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Weihnachten in unserer Pfarrgemeinde festlich gefeiert

26.12.2019

Gott geht einem an Weihnachten unter die Haut

Die Weihnachtsfesttage wurden in Miltach von vielen Gläubigen gefeiert

Kinder gestalteten feierliche Gottesdienste in der Regentalgemeinde

 

Wie alle Jahre, so auch in diesem Jahr, hat eine große Zahl von Gläubige aus der Pfarrgemeinde Miltach und viele Festgäste, die an den Feiertagen ihre hiesigen Verwandten und Bekannten in der Heimat besuchten, an den zurückliegenden Weihnachtstagen die kirchlichen Feierlichkeiten besucht und die Gottesdienste in der Pfarrkirche mitgefeiert.

 

Mit großem Geschick und ganz viel Liebe zum Detail wurde das Gotteshaus vor den besinnlichen Weihnachtsfesttagen von der Mesnerfamilie Röhrl und unter der Mithilfe von Marianne Maurer, Martin Krieger und Ingeborg Wagner wieder wunderbar und prächtig geschmückt. Ein stattlicher Weihnachtsbaum (traditionell auch in diesem Jahr gestiftet von der Familie Dieter Beier) fand im Presbyterium vor dem Hochaltar seinen ganz besonderen Ehrenplatz. Recht viel warm funkelndes Kerzenlicht und die liebenswerten Spansterne, sowie die prächtigen, großen roten Kugeln am Tannenbaum kamen so wieder ganz wunderbar zur Geltung. Die herrlich geschmückte Tanne und das Tannengrün bei den zwölf Apostelleuchtern hüllten das Gotteshaus in seinen besonderen, festlichen Glanz und trugen so zur rechten weihnachtlichen Erbauung der anwesenden Gläubigen bei. Die besinnliche Weihnachtskrippe (links im Kirchenraum), bei der ebenfalls zwei liebenswerte Christbäumchen erstrahlten, tauchten den Kirchenraum in ein würdiges, weihnachtliches Gewand.

 

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Am Nachmittag des Heiligen Abend fanden viele erwachsene Gläubige, zusammen mit ihren Kindern, den Weg in das Gotteshaus. Um 15 Uhr (besonders für die Pfarrei Blaibach) und um 17 Uhr bei den zwei Kinderchristmetten reichten die vielen Sitzplätze bei weitem nicht aus, um die Zahl der Gläubigen zu fassen, die den traditionell am besten besuchten Gottesdienst des ganzen Kirchenjahres mitfeiern wollten. In diesem Jahr waren es an die 950 Gläubige, welche diese beiden Gottesdienste besuchten.

 

Im abgedunkelten Kirchenraum verfolgten bei der zweiten Kinderchristmette (welche besonders für Gottesdienstbesucher aus Miltach gedacht war) die Mitfeiernden den Einzug des Priesters, zusammen mit den Ministranten und den Kindern für das Krippenspiel. „Macht hoch die Tür“, dieses adventliche Lied führe wie alle Jahre wieder hin zum eigentlichen Grund dieser Heiligen Nacht, der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem. Nach der Lesung, vorgetragen von Birgit Holzapfel, zog das Krippenspiel die Kinder und die Erwachsenen in seinen ganz besonderen Bann. Die Kinder spielten in guter und anschaulicher Form die Herbergssuche und die Geburt Jesu Christi im Stall von Bethlehem nach und ließen so die Zeitzeugen und Maria und Josef und alle Gestalten aus der Weihnachtskrippe, also auch die Engel und die Hirten, zu Wort kommen. Maria Schreiner und Andrea Seidl hatten in den Wochen zuvor, mit sehr viel Liebe zum Detail, gemeinsam mit den jungen Buben und Mädchen die Texte einstudiert. An der Orgel begleitete Christian Hartl das Weihnachtsspiel. Die Mühen hatten sich gelohnt. Gespannt und mit hellglänzenden Augen verfolgten die anwesenden Kinder die Texte der Krippenspieler. Mit dem Weihnachtsevangelium schließlich mündete das Spiel ein, in den Besuch der Engel bei den Hirten, die sogleich aufstanden und zum Stall in Bethlehem eilten, um dort Maria, Josef und das Kind in der Krippe vorzufinden. Im weiteren Verlauf der Mette trugen die Kinder ihre Fürbitten vor das Christuskind, ehe in der darauffolgenden Eucharistiefeier das Weihnachtsgeheimnis gefeiert wurde. Das festliche „Stille Nacht“ – Lied schloss den Gottesdienst am ab. Danach marschierten die Gläubigen wieder zurück in ihre Wohnungen, um dort den Heiligen Abend im Kreis der Familien feiern zu können. Viele Leute nahmen dabei auch das Friedenslicht aus Bethlehem mit heim. Für die Pfarreiengemeinschaft Blaibach – Miltach fand die gemeinsame Christmette in diesem Jahr in Blaibach statt.

