Miltach 2020 1    Aschermittwoch Miltach 2020 2

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Fastenzeit 2020 mit dem Aschermittwoch gestartet
Foto: Aschermittwoch Miltach 2020

"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" - fröhlicher Gottesdienst zum Faschingssonntag

(24. 02. 2020)

Beim Gottesdienst am Faschingssonntag darf es auch in der Kirche mal bunt zugehen

Die Kommunionkinder gestalteten den Familiengottesdienst mit – viele Kinder kamen maskiert zur Kirche

 

 

Am vergangenen Sonntag erlebten die Gläubigen im Rahmen des Familiengottesdienstes in Miltach einen besonders außergewöhnlichen Gottesdienstablauf. Der Altarraum war mit Luftschlangen und mit bunten Luftballons dekoriert worden. Die Ministranten haben es sich an diesem Sonntag mal erlaubt, in allen Farben der Liturgie, in grünen, roten, violetten und schwarzen Ministrantengewändern ihren Dienst am Altar zu verrichten. Viele Kinder waren außerdem der Einladung gefolgt und sind geschminkt, sowie in tollen Masken und Kostümen, zusammen mit ihren Eltern, zur Kirche gekommen. „Die Freude steht im Mittelpunkt der Botschaft Jesu. Seine „Gute Nachricht“ von der Liebe Gottes will die Menschen froh und glücklich machen. Gott hat uns in Jesus angesteckt mit seiner Freude. Dieses Geschenk feiern wir im Fasching und in diesem Gottesdienst.“ so begrüßte Pfarrer BGR Augustin Sperl die Christen Groß und Klein. „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“, das war das Motto an diesem Sonntagmorgen. „In diesen Tagen des Faschings müssen die Sorgen zurücktreten. Frohsinn und Ausgelassenheit, Freude und Sorglosigkeit beherrschen diese Zeit bis zum Faschingsdienstag.“ so der Priester. Die Messfeier wurde von den Martini-Rhythmix musikalisch mitgestaltet.

 

Faschingsgottesdienst Miltach 2020 1    Faschingsgottesdienst Miltach 2020 2
     
Faschingsgottesdienst Miltach 2020 3   Faschingsgottesdienst Miltach 2020 4

 

Nach dem Evangelium waren es die Kommunionkinder. Auf Bänken nahmen die jungen Gläubigen vor dem Volksaltar ihre Plätze ein. Bei einem Erzählspiel ging es um den Heiligen Johannes Bosco. Dieser nahm sich verwahrlosten Straßenkindern an. Gemeindereferent Franz Strigl erzählte von dem Heiligen: „In einer Geschichte wird über Bosco erzählt, dass er einem Kind begegnet ist, das eigentlich gar nichts konnte. Damals war es nicht selbstverständlich, dass Kinder in die Schule gingen. Doch Don Bosco sah in jedem Menschen das Gute und dass jeder etwas kann. So fragte er dieses Kind: Kannst du pfeifen? Natürlich konnte es pfeifen. Wir können uns sicherlich vorstellen, wie dieses Kind sich gefreut hatte, dass es eben doch etwas kann.“ Genau diese Talente stellten dann auch einige Kinder im Gottesdienst vor, das eine schlug ein Rad, ein anderes vollzog einen formvollendeten Spagat. Die Kinder spielten Querflöte und Klavier und sprangen im Mittelgang der Kirche mit Seilen. Der Leitspruch, den Don Bosco hatte, passt genau zu dieser Geschichte und zu den Talenten der Kinder im Familiengottesdienst: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“ Pfarrer Augustin Sperl dankte zum Ende des Gottesdienstes den Kindern, die auch den Bußakt und die Fürbitten vorgetragen hatten.

 

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Nach der sonntäglichen Messfeier waren es dann die Ministranten die an die Kirchenbesucher frisch gebackene Faschingskrapfen verkauften, um damit ihre Ministrantenkasse aufzubessern. Im nu waren die köstlichen Backwaren vergriffen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" - fröhlicher Gottesdienst zum Faschingssonntag
Foto: Faschingsgottesdienst Miltach 2020

Gute Laune war Trumpf beim Seniorenfasching 2020

(13. 02. 2020)

Es war wieder ein sehr humorvoller Nachmittag

Pfarrgemeinderat unterhielt und bewirtete die Senioren

 

Recht lustige Wortbeiträge und eine schöne, gesellige Unterhaltung an den Tischen waren am Sonntag Garant für einen kurzweiligen Nachmittag, zu dem sich die Senioren der Pfarrgemeinde Miltach im Pfarrheim einfanden. Die Bewirtung der Gäste übernahmen Mitglieder des Pfarrgemeinderates, die sich dem Anlass entsprechend sogar faschingsmäßig verkleidet hatten.

 

Als Sprecherin des Pfarrgemeinderates freute sich Claudia Pinzinger über die etwa 30 Gäste, die in das dekorierte Pfarrheim kamen. Namentlich begrüßte sie dabei Martin Vogl, besser bekannt als „Scheidt“, der spontan seine Zusage gab, die Veranstaltung musikalisch zu gestalten. In der Folge waren es dann auch überwiegend altbekannte Melodien, die die heitere Stimmung hoben. Außerdem waren Pfarrer BGR Augustin Sperl, 1. Bürgermeister Johann Aumeier sowie der 3. Bürgermeister und zugleich Seniorenbeauftragter, Günter Schmauder gekommen.

 

Seniorenfasching Miltach 2020 1    Seniorenfasching Miltach 2020 2

 

Den humorvollen Teil leiteten Franz Strigl und Martin Krieger mit einem Finanzamt Sketch ein. Leckere Kuchen und Torten wurden an diesem Nachmittag den Senioren und Gästen kredenzt. Als Stargäste des Nachmittages konnten dann die Wolfgang Fiereck mit der Resi, sowie Didi Hallervorden und Helga Feddersen im Pfarrheim in Miltach begrüßt werden. Mit Partyliedern und bekannten Klängen begeisterten Claudia Pinzinger und Claudia Bauer das Publikum. In einem weiteren Sketch „ohne Worte“, wurde von den Akteuren aus dem Pfarrgemeinderat gezeigt, wie es im Kino vor und während der Filmvorführung in der ersten Reihe zugehen kann. Mit großem Gelächter und Beifall wurden die Akteure anschließend belohnt. PGR-Sprecherin Claudia Pinzinger und Gemeindereferent Franz Strigl waren es auch, die als Ansager des Nachmittages durch das Programm führten und selbst mit gelungenen Witzen die Senioren zum Lachen brachten. Außerdem nutzten die anwesenden Besucher gerne die Zeit zum regen Gespräch an den Tischen.

 

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Seniorenfasching Miltach 2020  5   Seniorenfasching Miltach 2020 6

 

Für die aufmerksame und zuvorkommende Bewirtung mit Kaffee, Kleingebäck und Torten, sowie einer späteren Brotzeit sorgten wieder die Mitglieder des Pfarrgemeinderates in vortrefflicher Art und Weise. Pinzinger versäumte es zum Ende nicht, allen zu danken, die an der Organisation und der Ausrichtung dieser Veranstaltung mitwirkten.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Claudia Pinzinger und Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Gute Laune war Trumpf beim Seniorenfasching 2020
Foto: Seniorenfasching Miltach 2020

Lichtmess zum Ende des Weihnachtsfestkreises festlich gefeiert

(02. 02. 2020)

Lichtmessfeier und Blasiussegen in der Pfarrei Miltach

Ewige Anbetung ist in der Regentalgemeinde eine lange Tradition

Exakt 40 Tage nach dem feierlichen Weihnachtsfest wird Anfang Februar auch in der Pfarrkirche „St. Martin“ von Miltach Lichtmess, das Fest „Darstellung des Herrn“, als Abschluss der weihnachtlichen Festkreises, gefeiert.

 

Das mosaische Gesetz schrieb vor, ein neugeborenes Kind innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. So folgten der Tradition nach auch die Eltern Jesu dieser alten Vorschrift. Jenes biblische Ereignis wurde zu einem christlichen Festanlass. Bereits ab 14 Uhr fand am Samstag in der Pfarrgemeinde die seit langer Zeit übliche ewige Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten statt. Zum festlichen Gottesdienst am späten Nachmittag versammelten sich viele Gläubigen zur Eucharistiefeier in der Miltacher Pfarrkirche.

 

Lichtmess Miltach 2020 1    Lichtmess Miltach 2020 2
     
Lichtmess Miltach 2020 3   Lichtmess Miltach 2020 4

 

Zu Beginn konnte Pfarrer BGR Augustin Sperl die Kommunion- und Firmkinder dieses Jahres begrüßen. Danach erfolgte die Kerzensegnung welche die Gläubigen mitgebracht hatten und die in den nächsten Wochen in der Kirche verwendet werden. Anschließend verteilten die Ministranten das Kerzenlicht an die Kinder und der Geistliche zog mit den Ministranten und den Kindern in einer Lichterprozession durch die abgedunkelte Kirche. Auch der Kerzenschein von den Christbäumen war noch einmal festlich zu sehen, da sie an diesem Tag zum letzten Mal leuchteten und damit das Ende des Weihnachtsfestkreises symbolisierten. Gottfried Heigl verlas an die Gläubigen die Lesung aus dem Buch Maleachi. Zu den späteren Fürbitten brachten sich die Erstkommunikanten in den Wortgottesdienstteil mit ein.

 

Ebenfalls an diesem Tag wird des Heiligen Blasius gedacht, ein Heiliger, der im Gedächtnis der Katholiken untrennbar mit dem „Halssegen“ verbunden ist. Blasius war Bischof in seiner Heimatstadt Sebaste in Armenien zur Zeit Kaisers Licinius. Bei einer Christenverfolgung soll er um 316 als Glaubensmärtyrer gestorben sein. Ab dem 14. Jahrhundert rechnete man den Heiligen den vierzehn Nothelfern (Vierzehnheilige) zu und wandte sich an ihn bei Halsleiden und Gefahr durch wilde Tiere und Sturm.

 

So wurde auch in Gedenken an diesen Heiligen nach der Messe der Blasiussegen erteilt. Mit zwei gesegneten und überkreuzten Kerzen welche mit roten Schleifen (als Erinnerung an den Märtyrertod des Hl. Blasius) versehen waren, die Pfarrer Augustin Sperl vor das Gesicht und den Hals der zu Segnenden hielt, sprach er: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen.“ Der Empfänger dieses Segens soll so in der Heilszusage Gottes und in seine Fürsorglichkeit heil erfahren.

 

Lichtmess Miltach 2020 5    Lichtmess Miltach 2020 6

 

Zeitgleich zur Messfeier trafen sich im Pfarrheim wieder die Kindergartenkinder und die Kinder der 1. und 2. Klasse. Sie bereiteten sich auch auf das Fest „Lichtmess“ vor. Zum „Vater unser“ kamen sie dann wieder in die Pfarrkirche um schließlich am Ende der Messfeier einen schönen Lichtertanz vor dem Altar zu zeigen. Diesen hatten sie zusammen mit ihren Eltern zuvor im Pfarrheim eingeübt. Am Sonntag beim Pfarrgottesdienst wurde dann nochmal an die Gläubigen der Blasiussegen gespendet.

 

Weitere Bilder vom Gottesdienst zu Lichtmess sind in der Fotoserie ganz unten zu finden.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Lichtmess zum Ende des Weihnachtsfestkreises festlich gefeiert
Foto: Lichtmess Miltach 2020

Dreikönigsweihe und Jahrtag der Feuerwehr Miltach

(06. 01. 2020)

„Die drei Könige und ihre Gaben“

Festliche Jahrtagsfeier der Feuerwehr Miltach mit Totengedenken und musikalischem Frühschoppen – Am Vortag Dreikönigsweihe und Rückkehr der Sternsinger

Schon am Vortag des Dreikönigsfestes beim Sonntagsgottesdienst versammelten sich die Gläubigen in der Pfarrkirche. In dessen Verlauf haben die Sternsinger ihre Rückkehr von ihrer Sternsingeraktion gefeiert. Zur Gabenbereitung durften sie ihre ersammelten Spenden an Pfarrer BGR Augustin Sperl überreichen, verbunden mit der Bitte, es an das Kindermissionswerk nach Aachen wieder weiter zu leiten. Traditionell gehört zu dieser Eucharistiefeier auch die Dreikönigsweihe und so erteilte der Priester zuvor dem Weihrauch, der Kohle, der Kreide und dem Dreikönigswasser den kirchlichen Segen. Am Ende verkauften die Ministranten an die Gottesdienstbesucher wieder Dreikönigspäckchen, damit diese auch bei sich zuhause die Dreikönigsweihe mit Weihrauch und Weihwasser vollziehen konnten.

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Jahrtag der Feuerwehr Miltach

Am Anfang eines jeden Kalenderjahres ist es in der Regentalgemeinde Miltach eine alte Tradition und ein sehr fester Bestandteil, dass die örtliche Feuerwehr, immer am Dreikönigstag, ihren feierlichen Jahrtag begeht. Aus diesem Grund trafen sich am Montag Vereinsangehörige und Ehrengäste, um den besonderen kirchlichen Festtag, gemeinsam mit einer würdevollen Messfeier und dem damit verbundenen Totengedenken, dem anschließenden geselligen Frühschoppen im Gerätehaus und der am Nachmittag stattfindenden Jahreshauptversammlung, zu begehen.

Gegen 9.30 Uhr formierte sich der Kirchenzug, angeführt von der Blaskapelle „Weißblau Königstreu“ unter der Leitung von Josef Pielmeier, zur Pfarrkirche „St. Martin“, wo Pfarrer BGR Augustin Sperl das Jahrtagsamt zelebrierte. Bürgermeister Johann Aumeier und KBM Alexander Beier begleiteten den Feuerwehrverein. Im weihnachtlich geschmückten Gotteshaus wurde die Eucharistiefeier musikalisch von den Bläsern mit Kirchenwaisen und Liedern aus dem Gotteslob gestaltet. Die Lesung wurde von Josef Prechtl vorgetragen. Den Ministrantendienst übernahmen vier Mitglieder aus der aktiven Feuerwehrtruppe in ihren Uniformen. Pfarrer Augustin Sperl hieß zur Einleitung in den Wortgottesdienstteil der Messfeier die Vereinsangehörigen und alle Gottesdienstbesucher willkommen. Der Priester ging in seiner Ansprache auf den Sinn des Festes „Erscheinung des Herren“ ein. Dabei verdeutlichte er die Gaben der drei Könige (Gold, Weihrauch und Myrrhe) genauer und beschrieb, welche symbolhafte Bedeutung diese Geschenke an das Jesuskind in der Krippe darstellten. „Was würden wir heute dem Kind in der Krippe schenken? Einen Gutschein vermute ich. Ich bin mir aber auch sicher, dass Jesus dieses Geschenk annehmen würde, wenn es der richtigen Glaubensgesinnung entspricht und unseren aufrichtigen Glauben und den guten Willen verdeutlichen.“ so der Wortlaut von Pfarrer Sperl an die Gottesdienstbesucher.

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Die Wehrmänner und die anwesenden Pfarrangehörigen gedachten am Ende der Messfeier der verstorbenen und gefallenen Kameraden der Miltacher Feuerwehr. Nach der musikalischen Überleitung durch die Blasmusik erinnerte der 1. Vorsitzende und Kommandant Johannes Bergbauer, zusammen mit seinen Stellvertretern als Vorstand Christian Gröber und Matthias Mühlbauer der im vergangenen Jahr 2019 verstorbenen sechs Mitglieder Alois Aich, Dieter Wieninger, Ludwig Brunner, Dr. Johann Helmbrecht, Martin Ludwig sen. und Edmund Zankl sen.. In den Sterbegebeten durch den Geistlichen wurde vor dem in der Pfarrkirche aufgebauten Totenbrett der verstorbenen Mitglieder gedacht und der Gedenktafel der kirchliche Segen erteilt. Zum Andenken und als äußeres, sichtbares Zeichen der tiefen Verbundenheit legte die Vereinsführung vor dem Totenbrett einen Waldstrauß nieder. Abgeschlossen wurde das ehrende Gedenken an die verstorbenen und gefallenen Vereinsmitglieder mit dem „Guten Kameraden“, wobei sich die Vereinsfahne vor dem Totenbrett senkte. Abschließend galt der Dank des Vorsitzenden dem Geistlichen, Pfarrer Augustin Sperl und allen Mitwirkenden von der Feuerwehr für die würdevolle Gestaltung der Messfeier, sowie der Mesnerfamilie Röhrl für das Bereitstellen des Totenbrettes mit Blumen, roten Feuerwehrhelmen und der Florianikerze.

Mit dem gemeinsamen Rückmarsch zum Gerätehaus und dem anschließenden musikalischen Frühschoppen endete dieser Jahrtagsvormittag.

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Dreikönigsweihe und Jahrtag der Feuerwehr Miltach
Foto: Dreikönig Miltach 2020

Jahresschluss und Aussendung unserer Sternsinger in die Pfarrgemeinde

(01. 01. 2020)

„Frieden!“ – Sternsinger sind wieder unterwegs und sammeln Spenden für arme Kinder dieser Welt

Miltacher Ministranten sammeln gerne – Themenland ist heuer der Libanon

 

Der Jahreswechsel ist stets geprägt von Rückblick und Vorschau. Beim Jahresschlussgottesdienst am Sylvester Nachmittag war es Pfarrer BGR Augustin Sperl ein Anliegen, allen zu danken, die sich im vergangenen Jahr im kirchlichen Leben einbrachten und das Jahr mitgetragen haben. Auf die vielfachen Ereignisse, die das Jahr 2019 mit sich brachte ging der Geistliche kurz ein. Auch ein Ausblick auf 2020 war für den Priester wichtig, da sich gerade in der Pfarreiengemeinschaft Miltach-Blaibach wichtige Änderungen ergeben werden. Zum September soll nämlich die große Pfarreiengemeinschaft zusammen mit Harrling-Zandt-Altrandsberg umgesetzt werden. Genauere Detail versicherte der Priester dann an die Gläubigen weiter zu geben, wenn aus Regensburg die wichtigsten Informationen eingetroffen sind. Bei den Fürbitten wurde besonders auch den Toten gedacht. Am Ende der Messfeier erklang zum Abschluss des Jahres noch das Te Deum, das „Großer Gott wir loben dich.“

 

Neujahrsgottesdienst 

Farbenprächtige Gewänder, kunstvoll geschwungene Turbane und leuchtende Sterne: Morgen Freitag und am Samstag sind die Sternsinger der Pfarrgemeinde „St. Martin“ wieder in den Straßen der Regentalgemeinde unterwegs. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+20“ bringen sie als die Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

Bundesweit beteiligen sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 62. Aktion Dreikönigssingen. „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt das Leitwort, das aktuelle Beispielland ist der Libanon. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Rund 1,14 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 74.400 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

 

„Frieden“ im Mittelpunkt der 62. Aktion Dreikönigssingen

Mit ihrem Motto machen die Sternsinger darauf aufmerksam, wie wichtig Frieden gerade für Kinder und Jugendliche überall auf der Welt ist. Bei Kriegen und Konflikten sind es vor allem die Jüngsten, die unter den Auswirkungen besonders leiden. Die Sternsinger wollen zeigen, dass jeder zu einem friedlichen Miteinander in seinem Umfeld beitragen kann. Ein respektvoller und unvoreingenommener Umgang miteinander macht auch eine Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen möglich. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern kennen die Miltacher Ministranten die Nöte und Probleme von Kindern rund um den Globus durch die Vorbereitung in der Ministrantenstunde und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten. Sie sind eben ein Segen!

