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Irland erleben - Pfarreieingemeinschaft auf großer Entdeckungs- und Pilgerreise

15.09.2017

Die grüne Insel – Irland – von all seinen schönen Seiten erlebt

Irland und den Wild Atlantik Way von Süden nach Norden „erfahren“ – Pilgern und Erleben

 

Seit vielen Jahren war es ein Wunsch von den Gläubigen, eine gemeinsame Reise nach Irland zu organisieren. Viele Monate der Vorbereitung und Organisation gingen der Reise voraus. In der vergangenen Woche führte nun die Pilger- und Erlebnisreise 41 Gläubige aus der Pfarreiengemeinschaft Miltach / Blaibach - und darüber hinaus - auf die grüne Insel, nach Irland. Die von den Reiseorganisatoren Maria Forst, Christian Röhrl und Franz Strigl perfekt vorbereitete Reise war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Die geistliche Leitung oblag BGR Pfarrer Augustin Sperl. Ein Bus brachte die Reiseteilnehmer am Sonntag Morgen zum Flughafen nach München, von wo mit einer Maschine der Fluggesellschaft Air Lingus die Flugreise gen Norden (über Belgien und Großbritannien) angetreten wurde. Vorausgegangen war der erste Pilgergottesdienst, den man in der schönen Flughafenkapelle feierte.

 

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Pilgergottesdienst in der Kapelle des Flughafen München

  

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Pilgergottesdienst in der Kapelle des Flughafen München

 

Ankunft und "Rock of Cashel"

Zunächst führte der Weg zum Rock of Cashel, einer imposanten Burganlage in der Nähe von Limerick. Der Berg auf dem die Burg steht erhebt sich 65 m hoch und gilt als irisches Wahrzeichen. Als Sitz von Feen und Geistern wurde er schon im Altertum verehrt. Nachdem man sich im Hotel „Holiday Inn“ in Killarney zurechtgefunden hatte, traf man sich nach dem Abendessen im Hauseigenen Pub, um die ersten Bekanntschaften mit den irischen Bieren und dem weltweit bekannten irischen Whiskey zu machen.

 

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Rock of Cashel aus der Ferne

  

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Irische Dorfkirche in der Nähe von Limerick

 

Ring of Kerry und Muckross House

Am Montagmorgen bestieg man dann ausgeruht den Reisebus und der erste Tagesausflug führte zum bekannten „Ring of Kerry“. Ehe man jedoch die kurvenreiche Straße befuhr, wurde ein Stop bei „Red Fox“ eingelegt, wo weit und breit der beste Irish Coffee angeboten wird. Diesem kulinarischen Angebot konnte natürlich keiner widerstehen. Die überraschende Schönheit der großen Halbinsel lveragh (166 km) und des Ring of Kerry rührt von der großen Vielfalt der Landschaft her, die ununterbrochen Kontraste bietet. Das vorherrschende Element ist das Wasser: Ganz gleich ob es Flüsse sind, die durch zauberhafte Dörfer fließen, z. B. der Sneem, der Atlantik und sein Golfstrom oder der bekannte Killarney See im Herzen der MacGillycuddy Reeks Berge. Oder es kann der Regen sein, der auf das grandiose Relief der Grafschaft herabstürzt. Das milde Klima begünstigt das Wachstum einer überraschenden Vegetation. Auf der Route befand sich der Ladies View. Königin Victoria benannte diesen Aussichtspunkt so, weil sie von der Sicht so sehr begeistert war und alle Ihre Hofdamen dazu einlud, sich selbst davon zu überzeugen. Die 180 km lange Rundfahrt gilt eine ein Höhepunkt jeder Irlandreise. Die Nordküste wirkt eher etwas langweilig, doch Süd- und Westküste mit ihren Buchten und Inselchen sind ein echtes Erlebnis. Sie dauert einen ganzen Tag, will man in Muße die Fischerdörfer und die Landschaften bewundern musste. Der letzte Besichtigungstermin an diesem Tag waren die Muckross Gärten. Der Name des Parks stammt von der Familie Bourne und Senator Vincent, die diesen Park 1932 der irischen Nation gestiftet haben. Zahlreiche Spazierwege führen durch das Gelände. Muckross Haus ist ein prunkvolles Herrenhaus, welches im Jahre 1843 von der Familie Herbert im elisabethanischen Stil erbaut wurde. Es liegt inmitten einer bezaubernden Landschaft aus Bergen und Seen im Herzen des Killarney National Parks. Die das Haus umgebenden Muckross Gärten sind weltweit für ihre Schönheit bekannt und beherbergen eine Vielzahl exotischer Pflanzen und prachtvoller Rhododendren, die hier nahezu haushoch wachsen. Der Montag Abend brachte dann für die Reisegruppe noch ein ganz besonderes Erlebnis, konnte man einer Celtic Step Gruppe zusehen. Mit den irischen Gesangseinlagen und dem rasanten irischen Stepptanz begeisterte die Gruppe die Pilger aus Bayern sehr.