 

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Zum Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag versammelten sich die Gottesdienstbesucher erneut in der Miltacher Pfarrkirche. Elf Ministranten zogen zusammen mit Pfarrer BGR Augustin Sperl in die Pfarrkirche ein. Alois Pielmeier trug zu Beginn der Feierstunde das gesungene Weihnachtsexultet für den 1. Festtag vor. Im anschließenden Wortgottesdienstteil und insbesondere in seiner Weihnachtspredigt ging Pfarrer Sperl auf das Geheimnis von Weihnachten näher ein. „Was ist Ihnen im vergangenen Jahr am meisten unter die Haut gegangen? Die Geburt eines Kindes oder Enkelkindes? Ein überraschendes Ereignis oder ein schmerzlicher Moment, vielleicht sogar der Tod eines lieben Menschen? War es eine Liebeserklärung, ein Wort des Dankes und der Freundschaft, dass sie Ihr Leben lang nicht vergessen werden? Ein schöner Urlaub? Oder war es eine Schrecksekunde?“. Diese Fragen stellte der Priester an den Anfang seiner Ansprache. Das Kind an Weihnachten ist nicht irgendein Kind. Es ist Gottes Sohn, der Haut und Haare angenommen hat. „Manchmal sagen wir zu einem Menschen: In deiner Haut möchte ich nicht stecken. Das bedeutet: Deine Probleme, Nöte und Sorgen möchte ich nicht haben. Gott aber sagt zu Weihnachten: In deiner Haut, o Mensch, möchte ich stecken. Es sagt es nicht nur, sondern tut es: Im Kind Jesus von Nazareth wird Gott ein Mensch wie wir: mit Händen und Fingern, mit Füßen und Beinen, mit Bauch und Schultern, mit Augen und Ohren, mit Haut und Haaren. Es gibt Dinge, die sollten wir uns wirklich zu Herzen gehen lassen: Dass  Gott in einem Kind Mensch wird. Gott wird Mensch. Gott geht unter die Haut. Zu unserem Heil und durch uns hoffentlich auch zum Nutzen, zum Segen unserer Mitmenschen.“ Dieser Satz fasste alle die Gedanken aus der Weihnachtspredigt von Pfarrer Augustin Sperl dann nochmal treffend zusammen. Das festliche „Stille Nacht“ - Lied, in der ausschließlich von Kerzenschein und dem Lichte der Christbäume erfüllten Kirche, rührte die Herzen der anwesenden Gläubigen am Ende des Festgottesdienstes an. Am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag gaben die Gläubigen großzügig ihr Opfer für die Spendenaktion „Adveniat“, welche die Gaben nach Lateinamerika weiterreicht. Die jungen Christen füllten ihre Opferkästchen für die ärmsten Kinder dieser Welt.

 

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An Weihnachten steht uns der Himmel offen

Die Messfeier am 2. Weihnachtsfeiertag wurde als Familiengottesdienst gestaltet. Im Pfarrheim hatten sich die Kleinkinder und die Kinder der 1. bis 3. Klasse wieder getroffen, um sich dort, zusammen mit ihren Müttern oder Vätern, mit den Personen in der Krippe zu beschäftigen. An diesem Tag ging Pfarrer Augustin Sperl in seiner Begrüßung auf den Heiligen Stephanus und die verfolgten Christen dieser Erde näher ein. „Das heutige Märtyrerfest erinnert uns daran, dass es von Anfang an Menschen gab, die es mit dem, was sich an Weihnachten ereignete, ernst meinten. Gott ist ihnen in seiner Menschlichkeit so nahegekommen, dass sie den Himmel offen sahen. Die neue Perspektive für ihr Leben ist, eine Heimat bei Gott zu haben und zu ihm zu gehören. Wir Christen haben auch heute eine Perspektive für unser Leben: der offene Himmel, der auf uns als Kinder Gottes wartet. Stephanus war einer der ersten Zeugen dafür, dass die Weihnachtsfreude tragen kann. Er fühlte sich ganz und gar in Gott geborgen. Sein Gottvertrauen war auf einmal größer als die Liebe zum eigenen Leben. Die Vision des offenen Himmels nahm ihm die Angst vor Leid, Qual und Tod.“ Zum „Vater unser“ Gebet sind dann die ganz jungen Gläubigen aus dem Pfarrheim zur versammelten Gemeinde in die Pfarrkirche dazu gekommen. Am Ende der Messfeier spendete Pfarrer Augustin Sperl einem jeden Kind einzeln den besonderen Kindersegen.

 

Bei den Weihnachtsgottesdiensten hatten wieder viele Ministranten dazu beigetragen, die Feiern in einem besonders festlichen Rahmen mit Fackeln und Weihrauch zu gestalten und dabei die Gottesdienstbesucher in deren Gebeten zu bestärken.

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

Foto: Weihnachten Miltach 2019

Fotoserien zu der Meldung


Weihnachten - Neujahr - Dreikönig - Lichtmess 2019 / 2020 (25.12.2019)

Schöne Bilder von den weihnachtlichen Festgottesdiensten 2019, von der Neujahrsfeier am 1. Januar und der Sternsingeraktion 2020 sowie dem Drei-Königs-Tag am 06. Januar und vom Lichtmesstag "Fest - Darstellung des Herrn" am, 02. Februar 2020