 

Bei ihrer zurückliegenden Aktion hatten die Mädchen und Jungen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe. Durch ihr Engagement werden die kleinen und großen Könige zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt. Neben dieser gelebten Solidarität tragen die Sternsinger den christlichen Segen für das neue Jahr in die Wohnungen und Häuser der Menschen.

 

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Beim Neujahrsgottesdienst am gestrigen Mittwoch Abend wurden die Ministranten der Pfarrei von Pfarrer BGR Augustin Sperl ausgesandt. Nachdem sie ihren Text aufgesagt hatten, spendete der Geistliche den Kindern seinen Segen und weihte den Weihrauch und die Kreide, mit denen die Sternsinger ihren Segensspruch an die Türen der Häuser des Ortes schreiben werden. Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind die Miltacher Ministranten dann morgen Freitag und am Samstag unterwegs. Jeweils von 9 Uhr bis etwa 16 Uhr wollen sie die Bewohner der verschiedenen Ortschaften der Pfarrei besuchen und um Spenden bitten. Die Verantwortlichen der Pfarrei bitten wieder um freundliche Aufnahme der Kinder.

 

Am Sonntag, beim Gottesdienst um 9.45 Uhr, findet dann die Rückkehrfeier der Sternsinger statt, wobei sie in ihren Dreikönigsgewändern den Ministrantendienst verrichten und im Verlauf der Messfeier ihre Spenden an Pfarrer Sperl übergeben werden. Gleichzeitig findet bei dieser Eucharistiefeier die Segnung des Dreikönigswassers und die Weihe von Weihrauch und Kreide für die Häusersegnung statt. Nach diesem Gottesdienst werden den Kirchenbesuchern von den Sternsingern wieder Dreikönigspäckchen (Weihrauch, Kohle und Kreide) zum Kauf angeboten.

 

Die Ortschaften werden wie folgt besucht:

 

Am Freitag: Flammried, Untervierau, Am Riedbach, Oberndorf, Am Perlbach, Ringstraße, Hofacker, Am Kohlfeld, Herrnbrunnstraße, Höhenrieder Straße, Schönprunnstraße, Am Weingarten, Am Hochweg, Bahnhofstraße, Unterer Hochweg.

Am Samstag: Höhenried, Anzenberg, Heizelsberg, Auwies, Viechtacher Straße, Blumental, Eismannsberg und Eben, Chamer und Kötztinger Straße, Kirchplatz, St. Martinsplatz, Wendelingasse, Waldschmidtstraße, Am Anger, Kapellensiedlung, Lindenstraße und Oberer Hochweg, Rossbergstraße, Riesl, Tiefental und Hütten sowie Wiederholungsbesuche.

 

"Auf a guads neis Johr"

Unsere Ministranten mit ihren Eltern haben nach dem Neujahrsgottesdienst die Gläubigen mit Speisen und Getränken versorgt.

 

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Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Jahresschluss und Aussendung unserer Sternsinger in die Pfarrgemeinde
Foto: Sternsinger Miltach 2020

Weihnachten in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert

(26. 12. 2019)

Gott geht einem an Weihnachten unter die Haut

Die Weihnachtsfesttage wurden in Miltach von vielen Gläubigen gefeiert

Kinder gestalteten feierliche Gottesdienste in der Regentalgemeinde

 

Wie alle Jahre, so auch in diesem Jahr, hat eine große Zahl von Gläubige aus der Pfarrgemeinde Miltach und viele Festgäste, die an den Feiertagen ihre hiesigen Verwandten und Bekannten in der Heimat besuchten, an den zurückliegenden Weihnachtstagen die kirchlichen Feierlichkeiten besucht und die Gottesdienste in der Pfarrkirche mitgefeiert.

 

Mit großem Geschick und ganz viel Liebe zum Detail wurde das Gotteshaus vor den besinnlichen Weihnachtsfesttagen von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von Marianne Maurer, Martin Krieger und Ingeborg Wagner wieder wunderbar und prächtig geschmückt. Ein stattlicher Weihnachtsbaum (traditionell auch in diesem Jahr gestiftet von der Familie Dieter Beier) fand im Presbyterium vor dem Hochaltar seinen ganz besonderen Ehrenplatz. Recht viel warm funkelndes Kerzenlicht und die liebenswerten Spansterne, sowie die prächtigen, großen roten Kugeln am Tannenbaum kamen so wieder ganz wunderbar zur Geltung. Die herrlich geschmückte Tanne und das Tannengrün bei den zwölf Apostelleuchtern hüllten das Gotteshaus in seinen besonderen, festlichen Glanz und trugen so zur rechten weihnachtlichen Erbauung der anwesenden Gläubigen bei. Die besinnliche Weihnachtskrippe (links im Kirchenraum), bei der ebenfalls zwei liebenswerte Christbäumchen erstrahlten, tauchten den Kirchenraum in ein würdiges, weihnachtliches Gewand.

 

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Am Nachmittag des Heiligen Abend fanden viele erwachsene Gläubige, zusammen mit ihren Kindern, den Weg in das Gotteshaus. Um 15 Uhr (besonders für die Pfarrei Blaibach) und um 17 Uhr bei den zwei Kinderchristmetten reichten die vielen Sitzplätze bei weitem nicht aus, um die Zahl der Gläubigen zu fassen, die den traditionell am besten besuchten Gottesdienst des ganzen Kirchenjahres mitfeiern wollten. In diesem Jahr waren es an die 950 Gläubige, welche diese beiden Gottesdienste besuchten.

 

Im abgedunkelten Kirchenraum verfolgten bei der zweiten Kinderchristmette (welche besonders für Gottesdienstbesucher aus Miltach gedacht war) die Mitfeiernden den Einzug des Priesters, zusammen mit den Ministranten und den Kindern für das Krippenspiel. „Macht hoch die Tür“, dieses adventliche Lied führe wie alle Jahre wieder hin zum eigentlichen Grund dieser Heiligen Nacht, der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem. Nach der Lesung, vorgetragen von Birgit Holzapfel, zog das Krippenspiel die Kinder und die Erwachsenen in seinen ganz besonderen Bann. Die Kinder spielten in guter und anschaulicher Form die Herbergssuche und die Geburt Jesu Christi im Stall von Bethlehem nach und ließen so die Zeitzeugen und Maria und Josef und alle Gestalten aus der Weihnachtskrippe, also auch die Engel und die Hirten, zu Wort kommen. Maria Schreiner und Andrea Seidl hatten in den Wochen zuvor, mit sehr viel Liebe zum Detail, gemeinsam mit den jungen Buben und Mädchen die Texte einstudiert. An der Orgel begleitete Christian Hartl das Weihnachtsspiel. Die Mühen hatten sich gelohnt. Gespannt und mit hellglänzenden Augen verfolgten die anwesenden Kinder die Texte der Krippenspieler. Mit dem Weihnachtsevangelium schließlich mündete das Spiel ein, in den Besuch der Engel bei den Hirten, die sogleich aufstanden und zum Stall in Bethlehem eilten, um dort Maria, Josef und das Kind in der Krippe vorzufinden. Im weiteren Verlauf der Mette trugen die Kinder ihre Fürbitten vor das Christuskind, ehe in der darauffolgenden Eucharistiefeier das Weihnachtsgeheimnis gefeiert wurde. Das festliche „Stille Nacht“ – Lied schloss den Gottesdienst am ab. Danach marschierten die Gläubigen wieder zurück in ihre Wohnungen, um dort den Heiligen Abend im Kreis der Familien feiern zu können. Viele Leute nahmen dabei auch das Friedenslicht aus Bethlehem mit heim. Für die Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Miltach fand die gemeinsame Christmette in diesem Jahr in Blaibach statt.

 

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Zum Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Gottesdienstbesucher erneut in der Miltacher Pfarrkirche. Elf Ministranten zogen zusammen mit Pfarrer BGR Augustin Sperl in die Pfarrkirche ein. Alois Pielmeier trug zu Beginn der Feierstunde das gesungene Weihnachtsexultet für den 1. Festtag vor. Im anschließenden Wortgottesdienstteil und insbesondere in seiner Weihnachtspredigt ging Pfarrer Sperl auf das Geheimnis von Weihnachten näher ein. „Was ist Ihnen im vergangenen Jahr am meisten unter die Haut gegangen? Die Geburt eines Kindes oder Enkelkindes? Ein überraschendes Ereignis oder ein schmerzlicher Moment, vielleicht sogar der Tod eines lieben Menschen? War es eine Liebeserklärung, ein Wort des Dankes und der Freundschaft, dass sie Ihr Leben lang nicht vergessen werden? Ein schöner Urlaub? Oder war es eine Schrecksekunde?“. Diese Fragen stellte der Priester an den Anfang seiner Ansprache. Das Kind an Weihnachten ist nicht irgendein Kind. Es ist Gottes Sohn, der Haut und Haare angenommen hat. „Manchmal sagen wir zu einem Menschen: In deiner Haut möchte ich nicht stecken. Das bedeutet: Deine Probleme, Nöte und Sorgen möchte ich nicht haben. Gott aber sagt zu Weihnachten: In deiner Haut, o Mensch, möchte ich stecken. Es sagt es nicht nur, sondern tut es: Im Kind Jesus von Nazareth wird Gott ein Mensch wie wir: mit Händen und Fingern, mit Füßen und Beinen, mit Bauch und Schultern, mit Augen und Ohren, mit Haut und Haaren. Es gibt Dinge, die sollten wir uns wirklich zu Herzen gehen lassen: Dass  Gott in einem Kind Mensch wird. Gott wird Mensch. Gott geht unter die Haut. Zu unserem Heil und durch uns hoffentlich auch zum Nutzen, zum Segen unserer Mitmenschen.“ Dieser Satz fasste alle die Gedanken aus der Weihnachtspredigt von Pfarrer Augustin Sperl dann nochmal treffend zusammen. Das festliche „Stille Nacht“ - Lied, in der ausschließlich von Kerzenschein und dem Lichte der Christbäume erfüllten Kirche, rührte die Herzen der anwesenden Gläubigen am Ende des Festgottesdienstes an. Am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag gaben die Gläubigen großzügig ihr Opfer für die Spendenaktion „Adveniat“, welche die Gaben nach Lateinamerika weiterreicht. Die jungen Christen füllten ihre Opferkästchen für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

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An Weihnachten steht uns der Himmel offen

Die Messfeier am 2. Weihnachtsfeiertag wurde als Familiengottesdienst gestaltet. Im Pfarrheim hatten sich die Kleinkinder und die Kinder der 1. bis 3. Klasse wieder getroffen, um sich dort, zusammen mit ihren Müttern oder Vätern, mit den Personen in der Krippe zu beschäftigen. An diesem Tag ging Pfarrer Augustin Sperl in seiner Begrüßung auf den Heiligen Stephanus und die verfolgten Christen dieser Erde näher ein. „Das heutige Märtyrerfest erinnert uns daran, dass es von Anfang an Menschen gab, die es mit dem, was sich an Weihnachten ereignete, ernst meinten. Gott ist ihnen in seiner Menschlichkeit so nahegekommen, dass sie den Himmel offen sahen. Die neue Perspektive für ihr Leben ist, eine Heimat bei Gott zu haben und zu ihm zu gehören. Wir Christen haben auch heute eine Perspektive für unser Leben: der offene Himmel, der auf uns als Kinder Gottes wartet. Stephanus war einer der ersten Zeugen dafür, dass die Weihnachtsfreude tragen kann. Er fühlte sich ganz und gar in Gott geborgen. Sein Gottvertrauen war auf einmal größer als die Liebe zum eigenen Leben. Die Vision des offenen Himmels nahm ihm die Angst vor Leid, Qual und Tod.“ Zum „Vater unser“ Gebet sind dann die ganz jungen Gläubigen aus dem Pfarrheim zur versammelten Gemeinde in die Pfarrkirche dazu gekommen. Am Ende der Messfeier spendete Pfarrer Augustin Sperl einem jeden Kind einzeln den besonderen Kindersegen.

 

Bei den Weihnachtsgottesdiensten hatten wieder viele Ministranten dazu beigetragen, die Feiern in einem besonders festlichen Rahmen mit Fackeln und Weihrauch zu gestalten und dabei die Gottesdienstbesucher in deren Gebeten zu bestärken.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Weihnachten in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert
Foto: Weihnachten Miltach 2019

Bei der Nacht der Lichter besinnliche Momente im Kerzenschein

(22. 12. 2019)

Besinnliche „Nacht der Lichter“ mit Liedern der Martini-Rhythmix zur Weihnachtsvorbereitung

 

Die Pfarrangehörigen aus der Pfarrgemeinde Miltach erlebten am Donnerstagabend bei einem gut besuchten Wortgottesdienst, der „Nacht der Lichter“ in der Pfarrkirche Miltach, eine adventliche Stunde als Hinführung und als Vorbereitung auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Die gesangliche Gestaltung lag wie in den letzten Jahren beim Chor „Martini-Rhythmix“ unter der Leitung von Christine Hofmann-Raab, die meditativen Texte lasen Gemeindereferent Franz Strigl und weitere Erwachsene aus der Miltacher Kirchengemeinde.

 

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Zur besinnlichen Stunde begrüßte Franz Strigl alle Gläubigen sehr herzlich. Seine meditativen Texte zum Thema „Frieden“ wechselten mit ausgewählten, adventlichen Liedern des Frauenchores und verbreiteten eine wunderbare, besinnliche Stimmung. Nach der einführenden, am E-Piano gespielten Pastorale, sang der Frauenchor. Danach führte Franz Strigl die Gläubige zum Thema dieser Abends. „In diesen Tagen des Advents wird viel vom Frieden gesprochen. Weihnachten soll ein Fest des Friedens werden. Jesus Christus, dessen Geburt in unserer Welt wir feiern wollen, wird in der Bibel im Buch Jesaija „Fürst des Friedens“ genannt. Aber über die Bildschirme flimmern in diesen Tagen ganz andere Bilder: Kriege, Gewalt, Terror und Zerstörung wollen scheinbar nicht enden. Unsere Welt ist so weit entfernt vom Frieden. Und auch im persönlichen Leben sehnen sich viele von uns nach mehr Ruhe, Gelassenheit und Frieden. Bitten und beten wir heute in dieser abendlichen Stunde um den Frieden in der Welt, in unseren Familien und auch in unserem eigenen Herzen“.

 

Nach diesen Worten wurde es dunkel im Kirchenraum und von hinten schritt ein Laternenträger mit dem Friedenslicht aus Bethlehem über den Mittelgang zum Altar. Zehn Kerzen wurden jetzt entzündet, die von Frieden berichteten. Jeweils wurden Gebete und Anliegen vorgetragen. Das gemeinsame Gebet aller anwesenden Gläubigen führte schließlich hin zum Vater unser uns zum Friedensgruß.  

 

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Das Aufstrahlen des Lichtes in der Dunkelheit war deutlich zu spüren. Wunderbar duftender Weihrauch zog durch den Kirchenraum. Passend dazu waren die Lieder gewählt. Was den Menschen an einer Kerze und seinem Licht so fasziniert, dieser Frage gingen die Gläubigen in den dann folgenden Besinnungstexten nach. Dabei ist es nicht nur die Stille, das Licht und das Wachs der Kerze, sondern auch die nach oben brennende Flamme, die zum Himmel zeigt. Vertiefend sangen dazu die Martini Rhythmix. Nach den Fürbitten stimmten alle Besucher ein in das Friedenslied. „In Bethlehem herrscht häufig alles andere als Frieden, wir wollen an die Menschen denken, aber auch an alle Menschen, die uns nahestehen,“ so Strigl. Danach waren alle Gläubigen aufgerufen, das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause mitzunehmen, um es dort aufleuchten zu lassen oder es sogar an andere Menschen wieder weiter zu geben.

 

„Ich wünsche dir das Licht, das durch die Gegenwart Christi kommt. Wenn wir mit ihm gehen und sein Wort annehmen. Wie könnte uns dann die Nacht überkommen? Ich wünsche dir das Licht, das leuchtet durch die Freude des Teilens. Wenn Schwester und Brüder sich gegenseitig immer neu helfen und aufrichten, dann verliert das Dunkel seine Macht auf dieser Erde.“ Mit diesen Segensworten wurde die besinnliche Feierstunde beendet.

 

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Bei der Nacht der Lichter besinnliche Momente im Kerzenschein
Foto: Nacht der Lichter Miltach 2019

Beim Familiengottesdienst gratuliert die Pfarrei unserem Gemeindereferenten

(15. 12. 2019)

Gemeindereferent Franz Strigl feiert seinen 60. Geburtstag

Pfarreiengemeinschaft Miltach – Blaibach bedank sich mit lobenden Worten und wünscht viel Gesundheit und Gottes Segen

 

Seinen 60. Geburtstag konnte am vergangenen Sonntag Gemeindereferent Franz Strigl in Blaibach und dann anschließend beim Familiengottesdienst in Miltach, zusammen mit den Mitgliedern der jeweiligen Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte, sowie vieler Gläubigen feiern. Große und kleine Gottesdienstbesucher waren zu den Messfeiern gekommen. In Blaibach war es Pfarrer Augustin Sperl, der am Ende der Eucharistiefeier seine Dankesworte an Franz Strigl richtete. Seit nunmehr über 16 Jahre unterstützt Strigl ihn in seinen seelsorgerischen Aufgaben in beiden Pfarrgemeinden. „Dafür möchte ich dir meinen ganz besonderen Dank aussprechen. Vieles ist durch dich in den letzten Jahren entstanden. Was unser Pfarrleben sichtlich bereicherte.“ so der Pfarrer Sperl.

 

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In Miltach waren zum Familiengottesdienst ganz viele Kinder mit ihren Eltern gekommen. Die Firmkinder und auch die Kommunionkinder brachten Wortbeiträge zur adventlichen Vorbereitung. Die Fürbitten trugen sie ebenfalls vor. Am Schluss der Heiligen Messe war es dann Christian Röhrl, der als Kirchenpfleger von Miltach das Wort ergriff. Im Namen des Pfarrgemeinderates, mit seiner Sprecherin Claudia Pinzinger und für den Frauenbund Miltach, mit seiner Vorsitzenden Stefanie Rackl, brachte er seine besten Glückwünsche zum runden Geburtstag von Franz Strigl zum Ausdruck.