 

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Unterwegs auf dem Ring of Kerry

  

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Meditative Einheit am Ring of Kerry

     

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Ladies View am Ring of Kerry

 

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Die ledendären Gärten am Muckross House

 

Cliffs of Moher

Bereits am Dienstag hieß es dann wieder Koffer packen, denn die Reise ging weiter gen Norden. Nach Tarbert, wo man mit einer Autofähre den größten Fluss des Landes (den Shannon) überquerte, führte die Fahrt zu den Cliffs of Moher. Die Klippen, die auf acht Kilometer Länge bis zu 214 m hoch aus dem Meer ragen, sind selbst, wenn sie in Nebel gehüllt sind, ein atemberaubender Anblick. In den Felswänden mit ihren Schichten aus Sandstein und Schiefer nisten Trottellummen, Dreizehenmöwen und andere Seevögel. Zahlreiche Pfade führen die Klippen entlang. Für die Reisenden aus Miltach und Blaibach ein unvergesslicher Anblick von den Klippen hinunter in den brausenden Atlantik. Am Abend erreichte die Gruppe dann das kleine Örtchen Doolin, wo die folgenden beiden Nächte, aufgeteilt in kleineren Gemeinschaften, in traditionellen B&B (Bed & Breakfast) verbracht wurden.

 

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Meditative Gebetseinheit am wilden und stürmischen Atlantik

  

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Die wunderschöne Aussicht bei den Cliffs of Moher und der brausende Atlantik

     

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Die wunderschöne Aussicht bei den Cliffs of Moher

 

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Die legendären Dolmen in der irischen Landschaft

 

Aran Inseln

Der Mittwoch brachte dann für viele der Reiseteilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Es erfolgte die Überfahrt mit einem kleinen Fährboot zu den irischen Nachbarinseln, den Aran Inseln. Da aber der Atlantik sehr unruhig war und ein Wellengang von nahezu 2 Metern vorherrschte, entwickelte sich die rund 1,5 stündige Überfahrt zu einem wahren „Auf und Ab der Gefühle“. Die Aran-Inseln sind die natürliche Fortsetzung des Burren. Die kahle, zerklüftete Mondlandschaft ist von Moosen, Flechten und einer schütteren Grasschicht überzogen, nur aus den Ritzen und Spalten sprießt üppiges Grün und wagen sich im Frühling die Wildblumen. Mannshohe, aus Steinbrocken geschichtete Mauern fassen die Felder ein, in deren von den Vorfahren mühsam zusammengetragener Erde die Bauern Kartoffeln und Roggen anpflanzen. Durch die isolierte Lage der Inseln ist die gälische Kultur hier besonders stark verankert und haben sich Traditionen gehalten, die andernorts längst untergegangen sind. Hier wurde der klassische Aranpullover aus ungefärbter Wolle und mit komplizierten Mustern erfunden. Auf der größten Insel – Inishmore, liehen sich einige der Teilnehmer Fahrräder aus um zum anderen Ende der Insel zu radeln, andere zogen es vor, mit Kleinbussen die Insel zu bestaunen. Beim dortigen Fort Dún Aengus bot sich ein wahrlich imposanter Blick senkrecht hinunter auf den rauen Atlantik. Gott Sei Dank war dann die Rückfahrt mit dem kleinen Schiff nicht mehr ganz so stürmisch, als die Fahrt am Vormittag. Die Abende in Doolin gehörten dann den Pubs mit seinen schmackhaften irischen Köstlichkeiten und den typischen Live-Musik-Darbietung bis tief in die Nacht hinein.

