Die Osterfesttage durften wir würdig feiern

Ostern - das Fest der Auferstehung Jesu 

 

Am Ostersonntag früh am Morgen um 5 Uhr, als es noch dunkel war, erneut gerufen durch die Karfreitagsratschen der Ministranten, versammelte sich die Kirchengemeinde recht zahlreich im Dunkel des Gotteshauses, um die Osternachtfeier zu begehen und der Auferstehung Jesu zu gedenken. Auf dem Platz vor dem Kirchenportal segnete Pfarrvikar Matthias Tang die neue Osterkerze. Der Priester entzündete die erneut von Hand wunderschön verzierte Kerze am lodernden Osterfeuer. Zusammen mit den Ministranten und Diakon Martin Peintinger, der die neue Osterkerze trug, zog der Geistliche in das finstere Kirchengebäude ein, wo schließlich die vielen Kerzen der Gläubigen von der Osterkerze aus, durch den liturgischen Dienst, entzündet wurden und den Kirchenraum in ein gelblich schimmerndes Kerzenlicht tauchten.

Von der Mesnerfamilie Röhrl und weiteren fleißigen Helfern wurde die Kirche wieder wunderbar geschmückt. Nach dem festlichen Exultet, dem großen Osterlob, trugen die Lektoren in den Lesungen aus dem Alten Testament die überaus wechselvolle Geschichte des katholischen Kirche und des Israelitischen Volkes vor, ehe dann alle Gottesdienstbesucher beim Gloria in das freudige Osterlob einstimmten, bei dem dann wieder alle Glocken vom Kirchturm erklangen, welche seit dem Gründonnerstag verstummt waren. Alois Pielmeier sang als Kantor die Psalmen jeweils vor den Lesungen. In seiner Osterpredigt verdeutlichte Pfarrer Matthias Tang, was Jesus sagte: „Der Friede sei mit euch!“ Diese Worte wiederholte Jesus sogar, um die Bedeutung definitiv klarzumachen: Er ist der Friedensfürst. Er kam, um uns den Frieden im Herzen zu bringen. Jeder Mensch sehnt sich nach Frieden. Wahren Frieden finden wir aber nur, wenn wir den Frieden mit Gott haben. Wer sich aber heute über die Auferstehung freut, wer sich an Ostern bewusst macht, dass dies das Fest des Sieges ist, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern das Leben, wer heute glaubt, dass Jesus uns die Pforten des Himmels geöffnet hat, der spürt diesen Frieden, der an diesem Tag über der Menschheit ruht.

 

Ostern Miltach 2022 1     Ostern Miltach 2022 2

 

Bei der folgenden Tauferneuerung segnete der Geistliche das Osterwasser. Der Priester tauchte die Osterkerze darin ein und der Diakon sprengte das geweihte Wasser dann über die Gläubigen aus. Am Ende der festlich gestalteten Eucharistiefeier segnete Diakon Martin Peintinger noch die mitgebrachten Speisen von Brot, Eiern, Salz, Fleisch und den Wein. Die Gläubigen nahmen das Osterlicht mit nach Hause, in dessen Schein sie dann in ihrer häuslichen Tischgemeinschaft Ostermahl hielten.

 

Zu den weiteren großen Ostergottesdiensten am Sonntagabend und am Ostermontagvormittag kamen viele Gläubige und Gäste in die Pfarrkirche „St. Martin“ und feierten gemeinsam das Osterfest.

 

In der Predigt am Sonntag Abend verdeutlichte Diakon Martin Peintinger: „Der Glaube gibt uns Menschen das, was uns sonst nichts und niemand geben kann, nämlich die Hoffnung auf ein ewiges Leben in der Herrlichkeit Gottes. Ostern verdanken wir alles: unseren Glauben genauso, wie unsere Hoffnung. Dem gläubigen Menschen geht das Herz auf, wenn er in eine Kirche hineinkommt, weil er weiß, dass dies das Haus Gottes ist. Ein gläubiger Mensch fühlt sich wohl wenn er betet oder nur mir Gott spricht, weil er weiß, dass da jemand ist, der ihn bedingungslos liebt. Das letzte Wort hat nicht der Tod, das letzte Wort haben nicht die Gräber. Das letzte Wort hat die Liebe, die Liebe Gottes zu uns Menschen. Diese Liebe die uns niemals aufgibt und uns nicht fallen lässt hinein in die Dunkelheit des ewigen Todes. Durch Jesus Christus wurde der Tod für immer besiegt und neues Leben denen geschenkt die daran glauben.“

 

Die beiden Organisten Christian Hartl und Roland Häring gestalteten die Gottesdienstfeiern festlich mit ihrem Orgelspiel.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

 

Fotoserien

Kar- und Ostertage 2022 (DI, 12. April 2022)

Bilder vom Palmsonntag, den Kartagen und den Osterfesttagen des Jahres 2022 in unserer Pfarrgemeinde "St. Martin" Miltach

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Veröffentlichung

Mo, 18. April 2022

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