 

„Ihr seid das Licht der Welt. (…) Man zündet … nicht eine Kerze an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ zitierte Röhrl aus dem Matthäus Evangelium einen Teil der Seligpreisungen. „Ich denke, dass dieser Bibelauszug ganz vortrefflich auf Franz Strigl umzumünzen ist. Seit nunmehr 16 Jahren ist er ein Teil unserer Pfarrgemeinde. Eines von vielen Lichtern, wenn ich bei diesem Bild bleibe. Mit seinen Talenten und Fähigkeiten, aber auch mit seiner Aufgeschlossenheit, seinem Tatendrang und seiner Gesprächsbereitschaft, hat er recht schnell die Herzen ganz vieler Gläubigen gewonnen. Viele Lichtzeichen sind auf die Initiative von Strigl hin entstanden, diese darf man nicht einfach unter den Scheffel stellen, sondern muss man auf einen Leuchter stellen. Also aufzeigen und erwähnen, weil sie auf seine Initiative hin das Pfarrleben in Miltach und Blaibach bereichern und die vielen Großen und Kleinen Gläubigen angesprochen und berührt haben.

 

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Als kleines Geschenk und als Erinnerung an diesen besonderen Tag überreichten Claudia Pinzinger für den Pfarrgemeinderat und Stefanie Rackl für den Frauenbund jeweils einen Einkaufsgutschein. Anschließend hatten die vielen anwesenden Kinder aus der Gruppe der Kleinkinderwortgottesdienste sich um den Jubilar versammelt und sangen mit der Unterstützung der Martini Rhythmix ein Geburtstagslied. Danach überreichte jeder einzelne einen kleinen Engel an das Geburtstagskind. Nach dem Gottesdienst hatte Franz Strigl schließlich zahlreiche Hände zu schütteln die ihm gratulierten.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Beim Familiengottesdienst gratuliert die Pfarrei unserem Gemeindereferenten
Foto: 60. Geburtstag Franz Strigl Miltach

Senioren der Pfarrei treffen sich zur Adventsfeier

(12. 12. 2019)

Ein schöner und besinnlicher Nachmittag für die Senioren von Miltach

Gemeindereferent Franz Strigl gestaltet den besinnlichen Teil – Bürgermeister Johann Aumeier hielt Rückblick

 

Von dem guten Besuch zeigten sich die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde Miltach recht angenehm erfreut und zugleich aber bestärkt, dass die Senioren der Pfarrgemeinde die Arbeit des Seelsorgeteams bestätigen und gerne annehmen. Recht gute Unterhaltung, das gemeinsame Singen adventlicher Lieder und eine zuvorkommende Bewirtung waren am Sonntag Nachmittag im Pfarrheim geboten. Der abgedunkelte Saal, Kerzenlicht und adventlicher Tischschmuck vermittelten wunderbar die entsprechende vorweihnachtliche Gesinnung. Die Mitglieder des Seniorenteams und des Frauenbundes Miltach übernahmen dabei wieder die Bedienung der älteren Frauen und Männer aus dem Pfarrgebiet. Die besinnlichen Texte waren eine zusätzliche Bereicherung im Programm, die ganz auf das nahende Weihnachtsfest ausgerichtet waren. Die Gemeinde Miltach leistete erneut auch in diesem Jahr wieder ihren finanziellen Beitrag zu dieser Feier.

 

Gemeindereferent Franz Strigl übernahm die Begrüßung, wobei er sich über eine gut besuchte Feierstunde sehr freuen konnte. Sein besonderer Gruß galt BGR Pfarrer Augustin Sperl und Bürgermeister Johann Aumeier. Auch einige Bewohner aus dem Seniorenheim Graßl waren bei der Adventsfeier anwesend. Franz Strigl dankte dem Seniorenteam, dem Pfarrgemeinderat und den Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes für das Schmücken des Raumes und für die von ihnen gebackenen Kuchen und Torten, die später mit Kaffee auf den Tischen serviert wurden.

 

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Der erste Teil der vorweihnachtlichen Zusammenkunft begann mit dem Lied: „Wir sagen euch an . . .“. Danach hatte Bürgermeister Johann Aumeier die Gelegenheit, den älteren Mitbürgern von Neuerungen und Vorhaben aus der politischen Gemeinde zu berichten. Ein großes Thema ist die laufende Sanierung der örtlichen Grundschule. Wie schon in den Vorjahren wird die Gemeinde auch heuer einen finanziellen Beitrag zur Ausrichtung dieser Seniorenfeier beisteuern.

 

BGR Pfarrer Augustin Sperl stellte in seinem Redebeitrag das harmonische Verhältnis mit der Kommune heraus, das von Vertrauen getragen wird. „Wir ergänzen uns in unseren Bemühungen, denn es geht um dieselben Menschen“. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied folgte die Kerzenmeditation, dabei sprachen Personen, besinnliche Texte und was einem das Licht der Kerze sagen kann. „Ein kleines Licht halte ich in den Händen. Ein kleines Licht und doch ein Geheimnis. Es erinnert an Gott, von dem alles Licht kommt. Schau das kleine Licht an und spüre, wie es dich erleuchten möchte.“ so der Gemeindereferent. „Manchmal tut es gut, ein Licht anzuzünden und ruhig zu werden. Zu sich selbst zu finden und im Lichtschein zum Nachdenken zu kommen. Ganz ohne Worte rücken sich Wünsche und Sorgen, Probleme und Schmerzen, Dunkelheiten und Bedrückendes ins Licht.“ Immer wieder war in den folgenden Wortbeiträgen die Rede vom Licht der Kerze.

 

Anschließend hatte Franz Strigl wieder viele schöne Bilder zusammengestellt, welche sich die Teilnehmer ansahen und so die verträumte Winterlandschaft unserer Heimat und die weihnachtlichen Krippendarstellungen genossen.

 

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Danach gab es zur körperlichen Stärkung schließlich noch eine Brotzeit mit Würstl. In seinem Schlusswort dankte der Gemeindereferent allen für ihr Kommen und meinte: „Als Veranstalter hat es uns sehr gutgetan, dass auch heuer wieder viele Personen teilgenommen haben“. Als kleines Dankeschön und Weihnachtsgeschenk von Seiten der Pfarrgemeinde bekamen alle ein kleines Gläschen Honig überreicht, worüber sich alle sichtlich freuten.

 

Text: Christian Röhrl, Miltach

Bilder: Franz Strigl, Miltach

Foto zur Meldung: Senioren der Pfarrei treffen sich zur Adventsfeier
Foto: Seniorenadvent Miltach 2019

Nachbereitung des Jubiläumsritt

(27. 11. 2019)

Nachbesprechung eines erfolgreichen Martiniritts

Jedes Jahr trifft sich zwei Wochen nach dem Kirchweihfest das Martiniritt-Komitee, um ein Resümee über dessen Ablauf zu ziehen.

Heuer stand der Jubiläumsritt mit der Teilnahme von Bischof Rudolf Voderholzer im Mittelpunkt des Festgeschehens. Leider trübte leichter Regen in der ersten Hälfte des Rittes den Ablauf. Rasch aufgestellte Pavillons konnten dem etwas entgegenwirken. Die Organisation war nach den Worten des Bürgermeisters Johann Aumeier eine Herausforderung, „die wir gemeinsam gut gemeistert haben“. Der Ritt verlief unfallfrei.

Ein herzliches „Grüß Gott“ entbot Pfarrer Augustin Sperl dem Martiniritt-Komitee. Der 9. November war für alle Beteiligten ein bewegender Tag, „nur das Wetter war nicht jubiläumsreif. Ansonsten ist die Kirta optimal verlaufen und wir können stolz darauf sein“, meinte der Priester. Sein Dank galt allen, die beim Gottesdienst und beim Ritt mitwirkten: die Musikkapelle, die Kirchenverwaltung, der Trachtenverein, die Feuerwehren und die Bauhofmitarbeiter. Der zum Fest angefertigte Film wird nach seiner Bearbeitung käuflich zu erwerben sein. Bürgermeister Aumeier stellte fest, dass die Partnerschaft zwischen Gemeinde und Pfarrei zur Organisation des Rittes sehr harmonisch sei. Ein besonderes Lob stellte er Marion Abate aus, die mit ihrem Relief für die Außenwand der Kirche ein künstlerisch gelungenes Werk schuf. Auch die neue Art der Jubiläumsfahnen und Erinnerungsbänder fand die Zustimmung der Reiter. Die eigens für den 300. Ritt herausgegebene Medaille fand großen Anklang.

Die Teilnehmerzahl mit 225 Reitern war trotz der ungünstigen Witterung erfreulich hoch. Die Bewirtung der Gäste in der Mehrzweckhalle mit 460 Sitzplätzen war für die Wirtsleute Erika und Hans Laumer nicht einfach. Familie Laumer gab die Zusage, auch 2020 den gastronomischen Betrieb zu übernehmen. Die Abendveranstaltung war gut besucht. Nachdem alles Wesentliche angesprochen war, legte das Komitee den Termin für 2020 auf den 14. November fest.

Text: Erwin Vogl, Miltach
Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Nachbereitung des Jubiläumsritt
Foto: Martiniritt Miltach 2019

Jubiläumsrelief zum Festtag durch Bischof Voderholzer gesegnet

(10. 11. 2019)

Relief zum Jubiläumsritt von Bischof Voderholzer gesegnet

Darstellung vor der Kirche beschreibt das Geschehen an Martini

 

Nach dem Ende der Reiterprozession am vergangenen Samstag folgte in diesem Jahr, anlässlich des Jubiläum 300 Jahre Martiniritt in Miltach ein besonderer Festakt. Die gebürtige Miltacherin Marion Abate geb. Aich gestaltete in den vergangenen Wochen eine Reliefplastik zu diesem Anlass. Ideengeber dazu war Kirchenpfleger Christian Röhrl. Dementsprechend beschäftigte sich die junge Künstlerin in der letzten Zeit intensiv mit dem Miltacher Martiniritt, was wieder Kindheitserinnerungen in ihr weckte.

 

Der künstlerische Schwerpunkt von Marion Abate liegt in der Bildhauerei und in farbigen Holzschnitten. Bereits 2015 beschäftigte sie sich mit dem Motiv des Martiniritts. Dabei entstand eine Serie von Holzschnitten. Damals erwarb die Gemeinde Miltach einen Druck, der jährlich für die Willkommensschilder am Ortseingang genutzt wird. Darauf zu sehen sind drei Martinireiter mit Kreuz, Standarte und Reiterfähnchen. Dieses bereits gestalte Motiv fand sich nun in ihrer abgewandelten dreidimensionalen Ausführung auf der Reliefplastik wieder. Damit schaffte die Künstlerin eine Verbindung von Gemeinde und Kirche.    Martiniritt Miltach 2019 3

In ersten Ideenskizzen sammelte Marion ihre eigenen Impressionen des Martiniritts und setzte diese dann dreidimensional in Ton um. Die dadurch entstandene Reliefplastik wurde anschließend von der Bildgießerei ARA Kunst in Altrandsberg in Wachs gegossen, bis sie schlussendlich in Bronze ihre finale Form fand.

 

Ziel der Bildhauerin war es nicht, eine völlig realistische dreidimensionale Abbildung zu schaffen, sondern zwischen verschiedensten Abstraktionsgraden zu spielen. Abate suchte und fand dabei ihre eigene Interpretation des Miltacher Pfarrpatroziniums. Die Schwierigkeit lag darin, eine Komposition zu schaffen, in der die wichtigsten Elemente des „Kirtas“ vorhanden sind, auch wenn sie zeitlich versetzt stattfinden. So entwickelte Abate ein Zusammenspiel, welches die zentralsten Elemente des Martiniritts auf seine eigene Art und Weise visualisiert. Obwohl die Plastik als Relief angeordnet ist, treten wichtige Elemente plastisch heraus, so dass die Licht- und Schattenwirkung verstärkt wird. Abate verewigte dadurch wesentliche Symbole und Szenen des Miltacher Martiniritts in ihrer Darstellung, welche zukünftig an der Außenwand der Pfarrkirche St. Martin zu betrachten ist.

 

Martiniritt Miltach 2019 1   Martiniritt Miltach 2019 2

 

Nach der Ansprache des Bürgermeisters Johann Aumeier beschrieb Abate zunächst in ein paar einführenden Worten ihre Beweggründe und die Ideen, die ihr beim Erstellen der Szenerie durch den Kopf gingen. Als Kind der Gemeinde und eine der ersten Ministrantinnen in der Miltacher Pfarrkirche ist sie eng mit dem Gotteshaus und seiner Kirchengemeinde verbunden.

 

Nachdem die künstlerische Darstellung schließlich enthüllt wurde, ging wahrlich ein raunen durch die anwesende Menschenmenge. Überrascht und begeistert von der hervorragenden Darstellungsweise zollten die politischen und geistlichen Würdenträger, ja alle Gläubigen der Künstlerin ihre Hochachtung über das geschaffene Kunstwerk. Bischof Rudolf Voderholzer war es vorbehalten, der Darstellung zum Martiniritt seinen kirchlichen Segen zu erteilen. Der Würdenträger besprengte es, nach den Segensgebeten, mit Weihrauch und Weihwasser.

 

Gewiss über viele, viele Jahre hinweg soll die Rittszene vor dem Kircheneingang die Gläubigen und Besucher des Gotteshauses an den Miltacher Martiniritt erinnern. An jenen besonderen Ritt, an dem der Bischof aus Regensburg mit dabei war und zusammen mit den Gläubigen aus dem Regental den Festgottesdienst und die Prozession zelebrierte.

 

 

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

[Videobeitrag der Kötztinger Zeitung]

Foto zur Meldung: Jubiläumsrelief zum Festtag durch Bischof Voderholzer gesegnet
Foto: Martinritt Miltach 2019

300 Jahre Martiniritt in Miltach - Pontifikalgottesdienst und Prozession

(09. 11. 2019)

300 Jahre Martiniritt in Miltach

Ein großes Kulturgut: Patrozinium mit Martiniritt  

225 Reiter trotzten dem Regen – Pontifikalgottesdienst und eucharistische Prozession

 

Alles war auf das Beste durch Pfarrei und Gemeinde für das Festgeschehen in Miltach, die Feier des Pfarrpatroziniums mit eucharistischer Prozession und Martiniritt, der seit 300 Jahren durchgeführt wird, vorbereitet. Nur das Wetter spielte am Samstag nicht mit, es regnete leicht aber unablässig. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer war Festprediger und zelebrierte mit weiteren 8 Klerikern den Patroziniumsgottesdienst in der St. Martinskirche, die Blaskapelle unter Leitung von Sepp Pielmeier gestaltete mit der „Haydnmesse“ und feierlichen Chorälen diesen beeindruckend mit. 225 Reiter auf  herausgeputzten Pferden ritten zur Ehre des Hl. Martin, der Prozession folgten zu Fuß die Vereine, die Geistlichkeit mit dem Allerheiligsten, Ehrengäste und die übrige Bevölkerung. Bürgermeister Johann Aumeier ehrte Otto Gerstl aus Bad Kötzting für 50-malige und Daniel Nemmer für 25-malige Rittteilnahme. Der Bischof segnete das Bronzerelief, geschaffen von der Miltacher Künstlerin Marion Abate, das Szenen aus dem Miltacher Martiniritt darstellt und nun das Kirchenportal schmückt.

 

Das Kirchenpatrozinium mit Martiniritt und Prozession ist ein kirchliches und auch weltliches Fest. Die in den Farben gelb-weiß festlich geschmückte St. Martinskirche füllte sich am Samstag zum Gottesdienst mit zahlreichen Vereinsmitgliedern, die mit ihren Fahnen zur Blasmusik zum Gotteshaus zogen, und weiteren Pfarrangehörigen, Repräsentanten der Öffentlichkeit und Gästen aus nah und fern. Zu einer Festfanfare schritt die Geistlichkeit mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Ortspfarrer BGR Augustin Sperl, Bad Kötztings Stadtpfarrer und Dekan Herbert Mader, dem früheren Seelsorger in Miltach Johann Six, Pfarrer Kilian Limbrunner aus Chamerau, Pater John aus der Nachbarpfarrei Harrling-Zandt-Altrandsberg, dem aus der Pfarrei Miltach stammenden Pfarrer Jürgen Eckl,  Pfarrer BGR Gotthard Weiß aus dem Bistum Passau und Diakon Martin Peintinger zum Altar. Pfarrer Sperl begrüßte alle Kirchenbesucher, besonders den H.H. Bischof Voderholzer und drückte seine Freude darüber aus, dass er als Oberhirte das heutige Patrozinium mit „300 Jahre Martiniritt“ mitfeiert, einem Brauch, wo seit Jahrhunderten in der Prozession das Allerheiligste mitgetragen wird. Des Ortsgeistlichen Gruß galt auch den Repräsentanten der Öffentlichkeit, darunter Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, MdL Dr. Gerhard Hopp sowie allen Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden.

 

Martiniritt Miltach 2019 2    Martiniritt Miltach 2019 3
     
Martiniritt Miltach 2019 4   Martiniritt Miltach 2019 5

 

„Ein Haus voll Glorie schauet“

Der Bischof drückte aus, dass er sehr gerne der Einladung zu diesem Jubiläum nachkomme. Es sei das erste Mal, dass er hier in der Kirche die Eucharistie feiern, die eucharistische Prozession begleiten und den Segen spenden darf. Auch richtete er seinen Gruß an alle Kirchenbesucher. „Wenige Tage vor dem offiziellen Gedenktag des hl. Martin wird der Brauch hier vollzogen Wir wollen heute auf den schauen, dem auch der hl. Martin nachgefolgt ist und in seinem Leben und-Sterben verherrlicht hat, auf Christus unserem Herrn“. Die Lesung und die Fürbitten trug Gottfried Heigl vor, die Psalmen sang Simon Meier. Diakon Martin Peintinger verkündete das Evangelium nach Matthäus mit der Aussage: Ich sage euch, was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

 

 

Des Hl. Martins Botschaft

„Wir dürfen 2 Tage voraus das Fest des hl. Martin feiern, des großen Bischofs aus dem 4./5.Jahrhundert und einem der beliebtesten Heiligen in der Kirche. Was die Legende berichtet spielt nicht aus der Zeit als Martin schon Bischof war. Das Ereignis spielt in der Phase seines Lebens, wo er nicht einmal getauft war, sondern auf dem Weg war Christ zu werden. Ein Taufbewerber, der gerade dabei ist zu lernen was es heißt ein Christ zu sein, um dann die Taufe zu empfangen. Damals wurden erst Mal die Erwachsenen getauft, die dann ihre Kinder im Christsein unterrichteten. Es war eine Zeit der Vorbereitung, ähnlich dem Religionsunterricht. Das Wichtigste war kennen zu lernen, wer Christus eigentlich ist. Erst nach der Taufe nehmen die Katechumenen an der Eucharistie teil. Gott hatte noch großes mit Martin vor, das ist der Hintergrund für die Szene der Darstellung Hl. Martin/Bettler. Martin war vermutlich ein Offizier, kehrt von seinem Dienst zurück und sieht zu Füßen seines Pferdes am Straßenrand einen Bettler. Die Stimme des Gewissens sagte ihm was er tun muss und teilt seinen Mantel. In der Nacht hat Martin einen Traum, ein Gesicht: Es erscheint ihm Jesus Christus und hat das Mantelstück, das Martin verschenkte, umgelegt. Martin wird klar, in diesem Bettler ist er Christus begegnet. Die Stimme des Gewissens begegnet uns in jedem Menschen der unserer Hilfe bzw. eine Form der Zuwendung bedarf. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Vorbereitungsweg zur Taufe“, so der Bischof.