 

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Vor der Überfahrt auf die Aran-Inseln

  

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Eine weitere meditative Einheit auf den Aran Inseln

     

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Ein paar Reiseteilnehmer waren sogar mit dem Fahrrad unterwegs

 

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Die karge Landschaft auf den Aran-Inseln erlebt und sogar selbst erfahren

 

Connemara Nationalpark - Torfstechen - Kylemore Abbey

Schon am Donnerstag ging es wiederum mit gepackten Koffern weiter zum nächsten Ziel der Reise, nach Westport. Doch bevor man das dortige Hotel beziehen konnte führte die Reisetour durch den Burron nach Galway, wo man die dortige schmucke Kathedrale besichtigte und schließlich durch die ureigenste, irische Landschaft, durch den Connemara Nationalpark, fuhr. Der Nationalpark besteht im Wesentlichen aus Bergen, Seen und Moorland. Die Besucher erlebten hier eine der schönsten Landschaften Westirlands. Überall finden sich Zeugnisse aus prähistorischer Zeit: mehr als 4000 Jahre alte Megalithgräber und Landmarkierungen, die einst Äcker und Weideland begrenzten. Ein besonderes Erlebnis an diesem Tag war es, einem Torfstecher über die Schultern zu schauen. Zunächst ging es mit dem Traktor auf eine Aussichtsfläche wo man den Nationalpark bestaunen konnte. Danach verstand es Martin, der Eigentümer des Dan O’Hara Homestead, die Kunst des Torfstechens zu zeigen, danach konnte eine Hütte aus längst vergangener Zeit besichtigt werden und es konnte erlebt werden, wie rau und ärmlich die Menschen in früherer Zeit dort leben mussten. Der letzte Besichtigungstermin an diesem Tag galt der Kyleymore Abbey. Die Burg am Seeufer im Schutz der Twelve Bens ist eine romantische Wiederbelebung gotischer Fantasie-Architektur. Mitchell Henry (1826 - 1911), ein Großindustrieller aus Manchester, ließ sie als Geschenk für seine Frau errichten. Die Henrys legten weite Moorgebiete trocken, kultivierten das Land und pflanzten Tausende von Bäumen, um den exotischen Garten vor Wind zu schützen. Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau verließ Henry Kylemore für immer; die Burg wurde verkauft. Im ersten Weltkrieg kamen Benediktinerinnen auf der Flucht aus Belgien hierher und gründeten in der Burg ein Kloster. Viele Jahre führten sie hier eine Mädchenschule. Auf dem Gelände gibt es auch einen Handwerksladen und eine Seifenwerkstatt sowie einen Garten mit den längsten doppelt bepflanzten Rabatten Irlands. Auch wenn das Wetter immer wieder sehr rasch zwischen Sonnenschein und Regen wechselte und es immer wieder sehr windig war, machte das der Stimmung in der Gruppe keinen Abbruch.

 

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Die wunderschöne Kathedrale von Galway beeindruckte alle Reiseteilnehmer

  

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Beim Torfstecher Gab es viel Interessantes zu hören und zu sehen

     

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Andacht in der schmucken Kapelle von Kylemore Abbey

 

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Auf dem weitläufigen Gelände von Kylemore Abbey die kleine Kirche

 

