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Fronleichnam mit feierlichem Gottesdienst u. Prozession, 40jähriges Priesterjubiläum

23.06.2019 um 08:00 Uhr

Am Sonntag, nach dem Fest Fronleichnam wird in unserer Pfarrgemeinde "St. Martin" der Festgottesdienst und die anschl. Fronleichnamsproizession stattfinden.

Zugleich feiern wir das 40jährige Priesterjubiläum von BGR Pfarrer Augustin Sperl. 

 

Alle weltlichen und kirchlichen Vereine aus dem Pfarrgebiet sind zur recht zahlreichen Teilnahme ganz herzlich eingeladen.

 

Fronleichnam

Die Prozession mit dem eucharistischen Brot, eingefaßt durch die sonnenförmige Monstranz, ist zu einem typisch katholischen Fest geworden. Entstanden ist Fronleichnam in Lüttich und wurde dort 1246 zum ersten Mal gefeiert. Keine zwanzig Jahre später hat der aus Lüttich stammende Papst Urban IV. das Fest 1264 für die ganze Kirche eingeführt. Köln ist die Stadt der ersten Fronleichnamsprozession, 1279 wurde das eucharistische Brot zum ersten Mal feierlich durch die Stadt getragen. Neben der Prozession durch Straßen und Wege gibt es auch Schiffsprozessionen, so auf einigen Alpenseen und auf dem Rhein bei Köln, die Mühlheimer Gottestracht.Das Fest folgt auf den Sonntag nach Pfingsten und wird an einem Donnerstag begangen, weil am Gründonnerstag Jesus das eucharistische Mahl zum ersten Mal mit seinen Jüngern gefeiert hat.
Fronleichnam spiegelt die Frömmigkeit des hohen Mittelalters. Die gotischen Kirchen haben große Glasfenster, die Kirchen werden mit Altären und vielen Figuren ausgestattet. Bei der Messe wird die Wandlung besonders herausgehoben. Der Priester hebt die Hostie hoch, so daß alle sie sehen können. Nicht mehr der Verzehr des gewandelten Brotes, sondern das Sehen tritt in den Vordergrund.
Eine zweite Wurzel des Festes sind die Flurumgänge, um die Felder bzw. die Stadtviertel zu segnen. Deshalb macht die Prozession an vier Altären Halt, um alle Himmelsrichtungen abzuschreiten. Da es auch vier Evangelien gibt, wird an jedem Altar aus einem anderen Evangelium gelesen. Der Prozessionsweg wird durch Blumen und Bilder geschmückt, Mädchen streuen Blumen, die Monstranz wird unter einem Tuch getragen, das an vier Stöcken ausgespannt ist und "Himmel" genannt wird.
Fronleichnam feiert die Gegenwart des auferstandenen Jesus im eucharistischen Brot und läßt diese Gegenwart zum Segen für die Wohnquartiere und Fluren werden. Wie ist diese Gegenwart zu verstehen? Offensichtlich bleibt das Brot Brot und der Wein wird nicht in Blut verwandelt. Die aristotelische Philosophie, die im Mittelalter über arabische Gelehrte in Spanien den Weg ins Abendland fand, unterscheidet Substanz, den Wesenskern, und die äußere Erscheinung, die Akzidentien. Man spricht deshalb von Transubstantiation, um die Wandlung des Brotes und Weines zu erklären. Verwandelt wird die Substanz, die äußeren Akzidentien bleiben. Heute erklärt man diese Wandlung symbolisch. Wie ein Stück Stoff zu einer Fahne wird und man eine Nation beleidigen kann, wenn man ihre Fahne herunterreißt und auf ihr herumtrampelt, gewinnen Brot und Wein eine neue Wirklichkeit, die untrennbar mit dem Materiellen verbunden ist.  (Quelle: www.kath.de)

 
 

Veranstalter

Pfarrgemeinde "St. Martin" Miltach

Kirchgasse 1
93468 Miltach

Telefon (09944) 30 66 40 Pfarrbüro
Telefax (09944) 30 45 12 Pfarrbüro

E-Mail E-Mail:
www.pfarrei-miltach.de