 

Der Bischof meinte, der Hl. Martin ist ein Vorbild und Beispiel ein guter Christ zu werden. „ Dank den Miltachern, da sie das Pfarrpatronat hoch halten und in Erinnerung rufen. Aus dieser Szene hat sich der Martiniritt entzündet. Das Pferd ist hineingenommen worden in das Martini-Brauchtum; wir werden viele stolze und geschmückte Pferde sehen, die uns erinnern, dass der hl. Martin auf einem Pferd geritten ist und das wunderbare Zeichen der Nächstenliebe gesetzt hat. Ich danke von Herzen allen, die das Brauchtum fortgeführt haben. In diesem Sinne gibt es auch eine neu gestaltete Erinnerungstafel an der Kirche. Es ist eine Freude zurückblicken zu dürfen auf 300 Jahre Martiniritt. Ein weiteres Jubiläum hat der Trachtenverein, dessen Mitglieder seit 50 Jahren das Allerheiligste begleiten“.

 

Die Blaskapelle spielte unter anderem Lieder der Haydn-Messe und majestätische Choräle. Nach dem Martinslied, begleitet von Christian Hartl an der Orgel, segnete Bischof Voderholzer eine Erinnerungsfahne für 25-malige und ein Erinnerungsband für 50-malige Ritt-Teilnahme.

 

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Historisches Ereignis: 300 Jahre Martiniritt

Die Kirchenglocken läuteten zur anschließenden Prozession. Dem Vorreiter Franz Martin mit dem Kreuz folgten die weiteren 224 Reiter auf herausgeputzten Pferden, die wertvolles Zaumzeug trugen, oftmals auch geschmückt mit Kränzchen aus Papierröserl. Die stolzen Rösser und deren Reiter, meist in Tracht, waren eine Augenweide für die trotz des Regens zahlreich am Straßenrand stehenden Besucher. Den Reitern aus der Gemeinde Miltach folgten die aus den Nachbargemeinden und eine Abordnung aus der Pfingstrittstadt Bad Kötzting mit leitendem Zugordner Sepp Barth. Die schweren Kaltblüter, eleganten Sportpferde und weißmähnigen Haflinger, sowie einige Ponys waren ein prächtiger Anblick. Sehr gut gefielen gleiche Reitergruppen.

 

Betend zogen sie in Richtung Mariahilf-Kapelle. Den Pferden folgten die übrigen Teilnehmer zu Fuß. Hinter der Blaskapelle reihten sich die großen Abordnungen der Vereine ein. Danach schritten die Geistlichkeit mit dem Allerheiligsten unter dem Traghimmel, die Ehrengäste, die MMC und die KDFB-Abordnung und weitere Pfarrangehörige.  Die Fürbitten und Litaneien wechselten auf dem Weg ab, vorgetragen von Alois Pielmeier.

 

Die Fußgänger verweilten vor dem geschmückten Feldaltar bei der Mariahilf-Kapelle, während die Martinireiter in Richtung Tiefental weiter zogen, dort umkehrten und beim Vorbeireiten in Höhe des Feldaltars vor dem Allerheiligsten ehrfurchtsvoll den Hut zogen. Nach dem Johannes-Evangelium und dem eucharistischen Segen nahm die Prozession den weiteren Weg auf der Staatsstraße zurück zur Kirche. Vor dem Portal erteilte Bischof Dr. Voderholzer den Segen mit dem Allerheiligsten und den für die Pferde mit der Martinsreliquien-Monstranz. Das Tedeum drückte das Lob zum kirchlichen Festgeschehen aus.

 

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Dank der Gemeinde

Im Namen der Gemeinde dankte Bürgermeister Johann Aumeier dafür dass alle Beteiligten trotz des Regens aushielten und dankte dem H.H. Bischof, BGR Augustin Sperl und der weiteren Geistlichkeit, dem Gemeindereferenten, den Ehrengästen Landrat Löffler, Dr. Gerhard Hopp, Rektorin Ulrike Nauen, Bürgermeister Ludwig Klement aus Zandt, Bürgermeister Stefan Baumgartner (Chamerau), stellvertretenden Bürgermeister Speckner (Blaibach), der starken Bad Kötztinger Reiter-Abordnung, der Polizei-Dienststelle Bad Kötzting und dem BRK, Miltachs Ehrenbürger Gottfried Heigl,  den Gemeinde- und Kirchenvertretern, den Vereinen und allen Teilnehmern für die Mitfeier und sprach den Martinireitern seine Anerkennung aus. Letztere erhielten anlässlich „300 Jahre Martiniritt in Miltach“ eine Erinnerungs-Medaille. Großer Dank galt der Blaskapelle. Mit der kräftig gesungenen Bayernhymne schloss die Feier vor der Kirche.

 

Ehrung langjährige Martinireiter

Im Verlauf des Pontifikalgottesdienstes hatte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer eine Reiterfahne und ein Erinnerungsband gesegnet, die an langjährige Martinireiter verliehen werden. „Sie reiten seit vielen Jahren bei der Prozession zu Ehren des Kreuzes und des hl. Martin. Gott möge ihre Treue lohnen und sie einst zur Glückseligkeit führen“, so der Bischof.

 

Bürgermeister Johann Aumeier drückte in seiner Ansprache am Samstag zum Abschluss des Jubiläums „300 Jahre Martiniritt“  die Freude darüber aus, dass sich heuer 225 Reiter beteiligten, die damit ihre große Verbundenheit zur Miltacher Tradition zeigen. Der Gemeindechef ehrte vor den versammelten Reitern und Prozessionsteilnehmern Daniel Nemmer aus der Familie des örtlichen Busunternehmens für seine 25-malige Teilnahme als Martinireiter mit der Überreichung einer Reiterfahne. Der Pferdefreund darf diese künftig mitführen.

 

Der Landwirt Otto Gerstl aus Bad Kötzting reitet nicht nur beim Kötztinger Pfingstritt mit, er sitzt auch schon 50 Mal als Martinireiter im Sattel; der Bürgermeister wertschätzte dies und übergab ihm ein Erinnerungsband für seine Reiterfahne. Beide Jubiläumsreiter bedankten sich nach dem verklungenen Applaus der Prozessionsteilnehmer „für die Ehre und Auszeichnung“. Johann Aumeier wünschte, dass die Geehrten auch weiterhin am Martiniritt teilnehmen.

 

Ein weiterer Programmpunkt des festlichen Tages war der Eintrag des Bischofs in das Ehrenbuch der Gemeinde. Die künstlerische Gestaltung der Buchseite stammt von Hans Höcherl mit Text und Portrait. „Schneidige Musik gehört zum Kirta“, damit begann Bürgermeister Aumeier sein Grußwort in der Mehrzweckhalle, die zu diesem Anlass aufwendig dekoriert war. Der Dank des Sprechers galt allen, die zum Gelingen des Festtages beitrugen. Er gratulierte der Miltacherin Marion Abate für die thematisch gut gelungene Umsetzung von Ritt und Prozession in dem vorher von Bischof Voderholzer gesegnetem Relief, das vielleicht Jahrhunderte Miltachs Kirchenaußenwand schmücken wird.

 

Pfarrer Sperl dankte dem hohen Würdenträger aus Regensburg für sein Kommen und Mitfeiern. Als Erinnerung erhielt er einen Originaldruck mit der Grafik vom Ritt. Landrat Löffler war vom Inhalt und Ablauf des Patronatstages begeistert. „Wie die Miltacher mit ihrem Fest umgehen ist anerkennenswert“. Es bedeutet ihnen sehr viel und es soll unbedingt in der jetzigen Form mit seinem christlichen Inhalt bewahrt werden.

 

Zur Feier des weltlichen Kirchweihtages war Familie Laumer in der Mehrzweckhalle gerüstet. Die Kirtastände wurden von den Kindern gerne besucht. Die Junge Union hatte heiße Getränke bereit. Am Nachmittag bewirtete der Trachtenverein mit Kaffee und Kuchen und hatte abends wieder eine Kirchweihmusik im Angebot, bei dem die „6 lustigen 5“ aufspielten.

 

Text: Monika u. Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Christain Röhrl, Miltach, sowie Erwin Vogl, Miltach

[Bericht des Bistum Regensburg]

[Videobeitrag der Kötztinger Zeitung]

Foto zur Meldung: 300 Jahre Martiniritt in Miltach - Pontifikalgottesdienst und Prozession
Foto: Martinritt Miltach 2019

Allerheiligen und Allerseelen in der Pfarrgemeinde gefeiert

(03. 11. 2019)

Von Allerheiligen und dem Gedenken an die Verstorbenen

Allerheiligen, ein Tag der Freude und des Gedenkens – Abschied und Wandlung – Gräberbesuch und Segnung

 

Während der Vormittag des Allerheiligenfestes an die ganz vielen Menschen erinnert, die durch ihr außerordentliches, christliches Leben ein Vorbild für alle Christen sind und davon Zeugnis gaben, galt das Gedenken der Kirchenbesucher bei der Andacht am Nachmittag dieses Feiertages ihren verstorbenen Angehörigen, Verwandten und Freunden, die liebe Wegbegleiter waren.

 

„Viele Menschen ängstigt der Gedanke an den Tod. In Allerheiligen sieht die Kirche ein Fest gegen die Angst und den Tod. Wir Christen feiern die Gemeinschaft der Vollendeten; das Fest sagt uns, das Leben mündet ein in Gott“, so eröffnete Pfarrer BGR Augustin Sperl den Pfarrgottesdienst am Vormittag.

Am frühen Nachmittag war die Pfarrkirche „St. Martin“ erneut recht gut besetzt, zum Allerseelenrosenkranz und zur anschließenden Andacht, die Pfarrer BGR Augustin Sperl unter das Thema „Was ist los nach dem Tod“ stellte. Alois Pielmeier sprach die Fürbitten, welche hinwiesen auf das, was den Menschen nach seinem Tod erwartet.

 

Allerheiligen Miltach 2019 3    Allerheiligen Miltach 2019 2

 

„Ich weiß auch nicht, wie es nach diesem Leben sein wird, aber wir Christen glauben, dass sich im Sterben die Seele vom Körper trennt. Sie ist unsterblich, weil sie ein Teil von Gott ist. Im Sterben geht unsere Seele heim zu Gott. Gott schenkt uns eine Heimat bei ihm.“, so Pfarrer Sperl in seiner Ansprache. „Wohnung und Heimat wünscht sich jeder. Damit verbinden wir die Vorstellung von Geborgenheit, Schutz und die Nähe guter Menschen. Es wird keine Einsamkeit mehr geben, keine Verzweiflung und keine Hoffnungslosigkeit. Dann glauben wir, dass uns am Ende das Tor zum Himmel aufgeschlossen wird und unser Leben unvorstellbar neu erblüht und eine Heimat haben, voll Hoffnung und Glückseligkeit.“

 

Allerheiligen Miltach 2019 1    Die Verstorbenen haben ihren irdischen Pilgerlauf vollendet. Das Gedenken galt ihnen, besonders auch denen, die seit Allerheiligen 2018 verstorben sind. Es wurde eine Kerze vor dem Altar entzündet und die große Glocke vom Kirchturm läutete dabei für Edeltraud Ruhs (92 Jahre), Josef Irlbeck (82 Jahre), Josef Wanninger (82 Jahre), Alois Aich (86 Jahre), Anna Schneider (91 Jahre), Siegfried Meinert (54 Jahre), Hildegard Alt (80 Jahre), Ludwig Brunner (65 Jahre), Maria Mössinger (72 Jahre), Dr. Johann Helmbrecht (71 Jahre), Elisabeth Schiedermeier (95 Jahre), Ludwig Martin (85 Jahre), Albin  Christl (86 Jahre), Philipp Hielscher (24 Jahre), Hildegard Weber (81 Jahre) und Waltraud Kindermann (71 Jahre). Die Lieder bei der Andacht begleitete Christian Hartl an der Orgel.

 

Die Pfarrangehörigen und die vielen auswärtigen Besucher begaben sich danach zum Friedhof. Vor dem Leichenhaus sprach Pfarrer Augustin Sperl die Gebete zum Gedenken an die Verstorbenen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Sehr würdevoll spielte eine Bläsergruppe um Josef Pielmeier Choräle. Abschließend besprengten die Gläubigen ihre Gräber mit Weihwasser und der liturgische Dienst ging mit dem Weihrauch durch die Gräberreihen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Allerheiligen und Allerseelen in der Pfarrgemeinde gefeiert
Foto: Allerheiligen Miltach 2019

Pilgermadonna von Fatima zu Gast in Miltach

(26. 10. 2019)

Die Pilgermadonna aus Fatima war zu Gast in Anzenberg

Festliche Fatimaandacht im Kerzenschein und Lichterprozession

 

In diesen Tagen ist die Fatima-Pilgermadonna für Deutschland an vielen Orten im Bistum Regensburg zu sehen. Anfang September hat die Pilgerreise der Muttergottesstatue durch das Bistum begonnen und dauert noch bis in den November hinein.

 

Die Statue ist für Deutschland einzigartig, denn es ist die einzige von einem Papst geweihte Fatima-Muttergottes hierzulande. Sie wurde am 13. Mai 1967 anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Marienerscheinungen von Fatima durch Papst Paul VI. speziell für Deutschland geweiht. Die Statue wurde dem Fatima-Weltapostolat U. L. F. in Deutschland e. V. zur Betreuung übergeben. Im vergangenen Jahr, kurz nach dem einhundertsten Jahrestag der Marienerscheinungen, wurde die Tradition der Pilgerschaft dieser einzigartigen Statue in einigen norddeutschen Diözesen mit großem Erfolg wieder aufgenommen.

 

Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 5    Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 8

 

Anliegen dieser Reise der Pilgermadonna ist es, der Botschaft von Fatima neues Gehör zu verschaffen, um den Frieden in der Welt zu beten, das Rosenkranzgebet zu fördern und die Liebe zur Gottesmutter in den Herzen der Gläubigen zu stärken. In Zeiten des Umbruchs und der zunehmenden Bedrängnis kann die Botschaft der Gottesmutter Handlungssicherheit und Vertrauen geben.

 

Am Mittwoch Abend war die Figur schließlich auch in der Pfarrgemeinde Miltach. Der einzige Termin im Dekanat Kötzting und darüber hinaus. Um 19 Uhr wurde an der Kapelle eine Fatimaandacht gebetet. Anschließend führte eine Lichterprozession im Kerzenlicht mit der Pilgermadonna durch den Ort Anzenberg. Zahlreiche Gläubige haben sich eingefunden und haben mit gebetet und mit gesungen.

 

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Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 2   Pilgermadonna Fatima Miltach 2019 1

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

(mit Ausschnitten aus von der Homepage des Bistum Regensburg)

Foto zur Meldung: Pilgermadonna von Fatima zu Gast in Miltach
Foto: Pilgermadonna Fatima Miltach 2019

Sanierung der Maria-Hilf-Kapelle geht recht gut voran

(25. 10. 2019)

Die Maria-Hilf-Kapelle wird derzeit umfassend saniert

Der Zahn der Zeit nagte am Bauwerk – Sanierung ist eine dringende Maßnahme

 

Die Maria-Hilf-Kapelle an der Kötztinger Straße ist das Gebäude, welches die Autofahrer und Radfahrer und Fußgänger, die aus dem Regental kommen, am Ortseingang von Miltach begrüßt. Seit gut sieben Wochen regt sich um die Kapelle eine rege Bautätigkeit.

 

Die Kirchenstiftung Miltach als Bauträger hat in jahrelanger Vorbereitung und Planung, zusammen mit dem Architekturbüro Schnabel und Partner aus Bad Kötzting, dem Baureferat der Diözese Regensburg und in Absprache mit der Gemeinde und dem Landesamt für Denkmalpflege am Landratsamt in Cham, nun endlich die dringend notwendige Sanierung in Angriff genommen. Starker Regen und Hagel, sowie Sturm und der Frost des Winters, haben dem Kirchengebäude in den letzten Jahren arg zugesetzt. Das Dach war mittlerweile undicht geworden und das Regenwasser konnte in das Gebäudeinnere eindringen. In Abstimmung mit der Gemeinde Miltach und nach notarieller Beglaubigung wurde auch die Grundstücksfrage eindeutig geklärt. Das Gebäude also vermessen und der hölzerne Vorbau, sowie ein Umgriff um das Gebäude, von der Kirchenstiftung Miltach erworben. Die Baumeisterarbeitung konnten von der Firma Johann Wutz Anfang September aufgenommen werden. Eine Entwässerungsdrainage wurde vorbereitet. Zusammen mit dem Ingenieurbüro Bräutigam aus Nabburg und dem Kirchenmaler Andreas Richter konnten die Analysen im Laufe des Jahres vorbereitend getätigt werden. Zurzeit sind die Mitarbeiter der Zimmerei Matthias Röhrl damit beschäftigt, den Dachstuhl zu reparieren und die Holzbedachung wieder instand zu setzen. Die kleine Glocke und die Vorrichtung zum Läuten, wurde von der Turmuhrenfabrik Georg Rauscher aus Regensburg gewartet und zwischenzeitlich schon wieder installiert. Die Kirchenmaler und Restauratorenarbeiten werden von der Firma Thomas Prock aus Regenstauf durchgeführt. Der Putz Außen wurde fachgerecht abgetragen. In den letzten Tagen dann wieder neu aufgebracht und bereits verputzt. Jetzt können sogar schon die Arbeiten im inneren der Kapelle begonnen werden. Die Spenglerarbeiten führt die Firma Strobl aus Zandt aus. Die Gerüstarbeiten werden von der örtlichen Malerfirma Zollner erledigt.

 

Für die Verantwortlichen in der Kirchenverwaltung war es ein großes Anliegen, die alte Kapelle vor größerem Schaden zu bewahren. Darum wurde in Jahrelanger Vorbereitung daraufhin gearbeitet, dass bis zum Martiniritt, der in diesem Jahr auf 300 Jahre zurückblicken kann, das äußere der Kapelle wieder in neuem Glanz erstrahlt. Die Innensanierung mit dem alten Deckengemälde, wird sich dann noch bis in das kommende Jahr 2020 hinziehen.