Croagh Patrick - Westport - Knock

Leider nur eine Nacht war der Gruppe in Westport gegönnt. Schon am frühen Freitag Morgen hieß es raus aus den Federn, den ganz besonders wetterfeste Teilnehmer aus der Gruppe wagten den rund 5 stündigen Auf- und Abstieg des Croagh Patrick. Der heilige Berg, liegt etwa 8 Kilometer vom malerischen Ort Westport entfernt und ist einer der höchsten Punkte in Westirland. Seit der Steinzeit vor 5.000 Jahren ist dieser heilige Berg ununterbrochen Ziel vieler Pilger gewesen. Die religiöse Bedeutung des Berges ist bis zur Heidenzeit zurück zu führen, als die Menschen sich dort versammelten um den Beginn der Erntezeit zu feiern. Croagh Patrick ist bekannt als Wallfahrtsort zu Ehren des St. Patrick, dem Schutzheiligen von Irland. Seit vielen Generationen wird gesagt, dass St. Patrick im Jahre 441 n. Chr. auf dem Berg 40 Tage gefastet haben soll. Der Rest der Pilgergruppe verbrachte den Vormittag im Städtchen Westport, ehe es dann zusammen wieder weiterging, zum letzten Hotel dieser Reise. Die Fahrt ging dann gemeinsam zu einem der größten Marienwallfahrtorte Europas, nach Knock. Im Giebel der Kirche St. John the Baptist soll 1879 15 Personen aus dem Ort die Heilige Jungfrau mit Josef und Johannes dem Evangelisten erschienen sein. Die Vision wurde von der katholischen Kirche als Wunder anerkannt. Jedes Jahr kommen über 1,5 Millionen Menschen nach Knock, 1979 auch Papst Johannes Paul II. und 1993 Mutter Teresa, und im kommenden Jahr 2018 sogar Papst Franziskus um den Kirchengiebel zu betrachten, in dem die Muttergottes zu sehen war. Er wurde inzwischen zu einer Kapelle umgebaut. In der Nähe steht auch die große Basilika of Our Lady mit einem Marienschrein. An allen Tagen der Pilgerreise standen immer wieder Gebetsimpulse und auch Gottesdienste auf dem Programm, welche die Reiseteilnehmer zum innehalten und zur geistigen und seelischen Erbauung verhalfen. Am Abend erreichte man das direkt am Meer gelegene Sandhouse Hotel in Rossnowlagh.

 

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Am Fuße des Croagh Patrick

  

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Die Erscheinungsstelle am Wallfahrtsort Knock

 

Slieve Leagues - Folk Village - Donegal

Der Samstag führte die Reisegruppe zunächst zu den imposanten Slieve League Klippen, eine der höchsten Felsenklippen Europas. Diese bieten einen spektakulären Anblick. Die acht Kilometer lange Strecke von Carrick zur östlichen Spitze der Slieve League war zwar holprig, jedoch lohnte sich die Fahrt, denn dann erreichte die Straße Bunglass Point und Armharc Mor, die „gute Aussicht“. Von hier aus konnte man die gesamte Slieve League überblicken. Mit einem Blick auf den glitzernden, aber wild rauschenden Ozean, 598 m in die Tiefe wurden die Blaibacher und Miltacher belohnt. Eine weitere Sehenswürdigkeit war an diesem Tag das Folk Village Museum, das das frühere ländliche Leben Donegals dokumentiert. Es wurde 1950 von einem Priester, Father James McDyer gegründet, der vor dem Hintergrund der anhaltenden Emigration aus dieser Gegend die Menschen ermutigte, sich in Kooperativen zusammenzuschließen und Kunsthandwerk herzustellen. Im Museum wird regelmäßig Handwerk demonstriert. Im Tal selbst waren auf der Rückfahrt zum Hotel immer wieder Dolmen, Steinsäulen und andere Monumente zu finden. An einem alten Pilgerweg auf einem alten Steinaltar konnte die Gruppe wiederum einen gemeinsamen Gottesdienst unter freiem Himmel feiern. Angekommen im Hotel stand einem tollen Strandspaziergang nichts mehr im Wege, der ein oder andere wagte es sogar, seine Füße in den dort doch schon kühlen Atlantik zu stecken.

 

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Abendlicher Sonnenuntergang am Sand House Hotel in Rossnowlagh

  

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An den atemberaubenden und gigantischen Slieve Leagues Klippen

     

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Das Folk Village Museum brachte die irische Geschichte zum Ausdruck

 

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Abendlicher Stimmung am Sand House Hotel in Rossnowlagh

 

Nordirland - Derry - Giant's Causeway

Nach einem morgendlichen Gottesdienst ging es am Sonntag dann in den Norden der Insel, nach Nordirland. An diesem Tag stand besonders der vor vielen Jahren vorherrschende Glaubenskonflikt im Vordergrund. Allerdings sind noch bis heute die Spuren dieser Jahre und die Vorurteile beiden Nationalitäten spürbar. Kurz nach dem Grenzübertritt führte die Fahrt nach Derry, oder auch Nordirisch Londonderry genannt. Nordirland ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien. Es besteht aus dem größten Teil der historischen irischen Provinz Ulster. Im Vergleich zur Republik Irland kamen früher nur wenige Besucher hierher. Seit den Friedensbestrebungen und der Entschärfung des Nordirlandkonflikts erhält der Norden jedoch zunehmend Aufmerksamkeit. Die Provinz Nordirland wurde im Jahr 1921, nach der Teilung der Insel, gegründet. Ihre sechs Countys (plus Donegal, Monaghan und Cavan) gehörten einst zu Ulster, einem der vier alten Königreiche Irlands. Hier hat sich wahrscheinlich auch zuerst das Christentum in Irland etabliert. Derry ist die zweitgrößte Stadt Nordirlands und bietet eine bewegende Geschichte, welche die Pilger bei einem Spaziergang auf der noch komplett erhaltenen Stadtmauer erfahren konnten. Außerdem besichtigten sie die Stadtteile Bogside und Waterside und konnten hier die bemalten Hauswände besichtigen, die sog. Mural Walls, die oftmals politische Motive aufzeigen was sich alles an diesem geschichtsträchtigen Bloody Sunday, am 30 Januar 1972, ereignete. Auf der Fahrt zur Antrim Küste hielt man anschließend für einen Fotostopp am Dunluce Castle, einer Schlossruine aus dem 14. Jh., malerisch auf einem Felsen oberhalb der Küste gelegen. Der nun folgende Giant’s Causeway stellte zweifelsohne alle anderen Attraktionen in diesem Abschnitt in den Schatten. Die Fremdartigkeit dieser Felsformation mit ihren bizarren Basaltsäulen ließ um Giant’s Causeway viele Sagen entstehen. Die populärste berichtet, dass der Riese Finn McCool hier einen Damm über das Meer nach Schottland baute, um gegen einen Rivalen namens Benandonner kämpfen zu können. Das Einzigartige, ja Magische des Orts mit seinen grauen Klippen und schreienden Möwen kann allerdings durch nichts gestört werden. Ein Rundweg bei stürmischer See lud die Pilgergruppe zu einer kurzen Wanderung ein. Wieder zurück am Hotel erwartete die Reisenden ein irischer Gesangsabend, bei dem zwei Sänger traditionelle, irische Volkslieder zum Besten gaben und auch die Zuhörer zum Mitsingen anregten.

 

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Bogside und Waterside in Derry

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Bogside und Waterside in Derry

     

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Am Giant's Causeway in Nordirland

 

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Gruppenfoto am Giant's Causeway in Nordirland

 

Monasterboice - Dublin - Rückreise

Am Montagmorgen hieß es dann Abschied nehmen von Irland. Nachdem früh am Morgen der Bus bestiegen wurde, der die Reisegruppe zum Flughafen nach Dublin brachte, stand noch die Besichtigung von Monasterboice an. Es ist eine alte klösterliche Anlage in der Nähe der Stadt Drogheda im County Louth. Zu den gut erhaltenen Ruinen zählen neben einem großen Friedhof auch zwei Kirchen, einer der höchsten Rundtürme Irlands sowie zwei der höchsten und besterhaltenen Hochkreuze des Landes. Nach einer ganz kurzen Stadtrundfahrt durch Dublin, welche die Reise abrunden sollte, schloss sich für die Pilgergruppe aus dem Bayerischen Wald wahrlich der Kreis. Denn genau an diesem Punkt angekommen, hatte man Irland genau einmal umrundet.  Ein ruhiger Rückflug mit der irischen Airline zum Flughafen nach München folgte. Bereits bei der Heimfahrt in den Bayerischen Wald wurden schon wieder Reisepläne für die kommenden Jahre gemacht. Am Ende blieb der Dank für eine überaus erlebnisreiche und Interessante Pilgerreise auf die grüne Insel Irland.

 

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Kreuze am Friedhof Monasterboice

  

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Eine kleine Stadtrundfahrt in Dublin

 

Text u. Bilder: Christian Röhrl, Miltach

 

Fotoserien zu der Meldung


Irland 2017 (14.09.2017)

Von Sonntag, 03. September bis zum Montag, 09. September 2017 waren die beiden Pfarreien unserer Pfarreiengemeinschaft auf einer Erlebnisreise in Irland. Dass dabei das Pilgern auch nicht zu kurz kam, steht außer Frage. Einen ausführlichen Bericht zu der Reise finden Sie unter dem Bereich Nachrichten.

 

Hier finden Sie eine Auswahl der Bilder dieser Reise

(weitere Bilder folgen in Kürze):