 

Die Geschichte der Maria-Hilf-Kapelle

Alle Jahre finden sich im Monat Mai Beter und Marienverehrer in der kleinen Kapelle zu Maiandachten ein. Die benachbarten Familien sind es auch, die sich das ganze Jahr über für die Pflege der Kapelle und deren Umfeld einsetzen. Sie mähen den Rasen und sorgen für frischen Blumenschmuck am Altar. Neben den Maiandachten hat die Kapelle keine weitere liturgische Funktion im Jahresablauf, außer am Kirchweihfest, wenn der Martiniritt hier eine geistliche Station einlegt, da das kleine Gotteshaus die passende Kulisse bietet.

 

Bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Maria-Hilf-Kapelle noch ganz allein an der Kötztinger Straße, etwa 300 Meter vom Miltacher Ortsrand entfernt. Erst um das Jahr 1948 begann hier rege Bautätigkeit in der inzwischen auf etwa 30 Wohngebäude angewachsenen Kapellensiedlung. Der Bau der Kapelle geht höchstwahrscheinlich auf das Jahr 1780 zurück, wie aus einer Kalksteinplatte über dem Eingang zu lesen ist. Das steinerne Dokument enthält neben dem Wappen der damaligen  Schlossbesitzer die Inschrift: „I. N. W. F. v. S. V. M. H. et K. A. 1780“. Diese Buchstaben stehen für „Johann Nepomuk Wenzel Freiherr von Schönprunn auf Miltach, Heitzelsberg und Krailing“. Im Oktober 1921 wurde die schenkungsweise Übertragung des Eigentumsrechts der Kapelle durch den Besitzer Josef Kyrein an die Kirchenstiftung notariell verbrieft. Kyrein aus Unterbiberg bei München war damals Schlossherr von Miltach.

 

In „Kunstdenkmäler Bayern, Bezirksamt Kötzting“ wird 1922 für den Sakralbau ein kleiner, rechteckiger, flachgedeckter Innenraum mit Rundchor angegeben. Die Einrichtung bestand damals hauptsächlich aus einem Rokokoaltärchen  aus der Zeit um 1780. Das Deckenfresko stellt die heilige Familie bei der „Rückkehr aus Ägypten“ dar. Ein weiterer Schmuck ist das verschlungene Marienmonogramm an der Decke. Vier Fenster erhellen den Innenraum.

 

Bis zum 2. Weltkrieg befanden sich in dem sechseckigen Türmchen noch zwei kleine Glocken, von denen die ältere nach den Aufzeichnungen von Expositus Holzgartner vermutlich einen  kunstgeschichtlichen hohen Wert besaß. Der untere Durchmesser betrug 27 Zentimeter. Die weiter oben hängende Glocke ohne Inschrift war von neuerem Datum. Sie wog 18 Kilogramm. Allem Anschein nach goss sie 1837 Josef Anton Spannagl in Regensburg.

 

Eine Chronik berichtet, dass die Kapelle irgendwann durch Blitzschlag abbrannte. Da sich Freiherr von Schönprunn in finanziellen Schwierigkeiten befand und sich nicht um den Wiederaufbau kümmerte, übernahmen die Ortsbewohner selbst die Instandsetzung. In der Pfarrregistratur gibt es folgendes Protokoll über den Vorgang: „Michl Zankl von Schwarzendachsberg sagte am 28. Oktober 1895 aus. Die Kapelle wurde 1831 wieder erbaut und im Advent 1831 durch Pfarrer Xaver Eibl aus Chamerau eingeweiht. Das benötigte Holz  schenkte Baron Schönprunn. Die Steine brachten die Einwohner von Miltach, Höhenried, Kreuzbach und Oberndorf unentgeltlich. Den Kalk kaufte Matthias Zankl, ein gebürtiger Miltacher, der bei Graf Preysing, Moos, als Hausmeister angestellt war“. Von der Firma Richter konnten diese Angaben durch Putzanalysen und Befundungen in den letzten Monaten bestätigt werden. Eine ausführliche Beschreibung dazu wurde erstellt und der Kirchenstiftung Miltach zur Verfügung gestellt.

 

Schon vor vielen Jahren waren laufend größere Renovierungen und kleinere Ausbesserungen notwendig, so zum Beispiel 1938 und 1975. Bei der letzten Renovierungsarbeit wurde ein Glasbehälter entdeckt, in dem sich ein Schriftstück mit folgendem Text befand: „Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Im Jahre des Heils, im 17. Jahr der glorreichen Regierung Sr. Heiligkeit des Papstes Pius XI., als Exzellenz Dr. Michael Buchberger, Bischof von Regensburg, Gottfried Wensauer, Expositus in Miltach war, als Adolf Hitler Kanzler des Deutschen Reiches, Karl Griesbeck kommissarischer Bürgermeister von Miltach war, konnte im Juli und August die Mariahilf-Kapelle bei Miltach dank des Opfersinns der Expositurangehörigen gründlich restauriert werden. Diese Kapelle sei fernerhin allen die vorübergehen, eine erfolgreiche Einladung zum Lobe Gottes und zum Vertrauen auf unsere himmlische Mutter, jedem, der hier gläubig betet, werde Trost, Segen und Gnade zuteil! Kirchenverwaltung Miltach: Alois Wanninger, Oberndorf;  Johann Früchtl, Eben;  Xaver Holzfurtner, Miltach;  Paul Vogl, Oberndorf;  Ludwig Breu, Miltach.“ Bei diesen Arbeiten vor dem 2. Weltkrieg bekam das sechseckige Türmchen vermutlich auch seine Blechverkleidung. Im Jahr 1951 kam wieder eine kleine Glocke in den Turm, nachdem die frühere für Rüstungszwecke abgeliefert werden musste. Bei einer sehr gründlichen Sanierung im Jahr 1975 erhielten der Turm und das Dach einen Belag aus Holzschindeln. Im Jahr 2002 wurde auf Veranlassung des früheren Pfarrer Konrad Friedrich die Frontseite zur Straße hin durch eine Holzverschalung und ein Fenster vollständig geschlossen.

 

Wenn die Sanierungsarbeiten in den kommenden Wochen außen abgeschlossen werden können, dürfen sich die Einheimischen und auch die Gäste wieder auf ein kleines Schmuckstück freuen, das sie am Ortseingang von Miltach begrüßen wird.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl

Foto zur Meldung: Sanierung der Maria-Hilf-Kapelle geht recht gut voran
Foto: Maria-Hilf-Kapelle zur Sanierung 2019

Bilderabend zum Martiniritt war ein großer Erfolg

(22. 10. 2019)

Martiniritt ist gelebtes Brauchtum in Miltach

Zahlreiche Interessierte kamen zum Bilderabend in das Pfarrheim

Gastgeber für den Bilderabend am Freitag Abend waren die Gemeinde und die Pfarrgemeinde Miltach. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche trafen sich Martinireiter, Pfingstreiter und zahlreiche Interessierte aus Miltach und Umgebung zum geselligen Abend im Pfarrheim. Bürgermeister Johann Aumeier begrüßte alle Anwesenden. Er dankte der Pfarrgemeinde und den Martinireitern für die Organisation des Abends. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarrgemeinde sind für den Rathauschef der beste Beweis dafür, dass der Zusammenhalt und der Gemeinschaftssinn im Ort so lebendig werden. Christian Röhrl dankte er für die gute Unterstützung und die hilfreichen Ideen, sowie der Mesnerfamilie Röhrl für ihre Sorge um die örtliche Pfarrkirche. Nach einer kleinen Brotzeit und guter, bayerischer Blasmusik von der Blaskapelle „Weißblau Königstreu“ unter der Leitung von Josef Pielmeier, eröffnete Erwin Vogl den Bilderreigen.

In diesem Jahr kann die Pfarrei Miltach am 9. November auf 300 Jahre Martiniritt zurückblicken. Der Ort freut sich schon heute auf den Besuch von Bischof Voderholzer aus Regensburg. Für den örtlichen Berichterstatter Vogl war es an diesem Abend jedoch eine ganz gute Gelegenheit, mit Fotos auf diese lange Tradition in der Regentalgemeinde zu schauen. Zahlreiche farbige und schwarzweiße Aufnahmen belegten die lange christliche Tradition und die tiefe Verbundenheit des Ortes zu seinem Schutzpatron, den Heiligen Martin und zum Martiniritt. Immer wieder gab es Diskussionen um Personen, die auf den alten Aufnahmen zu sehen waren. Fesche Reiter und zahlreiche geistliche Würdenträger waren zu erkennen. Gerade für die jüngeren Anwesenden eine sehr gute Gelegenheit, das, was sich im Ort seitdem geändert hat, zu sehen und von dem, was Miltach gemäß seiner Tradition lebt, zu erfahren.

Bilderabend Martiniritt 2019 1    Bilderabend Martiniritt 2019 2

In einem weiteren Teil war es dann Christian Röhrl, der den wohl ältesten Beweis des Martinirittes in der Regentalgemeinde zeigte. Er konnte den interessierten Personen Aufnahmen vom Martiniritt aus dem Jahre 1936 vorführen. Gespannt wurde das damalige Geschehen im Ort verfolgt. Nach dem Martiniritt-Film gab es schließlich noch weitere Aufnahmen von Erwin Vogl, der einen spannenden Filmbeitrag vom Bahnhof Miltach, aus den Jahren 1977 und 1978 zeigte. Reges Treiben und stetiger Zugverkehr konnten auf dem damals größten Nebenbahnhof Bayerns bestaunt werden.

Text und Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Bilderabend zum Martiniritt war ein großer Erfolg
Foto: Bilderabend Martiniritt 2019

Martinireiter gedenken seiner verstorbenen Reiter

(21. 10. 2019)

Verstorbene Reiter sind nicht vergessen

Die Martinireiter feierten ihren Jahrtagsgottesdienst – zum 300. Mal. Pfarrer Augustin Sperl segnete die Jubiläums-Medaillen.

Die Feier des Kirchenpatronats mit anschließendem Martiniritt und eucharistischer Prozession findet heuer am Samstag, 9. November, statt. Da es den Miltacher Martinireitern am Festtag nicht möglich ist, den Patroziniumsgottesdienst zu besuchen, fanden sie sich am Freitag zu ihrem Jahrtagsgottesdienst ein. Sie waren in ihrer traditionellen Reitertracht gekleidet, die wertvolle Standarte führte Walter Graßl mit. Auch eine große Abordnung Kötztinger Pfingstreiter und Miltachs Bürgermeister Johann Aumeier feierten den Martinireiter-Jahrtag.

 

Unter musikalischer Begleitung der Blaskapelle Weißblau-Königstreu betraten die Miltacher Martinireiter die St. Martinskirche und nahmen ihre Plätze ein. Das beim Volksaltar aufgestellte Gedenkbrett und der mit gelbweißen Papierröserln geschmückte Wacholderstrauß waren weiter äußere Zeichen des Jahrtagsgottesdienstes.

 

Jahrtag Martinireiter Miltach 2019 1    Jahrtag Martinireiter Miltach 2019 3

 

Zu Beginn hörten die Kirchenbesucher eine festliche Eröffnung. Dann begrüßte Pfarrer Augustin Sperl die Kötztinger Pfingstreiter und die Miltacher Martinireiter. „Letztere sind heute in großer Gemeinschaft versammelt, um ihren Jahrtag zu begehen und hierbei besonders den verstorbenen Martinireitern zu gedenken. Sie haben Zeugnis abgelegt für Jesus Christus. Die Pfarrei Miltach schaut heuer auf die lange Tradition des nun 300-jährigen Martiniritts zurück. Viele sind uns im Tod vorausgegangen, sie sind mit uns durch das Bindeglied Jesus Christus verbunden“, so der Geistliche. Auch eine Fürbitte galt den Verstorbenen, die viele Jahre am Miltacher Martiniritt teilgenommen und das Allerheiligste begleitet haben.

 

Die Mantelteilung des hl. Martin sei für die Kinder ein besonderes Beispiel der Nächstenliebe, für uns Erwachsene eine Aufforderung, spontan Gutes zu tun, um die Not eines Menschen zu lindern. Pfarrer Sperl wies zum Ende des Gottesdienstes darauf hin, dass anlässlich des 300-jährigen Jubiläums sich die Pfarrei und die Gemeinde entschlossen hatten, eine Medaille anfertigen zu lassen. Eine Seite zeige hier auf die bekannte Mantelteilung des Heiligen, die andere Seite das Gemeindewappen mit der Schrift: Gemeinde Miltach – Bayern. Die Medaille wird heuer den teilnehmenden Martinireitern zum Dank übergeben. Es sind 300 Stück vorhanden, bei Bedarf werden weitere bestellt. Pfarrer Augustin Sperl segnete und weihte diese.

 

Jahrtag Martinireiter Miltach 2019 2   Die Totenehrung leitete ein Grablied ein, danach dankte Franz Martin als Sprecher der Miltacher Martinireiter dem Geistlichen sowie der Blaskapelle für die Gestaltung der Messfeier, ebenso der Familie Röhrl für die Aufstellung des Gedenkbretts für die verstorbenen Reiterfreunde in Nähe des Volksaltares. „Dass Menschen uns verlassen, kann man nicht verhindern, aber man kann verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten. Deshalb gedenken wir heute allen verstorbenen Martinireitern, sie ritten zur Ehre des Kreuzes und des hl. Martins“, so der Sprecher, der ein Gebinde am Gedenkbrett niederlegte. Pfarrer Sperl sprach die Gebete und die Bitte, Gott möge die Liebe und Fürsorge, die sie zu ihren Lebzeiten geschenkt haben, vergelten.

Die Totenehrung beschloss die Blaskapelle mit dem „Lied vom guten Kameraden“. Pfarrer Sperl dankte allen Versammelten für die Mitfeier des Gottesdienstes, besonders für die sehr zahlreiche Teilnahme durch die Martini- und Pfingstreiter. Mit einem Marienlied endete der kirchliche Jahrtag der Reiter. Der gesellige Teil des Jahrtags fand im Pfarrheim St. Martin statt.

 

Text: Erwin Vogl, Miltach

Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martinireiter gedenken seiner verstorbenen Reiter
Foto: Jahrtag Martinireiter Miltach 2019

Pilgermadonna von Fatima kommt nach Miltach

(20. 10. 2019)

Die Fatima Pilgermadonna für Deutschland in Miltach

Pilgermadonna von Papst Paul VI. geweiht – Einzige Station im Dekanat und darüber hinaus
 

In der Fatimakapelle in Anzenberg bei Miltach erfährt die Mutter Gottes von Fatima eine ganz besondere Verehrung. Neben Rosenkränzen im Oktober und Maiandachten im Mai werden allmonatlich um den 13. Fatimaandachten gebetet.

 

Seit 1982 steht am Ortsrand von Anzenberg diese Kapelle. Am 18. April 1982 beschlossen die Anzenberger bei einer Zusammenkunft, eine Kapelle zu bauen. Als Standort wählte man eine Fläche am Waldrand oberhalb der Ortschaft, das notwendige Grundstück stellte die Familie Alfons Bergbauer zur Verfügung. Am 14. August 1983 weihte der apostolische Visitator der Ermländer, Prälat Johannes Schwalke aus Münster, den kleinen Sakralbau. Der damalige Pfarrer Johann Six stand ebenfalls hinter diesem Ansinnen und förderte es auf seine Art. In der Einladung  zum Weihetag am 14. August 1983 schrieb er: „Die Fatimakapelle soll nicht nur eine bauliche Zierde für das Dorf sein, sondern auch ein Ort des Gebetes, der geistlichen Erbauung und des Heiles“. Als Hauptfigur steht in der Mitte die Muttergottes von Fatima.

 

Pilgermadonna im Bistum Regensburg

In diesen Tagen ist die Fatima-Pilgermadonna für Deutschland an vielen Orten im Bistum Regensburg zu sehen. Anfang September hat die Pilgerreise der Muttergottesstatue durch das Bistum begonnen und dauert noch bis in den November hinein.

Die Statue ist für Deutschland einzigartig, denn es ist die einzige von einem Papst geweihte Fatima-Muttergottes hierzulande. Sie wurde am 13. Mai 1967 anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Marienerscheinungen von Fatima durch Papst Paul VI. speziell für Deutschland geweiht. Die Statue wurde dem Fatima-Weltapostolat U. L. F. in Deutschland e. V. zur Betreuung übergeben. Im vergangenen Jahr, kurz nach dem einhundertsten Jahrestag der Marienerscheinungen, wurde die Tradition der Pilgerschaft dieser einzigartigen Statue in einigen norddeutschen Diözesen mit großem Erfolg wieder aufgenommen.

 

Anliegen dieser Reise der Pilgermadonna ist es, der Botschaft von Fatima neues Gehör zu verschaffen, um den Frieden in der Welt zu beten, das Rosenkranzgebet zu fördern und die Liebe zur Gottesmutter in den Herzen der Gläubigen zu stärken. In Zeiten des Umbruchs und der zunehmenden Bedrängnis kann die Botschaft der Gottesmutter Handlungssicherheit und Vertrauen geben.

 

Am morgigen Mittwoch Abend wird die Figur schließlich auch in der Pfarrgemeinde Miltach sein. Der einzige Termin im Dekanat Kötzting und darüber hinaus. Um 19 Uhr wird an der Kapelle eine Fatimaandacht gebetet. Anschließend führt eine Lichterprozession im Kerzenlicht mit der Pilgermadonna durch den Ort Anzenberg. Besonders auch die Mitglieder der Marianischen Männerkongregation und des Frauenbundes Miltach, sind zu dieser Marienfeier aufgerufen. Wir laden alle Gläubigen recht herzlich ein.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

(mit Ausschnitten aus von der Homepage des Bistum Regensburg)

 

Foto zur Meldung: Pilgermadonna von Fatima kommt nach Miltach
Foto: Fatimakapelle Anzenberg

Martiniritt-Komitee freut sich auf den kommenden Martiniritt

(17. 10. 2019)

Pfarrpatrozinium mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Am 9. November Jubiläumsritt – Komitee legte Ablauf fest

 

300 Jahre Martiniritt bedeuten für die Verantwortlichen zusätzliche Vorbereitungen. Schon der Besuch von Bischof Dr. Rudolf  Voderholzer ist in den Ablauf  des Tages  einzuplanen. Weiter erhält am 9. November ein neues Flachrelief mit der Darstellung des hl. Martin den kirchlichen Segen. Die Gemeinde Miltach hat zum Jubiläumsritt Erinnerungsmedaillen fertigen lassen, wovon jeder teilnehmende Reiter eine erhält. Zum Ausklang des Kirchweihfestes hält der Trachtenverein einen Festabend mit Tanzauftritten der Kinder- und Jugendgruppen.

 

Um die notwendigen Vorbereitungen zum diesjährigen Pfarrpatrozinium zu treffen, traf sich am Montag das dafür zuständige Martiniritt-Komitee im Pfarrheim. In seiner Begrüßung sagte Pfarrer Augustin Sperl, dass inzwischen die feste Zusage für den Besuch von Bischof Dr. Voderholzer vorliegt und nun die entsprechenden Vorbereitungen dafür gegeben sind. Pfarrer Sperl forderte alle auf, dazu konstruktiv und harmonisch zusammen zu arbeiten. Insgesamt sind 12 Kleriker eingeladen, die gemeinsam mit dem Regensburger Bischof beim Pontifikalamt zelebrieren. Pfarrer Sperl regte an, den Gottesdienst professionell in Bild und Ton aufzeichnen zu lassen.

 

Bürgermeister Johann Aumeier meinte dazu, die Gemeinde und die Pfarrei werden alles dafür tun, dass dieser Jubiläumsritt allen in bester Erinnerung bleibt. An die Bürger des Dorfes appellierte er, die Häuser entlang des Rittes mit Fahnen und Girlanden zu dekorieren. „Unser Martiniritt ist landkreisweit bekannt und dem wollen wir Rechnung tragen“, so Aumeier. Die zu diesem Anlass geprägte Erinnerungsmedaille trägt auf der Vorderseite neben einer Darstellung der Mantelteilung durch den heiligen Martin den Text: „Martiniritt Miltach – 300 Jahre – 2019“. Die Rückseite besteht aus dem Gemeindewappen und der Schrift: „Gemeinde Miltach - Bayern“.  Das aus Bronze gefertigte Stück kann der Reiter mittels eines gelbweißen Bandes an seiner Tracht befestigen.

 

Von Bürgermeister Aumeier kam der Hinweis, dass am morgigen Freitag beim Jahrtag der Martinireiter im Pfarrheim St. Martin eine CD käuflich erworben werden könne mit der Aufzeichnung der letzten beiden Ritte.

 

Dreistündige Straßensperrung

Die Blaskapelle „Weißblau-Königstreu“ gestaltet den Patroziniums-Gottesdienst mit, begleitet die Prozession und wird in der Mehrzweckhalle bis 17 Uhr aufspielen. Die Bewirtung übernimmt die Familie Laumer aus Altrandsberg. Das Kuchenbuffet mit Kaffee organisiert der Miltacher Trachtenverein „D’Regentaler“. Um 17 Uhr haben die Kinder- und Jugendlichen des Trachtenvereins  ihren Auftritt.   Ab 18 Uhr musizieren dann die „6 lustigen 5“ beim Festabend. Die Trägerdienste für den Baldachin, der Fahnen und Figuren übernimmt wieder der Trachtenverein, „und dies schon seit 50 Jahre“, wie der Bürgermeister hervorhob. Die Feuerwehren von Miltach, Eismannsberg und Oberndorf treffen die Anordnungen bei den notwendigen Straßensperrungen. Heuer wird dies zusätzlich wegen der Sperrung der Kreisstraße Chamerau- Bad Kötzting erschwert.

 

Bisher lieferte die Paramentenstickerei des Klosters Aiterhofen die Fahnen und Erinnerungsbänder für den Ritt. Die Gemeinde erhielt nun die Nachricht von der Stickmeisterin Schwester Bernarda, dass sie nicht mehr in der Lage ist, die gewünschten Aufträge auszuführen. Als Ersatz wird nun die Fahnenstickerei Kössinger liefern. Die Renovierungsarbeiten an der Maria-Hilf-Kapelle und ihrem Umfeld werden bis zum 9. November abgeschlossen sein. Zwei Reiter erhalten heuer Auszeichnungen für 25- bzw. 40- malige Teilnahme am Miltacher Ritt.

 

...

 

Michael Iglhaut war es ein Anliegen, dass die Reiter entsprechend des Anlasses auch mitbeten. Gerade die Miltacher Gruppe soll sich angesprochen fühlen. Vom Trachtenverein kam der Hinweis, alle Teilnehmer zu Pferd sollten wenn möglich die herkömmliche Reitertracht tragen. Der Martiniritt 2020 findet am 14. November statt.

 

Text und Bild: Erwin Vogl und Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Martiniritt-Komitee freut sich auf den kommenden Martiniritt
Foto: Martiniritt Miltach 2018

27 Jubelpaare feiern in unserer Pfarrkirche ihr Ehejubiläum

(15. 10. 2019)

Pfarrer Sperl: „Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“

Gottesdienst mit Jubelpaaren, die heuer 25, 30, 40, 45, 50 und sogar 55 Jahre verheiratet sind

Es waren am vergangenen Sonntag 27 Jubelpaare, so viele Paare wie noch nie, die der Einladung beider Pfarrgemeinden Miltach und Blaibach gefolgt sind und sich am Ehejubiläum in der Pfarrkirche von Miltach beteiligten. Es ist in den beiden Regentalgemeinden schon eine feste Einrichtung, dass sich im Frühjahr und im Herbst Jubelpaare zu einem gemeinsamen Gottesdienst treffen. Es war ein recht sonniger und warmer Oktobersonntag als festliches Geläute die Gläubigen zur Pfarrkirche rief und es stellte sich recht schnell auch eine festliche Stimmung ein, als die Jubelpaare aus Miltach und Blaibach, die in der zweiten Jahreshälfte ein Ehejubiläum feiern, sich in den vordersten Bankreihen einfanden. Sie dankten Gott für die zurückliegenden gemeinsamen Jahre und Jahrzehnte und erneuerten das Eheversprechen, das sie sich einst am Traualtar gaben. Nach dem Dankgottesdienst waren alle Jubelpaare in das benachbarte Pfarrheim eingeladen, wo der Pfarrgemeinderat einen Empfang bei Sekt und schmackhaften Häppchen vorbereitet hatte.

Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 1    Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 3
     
Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 4   Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 9

 

Mit Liedern aus dem Gotteslob umrahmten alle Gläubigen die Eucharistiefeier für Ehejubilare, die auf 25, 30, 40, 45, 50 und sogar 55 gemeinsame Ehejahre zurückschauen können. Einen herzlichen Gruß entbot BGR Pfarrer Augustin Sperl den 27 Jubelpaaren der Pfarreiengemeinschaft Blaibach-Miltach, die der Einladung ihrer jeweiligen Heimatpfarrei nachgekommen waren. „Heute sind Sie hier, um Danke zu sagen für die vielen, gemeinsamen Jahre, die Sie in Freude, aber sicher auch mit manchem Kummer und manchen Sorgen verbringen durften“. Pfarrer Augustin Sperl meinte aber auch: „Sie feiern ein Ehejubiläum um den liebenden von heute zu sagen: Es ist möglich, es gelingt auch heute, viele lange Jahre miteinander zu leben in Gesundheit und Krankheit.“

Der Priester gratulierte im Namen der beiden Pfarrgemeinden. Die Predigt leitete Pfarrer Augustin Sperl mit einem Rückblick auf das Erntedankfest, Anfang Oktober ein. „Ich glaube auch sie können in Dankbarkeit zurückschauen auf die Ernte ihrer Ehe.“ Mit den verschiedenen Symbolen vom Erntealtar und weiterer nützlicher Gegenstände, verdeutlichte der Geistliche den tiefen Sinn einer gelungenen Ehe.

Das Brot, es soll daran erinnern, wie oft Brot auf den Tisch gebracht und es miteinander geteilt wurde. Es mag aber auch daran erinnern, wie schwer es ist durch Arbeit das tägliche Brot zu verdienen. „Es erinnert uns an das Brot, das hier in der Kirche immer wieder den Menschen geschenkt wird, damit der gläubige Christ genügend Kraft hat das Leben und seine Anforderungen zu bestehen und damit auch die Seele die Nahrung bekommt, die ihr guttut.“

Die Weintraube erinnert an die Gemeinschaft. „Am Anfang waren die Brautleute. Dann Kinder, Schwiegertöchter / Schwiegersöhne, Enkelkinder und vielleicht auch schon Urenkel scharen sich heute wie bei einer Weinrebe um die Mitte. Gott hat ihre Liebe gesegnet. Und in den Kindern und Enkelkindern lebt ein Stück von ihnen weiter.“ so Pfarrer Sperl.

   Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019 17

Der Stein symbolisiert, dass einige unter großem Einsatz für sich und die Familie ein Eigenheim gebaut, den Kindern eine gute Schuldbildung ermöglicht und durch manchen Verzicht auf eigenes Wohlergehen und Lebensgenuss gelebt haben.

Sicherheitsnadeln: Sie stehen für ihre Bemühungen, Getrenntes wieder zusammen zu führen und Nüsse, sollen die Eheleute an alle Schwierigkeiten erinnern. Da gab es eine Menge Nüsse zu knacken, die man an diesem Sonntag sicherlich nicht alle aufzählen kann und um die nur der Mensch selber weiß.

Dann zeigte der Priester zwei Zwiebeln, sie stehen für alles, was Tränen in die Augen trieb. Eine Krankheit des Ehepartners, eine Enttäuschung, eine Kränkung. Aber Tränen haben auch ihr Gutes: Sie waschen den Staub von der Seele. Und Augen, die auch einmal geweint haben, sehen wieder besser.

„Zuletzt sind es Sonnenblumenkerne. Die große und schöne Sonnenblume richtet sich auf die Sonne aus, versucht das Licht der Sonne zum Gedeihen zu nutzen. Wir brauchen im Leben auch etwas, nach dem wir uns ausrichten können. Das ist für uns die Sonne Gottes. Und wer das versucht, der darf auch erfahren, dass dann die Schatten hinter ihm fallen. Und wenn wir wie eine Sonnenblume im Alter den schweren Kopf neigen, dann dürfen wir uns freuen über die Samenkerne, die aus unserem Leben in diese Welt gefallen sind. Die Kinder, die Enkel und all das Gute, das einem entstanden ist, das Gute, das weiterwirkt.“ Abschließend zitierte der Geistliche Reinhard Mey, der wunderbar über Liebe und Freundschaft sagte: „Wie vor Jahr und Tag lieb ich dich noch mehr.“

Danach reichten sich die Jubelpaare die Hände und erneuerten vor der versammelten Kirchengemeinde ihr Eheversprechen, dankten Gott für die gemeinsamen Jahre und baten um den Segen für die Zukunft. Die Fürbitten las Blaibachs PGR-Sprecher Markus Kerner. Zum Schluss des Gottesdienstes nach dem feierlichen Te deum gratulierte Pfarrer Augustin Sperl zusammen mit dem PGR-Sprecher Markus Kerner (Blaibach) und der sellvertretenden Sprecherin Stefanie Holzfurtner (Miltach) jedem Jubelpaar und überreichten eine weiße Rose. Pfarrer Sperl dankte auch den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates für das Vorbereiten des anschließenden Empfanges im Pfarrheim und der Mesnerin Elisabeth Röhrl für das Herrichten der Pfarrkirche.

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Nach dem Erinnerungsfoto auf den Stufen vor der Pfarrkirche fanden sich die Jubelpaare im Pfarrheim „St. Martin“ ein. Hier begrüßte Stefanie Holzfurtner, besonders auch die anwesenden Pfarrgemeinderäte, den 1. Bürgermeister von Miltach, Johann Aumeier und den 2. Bürgermeister aus Blaibach Josef Speckner und dankte letzteren für die vorzügliche Vorbereitung der Bewirtung. Jedem Jubelpaar überreichte Pfarrer Sperl zum Andenken schließlich noch eine verzierte Hochzeitskerze, sowie Sonnenblumenkerne und eine Walnuss als Erinnerung an die Gedanken aus der Predigt.

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25 Jahre

Aus Miltach

Karina und Peter Wanninger

  Aus Blaibach

Petra und Franz Brandl

Bianca und Thomas Steuernagel

30 Jahre Aus Miltach

Cornelia und Franz Martin

Gabi und Stefan Vogl

Brigitte und Heinrich Kerscher

Andrea und Norbert Neumeier

  Aus Blaibach Daniela und Johann Vogl
40 Jahre Aus Miltach

Elisabeth und Wolfgang Eckl

Renate und Albert Schedlbauer

Angela und Franz Eckl

Gudrun und Josef Früchtl

  Aus Blaibach

Christa und Alexander Engl

Beate und Johann Olszewski

Kornelia und Albert Raab

Christa und Eberhard Strotzer

Sylvia und Josef Wiesmeier

45 Jahre Aus Blaibach

Stilla und Karl Dengscherz

Marianne und Ludwig Sauerer

Maria und Heinrich Schmuderer

Brigitte und Michael Weinfurtner

  Aus Miltach

Petronilla und Alfons Miedaner

Marianne und Alfons Haas

Frieda und Paul Vogl

50 Jahre

Aus Blaibach

Gisela und Xaver Bergbauer

Anna und Rudolf Wittmann

55 Jahre Aus Miltach Elfriede und Friedrich Schedlbauer

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: 27 Jubelpaare feiern in unserer Pfarrkirche ihr Ehejubiläum
Foto: Ehejubiläum Miltach 2. HJ 2019

Zwei Jungen durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen

(30. 09. 2019)

Max Mühlbauer und Toni Röhrl in die Glaubensgemeinschaft der Regentalgemeinde aufgenommen

Am vergangenen Sonntag Vormittag wurde in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach wieder zwei Kind durch das feierliche Taufsakrament in die große Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Pfarrer BGR Augustin Sperl spendete dem kleinen Max Mühlbauer, Sohn von Matthias und Julia Mühlbauer (geb. Stocker), wohnhaft in der Herrnbrunnstraße und von Toni Röhrl, Sohn von Andreas und Cornelia Röhrl (geb. Engl), Am Kohlfeld, das kirchliche Sakrament der Taufe. Das Patenamt übernahm bei Max Mühlbauer, Stefanie Mühlbauer und bei Toni Röhrl, Johann Engl beide aus Miltach.

Durch die Taufe wurden die beiden kleinen Erdenbürger in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Pfarrer Sperl begrüßte am Anfang der Feier Täufling, Eltern, Großeltern und Verwandte am Kirchenportal. Der Geistliche bat in seiner Ansprache die Eltern und die Paten, dass sie den Kindern immer wieder helfen und zur Seite stehen, damit sie ihren Platz in der Gemeinschaft erkennen, dass sie sie auf ihrem Lebensweg immer wieder begleiten und hinführen in die Gemeinschaft der Kirche, so der Geistliche. Die Symbole der Tauffeier wie die Heiligen Öle, das Taufwasser und das weiße Taufkleid aber auch die Taufkerze wurden von Pfarrer Augustin Sperl genauer erläutert. Den Glauben vorleben und für das Kind als Vorbild im Glauben zu wirken, ist eine ganz wichtige Basis der religiösen Erziehung der jungen Erdenbürger. „In der Taufe empfängt das Kind die Liebe Jesu Christi. Taufe heißt aber auch, Aufnahme in die große Gemeinschaft der Kirche Gottes.“ so der Priester.

Der Geistliche segnete danach das Taufwasser, rief Gottes Segen auf die beiden Erdenbürger herab, nahm den Eltern und den Paten das Taufversprechen ab und taufte den Toni Röhrl und Max Mühlbauer in diesem Glauben. An der Osterkerze entzündete einer der Väter die Taufkerze und reichte sie an den Priester weiter, der das Licht wiederum symbolisch an das Kinder weitergab. Gesalbt mit dem Hl. Chrisam und gestärkt mit dem Gebet der Kirche konnten die beiden Jungen schließlich mit geweihtem Wasser (Wasser aus dem Jordan) ihre Taufe empfangen. Am Ende der Liturgiefeier, nach den Segensgebeten, wurden beide Täuflinge dann noch mit dem Lied „Segne du Maria“ unter den ganz besonderen mütterlichen Schutz Mariens gestellt.

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Zwei Jungen durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen
Foto: Taufe Röhrl Mühlbauer in Miltach

Erntedank - Ein Fest der Freude und des Dankens

(30. 09. 2019)

Deine Schöpfung – meine Welt – unsere Verantwortung

Quellen von denen wir leben - Erntedankfest bei einem Familiengottesdienst feierlich begangen

 

Eine große Zahl an Gläubigen und deren Kinder hatten sich am Sonntag Vormittag in der Pfarrkirche „St. Martin“ in Miltach versammelt. Mit ganz viel Liebe zum Detail wurde von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von weiteren fleißigen Helfern, aus zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, sowie mit vielerlei Früchten aus Feld und Garten, auch in diesem Jahr wieder ein beeindruckender und sehr ansehnlicher Erntedankaltar in der Kirche errichtet. Gelb strahlende Sonnenblumen und grüne Blätter verschönerten das Arrangement zudem.

 

Erntedank Miltach 2019 1    Erntedank Miltach 2019 2

 

„Erntedank, das ist ein Fest, an dem unsere Sinne angesprochen werden: Wir sehen, wir riechen und wir schmecken Gottes gute Natur. Wir danken Gott für die Ernte, für die Früchte, das Obst und Gemüse. Wir danken, dass es uns gut geht, ja mehr noch: Wir danken für jede gute Gabe, jede gelungene Arbeit, für die menschliche Schaffenskraft überhaupt und für all die Liebe, die man tag täglich empfangen darf.“ so Pfarrer BGR Augustin Sperl in seiner Begrüßung. Um dem Herrgott dafür Dank zu sagen, wurde am Sonntag der Familiengottesdienst zur Feier des Erntedankfestes in festlicher Weise begangen. In seinen einführenden Worten zur Messfeier bedankte sich Pfarrer Augustin Sperl, dass die vor dem Altar aufgestellten Erntegaben in hervorragender Weise die große Vielfalt Gottes guter Schöpfung so herrlich verdeutlichten. In schöner Art versinnbildlichen diese Gegenstände zudem die ertragreiche Ernte des vergangenen Sommers, obwohl dieser doch auch heuer wieder recht trocken und regenarm war. Jetzt, Ende September, heißt es dafür trotzdem danke zu sagen für einen reichlich gedeckten Tisch.

 

Erntedank Miltach 2019 3    Erntedank Miltach 2019 4
     
Erntedank Miltach 2019 5   Erntedank Miltach 2019 9

 

In der Predigtmeditation gingen Priester und Lektoren auf Wahrheiten ein, welche die Gläubigen sehr unmittelbar betreffen. Von dem jüdischen Schriftgelehrten Rabbi Hillel ist folgendes prägnante Wort überliefert: "Wenn nicht jetzt - wann dann?" Damit ist eine Wahrheit ausgesprochen, die alle sehr unmittelbar betrifft. Leider schieben viele diese wichtigen Dinge des Lebens ständig vor sich her, sagen oft: "Später, im Augenblick geht es nicht, jetzt kann ich nicht, später muss ich damit anfangen." Aber wer glaubt im Ernst, dass die Dinge, die jetzt nicht getan werden, jemals später angegangen werden? Die Fürbitten wurden danach von den anwesenden Kindern in toller Form vorgetragen. Erwachsene brachten zur Gabenbereitung verschiedene Dinge, wie Brot, Wein, Früchte und Blumen zum Altar. Danach erbat Pfarrer Augustin Sperl den Segen über die vielen Gaben vor dem Altar und über alle Ernteerträge, welche die Gläubigen zum Gottesdienst mitgebracht hatten und besprengte diese mit geweihtem Wasser. „Guter Gott, viele Gaben der Erde, die Früchte, die wir geerntet haben, und manche Dinge aus unserem Leben liegen hier vor Deinem Altar. Sie sind Zeichen unseres Dankes für Deine große Liebe. In den Zeichen von Brot und Wein kommt Jesus zu uns. Mit ihm feiern wir das Mahl der Liebe. Das ist dein schönstes Geschenk, guter Vater. Dafür danken wir dir heute und immer durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.“ Musikalisch begleitet wurde die Messfeier von den Martini Rhythmix mit passenden Erntedankliedern. Die Kinder versammelten sich am Ende der Messfeier um den Altar und sangen gemeinsam das Lied: Du hast uns deine Welt geschenkt. Noch heute Dienstag kann der wunderschöne Erntealtar, mit seinen vielfältigen Gaben, in der Pfarrkirche von Miltach bewundert werden.

 

Erntedank Miltach 2019 6    Erntedank Miltach 2019 7

 

Wandelt euch durch ein neues Denken:

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute einsehen, dass wir Pilger und Pilgerinnen sind in dieser Welt und keine bleibende Stätte haben, wann soll diese Einsicht je kommen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute begreifen, dass wir in Gottes Schöpfung letztlich nur Pächter für einige Jahrzehnte sind und über die Art der Verwaltung einst Rechenschaft abzulegen haben, wann je werden wir das begreifen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute anfangen, sparsamer mit den Energiequellen dieser Erde umzugehen, wann werden wir jemals dazu bereit sein?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt bejahen und dementsprechend Lebensräume in Fluren, Feldrainen und Böschungen ihnen ermöglichen, werden wir diese Bereitschaft dann morgen aufbringen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir als Väter und Mütter den Kindern nicht heute die Schönheit der Blumen deuten, die Größe der Gestirne, das Köstliche des Wassers, den Reiz der Tiere, den Reichtum der Sinne, das Wunder der Mitgeschöpfe, wann je soll die nachwachsende Generation davon berührt werden und zum Staunen kommen können?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Erntedank Miltach 2019 12   

Sprecher:

Wenn wir nicht heute anfangen, etwas bescheidener zu leben und damit den Kindern einen alternativen Lebensstil vorleben, wann soll Einfachheit in der Lebensart dann überhaupt bei uns sich einstellen?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute Zufriedenheit zeigen mit dem, was wir haben, wegkommen von dem Immer-mehr-haben-wollen, wann soll Zufriedenheit dann überhaupt sich einmal ausbreiten?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute anfangen, sparsamer umzugehen mit Wasser und Energie, wann soll dann überhaupt einmal mit Sparsamkeit begonnen werden?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

 

Wenn nicht jetzt ein Weniger an Chemie auf Äckern, Feldern und Gärten verantwortlich überlegt und getätigt wird, wann werden wir dann überhaupt einmal an die denken, die in kommenden Generationen auf unseren Böden wirtschaften werden?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nur nach Geld, Macht und Erfolg aus sind und den Mitmenschen neben uns links liegen lassen, wann soll Jesu Hauptgebot dann noch zum Zuge kommen und die Werte des christlichen Leben Bestand haben?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Sprecher:

Wenn wir nicht heute bereit sind, als Christen aus dem Trend der uns umgebenden Umwelt auszubrechen, wann werden wir dann zum "Andersleben" hinfinden?

 

Wenn nicht jetzt - wann dann?

 

Pfarrer:

"Gott ist mit den Tüchtigen, mit denen, die anpacken", die also heute anpacken, die heute umkehren, die heute aus einer gewandelten Gesinnung die Schöpfung bedenken und daraus bereit sind, Konsequenzen zu ziehen.  Nur ein klein wenig von alledem verwirklicht, fährt in eine bessere hellere Zukunft.

 

Erntedank Miltach 2019 11    Erntedank Miltach 2019 10
     
Erntedank Miltach 2019 8   Erntedank Miltach 2019 13

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Erntedank - Ein Fest der Freude und des Dankens
Foto: Erntedank Miltach 2019

Pfarrausflug führte nach Kufstein und zu den Passionsspielen nach Erl

(24. 09. 2019)

Passionsspiele in Erl besucht

 

Zu einem Tagesausflug nach Tirol trafen sich Ende September Pfarrangehörige aus Miltach und Blaibach. Die Fahrt ging zunächst an München vorbei nach Kufstein. Dort bestand die Gelegenheit zum Spaziergang durch die Stadt, zum Gottesdienstbesuch oder auch zur Fahrt auf die Festung.

 

Pfarrausflug Miltach 2019 6    Pfarrausflug Miltach 2019 7
     
Pfarrausflug Miltach 2019 8   Pfarrausflug Miltach 2019 1

 

Für jeden Ausflugsteilnehmer war etwas dabei. Am frühen Nachmittag waren dann Plätze bei den Passionsspielen in Erl reserviert. Die tiefgreifenden Lieder und Szenendarstellungen, sowie die ansprechende Instrumentalstücke gefielen sehr. 

 

Auf dem Heiweg wurde dann noch Rast im Gasthaus "Hirzinger" in Söllhuben eingelegt. Bekannt aus dem Bayerischen Fernsehen. Eine schmackhafte Brotzeit wartete dort auf die Reisegruppe aus dem Bayerischen Wald.

 

Pfarrausflug Miltach 2019 2    Pfarrausflug Miltach 2019 3
     
Pfarrausflug Miltach 2019 5   Pfarrausflug Miltach 2019 4

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

sowie Helmuth Schmidt, Miltach

[Passionsspiele Erl]

Foto zur Meldung: Pfarrausflug führte nach Kufstein und zu den Passionsspielen nach Erl
Foto: Passionsspiele Erl 2019

Pfarrfest 2019 bei herrlichem Kaiserwetter gefeiert

(17. 09. 2019)

Pfarrgemeinde Miltach hatte erfolgreich zum Pfarrfest 2019 geladen

Gemütlichkeit unter dem Kirchturm am Pfarrheim mit vielen Gästen und Kaiserwetter

 

Ein wunderschöner, spätsommerlicher Tag mit Kaiserwetter und recht angenehmen Temperaturen war den Veranstaltern des Pfarrfestes in diesem Jahr am Sonntag beschert. Bereits um 10 Uhr versammelten sich viele Gläubige und Familien mit ihren Kindern zum Familiengottesdienst in der Pfarrkirche. Die ganz jungen Gläubigen trafen sich im Pfarrheim um dort bei einem Wortgottesdienst sich dem Evangelium des Sonntages anzunähern. Zum „Vater unser“ versammelten sich die Kinder am Altar um dort gemeinsam mit Pfarrer BGR Augustin Sperl das Gebet zu sprechen. Danach reichten sich die Kinder und die Erwachsenen die Hand zum Friedensgruß. Schon bei den Fürbitten hatten die Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Claudia Pinzinger und zwei Ministranten die Gebetsanliegen gesprochen.

 

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Nach der Messfeier stieg dann am benachbarten Pfarrheim das Pfarrfest. Gemäß dem Spruch „Nach der Mess, die Maß“ füllten sich die Tische im und vor dem Pfarrheim in Windeseile. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates hatten heuer wiederum entschieden, das Fest bereits mit einem Mittagstisch im Pfarrheim zu beginnen und das neue Konzept ging auf. Gerne kamen die Pfarrangehörigen der Einladung nach, um beim Mittagessen mit Schnitzel und Kartoffelsalat, sowie einem schmackhaften Schweinebraten sich vom Pfarrteam bedienen zu lassen. Bei Kaffee und Kuchen angeboten durch den Frauenbund Miltach und frischen Getränken, konnten die Besucher einen angenehmen Tag verbringen. Der Pfarrgemeinderat, die Kirchenverwaltung, sowie weitere kirchliche Mitarbeiter und fleißige Hände, sorgten für die Aufbauarbeiten beim Pfarrheim „St. Martin“, sowie für die Bewirtung der vielen großen und kleinen Gäste. Für die Kinder wurden Geschicklichkeitsspiele angeboten und neben der Kirche stand eine Hüpfburg zum aus toben parat. Außerdem konnten sie schöne bunte Bilder ausmalen und es bestand die Möglichkeit sich mit bunten Bildern im Gesicht schminken zu lassen. Für die Verantwortlichen war das Konzept für das Pfarrfest 2019 auch heuer wieder ganz gut aufgegangen.

 

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Zum Start des Mittagstisches konnte die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Claudia Pinzinger, Miltachs 1. Bürgermeister Johann Aumeier, sowie seine beiden Stellvertreter Ludwig Kappenberger und Günter Schmauder und BGR Pfarrer Augustin Sperl begrüßen. Erfreut zeigte sich Pinzinger über den recht guten Besuch. Vor dem Haus und im Saal des Pfarrheimes füllten sich rasch die vielen bereitgestellten Sitzplätze und so war es für die Besucher recht angenehm, hier unbeschwert einige Zeit zu verweilen. Am großen Kuchen- und Tortenbüffet des Frauenbundes, das ebenfalls im Pfarrsaal aufgebaut war, fand jeder Gast sein Lieblingsstück, außerdem wurde auch an den Tischen Kaffee und Kuchen serviert. Bis in den frühen Abend hinein kamen schließlich immer wieder Besucher hinzu, um beim Miltacher Pfarrfest schöne und angenehme Stunden, im Schatten des Kirchturmes, zu verbringen.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Pfarrfest 2019 bei herrlichem Kaiserwetter gefeiert
Foto: Pfarrfest Miltach 2019

Männerwallfahrt führt wieder nach Neukirchen b. Hl. Blut

(16. 09. 2019)

Männer pilgerten nach Neukirchen b. Hl. Blut

Die Wallfahrt besteht seit 1985 – Unterwegs kamen Beter hinzu

 

Eine kurze Nacht gab es für die Teilnehmer aus Miltach und Umgebung, die am Sonntag bereits um 3.30 Uhr zur 35. Männerfußwallfahrt nach Neukirchen b. Hl. Blut starteten. Wallfahrt hieß für sie, sich aufmachen zu Gott. Für die Männer war es ein Fußmarsch von mehr als fünf Stunden. In Blaibach, Bad Kötzting und Grafenwiesen wurde die Prozession noch durch weitere Beter verstärkt. In der Wallfahrtskirche trafen sich die Miltacher mit weiteren Männern der Sternwallfahrt, die aus dem Lamer Winkel kamen.

 

Zur 35. Männerwallfahrt nach Neukirchen b. Hl. Blut starteten die Teilnehmer bereits um 3.30 Uhr in einer mondhellen Nacht am Miltacher Kirchplatz. Das Wetter war günstig, trocken und kühl. Weitere Beter schlossen sich in  Blaibach, Bad Kötzting (Nähe Friedhof) und Grafenwiesen an, so dass die Gruppe auf mehr als 30 Teilnehmer anwuchs. Im Vergleich  zu früher blieb die Zahl jedoch deutlich niedriger. Die Strecke führte über Harras, Zittenhof, Watzlsteg in Richtung Unterzettling, ab hier ging es steil aufwärts bis zur Diensthütte Seelbrunnen.  Nach einem bequem zu gehenden Forstweg schritt man vom Hohen Bogen hinab in das Freybachtal; die Männer sammelten sich im Ortsteil Tradt und zogen gemeinsam betend in den Gnadenort ein. Als Vorbeter des Rosenkranzes bewährten sich Gemeindereferent Franz Strigl, Dr. Josef Weber und Wolfgang Eckl. Das geschmückte Kreuz trug Alfons Miedaner.

 

Nach einer Stärkung in den örtlichen Gasthäusern des Marktes schlossen sich die Männer den örtlichen Vereinsabordnungen zum Kirchenzug an. Höhepunkt war der Gottesdienst in der Wallfahrtskirche mit Diakon Walter Bachhuber aus Regensburg, der zum Thema „Suchen und Finden“  predigte. Von den Männern aus der Miltacher Gruppe  erhielt Ludwig Heigl aus Höhenried für seine 20 malige Teilnahme die Wallfahrermedaille. Für die Rückfahrt in ihre Heimatorte benutzten die Männer dann einen bestellten Bus.

 

Text u. Bild: Erwin Vogl, Miltach

Foto zur Meldung: Männerwallfahrt führt wieder nach Neukirchen b. Hl. Blut
Foto: Männerwallfahrt Miltach 2019

Martinssänger auf Ausflug unterwegs

(14. 09. 2019)

Hopfen, Bier und Hundertwasserturm
Martinssänger und Milbachchor besuchten die Hallertau

Bayerns Nationalgetränk und moderne Kunst schließen sich nicht aus. Dies erlebten Mitglieder der Martinssänger und des Milbach-Chores mit ihren Angehörigen am Freitag beim Tagesausflug nach Abensberg in der Hallertau. Konkret war es ein Besuch bei einem Hopfenbauern, danach folgte die Führung in Kuchlbauers Bierwelt und das Besteigen des „Friedensreich Hundertwasser-Turmes“.

Gewissermaßen aus erster Hand erhielt die Reisegruppe alle Informationen über Hopfenanbau, Ernte und Verarbeitung der Dolden. Die Jahreszeit war dafür bestens gewählt, denn die Ernte ist derzeit auf ihrem Höhepunkt. Vermittelt und arrangiert hatte das Treffen Chormitglied Simon Meier, dessen Schwager Johannes Simmerl in der Nähe von Sittling einen Hopfenanbaubetrieb besitzt und seine Gäste gerne über alles Wissenswerte informierte. Die Hofgröße beträgt 53 Hektar, wovon ein großer Teil davon künstlich bewässert werden kann. Die Erntezeit beträgt nach Aussage des Bauers in der Regel 28 bis 30 Tage. Im Viertelstundentakt trafen dann am Freitag die Spezialtraktoren an der Halle ein und entluden das „grüne Gold“. Anschließend wurden die bis zu 5 Meter langen Hopfenstränge von Hand in den Aufzug der vollautomatisch arbeitenden Riesenmaschine eingehängt. Der Arbeitsprozess läuft auf Förderbändern. Nach 3 bis 4 Stunden kommen die getrockneten Dolden zum Vorschein, wo sie in Säcke verpackt werden. Trockenes Wetter fördert die gute Qualität. Gerne beantwortete auch der Junior des Hofes mancherlei Fragen, beispielsweise über die Arbeiten eines Hopfenbauers im Jahresablauf. Bei der Verabschiedung am Hof bedankte sich die Gruppe beim Ehepaar Simmerl und dessen Sohn Thomas mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Likör für die freundliche Aufnahme und Bewirtung.

Nach einer kurzen Busfahrt kehrte die Sängergruppe am Stadtplatz von Abensberg im Gasthof Kuchlbauer zum Mittagessen ein. Darauf folgte eine etwa einstündige Führung durch die Brauerei zum Thema „Bier und Kunst“. Treppab und treppauf ging es vom Sudhaus bis zum Lagerkeller. Ein Event war danach die Besteigung des Kuchlbauer Turmes mit einer Höhe von 35 Metern. Die architektonische Gestaltung des außergewöhnlichen Bauwerkes geht auf die Idee des Künstlers Friedensreich Hundertwasser zurück. Den gemütlichen Abschluss des Tages bildete der Besuch im nahen Biergarten mit einer Weißbierverkostung.

Text u. Bild: Erwin Vogl, Miltach

Foto zur Meldung: Martinssänger auf Ausflug unterwegs
Foto: Unterwge im Hopfenland Chöre Miltach

Dankgottesdienst und Feier zum Geburtstag von Pater Rockose

(05. 09. 2019)

Pater Rockose feiert in seiner zweiten Heimat seinen 60. Geburtstag

Eine Stola gab es von Seiten der Pfarrei Miltach – Gutschein für einen Erholungstag im Bayerwald aus Blaibach

Seinen 60. Geburtstag konnte am vergangenen Dienstag Pater Rockose Kolenchery in Miltach, zusammen mit den Mitgliedern der beiden Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte, sowie den Vertretern der beiden Frauenbundvereine aus Miltach und Blaibach, feiern. Zahlreiche Gläubige waren seiner Einladung gefolgt und sind zum Abendgottesdienst in die Pfarrkirche gekommen. Für den indischen Geistlichen war es eine ganz besondere Freude, dass eine solch große Zahl an Gläubigen zur Eucharistiefeier gekommen war, mit dabei auch gute Bekannte aus der Pfarrgemeinde Kirchroth und vom Freundeskreis „Charity“.

 

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Am Beginn des Dankgottesdienstes sagte der Priester: „Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn. Es freut mich sehr, dass Sie gekommen sind, um mit mir zu beten. Danke kann ich sagen: Gott, der mir Gesundheit schenkt, meinen vielen Wegbegleitern, meinen Eltern und Geschwistern, meiner Klostergemeinschaft, den vielen Studenten, die ich zum Priestertum (besonders in Philosophie) begleiten konnte, einer Deutschen Familie, die mein Studium und später dann meine Doktorarbeit in Europa unterstützt hat und vielen weiteren Freunden in Deutschland. „Ja, Bayern ist für mich wie eine zweite Heimat geworden und ich freue mich sehr, hier meinen runden Geburtstag feiern zu dürfen. In den 9 Jahren, die ich Pfarrer Augustin Sperl, bisher vertreten durfte, habe ich viel Freude und Unterstützung erfahren können. Besonders auch für die Bedürftigen haben viele Bayern ein Herz, in dem Sie die Not vieler Kinder in Indien linderten und deren Schulgeld bezahlten.“ Für Pater Rockose ist die Eucharistiefeier die schönste und beste Form den Dank auszusprechen. In den Fürbitten und auch im Hochgebet war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, auch an seine verstorbenen Eltern und seinen Bruder zu denken. Ein schönes Bild war es, als sich zum Vater unser alle anwesenden Mitglieder beider Kirchenverwaltungen und der Pfarrgemeinderäte um den Altar versammelten.

 

Am Schluss der Heiligen Messe war es dann Claudia Pinzinger, als Sprecherin des Pfarrgemeinderates von Miltach, die das Wort ergriff. „Seit 2011 nehmen Sie die Strapazen eines 11stündigen Fluges auf sich, um hier bei uns segensreich zu wirken. Sie kommen, um hier zu arbeiten, uns von Ihrer Heimat zu berichten, um sich hier zu erholen und um auszuspannen, von Ihrer schweren täglichen sozialen Arbeit. Unter Urlaub verstehen wir, Abstand vom Alltag nehmen, weg von der Arbeit, um sich in Ruhe zu erholen. Sie nicht. Sie sind sozusagen, als Botschafter Ihrer Heimat bei uns, um uns von Ihrem Leben in Indien zu berichten und um Spenden zu sammeln.“ Die Sprecherin drückte ihren Dank darüber aus, dass der indische Pater immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen hat und offen auf die Menschen in den beiden Regentalgemeinden zugeht. Dadurch haben sich auch schon sehr viele Freundschaften entwickelt, die das ganze Jahr über in Verbindung sind. Verbunden mit den besten Glück -und Segenswünschen sagte Claudia Pinzinger: „Wir würden uns wünschen, dass sie noch viele Jahre uns in den Sommermonaten besuchen, mit uns gemeinsam die Hl. Messe feiern und unsere Gemeinschaften und Familien besuchen.“ Als kleines Geschenk und als Erinnerung an diesen besonderen Tag überreichte sie, zusammen mit Kirchenpfleger Christian Röhrl, eine weiße Stola an Pater Rockose. 

 

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Für den Geistlichen war es dann noch ein großes Bedürfnis, allen zu danken, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. „Es ist für mich eine große Ehre, diesen Abend mit Euch feiern zu dürfen. Und ich freue mich sehr, dass so viele gekommen sind, um mir zu gratulieren. Ich sage ein herzliches „Vergelt´s Gott“ den Pfarreien Miltach und Blaibach und all den Leuten, die diese Feier für mich organisiert haben und danke auch allen, die etwas mitgebracht haben und so dafür sorgen, dass es allen Gästen gut geht und wir feiern können. Es macht mich sehr glücklich, dass es so weit weg von meiner Heimat Indien so viele Menschen gibt, die mich mögen und mir zu meinem Geburtstag gratulieren wollen und mir Glück wünschen.“

 

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Nach dem Gottesdienst hatte das Geburtstagskind zahlreiche Hände zu schütteln die ihm gratulierten. Im benachbarten Pfarrheim haben viele dazu beigetragen, dass in einer kleinen Feier und mit einem köstlichen Buffet, das runde Wiegenfest ausgiebig gefeiert werden konnte. Unter der Leitung von Markus Kerner (Sprecher des Pfarrgemeinderates Blaibach) sangen die Anwesenden für Pater Rockose ein Segenslied und als Geschenk gab es einen Gutschein für einen Tagesausflug in den Bayerischen Wald, wo der Geistliche sich mit guten Freuden dann einen erholsamen und erlebnisreichen Tag gönnen kann. Bis spät in den Abend hinein wurde dann noch im Saal des Miltacher Pfarrheimes gefeiert.

 

Segen für die neue Stola

Am darauffolgenden Sonntag segnete Pater Rockose zu Beginn des Gottesdienstes die neue Stola, die er dann während der Eucharistiefeier auch trug. Mit indischen Worten erbat er den Segen Gottes und besprengte das neue liturgische Gewand mit Weihwasser. Als bleibende Erinnerung wird er die Stola mit nach Indien mitnehmen und immer wenn er sie tragen wird an die Pfarrgemeinde Miltach denken.

 

Am Ende der Messfeier bedankte er sich wieder bei den Gläubigen für die schöne Zeit und für die vielen schönen Momente, die er in den vergangenen Wochen in Miltach und Blaibach erleben durfte. Mit einem herzlichen "Pfüat eich" verabschiedete er sich bis zum kommenden Jahr.

 

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Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Dankgottesdienst und Feier zum Geburtstag von Pater Rockose
Foto: 60. Geburtstag Pater Rockose Miltach

Pater Rockose Kolenchery feiert seinen 60. Geburtstag

(03. 09. 2019)

Pater Rockose Kolenchery feierte seinen 60. Geburtstag

 

Indischer Geistlicher vertritt wieder Pfarrer Augustin Sperl während seines Urlaubs in der Seelsorgeeinheit Miltach / Blaibach – die Missionsarbeit ist dem indischen Geistlichen stets ein ganz großes Anliegen

 

Der heutige Dienstag ist für den indischen Geistlichen, der nun schon seit 8 Jahren die Urlaubsvertretung für Pfarrer Sperl macht, ein ganz besonderer Tag. Der stets freundliche und gut gelaunte Geistliche kann seinen 60. Geburtstag in den beiden Regentalgemeinden Miltach und Blaibach feiern. Pater Rockose legt zwar viel mehr Wert darauf, seinen Namenstag am 16. August (Hl. Rochus) zu begehen, jedoch lohnt es sich in diesem Jahr gewiss, auch auf die 6 Lebensjahrzehnte zurück zu blicken. Nun schon wieder gut vier  Wochen ist der indische Pater in der Pfareiengemeinschaft Blaibach / Miltach und vertritt Pfarrer Augustin Sperl während seines Sommerurlaubs. Pater Rockose ist noch bis Anfang nächster Woche im Pfarrhof in Blaibach anzutreffen. Dann wird er für einige Wochen noch in Deutschland bleiben, ehe er Ende September wieder den rund 11stündigen Rückflug in seine indische Heimat antreten wird.

 

Pater Dr. Rockose Kolenchery wurde am 03. September 1959 in Manickamangalam, im Bundesstaat Kerala geboren und wuchs dort zusammen mit 4 Geschwister auf. Seine Eltern legten schon in seiner frühen Kindheit ganz viel Wert auf eine christliche Erziehung und auch auf Bildung (eine Schwester ist im Franziskaner Orden als Lehrerin). Jeden Abend wurde in der Familie der Rosenkranz gebetet, Pater Rockose hat seine Schulzeit mit 15 Jahren beendet und ging dann in das Priesterseminar der Karmelitenbrüder. Schon mit 13 Jahren verspürte er durch eine Inspiration, den Wunsch, Priester zu werden. Während des Studiums, das eine indische Familie mitfinanzierte, trat er mit 25 Jahren in den Karmelitenorden ein und legte das Gelübde der Armut, der Gehorsamkeit und der Ehelosigkeit ab. Nach 3 Jahren Philosophie- und 4 Jahren Theologiestudium wurde Pater Rockose 1989 in seiner Heimatpfarrei „St. Rockose“ Manickamangalam durch Cardinal Antony Padiyara zum Priester geweiht. Danach erweiterte er durch die Hochschulbildung an der Kerala Universitiat mit bester Auszeichnung die Vorbereitung zum Doktorat. Viel Freude hatte der junge Priester in einer Pfarrei, wo er 10 Jahre vielen Menschen den Glauben näherbrachte. Nebenbei lehrte er auch im Priesterseminar und war Direktor der Karmelitischen Buchhandlung in Trivandrum. Wegen der guten und erfolgreichen Arbeit, schickte ihn der Provinzial schließlich nach Belgien zur Doktorarbeit, die Pater Rockose, zur Hälfte selber, durch Urlaubsvertretungen in Deutschland, und mit Hilfe einer evangelischen, deutschen Familie, finanzieren musste. 2005 konnte er die Promotion mit sehr gutem Ergebnis abschließen.

 

Der indische Priester konnte danach sein Wissen als Professor sehr vielen Priesterstudenten in seiner Heimat Indien weitergeben und als Rektor sowie Prior seine Seminaristen auf einem guten Weg vorbereiten. Besonders glücklich ist er über sein 30jähriges Leben und Wirken als Priester, so konnte er schon mehr als 700 Diakone aus verschiedenen Priesterseminaren zur Priesterweihe begleiten. Sein Primizspruch „Der Herr hat zu mir gesagt, du brauchst nicht mehr als meine Gnade“, ist für den Ordensmann noch immer ein gültiger Leitsatz für sein priesterliches Wirken. Sein Unterricht ist bei den Seminaristen sehr beliebt. Durch die Aufenthalte in Deutschland, kann er jedes Jahr viele gute Ideen nach Indien mitbringen. Seine Hobbys sind Bücher lesen, Briefmarken aller Länder sammeln und das Meditieren.

 

„Die „Tankstellen“ für den Priester, das sind vor allem die Eucharistie, das Gebet und das Sakrament der Versöhnung“ sagt Pater Rockose. Da er die Eucharistie sehr verehrt, hat er vor ein paar Jahren an die Klosterkirche in Trivandrum eine Sakramentenkapelle gebaut, wo die Leute den ganzen Tag die Hl. Eucharistie verehren können. Er verehrt auch die Muttergottes vom Berge Karmel sehr und hat dabei schon viel Gnade erfahren. Pater Rockose sagte: „Ich bin sehr glücklich, dass ich den Weg als Bote Gottes und Menschenfischer gewählt habe. Ich freue mich jedes Jahr sehr auf die Urlaubsvertretungen und geniest auch die gute Bayrische Luft und das gute Essen hier.“

 

Nach wie vor hat sich der Pater weiterhin der Aufgabe verschrieben, die Situation der Menschen in seinem Heimatland zu verbessern. Als sehr gelungen, in zweifacher Hinsicht, bezeichnet er einen Spruch, den er vor einigen Jahren an einem Bauzaun auf dem Frankfurter Flughafen sah. Die Werbung einer Fluglinie die da lautet „damit der Himmel offen bleibt, haben wir auf Erden viel zu tun“, könnte die Aufgabe seines priesterlichen Wirkens nicht besser beschreiben. Im Süden des indischen Bundesstaates konnte Pater Rockose zusammen mit seinen Ordensbrüdern vom Karmelitenorden bereits vieles umsetzen. Dazu gehört neben der Schulbildung für die Kinder die Linderung der Notsituation, ohne frischem Trinkwasser auskommen zu müssen. Die bittere Armut der Bevölkerung, die fehlende Infrastruktur (Strom ist Mangelware) und ein Postwesen ist hier gänzlich unbekannt, sowie ein sehr dürftiges Bildungsangebot gerade für die Kinder, bedeuten für ihn und seine Mitbrüder eine richtig harte Aufgabe. Im Umkreis von 80 – 100 km gibt es keine schulische Grundversorgung. In verschiedenen Projekten möchte der Orden der Karmeliten helfen, wo die Not am größten ist. Mit den Spenden, die der Geistliche die letzten Jahre aus Miltach und Blaibach mitbekam, konnte er schon viel bewirken. Für zahlreiche Kinder konnte das Jahresschulgeld bezahlt werden, weitere neue Brunnen konnten gebohrt werden.

Viele weitere Projekte stehen noch an. Weitere Brunnen sollen noch gebohrt werden. Damit auch die Mädchen etwas lernen können, möchten die Klosterbrüder weiteren jungen Frauen einen Nähkurs anbieten. Auch das Projekt „Schulgeld“ soll erfolgreich weitergeführt werden. Die Kinder können nur dann zur Schule gehen, wenn sie Geld für die Schulkleidung und die Bücher haben. „Ja nur mit Bildung bekommt man zu Arbeit.“ so beschreibt es der Geistliche. Ein Kind benötigt je nach Schuljahr 80 bis 150 Euro. „Sehr gerne kann eine Patenschaft für ein spezielles Kind vermittelt werden“. Glücklich ist der Geistliche über die Gründung des Freundeskreises „Charity“, der bereits auf ein Jahr seines Wirkens zurückblicken kann. Mit diesem Verein ist es möglich, die Verbindung nach Indien das ganze Jahr über noch besser aufrecht erhalten zu können und das ermöglicht es, dass auch die finanziellen Spenden geordnet und auf sicherem Wege dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Der gemeinnützige Verein leitet die Zuwendungen 1:1 weiter nach Indien. Eine Mitgliedschaft ist jederzeit möglich und auch Zuwendungen werden über die Kontonummer der Vereinigung (IBAN DE59 7426 0110 0001 9020 40 bei der Raiffeisenbank Straubing) mit ganz großer Freude vom Verein und Pater Rockose angenommen.

Pater Rockose feiert heute Dienstag um 19 Uhr in der Pfarrkirche von Miltach einen Dankgottesdienst aus Anlass seines Geburtstages. Er würde sich sehr freuen, wenn viele Gläubige aus Blaibach und Miltach zur Eucharistiefeier kommen können. Danach wird es zusammen mit den beiden Pfarrgemeinderäten aus Miltach und Blaibach, sowie mit den beiden Kirchenverwaltungen und den zwei Frauenbundvereinen im benachbarten Pfarrheim feiern.

 

Text u. Bild: Christian Röhrl, Miltach

Foto zur Meldung: Pater Rockose Kolenchery feiert seinen 60. Geburtstag
Foto: Pater Rockose Kolenchery in Miltach

Freundeskreis "Charity" kann auf sein erstes Jahr zurückblicken

(27. 08. 2019)

Freundeskreis Charity für Pater Rockose hält Rückschau

Indischer Geistlicher berichtet über seine Arbeit in Indien – Verein kann in vielerlei Hinsicht schon segensreich helfen

Zur 1. Jahreshauptversammlung des neu gegründeten Vereins „Freundeskreis Charity“ konnte die 1. Vorsitzende Petra Rappl am Sonntag, Mitte August einen großen Teil der Mitglieder, sowie Pater Rockose Kolenchery als den Initiator des Vereins, im Pfarrheim „St. Martin“ in Miltach begrüßen. Ihr Dank galt außerdem den Verantwortlichen der Pfarrei für das Bereitstellen der Räumlichkeiten. Der Vorstandschaft des Freundeskreises gehören Petra Rappl aus Kirchroth, als 1. Vorsitzende, Bettina Baumeister aus Kirchroth, als Schatzmeisterin, und Bärbel Holzapfel aus Miltach, als Schriftführerin, an.

Neben der Vorstandschaft begrüßte auch Pater Rockose die Anwesenden sehr herzlich und bedankte sich für ihre Mitgliedschaft und die finanzielle Unterstützung. Sein Dank galt weiterhin den Damen der Vorstandschaft und Franziska Altmann aus Kirchroth als beratendes Mitglied. Der indische Priester weiß die Arbeit der Frauen sehr zu schätzen, ohne deren Mithilfe es nie gelungen wäre, einen Verein zu gründen. Bei der jungen Miltacherin Anna Brey sagte der Pater „Vergelt´s Gott“ für die gelungene Gestaltung des Vereinslogos, der Erde mit Indien im Hintergrund und die helle Hand aus Europa die der dunklen Hand aus Indien die Hand reicht und ihr hilft. Der Pater versicherte den Anwesenden, dass die Spenden ohne Abzüge an die Bedürftigen in Indien verteilt werden.

Die Schatzmeisterin Bettina Baumeister konnte den Anwesenden berichten, dass dem Verein mittlerweile 24 Mitglieder angehören und im Februar 2019 bereits ein ansehnlicher Geldbetrag nach Indien überwiesen werden konnte. An eine Schule wurden 1000 Euro für Schulkleidung und Schulbedarf übergeben. Dies war dringend notwendig, da vom Hochwasser 2018 alles vernichtet worden war. Weitere 19 Familien, Jugendliche und Kranke bekamen finanzielle Hilfe für Schulgeld, Ausbildung oder zur Errichtung eines Hauses, das durch Erdrutsche zerstört worden war. Durch weitere großzügige Spenden konnte man zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung einen symbolischen Scheck über 4000 Euro an Pater Rockose übergeben. Der Verein konnte also bereits eine stattliche Gesamtsumme spenden. Einige Personen haben anlässlich ihres eigenen Geburtstages auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Geldspenden für den „Freundeskreis Charity“ gebeten. So kam eine ansehnliche  Summe für den Verein zusammen, worüber sich die Verantwortlichen sehr freuten. Die Kassenprüfer Franziska Altmann und Alfons Baumeister bescheinigten danach der Schatzmeisterin eine einwandfreie Kassenführung und die Anwesenden entlasteten sie einstimmig. Die Vorsitzende dankte Bettina Baumeister sehr herzlich für den detaillierten Bericht und die gewissenhafte Kassenführung.

Dem Bericht der Schriftführerin Bärbel Holzapfel war zu entnehmen, dass sich die Vorstandschaft nach der Gründungssitzung im September 2018 noch zu weiteren 4 Sitzungen traf, wo die Satzung, die Gestaltung von Formularen und weitere Formalitäten festgelegt wurden. Die Satzung legt fest, dass der Verein der ideellen und wirtschaftlichen Unterstützung von Kindern in Indien oder in bedürftigen Regionen dient, dass nur gemeinnützige und mildtätige Zwecke unterstützt werden oder Geschädigte von Umwelteinflüssen. Es müssen dem Finanzamt stets Nachweise aus Indien über den Verwendungszweck der Spendengelder vorgelegt werden. Außerdem wurden alle bisherigen Spender über die Gründung des Vereins informiert und um Mitgliedschaft geworben. In den Kirchen von Miltach und Blaibach wurden ebenfalls Informationsschreiben aufgelegt. Die 1. Vorsitzende Petra Rappl dankte der Schriftführerin für ihren ausführlichen Bericht und die geleistete Arbeit das ganze Jahr über. Die Vorstandschaft wurde von den anwesenden Mitgliedern anschließend einstimmig entlastet.

Pater Rockose hatte danach eine ansprechende Power-Point-Präsentation mit zum Teil beklemmenden Fotos über das einfache Leben der Bedürftigen vorbereitet und gab Erklärungen dazu. Der indische Geistliche rief die Anwesenden auf, weitere interessierte Personen als Mitglieder in den Freundeskreis aufzunehmen. Personen, die an einer Mitgliedschaft interessiert sind, können sich an eines der Vorstandschaftsmitglieder wenden oder die in der Kirche Miltach und im Pfarrheim in Blaibach aufliegenden Vordrucke verwenden.

Petra Rappl bedankte sich zum Schluss bei allen für ihr  Kommen und ihr Interesse und lud zu einem indischen Kochabend mit dem Pater nach Kirchroth ein.  Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Zum Ende des Treffens wurde der symbolische Scheck über 4000 Euro an Pater Rockose übergeben.

Text u. Bild: Christian Röhrl u. Bärbel Holzapfel, Miltach

Foto zur Meldung: Freundeskreis "Charity" kann auf sein erstes Jahr zurückblicken
Foto: JHV Freundeskreis Charity

Am Frauentag wurden wieder die Kräuter gesegnet

(17. 08. 2019)

Herrlich duftende Büschl aus Kräutern und Blumen gebunden

Von fleißigen Frauen des Frauenbundes gefertigt

 

Aus zahlreichen, unterschiedlichen Kräutern und Blumen, wie etwa Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und verschiedenen Getreidesorten, die am Mittwoch auf den Tischen des Pfarrheimes in Miltach bereitlagen und einen angenehmen Duft verströmten, banden fleißige Frauen viele Kräuterbuschen für den „Großen Frauentag“. In bereitgestellten Körben standen sie bei den Messfeiern zum Fest „Mariä Himmelfahrt“ für die Segnung und den Verkauf bereit, wobei der Erlös an die Ministranten gespendet wurde.

 

„Im kirchlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt drückt sich die Zuversicht des Menschen nach einem sorgen- und angstfreien Leben aus. Wir glauben daran, dass Maria als erste mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ist. Die Mutter Gottes ist für uns Ch